Die Ausstellung „Deutsche Größe" in München
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in Angriff genommenen Straßenbauten in Slowakei.
zeigt durch eine Karte und Bilder die Geburtsorte der deutschen Geistesgrößen. Dem „Bismarck- reich und seinen Bundesstaaten" reiht sich der Raum der deutschen Kolonien an, in dem die großen deutschen Kolonialpioniere im Bild erscheinen. Den geschichtebildenden deutschen Männern ist ebenfalls ein eigener Roum gewidmet.
Ueberaus imposant wirkt ein Panorama des Weltkrieges, über dem die große Soldatentradition steht. Die mit dem November 1918 einsetzende Zeit deutscher Schwäche fehlt selbstverständlich in den Darstellungen dieser Schau, die allein den Zweck hat, Deutschlands Stärke und Größe zu zeigen. Die Zeit deutscher Schmach ersetzt eine Reihe von Räumen, die unter dem Geleitwort „Los von Versailles" stehen. Dann aber öffnet sich, umweht von einem roten Flaggenmeer, der Blick dem deutschen Aufstieg seit 1933, uni), der letzte Raum mit der Büste des Führers im Mittelpunkt, gibt auf Tafeln noch einmal einen Ueberblick und zeigt den Führer als Staatsmann, Gesetzgeber, Baumeister und Feldherrn.
Kartenskizzen, Bilder, Dokumente, Waffen, Büsten, Arbeiten erster Künstler und Spitzenleistungen der Darstellungs- und Nachbildungskunst — so sind beispielsweise die Dokumente nicht etwa phototechnisch reproduziert, sondern auf echtem Pergament nachgeschrieben worden — geben den verschiedenen Epochen deutscher Geschichte einen lebendigen und nachhaltigen Eindruck. So ist diese in ^jähriger Arbeit mitten im Kriege unter Verwendung einfachsten Materials geschaffene und pünktlich fertiggestellte Ausstellung würdig der Größe des Reiches.
Anläßlich eines Vortrages über Schweden, Sven He bin in München hielt, überreichte
Dor vier Jahren übernahm Dr. G u st a v A d o l s Scheel die Leitung der Reichsstudentenführung. Führungsmäßig vereinte er damit die Deutsche Studentenschaft, der alle deutschblütigen Studenten angehörten, und den Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund, der eine Gliederung der Partei ist und die Aufgaben der Partei im Studenten- und Hochschulleben durchführt. Der Nationalsozialistische Alt Herrenbund der deutschen Studenten setzte an die Stelle vieler Korporationsfahnen die Fahne des Nationalsozialismus. Der Nationalsozialistische Altherrenbund, der eine Brücke zur Tradition der alten waffenstudentischen Verbände bildet, stellt in den einzelnen Altherrenschaften den Kameradschaften des NSD.-Studentenbundes seine Hilfe mit Rat und Tat zur Verfügung. Der Grundsatz der st u d e n t i - schen Selbsterziehung und Selbstführung ist aber geblieben. In den Kameradschaften wird diese politische Erziehungsarbeit geleistet. Die Kameradschaften sind an die Stelle der früheren Korporationen getreten und haben an Stelle des unpolitischen Erziehung'sideales ein nationalsozialistisches Erziehungsideal gesetzt. Der nationalsozialistische Student, der immer da seinen Platz sucht, wo er besonders notwendig mit seinem Einsatz gebraucht wird,'wird später im Leben nicht nur auf seinen Beruf vorbereitet sein, er wird auch als politischer Mensch im Lebensbereich des Volkes seinen Mann stehen.
Don besonderer Bedeutung bei dieser Arbeit aber ist es, daß sie sich nicht nur aus die erstrecken will, die sozusagen automatisch nach Absolvierung der höheren Schule und nach Ablegung der Reifeprüfung an die Hochschule kommen. Im deutschen Volke schlummern viel mehr Talente und Kräfte, die durch die Ausbildung der höheren Schule allein und durch die Reifeprüfung nicht erfaßt werden. Für diese begabten hingen Menschen ist das Langemarck- Studium der Reichsstudentenführung geschaffen worden. Durch die Gründung des Langemarck- Studiums ist der sozialistische Wille des deutschen Studententums erneut unterstrichen worden. Er lebt auch in der Arbeit des Reichs st uben- t e n w e r k e s , das durch den Berufsberatungsdienst, durch den Gesundheitsdienst, durch die Reichsförderung und durch die Hochschulförderung dem einzelnen Studenten das Fortkommen ohne Rücksicht auf Herkunft, Stand und Finanzkraft ermöglicht.
