Englische Lügen.
Von unserer Berliner Schristleiiung.
Am 8. August kam es über dem Kanal <ui heftigen Luftkämpfen, aus dem Kanal zu Versenkungen englischer Geleitzüge durch unsere wendigen Schnellboote. Die Größe des britischen Verlustes geht schon daraus hervor, daß das britische Lügenministerium in den nächsten 12 Stunden nicht weniger als 14 Meldungen über diese Kämpfe veröffentlichte, die immer grotesker in ihren Erfindungen wurden, bis Reuter am Freitagmorgen abschließend meldete: „Nach ihrem gestrigen Angriff im Kanal, der ihnen teuer zu stehen kam, wurden deutsche Flugzeuge am heutigen (?) Abend neuerdings über einigen Teilen Englands gemeldet. Die feindlichen Flugzeuge wurden gehört über Wales und über zwei Städten im Südwesten Englands und der Südostküste." Vorher gab das gleiche Lügenbüro bekannt, „man glaube zu wissen", daß zwei feindliche Schnellboote zwei englische Schiffe durch Torpedotreffer versenkt hätten. Nicht weniger als 14 Meldungen stiegen aus dem englischen Entenpfuhl über die deutschen Taten aus, schließlich
0cc Optiker am Sahnhaf
E.S.
zu spät.
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Alleinhersteller: P.Jos. Mobs Seife nfabriken. Giessen
Am 8. August ist in Münster der letzte preußische Minister der öffentlichen Arbeiten, Exzellenz Wilhelm Hoff, gestorben. Sein Name ist eng ver-
Die aus Einladung der deutschen Reichsregierung in Deutschland weilenhen führenden spanischen Verlagsdirektoren und Hauptschriftleiter folgten am Freitagabend einer Einladung des Reichspressechefs Dr. Dietrich zu einem Abendempfang, der ganz im Zeichen der freundschaftlichen, in Krieg und Frieden gleichermaßen bewährten Beziehungen zwischen den beiden Nationen stand.
bunden mit der großen Bismarckschen Derstaat- lichungsaktion der Preußischen Staatseisenbahnen in den achtziger Jahren und der berühmten Verwaltungsreform der preußischen Staatsbahnverwaltung im Jahre 1895. Die hamals geschaffene Derwal- tungsorganisation hat sich auch noch heute als vor-' bildlich für die gesamte Deutsche Reichsbahn erwiesen.
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Aus dem Sommersitz des slowakischen Staatsoberhauptes in Ktein-Topolcany wurde am Donnerstag, der neu ernannte deutsche Gesandte Manfred von Killinger von Staatspräsident Dr. Ti so in feierlicher Antrittsaudienz empfangen.
Auch schmutzige Arbeitshände reinigt
Lieferant- auch
Ihrer Krankenkasse
3« schönster Lage das modernste Hotel
Oer ^Berchtesgadener Hof-« ein Haus deutscher Gastlichkeit.
as sind „BRT"?
Eine kleine seemännische Unterrichtsstunde
Oie Aufrüstung der LtGA.
Washington, 9. Aug. (Europapreß.) Der Senat der USA. nahm mit 71 gegen 7 Stimmen die Gesetzesvorlage an, durch die Präsident Roosevelt ermächigt wird, die Nationalgarde sowie das Reserveofsizierskorps für eine einjährige Dienstzeit zu mobilisieren. Die Vorlage geht nun dem Repräsentantenhaus zu, das hierüber in der nächsten Woche entscheiden wird. Ein Zusatzantrag, der die Einsetzung der Nationalgarde außerhalb der USA. und der USA.-Besitzungen untersagen wollte, wurde mit nur einer Stimme Mehrheit (39 gegen 38) abgelehnt.
Marinesekretär Oberst Knox ersuchte den Kongreß um die Ermächtigung, die D i e n st z e i t für die Marine sowie für die Marineinfanterie im Kriegsfälle sowie im Falle eines nationalen Notstandes auf unbestimmte Zeit zu verlängern. Zur Besichtigung aller bedeutenden Marineanlagen an der A t l a n t i k k ü st e unternimmt Roosevelt eine Jnspekttonsfahrt. Der Präsident wird dabei vom Marinesekretär Knox und dem Vorsitzenden des Senats-Flottenausschusses Walsh begleitet. Roosevelt wird zahlreiche Marinewerften, Marinearsenale, Waffenfabriken und Marineschulen sowie Befestigungsanlagen besuchen.
