Truppen im mittleren Orient und erklärte, das Siegesoertrauen und die Tapferkeit der im mtitle» ren Orient stehenden Truppen aus allen Tellen des britischen Weltreiches sei für das englische Volk eine moralische Stärkung. Eden gab dann zu verstehen, daß die Truppen in Aegypten und im Sudan noch weitere Verstärkungen erfahren mür- den.
airo zu den britischen
der gleichfalls einen Geleitzug sicherte, erhielt durch die Detonationen mehrerer schwerer Bomben storke Schlagseite. Auch ein Handelsschiff von 6000 BRT wurde schwer getroffen. Es tonnte die Fahrt im Geleitzug nicht fortsehen, sondern blieb zurück.
Die BergeltungSaugriffe gegen die briti» sche Hauptstadt wurden auch am heutigen Tage fast ohne Unterbrechung fortgesetzt. Ueber London und im Sttdoftcn der Insel kam eS zu der» fchiedenen Luftkämpfen. bei denen 13 britische Flugzeuge abgeschossen wurden, während deut- scherseitH keine Verluste eingetreten sind. Das Jagd» geschwadcr Mölders errang bei diesen Lust- kämpfen seinen 600. Luftsieg. Der bekannte Ritterkreuzträger und Kommandeur eiuer »Kampfgruppe Hauptmann Storp wurde bevorzugt zum Major befördert, weit er sich bei den Einsätzen der letzten Reit weiterhin durch hervorragendes fliegerisches Könnew und die vorbildliche Führung seiner Gruppe ausgezeichnet hat
Eden predigt »Siegesvertrauen»'.
MiemscherWehrmaMberichl.
Rom. 8. Nov. (DNB.) Der italienische Wehr» Machtbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut:
Die Operationen au der L p i r u s - F r o u t gcheu weiter.
Unsere Luftwaffe hat trotz ungünstiger Witte- rungsverhättvisse Ofsevsiv-Aktioaen auf die Fahrstraßen beim Presba-See und die Festung Korfu unternommen und wiederholt Volltreffer erzielt. Alle unsere Flugzeuge sind zurück- gekehrt.
Line aus sechs feindlichen Flugzeugen bestehende Formation hat V a l o n a angegriffen und ist durch sofortiges (Eingreifen der Luft- und Bodeuabwehr
und zwei Brandbomben in der Rahe des Bahnhofes abgeworfen, wobei einige Schienen, eine Wasserleitung und ein Waggon beschädigt wurden. 3n einem Privathaus brach ein Brand aus. der sofort gelöscht wurde; keine Opfer. x K
Eindeutige Absage aus Dublin
„Eine Abtretung von Häfen kommt nicht in Frage."
Dublin, 8. Nov. (DNB.) Der irische Minister» vräsident und Außenminister de Valero bat zu Churchills verdächtigen Andeutungen über die irischen Häfen folgende eindeutige Feststellungen gemacht: ..Wie ich es schon oft gesagt habe, so wollen wir freundschaftliche Beziehungen mit dem Boll Großbritanniens und mit anderen Böllern aufrecht» erhalten, aber wohlverstanden, wir wollen mit Großbritannien auf freundschaftlichem Fuß stehen, weil es uns räumlich am nächsten liegt. ES kann sein, obwohl ich hoffe, daß es nicht der Fall sein wird, daß wir uns vor einer schweren Krise befinden werden. Wenn wir ihr die Stirn bieten, so werden wir das tun, well wir wissen, daß unsere Sacke gerecht ist. Eine Abtretung von Häfen kommt nickt in Frage, so lange untere Nation neutral bleibt. Jeder Versuch, auf uns von der Seite irgendeines Kriegführenden einen Druck auszuüben, würde nur in Blutvergießen enden. Solange die gegenwärtige Negierung an der Macht bleibt, werden wir unsere Reckte auf diese Häfen oder irgendeinen Tell unteres Gebietes gegen jedermann, der tie angreifen würde, verteidigen." de Valero fügte hinzu, es sei nicht wahr, daß deutsche Unterseeboote mit Betriebsstoff und Lebensmitteln in den fraglichen Häfen versorgt würden, und schloß, indem er dem lebhaften Wunsche Ausdruck gab, daß Irland neutral bleiben möge. Diese Neutralitätspolitik sei vom Dail und vom Volle selbst gebilligt worden.
