Ausgabe 
8.10.1940
 
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vordeikommende Handelsschiff anlaufen mußte. Und heute? Auf der ganzen Seestraße ist auch nicht eine einzige Mastspitze zu erblicken. Unsere Marineartillerie, unsere glänzend geführten Schnell- boote haben im Verein mit den stets bereiten Flug­zeugen dafür gesorgt, daß lediglich des Nachts und bei unsichtigem Wetter noch vereinzelte Schiffe ängstlich längs der englischen Küste dahinschleichen.

Hier in dieser Gegend liegt, wie der Seemann sagt,allerhand an". Kriegsmarine, Heer und Luft­waffe wirken, von Kolonnen einsatzbereiter Arbei­ter unterstützt, in unverzüglichem Einvernehmen, Die Hindernisse, die unsere abziehenden Feinde in den Häfen hinterließen, werden in raschestem Tempo beseitigt. Aufgeräumt ist die unermeßliche von der fliehenden englischen Armee zurückgelassene Beute. Die ausgefahrenen Straßen sind wieder in gutem Zustande. Von Feindwirkung war wenig zu spü­ren. Es war charakteristisch, daß in den beiden Näch­ten, die wir in B o u l o g n e zubrachten, nur zwei unwesentliche Flugzeugangriffe vorkamen. Die Be­völkerung kann ungestört ihre Tätigkeit ausüben.

Durch die fruchtbaren Gefilde der Normandie geht unsere weitere Fahrt. Bei Abbeville war das Ziel der Frühjahrsoffensive 1918. Mit seiner Besetzung wäre das englische Heer in Flandern iso­liert und dem Verderben preisgegeben worden. Trotz furchtbarster Kämpfe ist dieses Ziel damals nicht erreicht worden. Im jetzigen Kriege wurde Abböville durch kühn vordringende Panzerforma- tionen gleich im ersten Ansturm genommen. Jäm­merlich war in dem altertümlichen Rouen der Anblick des von den zurückgehenden Engländern völ­lig zerstörten Hafenviertels. Bis dicht an die welt­berühmte Kathedrale hat sich eine verheerende Feuersbrunst erstreckt. Mit Lebensgefahr sich ein­setzende deutsche Pioniere retteten das ehrwürdige Gotteshaus, wie der schriftliche Dank des Erzbi­schofs ausdrücklich bestätigte. Auch in Rouen sind deutsche Märinebehörden tätig, ebenso in dem in der französischen Marinegeschichte vielgenannten St. Malo, dem Haupthafen des gleichnamigen malerischen Meerbusens. In der Umgebung besin- den sich vielgenannte Badeorte, die auch unseren im Binnenlands stationierten Besatzungstruppen in bestimmter Wechselfolae zugänglich gemacht werden. Begeistert über den Anblick der See äußerten sich Südbayern und Ostmärker, die wir hier antrafen. Erwähnt sei die tadellose Disziplin unserer Sol­daten, deren korrektes Verhalten auch von franzö­sischer Seite überall anerkannt wurde.

Die Weiterfahrt bringt uns in die Bretagne, die Stätte unzähliger Erinnerungen und Sagen, die Heimat uralter Städtchen und Sitten. B r e st, der große Kriegshafen an der hier von den Flutwel­len tief angezackten atlantischen Küste, ist unser nächstes Ziel. In der Präfektur, in der wir emp­fangen werden, hängen Tafeln, auf denen die hier seit 1560 kommandierenden Admirale verzeichnet sind, manch Name von hohem Klang ist darunter. Brest hat sich oft jahrelang gegen große englische Blockadeflotten zu verteidigen gewußt. Und um so peinlicher war es für die französische Marine, daß der letzte Stationschef die berühmte Stadt dem höchst energisch auftretenden Führer einer kleinen deutschen Panzerabwehrabteilung kampflos über­gab.