Der Schatzsekretär Moraenthau erklärte der Presse, die Regierung prüfe die Möglichkeit, sich für die Kriegsschulden aus dem Weltkrieg durch Beschlagnahme der in den Vereinigten Staaten eingefrorenen Guthaben schadlos zu halten. Damit ist zum ersten Male von amtlicher Seite der Vorschlag aufgetaucht, die Guthaben der europäischen Staaten in USA. zur Bezahlung der Weltkriegsschulden heranzuziehen Mor- genthau teilte einem Kongreßausschuß mit, daß neue Steuerquellen gefunden werden müßten, weil die Einnahmen nicht mehr mit den durch die Rüstungskösten stark angeschwollenen Ausgaben Schritt hielten. Morgenthau rechnet für das laufende Haushaltsjahr mit 5,7 Milliarden Dollar Defizit, das nur teilweise durch die vorgescklagene neue Steuer gegen übermäßige Gewinne abgedeckt werden könne. Infolgedessen erwägt das Schatzamt eine Erhöhung der erst vor wenigen Monaten auf 49 Milliarden Dollar festgesetzten Höchstgrenze der Staatsschulden um weitere neun Milliarden Dollar.
zeichen der französischen Luftwaffe bei und führen dazu eine blaue Kokarde mit einem roten Kreuz.
Die blaue Flagge mit einem roten Kreuz ist keine anerkannte Staatsflagge, die die Fahrzeuge, die sie führen, zu Kriegshandlungen berechtigt. Kriegsschiffe und Luftfahrzeuge, die die französischen Hoheitsabzeichen fuhren, also vorgeben, für Frankreich zu kämpfen, machen sich eines Bruches des W a f f e n st i l l ft a n d s Vertrages schuldig und stellen sich außerhalb des Kriegsrechtes. Ihre Besatzungen, gleichgültig welcher Nationalität, haben keinen Anspruch, als Kriegsgefangene behandelt zu werden.
Kleine politische Nachrichten.
Der deutsche Konsul hat die anläßlich des Heldentodes von Lustmarschall Balbo vom Führer, von Reichsmarschall Göring und vom Reichsminister des Aeußeren von Ribbentrop übersandten großen Lorbeerkränze am Grabe des italienischen Fliegerhelden in Tripolis niedergelegt. *
Am 9. August vollendet der in Heidelberg wohnende Professor der Agrikulturchemie Dr. Adolf Mayer-Gmelin sein 97. Lebensjahr. Aus diesem Anlaß hat der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft dem Jubilar außer einem Glückwunschschreiben die bronzene Plakette mit dem Bildnis des Führers als Ehrengabe überreichen lassen.
richtete die japanische Regierung von dem Entschluß, England behalte sich jedoch alle aus dem Peking- Protokoll vom Jahre 1901 hergeleiteten Rechte vor.
Oie Hintergründe der Konferenz von Delhi.
London, 9. Aug. (Europapreß.) Die Einberufung einer Wirtschaftskonferenz Indiens, Australiens, Neuseelands, Südafrikas, der Straits Settlements, der ostafrikanischen Kolonien und Ceylons nach Delhi durch den Dizekönig Lord Linlithgow wird als ein weiterer Schritt zur Vorbereitung der Fortsetzung des Krieges betrachtet, falls die britische Regierung ihren Sitz nach Kanada verlegen sollte. Auch die Bildung eines o st a f r i k a - nlschen Wirtschaftsrates soll dem Ziel einer zunächst wirtschaftlichen, später politischen Zusammenfassung der tropischen Kolonien des ö st l i ch e n Afrikas einschließlich des Mandatsgebietes von Tanganjika dienen, nachdem nach Meinung der britischen Regierung durch die rasche Auflösung des Völkerbundes die letzten Hemmungen hinsichtlich der Beachtung der Mandatsbestimmungen hinfällig geworden sind.