Die Fachschafts- und Wissenschaftsarbeit zeigt besonders den politisch-weltanschaulichen Willen. Die Reichsstudentenführung hat der studentischen Wissenschaftsarbeit dadurch eine neue
Präsident der Deutschen Akademie, Ministerpräsident Siebert, dem berühmten Forscher und bewähr»
idee zur europäischen Kontinentalidee."
Der Kriegsleistungskampf stellte den Studenten Themen und Fragen zur Bearbeitung, die "heute im geistigen Kampf gegen unsere Feinde gelöst und beantwortet werden n-üssen. Die Kriegsschriftenreihe der Reichsstudentenführung legt Zeugnis dafür ab, wie gründlich die hier geleistete Arbeit der Studenten ist. Auch an verschiedenen großen Werken, die vom Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda herausgegeben worden sind, hat das Studententum im Rahmen des Kriegsleistungskampfes mitgearbeitet. Hier kann besonders das Dokumentenwerk über „Die englische Humanität" erwähnt werden.
Die Ausbildung guter Fachkräfte ist gerade im Krieg mehr denn je notwendig, damit keine Lücke im Äusbildungswesen entsteht. Aus diesen Ueberlegungen heraus verdreifachte das Lange- marckstudium der Reichsstudentenführung im Kriege die Zahl seiner Lehrgänge und gab damit wertvollem Nachwuchs Gelegenheit zu guter und schneller Ausbildung. Durch' die st u d e n t i s ch e Dienst- pflicht wurden alle deutschen Studenten heben ihrem Studium, das sie gewissenhaft betreiben mußten, für Kriegsaufgaben bereitgeftellt und von Fall zu Fall bei besonderen Kriegsarbeiten eingesetzt.
Dr. Scheel wies darauf hin, daß nach dem Krieg für das deutsche Volk eine große Aufbauzeit komme. Hier wolle das deutsche Studententum mit aller Kraft mitwirken. Deshalb sei ein großer Ausbau aller studentischen Arbeitsgebiete geplant. Bei dem Aufbau neuer deutscher Universitäten arbeite das deutsche Studententum intensiv
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Im Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht haben seit Wochen die Luftwaffe und die Kriegsmarine das Wort. Sie tragen jetzt die Last des Kampfes, sie ernten den Ruhm, die Festung England sturmreif für die letzte Entscheidung zu machen. Das Heer kann nur hin und wieder vom Einsatz der Ferngeschütze melden. „Was macht eigentlich unser Heer?" Der Major im Oberkommando der Wehrmacht, H. Martin, meint, daß sich wohl so mancher deutscher Volksgenosse jetzt in dieser Weise fragt; er gibt in der vom OKW. herausgegebenen Zeitschrift „Die Wehrmacht" eine Antwort aus diese Frage.
Schauen wir auf die bisherigen 14 Kriegsmonate zurück, so sind drei Wochen in Polen, fünf Wochen in Norwegen, sechs Wochen in Frankreich — im ganzen 14 Wochen — Zeiten schwerer Kämpfe gewesen. Denen stehen rund 46 Wochen scheinbarer Ruhe gegenüber. Der Mensch ist vergeßlich, und es ist, so erklärt Major Martin, jchon notwendig, sich immer wieder klar zu machen, daß der neuzeitliche Krieg kurzen und entscheidenden Kampfeinsatz, davor aber eine weit längere Zeit der Bereitschaft und Vorbereitung mit sich bringt. Die Betrachtung verweist auf die große Offensive im Westen, vor deren Beginn das Warten in den Bunkern und Unterkünften gleichfalls eine seelische Belastung für die Truppe wie das gesamte Volk gewesen sei. Auch damals sei es nicht möglich gewesen, allzuviel in der Öffentlichkeit zu sagen, daß diese ganze Zeit keineswegs der Ruhe und Untätigkeit diene. Die gewaltigen Erfolge der 14 Kampfwochen seien nur möglich gewesen, weil vorher in der Stille mit höchster Anspannung aller Kräfte an der Schlagfertigkeit des Heeres gearbeitet worden sei. Für die Zukunft lägen die Aufgaben des Heere-- nicht anders. Denn noch sei E,n g l a n d nicht bereit, die von den deutschen Waffen erstrittene Machtentfaltung anzuerkennen. In dieser Phase der Ent-
Was macht jetzt eigentlich unser Heer?"
