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Generalversammlung der Volksbank in Gießen

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FürFrauen:

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Höchst bewährt sind seine Nähr- u. Pflegemittel für Mutter und Kind.

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Achtung! Ä b J.- Spott Sporkamt Wetterau, Schanzenstraße 18.

einfallsreiche Bühnenbilder trafen gut das Milieu der Pariser Lebewelt. Herr B o e ck brachte mit dem Orchester die musikalischen Glanzstücke mit viel Verve brillant heraus und fühlte sich gut ein in die Untermalung des Bühnenspiels. Thea Maaß hatte ansprechende Tanzeinlagen einstu­diert, die hübsche, mit viel Passion getanzte Mazurka und der originelle Auftritt der Hotelpagen fanden verdienten Beifall. Die Titelrolle sang Christoph Reuland geschmackvoll und sicher mit angeneh­mer Stimme und dem nötigen Schuß Sentiments. Eva Eckert war in Kostüm und Haltung ganz große Dame von Temperament und Chärme, die mit ihren bedeutenden gesanglichen Mitteln den Bravourstücken der ersten beiden Akte zu vollem Erfolg verhalf. Friedel F o r n a l l a z und Harry Grüneke machten frisch und keß mit munterer Drolerie das zweite Paar. Der erstaunlich wand­lungsfähige Herr Geiger zeigte sich höchst brauch­bar als erheblich vertrottelter Fürst, dessen Ulk sehr zur angeregten Stimmung beitrug. Fräulein W i n h o l d schließlich brachte sehr nett ihr Chan- son, dessen lokaler Einschlag besonderen Applaus fand. Das ausverkaufte Haus zollte stürmischen Beifall und erzwang mehrfach Wiederholungen der beliebtesten Partien. Dr. Fr. W. Lange.

in magischem Wechselspiel das erweiterte, vertiefte, zu geschichtlicher Zeugung emporgewachsene Leben ihres Voltes beispielhaft durchwalteten und durch­leuchteten.

Denn ein tapferes Leben vollzieht sich nicht nur in sich selber. Es ist vielmehr das geschichtlich zeu­gende Leben schlechthin und wirft seine Liebes­strahlen bis in die letzten und unscheinbarsten Zellen des Volkeleibes hinein. Die tapferen Menschen sind die sichtb iren oder unsichtbaren Sonnen des mensch- lichen Alls, die Knoten des Wachstums für die Völ­ker und die geheimen Bürgen seiner Größe. Ein Volk ist um so größer, je mehr tapfere Menschen es besitzt, tapfere Krieger, tapfere Arbeiter, tapfere Frauen.

Denn hier ist kein Unterschied. Der Soldat, der die Furcht überwindet und den Feind angeht, der Arbeiter, der seinen ganzen Willen in sein Werk hineingießt, die Frau, die sich dem fressenden, stau- bigen, kleinen Alltag stellt, das ganze Volk, das auf Monate und Jahre hinaus die Blüte seiner Fugend abstreift und sie in den Sturm des Schicksals wirft: alle haben den gleichen Anteil am tapferen Leben und damit an der Größe ihrer Zukunft.

Freilich ist das Heldenlied der Arbeit im Großen noch nicht geschrieben, ebensowenig wie das Epos der sorgenden und schaffenden Frau. Der Dichter liebt das Ungewöhnliche und wendet sich daher mit Vorliebe den Ausnahmezuständen des Daseins zu, wie sie der Zusammenprall der Völker im Kriege bietet Wenn er den Kampf darstellt, braucht er zwei sichtbare Gegner, und der Kampf der Arbeiter und der Frau spielt sich ja mit den tückischen klei­nen Sorgen und mit Metall, Gestein unter und über Tag oder an den Maschinen ab. Es ist ein stummer, verbissener Kampf, den die Heimat führt. Aber wenn wir dereinst unser deutsches Sieges­denkmal aufrichten, werden im Sockel auch die treuen Bilder der Mütter und Frauen und aller Schaffenden der Heimat sich wölben und Zeugnis ablegen für die junge, erst jetzt völlig erkannte Ge­meinschaft des ganzen Volkes.

