vordeikommende Handelsschiff anlaufen mußte. Und heute? Auf der ganzen Seestraße ist auch nicht eine einzige Mastspitze zu erblicken. Unsere Marineartillerie, unsere glänzend geführten Schnell- boote haben im Verein mit den stets bereiten Flugzeugen dafür gesorgt, daß lediglich des Nachts und bei unsichtigem Wetter noch vereinzelte Schiffe ängstlich längs der englischen Küste dahinschleichen.
Hier in dieser Gegend liegt, wie der Seemann sagt, „allerhand an". Kriegsmarine, Heer und Luftwaffe wirken, von Kolonnen einsatzbereiter Arbeiter unterstützt, in unverzüglichem Einvernehmen, Die Hindernisse, die unsere abziehenden Feinde in den Häfen hinterließen, werden in raschestem Tempo beseitigt. Aufgeräumt ist die unermeßliche von der fliehenden englischen Armee zurückgelassene Beute. Die ausgefahrenen Straßen sind wieder in gutem Zustande. Von Feindwirkung war wenig zu spüren. Es war charakteristisch, daß in den beiden Nächten, die wir in B o u l o g n e zubrachten, nur zwei unwesentliche Flugzeugangriffe vorkamen. Die Bevölkerung kann ungestört ihre Tätigkeit ausüben.
Durch die fruchtbaren Gefilde der Normandie geht unsere weitere Fahrt. Bei Abbeville war das Ziel der Frühjahrsoffensive 1918. Mit seiner Besetzung wäre das englische Heer in Flandern isoliert und dem Verderben preisgegeben worden. Trotz furchtbarster Kämpfe ist dieses Ziel damals nicht erreicht worden. Im jetzigen Kriege wurde Abböville durch kühn vordringende Panzerforma- tionen gleich im ersten Ansturm genommen. Jämmerlich war in dem altertümlichen Rouen der Anblick des von den zurückgehenden Engländern völlig zerstörten Hafenviertels. Bis dicht an die weltberühmte Kathedrale hat sich eine verheerende Feuersbrunst erstreckt. Mit Lebensgefahr sich einsetzende deutsche Pioniere retteten das ehrwürdige Gotteshaus, wie der schriftliche Dank des Erzbischofs ausdrücklich bestätigte. Auch in Rouen sind deutsche Märinebehörden tätig, ebenso in dem in der französischen Marinegeschichte vielgenannten St. Malo, dem Haupthafen des gleichnamigen malerischen Meerbusens. In der Umgebung besin- den sich vielgenannte Badeorte, die auch unseren im Binnenlands stationierten Besatzungstruppen in bestimmter Wechselfolae zugänglich gemacht werden. Begeistert über den Anblick der See äußerten sich Südbayern und Ostmärker, die wir hier antrafen. Erwähnt sei die tadellose Disziplin unserer Soldaten, deren korrektes Verhalten auch von französischer Seite überall anerkannt wurde.
Die Weiterfahrt bringt uns in die Bretagne, die Stätte unzähliger Erinnerungen und Sagen, die Heimat uralter Städtchen und Sitten. B r e st, der große Kriegshafen an der hier von den Flutwellen tief angezackten atlantischen Küste, ist unser nächstes Ziel. In der Präfektur, in der wir empfangen werden, hängen Tafeln, auf denen die hier seit 1560 kommandierenden Admirale verzeichnet sind, manch Name von hohem Klang ist darunter. Brest hat sich oft jahrelang gegen große englische Blockadeflotten zu verteidigen gewußt. Und um so peinlicher war es für die französische Marine, daß der letzte Stationschef die berühmte Stadt dem höchst energisch auftretenden Führer einer kleinen deutschen Panzerabwehrabteilung kampflos übergab.
