Oie Aufgaben der Frau im Kriege.
Kundgebung in der Neuen Aula.
Unter starker Beteiligung der Frauen aus den Gießener Ortsgruppen fand gestern abend in der Neuen Aula der Universität eine Kundgebung statt. Kreisgeschäftsführer Weber hieß die Besucher willkommen.
Oie Heicbereoncrin Mar a öe Smeth knüpfte zu Beginn ihrer Ausführungen an die jüngsten politischen und militärischen Ereignisse an und betonte, wie sich gerade in diesen Tagen wieder die Wichtigkeit der Tatsache erwiesen habe, daß die Führung der Politik und der Wehrmacht in einer 5)ani> vereinigt seien. Sie schilderte dann in der Erinnerung an vergangene Zeiten die Unterschiede in statspolitischem Sinne zwischen dem Einst und dem Heute. Der große einheitliche Staat erweise seine überragende Bedeutung und Schlagkraft im Gegensatz zu jenem Deutschland vor und nach dem Weltkrieg, oder gar dem Deutschland nach dem Dreihigjähritzen Kriege. Durch die jüngsten politischen Ereignisse wisse wieder jedermann das Gefühl unserer großen Zusammengehörigkeit neu bestätigt.
In klaren Darstellungen beschäftigte sich die Rednerin hierauf mit den großen Veränderungen der Verhältnisse, wie sie sich seit 1933 ergeben haben. In eindringlichen Worten charakterisierte sie die Wesenszüge der englischen Plutokratie und ihrer engen Versippung mit dem Judentum, sie kennzeichnete ferner das Verhältnis zwischen England und Deutschland im Lichte der Geschichte und ließ auch die barbarischen Methoden erkennen, mit denen England nicht nur gegen Deutschland, sondern gegen viele Völker der Welt wütete.
In anregender Form sprach sie auch von der überragenden Bedeutung des Westwalls, von den Zeiten seiner Entstehung, von dem Einsatz der Volksgenossen und von den Opfern, die für die Schaffung des unüberwindlichen Festungswerkes gebracht werden mußten. In großer Ueberschau sprach die Rednerin ferner von unserer Ernährungslage, von der Art unseres Geldes, dessen Wert nicht vom Goldwert, sondern von der Arbeit des deutschen Volkes bestimmt werde, von unserem Verhältnis zu Sowjetrußland, zu Italien und zu den neutralen Staaten. In wenigen Auslassungen sprach sie außerdem über
den Einfluß der Propaganda auf die politischen Ereignisse.
Schließlich kam die Rednerin auf die Aufgaben der deutschen Frau im Kriege zu sprechen. Sie stellte ihren Zuhörerinnen die mannigfachen Opfer vor Augen, die von den Soldaten, von den Dienstverpflichteten, von den Frauen in Fabriken, von den Rückgeführten bisher schon gebracht wurden und noch gebracht werden, müssen. Sie sprach ferner von den übermäßigen Opfern, die die Deutschen in Polen an Blut und Gut brachten, Opfer, die sie aus reicher eigener Anschauung kenn und in allen Phasen miterlebt habe. Demgegenüber könne man nicht von Opfern sprechen, wenn es in der geschützten Heimat einmal gelte, sich Einschränkungen aufzuerlegen, da jedermann immer satt werde und jede Frau noch ihr Bett habe und keiner Gefahr ausgesetzt sei. Deshalb forderte die Rednerin auf, daß es ebenso wie für den Soldaten an der Front gelte, Verständnis für die Notwendigkeiten der Gegenwart und für die Maßnahmen des Führers zu beweisen, zu rest- losem Einsatz bereit zu fein, Disziplin zu wahren, sich jeder Schwatzhaftigkeit zu enthalten; sie forderte zu intensivem geistigen Miterleben in unserer großen Zeit und zur freudigen Mitarbeit auf, wenn es gelte, der großen Sache förderlich zu sein. Den Soldaten solle das Bewußtsein unerschütterlich sein, daß sie sich auf die Heimat verlassen können, ebenso wie wir in der Heimat wissen, daß wir uns felsenfest auf unsere Soldaten verlassen können.