In London wird besonders beachtet, daß die Einladung zur Konferenz von Delhi vom indischen Vizekönig, d. h. also, von einem Vertreter der britischen Regierung und nicht von einer Dominien- regierung ausging. Man sieht darin ein Zeichen dafür, daß die britische Regierung es für notwendig erachtet, die Zügel im Empire straffer anzu- zichen angesichts der vielfachen Anzeichen beginnender interner Gegensätze zwischen den verschiedenen Empirestaaten, durch die der Wille zur Fortsetzung des Krieges geschwächt zu werden droht.
Wachsende Kritik an der Lebensmittelversorgung.
Madrid, 9. Aug. (Europapreß.) „Noch dem Durcheinander in der Kohlenbewirtschaftung nun ein Durcheinander bei der Bewirtschaftung der Eier", so beginnt „Daily Mail" einen Artikel, in dem sie dem Ernährungsministerium vorwirft, daß es die Lieferung von Kühleiern ankündige, ohne vor Oktober liefern zu können. Die Ankündigung des Ministeriums hatte einen wahren Ansturm Tausender von Londoner Hausfrauen auf die Eiergeschäfte hervorgerufen, deren Aerger noch durch die Begründung vermehrt wurde, die für die Verzögerung der Belieferung mit Kühlhauseiern gegeben wurde. Diese Begründung habe gelautet: „Es macht sich für den Händler nicht bezahlt, Eier vor Oktober auf den Markt zu bringen." Unter diesen Umständen Serben die Versicherungen des parlamentarischen Sekretärs im Ernährungsministerium, Boothby, über reichliche Lebensmittelvorräte und die Meldung des Nachrichtendienstes, wonach die Kühlhäuser so gefüllt sind, daß die Lieferungen von frischer Ware aus Australien hätten hinausgeschoben werden müssen, skeptisch ausgenommen. Die Tatsache, daß die Kühlhäuser gefüllt seien, wird zwar nicht bestritten, aber die Sachverständigen weisen darauf hin, daß Englands Versorgung mit Butter, Eier, Speck und frischem Fleisch aus europäischen Erzeugerländern eingestellt werden mußte, da England jetzt von diesen Ländern abgeschnitten ist. Ferner weisen Sachkenner darauf hin, daß die Kühlhausanlagen n i ch t entfernt ausreichen, um Vorräte für die Versorgung der Bevölkerung für länger als wenige Wochen einzulagern.
geblieben ist. Auch abgeschlossene kleine Wohnungen mit Sondereingang, mehreren abgeschlossenen Räumen und Privatbad sind vorhanden. Die $um Schmuck aller Gästezimmer verwendeten Gemälde sind durchweg Werke lebender deutscher Künstler, die durch den Reichsschatzmeister persönlich angekauft wurden. Zu den technischen Einrichtungen des Hauses gehört auch eine Fernschreibeeinrichtung, die an das gesamte deutsche Fernschreibenetz angeschlos- sen ist.
Auch in den Wirtschaftsräumen ist an Einrichtung und Maschinen das Neuzeitlichste vorhanden, was das Hotelwesen aufzuweisen hat: Riesige elektrische Herde in der Küche, eine Kühlvorrichtung, die 34 verschiedene Kühlstellen hat, eine automatische Temperiervorrichtung im Weinkeller. So stellt sich der „Berchtesgadener Hof" mit seinen 170 Betten in 120 Zimmern zur Aufnahme von insgesamt 1500 Gästen in den allgemeinen Gasträumen und in den herrlichen, gärtnerisch wirkungsvoll gestalteten Terrassen nach Süden hin und endlich mit seiner unvergleichlichen Lage an einem großartigen Platz der deutschen Alpen als ein Gästehaus dar, auf das das deutsche Hotelgewerbe mit berechtigtem Stolz blicken kann.