Deutsche Marineangehörige halten fetzt die wieder arbeitende große Werft, die ausgedehnten Küstenbefestigungen besetzt. Auch die wichtige Insel O ue s- sant nördlich des Hafens hat deutsche Besatzung. Ihre berühmten Leuchttürme, die Eingangslichter für den südlichen Teil des Kanals, brennen jetzt nur noch auf deutsches Geheiß. Auch die letztgenannten Atlantikhäfen, beide mit sehr leistungsfähigen Werft- Einrichtungen versehen, find für uns von großer strategischer Bedeutung. Wie der Wehrmachtsbericht oes öfteren mitteilte, find von der französischen Westküste aus unsere Unterseeboote mit steigendem Erfolge tätig. Sie brauchen jetzt nicht mehr wie im Weltkriege die mühselige lange Ausfahrt aus dem „nassen Dreieck" der Nordsee zurückzulegen. In wenigen Stunden haben sie die jetzigen südlichen Weae Der noch übrig gebliebenen englischen Handelsschiffahrt erreicht und schon manche wertvolle Prise mit willkommener Ladung einge- bracht. Ihre unheimliche Tätigkeit hat den Schiffsverkehr nach England, der einst die Gewässer dieser Küsten belebte, weit hinausgedrängt in den Ozean. Noch im Frühjahr wurde von London aus stolz berichtet, daß die Zufuhren Englands aus dem Südatlantik in regelmäßiger Folge einträfen. In Dakar, dem großen Hafen von Französisch-West- afrika, wurden Geleitzüge zusammengestellt und unter starkem Schutz von Kriegsschiffen in die Heimathäfen geführt. Dakar, gerade jetzt nach dem brutalen Bombardement der britischen Flotte viel genannt, ist heute den Engländern verschlossen. Auch die Deckung der Geleitzuae ist nach den schweren Verlusten der englischen Kriegsmarine nicht mehr so stark wie früher. Vorsichtig tasten heute diese Transporte nach Norden. Der Kanal, die Südeinfahrt der Irischen See, alles ist zu unsicher geworden. Bis au den Hebriden hinauf führt heute überall die gefährdete Reise, dann suchen die einzelnen Schiffe die wenigen Häfen Norvenglands auf, die noch einigermaßen sicher sind.
Unsere Besetzung der gesamten französischen Nord- und Westküste hat eben den englischen Schiffsverkehr in einer Weise getroffen, wie sie die Geschichte des Landes noch nicht gekannt hat. Fortdauernde Angriffe von Nordfrankreich aus, immer stärker werdender Einsatz unserer Seestreitkräste im Kanal und Atlantik müssen auf die Dauer derart zermürbend wirken, daß auch der zäheste Widerstandswillens unserer Feinde sich beugen wird.
Geleiizug im Roten Meer bombardiert.
Der italienische Wehrmachtsbericht.
Rom, 7. Oft (DKB.) Der ttattenlsche wehr- machlsberlcht vom Montag Hal folgenden Wortlaut:
Die im gestrigen Wehrmachtsbericht erwähnte Schnellboolflottllle hat ein weiteres feindliches U-Boot versenkt
Im Roten Meer wurde ein feindlicher, von Kreuzern und Zerstörern begleiteter Geleit- zug von unserer Luftwaffe mit Bomben belegt
3n 0 ff a f r i f a Patrouillentätigkeil jenseits von Lassala und in der Umgebung von (El Zuan (westlich von Om Age). Die feindliche Luftwaffe hat G a l l a b a l bombardiert wobei vier Askaris getötet und sechs verletzt wurden. Weitere Luftangriffe auf Otumla (Maffaua) und M e t e üi m a haben drei Tote und zwei verletzte unter den (Eingeborenen zur Folge gehabt (Einige Hütten wurden zerstört
(Ein feindliches U-Boot, das in der Rahe von Savona aufgetaucht war, hat einige fianonen- fchüffe auf die Stadt abgefeuert (Es wurden einige
Privathäufer getroffen, wobei es unter der Bevölkerung einen Toten und fechs Verwundete gab. Leichter Sachschaden.