Sinbnflammm. MONDAMIN Mondamin gibt es auf die mit einem X bezeichneten Abschnitte der Reich-brot-. lartt für fiUita bi- in 6 Fahren
Der Wehrmacht bericht vom Zrellag.
Berlin, 8. Rav. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben im Atlantik operierende Ueberroaffer- streitkräfle der Kriegsmarine auf der Nord Aklantik- Route einen britischen Geleilzug völlig vernichtet und dabei 86 000 BRT. feindlichen Handelsschiffsraumes versenkt.
Die Luftwaffe griff am 7. November und in der Nacht zum 8. November zahlreiche kriegswichtige Ziele in London. Süd- und Wittel-England und in den englischen Gewässern an. 3n London riefen Angriffe auf die Tilbury-Docks Explosionen und mehrere große und kleine Brände hervor, die sich weit ausbreiteten. 3n den Flug-
Geldgleichgewichi.
Vor einigen lagen hat der frühere Staatssetre» tär im Reichsernahrunasmlnlsterium Dr. Banin der Weltwirtschaftlichen Gesellschaft zu Berlin einen Vortrag über die moderne Auffassung im Geldwesen gehalten. Er bezeichnete es als ein Mittel der Westmächte zur Versklavung Deutschlands, daß im Versailler Vertrag die Goldwährung voll wiederhergestellt wurde, und daß Deutschland durch die Belastung mit Goldtributen verhindert wurde, sich vom Go Ide zu losen. Weiter wies der Redner auf die Tatsache hin, daß in der britischen 5triht. gegen Deutschland die Abkehr von der Goldwah- rung eine wichtige Rolle gespielt hat und daß es zu den wichtigsten Forderungen der Westmachte gehörte, Deutschland die Rückkehr zur Goldwährung aufzuerlegen. Staatssekretär Dr. Bang hat erläuternd hinzugefügt, daß bei der Goldwährung die Goldproduttwnsländer die Führung in die Hand bekommen. Die wichtigsten Golderzeugungslander sind die Vereinigten Staaten von Amerika, Südafrika und Australien, also ausschließlich Länder des angelsächsischen Blocks^
Die Darlegungen Dr. Bangs sind geeignet, Den immer wieder in den Köpfen einzelner Herumspuken» den törichten Besorgnissen vor einer neuen Jnlla. Hon ein Ende zu bereiten. Dr. Bang wies auf Die Tatsache hin, daß Deutschland als einziges unter sämtlichen Ländern Der Erde seit 17 Jahren den Wert seiner Währung unverändert erhalten hat. In den Novembertagen des Jahres 1923 wurde die deutsche Rentenmark geschaffen, die später in Die neue Reichsmark um- gewandelt wurde und in dieser langen Zeit nichts von ihrer Wertbeftändigkeit und chrer Kaufkraft
Stockholm. 8. Nov. (Europapreß.) Kriegs- mmifter Eden sprach am Donnerstagabend über den Sender K
tiebenaschenderSKlas aus btrHorballanlifroule
Britischer Geleitzug mit 86000 BRT. z durch deutsche lleberwasserstreitkräste völlig vernichtet.
Korfu besetzte, mar Italien nach nicht stark genug, sich gegen eine drohende Intervention der englischen Mittelmeerflotte zu behaupten. Im englischen Sank- tionsplan während des Abessinienfeldzuges hat dann Korfu wieder eine Rolle gesvielt. Damals wurde die Insel britischer Flottenstützpunkt, aber heute wird sie Den Engländern nicht mehr viel nüßen, sie verlieren ihre Schlachten auf Dem Festland, weil sie nicht in Der Lage sind, ihren Bundesgenossen wirksame Hilfe zuteil werden zu lasten. Wie England einst die Flankenstellung in Norwegen hat räumen müssen, weil Deutschland ihm mit seinem Gegenzug zuvorgekommen war, so wird es den Engländern auch in Griechenland ergehen. Sie sind deshalb besonders darauf aus, sich auf den griechischen Inseln einzunisten, von wo sie Italiens Luft- und Seeoperationen gegen Aegypten und Palästina besser abzuwehren hoffen.
