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(90. Jahrgang llr. 266

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) mva d Samstag.9.'Sonntag, 10. November 1940

Gießener Anzeiger

aus diesem Dilemma keinen

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Den Wortlaut der Rede des Führers finden unsere Leser im zweiten Blatt.

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Oie Toten Hessen-Nassaus

rers, das eingehen sollte in die Geschichte der

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haben in weltgeschichtlich einmaligen und unoer- gleichlichen Waffentaten das eingelöst, was uns die Toten derEwigen Wache" in München aufgegeben hatten.

Es wird uns jetzt aber auch deutlich, daß diese Männer, die Toten vom 9. November 1923, in einer damals noch kaum faßbaren Weise das ganze Schick­sal auf diese eine Tat setzten, diese Opfertat, aus der es kein Zurück mehr gab. Sie hatten abgeschlossen mit einem bürgerlichen Dasein der Kompromisse, sie waren auf die Straße gegangen, um sich selber einzusetzen bis zum Letzten. Sie wußten, was sie damit taten: sie waren Revolutionäre in der ent­scheidenden Stunde des Vaterlandes geworden. Sie wußten, daß sie sich als echte Revolutionäre das Recht selber setzten, das sie, wenns sein mußte, mit ihrem Blute besiegelten. Und es mußte sein? Sie waren in einen totalen Kampf für ihre heilige Ueberzeugung eingetreten, weil Deutschland leben wußte ... Es gab für sie keine Vorbehalte der Sitt­lichkeit, der Religion, der Rechtsauffassung mehr sie gingen in ihrer ganzen Person diesen einen, den notwendigen Weg zu Ende.

Nur deshalb haben sie Geschichte gemacht. Man wacht Revolution und damit Geschichte nicht mit Vorbehalten, mit halbem Herzen.Und setzet ihr nicht das Leben ein, nie wird euch das Leben gewonnen sein" dieses vieszuviel in flauer Zeit zitierte Schillerwart ist an ihnen endlich wieder ein­mal Fleisch und Blut geworden: sie nahmen sich das Recht, eine neue Welt zu setzen gegen die alte, und sie machten damit den Anfang für eine neue Evoche. Diese Zeit oder ,Epoche" nun, die siemachten", verlangt von uns allen, daß wir genau so wie sie handeln. Wir haben uns ganz und gar einzu« fetzen für das Neue. Wir erleben dieTotalität" heute als ein ganz großes und unvergleichliches Geschehen an uns, an unserem Leben. Wir haben keine Vorbehalte mehr wir stehen alle im Kampf an der Front.

Das ist das Ungeheure dieser Zeit, die seit dem 9 November 1923 heraulgekommen ist, daß sie den Menschen mit der unerbittlichen Wucht geschichtlichen Geschehens verwandelte. Millionen haben das pas­siv erlebt, sie sind innerlich hineingezwungen worden in dieses große Schicksal, andere wieder haben sich erheben lassen und sind freiwillig in diese große Front eingetreten} haben die Stunde des Selbst- einsaßes gefunden. Alle aber fühlen, daß es heute kein Ausweichen mebr aibt, daß sich an uns und durch uns etwas vollzieht, was es bisher in unse­rem Volke noch nicht gab: der totale Einsatz.

Der Führer hat in seiner Rede zur Eröffnung des Kriegs-Winterhtlfswerkes 1940/41 darauf hinge- wiesen, daß es einem Deutschen vor unserer Zeit kaum möglich gewesen wäre, sich vorzusietten, daß er einmal gemeinsam mit Angehörigen aller Stände" die Sammelbüchse nehmen würde ... So ist es, gleichnisweise, mit allem in unserem Leben heute: die Menschen, ja dieselben Menschen, die heute zum Einsatz auf allen Gebieten vorbehaltlos bereit finb, hätten vielleicht vor einem Menschen--