Deutsche Marineangehörige halten fetzt die wieder arbeitende große Werft, die ausgedehnten Küsten­befestigungen besetzt. Auch die wichtige Insel O ue s- sant nördlich des Hafens hat deutsche Besatzung. Ihre berühmten Leuchttürme, die Eingangslichter für den südlichen Teil des Kanals, brennen jetzt nur noch auf deutsches Geheiß. Auch die letztgenannten Atlantikhäfen, beide mit sehr leistungsfähigen Werft- Einrichtungen versehen, find für uns von großer strategischer Bedeutung. Wie der Wehrmachtsbericht oes öfteren mitteilte, find von der französischen Westküste aus unsere Unterseeboote mit steigendem Erfolge tätig. Sie brauchen jetzt nicht mehr wie im Weltkriege die mühselige lange Aus­fahrt aus demnassen Dreieck" der Nordsee zurück­zulegen. In wenigen Stunden haben sie die jetzigen südlichen Weae Der noch übrig gebliebenen eng­lischen Handelsschiffahrt erreicht und schon manche wertvolle Prise mit willkommener Ladung einge- bracht. Ihre unheimliche Tätigkeit hat den Schiffs­verkehr nach England, der einst die Gewässer dieser Küsten belebte, weit hinausgedrängt in den Ozean. Noch im Frühjahr wurde von London aus stolz berichtet, daß die Zufuhren Englands aus dem Südatlantik in regelmäßiger Folge einträfen. In Dakar, dem großen Hafen von Französisch-West- afrika, wurden Geleitzüge zusammengestellt und unter starkem Schutz von Kriegsschiffen in die Hei­mathäfen geführt. Dakar, gerade jetzt nach dem bru­talen Bombardement der britischen Flotte viel ge­nannt, ist heute den Engländern verschlossen. Auch die Deckung der Geleitzuae ist nach den schweren Verlusten der englischen Kriegsmarine nicht mehr so stark wie früher. Vorsichtig tasten heute diese Transporte nach Norden. Der Kanal, die Südein­fahrt der Irischen See, alles ist zu unsicher geworden. Bis au den Hebriden hinauf führt heute überall die gefährdete Reise, dann suchen die einzelnen Schiffe die wenigen Häfen Norvenglands auf, die noch einigermaßen sicher sind.

Unsere Besetzung der gesamten französischen Nord- und Westküste hat eben den englischen Schiffs­verkehr in einer Weise getroffen, wie sie die Ge­schichte des Landes noch nicht gekannt hat. Fort­dauernde Angriffe von Nordfrankreich aus, immer stärker werdender Einsatz unserer Seestreitkräste im Kanal und Atlantik müssen auf die Dauer derart zermürbend wirken, daß auch der zäheste Wider­standswillens unserer Feinde sich beugen wird.

Geleiizug im Roten Meer bombardiert.

Der italienische Wehrmachtsbericht.

Rom, 7. Oft (DKB.) Der ttattenlsche wehr- machlsberlcht vom Montag Hal folgenden Wortlaut:

Die im gestrigen Wehrmachtsbericht erwähnte Schnellboolflottllle hat ein weiteres feind­liches U-Boot versenkt

Im Roten Meer wurde ein feindlicher, von Kreuzern und Zerstörern begleiteter Geleit- zug von unserer Luftwaffe mit Bomben be­legt

3n 0 ff a f r i f a Patrouillentätigkeil jenseits von Lassala und in der Umgebung von (El Zuan (westlich von Om Age). Die feindliche Luftwaffe hat G a l l a b a l bombardiert wobei vier Askaris getötet und sechs verletzt wurden. Weitere Luft­angriffe auf Otumla (Maffaua) und M e t e üi m a haben drei Tote und zwei verletzte unter den (Ein­geborenen zur Folge gehabt (Einige Hütten wurden zerstört

(Ein feindliches U-Boot, das in der Rahe von Savona aufgetaucht war, hat einige fianonen- fchüffe auf die Stadt abgefeuert (Es wurden einige

Privathäufer getroffen, wobei es unter der Bevöl­kerung einen Toten und fechs Verwundete gab. Leichter Sachschaden.

