Ausgabe 
9.7.1940
 
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Kennt England den totalen Krieg?

und

Front gegen England

Deutsche Panzerspähwagen aus Wacht an der nordfranzösisch-n Kanalküste. - <PK.-Fremke -

Deutsche Ll-Voote versenkten 21500 VRT

Graf Ciano besucht die Maginot-Linie.

Unterhaltung mit den Erstürmern von Fort Oouaumont. - Empfang in Metz

durch Flak abgefchossen. Drei eigene Flugzeuge wer- den vermißt.

Kopflosigkeit in England.

Zivilpersonen wurden gelötet. Die Gesamtvertuste des Gegners betrugen gestern 14 Flugzeuge, davon in Luftkämpfen über dem Kanal 10 britische Iagdfluge vom Muster Spitfire. Zwei weitere Flug, zeuge wurden an anderer Stelle im Lustkampf, zwei

einbaren. L. ...

Es ist außerordentlich schwer, eine Nation für

andrien mit größten Erfolgen erneuert worden. Zwei unserer Flugzeuge sind nicht zu ihren Stütz­punkten zurückgekehrt.

An der Eyrenaika-Grenze kam es für uns zu erfolgreichen Zusammenstößen mit seind- lichen motorisierten und gepanzerten Einheiten, von denen einige vernichtet worden sind. Ein Tank und ein Panzerspähwagen sind erbeutet worden. Aus nachträglichen Feststellungen ergibt sich, daß wäh­rend des Luftangriffs vom 5. Juli bei Tobruk drei feindliche Flugzeuge abgeschossen worden sind und der Abschuß eines vierten wahrscheinlich ist.

In Ostafrika hat unsere Luftwaffe Erkun- dungsflüge über Eassala hinaus ausgeführt und da­bei feindliche motorisierte Einheiten wirksam mit Bomben belegt. Außerdem wurden die feindlichen Flughäfen MalakalundPerim bombardiert. Der Luftangriff aus Alexandria.

Spaniens Forderungen an England.

Madrid, 8. Juli. (DNB.) Mit Plakaten, die über Nacht nicht nur an die Litfaßsäulen, sondern in riesiger Zahl an Häuser, Zäune und Mauern ge­klebt wurden, kündigt Spanien seine nationalen Forderungen an England an. Neben territo­rialen Ansprüchen erscheinen zum ersten Male auch Forderungen nach den englischen K a p i - talinvestierungen in Spanien. So wird mit großen Plakaten aus die berühmten Erzminen von Rio Tinto bei Cadiz hingewiesen. Mit großen Lettern wird die Freundschaft Spa­niens zu den Achs enmächten betont. An­dere Plakate zeigen Karrikaturen englischer Politiker, so Chamberlain, Eden und besonders auch Churchill, der als eine Schlange dargestellt ist. Auch Rothschild und andere sind in drastischen Zeichnun­gen karritiert.

Stockholm, 8. Juli. (Europapreß.) Alexandria Kairo sind in den letzten 24 Stunden von star-

Der Wehrmachtsbericht vom Montag.

Berlin, 8. Juli. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Deutsche U-Boote versenkten im Seegebiet vor der spanischen ftü ff e 21 500 BRT. feind­lichen Handelsschiffsraumes, darunter den bewaff­neten britischen DampferSan Fernando" von 13 000 BRT.

Die Luftwaffe belegte in England u. a. die Bahnhofsanlagen von Brighton, Kü­stenbatterien auf der Insel Wight. Hafenanlagen und Barackenlager von Falmouth, sowie Anla­gen der Rüstungsindustrie in W i d d l e s b o ro u g h und Newcastle mit Bomben. An der Südküste Englands wurden Geteitzüge und Schiffs- anfammtungen angegriffen. Es gelang hier­bei, zwei Handelsschiffe und einen Transporter zu versenken, weitere Schisse schwer zu beschädi­gen.

