Ausgabe 
10.10.1940
 
Einzelbild herunterladen

Tokio zur Wiedereröffnung der Vurmaffraße.

L

NUS

mrvur

MIT U-MUNDSTÜCK

ttiSMEü-)

»S.99S^»wS^^^»»^>^^^S»9-3<1Sei6C-6e§6ee,e6e6®6e65e6e'e'e6eSe'eee'666e

Illi

Gards OREMAPiee* 1910

'H Tomer itani*%n nistzen Streitkräfte hatten in der Margendämme- 91Äen mXmu6n eine Offensive gegen die Tfchungking-Truppen Burma aus einer Eisen- eröffnet

Be r H n, 9. Oft (DRV.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes: Oberstleutnant Ro­me h l, Oberleutnant Jabs und Leutnant S p r i ck. Oberstleutnant R 0 w e h l hat die Durchführung der Großraum-Bilderkundung auf sämtlichen Kriegsschauplätzen in unermüdlichem Schaffen, mit höchstem organisatorischem Geschick vorbereitet und geleitet. Er hat durch seine vorbildliche Arbeit die Grundlagen für das Gelingen aller bisherigen Operationen gegeben. Durch die Auszeichnung wer­den auch die überragenden Leistungen der von ihm geführten fliegenden Besatzungen gewürdigt. Oberleutnant Jabs hat seinen 17., Leutnant Sprick seinen 20. Luftsieg errungen. Beide Flieger- ofsiziere haben als tapfere Jagdflieger in schweren Luftkämpfen die sich oft hartnäckig wehrenden Geg­ner zum Absturz gebracht.*

Oberstleutnant R 0 w e h l wurde 1894 zu Bar­schlüte in Oldenburg als Sohn eines Landwirtes geboren. Nach Besuch der Dorfschule war er auf dem Realgymnasium Vegesack, gehörte von 1909 bis 1913 zur Handelsmarine und besuchte von 1913

Der Bombenabwurf auf die Brennstofflager von Calafrana hat, wie die Agentur Stefans ergänzend mitteilt r i e s i g e B r ä n d e zur Folge gehabt, ine die italienischen Flieger bei ihrem Rückflug noch aus viele Kilometer weiter Entfernung sehen konnten. Durch die auf die Torpedowerkstätten abgeworfenen

CÜLDENRING darf dewnocf) als eine derfort- scfjr'ittCicf) sten. Zigaretten geCten; erst in jüngster Zeit (jat sie wiederum eine (Verbesserung erfahren'. Zdjr neuartiges VMUNDSTÜCK schützt nämticfy wirksam die Zippen des Rauchers und bewahrt den Sabak. vor Qurcfjfeucfjtung-, da es aber un­sichtbar ist, fjat die GÜLDENRING trotzdem audj den Charakter einer mundstüddosen Zigarette.

meinsamen env

Front gegen Japans..»-,-, -

Die Burma-Straße, die tn Burma aus einer Eisen-

Torpedolager auf Malta angegriffen.

Der italienische Wehrmachtsbericht.

Rom. 9. Oft (DRV.) Der italienische Wehr- machlsbericht vom Mittwoch hat folgenden Wort­laut:

Unsere Luftstreitträfte haben auf Malta das Torpedolager von Valletta und Brennstofflager von Calafrana angegriffen. Im Verlaufe eines Luftkampfes zwischen unseren Flugzeugen und feindlichen Jagern wurde ein feindliches Flugzeug brennend abgeschossen. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt

In Nordafrika Tätigkeit motorisierter Ko­lonnen. Unsere Kampfflugzeuge haben eine moto­risierte feindliche Abteilung bei Vir Kamsa (70 Kilometer südlich von Sidi el Varanl) verdrängt und mit Maschinengewehren beschossen, wobei drei Panzerwagen außer Gefecht gesetzt wurden. Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt Feindliche Luftangriffe auf Tobruk und Barbla haben weder Verluste noch Schaden verursacht.

In O st a f r i k a haben unsere Patrouillen an der erylraischen Grenze sudanesische Kavallerleformatio- nen in die Flucht geschlagen.