Berchtesgaden, 10.Aug. (DNB.) Am Samstag wird in Berchtesgaden das Hotel „Berchtesgadener Hof" eröffnet werden. Am 15. Januar 1939 wurde das Hotel durch den Reichsschatzmeister Schwarz für die -NSDAP, erworben, um in nicht zu weiter Entfernung vom Obersalzberg ein der Zeit entsprechendes Haus für prominente Gäste des Führers zu schaffen. Im Juli 1939 wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Die hauptsächlichsten Angaben für den Umbau machte Reichsamfsleiter Faerber, der Betriebssichrer des Hauses, der als leitenden Innenarchitekten Profesior Michaelis zur Seite hatte. Der Führer selbst hat sich in diesen Tagen von den Qualitäten des neuen Gästehauses überzeugt und den Schöpfern des Hauses seine Anerkennung ausgesprochen.
In der Einrichtung des Hauses ist jeder Luxus vermieden. Dafür ist aber- auf künstlerische Gestaltung und Gediegenheit der größte Wert gelegt worden, was um so leichter fiel, als die verschiedenen benötigten Werkstoffe und Materialien schon lange vor Kriegsbeginn bestellt worden waren. Gediegenheit, Schönheit und höchste Zweckmäßigkeit sind auch die Merkmale der Gästezimmer, von denen keines ohne die technischen Erfordernisse der Gegenwart
erhöhte sich die Zahl der angeblich abgeschossenen deutschen Flugzeuge auf 53, wir warten nur noch darauf, daß gemeldet nrirb, es seien mehr deutsche Flugzeuge abgeschossen worden, als überhaupt gestartet waren.
Mit solchen kindischen Mitteln versuchen die' erschreckt aufgefahrenen Briten, die furchtbare Wirkung des deutschen Angriffs, des beispiellosen Zusammenwirkens deutscher Schnellboote mit unserer Luftwaffe, ins Gegenteil zu verkehren! Aber durch Worte kann nicht aus der Welt geschaffen werden, daß alle Versuche Churchills, durch noch so sehr gesicherte Geleitzüge das Lebensnotwendigste für die Osthäfen Englands heranzuschaffen, vor dem Stoß der deutschen Adler unj) der Tapferkeit unserer unvergleichlichen Schnellbootbesatzungen zerstieben. Die Taktik der Plutokraten, militärische Niederlagen zu leugnen oder umzufrisieren, ist so abgedroschen, daß Englands Bevölkerung jetzt schon merkt, wie sehr sie mit den einfachsten Geboten der britischen Lebens- ■ Haltung in Widerspruch steht. Es war die gleiche Dakttk, die den Polen einhämmerte, die gewaltige englische Flotte habe den Eintritt in die Ostsee erzwungen und auf der Westerplatte englische Matrosen gelandet, während die Polen sich nach dem Verlust ihrer Armeen auf Warschau verbissen, um dort zusammengeschlagen zu werden mitsamt ihrer trügerischen Hoffnung, die englische Hilfe werde doch . eines Tages kommen. Es war dieselbe Taktik gegenüber Norwegen, als versichert wurde, die englische Marine und Luftflotte werde die dortigen deutschen Soldaten isolieren und zu Paaren treiben. Bei der Vernichtung der Engländer und Franzosen in Flandern wiederholte sich das ruchlose Spiel noch einmal. Immer wieder errangen die Engländer „glorreiche" Rückzüge, und die jetzige Blockierung Englands ist, so wird dem Durchschnittsbriten vorgelogen, ein Beweis' für die meisterhafte Kunst der Engländer, auf ihre ehemaligen Verbündeten zu verzichten und sich selbst belagern zu lassen. Das wird so weitergehen bis zum bitteren Ende. Die Belagerung Englands hat sich durch die kühnen Vorstöße unserer Luft- und Seestteitkräfte in den letzten Tagen weiter vervollkommnet. Wir haben am Donnerstag nicht weniger als 80 000 Tonnen Handelsschiffsraum unbrauchbar gemacht, die Royal Air Force derb aufs Haupt geschlagen, 49 Flugzeuge vernichtet und nur zwei Maschinen dabei verloren. Das ist die unumstößliche Wahrheit. Es wird der Tag kommen, da England erkennt, wie es von seinen Regierenden belogen wurde. Genau so, wie es die Franzosen erkennen mußten. Aber dann ist es
Gegen Kaperung französischer Weizenschiffe.