Es ist deshalb auch nicht verwunderlich, daß ihr Blick auf Kreta fiel und sie hier bereits vor dem italienischen Ultimatum an Griechenland Trupven landeten. Auch Kreta gehört seit langem zu der Einflußsphäre, die Griechenland seinem englischen Bundesaenossen einoeräumt hat. Die Suda-Buckt an Der kretischen Nordküste, in her italienische Bombengeschwader vor wenigen Tagen einen feindlichen Geleitzua vernichtet haben, ist in tieraanaenen Jahrzehnten schon oft von britischen SeeftreitfräHen. benutzt worden, um ostwärts von Kreta noch Süden gegen Den Suezkonal oder westwärts nach Norden in das Ionische Meer vorzuitoßen. Die Insel K»-->ta, in voropschichUjcher Zeit Mittelpunkt der kretllch- mykenilcken Kultur, stond bann nacheinander unter b-r Herrschaft der ©rieten, Römer, ^rtvenen und Venezianer, bie sie 18RQ von den Türken erobert wurde Obwohl bie rinfel im 19. Iahick"nh»rt häufta ber Herb von Aufständen gegen bie 9*Qrf»n, Herrschaft mar, mürbe sie erst 1^97 autonom unter ein»m griechischen Nrinzen als riberkommillar unb 1913 nach b-m zrneiten BaCkankriea mit G'-i-ch-n- land enbaültia vereinigt. Kreta mu'-h» Dollm-7-k des maritimen Griechentums, besten nolifif*e» rib-al die demokratische R-nuhllk mar unb h"ff»n Wort- sichrer der Kreter Venisekos im Weltkrieg neuen Die Monarchie den Anlcklust Griechenlands an bl» Entente durchsetzte, wofür ihm bis auf den Besth Konftantinonels alle weitgespannten G-'hietqfarbe- rungen großzügig bewilliat wurden Freilich im Kampf mit den Türken zerrann ber aroß^rieckische Traum. Wenn bie Franzgs"n ben ariechischen Ver- foünbeten wenigstens mit Waffenlieferungen unter»
lahs dies Svie! wiederholt werden. Ader in Ibn Saud haben inzwischen Die Araber eine überragende Führerpersönlichkeit erhalten, der auch über die Grenzen seines Reiches hinaus eine bedeutende Anziehungskraft ausübt, zudem hat der Freiheitskampf der Araber in Palästina ben Völkern des vorderen Orients die Augen geöffnet darüber, was von britischen Versprechungen zu halten ist. So ist Englands politische Stellung am Südrand des Östlichen Mittelmeers erheblich schmächer. als in den ersten Jahren nach dem Weltkriege. Zudem mußte es nach Eintritt Italiens in den Krieg sehr bald erleben, daß seine wichtigsten militärischen Stützpunkte im vorderen Orient, Alexandrien unb Port Said am Mittelmeerausgang bes Suezkanals, die Insel P e r l m und die Seefestung Aden am Roten Meer ebenso wie ber palästinensische Hafen Haifa, ber Enbpunkt ber Erbölleitung aus bem Irak, unb sogar bie Bahrein-Insel nim Persischen Golf mit ihren wichtigen Ölraffinerien sämtlich im Bereich ber italienischen Luftwaffe liegen, deren Bombenangriffe dort überall schon erhebl'che Verheerungen angerichtet haben. Englands Bestre- ben ging daher darauf aus, sich weiter vorgeschobene Stüßvunkte zu sickern. Die beste Handhabe dazu bot die Garantie an Griechenland, das ja, seit es ein selbständiger Staat ist, immer nur ein Bauer auf dem politischen Schachbrett Englands gewesen ist.