Der im Roten Meer bereits bombardierte feindliche Geleitzug ist von einer unserer Flugfor- mationen neuerdings erreicht und bombardiert wor­den. Ein getroffener Dampfer hat den Geleitzug verlassen und sich mit verringerter Geschwindigkeit in Richtung der südägyptischen Küste begeben.

chon vor dem Weltkrieg war GÜLDEN RING,als eine der ersten QUarten, die HAUS NEUERBURG fycrausbrachte,im Handel erhältlich.Lie hat den. 2Ded)|el dreier Jahrzehnte überdauert und steh bis heute ihren Kuf bewahrt. Diese Beständigkeit ist wohl der beste Beweis für die hervorragende Süte gerade dieser Zigarette.

..auch ihr

hilft Nivea

die Haut wirksam zu schützen. Mit Nivea gepflegte Haut bleibt glatt und geschmeidig.

!,To9fio Asahi Schimbun" kennzeichnet die Oeff- nunq der Burmastraße alse n g l i s ch-a m e r 1 - kaiiische Offensive" gegen Japan unb als erft en Schuß gegen den Dreierpakt. Da Japans unveränderlicher Kurs bereits bei der Unterzeichnung des Dreierpaktes festgelegt worden sei, könne in der britischen Maßnahme nichts Be­sonderes gefunden werden. Japan werde unbeirrt seinen Weg gehen. Auch die dem Außenamt nabe* stehende ,Lapan Times" betont, daß der. englische Schritt als unmißverständliches Zeichen einer g e -

Padua, 9. Oft. (DNB.) Die HJ.-Abordnung, die an dem großen italienischen Jugendaufmarsch teilnehmen wird, traf in Padua ein. Im verdunkelten Padua waren Bahnhof und Anmarschstraßen dicht, gefüllt mit einer begeisterten Menge, die trotz der Dunkelheit die 250 Mann starke Marschgruppe mit Jubel empfing. Mit besonderen Ehren werden die HJ.-Führer, die das Eiserne Kreuz tragen, von der

Bomben schweren Kalibers wurden V 0 l l t r e ff er auf Hallen, Depots und Montagewerkstätten er­zielt, wodurch riesige Zerstörungen und Brände verursacht wurden. Die italienischen Bomber wurden auf dem Heimflug von einigen feindlichen Jägern aus größter W angegriffen. Die Maschinengewehrschutzen an Bord der italie­nischen Bomber hatten mit den englischen Jagern einen harten Strauß zu bestehen. Ein englischer Jäger stürzte bald nach Beginn des Luftkampfes brennend ab. Kurz darauf wurde bann em italie­nisches Bombenflugzeug, bas von feiner Besatzung tobesmutig gegen brei gleichzeitig angreifenbe feind­liche Jäger bis zum Aeußersten verteidigt wurde, schwer getroffen unb abgeschossen.

Begeisterte Aufnahme

der Hitler-Jugend in Padua.

bis 1914 die Seefahrtsschule in Bremen. Am 3. August 1914 trat er als Kriegsfreiwilliger bei der Kriegsmarine ein, war an Bord derWestfalen und derOstfriesland", gehörte von 1916 zur II. Seefliegerabteilung Wilhelmshaven unb später zur Seeflugstatton Helgolanb. Nach Ausbilbung als Bombenschütze, als Torpebo- und Minenflieger kam er 1917 zu einer Sonderstaffel nach Zeebrügge, nahm an dem Oefelunternehmen teil und gehörte 1918 zur Fernaufklörungsstaffel des Marinekorps in Flandern. August 1918 war er Lehrer für Be­obachter an der Seefliegerschule in Putzig. Nach dem Weltkrieg gehörte er zur Seeflugzeug-Verkehrs- abteilung Norderney und war als Zivilangestellter der Kriegsmarine Leiter der Bildstelle in Kiel. 1934 trat er in die Dienste des Reichsluftfahrtmini­steriums, war Leiter der Staatsbttdstelle des Luft­kreises VI und wurde am 1. März 1935 als Haupt­mann wieder angestellt. 1936 wurde er Major, 1938 Oberstleutnant. .

Oberleutnant Jabs wurde 1917 zu Lübeck als Sohn eines Oberinspektors geboren. Er besuchte bas Johanneurn und trat 1936 als Fahnenjunker bei ber Luftwaffe ein, wurde 1937 Fähnrich, erhielt feine Ausbildung als Flugzeugführer, wurde 1938 tn ein Jagdgeschwader versetzt, zum Leutnant befördert und in ein Zerstörungsgeschwader ver­setzt. Leutnant Sprick ist 1917 zu Biemsen m Lippe als Sohn eines Bauern geboren. Er besuchte die Oberrealschule in Herford unb trat 1936 als Fahnenjunker bei ber Luftwaffe ein, erhielt ferne fliegerische Ausbildung, würbe 1937 Fähnrich und 1938 Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader.