Denn die Tapferkeit hat viele Gesichter. Tapfer ist nicht nur der Mann der Tat, obwohl er weithin sichtbar vor allem Volke steht: tapfer ist auch der gerade der unbeirrbare Mensch, der aufrecht seines Weges' geht: tapfer ist der wahrhaftige, der aufrich­tige Mensch, der unter keiner Bedingung die Wahr-

heit verrät; tapfer ist der zähe Mensch, der sich auch durch scheinbare Mißerfolge nicht aus der Bahn werfen läßt. Und welches Maß von Tapferkeit bringt erst jener Mensch auf, der trotz unverschul­detem Mißtrauen seine Pflicht tut und schweigt. Tapfer ist endlich auch der unentwegt fröhliche Mensch, dem es wahrhaftig manchmal ganz anders um dos Herz ist, und der dennoch ein unverdrossenes Gesicht zeigt, um den frohen Sinn seiner Mitmen- schen zu heben. Ja wir wollen ganz zuletzt auch den tapferen Komiker nicht vergessen, der im Grunde seiner Natur vielleicht ein unheilbarer Melancholi­ker ist: die Geschichte der Bühnenkunst, ja der Kunst überhaupt hat genug Beispiele solch tapferer Men­schen, die aus der Misere des Lebens eine Fund­grube des Lachens zaubern, vom Clown bis zum Lustspieldichter der Weltliteratur. Und wer die Tier­welt kennt, der weiß, daß der Zug froher Tapfer­keit durch die ganze Schöpfung geht und daß auch der stumme Kamerad Tier aiügerufen ist, der schwankenden Umwelt ein Beispiel zu geben.

So weit also spannt sich der Bogen der tapferen Wesen, und über ihm ziehen die Geisterheere der vergangenen Jahrtausende. Dem Tapferen gehört die Welt; jeder von uns weiß, was er dem Vor stoß dieser beherzten Tugend verdankt und da auch unser begrenztes Dasein einst als helle Strophe in dem ewigen Heldenlieds unseres Volkes mit­klingen wird. Das Schicksal hat uns in die Mitte der Welt gestellt, es bleibt uns keine andere Wahl als tapfer zu fein. Vor Gott und der Welt werden wir auch diese Probe bestehen, freudiger als jemals, weil nun auch die kleinste tapfere Arbeit bewußt in die Gesamtleistung des ganzen Volkes einbezogen ist. Jeder Hammerschlag des Arbeiters, jeder Schritt der Bauern auf dem Acker, jeder Handgriff der Hausfrau, jeder Federstrich der Angestellten, jeder kühne Gedanke des Erfinders, ja, jedes einzelne Wort, das wir sprechen, ist auf das Ganze gerichtet und soll daher den tapferen Geist stärken, de? uns bis zu dieser Stunde geführt hat.

Alles was wir nun tun, steht im hohen Lichte der Geschichte. Ebenbürtig den höchsten Leistungen der Vergangenheit, würdig der Zukunft, die uns einst richten wird, laßt uns das Antlitz der Gegenwart prägen: gläubig im Herzen, klar im Wesen und tapfer in der Tat.

Donnerstags. 20.30 bis 21 JO Uhr, Schillerstrahe.

Jür Männer und Frauen:

Hallensport (insbesondere Hallenspiele) seht Mittwochs, 20.30 bis 21.30 Uhr, Goetheschute. Nicht wie bisher Donnerstags, 18 bis 19 Uhr.

Linder-Gymnastikkurs ist an einem Nachmittag geplant. Anmeldungen sofort erbeten beim Sportamt.

Neu! Für Frauen und Männer: Schwimmen von 20.30 bis 21.30 Uhr und 21.30 bis 22.30 Uhr.

Bullen- und Eber-Lersteigerung in Gießen.

Die Zuchtviehversteigerung der Gruppe für Fleck­vieh des Landesverbandes der Rinderzüchter und des Landesverbandes der Schweinezüchter in der Rhein Main - Verfteigevungshalle nahm bei zahl­reichem Besuch und großer Nachfrage einen leb­haften Verlauf. Zum Auftrieb gelangten 44 Bullen des Hessischen Fleckviehs und 52 Eber des ver­edelten Landfchweines. Von den Bullen wurden in der Abteilung A lherdbuchfähig) 15 der Wert- klasie II und 7 der Wertklasse III, in der Abtei- tung B (nichtherdbuchfähig) 1 Bulle der Wert- klasse II und 21 der Wertklasse III zugeteilt. Die Bullen wiesen durchweg gute Durchschnittsleistun­gen auf. Von den Ebern waren 2 Wertklasse I, 22 der II. und 28 der III. Wertklasse zugeteilt. Die Versteigerung unter der Leitung des Direktors des Tierzuchtamtes Oberhessen, Landwirtschaftsrat Dr. Wagner (Gießen), erbrachte bei starker Nach­frage einen restlosen Umsatz der Bullen und einen nur geringen Ueberstand bei den Ebern.