Englands Politik im Östlichen Mittelmeer mar in dem ganzen Jahrhundert vor bem Weltkrieg von dem Gegensaß zu Rußland bestimmt, brifen Streben nach einer Befreiung aus bem Gefängnis des Schwarzen Meeres in der britilchen Politik feinen entschiedensten Gegner hatte. England und Rußland standen 1829 an der Wiege der griethiffhen Unabhängigkeit, aber das Mißtrauen der beiden Schu^mäckte machte dem ersten Grieckenkonig Otto von Wittelsbach, einem Sohn König Ludwigs I. von Bayern, Dem München die Feihherrnhalle, die Propyläen und andere großartiae Bauten zu verdanken hat, das Leben nickt leicht Seinen Bestrebungen auf Ausdehnung des Gebiets über den Peloponnes und Mittelgriechenland hinaus wider, fehte sich England, das in ber Türkei sich einen Wächter am Bosporus zu erhalten trachtete. Im Innern sah sich ber König vor bem Gegensatz zwi- schen der gemerbe- und handeltreibenden Bevölkerung der Hafenstädte und Inseln unb der ackerbau- und viÄhzuchttreibenben Landbevölkerung, ein Gegensatz, der politisch sich in der Frage .Republik oder Monarchie?" äußerte und bis in die Neuzeit latent geblieben ist. König Otto rst an diesen Schwierigkeiten gescheitert. Eine von England angezettelte Verschwörung führte 1862 feinen Sturz herbei, und nun setzte England die Wahl eines Dänenprinz^n durch, ber als Schwager bes Prinzen von Wales, des nachmaligen Königs Ebuard VII., der englischen Politik genehm war. Um ihm eine gute Aufnahme in Griechenland zu verschaffen, gab England ihm, ber sich König Georg I. nannte, die I o - nischen Inseln mit, beten bedeutendste Korfu durch ihre landschaftliche Schönheit und ihren mirtfchaftlichen Reichtum weithin bekannt und ein Anziehungspunkt für viele fremden Reisenden ge-
Irland oortragen können. Die zum Handelskrieg angefetzten deutschen Neberwafferftreitkräfte haben nun ihre erfolgreicke^Aktion in einem Seegebiet des Atlantik durchgeführt, in dem der Feind sich bisher sicher fühlte. Schon die ersten wenigen Nachrichten aus amerikanischer Quelle hatten gezeigt, welche Bestürzung diese kühne Tat bei ber britischen Admiralität hervorgerufen hat.
Von amerikanischen Radiostationen waren die SOS-Rufe der beiden britischen Frachtdamvfer „Rangitiki" (16606 BRT.) und „Cornish City" (4952 BRT.) aufgefangen worden. Nach diesen Meldungen war die Beschießung ungefähr 1000'Seemeilen östlich von Neufundland erfolgt. Dann blieb jede weitere Nachricht anS, so daß man nach einer Meldung des „New York American" schon mit der Vernichtung des ganzen britischen Geleit» zuges im Mittelatlantik durch deutsche Kriegsschiffe rechnen zu müssen glaubte. Diese Annahme wird nun durch die Meldung des Oberkommandos der Wehrmacht bestätigt, und zwar in einem weit größeren Umfange, als die ersten ausländischen Meldungen noch annahmen. Hieraus läßt sich schließen, daß bie Aktion der deutschen Einheiten schlagartig und überraschend durchgeführt wurde. Von den übrigen versenkten Schiffen haben nämlich auch die amerikanischen Radiostationen nicht einmal SOS-Rufe aufgefangen. In einem falschen Gefühl von Sicherheit hatten die Schiffe des GeleitzugeS an dieser Stelle des Atlantischen Ozeans mit Gefahren nicht gerechnet und ihr Vertrauen auf die Reichweite der britischen Seemacht wurde enttäuscht.
Wieder sechs Handelsschiffe mit 31000 BRT. versenkt.
Jagdgeschwader Mölders erreicht seinen 600. Luftsieg.