OerNew ffork Times"- Korrefpondent aus Italien ausaewieien.

Rom, 7. Okt. (Europapreh.) Wie amtlich mit- geteilt wird, ist der nordamerikanische Journalist Herbert M a 11 e w s auf gefordert worden, Italien zu verlassen, weil er an dieNew Port Times" eine Meldung gegeben hatte, in der er fälschlich be­hauptete, Italien und die Achse mischten sich in die nordamerikanischen Präsidentschaftswahlen ein. Da­mit habe Mattews versucht, die Beziehungen zwi- chen den beiden Ländern zu stören.

Gayda schreibt imGiornale d'Jtalia", dies sei ein Akt sauberer Klarstellung der italienischen Poli­tik und ihrer Beziehungen zu den USA. Es sei schon gesagt worden, daß es Italien nichts angehe, ob Roosevelt gewählt werde oder nicht, ob er der Mann des Krieges oder des Friedens sei. Italien wisse ebenso wie Deutschland, daß es den Krieg gegen England gewinnen werde unter allen nur er« Deutlichen Bedingungen. Es, habe keinen Anlaß, um die Haltung anderer Länder und um die Möglich­keiten neuer Bündnisse Englands besorgt au fein. Aber Italien geftatte nicht, daß auf Kosten seiner klaren Politik, und sei es auch zugunsten eines Wahlfeldzuaes, dunkle Manöver geschaffen würden. Italien mische sich nicht in die innere Politik der USA. ein. Es verlange aber auch, daß die USA.« Staatsbürger sich nicht in seine Angelegenheiten mischten und ihm mit bewußter Lüge Vorsätze und Pläne zuschrieben, die es nicht hege.

Englische Wunschträume.

Churchills Ittusionspropaganda hält vor der Wirklichkeit nicht stand.

Stockholm, 7. Okt. (DNB.) Während die deutsche Luftwaffe mit gewaltigen Harnrnerschläaen pausenlos die militärischen und wirtschaftlichen Kraftzentren der britischen Insel zermalmt, nehmen die in die Enge getriebenen plutokratischen Kriegs­brandstifter zu immer groteskeren Jllusions- manövern ihre Zuflucht. So berichtete der Londoner Nachrichtendienst am Montag, daß am Samstagabend in London ein Schriftstück veröffent­licht worden fei, das Einzelheiten dergroßen englischen Luftangriffe gegen Deutsch­land" enthalte. Dieser größte Offensivplan der Weltgeschichte sei von dem neuen Luftmarschall Portal ausgearbeitet worden. Das Schriftstück, das 29 Seiten umfasse, zeige, wie Großbritannien ystematisch die deutsche Kriegsmaschine von der Nordsee bis zur Schweizer Grenze und von der Ostsee bis über Berlin hinaus sowie bis Süddeutsch­land zertrümmern werde. Schon heute seien die Zerstörungen sehr groß (!). Kein Zweig der lebens­wichtigen deutschen Rüstungsindustrie sei vergessen worden.

Diese lächerlichen Vorschußlorbeeren für den neuen Generalstaoschef der RAF. werden noch durch einen Artikel desDaily Telegraph" ergänzt, der den an­maßenden TitelDer Weg zur Luftherrschaft" trägt. In diesem wird ebenfalls mit allen möglichen Wunschträumen jongliert, so u. a. mit der Lüge, daß 90 v. H. der deutschen synthischen Oelerzeugung ununterbrochen bombardiert würden". (!) Das deutsche Volk ist durchaus im Bilde, w i e die Ziele aus sehen, die die britischen Bomber

bei ihren nächtlichen planlosen Einflügen nach Deutschland gesucht und getroffen haben. Es sind Arbeiterwohnungen, Schrebergärten, Kirchen und Krankenhäuser.