Genf, 9. Aug. (Europapreß.) „Großbritannien sucht Frankreich auszuhungern." Das ist der Leitgedanke einer Sendung des französischen Rundfunks vom Freitagvormittag. Drei große, für Frankreich bestimmte Weizenschiffe, die im Hafen von Buenos Aires lägen, feien von den Engländern mit der Kaperung bedroht worden. Obwohl der französische Botschafter in Buenos Aires darauf hingewiesen habe, daß die Schifts- ladungen für Frankreich bestimmt seien, halte Großbritannien seine Drohung auftecht.
Außerhalb des Kriegsrechtes.
Berlin, 9.August. (DNB.) Die britische Admiralität hat für die durch Gewalt oder Verrat in ihren Besitz gebrachten französischen Kriegsschiffe eine Flaggen-Sonderregelung eingeführt. Danach führen französische Kriegsschiffe, die der Legion des in Frankreich wegen Landesverrats züm Tode verurteilten Generals d e Gaulle angehören, am Heck die französische Na- ttonalflagge und am Bug eine quadratische blaue Flagge mit einem roten Kreuz in der Mitte. Französische Kriegsschiffe mit Besatzungen gemischter Nationalität führen die Nationalflaggen der beteiligten Länder. Danach wäre also mit dem Auftauchen von Kriegsschiffen zu rechnen, die am Mast die französische, die britische und gegebenenfalls noch weitere Flaggen untereinander führen. Französische Flugzeuge im englischen Besitz behalten die Kenn-
Jn den täglichen Berichten des Oberkommandos der Wehrmacht werden sehr häufig Angaben über die Versenkung feindlicher Krie^- und Handelsschiffe gemacht, wobei die jeweiligen Verluste des Gegners mit der Zahl der Tonnen angegeben sind, die die versenkten Schiffe in ihrer verschiedenen Größenordnung betragen haben. Wir sind an die Bekanntgabe dieser Zahlen bereits so gewöhnt, daß wir uns einen ungefähren Begriff davon machen können, ob es sich jeweils um größere oder kleinere Verluste des Feindes handelt. Die wenigsten unserer Leser können sich jedoch darüber eine Vorstellung machen, wieviel eine Tonne Schiffsraum praktisch darstellt und welche Unterscheidungen zwischen den zur Zeit meistens genannten Brutto-Register-Ton- nen und den im übrigen Seegebrauch oft erwähnten Netto-Register-Tonnen bzw. der Trag- bzw. Ladefähigkeit zu beachten sind. Erst wenn wir dieses fachliche Spezialwissen haben, sind wir in der Lage, uns über die tatsächlichen Verluste des Feindes zu informieren. Wir wifien dann ziemlich genau, welche. Mengen von Fracht oder Kriegsmaterial, mit dem einzelnen Schiff bzw. mit der Summe der Schiffe für die feindliche Kriegführung in Verlust gegangen find.
Im Wehrmachtsbericht wird die Höhe der ver- lorsngeganaenen Brutto-Regifter-Tonnen angegeben, die in der Abkürzung BRT. lauten. Die Brutto- Regifter-Tonnen stellen denjenigen Rauminhalt dar, den das Schiff bei feiner Abnahme durch die Schiffsvermessungsbehörde nachgewiesen erhält. Nach diesem Rauminhalt des Schiffes erfolgt seine Eintragung beim Amtsgericht des Heimathafens in eine sogenannte Schiffsregisterliste, woraus sich die Bezeichnung „R e g i st e r" bei den jeweiligen Tonnenanqaben ableitet. Jede Registertonne zählt 100 Kubikfuß bzw. 2,83 cbm, so daß 1 cbm 0,353 Registertonnen darstellt. Der Ausdruck „Tonne" dürfte auf mittelalterliche Meßmethoden zurückzuführen sein, nach denen der Rauminhalt eines Schiffes nach der Zahl der tonnenartigen Hohlgefäße bestimmt wurde, die sich im Schiffsleib unterbringen ließen und die als solche eine Schätzung der in dem Schift unterzubrinaenden Frachtmenge ermöglichten. Im übrigen sind die festgestellten Raummaße des Schiffes für die Berechnung von Gebühren im Hafen, bei Schleusen- und Kanal- beanfpruchnahme und dergl. ausschlaggebend. Die Größe von Kriegsschiffen wird nach dem Gesamtgewicht des ganzen Schiffes in gewöhnlichen Gewichtstonnen zu je 1000 Kilogramm ausgedrückt, während bei Handelsschif fen der Brutto-
raum geh alt, d. H. die Zahl der Bruttoregistertonnen mit dem Körpermaß 1 cbm = rund eine Drittel-Tonne maßgeblich ist.