HaüpNchriflleiler: Dr. Friedrich WUHeim Lange. Stellvertreter bei Hauptlchristleilers: Ernst Blumschein. Verantwortlich sür Politst und ÖÜber: Dr. Fr. W. Lange: für dqS Feuilleton: Dr. Hans Thyrtot; für Stadt Gießen, Provin?, Wirticha,: u. Sport: Ernst Btumfchein.

Druck unb Verlag Brühlsche Untveriitalsbmckeret R. Lange K. G. BerlagSletter: Dr..Fng. Erich Hamann Anzeigenieiter Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An, eigen: TveodorKümmel Pl.Nr.6.

bahnlinie und auf chinesischem Gebiet aus emer Autostraße bestehe, könne einen beschrankten Trans­port bis zu 10 000 Tonnen monatlich durchführen, alls täglich 100 Lastkraftwagen eingesetzt werden. Mchi Nichi" hebt hervor, daß die japanische Re- rierunq nicht d i e Absicht habe, über die Frage jer Burma-Straße weiter zu verhandeln, es werde aber die kommenden Ereignisse mit größter Aufmerksamkeit verfolgen. Sollte der Mumtions- verkehr auf der Burma-Straße nach China wieder aufgenommen werden, so sei.mit wirkungs­vollen Gegenmaßnahmen Japans zu rechnen. Domei teilt mit, daß Japan auf die britische Note wegen der Wiedereröffnung der Burma- Straße keine formelle Antwort erteilen werde. , _ _

ZapanhalVorraianEisenulidOel

Tokio, 9.Okt. (DNB.) In einer Rede vor japa­nischen Gouverneuren stellte ber Präsident des Pla­nungsamtes, Hoshino, fest, Japan habe tn der Ver­gangenheit bereits systematisch wichtige Mate­rialien einschließlich des Kriegsmaterials auf Vorrat angesammelt, um einem möglichen Abbruch ber Handelsbeziehungen mit den USA., irfit England unb dessen Ueberseebesitzungen begegnen zu können. Für die Eisen- unb Stahlerzeu­gung gebe es genügenb Rohmaterialien in Japan, Manbschukuo unb China, so baß kein Anlaß zur Beunruhigung sei. Was O el anbetreffe, Jo Jabe bie Regierung alles unternommen, um die Liefe­rungen sicherzuftellen. Auch die Privatwirtschaft werbe bie Mengen erhalten, die sie unbedingt be­nötige. Allerdings fei die strengste Kontrolle für Verteilung unb Verbrauch erforderlich. Oel für bie Kriegsverforgung fei sichergeftellt, so daß gegen­wärtig keinerlei Störungen zu befurchten seien.

Japanischer Vormarsch bei Hangtschau

Schanghai. 9.Ott. (DNB.) Sinan ein wich- tiges Zentrum in der Provinz Tscheklang, 50 Kilometer westlich von Hangtschau, wurde von japanischen Truppen besetzt. Die iapa-

- - - "fte hatten in ber Morgenbamme-

Bevölkerung ausgezeichnet. Nach ber Kranznieder­legung am Ehrenmal in Gegenwart von Stabs­chef Bodini wurde die deutsche Marschgruppe von einer begeisterten Menschenmenge durch die Straßen geleitet.

Ein Groß-Aniwerpen.

Brüssel, 9. Oft. (Europaprsß.) Nachdem in diesen Tagen bie Zusammenfassung der nahebei Lüttich gelegenen Gemeinben mit bem Stadtkern zu einem Groß-Lüttich beschlossen wurde, steht bie Schaffung eines Groß-Antwerpens unmittelbar bevor. 17 Gemeinden werden künftig zu einer Großgemeinde zusammen gefaßt. Diese Zu- feummenfaffung war schon seit Jahren diskutiert worden, ohne daß sich eine Einigung zwischen den verschiedenen politischen Parteien und sonstigen ein­flußreichen Gruppen hätte erzielen lassen. Die Not­wendigkeit einer Zusammenfassung ergab sich letzt jedoch schon aus der finanziellen Lage der einzel­nen Gemeinden. Durch bie Verlegung bes Wohn­sitzes ber wohlhabenden Kreise in die Vororte war die Stadt Antwerpen ihrer besten Steuerzahler be­raubt worden. Der Hauptbahnhof soll verlegt wer­den. Ferner ist bie Anlegung von Schnellbahnen zwischen den Vororten unb bem ©tabtinnern ge­plant, wobei ber alte Fortgürtel Verwendung fin­den soll.