Berlin, «. Nov. (DNB.) Deutsche Kampf- und Lturzkampfflicger haben auch am Freitag die Versorgung der britischen Inseln durch erfolgreich durchgeführte Angriffe auf die Zufuhr vou Ucbersee wieder erheblich gestört. AuS stark gesichertem Geleitzug wurden trotz heftiger Flakabwehr vier Handelsschiffe mit einer Gesamttouuage vou 22000 BRD. versenkt und sechs Frachtdampfcr vou insgesamt 23000 BND. schwer beschädigt. Fm Seegebict weit westlich Irlands wurden zwei weitere Handelsschiffe von insgesamt 9000 BND. versenkt, so daß sich die bis zum gegenwärtigen Augenblick versenkte Donnage auf insgesamt 31000 BRT. beläuft.
3m welkeren Verlauf der Kampfhandlungen wurde ein britischer Kreuzer durch mehrere Volltreffer in Brand geworfeu unb unter starken Explosionserscheiuungeu zum sofortigen Stoppen gebracht. Ein anderer Kreu er.
worben ist.
Die Ionischen Inseln waren aus bem Erbe des byzantinischen Reichs 1205 an Venedig gefallen unb biefes hatte Korfu bis 1797 gegen alle Anstürme der Türken behaupten können. Auf bem Wiener Kongreß 1815 übernahm England das Pro- Lektorat, über bie Republik ber sieben Ionischen In- fein, bie in der Zwischenzeit mit der ganzen dal- matimschen Küste französisch gewesen waren. Nun, im Jahre 1863, erhielt sie Griechenland, ohne daß diese Uebergabe für Englands strategische Stellung am Eingang zur Adria ein Verlust gewesen wäre, denn schon das damalige Griechenland Georgs I., von unfruchtbarem Parteienstreit zetrissen und ohne eigene militärische Macht, stand außenpolitisch ganz unter britischem Einfluß. Korfu ist mit feiner nördlichen Hälfte bereits der albanischen Küste vorgelagert, die seit dem Zerfall der europäischen Türkei in den beiden Balkankriegen und dem Entstehen eines selbständigen Albaniens als italienische Interessensphäre galt. Zudem sind es von Otranto an der Sübspitze Apuliens nur 75 Kilometer bis zur Insel Korfu. Es konnte also für Italien, als es einmal als Großmacht sich zu recken begann und damit nach dem Weltkriege für die britische Politik im östlichen Mittelmeer als Widerpart an die Stelle Rußlands getreten war, nicht gleichgültig sein, wer auf Korfu der eigentliche Herr war. Zwar 1923, als Mussolini nach der Ermordung des Generals Tellini in Südalbanien im September bie Insel
hing einnimmt, so hat es ostwärts eine ähnliche Lage gegenüber Eypern, das tie) m der Bucht zwischen der kleinastatischen und syrischen Küste gelegen die Spitze des strategischen Dreiecks Der britischen u t- mlttelmeerpofition Alexandrien—Haifa—Eypern hübet Eypern, einst die Perle der Mütelmeerinfoln, an Ueppigfrit der Vegetation unerreicht, ist als britische Kronkolonie verwahrlost, die Bevölkerung, ZU" meist Griechen, verschuldet und unzufrieden mit der rücksichtslosen Herrschaft der Engländer, die in Ey- pent ausschließlich ein Objekt von hohem ftrate- gijchem Wert sehen, dessen Häsen sie ausgebaut haben und auf Dem Flugplätze angelegt wurden. Auch Eypern kam nach Persern, Griechen, Römern und Arabern in Der Zeit Der Kreuzzüge in Den Ge- sichtswinkel Des Okzidents. Guy de Lusignan, em französischer Ritter, w rd, nachdem feinem Dasein als König von Jerusalem durch den großen Sala- din von Aegypten 1187 ein schnelles Ende gemacht wurden war, mit der Insel Eypern entschädigt Dreihundert Jahre regiert sein Geschlecht hier auf der Insel und macht sie zu einem Hort edelster Ritte rkultur. 1489 kommen Die Venezianer, 1571 Die Türken und Cyperns Verfall beginnt, auch England macht dem ke n Ende, als es 1878 durch Vertrag mit der Türkei als Gegengabe für ein Hilfs- veriprechen, falls Rußland versuchen sollte, in Vorder asi en weiter vorzudringen, in den Besitz der Insel kommt. Man sieht, in Schacheraeschäften mit zweifelhaften Garantien ist die britische Politik immer groß gewesen. Nicht die schlechtesten Teile bes britischen Empire sind auf ähnliche Wei^e unter ben Union Jack gekommen. Die englische Garantie für Griechenlanb ist nichts anderes, als die Kulisse für Den Ausbau bes Netzes britischer Flotten- unb Flugzeugstützpunkte im östlichen Mittelmeer. Die Griechen haben aus ihren' Erfahrungen mit Englanb als Bundesgenosien nichts>gelerrt. aber Italien war es sich leider lchuldig, bem englischen Streben beizeiten einen Riegel vorzuschieben und den briti'chen Krie-gsauswesiungsvlänen auf dem Balkan einen Damm entgegenzustellen.