Bei den Bullen erzielte den Spitzenpreis der Züchter Julius Seipel (Zeilbach) für ein Tier der II. Wertklasse, bei den Ebern der Züchter Kurt Eurich (Hutzdorf) für ein der I. Wertklasse zuge­teiltes Datertier. Der Bulle wurde von der Stadt Lich, der Eber von der Freiherr!. Riedeselschen Gutsverwaltung Eisenbach gekauft._________________

Von Der Tapferkeit.

Von Josef Magnus Wehner.

Keiner anderen menschlichen Tugend gewähren Dichtung und Geschichte, Sage und Erzählung so­viel Raum und Ruhm wie der Tapferkeit. Die Jugendzeit aller Völker hallt wieder von Helden­liedern; selbst die Götter ziehen in den Kampf, die Walküren wählen ihre Helden und kein Tod wird höher gepriesen als der Tod vor dem Feinde, wo­bei es sogar unerheblich ist, ob der Held siegreich fällt oder ob seine Sache unterliegt: in beiden Fällen wird sein Tod zum Beispiel und Sinnbild, und der Lorbeer senkt sich aus den Unsterblichen herab. Das tapfere Leben ist für alle jungen Völker zugleich auch das höchste Leben.

Welch denkwürdiger Einblick in das Menschen­wesen eröffnet sich, wenn wir sehen, wie nicht nur einzelne Vorkämpfer, sondern ganze Stämme und Völker ausziehen, um dieses höchsten Lebens teil­haftig zu werden. Nicht nur der Wunsch nach Beute, Abenteuern, fremdem Lebensraum, treibt die Heer­scharen der Völker auf das Feld der letzten^ Bewäh­rung. Wenn wir die todesmutigen Goten am Vesuv kämpfen sehen, einsgeworden mit der Flammenlohe, die aus dem Schoße der Erde dringt, so spüren wir die Uebergewalt eines unaussprechlich tiefen Mutes, der die Grenzen des Daseins ingrimmig sprengt und sich singend dem Schicksal stellt. Die über» menschliche Wucht eines Willens, der über sich selbst hinauswächst, alle Gewohnheit verbrennt und fal­lend den Adel des Ungeheuren empfängt, zeugt von einem Einbruch der Lebensmächte selber in die be­grenzte menschliche Natur, und diesen Einbruch des Uebermenschlichen, wenn auch nur in einem einzi­gen Augenblicke der Vermählung zu erleben und damit die eigene Begrenzung zu vernichten, bedeu­tet für die Helden der Frühzeit eben die Hohe des Lebens, lieber jeden menschlichen Begriff h^aus» gehoben, änderte ihr Tod das Angesicht der Welt und schuf eine neue Wirklichkeit und eine neue Beruhigung. Und die Völker, die wieder einmcu gefühlt hatten, wessen sie fähig seien, traten nach solchem Opfer wieder in den Frieden zuruck; sie ver­klärten ihre Helden im Liede zu Halbgöttern, bauten ihnen Altäre, gossen ihnen Standbilder oder ver­setzten sie unter die Sterne, von wo herab sie nun

Gießener Giadttheaier.

Franz Lehär:Der Graf von Luxemburg"

Seitdem vor einem Menschenalter derGraf von Luxemburg" Franz Lehars Ruhm auf der Operettenbühne begründen half, ist diese Geschichte von dem lustigen Grafen Rens, der all sein Geld im Fasching verjuxt, um dann durch eine Schein­ehe sich wieder zu sanieren, aber Feuer fängt und aus der Episode Ernst macht, eines der Zugstücke des Operettenrepertoires geblieben. Das verdankt ie den einschmeichelnden Melodien des ersten und zweiten Aktes, die auch in der gestrigen Auffüh­rung vor ausverkauftem Haufe ihre oft erprobte Popularität erneut bewiesen, während der dritte Akt, vom Komponisten stiefmütterlich bedacht, merk­lich abfällt. Die Regie Harry Gr ü n e k e s hatte ür farbiges Spiel und flottes Tempo geforat und den Geschmack dezent bewahrt. Herrn Löfflers

fitzende berichtete kurz über das Ergebnis der ge­setzlichen Prüfung, die keine nennenswerten Bean- ftandungen ergab. Dem Vorstand und Aufsichts­rat wurde einstimmig Entlastung erteilt. Die statutgemäß ausscheidenden Vorstandsmitglieder Grieb (Gießen) und die Aufsichtsratsmitglieder Becker (Kesselbach), Dem (Leihyestern) und Stein (Beuem) wurden einstimmig wiederge­wählt. Die Höchstgrenze für den Aktiv- und Passiv- kredit wurde neu festgesetzt. Die Generalversamm­lung nahm einen harmonischen Verlauf und zeigte roieoer das gute Einvernehmen der Mitglieder aus Stadt und Land.