Britische Flugzeuge warfen tagsüber in Westdeutschland wenige Bomben ohne Er­folg. Nächtliche Angriffe auf Nord- und Westdeutsch­land verursachten nur geringen Sachschaden. Zwei

Berlin, 9. Juli. (DNB. Funkspruch.) Der ita- < Uenische Außenminister Graf E i a n o, der auf Einladung der Reichsregierung gegenwärtig das westliche Operationsgebiet besucht, be­sichtigte in Begleitung von Botschafter A l f i e t i, dem Chef der politischen Abteilung des italienischen Außenministeriums, Botschafter B u t i, dem Ehes des Protokolls des italienischen Außenministeriums, Gesandten Geisser di Lelesia, sowie des Botschafters vonINackensen.des Generalmajor D i t t m a r und des Chefs des Protokolls des Aus­wärtigen Amtes, Gesandten Freiherrn von Dörnberg, verschiedene Festungswerke der 2Ha- ginot - Linie, um die besonders heftig gekämpft worden war.

Graf Liano besuchte auch das Fort Douau- m o n t bei Verdun, hier lieh er sich durch den Lr- stürmer des Werkes, Generalleutnant Weifen- berget, sowie durch Offiziere, die sich bei der Er­stürmung ausgezeichnet hatten, eingehende Be­richte über den Verlauf der Kampfhandlungen erstatten und unterhielt sich mit Soldaten, die bei dem Sturm auf die Bunker ausgezeichnet worden waren. , . ..

Bei seiner Durchfahrt durch Wetz bereitete die Zivilbevötkerung Graf Liano spontane Kundgebun­gen. Im Operationsgebiet hatte sich die Nachricht vom Besuch des italienischen Außenministers unter den Frontsoldaten verbreitet und rief überall, wo die Autokolonne Graf Lianos durchkam, Kund­gebungen der Begeisterung hervor.

Der Gruß Italiens.

Die Solidarität der Waffen vom Kanal bis zum Sudan.

geopfert.

England spricht zur Stunde gern von demto­talen K r i e g", für den es inzwischen gerüstet fei. Fachkreise der englischen Wirtschaft sehen allerdings sehr düster in die Zukunft. So schrieb in diesen Tagen die englische Wirtschaftszeitung ".^eonomlst , daß sich heute für Frankreich wie auch für England die Folgen der Tatsache bemerkbar machten, daß man in der Vergangenheit die.Natur des totalen Krieges nicht begriffen habe. Allerdings wird in dem gleichen Artikel, vielleicht auf Einwirkung uer 3eiqm hi.l, die Behauptung aufgestellt, daß .England selbst inzwischen für eine äußerste An- I strengung mobilisiert sei.

I In dieser Bemerkung kommt die gleiche Ansicht zum Ausdruck, die man letzthin noch in den ver- I zweifelten Anstrengungen Frankreichs erkennen konnte, daß nämlich nur diktatorische Vollmachten

I genügten, um ein Land für die Voraussetzungen seines totalen Krieges bereit zu machen. Frankreich ist das tragischste Beispiel für diesen verhängnis­vollen Irrtum. Drei Wochen nach Bekanntgabe seiner diktatorischen Vollmachten für die Kriegswirt-

I schäft ist es zusammengebrochen, und zwar in einem Tempo, als habe Frankreich niemals eine Wehr- I Wirtschaftsorganisation gekannt. Dabei muß man s sagen, daß der militärische und kriegswirtschaftliche Apparat Frankreichs verhältnismäßig leistungsfähig I war und außerdem auf eine gute Organisation und I reiche Erfahrungen zurückblicken konnte.

England hat dagegen bis zuletzt den Begriff des I totalen Krieges mehr als eine Modeangelegenheit betrachtet. In der Art, wie beispielsweise englische I Frauenorganisationen für den Krieg sichrüsteten, lindem sie in Uniformen einherstolzierten und die . I Wagen von prominenten Persönlichkeiten fuhren, die Art desOpferns" der englischen Plutokratie I durch gesellschaftliche Veranstaltungen, die Methode, bei Kriegsaufträgen zunächst zu verdienen und dann Idie nationalen Erfordernisse zu berücksichtigen, sind nicht mit dem Begriff des totalen Krieges zu ver-

Stockholm, 8.Juli. (Europapreß.) Sämtliches I Kartenmaterial, alle Baedeker, Cooks Reiseführer sowie Schulatlanten werden beschlagnahmt. Die An- Ischafsung auch von Karten kleinerer Maßstäbe ist I verboten worden; alle Geschäfte, die mit diesem Artikel handeln, müssen das Kartenmaterial so­fort den Behörden zur Verfügung stellen. Während Idas britische Jnformationsministerium in den letz^ |ten Monaten mit Stolz auf die in derTimes I enthaltenen Angaben über die Rundfunksendungen lin englischer Sprache aus Hamburg und Bremen I hinwies, die von jedem freien Engländer abgehört werden konnten, sind jetzt mehrere Personen zu fünf «Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil sie deut­sche Rundfunkstationen abgehört haben. Tausende Ipon englischen Zivilisten waren für das Wochenende I für den Bau von Schutzgräben verpflichtet worden.