Die Rednerin rief dazu auf, sich der Größe unserer Zeit bewußt zu sein und im Vertrauen auf den Sieg unserer Sache eine solche innere Sicherheit zu gewinnen, aus der allein die Kraft für alle Aufgaben erwachse, die unser Volk in Zukunft zu lösen habe. Der Führer sei dem deutschen Volke von der Vorsehung zur Erfüllung einer großen Aufgabe gegeben worden, für die eine große Aufgabe, Deutschland frei zu machen und unsere Jugend in eine bessere Zukunft zu führen.
Die Darlegungen der Rednerinnen wurden mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Das Englandlied, die Lieder der Nation und der Gruß an den Führer, von Kreisgeschäftsführer Weber ausgebracht, beschlossen die Kundgebung.
eines „Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft", das andere „Patriotische Gedichte" nannte. Auch eine zweibändige Anthologie „Die Lyriker der Gegenwart" gab er heraus. Der Harz mit seinen Sagen und seinem Leben aus Gegenwart und Vergangenheit lieferte ihm die Stoffe für seine Erzählungen, von denen „Aus Bodos Reich" und die „Blankenburger Novellen" genannt seien. Mit Vorliebe schilderte er das Harzer Kleinbürgertum. Don seinen Bühnendichtungen seien „Das Fest zu Mainz" und „Der Pfalzgraf" erwähnt. Am 7. Dezember 1936 verstarb Hermann Kiehne in Gießen. Seine Witwe lebt noch in unserer Stadt.
„Oer Feuerteufel."
Der neue Bavaria-Film, der seit gestern im Gloria-Palast gezeigt wird, stellt eine Schöpfung dar, die in ihren Wesenszügen Trenkers geistiger Haltung in jeder Beziehung entspricht. Das Thema ist historischen Begebenheiten entnommen, dabei allerdings frei behandelt. Der Film schildert einen Holzknecht des Kärntner Landes, den Valentin Sturmegger, der in leidenschaftlicher Glut und unter rücksichtslosem Einsatz seines eigenen Lebens für sein Vaterland Kärnten gegen den Erzfeind Napoleon auftritt und das Volk seiner Heimat freimachen will von den fremden Fesseln. Obwohl schon drei Aufstände niedergeschlagen wurden, entfacht er einen vierten, der, das ist Sturmeggers tragisches Geschick, durch Verrat zusammenbricht und nicht die Freiheit bringt. Ja, Sturmegger wird von seinen Landsleuten noch des Hauses verwiesen, seine Landsleute rücken in schwacher Stunde von ihm ab. Erst die Ereignisse von 1813 bringen auch dem Kärtner Land die Freiheit, für die der „Feuerteufel" ein Vorkämpfer war. Der Film zeigt den Freiheitshelden nicht nur inmitten seiner Berge, sondern auch in der Wiener Hofburg, und hier erhält der Film eine sehr interessante Note durch die Gegenüberstellungen von Sturmegger mit Napoleon und Metternich.
Luis Tr e n k e r, der, wie meist, Regie führt und auch noch die Hauptrolle spielt, übersetzte die Handlung in klare und überaus filmwirksame Szenen. Die Art seiner Darstellung trägt außerdem dazu bei, daß der Blick stets auf das Wesentliche gerichtet bleibt. Er erscheint unwandelbar inmitten seiner tapferen, aber auch manchmal zaghaften Landsleute. Großartig gesehen und gestaltet sind die Szenen mit Napoleon. Neben Tren- ker stehen verschiedene andere ausgezeichnete Darsteller, die mitentscheiden über das Niveau des Films. Eindringlich erscheinen Erich P o n t o als Napoleon, E. F. F ü r b r i n g e r als Metternich und Elaus Clausen als Major Schill. In der Rolle der liebenden Frau sieht man Maria Holzmeister zum ersten Male in einem Trenker- Film.
Der Film in seiner Gesamtheit darf als eine klare künstlerische Leistung von starker eigener Prägung gewertet werden. H. L. Neuner.