Oer „New ffork Times"- Korrefpondent aus Italien ausaewieien.
Rom, 7. Okt. (Europapreh.) Wie amtlich mit- geteilt wird, ist der nordamerikanische Journalist Herbert M a 11 e w s auf gefordert worden, Italien zu verlassen, weil er an die „New Port Times" eine Meldung gegeben hatte, in der er fälschlich behauptete, Italien und die Achse mischten sich in die nordamerikanischen Präsidentschaftswahlen ein. Damit habe Mattews versucht, die Beziehungen zwi- chen den beiden Ländern zu stören.
Gayda schreibt im „Giornale d'Jtalia", dies sei ein Akt sauberer Klarstellung der italienischen Politik und ihrer Beziehungen zu den USA. Es sei schon gesagt worden, daß es Italien nichts angehe, ob Roosevelt gewählt werde oder nicht, ob er der Mann des Krieges oder des Friedens sei. Italien wisse ebenso wie Deutschland, daß es den Krieg gegen England gewinnen werde unter allen nur er« Deutlichen Bedingungen. Es, habe keinen Anlaß, um die Haltung anderer Länder und um die Möglichkeiten neuer Bündnisse Englands besorgt au fein. Aber Italien geftatte nicht, daß auf Kosten seiner klaren Politik, und sei es auch zugunsten eines Wahlfeldzuaes, dunkle Manöver geschaffen würden. Italien mische sich nicht in die innere Politik der USA. ein. Es verlange aber auch, daß die USA.« Staatsbürger sich nicht in seine Angelegenheiten mischten und ihm mit bewußter Lüge Vorsätze und Pläne zuschrieben, die es nicht hege.
Englische Wunschträume.
Churchills Ittusionspropaganda hält vor der Wirklichkeit nicht stand.
Stockholm, 7. Okt. (DNB.) Während die deutsche Luftwaffe mit gewaltigen Harnrnerschläaen pausenlos die militärischen und wirtschaftlichen Kraftzentren der britischen Insel zermalmt, nehmen die in die Enge getriebenen plutokratischen Kriegsbrandstifter zu immer groteskeren Jllusions- manövern ihre Zuflucht. So berichtete der Londoner Nachrichtendienst am Montag, daß am Samstagabend in London ein Schriftstück veröffentlicht worden fei, das Einzelheiten der „großen englischen Luftangriffe gegen Deutschland" enthalte. Dieser größte Offensivplan der Weltgeschichte sei von dem neuen Luftmarschall Portal ausgearbeitet worden. Das Schriftstück, das 29 Seiten umfasse, zeige, wie Großbritannien ystematisch die deutsche Kriegsmaschine von der Nordsee bis zur Schweizer Grenze und von der Ostsee bis über Berlin hinaus sowie bis Süddeutschland zertrümmern werde. Schon heute seien die Zerstörungen sehr groß (!). Kein Zweig der lebenswichtigen deutschen Rüstungsindustrie sei vergessen worden.
Diese lächerlichen Vorschußlorbeeren für den neuen Generalstaoschef der RAF. werden noch durch einen Artikel des „Daily Telegraph" ergänzt, der den anmaßenden Titel „Der Weg zur Luftherrschaft" trägt. In diesem wird ebenfalls mit allen möglichen Wunschträumen jongliert, so u. a. mit der Lüge, daß 90 v. H. der deutschen synthischen Oelerzeugung „ununterbrochen bombardiert würden". (!) Das deutsche Volk ist durchaus im Bilde, w i e die Ziele aus sehen, die die britischen Bomber
bei ihren nächtlichen planlosen Einflügen nach Deutschland gesucht und getroffen haben. Es sind Arbeiterwohnungen, Schrebergärten, Kirchen und Krankenhäuser.