München, 8. Nov. (DNB.) Wieder begingen am Vorabend des 9. November d i e Alten Kämpfer des Jahres 1 923 in Gegenwart des Führers die Erinnerung an den Opfergang zur Feldherrnhalle. Der äußere Verlauf der Feier- tunde unterscheidet sich kaum von dem der Vor­jahre; der Saal ist schlicht und einfach geschmückt. Viel stgrker noch als vor einem Jahre tritt neben den schlichten Braunhemden und grauen Wind­jacken das Feldgrau in Erscheinung. Nächst der Rednerkanzel sind die Plätze der Reichsleiter. Alle tragen sie den Blutorden. Der StoßtruppAdolf Hitler" sitzt zur Linken des Rednerpults. Unweit davon sehen wir viele Gauleiter. Mit den Ange­hörigen der Toten vom 9. November 1923 haben die Hinterbliebenen der Opfer vom 8. November 1939

So schmilzt uns das Schicksal zusammen auf Tod und Leben, und alle Vorbehalte, die wohl der oder jener noch vor einigen Jahren insgeheim oder offen machte, fallen dahin. Die alten Formen sind zer­brochen oder vermorscht. Sie haben zu nichts an­derem geführt als dem Elend bis 1932. Sie haben das innere Recht verloren. Das ist ein so radikaler Umbruch, daß er nicht sogleich von allen begriffen werden konnte. Was frühere sogenannte Revolutio­nen versuchten, oorzutäuschen, was sie aber nicht erfüllen konnten, weil sie die Totalität nicht zu erfüllen vermochten, weil sie Halbheiten predig­ten und auch noch unter dem Todeszeichen schwin­delten, das wächst jetzt in seiner ganzen Wucht vor uns auf: wir haben unsere Sache auf diese eine Tat gesetzt, zu der die Toten der Feldherrnhalle voranschritten, opfermutig, stellvertretend, wissend und vorbehaltlos.

So wird für uns die Feier des 9. November zu einer Feier der Einkehr bei uns selber Wir haben uns in diesem rasenden Zeitlauf der Erfül­lung zu prüfen, wie weit wir bereit waren, jenen Männern freiwillig zu folgen und wieweit uns das große Schicksal schob und zwang. Wir wachsen in dem Maße in das Format dieser Zeit, in dem wir uns zu wahrer und vorbehaltloser Freiwillig­keit des Einsatzes aufraffen. Wir kommen nicht daran vorbei. Wir alle nicht. Curt Hotzel.

England und das östliche Äe'meer.

in Aegypten selbst dringend benötigt, wenn sie überhaupt kommen sollten, was angesichts der ge­spannten Lage im Pazifik, soweit Australien tri Frage steht, durchaus zweifelhaft erscheint.

Eden hat auch eifrig mit dem Emir Abdullah von Transiordanien konferiert, dem Sohn des 1926 von Ibn Saud vertriebenen Königs von Hedschas, den England anscheinend als brauchbar befunden hat, um mit ihm ein ähnliches Intrigenspiel auf­zuziehen wie im Weltkrieg. Damals gelang es dem britischen Obersten Lawrence, der von dem britischen' Geheimdienst in Kairo nach Arabien gesandt war, die arabischen Fürsten zum Kampf gegen hie Türkei aufzuwiegeln. Er versprach ihnen die Schäftung eines Großarabischen Reiches, aber gleichzeitig teil­ten England und Frankreich in einem Geheimver- trag den vorderasiatischen Belitz der Türkei unter­einander auf, so daß weder Syrien noch Palästina den Arabern zuftel und auch Transiordanien und Irak britische Mandate wurden. Damals gelang es der britischen Politik, die aufeinander eifersüchtigen arabischen Fürsten gegeneinander ausmspielen und damit das Entstehen eines Großarabischen Reiches vom Indischen Ozean bis zum Mittelmeer zu ver­hindern. Heute sott anscheinend mit Hille Abdul-

gung, auf dem Königlichen Platz in München, gibt Kunde von dem Siegen und Sterben dieser sechzehn Helden. Es sind, seitdem dieses Mahnmal, ein in seiner Schlichtheit so besonders ergreifendes Monu­ment, geschaffen wurde, Millionen hier vorüber­gezogen, um die Toten ehrfurchtsvoll zu grüßen. Aus Nord und Süd, aus Oft und West kamen sie, Männer, Frauen und Kinder. Wenn sie die Stufen zu der Ewigen Wache heraufschritten, an den un­beweglich stehenden ^-Posten vorbei, dann erfüllte sie eine Ahnung von der Größe des Opfers, das diese Sechzehn zu einer Zeit daraebracht hatten, da nur wenige an eine Wiederauferstehung des deut­schen Volkes glaubten.