Das deutsche Studententum rüstet für kommende Aufgaben. Aus einem Gespräch mit dem Reichsstudentenführer Or. Scheel.
und sichere Grundlage gegeben, daß sie Reichsberufswettkampf der deutschen denten schuf. In ihm steht nicht die Leistung des einzelnen im Vordergrund, hier arbeitet vielmehr eine Gruppe gemeinsam am gleichen Thema.
Der studentischen Außen arbeit ist in diesen Zeiten, wo es um die Neuordnung und den Neuaufbau Europas geht, eine besonders wichtige Zielsetzung gegeben. Die Außenarbeit des deutschen Studententums will enge zwischenvölkische Verbindungen zwischen der Jugend der gesunden und jungen Völker Europas schaffen und damit beim inneren Neuaufbau Europas, der ja besondere geistige Voraussetzungen hat, rnichelsen. Die enge Kameradschaft zu Italien und die Freundschaft zu Japan sind die hervorstechendsten Merkmale der studentischen Außenarbeit. Unlängst gerade fand in Bologna eine Veranstaltung statt, auf der italienische und deutsche Studenten gemeinsam über das gleiche Thema referierten. Es lautete: „Von der nationalen Staats-
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Wicklung habe das Heer eine wesentliche Aufaade zu erfüllen. Der gewaltige Machtraum, den das deutsche Schwert eroberte, müsse jederzeit ein Kraftfeld der politischen Führung sein. Dafür habe das Heer zu garantieren. In der Zeit der letzten Entscheidung könne ein Volk und seine Wehrmacht nicht stark genug sein.
So stellten die stolzen Siege des vergangenen ersten Kriegsjahres gerade auch dem Heer die Aufgabe, feine Schlagkraft und feine Leistungsfähigkeit aufs Höchste zu steigern. Es müßten jetzt z. B. die Erfahrungen der jüngsten Vergangenheit verwertet uni) die im Kampf gewonnenen Erkenntnisse
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rung verfolgt, und wird diese Politik weiterhin unterstützen. Wir möchten annehmen, daß alles Gerede über Versorgung von U-Booten an der irischen Küste jei>er Grundlage entbehrt."
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Oestliche Schiffahrtsstraßen.
Dieser Tage wurde gemeldet, daß die ersten Tankschiffe vom Schwarzen Meer über den sich weit nach Osten schlingenden Dnjepr und dann den Pripet nach Brest-Litowsk abgefahren sind, um hier chre Erdölfracht auf deutsche Eisen» bahnwaggons umzuladen. In dem kürzlich abgeschlossenen russisch-ungarischen Handels» vertrag hat Rußland außerdem zusätzliche Schiffe in Budapest bestellt, die (wie die größeren Dampfer auf dem Unterlauf der Donau) sowohl auf dem reichlich stürmischen Schwarzen Meer, wie auf den großen russischen Strömen fahren können. Schon früher, kurz nach dem sowjetrussischen Einmarsch, ließ die Moskauer Regierung verkünden, daß sie das auch zur Zarenzeit an sich bestehende, aber unter polnischer Herrschaft verlotterte K a n a l n e tz des Pripet unter Einsatz starken Arbeitskommandos und materieller Hilfsmittel rasch au^bauen werde. Dieser Ausbau ist ihr, wenigstens provisorisch, auch gelungen, und wir begrüßen vorbehaltlos die Vollendung dieses Werkes, das, wie das Beispiel der Erdöltransporte zeigt, den Warenaustausch Deutschlands mit Südrußland, Krim und Transkaukasien wesentlich erleichtern und verstärken kann.