Bombardiert Berlin, damit London gerettet wird!" ist die Parole des britischen Informations- Ministeriums, die an allen noch stehenden Gebäu­den am Montag angeschlagen ist Unter die­ser Ueberschrift befindet sich eine große Landkarte von Europa, auf der die von der britischen Luft­waffe angegriffenen Städte Deutschlands und der besetzten Gebiete verzeichnet sind. Es wird behaup­tet, daß. insgesamt 200 verschiedene militärische Ziele bombardiert worden seien. Auf der Landkarte sind die Distrikte Westdeutschlands sowie die Häfen, die angeblich für die Zusammenziehung deutscher Truppen an der holländischen, belgischen und fran­zösischen Küste in Frage kommen, vermerkt. Diese Karte soll den Engländern die ,^roße britische Offensive gegen Deutschland" verdeutlichen und sie mit iyren phantastischen Angaben über die Leiden des Luftkrieges im eigenen Lande hinwegtäuschen. Ein etwas Dürftiges Ablenkungsmanöver und ein billiger Trost, sich an den Illusionen einer phanta­stisch herausgeputzten Karte angeblicher Siege der Royal Air Force zu berauschen, während man Tag und Nacht in Kellern und Untergrundbahnhöfen die rollenden Angriffe der deutschen Bombenge­schwader über sich hinwegbrausen hört. Der Ver­such dieser Irreführung erscheint uns zu primitiv, um nicht selbst den Engländern auf die Nerven zu fallen.

3n einem denischmtzeckenspringer" über England.

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Für ihre wagemutigen Tiefangriffe auf die militärischen Ziele in England haben die deutschen Kampf­flieger den BeinamenHeckenspringer" erhalten. Hier geht es im Tiesflug über einen bri­tischen Flugplatz. Der Angriff derDo 17" kam so überraschend, daß die englischen Jäger nicht einmal mehr Zeit hatten, zur Abwehr aufzusteigen. Im Hintergrund verrauchen die Bombeneinschläge der vorausfliegenden Kameraden. Hinter der Trennmauer ist gerade eine Bombe betoniert, die ein Jagdflugzeug gefaßt hat. Ein startbereit ausgestellter Jäger vom Typ Hurricane steht innerhalb der Umwallung, die gegen Bombensplitter schützen soll. Im Vordergrund ist die Verkleidung des rechten Motors zu erkennen. (PK.-v. Pedal. Scherl°M.)

Hauptmann Wicks 41. Luflsieg.

Don Kriegsberichter Oskar Lachmann.

Hauptmann Helmut Wick, Kommandeur einer Jagdgruppe, wurde anläßlich feines 40. Luftsieges vom Führer und Obersten Befehlshaber der Wehr­macht mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet.

(Scherl-Bilderdienst- jOKW.-j M.) *

DNB.....7. Oktober. (P. K.) Nach einem trüben

Regentag scheint heute hell und warm die Herbst- fonne. Frisch getankt stehen die Maschinen einer deutschen Jagdgruppe auf dem Flughafen. Schon wird gestartet.Freie Jagd!" lautet der Befehl. Hauptmann Wick fliegt wie immer an der Spitze