Die Straßen Londons sind mit Menschen überfüllt, die mit Spaten und Hackenbewaffnet" sind. Zahl- I reiche Autobusse wurden mit Beschlag belegt, um die Zivilisten an Ort und Stelle zu bringen, unter «ihnen auch viele Frauen, denen die Aufgabe zufiel, mxx Sandsäcke zu füllen. Der Getr e id e m ang e 1 in ) England macht sich in zunehmendem Maße bemerk­bar. Die Lieferungen aus Südafrika und Kanada sind ausgeblieben, da große Transporter, be­vor sie ihr Endziel erreichten, versenkt wurden. Der britische Rundfunk gibt jetzt bekannt, daß Eng- ' ' , * re. < x land den gesamten Ueberschuß an Mais in

rfrfnlftreirte Aktionen der Lustwaffe gegen militärische Anlagen m England Neuseeland aufgekauft habe Wie die Mais- (Krsoigreicye .«nwncil uci ~ Labungen England erreichen sollen, wußte der Rund-

und Geleitzuge aus vDCC. | freilich nicht mitzuteilen. In London ist ant

Montagnachmittag eine Kunstauktion durchge­führt worden, deren Ertrag der Kriegführung zusließen soll. Dom englischen Königsh'ause, z. B. durch die Königin-Mutter Mary und die Schwester des Königs, sind wertvolle Juwelen zur Verfügung gestellt worden, die zur Versteigerung kommen sol­len. Der englische Nachrichtendienst nennt als weitere Spenderin die Gattin des Exnegus von Abessiniern

Dienstag. 9. Zuli 1940

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/?Uhr desVormittags

Anzeigen-Preife:

Anzeigenteil 7 Rvf. ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Rvf. ie jnm bei 70 mm Zeilenbreite

Nachlässe:

Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenstanel B Pladvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25u/o mehr

Mailand, 9.Juli. (Europapreß.) Die italre- msche Presse betont weiterhin die große politische Bedeutung der Deutschlandreise des italienischen Außenministers Graf Ciano. Der den Grafen Cicmo begleitende diplomatische Mitarbeiter derGazzetta del Popolo", A n s a 1 d o , schreibt, die Reise habe die Bedeutung einer vollkommenenWaffen- brüder schäft, die sich vom Aermelkanal bis zu den Wüsten Libyens und des Sudans erstrecke. Der erste Zweck der Besprechungen in Berlin fei die - vollständige Uebereinstimmung der Politik, mit oer die beiden Achsenmächte den Stampf gegen England fortsetzen und zum Siege fuhren wol­len. Dieser Kampf bedeute das höchste Ziel der deutsch-italienischen Politik. Jeder der beiden Staa­ten erstrebe die Befreiung Europas und der Welt von der englischen Tyrannei mit der gleichen lieber» -eugung und Entschlossenheit. Die Einigkeit der Ziele und Methoden zwischen den Achsenmächten war nie so vollkommen wie jetzt in dieser Kriegs- pause, während die umfassendsten Maßnahmen ge- troffen werden, um den Haupturheber des Konflik­tes auf die Knie zu zwingen. Um in offenkundigster Weise die Solidarität der Waffen zwischen Deutsch­land und Italien zu bezeugen, ist Gras Ciano nach den westlichen Schlachtfeldern gereift, um den deutschen Regimentern den Gruß Mus­solinis und Italiens zu entbieten.

Achse und Entente.

Die Zukunft

gehört den proletarischen Völkern.