VHC Gießen
Bei herrlichem Frühlingswetter hotte sich die AHC.»Gemeinde am Sonntag zu einem Spaziergang zusammengefunden, an den anschließend' die Monatsversammlung im Vereinslokal Hopfeld stattfand. In dieser wurde auch die Auszeichnung der fleißigen Wanderer oorgenommen. Dem Ernst der Zeit Rechnung tragend, hatte man von der sonst üblichen Auszeichnungsfeier abgesehen. Wie jedes Jahr, so konnten auch diesmal wieder eine Anzahl Wanderer ausgezeichnet werden. Es erhielten die Auszeichnungsnadel für 25 und mehr Wanderungen Richard Hentschel und Heinrich Keil; 50 und mehr Wanderungen Heinz Baues und Erich Petri; 75 und mehr Wanderungen Ludwig Rosenbaum und P. Schirmbeck; 100 und mehr Wanderungen Alexander Lobrer; 125 und mehr Wanderungen Karoline Betz, Wilhelm Herrmann und Wilhelm Woden- psuhl; 150 und mehr Wanderungen Anna Margarete Haas, Ed. Langlotz, Anna Malkomesius und Andreas Wagner; 175 und mehr Wanderungen Ernst Rumpf; 225 und mehr Wanderungen Anton Betz und Heinrich Schneider: 300 und mehr Wanderungen Albert Schneidmüller, und die Auszeichnungsnadel 425 der Senior des Zweiavereins, Vorstandsmitglied Corl Faber, für 436 Wanderungen. Auch die kleinen Wanderer erhielten für ihr fleißiges Mitwandern die wohlverdiente Anerkennung. Es wurden Hilde Hardt, Margrit und Rudi Krieger sowie Ursel Schirmbeck zum zweitenmal und Winfried Scholz zum erstenmal ausgezeichnet.
Strafkammer Gießen.
Der K. St. in N. hatte sich wegen versuchter Notzucht zu verantworten. Der Angeklagte war im wesentlichen geständig. Dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend wurde er zu einer Gefängnis- strafe von zehn Monaten, abzüglich einer Woche Untersuchungshaft, verurteilt.
Amtsaericht Gießen
Eine Frau in Beuern hatte einen vom Bürgermeister ausgestellten Bezugsschein über den Bezug von V8 kg Wolle auf eine Menge von l1/? kg ob- geändert. Die Angeklagte war geständig. Der An
klagevertreter beantragte eine Gefängnisstrafe von vier Monaten. Die Angeklagte würbe unter Zubilligung mildernder Umstände wegen schwerer Urkundenfälschung zu einer Gefängnisstrafe von drei Monaten verurteilt.
Schöner alter Grabstein aufgesunden.
Durch den Verwalter des Alten Friedhofs wurde dieser Tage ein Grabstein aufgefunden, der nicht nur für die Nachkommen sehr interessant und aufschlußreich ist, sondern auch vom Sprachlichen her einige Aufmerksamkeit verdient. Es handelt sich um den Grabstein eines Vorfahren der Familie Faber (Marktplatz). Der Stein trägt folgende Inschrift:
16 58
Georg Faber Raths Schöpf Allhier
Vnd Svsanna
Seine Elchich Havsfravw
Aus der engeren Heimat.
Tt asi/cher Tod eines Zungen.
LPD. Büdingen, 9. April. Als ein 1 5 I a h r e alter Junge seinen abreisenden Vater abends zum Bahnhof begleitete, bemerkte der Vater plötzlich, daß er zu Hause etwas liegen gelassen hatte. Der Junge lief schnell zurück, um den vergessenen Gegenstand zu holen, doch kam er nicht mehr bis zur Abfahrt des Zuges zum Bahnhof zurück, denn unterwegs war der Junge, offenbar infolge allzu schnellen Laufens, von einem Herzschlag betroffen worden, der den sofortigen Tod herbeiführte.
Landkreis Gießen.
<£ Leihgestern, 9. April. Der hiesige Spar- und Vorschußverein hielt seine 49. Hauptversammlung im Lokal „Zur Krone" ab. Den Ge- schätsbericht für das abgelaufene Jahr 1939 trug der Vorsitzende Heinrich Haas vor. Hieraus ist hervorzuheben, daß die Kasse allen Kreditansprüchen nachkommen konnte und der Mitgliederstand gegen das Vorjahr aus 192 gestiegen ist. Die Bilanz wurde vom Rechner Karl Häuser vorgetragen. Der Jahresumsatz mit 242 000 RM. hielt sich auf gleicher Höhe wie im Vorjahre. Die Spareinlagen zeigen eine erfreuliche Zunahme. An Kartengeldern gingen 12 810 RM. ein, die Schulsparkasse erbrachte 1909 RM. Die gesamten Spareinlagen erbrachten ein Mehr gegen das Vorjahr in Höhe von 10 000
RM. Die Zins- und Dioidendensätze wurden wie seither belassen und die Verteilung des Reingewinns von 2101 RM. in der vor geschlagen en Weise gutgeheißen. Das Guthaben bei der Landesbauernkasse beträgt 21 300 RM. Der Jahresabschluß wurde genehmigt. Dem Vorstand und Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Im Revisionsbericht wird die gute Geschäfts- und Kassenführung lobend erwähnt. Die Di-enstanWeisung und Geschäftsordnung wurden von der Versammlung genehmigt. Die satzungsge- mäß ausscheidenden Vorstands- und Aufsichtsrats- mitglieder — vom Vorstand Georg Faber V. und vom Aufsichtsrat Heinrich Schäfer und Karl Heß Hl. — wurden wiedergewählt. Nach Erledigung des geschäftlichen Teiles wurde der Abend in der üblichen Weife geschlossen.
