3m Klug gegen den Feind
Ueber die Wolkenberge hinweg fliegen deutsche Kampfflugzeuge gegen den Feind. (PK.-Srnolarczyk-Scherl-M.)
Das Ritterkreuz für den Verteidiger von Rarvik
Ein Eichenlaub zum Ritterkreuz.
Berlin. 9. Juni. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat durch Der- ordnung einLichenlaubzumRitterkreuz
Die direkten internationalen Wagen in der Richtung Frankreich werden von den italienischen Staatsbahnen nur noch bis zu den schweizerischen Kopfstationen Chiasso, Domodossola und Lausanne, sowie bis Ventimiglia geführt.
Henry Ford hat beim Kriegsdepartement um Zustellung eines Jagdflugzeugs ersucht, dessen Typ die USA. „im Ernstfall^ brauchen würden. Das Ersuchen löste in der amerikanischen Öffentlichkeit Spekulationen auf eine Umstellung der Ford-Werke oder eines Teiles der Werke auf Serienherstellung dieser Jagdflugzeuge aus.
des Eisernen Kreuzes gestiftet, das als be- sondere Auszeichnung an Inhaber des Rif- terkreuzes des Eisernen Kreuzes verliehen werden kann. Das Eichenlaub besieht aus drei silbernen Blättern und liegt auf der Bandspange auf.
Vier 3r-Tonnen-panzer an einer Stelle von Stukas vernichtet.
Berlin, 8.Juni. (DRV.) Junkers-Sturzkampfflugzeuge unterstützten in zahlreichen Einsätzen das vorgehen der Erdtruppen. Dabei gelang es ihnen, an einer Stelle vier 32-1-Panzer des Gegners zu vernichten.
ist Präsident der gesetzgebenden Versammlung. Die Verwaltung setzt sich nach dem Statut vom Jahre 1928 aus je vier Spaniern und Franzosen, je drei Engländern und Italienern, je einem Amerikaner, Belgier, Holländer und Portugiesen, ferner aus sechs Muselmanen und drei Israeliten zusammen. Die Tangerzone, um die jetzt erneut die Unruhe entstanden ist, umfaßt nur eine Fläche von 15 Quadratkilometer. Die Stadt selbst hat nicht ganz 540000 Einwohner, von denen zum mindesten 10 000 Spanier sind. Die zahlreichen Juden, Nachkommen der von Isabella der Katholischen ausgewie- fenen spanischen Juden, sind in den letzten Jahren durch di- Alliance Jsraelite stark französiert worden, jedenfalls sind sie Handlanger einer französischen, gegen die Italiener gerichteten Politik. Italienische Matrosen sind oft in Tanger überfallen und mißhandelt worden.
Die Räumung Tangers von der Zivilbevölkerung bedeutet, daß man einen Sturm im Mittelmeer sürchtet oder voraussieht. Italien hat unmißverständlich erklärt, daß es sich nicht im Mittelmeer einriegeln lassen wird. Ein papierenes Statut allein, so wie es 1928 in der Konferenz über die Tangerzone beschlossen wurde, ist keine genügende Garantie für Italien. Es wird, wenn es darauf ankommt, den Riegel mit Gewalt zurückstoßen Müssen. U. St.
bevor es weitergehen kann. Neben dem Regrments- stab haben sich 6 - S t e l l e n der Artillerie und der Jnfanterie-Geschützkompanie eingerichtet, ein wirres Durcheinander von Drähten, Kabeln und Fernsprechern. Hier spricht der Regimentsadjutant mit der Division, daneben nimmt gerade ein Funker einen wichtigen Funkspruch auf, und in einem Granattrichter zwei Meter entfernt steht der Artillerie-Beobachter am Scherenfernrohr und brüllt dem Mann am Fernsprecher hinter sich die Feuerbefehle für die hinter dem Hang aufgefahrenen Batterien
Diese Aufnahme veranschaulicht die vielfachen Schwierigkeiten unserer Truppen bei dem Vormarsch im Westen. Die Vorausttupps konnten die Pioniere nicht mehr abwarten und durchschreiten hier auf einer Furt einen Fluh, ein
Tau gibt die Richtung an.