Dr. Fr. W. Lange.
stützt hatten, so ließ ihn England, obwohl es ihn erst zum Waffengang mit Kemal Pascha ermutigt hatte, kläglich im Stich und er konnte froh sein, im wesentlichen den Erwerb aus den Balkankriegen zu behaupten.
So hat Griechenland von den kleinasiatischen Schwelleninseln immerhin L e m n o s als Wächter vor den Dardanellen, Mythilene, Chios und Samos als Sprungbretter zum Festland in Besitz Sie stehen heute ben britischen mtelmeerftreitträf- ten zur Verfügung. Aber in ihrer Flanke sitzt Italien auf der stark befestigten Inselgruppe des Dodekanesos, die trotz ihres Namens aus mehr als 50 Inseln verschiedener Größe besteht, deren bedeutendste Rhodos, nachdem sie Griechen und Römern, Arabern und Byzantinern gehört hatte, nach den Kreuzzügen in den Besitz des Johanniter-Ritterordens kam, der d e Stadt Rhodos zu einem Juwel schönster Renaissancearchitektur machte. Die Türken übten bann hier eine milde Herrschaft und als die Italiener im Trivoliskrieg 1912 Die Inseln besetzten, gingen sie mit Eifer bar- an, aus ihnen eine wahre Musteokolonie zu machen, wozu eine echte Minderheitenpolitik gegenüber Der sehr gemischten Bevölkerung wesentlich beitrug. N^ben Schulen, Musterdörfern und Modellgärtne- reien wurden die Wiederbelebung der alten Keramikkunst unb der Teppichknüpferei und ein reger Fremdenverkehr Merkmale einer neuen Wirtschafts- blüte auf den Infein und die Universität Rhodos wurde M'ttelpunkt der italienifchen Kulturpropa- ganba im vorderen Orient. Aber daneben ist der Dodekanesos, wie schon gefügt, Italiens strategisch wichtigste Machtposition im östlichen Mittelmeer mit stark aus-gebauten Flotten- unb Luftstützpunkten auf Rhodos selbst, auf Seros, etwa 130 Kilometer weiter nordwestlich unfern der bekannteren Insel Patmos und schließlich auf Aftropalia, der westlichsten Insel des Dodekanesos.
Wenn Rhodos nach Norden und Westen zu gegenüber den britifchen Stützpunkten auf der griechischen Inselwelt der Aegäis eine drohende Flankenstel-
Motorenwerken und Fabrikanlagen von L o - ventr y entstanden nach dem Bombenwurf Explosionen und ein großer Brand. Der Flugplatz S camp ton wurde während der britischen Bor- bereitungen zu Rachtflügen aus niedrigster Hohe im Tiefflug mit Bomben und MG.-Feuer angegriffen, mehrere Flugzeuge beschädigt und zwei Hallen in Brand gesetzt. 3n Brixton gelang es, Lagerhallen durch Volltreffer zu zerstören. 3n Dover konnten Treffer in der Mhe des Hafens beobachtet werden.
Feindliche Seestreitkräfte, die sich im Schuhe der Rächt der flandrischen Küste zu nähern versuchten, wurden durch zusammengefahtes Feuer von Artillerie der Kriegsmarine und des Heeres, sowie einer schweren Flakbatterie vertrieben.