„Bombardiert Berlin, damit London gerettet wird!" ist die Parole des britischen Informations- Ministeriums, die an allen noch stehenden Gebäuden am Montag angeschlagen ist Unter dieser Ueberschrift befindet sich eine große Landkarte von Europa, auf der die von der britischen Luftwaffe angegriffenen Städte Deutschlands und der besetzten Gebiete verzeichnet sind. Es wird behauptet, daß. insgesamt 200 verschiedene militärische Ziele bombardiert worden seien. Auf der Landkarte sind die Distrikte Westdeutschlands sowie die Häfen, die angeblich für die Zusammenziehung deutscher Truppen an der holländischen, belgischen und französischen Küste in Frage kommen, vermerkt. Diese Karte soll den Engländern die ,^roße britische Offensive gegen Deutschland" verdeutlichen und sie mit iyren phantastischen Angaben über die Leiden des Luftkrieges im eigenen Lande hinwegtäuschen. Ein etwas Dürftiges Ablenkungsmanöver und ein billiger Trost, sich an den Illusionen einer phantastisch herausgeputzten Karte angeblicher Siege der Royal Air Force zu berauschen, während man Tag und Nacht in Kellern und Untergrundbahnhöfen die rollenden Angriffe der deutschen Bombengeschwader über sich hinwegbrausen hört. Der Versuch dieser Irreführung erscheint uns zu primitiv, um nicht selbst den Engländern auf die Nerven zu fallen.
3n einem denischm „tzeckenspringer" über England.
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Für ihre wagemutigen Tiefangriffe auf die militärischen Ziele in England haben die deutschen Kampfflieger den Beinamen „Heckenspringer" erhalten. Hier geht es im Tiesflug über einen britischen Flugplatz. Der Angriff der „Do 17" kam so überraschend, daß die englischen Jäger nicht einmal mehr Zeit hatten, zur Abwehr aufzusteigen. Im Hintergrund verrauchen die Bombeneinschläge der vorausfliegenden Kameraden. Hinter der Trennmauer ist gerade eine Bombe betoniert, die ein Jagdflugzeug gefaßt hat. Ein startbereit ausgestellter Jäger vom Typ Hurricane steht innerhalb der Umwallung, die gegen Bombensplitter schützen soll. Im Vordergrund ist die Verkleidung des rechten Motors zu erkennen. — (PK.-v. Pedal. — Scherl°M.)
Hauptmann Wicks 41. Luflsieg.
Don Kriegsberichter Oskar Lachmann.
Hauptmann Helmut Wick, Kommandeur einer Jagdgruppe, wurde anläßlich feines 40. Luftsieges vom Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet.
(Scherl-Bilderdienst- jOKW.-j M.) *
DNB.....7. Oktober. (P. K.) Nach einem trüben
Regentag scheint heute hell und warm die Herbst- fonne. Frisch getankt stehen die Maschinen einer deutschen Jagdgruppe auf dem Flughafen. Schon wird gestartet. „Freie Jagd!" lautet der Befehl. Hauptmann Wick fliegt wie immer an der Spitze
feiner Jagdgruppe! Fast in gleicher Höhe mit unteren Jägern fliegt eine Staffel enalischer Hur- ricane-Mafchinen. Ziemlich dicht aufgeschlossen nehmen sie ihren Kurs. Da greift Hauptmann Wick an: Unsere Jäger sind etwa 500 Meter näher herangekommen,. Mit einer einzigen Feuergarbe hat er den zuletzt fliegenden Briten zerschmettert. Eine starke Rauchfahne nach sich ziehend, geht er sofort in die Tiefe. Hauptmann Wick schießt in Bruchteilen von Sekunden den zweiten feindlichen Jäger aus der Mitte heraus. Mit brennender Maschine saust auch dieser der Erde zu. Nun haben die Briten das Unheil bemerkt. Der erste Jäger, den Hauptmann Wick ins Visier bekommt, macht im gleichen Augenblick einen Abschwung. Sofort türzt er mit seiner Maschine nach, und während )es rasenden Abschwunges trifft er den Briten mit einer tödlichen Feuergarbe. Mit einer Riefenfahrt ind die anderen deutschen Jäger herangebraust; für die Engländer besteht keine Möglichkeit einer Net- tung mehr. Feldwebel E. allein befördert nacheinander auf die gleiche Art drei englische Jäger in den Tod. Noch weitere sechs englische Maschinen werden von den deutschen Jägern ohne langen Kampf abgeschossen. Die gesamte englische Staffel wurde in wenigen Minuten re st los vernichtet. Die deutsche Jagdgruppe aber landet ohne jeden Verlust. Noch während Hauptmann Wick mit seinen Flugzeugführern die Kampfbesprechung abhält, wird er an das Telephon gerufen. Der Reichsmarschall spricht ihm und der Gruppe feine Anerkennung für den großen Sieg aus. Der erfolgreiche Gruppenkommandeur hat feinen 39. Luftsieg errungen.