CO Beuern, 9. April. Die hiesige bäuerliche Bezugs- und Absatzgenossenschaft hielt ihre Generalversammlung im Saale Sommerlad ab. Direktor Schwalb hieß die Mit- alieder willkommen und gedachte sodann der Verstorbenen des vergangenen Jahres. Anschließend erstattete er den Jahresbericht von 1939, dem zu entnehmen war, daß die Genossenschaft eine günstige Entwicklung zu verzeichnen hatte. Der Mitgliederstand betrug am Jahresschluß 210. Der Umsatz belief sich auf 284 046 RM., das sind 50 000 RM. mehr als im Vorjahre. In beiden Lagern wurden für 69 000 RM. Waren umgesetzt; oas bedeutet gegenüber dem Vorjahre eine Steigerung um 18 000 RM. An Dünger wurden 2630 Zentner geliefert, an Futtermitteln 720 Zentner verteilt, ferner wurden 224 Zentner Saatgut beschafft, während Kohlen und Briketts für 1900 RM. beliefert wurden. An Getreide wurden 1100 Zentner abgeliefert. Die Steigerungen gegenüber dem Vorjahr betrugen durchschnittlich 40 v. H. Die Bilanz, von Rechner Ranft vorgetragen, wurde in bester Ordnung befunden. Die Gesamtunkosten beliefen sich auf 5565 RM. Der Reingewinn betrug 508 RM. Davon sollen 300 RM. dem Reservefonds, der Rest der Bctriebsrücklage gutgeschrieben werden. Die Genossenschaft verfügt über eine Reihe von Maschinen, die stark in Anspruch genommen werden. Die Genossenschaft hat jetzt eine Hofreite gekauft, um darin eine Verkaufsstelle einzurichten. Die ausscheidenden Vorstands- und Aufsichtsratmitglieder wurden wiedergewählt. Direktor Schwalb schloß die Versammlung mit Worten des Dankes für die bisher bewiesene genossenschaftliche Treue.
Kreis Wehlar.
* Krumbach, 9. April. Dieser Tage konnte die Zigarrenmacherin Wilhelmine Groh, geb. Schupp,
in voller Rüstigkeit auf eine ununterbrochene 40jäh. rige Tätigkeit in der hiesigen Zigarrenfabrik der Firma Joh. Balth. Noll, Gießen, zurückblicken. Aus diesem Anlaß war ihr Arbeitsplatz festlich geschmückt. In einem Betriebsappell dankte der Vertreter des Betriebsführers der Jubilarin für die treugeleisteten Dienste. Neben einer künstlerisch ausgestatteten Urkunde erhielt sie noch ein Geschenk.
Gießener Schlachtviehmarkt.
Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 41 bis 45,5, Bullen 39,5 bis 43,5, Kühe 16 bis 43,5, Färsen 31 bis 44,5, Kälber 17,5 bis 62, Schafe 35 bis 50 Rpf. je Vs kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 und mehr kg) 1,09, bl (135 bis 149,5 kg) 1,09, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,09, c (90 bis 119,5 kg) 1,07, d (80 bis 89,5 kg) 1,01, e—f (60 bis 79,5 kg) 0,97, gl (fette Specksauen) 1,01, i (Altschneider) 1,01, g2 (andere Sauen) 1,01 h (Eber) 1,01 RM. Marktverlauf: Alles zugeteilt.
Schweinemarkt in Vuhbach.