Der Geist der Feldberrnhalle ist es, der immer Marschweg nnd Zielrichtung der Bewegung bestimmt hat und weiter bestimmt. Die Partei, damals nur einen kleinen Teil des Volkes umfassend, ist im Laufe der Jahre, zusammen mit den Gliederungen und dem angeschlossenen Verbänden, zu einer gewal- tiaen Organisation des deutschen Volkes geworden. Alle Arbeit, die von dem Millionenheer der in der Bewegung Arbeitenden geleistet wird, steht unter dem einmaligen und verpflichtenden Leitgedanken des 9 November 1923, ist ausgerichtet auf die innere und äußere Haltung, die diele Männer beseelte.

Und wenn jetzt das deutsche Volk in dem ihm avfqezwungenen Krieg zum Endkamvs gegen Eng­land anoetreten ist. nachdem es dessen sämtliche Bun­desgenossen zerschlagen hat, bann wollen wir uns stets vor Augen halten daß das Fundament zu der Weltmacht Gro^^euftchland vor über zwanzig Jah­ren vpn dem Führer und seinen Getreuen gelegt worden ist. und daß ohne den Ovfergang des 9. No­vember 1923 die Beweaung und damit auch das deutsche Volk niemals jenen in einzigart'gen Auf­stieg hätte nehmen können. Denn ber Ovfergang biefer Sechzehn war es, ber wie ein, Fanal wirkte und die Millionen ber gleichgültig Abseitsst-ch-mden aulrüttelte unb ihnen zeigte, baß es noch Männer gab. bie bereit waren, für eine Idee zu kämpfen und zu sterben.

So gehen auch an biefem 9. November unsere Ge- banken^zu jenem Tag n^r siebzehn J"bren Zurück, benn er bebeutet uns Mahnung unb Verpflichtung zugleich.

Ehrenplätze in der Mitte des Saales. Wenige Mi­nuten später trägt Grimminger, barhäuptig und im braunen Hemd die Blutfahne irTben Saal. Zwei Offiziere ber Waffen-^ geben ihr bas Ehrengeleit. Einer von ihnen trägt bas Ritterkreuz. Stumm grü­ßen bie Kameraden bas alte Feldzeichen, das hin­ter dem Rednerpult Aufttellung nimmt. Der Baden­weiler Marsch klingt auf. Ein Sturm der Begeiste­rung reißt die' Alte Garde von ihren Sitzen. Die Heilrufe nehmen kein Ende. Der Führer ist im Saal. Gefolgt von Rudolf Heß, Adolf Wagner, Ehristian Weber, Julius Schaub und Ulrich Graf sowie den Reichsleitern Dr. Dietrichs unb Bohr­mann geht der Führer durch das .Spalier seiner jubelnden Kameraden zum Rednerpult.

3m Gau Hessen-Nassau fielen

Wilhelm Wilbelmi, Singhofen

6. März 1927

Karl Ludwig Wiesbaden

10. April 1927

Heinrich Kotimann, Darmstadt

13. Mat 1928

Kath. Grünewald, Lampertheim

2. August 1929

Erich I ost, Lorsch

5. August 1929

Hans Hobelgberger,Biblis

17. November 1931

Hans Handwerk, Frankfurt am Main

S.Iuli 1932

Heinrich Grasmeber, Steeden

11. Juli 1932

Christian Croehmann,Pfungstadt

26. Februar 1933

Iofef Bleler, Frankfurt a. M.-Höchst

28.^ebruar 1933

Andreas Weidt Höchst im Odenwald

3. Mär, 1933

Peter Fries, DarmOadt

17. März 1933

Wilhelm Hofmann, Wölfersheim

18 April 1933

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die Verstärkungen, die man aus Rhodesia, aus In­dien, Neuseeland und Australien erwartet, werden

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3m Geist der Helden des 9. November.