zu. Die Abschüsse der eigenen Arttllerie überdröhnen alles, pfeifend fegen die deutschen Granaten über den Gefechtsstand hinweg — nur ab und zu noch verirrt sich eine französische Granate in die Nähe. Die Männer an den Fernsprechern und am Funkgerät dürfen die Nerven nicht verlieren, von der richtigen Uebermittclung der Meldungen und Befehle hängt jetzt mitten im Gefecht alles ab. Ruhig, und als ob ihn das alles nichts anginge, wiederholt der Mann am Arttllerie-Fernsprecher die Zahlen und Formeln, die ihm der Beobachter zuruft, meldet „Abschuß!", damit der Einschlag beobachtet werden kann. Er blickt nicht nach rechts und nicht nach links, seine Augen hängen an den Lippen des Offiziers, und krampfhaft hält die Hand den Hörer — seit Stunden geht das nun schon so!
Funkverbindung mitten im feindlichen Feuer. Der
Oberst ist selber nach vorn gegangen, ihn hielt es hier nicht mehr. Jetzt schickt er einen Melder, der für den Regimentsgefechtsstand den Befehl zum Stellungswechsel bringt, er wird vorverlegt bis auf 500 Meter hinter die kämpfende Truppe. Die Nachrichtenverbindung darf aber trotzdem keinen Augenblick zu lange abreißen. Die Funker schultern das chwere Funkgerät, und im Laufschritt geht es den Hang hinunter, durch das Tal und an den jenseitigen Hang. In einer kleinen Bodenwelle richten sie ich ein. Noch atemlos vom schnellen Lauf mit dem chweren Gerät bauen sie an ihren Apparaten — und dann ist die Funkverbindung hergestellt. Hier vom ist die Hölle los. Mit seinen MG.s bestreicht der Franzose alles, was sich unvorsichtig zeigt. Auch )ie Baumschützen, die am Waldrand sitzen, machen sich unangenehm bemerkbar. Und zu alledem schickt etzt auch die französische Artillerie Lage auf Lage herüber. Der Funker liegt neben dem Kommandeur, über sie hinweg surren und pfeifen die Geschosse und Granatsplitter, aber unbeirrt spricht der Funker in das kleine Mikrophon und notiert ankommende Meldungen. Mit der gleichzeitig vorgehenden Panzer-Abteilung ist eine Verbindung herzustellen, mit Der eigenen Artillerie, mit der Division und den benachbarten Regimentern. Ein Granatsplitter von einem nahen Einschlag klirrt 'gegen den Antennenmast, andere prasseln auf den Stahlhelm des Funkers, aber dennoch gibt er seine Meldungen durch und stellt die Verbindungen her, die gerade jetzt so unendlich wichttg sind ... Ruhig und gelassen im chwersten Feuer und immer da, wo siß gebraucht werden, das sind unsere Nachrichtenleute, Funker und Fernsprecher. J. P- Darmer.
tem, um selbst die Lage bei hart bedrängten Stellungen zu erkunden.