Sinngemäß schließt sich an dieses russische Kanalnetz die Umwandlung oer Weichsel und des Bugs zu einer Großschiffahrtsstrahe im deutschen Herrschaftsraum. Wenn vorläufig die russischen Waren „per Achse" übernommen und weitertransportiert werden, so ist das nur ein Behelfsmittel. Brest-Litowsk liegt am Bug, dem wichtigen rechten Nebenfluß der Weichsel, in die er nach der Bereinigung mit dem Narew bei Modlin mündet. Wenn aber die Russen das Dnjepr-Kanalnetz schon in den früheren Jahren modernisieren konnten, so haben die Polen die Weichsel Überhaupt nicht gepflegt. Auf ihr können mit knapper Not Flöße bewegt werden und vielleicht auch auf kurze Strecken flach- gehende Dampfer zum Einsatz kommen. Aber alles, was in dem zaristischen Kongreß-Polen und noch viel mehr in den deutschen Ostprovinzen vor dem Weltkrieg für die Weichseiregulierung getan worden war, ging unter polnischer Verwaltung vor dis Hunde. Die Polen erklärten zwar im Jahre 1919, daß das, was die Russen und die Deutschen für die Weichsel getan haben, nur erbärmliches Stückwerk ist, „ausgezeichnet geschulte" polnische und franzö- fische Wasserbautechniker würden die Weichsel zu einem östlichen Rhein machen. Aber bei diesen Worten blieb es auch, und einige Seeschlepver und Kähne, die die Polen gekauft hatten, wurden nach — Hamburg verkauft.
Die Weichsel ist technisch nicht leicht in Ordnung zu bringen, weil Uferbefestigungen fehlen und der träge dahinfließende Strom zu großen Versandungen neigt. Der Schiffahrtsverkehr auf der Weichsel war bis jetzt -kleiner als auf der Weser und machte nur ein knappes Zwölftel des Flußverkehrs auf der Elbe bei Wittenberg oder auf dem Rhein bei Köln aus! Trotzdem wird von deutscher Seite die Weichsel so ausgebaut werden, daß die Verbindung der Ostsee zum Schwarzen Meer — ein Jahrhunderte alter Traum — bald volle Wirklichkeit wird.
' Dr. Ho.
125 Jahre Wiener Technische Hochschule.
Wien, 7. Nov. (DNB.) Die Wiener Technische Hochschule, die älteste dieser Art in ganz Europa, beging die Feier ihres 125jährigen Bestehens. Die Reichsminister Dr. R u st, Dr.-Jng. Todt und Dr. Dorpmüller waren gekommen, um die herzliche Anteilnahme des Reiches zu bekunden. Allgemein habe sich heute, so führte Reichsminister Rust aus, die Erkenntnis durchgesetzt, daß die nationalsozialistische Bewegung nicht nur ein Freund der freien Forschung sei, sondern daß sie sich aus ihrem eigenen Wesensauftrag heraus aufs tiefste verbunden fühle mit jenen hohen Geistern der Ver- Iaangenheit, denen die deutsche und europäische Wissenschaft ihre Entstehung verdanke. So wie in der kommenden Wissenschaft ein lebendiger Geist sich aktiv entfalten und gestalten werde, so werde auch die Reichsuniversität der Zukunft als eine Form unserer neuen Lebenswirklichkeit zum höchsten Ausdruck der Idee des Deutschen Reiches werden.
Reichsminister Dr.-Jng. Todt als Leiter des Hauptamtes Technik der NSDAP, übermittelte die Glückwünsche der NSDAP, und der deutschen Ingenieure: Erziehung nicht nur zu, fachlichen hervorragenden Ingenieuren, sondern'vor allem zu hervorragenden nationalsozialistischen Ingenieuren. Das größere Deutschland braucht auch größere Menschen! Der Minister schloß: „Erziehen Sie in den nächsten Jahrzehnten für dieses größere Deutschland den genialen großzügigen Ingenieur, der zusammen mit allen anderen Arbeitern am großdeutschen Werke die vom Führer gestellten gewaltigen Aufgaben so erfüllen wird, wie ein fanatischer Glaube an Adolf Hitler und unser großes deutsches Land sie fordern."