Tokio, 9. Okt. (Europapreß.) Die von ber bri­tischen Regierung angekündiyte Wiedereröffnung ber Burma-Straße für Kriegslieferungen nach China hat in Japan nicht überrascht.Jomiuri Schimbun" chreibt, die Deffnung sei gleichbedeutend mit einer Einmischung in'ben C h i n a k o n f l i k t. Sie sei eine Herausforberung gegenüber Japan, bas bemüht sei, einen fernöstlichen befriebeten Lebens­raum zu schaffen. Seit Ausbruch bes europäischen Krieges stammten bie über die Burmastraße an Tschungking gelieferten Kriegsmateralien haupt­sächlich aus USA. Deshalb auch bjabe USA. Eng- lanb wegen ber Wiedereröffnung ber Straße unter Druck gesetzt. England andererseits sei von Anfang an unehrlich gewesen und habe schon vor Jahres- frift die Schließung des Lieferweges über Honkong zugesagt, während tatsächlich noch heute über Hong­kong Lieferungen nach Tschungking gehen.Pomi- uri Schimbun" schreibt weiter:fionbon muh wis­sen, baß ber militärische Wert ber Burma-Straße burch bie Anwesenheit ber japanischen Truppen m Indochina weitgehend herabgerninbert ist. Auch sur Englanb ist die Burma-Straße, verglichen mit ber Aufgabe, das Mutterland gegen bie unablässigen Deutschen Angriffe zu halten, ein untergeordnetes Problem." Die Zeitung stellt bann fest, daß die eng­lischen Versuche, Japans Ostasienpolittk zu blockie­ren, zu weiteren Schädigungen der englischen Inter­essen selbst führen werden. Japan selbst suche keine Konflikte mit anderen Mächten, müsse aber Provokationen abwehren, und im Not­fälle werde es auch das Schwert zur Selbstoertei-

menn er die Zerstörungen in London besichtige. Je­des Land hat die Regierung, die es verdient, pflegt man zu sagen. England hat zehnfach einen Chur- will verdient, ber seinem Lanbe jetzt vorlügt, bie Gesamtheit werbe bie Schöben des einzelnen über­nehmen unb bies in einem Lande, in bem bie Solbatenfrauen vielfach nicht einmal bie Hunger­pfennige an Unterstützung bekommen, die ihnen bie bislang zweitreichste Macht ber Erbe widerwillig genug zugestanden hat.

Nur mit einem einzigen Beispiel ber Churchill- schen Lügensystematik wollen wir uns befassen, weil es ungemein charakteristisch für ihn selbst, für bie von ihm geleitete Regierung unb für bie englische Verlogenheit überhaupt ist. Er behauptet, dieInvasion" sei noch nicht in England gewesen, wett bie britischen Jäger am 15 August, 15. Sep­tember unb 27. September große Siege über bie Deutschen errungen haben". Wir schlagen bie deutschen Wehrmachtsberichte nach und stellen fest: Am 15. August verlor bie britische Luftwaffe mindestens 143 Flugzeuge unb 21 Sperr­ballone, am 15. September 79 Flugzeuge, am 27. September 101 Flugzeuge! Es sind also die Tage gerade der schwer st en englischen Nie­derlagen in ber Lust, bie ber britische Premier bem Parlament unb dem Volke als bie größten englischen Siege in ber Lust barstellt. Eine Rebe bieses Charakters aber nennt das amtliche englische Reuter-Büro eine Rede vollFröhlichkeit und Ver­trauen" wie muß es in einem Lande ausseh en, dessen Regierungschef inmitten eines stimmungs- mäßigen Aufputfchungsfeldzuges zu fo schmierigen Mitteln greifen muß, nachdem er eben erst eine Ka­binettskrise mit schwerem Presttgeverlust überstan­den hat.

MUMM