Ein Soldatenleben ist der Weg des Generals. 1890 in Bad Aibling in Oberbayern geboren, tritt Eduard Dietl nach dem Gymnasialbesuch 1909 beim 5 Bayerischen Infanterie-Regiment in Bamberg als Fahnenjunker ein. Bei Ausbruch des Großen Krieges ist er Leutnant und Zugführer einer Maschinengewehrkompanie im Westen. Dreimal wird er verwundet, erwirbt sich 1916 an der Somme das E. K. I und ist dann in mehreren Adjutantenstellungen tätig. Im Freikorps Epp hilft er als Kompanieführer München von der roten Räteherrschaft befreien. Mehrere Jahre ist er Kompaniechef bei einem Infanterie-Regiment in München. Er lernt bereits 1919 Adolf Hitler kennen. Männer feiner Kompanie sind in Zivil Saalschutz in Versammlungen der NSDAP. Zu einer Zeit, da nur wenige Menschen um die nationalsozialistische Idee wissen, ahnt Hauptmann Dietl, daß aus dieser jungen Bewegung die Erneuerung Deutschlands- wachsen wird. Seine soldatische Laufbahn führt ihn als Kommandeur des Gebirgsjäger-Bataillons seines Regiments nach Kempten, dann als Inspekteur und Taktiklehrer an zwei Jnfanterieschulen. Er wird dann Kommandeur eines Gebirgsregiments. Er führt fein Regiment 1938 in die befreite Ostmark und wird Kommandeur einer Gebirgsdivision des ostmärkischen Alpenkorps. Seine Truppen marschieren in das befreite Sudetenland und im Kriege gegen Polen über die Hohe Tatra mit überholenden Verfolgungen 620 Kilometer bis an den San. Nach dem Einsatz im Westen stoßen feine Truppen weit über den nördlichen Polarkreis nach Narvik vor. Kurt Parbel.
Versenkung eines britischen Hilfskreuzers.
Stockholm, 9. Juni. (Europapreß.) Die Versenkung des brittschen Hilfskreuzers „Carinthia" wird von der britischen Admiralität gemeldet. Die „Carinthia", ein zum Hilfskreuzer ausgebauter Vassagierdampfer der Cunard-Linie von 20 277 BRT. wurde von einem deutschen Unterseeboot torpediert. Zwei Offiziere und zwei Mann der nng verloren bei dem Untergang des Schiffes ben. Der deutsche Heeresbericht vom Samstag metbete die Versenkung eines feindlichen Hilfskreuzers von 14 000 BRT. durch ein deutsches Unterseeboot nordwestlich von Irland. Man nimmt an, daß es sich hierbei um die „Carinthia" handelt, und der Kommandant des Unterseebootes lediglich in der Eile des Gefechts die Größe feines Opfers unterschätzte.
„Gtömngssucher..."
D. K. Durch die langen Kolonnen auf der franr ' zösffchen Landstraße windet sich in schneller Fahrt ein Kübelwagen. Aus seinem Kühler trägt er ein ! großes gelbes Schild, das ihm überall freie und ungehinderte Durchfahrt verschafft: „Störungs- ' sucher". Es ist einer der Wagen unserer N ach - r i ch t e n l e u t e , die wieder einmal unterwegs find, um eine gestörte Fernsprechverbindung von einer Division zum Korps zu flicken. Die Leitung geht über viele Kilometer, und noch weiß man nicht, wo die Störung und welcher Art sie ist. Die Verbindung wird schnell benötigt, denn die Division steht vorn im Angriff, und das Korps muß laufend über den Stand der Kampfhandlungen unterrichtet fein. Ueber Feldwege und feste Sttaßen, vorbei an brennenden Häusern und um Sprengtrichter herum geht die wilde Jagd. Dann uiw wann ein kurzer Halt — in Sekundenschnelle fft ein Anschluß an das Kabel hergestellt, aber bis hierher ist die Leitung noch intakt, also weiter! Der Wald, durch den der Wagen jetzt braust, liegt noch unter starkem Beschuß. Wieder wird eine ßet- tungsprobe gemacht — hier ist noch alles in Ordnung. Wieder aufgesessen und weitergefahren. Beim nächsten Halt wird ein Fehler gefunden. Eine schwere Granate ist dicht neben dem Kabel ein geschlagen und hat es zerrissen. In Windeseile sind Ersatzteile heran, flicken die Männer die schadhaften Stellen, und dann gcht auch schon eine Meldung nach beiden Seiten zum Korps und zur Division — die Verbindung fft wieder hergestellt. Genau 18 Minuten hat die Störung gebauert, bann hatten He Nachrichtenmänner sie gefunden und beseitigt.