* Butzbach, 9. April.' Der heutige Schweinemarkt verzeichnete einen Auftrieb von 217 Tieren, die bei regem Marktverlauf rasch Absatz fanden. Für 4 bis 6 Wochen alte Ferkel wurden 27 bis 30 RM. bezahlt, 6 bis 8 Wochen alte Tiere kosteten 30 bis 35 RM., ältere Tiere bis 38 RM.
.Frankfurter Zchlnchtviestnwrkl
Frankfurt a. M., 10. April. (Dorbericht.) Der Hauptmarkt für Kälber und Schweine war aus- reichend beschickt. Das Vieh wurde zu etwa folgenden Preisen verteilt: Kälber 25 bis 65 RM., Hümmel 30 bis 51, Schafe 25 bis 44, Schweine 49,50 bis 55,5 RM.
G.A.-Gport.
DfD.-MichSbahn Gießen.
To. Rodhckm I — BfB.-R. I 4:0 (2:0).
Wohl niemand hätte daran gedacht, daß sich die Grün-Weißen in Rodheim schlagen ließen. Ohne den Sieg der Rodheimer schmälern zu wollen, muß aber festgestellt werden, daß dieser Sonntag der schwärzeste in der Geschichte des Vereins gewesen ist. Durch diese Niederlage haben sich die Grün- Weißen ihre Meisterschaftshoffnungen endgültig verscherzt. Die Rodheimer haben verdient gewonnen, der Einsatz und Eifer der Mannschaft waren ausschlaggebend für den Sieg. Wenngleich die Mannschaft technisch den Grün-Weißen unterlegen war, so war sie auf jeden Fall viel schneller und durchschlagskräftiger.
Die Gastgeber hatten vom Anstoß an große Vorteile, denn die Grünweißen fanden sich nicht, die Verteidigung hatte einen rabenschwarzen Tag. Die Angriffe der Platzherren ließen erkennen, daß die Elf von unbedingtem Siegeswillen beseelt war, während die Ueberkombinationen der Grün-Weißen abgewehrt werden konnten. Nach 11 Minuten wollte Fleischhauer, anstatt den Ball abzuschießen, zwei Mann umspielen, es glückte ihm nicht, und schon hieß es 1:0 für Rodheim. Dieses Tor war der Anlaß zu stürmischen Anfeuerungen der zahlreichen Zuschauer, und ebenfalls durch einen Fehler in der Verteidigung konnte der Halblinke kurz darauf auf 2:0 erhöhen. Die Grün-Meißen machten zwar die größten Anstrengung-en, zu Erfolgen zu kommen, aber -die wenigen Schüsse der Stürmerreihe wehrte der hervorragende Torwächter der Rodheimer, der wohl der beste Mann auf dem Felde war, sicher ab. Kurz nach dem Wechsel schoß der Mittelstürmer das dritte Tor, und drei Minuten später mar es der Halblinke-^^^Lletzten Treffer anbrachte. Die GrünMeihß^^W^W^var in der Folge mehr vom Spiel, abN^^^^^^Wkwar nicht wiederzuerken- nen, es isWWWMWfchoffen, die Außen nicht bedient, fo ■■|i3«™fc-iQuna immer wieder da- e Anstrengungen der Grün-WeißeiW^^^M das Ehrentor zu erzielen, waren
Oie Solei? »n öen Kreisklaffen.
Steinbach — Großen Buseck 1:2 (1:1).
Von den angesetzten Spielen um die Kriegsmeisterschaft kamen zwei zur Austragung. Leib- gestern - Großen-Linden sagte in letzter Minute ab, so daß der VfB.-Reichsbahn spielfrei war. Die Steinbacher, die am letzten Sonntag in Hungen siegten, mußten sich auf eignem Platze knapp geschlagen bekennen. Die Gäste, die mit einer starken Mannschaft erschjkyssn, zeigten eine geschlossene Mann- > siegten verdient.
jto — Hungen 3:2 (2:0).
Wkschaftsspiel in Garbenteich war Wehen, daß die Sportbegeisterten Mahme der Spiele vollauf einver- Mers hervorzuheben ist, daß beide feiner anständigen Spielweise be- . _ „ ren rassigen Kampf zeigten. In der
ersten Spielhälfte hatten die Platzherren ein klares Plus. Dann kamen die Gäste stark auf und sorgten in kurzer Zeit durch zwei unhaltbare Schüsse für den Ausgleich. In dem nun folgenden Kamps um die Siegespalme konnte Garbenteich durch den Mittel- sturmer das siegbringende Tor schießen.
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