Abwanderung in das Altreich, vor allem in die Gebiete ,mit starkem Industrie ausbau, eine Rolle gespielt. Ein bedeutendes Abwanderungsgebiet war auch der preußische Osten und die Bayerische Ostmark. Für Gumbinnen, Allen- ftein, Köslin und Grenzmark sowie Schlesien ergibt sich zuisaimmen ein Wanderungsverlust von einer Viertelmillion Menschen, das sind drei Fünftel des verhältnismäßig hohen Geburtenüberschusses. Die Bayerische Ostmark hat mit rund 46100 Menschen zahlenmäßig nahezu die Hälfte ihres Geburten- Überschusses an die anderen Reichsteile verloren.
Wissenschaftlicher Senat für das Heereösani^ätswesen.
Dor kurzem trat der Wissenschaftliche Senat für das Heeressanitätswesen unter dem Vorsitz des Heeressanitätsinspekteurs, Generaloberstabsarzt Professor Dr. Waldmann, in Berlin zusammen. Die Verhandlungen hatten eine der gefährlichsten Kriegsiseuchen, den Gasbrand, zum Gegenstand. In einleitenden Referaten sprachen u. a. Zeißler (Hamburg), Orator (Duisburg), Domagk (Elberfeld), Schreus (Düsseldorf), Schloßberger (Berlin), Guleke (Jeno), Gehrbrandt (Berlin), Gutzeit (Breslau) über die Behandlung des Gasbrandes mittels chirurgischer Wundbehandlung, mit Gasbrandserum und mit chemischen Mitteln. Hieran schloß sich eine Aussprache, in der besonders die Erfahrungen an der Front zur Sprache kamen. In feinem Schlußwort betonte der Heeressanitätsinspekteur, daß die Erfahrungen über die Behandlung des Gasbrandes, der bisher glücklicherweise nur in wenigen Fällen aufgetreten ist, durch neue wertvolle Ergebnisse bereichert worden'seien.
Dienstverpflichtung entlassener oder beurlaubter Soldaten.
Der Reichsarbeitsminister hat die Arbeitsämter angewiesen, von der Dienstverpflichtung aus dem Wehrdienst entlassener Kriegsteilnehmer in Zukunft grundsätzlich Abstand zu nehmen, um ihren Rechtsanspruch auf Rückkehr in ihre alte Arbeitsstelle nicht zu beeinträchtigen. Ausnahmen find nur aus unbedingt zwingenden Gründen der Reichsverteidigung zulässig. Bei Kriegsteilnehmern, die aus dem Wehrdienst zum Zwecke der Arbeitsaufnahme in der Wirtschaft zeitweilig beurlaubt werden, werden die Arbeitsämter mit einer Arbeitsaufnahme im alten Betrieb einverstanden sein, wenn die Erfordernisse dies gestatten. Wenn aber z. B. der alte Betrieb ausreichend mit Arbeitskräften versorgt ist oder seine Ausgaben nicht vordringlich sind, so wird das Arbeitsamt den Urlauber für einen anderen Betrieb Verpflichten, wo verheiratete Urlauber bei ihrer Familie bleiben können.
Eine aufschlußreiche deutsche Wanderungsbilanz.
In den 90 Jahren von 1843 bis zur Machtübernahme durch den Nationalsozialismus 1933 hat das Reich mangels ausreichenden Lebensraumes erhebliche Telle seiner anwachsenden Dolkskraft hergeben müssen. Es entstand ein Wanderungsverlust von rund 4,9 Millionen Menschen. 1933 hat diese Entwicklung auf gehört. Deutschlands Wanderungsbllonz 1933 bis 1939 schließt mit einem Wanderungsgewinn von rund 93 QOO Personen ab. In dieser Zahl nicht enthalten sind die gewaltige Anzahl von Volksdeutschen, die erst nach der Volkszählung 1939 zur Besiedlung des neuerworbenen deutschen Lebens- raumes aus dem Baltikum, Ostpolen usw. zurück- geführt wurden. Ferner muß berücksichtigt werden, daß etwa 400 000 Juden das Reichsgebiet verlassen haben. Hinzu kommt eine beträchtliche Zahl tschechischer Dolkszugehöriger, die aus dem Sudetenland in das Protektorat zurück gekehrt sind.