Immer vorn bei ben ersten! Es war beim Uebergang über ben Thiers. Eine Korn- franie hatte auf ben Resten der gesprengten Brücke ben Fluß überschritten und das hinter dem Ufer liegende Dorf genommen. Schon mit der zweiten Kompanie ging auch ein Fernsprechtrupp Hnüber. Während die anderen Kameraden noch das Kabel verlegten, schlossen sie schon einen 5Hbiern’ frecher an. Der Bataillonskommandeur machte von hier aus seine Meldung über den Stand des Gefechts, und als wenige Minuten später der Regv nentsEommanbeur erschien, konnte er bereits der Division melden, wie weit das Reguneitt vorge- l!°ß-n mar. — Ser Franzose schoß noch heftig. Sein« Artillerie belegte das Dorf, die Ufer und die An- narschstraßen, und. von den Hohen, gegen Die Die krsten Kompanien vorstießen, schoß er mit schweren NG.s. Urft) er schoß gut. Gerade nahm der Gefreite i ten Hörer in die Hand, um anzufragen, ob Die Zernsprechstelle weiter vorverlegt werden solle — ta erwischte ihn die Garbe eines MG.s. Vielleicht latte er sich zu hoch über den schützenden Rand des Straßengrabens erhoben. Ohne einen Laut sank er tomüber — Kopfschuß!
Im größten Trubel: Immer richig Blut!_!Das Regiment hat seinen Gefechtsstand m einem Wall)- gen auf einer Höhe, von der aus man einen giüen Einblick in das Tal und zu den gegenüberliegenden bewaldeten Hängen hat. Dort bruben in ben Wa lern hat sich der Franzose emgenistet, dessen Stellungen sich in einem großen Bogen in bie nneinschieben und so den weiteren VormarschaM- Öalten. Dieser Bogen muß ausgeglichen werden.
Der erste Student mit dem Ritterkreuz.
Die deuffchen Studenten, die das Vermächtnis von Langemarck zu wahren haben, blicken mit be- onberem Stolz auf den am 4. Oktober 1915 in Wollstein in Posen geborenen Helmut Ring- (er, der als erster Student Großdeutschlands das Ritterkreuz verliehen bekam. Ringler war als Leutnant der Fallschirmjäger unter den Eroberern des Forts Eben Emael und der Brücken über den Albert-Kanal. Er wurde gleichzeitig zum Oberleutnant befördert. Schon im Frieden hatte er sich der Fliegerei verschrieben. Er baute einen Segelfliegerturm auf, arbeitete nebenbei aui der Werft einer Fliegerortsgruppe, machte seine Flugscheine auf der Wasserkuppe in der Rhön und erwarb endlich in Berlin nach einem Fallschirmkursus das Diplom als jüngster F a l l s ch i r m p i l o t Deutschlands. Ringler begann in Breslau das Studium des allgemeinen Maschinenbaus, nachdem er Arbeitsdienst und Wehrpflicht abgeleiftet hatte. Ab Sommer» femefter 1938 übernahm er die Führung seiner tudenttschen Kameradschaft „Siling", der Reichstudentenführer hat sie als Musterkameradschaft bezeichnet. 1939 wurde Ringler das Amt für Politische Erziehung an der Technischen Hochschule Breslau übertragen. Außerdem wurde er stellvertreten» ter Studenten führen an der Breslauer Technischen Hochschule.
Oer Gauleiter bei den Verwundeten.