Ein Verband von Sturzkampffliegern griff, wie bereits gemeldet, vor der Themse-Wündung einen größerenGeleitzugan. hierbei wurde ein Kreuzer vou 10 000 Tonnen getroffen und schwer beschädigt. Ein Handelsdampfer von der gleichen Größe erhielt einen Volltreffer auf das Vorschiff und blieb mit Schlagseite liegen. Ein Frachter von 5000 BRT. wurde durch einen Voll- treffer zum Stoppen gebracht und in Brand gesetzt. Lin weiteres Handelsschiff vou 5000 BRT. sank unter starken Lxplofionserscheinungen.
3m Seegebiet vor der Grafschaft Norfolk gelang es, ein feindliches^Handelsschiff zu versenken, ein anderes in Brand zu sehen. Welter südlich wurde ein Handelsschiff von 6000 BRT. durch zwei Bomben so schwer beschädigt, daß es in große Rauchwolken gehüllt lleaen blieb. 3n den sich hierbei entwickelnden Luftkämpfen wurden mehrere feindliche Flugzeuge abgeschossen.
3n der Nacht zum 8. November flogen britische Flugzeuge In Westdeutschland ein und warfen Spreng- und Brandbomben. Es entstand in einigen Stäben im Rheinland häuserschaden. Einige Tote und Verletzte sind zu beklagen.
Die Gesamtverluste des Gegners betrugen am gestrigen Tage 11 Flugzeuge und einen Sperr- ballon. Drei eigene Flugzeuge werden vermißt.
IHajor W1 ck errang im Laufe des 6. und 7. November durch den Abschuß von 6 feindlichen Flugzeugen seinen 48. bis 53. Luftsieg.
7Mt der kürzlich gemeldeten Versenkung eines Dampfers von 6000 BRT. an der Oskküste Schottlands hat der Oberleutnant zur See Barth, Kom manbant eines Seeflugzeugs, insgesamt 30000 BRT. feindlichen Schiffsraums versenkt.
DieAtlontittoulen chl mehrsicher
Dieser Erfolg ist auf Der Nacksckublinie erzielt worden, die für England die größte Bedeutung hat, nämlich auf der Nordatlantikroute, die uncksr dem besonderen Schutz der britischen Flotte fleht. An ihrem westlichen Ende werden die Geleitzüge zusammengestellt, die bei ihrer Annäherung an die britische Küste den Angriffen unserer Untersee- boote ausgesetzt sind. In den Nächten zum 19. und : 20. Oktober fielen zwei von diesen wertvollen Geleit- - zügen Sammelangriffen unserer Untersee- . boote zum Opfer. Unsere Flieger haben ihre An- । griffe auf Geleitzüge bis 600 km westlich von
@ Nierenleiden
Ich war jahrelang mit einem Nierenleiden behaftet,"hörte dann von der Heilquelle Karlssprudel. Der Erfolg war 100°/oig- Ich habe seit 1935 keinerlei Beschwerd. mehr gehabt. W. Röhl, Wirtschaftsber., Rostock, Rich.Wagner-Str. 17. 4.2-38. 26 flrofla Flaschen R 4. >4.-. 60 große naeo en RM. 25.-. dein Pfand. Lieferung fiel Haue. Heilquelle Karlssprudel. Blskirchen 2671
vernichtet worden. Vier Flugzeuge wurden sicher, zwei weitere wahrscheinlich abgeschosseu. Ein Teil der Besatzungen sprang mit Fallschirmen ab. Zwei englische Piloten rsurden gefangengenommen.
3n Nordafrika haben unsere Flugzeugskaffeln den Flugplatz und die feindlichen Stellungen der Oase S i w a intensiv angegriffen, bombardiert und im Tiefflug mit MG. beschossen, wobei dem Feind schwere Verluste und Materialschäden zugefügt wur» den. Zwei Flugzeuge vom Lysander-Typ sind am Boden in Brand gesteckt worden.
Zwischen 3.00 und 4.30 haben feindliche Flugzeuge, die von der Bodenabwehr heftig beschossen wurden, drei Bomben auf den Bahnhof von Brindisi