ralverfammlung der Volksbank statt, die stark be-1 sucht war. 244 Mitglieder waren erschienen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Rechtsanwalt Zim­mer (Gießen) sprach kurz zur allgemeinen Lage und stellte mit Befriedigung die günstige Entwick­lung der Dolksbank fest. Die 7 verstorbenen Ge­nossen des letzten Jahres wurden geehrt.

Direktor Hartmann erstattete den Geschäftsbe­richt. Dieser zeigte in allen Sparten mit Ausnahme des Wechfelgeschäftes Umsatzsteigevungen. Der Um­satz auf einer Seite des Hauptbuches betrug 57 Millionen RM. gegenüber 48 Millionen RM. m 1938 und gegenüber 8,5 Millionen RM. in 1932. In diesen Zahlen spiegelt sich deutlich der gewaltige Aufstieg der deutschen Wirtschaft, seit der Macht­ergreifung. Die Bilanzsumme beträgt 2 367 106, .RM. Hier beträgt die Steigerung gegenüber dem Vorjahre 35 v. H. und gegenüber 1932 annähernd das Dreifache. Die gesamten Einlagen sind in dem Geschäftsjahr 1939 um 626 000 RM. gestiegen und betragen jetzt 2155 845 RM. Das Kreditbedürfnis der Genossen wurde voll befriedigt. Es wurden 55 neu Kredite im Gesamtbeträge von rund 142 000 RM. bewilligt. Die Forderungen an die Genossen sind gegenüber dem Vorjahre um rund 40 000 RM. zurückgegangen und betragen 865 773 RM. Diese Summe setzt sich aus 512 Posten zusammen, von denen 258 unter 1000 RM. und 2 über 10 000 RM. liegen. Der Wechselbestand ist gegenüber dem Vorjahre um annähernd die Hälfte zurückgegangen. Er beträgt jetzt 50 209 RM. Die Bankguthaben be­tragen 698 236 RM. Die Barreserven betrugen am Jahresschluß 87 945 RM. Der Scheckbestand belief sich auf 14 629 RM. Die eigenen Eeffekten stehen mit 605 990 RM. zu Buch. Die gesamten

51m frankfurter Hof" fand die ordentliche Gene-s flüssigen Mittel betragen 1,4 Millionen RM., das - - - '*' * * * » ''- 'sind 64 v.H. der gesamten Verbindlichkeiten. Setei»

ligungen, Grundbesitz und Geschäftseinrichtung zei­gen unwesentliche Veränderungen auf. Die gesetz­lichen Rücklagen betragen 38 500 RM An außer­ordentlichen zweckgebundenen Rücklagen weist die Bilanz 15 000 RM. aus.

Die Bilanz schließt mit einem Reingewinn von 9653 RM. ab. Die Zahl der Genossen beträgt 703. Die Genossen haben 731 Geschäftsanteile über­nommen und haften mit insgesamt 438 600 RM. Das Institut besteht erst seit 1924 und hat in den abgelaufenen 16 Jahren eine außerordentliche gün­stige Entwicklung aufzuweisen.

Direktor Hartmann dankte dann der Gefolgschaft für treue Mitarbeit, widmete dem in den Ruhe­stand getretenen Kassenboten Wilhelm Haas an­erkennende Worte und gedachte der zu dem Heeres­dienst eingezogenen Arbeitskameraden. Der Ge. schäftsbericht und die Bilanz wurden einstimmig genehmigt. Aus dem Reingewinn werden 3500 RM. den gesetzlichen Rücklagen überwiesen und 5v. H. Dividende an die Genossen ausgeschüttet. Der Vor-

* Neuer Fahrplan bei her Reichs­bahn. Nach Abwicklung des Winterverkehrs wirb am 1. April bei her Deutschen Reichsbahn ein neuer Fahrplan für ben Rerfezugverkehr in Kraft treten.

Keine pachierhöhungen während des Krieges.