Schnell sind die Mesferschmittmaschinen neu getankt. Der zweite Einsatz geht wieder über Englands Küste. Südlich von P. zeigen sich die englischen Jäger. Sie sind noch, erheblich unter unseren
Illusionen.
Vvn jeher war es britische Methode, Niederlagen wenigstens propagandistisch in Siege umzufälschen, und in der gleichen Linie liegt es auch, wenn man die Kaltstellung des Ehefs der Royal Air Force als eine Beförderung herausftaffiert, um das eigene Volk und die Weltöffentlichkeit über das Peinliche eines Pferdewechsels mitten im Strom hinwegzu- täuschen. Ader die Depression in England ist doch zu deutlich, um nicht dem Jnformationsministerium Sorgen zu machen. So muß die Jllusionsmaschine Duff Coopers auf höchste Touren gebracht werden. Den Gipfel erreicht die Phantasie dieser Herren in einer vom englischen Nachrichtendienst verbreiteten „genauen Beschreibung der seit Kriegsausbruch auf Deutschland unternommenen Bombenangriffe bis Ende September 1940". Was hier von der fyste« matifch zerschmetterten deutschen Benzinproduktion, von schweren Beschädigungen deutscher Ölraffinerien, von Vernichtung deutscher Transportwege und Dockanlagen zurechtgelogen wird, läßt sich nur aus dem Bestreben erklären, die durch die rollenden Angriffe der deutschen Bombengeschwader täglich mehr zermürbte Bevölkerung Englands über den tödlichen Ernst der Situation Hinwegtäuschen.
700 Schläge, so rühmt sich Churchill, seien auf diese Weise gegen Deutschland geführt worden, ein sorgfältig ausgearbeiteter Plan habtz den Erfolg garantiert. Wie dieser Erfolg in Wahrheit aussah, haben bfe Bewohner der Reichshauptstadt wiederum in der letzten Nacht feftftellen können, wo sieh die britischen Luftpiraten nach dem „wohlvorbereiteten Plarn ihre Ziele in den Wohnvierteln und unter den mit dem Roten Kreuz weithin gekennzeichneten Anstalten der Kranken- und Wohlfahrtspflege ausgesucht haben. Aber wenn dem wirklich so wäre.
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wie es Herr Churchill seinen Engländern vörphan- tafiert, wenn wirklich die Royal Air Force auch nur irgendwie beachtliche militärische ober wehrwirtschaftliche Ziele in Deutschlanb erfolgreich hätte mit Bomben belegen können, warum dann, so wird sich alle Welt fragen, der plötzliche Wechsel im Oberbefehl dieser so vortrefflich geführten britischen Luftwaffe. Da stimmt also etwas nicht, und es ist nur allzu deutlich, wo hier die Rechnung Churchills ein Loch hat. Selbst in England, dessen Bevölkerung man jede Möglichkeit nimmt, sich selbst über die von den deutschen Bombengeschwadern angerichteten Schäden zu informieren, selbst in England werden diese plumpen Jllusionsmanöver Churchills und seiner Helfershelfer eines Tages durchschaut werden. Aber heute glauben die britischen Jllusionspropagan- biften anscheinend noch, dem englischen Volk die dümmsten Märchen ungestraft vorsetzen zu können.