Rom, 8.Juli. (Europapreß.)II Piccolo" ver­gleicht die Wesensart derverblichenen" Entente corbiale mit jener der Achs e. Die Entente cor- diale sei das Sichzusammenfinden zweier auf ihre Reichtümer und ihren ungeheuren Landbesitz stolzer Egoismen gewesen, unter dem geheimen Vorbehalt, sich des Verbündeten als Hebel zur Erringung der eigenen hegemonistischen Ziele zu bedienen. Die voraetäuschte Demokratie, der angebliche Schutz der Freiheit und der Kultur seien nur ein Täuschungs­mittel nach den bewährten jüdischen Methoden der freimaurerischen Logen, der internationalen Hoch­finanz und einer käuflichen Presse gewesen. Als dieses jeder ehrlichen Zusammenarbeit feindliche Monopol durch die als Rächer der geknech­teten Völker auftretende Achse gefährdet er­schien, habe die Londoner Plutokratie den Krieg provoziert, erklärt und Frankreich befohlen, zu mar­schieren. Das Geschäft sei schief gegangen, und das entkräftete Frankreich sei vom Gesellschafter gleich einem dummen Diener mit Fußtritten behan­delt worden. Die Achse hingegen sei eine lebens­fähige Schöpfung zweier stahlharter Führer, zweier Revolutionen, zweier auf der gleichen Entwicklungs­stufe stehender Völker, denen bas Schicksal das Ziel gesteckt habe. Rom und Berlin, das italienische Im­perium und das Reich, hätten die ft r e n g e und harte Disziplin der armen Völker auf sich genommen, um die eigene moralische Einheit, die Vervollständigung des nationalen Territoriums zu erlangen und den ihnen von den wohlgenährten Staaten streitig gemachten Lebensraum zu erobern. Die Zukunft gehöre den proletarischen Staaten. Dies seien die Voraussetzungen und Grundlagen des italienisch-deutschen Bündnisses, die eine wahrhafte Gleichartigkeit des Willens bestim­men.

Reue Bombenangriffe auf Matta und Alexandrien.

Der italienische Wehrmachtsbericht.

Rom, 8. Juli. (DNB.) Der ilaUenifche Wehr- machtsbericht vom THonfag hat folgenden Wortlaut: Am gestrigen Tage sind die Luftangriffe auf die Flottenstützpunkte von Malta und A l e x -

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ten Einheiten der italienischen Luftwaffe bombar­diert worden. Aus den amtlichen Mitteilungen, die in London darüber veröffentlicht wurden, geht her­vor, daß der Angriff gegen Alexandria, in dessen Hafen sich starke englische Seestreit­kräfte aufhalten, stärker gewesen ist als der An­griff auf Kairo. Der englische Rundfunk spricht da­von, daß in den Abendstunden des Sonntag meh­rere Wellen italienischer Flugzeuge die Stadt anflogen und ihre Bombenlast abwarfen, die wie es in den Erklärungen des Lustfahrt­ministeriums natürlich wieder heißt fast aus­schließlich ins Wasser fiel. Nichtsdestoweniger muß in London zug ege geben werden, daß dieser italie­nische Angriff gegen Alexandria, insbesondere gegen den Hafen, der stärkste feit Beginn der englisch- italienischen Feindseligkeiten gewesen ist. Em neuer Flugzeugangriff gegen Alexandria wurde am Mon­tagmorgen unternommen, über dessen Ausgang man in London angeblich noch nichts mitteilen kann. Man kündigt nähere Mitteilungen für später an. Zu dem Angriff auf Malta in den Nachmittags- stunden des Sonntag wird nunmehr erklärt, daß neun Todesopfer das Ergebnis gemeßen feien. Die erste englische Meldung, nach der fünf italienische Flugzeuge abgeschossen worden seien, muß nunmehr amtlich in Abrede gestellt werden. Man be-. ~

schränkt sich auf die Behauptung daß ein 1101^ ^ ^!^^.

. sches Flugzeug abgeschossen worden sei.

England weiß, daß sich die entscheidende Phase des Krieges dem eigenen Lande nähert und zu.jeoer Stunde in das Stadium großer Operationen fuhren kann. England hat sich daher in den letzen Wochen fieberhaft darum bemüht, für diese entscheidende Phase des von ihm heraufbeschworenen Krieges ge­rüstet zu sein. Die englische Taktik, die eigenen Streitkräfte namentlich zu Lande und zur Lust weit­gehend zu schonen, beruhte auf der Erkenntnis daß es feine militärische Macht sehr bald zur Verteidi- S der britischen Insel gebrauchen müßte. Darum en Polen, Norwegen, Holland, Belgien uno Frankreich gewissenlos in den Kampf geschickt uno

Eichener Anzeiger

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