feiner Jagdgruppe! Fast in gleicher Höhe mit un­teren Jägern fliegt eine Staffel enalischer Hur- ricane-Mafchinen. Ziemlich dicht aufgeschlossen neh­men sie ihren Kurs. Da greift Hauptmann Wick an: Unsere Jäger sind etwa 500 Meter näher herange­kommen,. Mit einer einzigen Feuergarbe hat er den zuletzt fliegenden Briten zerschmettert. Eine starke Rauchfahne nach sich ziehend, geht er sofort in die Tiefe. Hauptmann Wick schießt in Bruch­teilen von Sekunden den zweiten feindlichen Jäger aus der Mitte heraus. Mit brennender Ma­schine saust auch dieser der Erde zu. Nun haben die Briten das Unheil bemerkt. Der erste Jäger, den Hauptmann Wick ins Visier bekommt, macht im gleichen Augenblick einen Abschwung. Sofort türzt er mit seiner Maschine nach, und während )es rasenden Abschwunges trifft er den Briten mit einer tödlichen Feuergarbe. Mit einer Riefenfahrt ind die anderen deutschen Jäger herangebraust; für die Engländer besteht keine Möglichkeit einer Net- tung mehr. Feldwebel E. allein befördert nachein­ander auf die gleiche Art drei englische Jäger in den Tod. Noch weitere sechs englische Maschinen werden von den deutschen Jägern ohne langen Kampf abgeschossen. Die gesamte englische Staffel wurde in wenigen Minuten re st los ver­nichtet. Die deutsche Jagdgruppe aber landet ohne jeden Verlust. Noch während Hauptmann Wick mit seinen Flugzeugführern die Kampfbesprechung ab­hält, wird er an das Telephon gerufen. Der Reichsmarschall spricht ihm und der Gruppe feine Anerkennung für den großen Sieg aus. Der erfolgreiche Gruppenkommandeur hat feinen 39. Luftsieg errungen.

Schnell sind die Mesferschmittmaschinen neu getankt. Der zweite Einsatz geht wieder über Englands Küste. Südlich von P. zeigen sich die eng­lischen Jäger. Sie sind noch, erheblich unter unseren

Illusionen.

Vvn jeher war es britische Methode, Niederlagen wenigstens propagandistisch in Siege umzufälschen, und in der gleichen Linie liegt es auch, wenn man die Kaltstellung des Ehefs der Royal Air Force als eine Beförderung herausftaffiert, um das eigene Volk und die Weltöffentlichkeit über das Peinliche eines Pferdewechsels mitten im Strom hinwegzu- täuschen. Ader die Depression in England ist doch zu deutlich, um nicht dem Jnformationsministerium Sorgen zu machen. So muß die Jllusionsmaschine Duff Coopers auf höchste Touren gebracht werden. Den Gipfel erreicht die Phantasie dieser Herren in einer vom englischen Nachrichtendienst verbreiteten genauen Beschreibung der seit Kriegsausbruch auf Deutschland unternommenen Bombenangriffe bis Ende September 1940". Was hier von der fyste« matifch zerschmetterten deutschen Benzinproduktion, von schweren Beschädigungen deutscher Ölraffine­rien, von Vernichtung deutscher Transportwege und Dockanlagen zurechtgelogen wird, läßt sich nur aus dem Bestreben erklären, die durch die rollenden Angriffe der deutschen Bombengeschwader täglich mehr zermürbte Bevölkerung Englands über den tödlichen Ernst der Situation Hinwegtäuschen.

700 Schläge, so rühmt sich Churchill, seien auf diese Weise gegen Deutschland geführt worden, ein sorgfältig ausgearbeiteter Plan habtz den Erfolg garantiert. Wie dieser Erfolg in Wahrheit aussah, haben bfe Bewohner der Reichshauptstadt wiederum in der letzten Nacht feftftellen können, wo sieh die britischen Luftpiraten nach demwohlvorbereiteten Plarn ihre Ziele in den Wohnvierteln und unter den mit dem Roten Kreuz weithin gekennzeichneten Anstalten der Kranken- und Wohlfahrtspflege aus­gesucht haben. Aber wenn dem wirklich so wäre.

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wie es Herr Churchill seinen Engländern vörphan- tafiert, wenn wirklich die Royal Air Force auch nur irgendwie beachtliche militärische ober wehrwirtschaft­liche Ziele in Deutschlanb erfolgreich hätte mit Bomben belegen können, warum dann, so wird sich alle Welt fragen, der plötzliche Wechsel im Ober­befehl dieser so vortrefflich geführten britischen Luft­waffe. Da stimmt also etwas nicht, und es ist nur allzu deutlich, wo hier die Rechnung Churchills ein Loch hat. Selbst in England, dessen Bevölkerung man jede Möglichkeit nimmt, sich selbst über die von den deutschen Bombengeschwadern angerichteten Schäden zu informieren, selbst in England werden diese plumpen Jllusionsmanöver Churchills und seiner Helfershelfer eines Tages durchschaut werden. Aber heute glauben die britischen Jllusionspropagan- biften anscheinend noch, dem englischen Volk die dümmsten Märchen ungestraft vorsetzen zu können.