NSG. Samstag vormittag stattete Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger einigen Reservelazaretten in Frankfurt a. M. und Darm- st a d t einen Besuch ab und überbrachte den verwundeten Soldaten, die für. den Freiheitskampf unseres Volkes ihr Blut und ihre Gesundheit gegeben haben, die Grüße einer dankbaren Heimat. Als Frontsoldat des Weltkrieges selbst mit dem Verwundetenabzeichen ausgezeichnet, unterhielt sich der Gauleiter mit den Verwundeten über ihre Kampferlebnisse und sprach ihnen für ihre tapfere Haltung, mit der sie bewußt ihr Opfer gebracht haben, seine kameradschaftliche Anerkennung aus. Er konnte ihnen für die deutsche Volksgemeinschaft versichern, Daß das nationalsozialistische Großdeutschland seinen verwundeten Soldaten jenen Platz einräumt, der ihrem hingebungsvollen Einsatz entspricht.
Während des Krieges: Rauchverbot für Studentinnen.
Auch die Studentinnen wollen überall ein Beispiel geben, nicht zuletzt für die Frage des Rau- chens der Frau. Deshalb hat die Reichsreferentin der Arbeitsgemeinschaft Nationalsozialistischer Studentinnen, Dr. Anna K o t t e n h o f f, einen Aufruf an die Studentinnen gerichtet. Darin wird betont, daß es nicht-um eine Frage des Rechts gehe, sondern um Einsicht und Vernunft. Es sei wissenschaftlich erwiesen, daß das starke und regelmäßige Rauchen der Frau schadet. Es führe auch zu frühem Altern. Jeder Studentin der ANSt. wird es zur Pflicht gemacht, während des Krieges in der Hochschulöffentlichkeit jedes Rauchen zu unterlassen. Die örtlichen Referentinnen sind hierfür verantworllich. Darüber hinaus wird jede Studenttn aufgerufen.
Britischer Botschafter im Straßengraben zuriickgelaffen. Berlin, 8. Juni. (DNB.) Das Deuffche Nach- richtenbüro hört aus Brüssel: Nachdem der ehemalige englische Boffchafter in Brüssel, Sir San- celot Oliphant, im Auftrage Churchills der belgischen Regierung den Rat der Evakuierung der belgischen Zivilbevölkerung, die so viel Leid für diese Menschen gebracht hat, gegeben hatte, verließ er Brüssel, um sich in Sicher^ heit zu bringen. Aber das Tempo, mit dem dis britische^ Eliteregimenter von unseren Soldaten zu Paaren getrieben wurden, war selbst für diese langen brittschen Diplomatenbeine zu schnell. So wurde inmitten der Trümmer dieses „glorreichen" englischen Expeditionskorps der Botschafter Seiner Majestät des Königs von Großbritannien m i t seinem H a n d k ö f f e r ch en im Straßengraben aufgefunden. Da Sir Lancelot Oliphant im Verlaufe militärischer Aktionen auf französischem Boden und unter gewissen verdächtigen Umständen aufgegriffen wurde, wird noch zu prüfen sein, welcheRolleer gespielt hat.
Der Dampfer »President Roosevelt-' in Aeuyork eingetroffen.
N e u y o r k, 10. Juni. (DNB. Funkspruch.) Der Dampfer „President Roosevelt" der United States Line traf am Sonntagabend wohlbehalten mit 723 Amerikanern, die angesichts des näherrückenden Krieges auf Anraten ihrer Regierung England verließen, in Neuyork ein. Kapitän Roberts betonte, daß die Ueberfahrt normal verlaufen fei. Nichts fei zu berichten, es sei denn, daß das Schiffs überfüllt war. Fast die doppelte Zahl Fahrgäste als üblich sei an Bord gewesen.
Kleine politische Nachrichten.
Der Staatspräsident des Protektorats Böhmen und Mähren Dr. Hacha sowie der Staatspräsident der Slowakei Dr. Tiso haben dem Führer anläßlich des deutschen Sieges in Belgien und Nordfrankreich telegraphisch ihre Bewunderung und zugleich namens ihrer Völker herzliche Glückwünsche ausgesprochen. Der Führer hat ihnen dafür telegraphisch gedankt.