Mittel- und Nordwestdeutschland hat einen Wanderungsgewinn von rund 900000 obet 3,9 v. H. der Bevölkerung in 1933 erzielt. In dem Regierungsbeizirk Potsdam mit der Reichshauptstadt sind über 300 000 Menschen mehr zugezvgen als fortgezogen. Durch starken Wanderungsgewinn heben sich weiter Mecklenburg (6,7 v. H. der Bevölkerung von 1933), Schleswig-Holstein (6,8 v. H.), Oldenburg (8,5 v. H.), Bremen (8,7 v. H.), Lüneburg (7,4 v. H.), Braunschweig (11 v. H.) und Anhalt (13,6 v. H.) hervor. Weiter ergeben sich größere Wanderungsgewinne vor allem für den Regierungsbezirk Königsberg (36 700 Personen), für Oberbayern (124 800 Personen) und Württemberg (75 000 Personen). Unter den Gebieten mit W a n- derungsverlust heben sich vor allem der Reichsgau Sudetenland (— 8,3 v. H.) und die ost- märkischen Gaue Wien (— 4,2), Niederdonau (— 2,8) und Steiermark (— 1,8 v. H.) hervor. Dieser Raum hat rund 419 000 Menschen durch Wanderung verloren. Neben der Rückwanderung von tschechischen Volkszugehörigen und der Auswanderung von etwa 93 000 Juden hat hier wahrscheinlich die
München, 8. Nov. (DNB Funkspruch.) Im Bibliocheksgebäude des Deutschen Museums wird heute nachmittag mit einer Rede des Reichsleiters Rosenberg die parteiamtliche Reichsausstellung „Deutsche Größe" eröffnet werden. Die Ausstellung soll zeigen, zu welchen Leistungen das deutsche Volk fähig ift In ihrem Darstellungsbereich von Armin dem Cherusker bis in die Zeit des jetzigen, dem Großdeutschen Reich aufgezwungenen Kriege reichend, ist die Schau streng chronologisch geordnet. Jede Zeit hat ihren besonderen Raum und jeder Raum ist architektonisch im Stil seiner Zeit gehal- ten.Jm Vorraum zeigen neun Adler die Wandlung des deutschen Wappentieres. Im ersten Raum gewähre» eindrucksvolle Karten einen Ueberblick über die räumliche Entwicklung der deutschen Geschichte. Dem Zeitalter Armins und Theodenchs folgen in den Ausstellungsräumen die Zeit Karls des Großen- die Zeit der Sachsen, Salier und Staufen. In einem naturgetreu nachgebildeten Burg-Trifels- Gewölbe sind die Reichskleinodien aufbewahrt.
Der Raum „Der deutsche Osten" läßt die Zeit der Hanse und des Deutschen Ritterordens lebendig werden. Im Kaisersaal zu Nürnberg erlebt man bann den Uebergang zu Deutschlanbs schwerster Zeit, bem 30jährigen Krieg, bes- sen Schrecken ber nächste Raum aufzeigt. Zwei weitere Säle sinb ben Problemen „Preußen u n b Reich" unb „Oesterreich und das Reich" gewidmet. Im Raum „Der Befreiungskrieg" schreitet man durch den massigen Säulengang der Schinkelschen Wache. Ein Raum
mit Die mannschaftsmäßige Durchformung des gefaulten deutschen Studententums werde bei der zukünftigen Arbeit mehr- denn je im Vordergrund stehen, damit das deutsche Studententum jederzeit chlagkräftig und arbeitsfähig fei
.Hetzt aber", so führte Dr. Scheel zum Schlüsse aus, „stehen wir im Krieg. Der deutsche Student ist zuerst Soldat. Das deutsche Studententum hat in diesem Krieg bis jetzt seine Pflicht getan. In Heer, Marine und Luftwaffe stand es seinen Mann. Die Langemarck-Kämpfer von 1914 fanden die Er- Üllung chres Kampfes durch den Sieg der Kämper von 1940, in deren Reihen auch wieder Studenten ihre Pflicht taten. Leuchtend stehen hier voran die Namen der beiden Ritterkreuzträger, die au? den Reihen des deutschen Studententums hervorgegangen sind und die beide in ber Kamerabschafts- erziehüng bes Nationalsozialistischen Deutschen Stu- bentenbunbes als Führer geftanben haben. Es sind dies die Kameraben Oberleutnant Etzolb unb Oberleutnant Ringler. Sie sollen für alle Zeiten den Geist bes beutschen ©tubententums verkörpern. Für bie großen Ausgaben, bie nach bem Krieg kommen, wollen wir aber bereits jetzt bas beutsche Stuben-- tentum vorbereiten."