Dazu gehört ein Bericht des militärischen Reuter- Korrespondenten, der allen Ernstes mitteilt, daß dieleitenden Köpfe" der britischen See-, Land-- und Luftstreitkräfte nunmehr an den Krieg aus dem Gesichtswinkel des E i n f a l l es in Deutsch­land dächten. Ein militärischer Angriff auf das europäische Festland setze jedoch eine derartige Überlegenheit der angreifenden Streitkräfte zu Wasser und in der Luft voraus, daß sie auf dem Festland einen tiefreichenden Brückenkopf anlegen könnten und den Nachschub zur See und in der Luft gewährleisteten. Man könne annehmen, daß künftighin einmal der S ü b 0 ft e n bes Reiches von ber Abria her über Triest angegriffen werde, obwohl dies nur einer ber vielen Pläne fei, bie man angesichts der britischen Bewegungsfreiheit zur See ins Auge fasse.

So etwas tischt bie amtliche englische Nachrichten­agentur bem Volk in einer Zeit auf, in ber bie eigene Insel unter dem verheerenden immer dichter auf Versorgungsbetriebe, Rüstungswerke, Hafen- anlagen und Flugplätze herniederprasselnden Bombenhagel ber deutschen Luftwaffe liegt, in der die englische Heimatflotte sich in ihre äußersten Schlupfwinkel verkriecht, um nicht vvn deutschen U-Booten und Bombern aufgespürt zu werden, in ber Geleitzüge mit dringend notwendigen Lebens­mitteln und Rohstoffen nicht einmal unter der Ka­nalküste entlang ungehindert vom Feuer der deut­schen Küstenbatterien passieren können, in ber auch bie britische Mittelmeerflotte nicht in der Lage ist, ben italienischen Stoß gegen Aegypten wirkungs­voll zu parieren. Wahrlich, den Kriegsmachern in London muß das Wasser bis zur Kehle stehen, wenn sie zu derartigen Propagandatricks schreiten müssen, bie mit ihren reinen Illusionen keiner Wirklichkeit standzuhalten vermögen.

Maschinen. In einer großen Rechtskurve kreisen die deutschen Messerschmittjäger über den Briten. Auch diesmal gibt es kein langes Warten. Haupt­mann Wick ist wieder der erste. Im schneidigen Angriff packt er ben ersten britischen Jäger. Ein Feuerstoß genügt! Mit Stichflamme und langer Rauchfahne saust auch bieser Engländer in großen Kurven ber Erbe zu. Noch einmal greift Haupt­mann Wick an. Im Augenvlick hat ber Zweikampf begonnen. Der (Engländer ist aber bem kampfer­probten deutschen Angreifer nicht gewachsen. Er hat eine mächtige Labung in seinen Rumpf erhal­ten. Dann kippt er ab, trudelnd und brennend geht auch er nach unten. Schon ist ber übrige Haufen englischer Jäger verschwunden. Die deutschen Jäger suchen nach neuen Gegnern, aber bas Revier ist frei. Keine feinbliche Maschine läßt sich mehr sehen. Im Heimathafen hören wir bas Ergebnis: Haupt­mann Wick hat noch zwei Maschinen vernichtet und am heutigen Tage mit insgesamt 5 Abschüssen ben 41. Luftsieg errungen! 14 Abschüsse konnte die erste Gruppe des Geschwaders an diesem Wochen­ende für sich buchen.

Stabschef Luhe bei der Nordsee-SA.

Bremen, 6. Okt. (DNB.) Bremen stand am Sonntag im Zeichen ber SA. unb ihrer Wehrmann­schaften.

Aus einer Kundgebung auf dem Marktplatz schil-