(P.K.) In einem Blockhaus im nördlichsten Kampfabschnitt stehen Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten vor dem Verteidiger von Narvik. Generalleutnant Dietl, Kommandeur einer ost- märkischen Gebirgsdivision, hat durch Funkspruch die Mitteilung erhalten, daß der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht ihm das Ritterkreuz verliehen hat.
Die kämpfende Truppe weiß, daß sie überlegenen Feindkräften gegenüberfteht und starke englische See- stteitkräfte mit ihren Geschützen die Erzbahn entlang den Rombakenfjord und Rombaken beherrschen. In Fels und Eis haben sich die Bataillone der deutschen Zerstörer Stellungen geschaffen, von denen sie die Erzbahn von Narvik zur schwedffchen Grenze beherrschen. Andere Kompanien geretteter Besatzungsmitglieder stehen in der Hauptkampflinie gegen nor= megische Bataillone, englische Truppen und französische Alpenjäger. Hier haben deutsche Gebirgsjäger die Hauptlast des Kampfes zu tragen, um die Angriffe der Norweger und der bei ßarstadt im Gratangenfjord und im Herjangsfjord gelandeten feindlichen Truppen abzuwehren.
Diese von starken Feindkräften hart bedrängten Stellungen kann nur ein Mann verteidigen, der ein überlegener Stratege ist und durch sein persönliches Vorbild die kämpfende Truppe zur letzten Bereitschaft anspornt. Als erfahrener Kenner des Gebirgskrieges fährt er Stunden durch das Gelände, erkundet Stellungen, hört die Berichte der Bataillonskommandeure und Kompaniechefs, sieht Transportstaffeln der Seeleute auf dem Weg zu vorgeschobenen Sicherungen, steht 19 Stunden auf den Dret-
auch in ihrem privaten Leben das Rauchen einzuschränken und möglichst einzustellen. Jede Zigarette, die die Studentin jetzt nicht raucht, spart sie für die Soldaten an der Front.
Es gibt kein freies Pfund mehr.
Stockholm, 8. Juni. (Europapreß.) An der Londoner Börse fft das Pfund Sterling am Samstag, imVerhältnis zum Dollar zum erstenmal mit dem festen Kurs von 4,0 3 v. H. notiert worden. Damit hat die englische Währung ab heute aufgehört, als freie Währung zu existieren. Die Presttgeverluste, die das Pfund auf allen internationalen Märkten erlitten hatte und die damit verbundenen Kurseinbußen ließen es in London angebracht erscheinen, diese Valuta-Restriktionen durchzuführen, von der von der City zugegeben wird, daß sie einmalig dasteht in der Geschichte der englischen Finanz- und Wirffchafts- politik. Am Samstag ist es außerdem allen Ausländern, welche in Gebieten mit nicht englischer Währung wohnen, verboten worden, Sterling-Beträge im Ausland abzusetzen. Aller Export nach den Vereinigten Staaten oder aber in die Schweiz kann nur mit den Währungen dieser beiden Länder oder aber mit jtem kontrollierten Pfund bezahlt werden. Anlaß 3n dieser Verordnung ist der Umstand, daß alle übrigen Valuta-Märkte in Europa durch den Krieg für bas englische Pfund geschlossen sind oder aber beträchtliche Einbußen bringen. •
Der schweizerische Armeestab teilt mit, daß die technische Untersuchung der sieben bei Kreuzlingen am Bodensee abgeworfenen Bomben ergeben hat, daß diese französifcher Herkunft sind.
Hauptschriflleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des hauptschriftletters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für PolitE, Feuilleton und BUder: Dr. Fr. W. Lange: für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumjchein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner.
Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K. G. Berlagsleitrc: Tr.-Jna. Erich Hamann; Anzeigenlerter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.S.
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