Um den Kriegsverhältnissen Rechnung zu tragen, hat der Reichsernährungsminister für d i e Staatsgüter verfügt, daß Pachtpreiserhöhun- gen, die vom Pachtjahr 1940/41 an in laufenden Verträgen vereinbart ober in neuen Verträgen in Aussicht genommen sind, zunächst unterbleiben und bis auf weiteres der bisherige Pachtpreis erhoben wird. Eine Ausnahme von dieser Regelung sollen nur die Fälle bieten, in denen die bisherigen Pacht­preise derart aus dem Rahmen fallen, baß ihre Beibehaltung einen gerade in Kriegszeiten nicht ZU rechtfertigenden Gewinn einzelner zum Schaden der Dolksgesamtheit bedeuten würde. Anträge auf Pachtpreiserhöhungen sind im übrigen bei den Preisbildungsstellen nicht mehr ein» zureichen. Bei neuen Pachtverträgen oder Pachtverlängerungen finden zwar die Ermittlun­gen nach einem gerechten Pachtpreis weiterhin statt, es wird aber gleichwohl im Regelfall von der Ein- ziehungen eines erhöhten Pachtpreises Abstand ge­nommen.

Ausbildung von Schulhelfern.

Zur Behebung des Mangels an Dolksfchullehr- krüften beabsichtigt der ReichserAiehungsmin'ister an ben Hoch'chulen für Lehrerbildung in Hirschberg (Mesengebirge) unb. ßeuenburg (Pommern) Lehr- gänge zur Ausbildung von Schulhelfern einzurich­ten. Für jeden Lehrgang sind etwa drei Monate vorgesehen. Der erste Lehrgang wirb Mitte April beginnen. Zur Ausbildung werden Bewerber unb Bewerberinnen zugelassen, die mindestens 19 und nicht über 30 Jahre alt find, das Abschlußzeugnis einer Mittelschule ober ein entsprechendes Zeugnis einer anderen Schule besitzen unb bei einer Auf­nahmeprüfung ausreichende Kenntnisse Nachweisen. Außerdem ist die Zulassung von Abiturienten unb Abiturientinnen, die den Arbeitsdienst ab geleistet haben, möglich. Nach der Ausbildung werden die Schulhelfer unter Anleitung erfahrener Lehrer im Dolksschuldienst eingesetzt. Sie erhalten dafür eine Vergütung. Diejenigen Schulhelfer, die sich ein bis zwei Jahre im Schuldienst bewährt haben, sollen nach einjährigem Besuch einer Hochschule für Leh­rerbildung die erste Prüfung für das Lehramt an Volksschulen ablegen und damit beamtete Volks-

schullehrer werden können. Die Ausbildung ist kostenlos. Während des Lchraangs erhalten die Teilnehmer Beihilfen, die für den Lebensunterhalt ausreichen.

Gießener Wochenmarktpreise.

Gießen, 9. März. Aus dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, XA kg 1,60 RM., Matte 25 Rps., Käse, bas Stück 6 bis 10, deutsche Eier 12 Rpf., Kartoffeln, 50 kg 3,70 bis 3,90 RM., Wirsing, gelb, XA kg 15 Rpf., grün 15, Weißkraut 10 bis 11, Rotkraut 12, gelbe Rüben 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 15, Spinat 34, Unterkohlrabi 8, Zwie» beln 12, Meerrettich 40 bis 60, Schwarzwurzeln 35, Aepfel 15 bis 35, Blumenkohl, das Stück 45, En­divien 25, Lauch 5, Sellerie 10 bis 25 Rpf.

Hauptfchriflleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, Verlag und Druck: Brühlfche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., Derlagsleiter: Dr. Erich Hamann, alle in Gießen.

Ein 'Ifateit von vielen

Das mir empfohlene Hustenmittel Husta-Glycin war von ganz außerordentlicher Wirkung. Ich bin direkt begeistert davon, denn ich verlor dadurch meine Bronchitis, wogegen ich schon alles mögliche versucht hatte. Auch bei meinem 5jährigen Töchterchen hat es bei hartnäckigem Halsschmerz durch Gurgeln ebenso hervor­ragend gewirkt. Husta-Glycin wird nie in meiner Hausapotheke fehlen. t

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Jfijrnfrancft wird - ebenso wie Kaffee - zur Erhaltung des vollen Aromas nur über- brüht und nicht aufgekocht: Mit der Hälfte des springend kochenden Hassers übergie­ßen, umrühren, nach 3 Mi­nuten den Rest nachgießen und gut zudecken.