Dazu gehört ein Bericht des militärischen Reuter- Korrespondenten, der allen Ernstes mitteilt, daß die „leitenden Köpfe" der britischen See-, Land-- und Luftstreitkräfte nunmehr an den Krieg aus dem Gesichtswinkel des E i n f a l l es in Deutschland dächten. Ein militärischer Angriff auf das europäische Festland setze jedoch eine derartige Überlegenheit der angreifenden Streitkräfte zu Wasser und in der Luft voraus, daß sie auf dem Festland einen tiefreichenden Brückenkopf anlegen könnten und den Nachschub zur See und in der Luft gewährleisteten. Man könne annehmen, daß künftighin einmal der S ü b 0 ft e n bes Reiches von ber Abria her über Triest angegriffen werde, obwohl dies nur einer ber vielen Pläne fei, bie man angesichts der britischen Bewegungsfreiheit zur See ins Auge fasse.
So etwas tischt bie amtliche englische Nachrichtenagentur bem Volk in einer Zeit auf, in ber bie eigene Insel unter dem verheerenden immer dichter auf Versorgungsbetriebe, Rüstungswerke, Hafen- anlagen und Flugplätze herniederprasselnden Bombenhagel ber deutschen Luftwaffe liegt, in der die englische Heimatflotte sich in ihre äußersten Schlupfwinkel verkriecht, um nicht vvn deutschen U-Booten und Bombern aufgespürt zu werden, in ber Geleitzüge mit dringend notwendigen Lebensmitteln und Rohstoffen nicht einmal unter der Kanalküste entlang ungehindert vom Feuer der deutschen Küstenbatterien passieren können, in ber auch bie britische Mittelmeerflotte nicht in der Lage ist, ben italienischen Stoß gegen Aegypten wirkungsvoll zu parieren. Wahrlich, den Kriegsmachern in London muß das Wasser bis zur Kehle stehen, wenn sie zu derartigen Propagandatricks schreiten müssen, bie mit ihren reinen Illusionen keiner Wirklichkeit standzuhalten vermögen.
Maschinen. In einer großen Rechtskurve kreisen die deutschen Messerschmittjäger über den Briten. Auch diesmal gibt es kein langes Warten. Hauptmann Wick ist wieder der erste. Im schneidigen Angriff packt er ben ersten britischen Jäger. Ein Feuerstoß genügt! Mit Stichflamme und langer Rauchfahne saust auch bieser Engländer in großen Kurven ber Erbe zu. Noch einmal greift Hauptmann Wick an. Im Augenvlick hat ber Zweikampf begonnen. Der (Engländer ist aber bem kampferprobten deutschen Angreifer nicht gewachsen. Er hat eine mächtige Labung in seinen Rumpf erhalten. Dann kippt er ab, trudelnd und brennend geht auch er nach unten. Schon ist ber übrige Haufen englischer Jäger verschwunden. Die deutschen Jäger suchen nach neuen Gegnern, aber bas Revier ist frei. Keine feinbliche Maschine läßt sich mehr sehen. Im Heimathafen hören wir bas Ergebnis: Hauptmann Wick hat noch zwei Maschinen vernichtet und am heutigen Tage mit insgesamt 5 Abschüssen ben 41. Luftsieg errungen! 14 Abschüsse konnte die erste Gruppe des Geschwaders an diesem Wochenende für sich buchen.
Stabschef Luhe bei der Nordsee-SA.
Bremen, 6. Okt. (DNB.) Bremen stand am Sonntag im Zeichen ber SA. unb ihrer Wehrmannschaften.
Aus einer Kundgebung auf dem Marktplatz schil-