Oer Führer spricht zur Alten Garde der NSDAP, im Münchener Bürgerbräukcller auf der ErinnerungSfeier am Vorabend des 9. November.

Erfüllung durch Einsatz.

Oer 9. November stand am Anfang des Opferweges in die deutsche Freiheit.

aller den Kopf geschüttelt, wenn man ihnen das hätte voraussagen können. Unb bennoch hat unser Leben durch biese erfüllte Anforberung des Gan­zen /erft roieber einen Sinn bekommen. Die ver­zweifelte Vereinzelung desunpolitischen" Indi­viduums ist aufgehoben durch den großen gemein­samen Opfergang, der keinen ausnimmt.

Den Toten von der Feldherrnhalle sind Zehn- tausende von Toten, von Opfern für dieses neue Deutschland gefolgt. In Polen, in Belgien und Frankreich, in Holland unb in Norwegen liegen sie begraben. Wenn wir in diesem Jahre vor bie Ewige Wache treten, so stehen wir im Geiste an all biefen Gräbern ba braufeen an ben Fronten. Und wir scheuen hinaus auf die Meere, wo andere den To­desweg in bie stumme Tiefe haben gehen müssen für Deutschland Allen fühlen wir uns heute zugehörig, alle finb sie stellvertretend für bas Ganze' gefallen, auf bem großen Marsch in die Zukunft, den wir antraten, vom Schicksal beauf­tragt. Und wir Lebenden stehen zugleich stellver­tretend alle für sie, wir rufen alle ,,Hierl"; wenn bas Schicksal ihren Namen aufruft.

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wegung, ja bes deutschen Volkes:Unb i h r habt hoch gesiegt!" Gerade jetzt, ba bas beutsche Volk in Waffen steht, wollen wir einen Blick auf bie Lebensstellungen berer werfen, bie bamals diesen schweren Weg gingen: Es waren ein Landgerichts­rat und ein Kaufmann, ein Rittmeister und ein Schlosser, ein Student, ein Kellner und ein Hut­macher, Ingenieure und Bankbeamte, an bie zu gleicher Stunbe ber Tob herantrat. So bilbete sich schon damals jene Gemeinschaft des Volkes heraus, bas Adolf Hiller in ben weiteren Jahren feines Kampfes zu einem unlösbaren Ganzen zufammen- schweißte zu einer festverschworenen Schicksals­gemeinschaft, bie es überhaupt erst ermöglichte, ben Weg zum 30. Januar vorzuberellen unb bann in ben Jahren bes planmäßigen unb zielbewußten Aufbaues ben Grunbftein für bas Großdeutschland zu legen, bas eine neue Örbnung zu schaffen be­rufen ist.

Die Ewige Wache in der Hauptstadt der Bewe-

In diesen Tagen gehen unsere Gedanken wieder zurück auf jenen 9. November 1923, da Adolf Hitler mit seinen Getreuen ben Marsch zur Feldherrnhalle antrat Dieser Marsch war ein Marsch bes Bekennt­nisses bes Bekenntnisses für Wahrheit, Ehre unb Recht unb gegen Lüge, Niebertracht unb Verrat. Es war ein Marsch, über bem ungeschrieben das WortDeutschland" stand. Die Tausende, die da­mals durch die Straßen Münchens zogen, und denen der Jubel ber Bevölkerung galt, wußten nicht, wie ber Tag enden würde, aber sie wußten, daß es für sie nur ein Vorwärts und niemals ein Zurück gab, sie wußten, baß für sie nur ein Gebot bestaub: dem Manne zu folgen, von bem sie bis zum letzten überzeugt waren, baß es nur ihm gelingen würbe, Deutschland aus Not und Schmach unb Elend zu neuer Größe emporzuführen.