Oer Schweizer Bundesrat gegen die Hamsterei.
Bern, 7. Nov. (Europapreß.) In einem Rundschreiben des Bundesrates an die kantonalen Regierungen wird dargelegt, daß sich die Wirtschaftslage der Schweiz als Folge des Krieges weiter verschlechtert hat. Die Behörden seien daher gezwungen gewesen, eine Reihe neuer einschneidender Vorschriften auf dem Gebiete der Rationierung von Lebens- unb Futtermitteln, sowie hinsichtlich der DerwclltuN'g von festen und flüssigen Kraft- und Treibstoffen sowie von Gas und Elektrizität zu erlassen Schließlich seien auch neue'Verfügungen über'bie Ko sten ber Lebenshaltung und den Schutz der regulären Marktversorgung nötig gewesen, um spekulative Preiserhöhungen unb sinnlose Hamstereien unterbinben ,zu können. All diese Einschränkungen seien jedoch bescheiden im Vergleich zu den Schicksalsschlägen unb Entbehrungen, bie Völker anderer Länder durchmachen müßten.
Oer Trennungskanal Gibraltar—Festland.
Madrid, 7. Nov. (Europapreß.) Der Verbindungskanal vom Atlantischen Ozean nach dem Mittelmeer, der Gibraltar vom Festlande trennen soll, ist nahezu fertiggestellt. Es handelt sich um die Verwirklichung eines Planes, den Oliver Cromwell bereits anregte, um Gibraltar „in eine Insel zu verwandeln". Cromwell wollte bereits in Gibraltar einen Marinestützpunkt einrichten. Unter heutigen Verhältnissen stellt der Kanal einen ohnmächtigen Versuch bar, Englanbs Besitztitel auf Gibraltar gegenüber ben Ansprüchen Spaniens einen Schein von Berechtigung zu geben.
Meine politische Nachrichten.
Der Generalinspekteur für bas beutsche Straßenwesen, Reichsminister Dr. Tobt, besichtigte bie gemeinsam mit ben zustänbigen slowakischen Stellen
Allgemeingut ber Truppe werden. Mann unb Roß, Waffen unb Gerät müßten überholt werben. Durch bie hohe Schule bes Exerzierens würben alle Kräfte aufs neue in Form gebracht, burch ständige Uebung die körperliche Leistungsfähigkeit unb Spannkraft bes Willens von neuem gefestigt unb weiter gesteigert, burch geistige Führung unb seelische Betreuung ber Truppe auch bie innere Spannkraft erhalten. Wir dürften auch nicht vergessen, daß bas Heer allein burch sein Vorhanbensein, burch seine Bereitstellung von Kirkenes bis Biarritz, von Warschau, tief gestaffelt im Reichsgebiet, bis nach Hollanb hinein bie Voraussetzung für die erfolgreiche Tätigkeit der anderen Wehrmachtteile gebe. Der Einsatz unserer Luftwaffe und unserer Kriegsmarine, der einer riesigen Organisation und weitgespannten Operationsbasis bedürfe, wäre gefährdet und vielleicht unmöglich, wenn nicht das „Dasein" des Heeres die Gefahren feindlicher Einwirkungen au?schalten würde. Darüber hinaus wisse man nicht, welches ber weltgeschichtliche Auftrag sein werbe, ben ber Führer seinem Heer in ber kommenben Zeit stellen werbe. Wir wüßten aber, baß bas Heer für jede Aufgabe bereit sein müsse. Das Heer nicht in friberizianischen Winterquartieren warte auf Befehle: bas Heer arbeite.
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