Unter Brutto-Register-Tonnen versteht man den gesamten inneren Schiffsraum bis zum zweiten Deck von unten bei Schiften mit drei ober mehr Decks, ferner die darüber fest angebrachten und geschlossenen Aufbauten.
Der Nettoraumgehalt umfaßt den Rest der Brutto-Register-Tonnen, der nach Abzug der Maschinenräume, der Räume für die Mannschaft und die für die Navigation erforderlichen Räume verbleibt. — Die Trag- bzw. Ladefähigkeit bildet das Gesamtgewicht der Nutzladung, mit der das Schiff bis zur sogenannten Tiesladelinie belastet werden kann. In dieser Tragfähigkeit ist außerdem noch das Gewicht der Schiffsausrüstung enthalten, wie die Vorräte des Schiffes an Betriebsstoffen, Trink- und Kesselwasser, Proviant und andere für den Schiffsbetrieb notwendigen Dinge. Der verbleibende Rest steht als eigentliche Nutzladung zur Verfügung.
Wenn wir beispielsweise einen 10 OOO-BRT.-Han- delsdampfer wählen, so hat dieser etwa 6500 Netto- Register-Tonnen (NRT.) und eine Ladefähigkeit von 13 000 bis 16 000 Tonnen, wovon rund 9000 Tonnen als reine Nutzladung übrig bleiben. Diese Tonnen der Nutzladung, im seemännischen Brauch mit t abgekürzt, rechnen zu je 1000 Kilogramm bzw. 10 Doppelzentner. Aus diesen Zahlenangaben läßt sich erkennen, welch außervrdentlicke Mengen von nutzbarem Material sich in einem Schiffskörper unterbringen lassen und welche Verluste sich bei der täglichen Versenkung von Tausenden von Tonnen Schiffsraum für den Feind ergeben, nicht nur nach der frachtmäßigen Seite gesehen, sondern auch hinsichtlich des Wertobjektes Schift selbst als Basis der Schiffahrt.
Wie groß die Frachtmengen sind, läßt sich aus folgendem Vergleich erkennen: Eine Schiffsladung von 6000 t, die mit bet Eisenbahn weiterbe- förbert werben soll, gebraucht 400 Güterwagen zu je 15 t. Der entstehende Güterzua mürbe eine Länge von 4 Kilometer erhalten. Es ist also schon richtig, wenn man bie Handelsschiffe und Frachter auch heute noch als bie größten ßa ft träger des internationalen Verkehrs bezeichnet. Mit Dem anhaltenden Versenken von Schiffen verbinden sich daher für ein Land wie England, das vollkommen auf die Seeinfuhr angewiesen ist, harte Verluste, deren Auswirkungen nicht lange auf sich warten lassen werden.
In Bukarest wurden 22 meist fiidische stellungslose Journalisten, die sich mit der Verbreitung von gegen. die Interessen des Staates gerichteten Gerüchten befaßten, verhaftet unb in ein Konzentrationslager gebracht, unter ihnen auch der Direktor des vor einigen Jahren schon eingestellten jüdischen Blattes „Adeverul", Socor.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Haupts chriftl ei ters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und Silber: Dr. Fr. W. Lange; für Stabt Gießen, Provtnz unb Wirtschaft: Ernst Blumichein; für Sport: Heinrich Ludwig Neunen
Druck unb Verlag: Brühlsche UniversitätSdruckerei R. Lange K. G. Lerlagsleltcr: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.S.