Als an ber Feldherrnhalle bie Kugeln tn chre Lei­ber schlugen, als 16 löblich getroffen zusammenbrachen unb viele schwere Verwundungen davontrugen, ba stand über dieser Stunde schon bas Wort des Füh-

Als am 9. November 1923 bie Opfer bes Marsches auf bie, Felbherrnhalle in München bahinfanken, er­kannte die große Mehrhell des deutschen Volkes noch nicht, daß damit der Opferwea in die deutsche Freiheit begonnen worden war, der einmal das ganze Volk verpflichten sollte. Heute ist e's allen offenbar, was dort als sinnbildliches Blutopfer sich vollzog. Jetzt gehen wir diesen Weg selber, jetzt stehen wir alle mitten in dem großen Marsch in die Freiheit, der uns am Ende von ben verschworenen Feinden biefer Freiheit als gewal­tiger, erbumfassenber Kriegszug aufgezwungen wurde. Was einst als innerer Feind der deutschen Freiheitsbewegung die Schüsse vor der Feldherrn- halle lösen ließ, bas steht jetzt als äußerer Feinb auf letzter, verlorener Bastion auf ber britischen Insel unb jenseits bes Ozeans, um bas schon Voll­zogene noch rückgängig zu machen. Denn wir finb letzt schon frei, wir unsere herrliche junge Mann­schaft an der Seite ber Wellkriegsfrontsoldaten

Churchill hat in seiner letzten Rebe vor dem Unterhaus erklärt, daß England ben Griechenbis zur Grenze der englischen Leistungsfähigkeit" hel­fen, wolle, unb um dem griechischen Bundesgenossen aleich deutlich zu machen, wie beschränkt diese Lei­stungsfähigkeit ist, hat er hinzugefügt:Wir müs­sen an die Verteidigungsaufgabe mit lebendigem Sinn für die ungeheure Verantwortung Heran­gehen, die wir im" Mutterlande und in Aegypten zu tragen haben angesichts der großen und bestän­digen Gefahren, denen wir gegenüberstehen ... . .. Uns steht an der anderen Seite des Kanals eine gigantische Armee gegenüber und an der Grenze der libyschen Wüste haben wir gegen ein anderes mäch­tiges und zahlenmäßig überlegenes Heer zu kämp­fen." Damit ist den ungeduldigen Kritikern im eige­nen Lande, die immer wieder nach stärkerer Akti­vität bes Kriegskabinetts rufen unb in einerOf­fensive" auf dem Kontinent den einzigen Ausweg aus den wachsenden Schwierigkeiten Der belagerten Insel sehen, bedeutet worden, daß man weit drän­gendere Sorgen hat als eine Hilfeleistung für die griechischen Freunde, und diesen wird kühl gesagt, daß sie vorerst allein sich dem Ansturm der über­legenen italienischen Armee an der Nordgrenze zu erwehren haben. Wenn vor dem Ausscheiden Frank­reichs eine starke britisch-französische Armee in Syrien bereit gehalten wurde, um nach dem Bei­spiel des Weltkrieges in Saloniki zu landen unb damit einmal Deutschlands Rohstoffmärkte auf dem Balkan zu bedrohen, zum andern eine Flankenstel­lung gegen Italien zu beziehen, so sind diese Kriegs­ausweitungspläne durch den Zusammenbruch Frank­reichs zunichte gemacht worden. Denn die Truppen, die General W a v e l l zur Verteidigung Aegyptens zur Verfügung hat, reichen bei weitem nicht.aus, angesichts der italienischen Offensive von Libyen her nun auch noch eine Expedition nach Griechen­land auszurüsten, so verlockend es für die britische Strategie auch wäre, ähnlich wie seinerzell in Nor­wegen gegen Deutschland, nun auch an der Gegen­küste bes Ostmittelmeeres, also in Griechenland, eine Flankenstellung gegen Italien zu besetzen. Auch Kriegsminister Eden, der noch immer in Kairo