Ausgabe 
8.6.1940
 
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zutiefst erschütterten Gegner keine Zelt zur Samm­lung und Reorganisation gelassen werden darf.

In den frühen Morgenstunden des 5. Juni be- aannen die neuen Angriffsoperationen aus der bis­herigen Abwehrfront in Frankreich. Nach dem großen Durchbruch zwischen Maas und Sambre und der Forcierung des Maasübergangs im Raum von SedanMontmedy hatte, während der rechte deutsche Flügel die kichne Nord-West-Schwenkung zum Meere hin unternahm, die Mitte mit Front nach Süden die Linie SommeOise-Aisne-Kanal Aisne erreicht und hatte hier, feindliche Entlastungs­versuche aus Süden und Südosten herangeführter feindlicher Verbände zurückweisend, die große Ein­kesselungsoperation des rechten Flügels in Flandern und im Artois abschirmend gedeckt. Daß dies keine leichte Aufgabe war und von den hier eingesetzten Truppen äußerste Hingabe und zähes Durchstehen forderte, das haben unsere Leser auch dem am Mitt­woch hier veröffentlichten P.K.-Dericht über die Ver­teidigung des Brückenkopfes am Südufer der Somme bei Amiens entnehmen können, bei der uns Ober­hessen besonders eng verbundene Truppenteile in erbittertem Kampf mit französischen Kolonialtrup­pen, einem besonders verschlagenen und heimtücki­schen Gegner, sich heldenmütig geschlagen haben. Wie hier konnte auch an anderen Stellen der lang- gedehnten Südfront in diesen Tagen der Abwehr von einerruhigen Front" keine Rede sein. Um so mehr wird es für diese hier ausharrenden deutschen Truppen eine Erlösung gewesen sein, als für sie im Morgendämmern des 5. Juni das Signal zu neuem Angriff ertönte und sie nun, verstärkt durch zahl­reiche inzwischen herangeführte frische Divisionen, die nun ihre Feuertaufe erhielten, in breiter Front zum Sturm auf die feindlichen Stellungen antre­ten durften. Sie mußten darauf gefaßt sein, bei ihrem Angriff auf eine zähe Gegenwehr zu stoßen. Denn das Moment der Ueberraschung, das bei dem schnellen deutschen Vormarsch durch Holland und Belgien ein so starker Verbündeter der deutschen Truppen gewesen war, fiel ja nun fort, die Fran­zosen mußten vielmehr damit rechnen, daß nach Vernichtung ihrer Nordarmeen der nächste Schlag aus der deutschen Süd front her erfolgen werde. Dem nach der Absetzung Gamelins neuberufenen franzö­sischen Generalissimus Weygcmd war ja als wich­tigste Aufgabe aufgegeben, in einer rückwärtigen Linie Frankreichs Verteidigung neu zu organisieren, und er hat zweifellos die ihm durch die Dernich- tungsschlacht in Flandern belassene knapp genug be­messene Zeit nicht unnütz verstreichen lassen. So hatte er, die Flußläuse der Somme, des Oise-Aisne- Kanals und der Aisne als erstes, besonders für überraschende Vorstöße der Panzerwaffe schwierig zu nehmendes Hindernis im Vorfeld, eine neue Widerstandslinie aufgebaut, die er mit Feldbefesti­gungen mehr provisorischer Art, Drahthindernissen, Minensperren, flankierenden Batteriestellungen und MG.-Nestern zur Verteidigung eingerichtet hatte.

Nach britischen Berichten handelt es sich zudem bei dieser neuen Weygand-Linie nicht um einen ver­hältnismäßig schmalen Gürtel wie bei der Maginot- ßinie, sondern um eine tiefgegliederte Verteidigungs­zone, die sich unter Ausnutzung des Geländes an Flußläufe, Waldstücke und Ortschaften anlehnt und im wesentlichen den Zweck hat, dem Ansturm der deutschen Panzerwagen besser Widerstand zu bieten. Etwas Neues ist damit natürlich nicht geschaffen, wie man es in London recht voreilig triumphierend verkündete. Denn schon im Weltkrieg, z. B. in den Abwehrschlachten in Flandern 1917, hat die deutsche Kriegführung eine ähnliche Taktik bereits ange­wandt. Wenn also diese so entstandene neue Wey­gand-Linie mit der Widerstandskraft der in vielen Monaten und mit allem Raffinement moderner Be­festigungskunst ausgebauten Maas- und Daladier- Linie längs der französisch-belgischen Grenze auch nicht entfernt verglichen werden kann, ganz zu schweigen von der in jahrelanger Arbeit entstande­nen Maginot-Linie, so hatte Weygand doch sicher das Menschenmögliche getan, seinen aus dem Innern Frankreichs herangeführten Armeen in der neuen Stellung einen starken Rückhalt zu geben. Aber er sollte nicht ausreichen, dem Ansturm der deutschen Truppen länger als zwei Tage standzuhalten.

Unser gestern veröffentlichter P.-K.-Bericht gibt ein eindrucksvolles Bild von der umfassenden Be­reitstellung der tief gestaffelten deutschen Angriffs­divisionen, die nun, nach der Ouvertüre des erfolg­reichen deutschen Luftangriffs auf die Luftbasis Paris, der für die feindlichen Luftstreitkräfte durch die Vernichtung von rund 500 Maschinen einen er­heblichen Aderlaß bedeutete, zum Sturm antraten und bereits am ersten Tage in hartem Kampf den Uebergang über die Somme zwischen der Mündung und dem etwa 200 Kilometer flußaufwärts gelege­nen Städtchen Ham und den Uebergang über den Oise-Aisne-Kanal erzwangen. Im ersten lähmen­den Überraschungsmoment gelang es den Pio­nieren, die ersten Brücken über den Fluß zu schla­gen, auf denen die Infanterie auf das andere Ufer stürmt und nun Artillerie aller Kaliber ihr ver­nichtendes Feuer auf die feindliche Widerstands­linie legt und die Batterien des Gegners nieder­hält, so daß die Infanterie Fuß fassen und schnell Verstärkung durch schwere Waffen erhalten kann. Wie hier bei Vicquigny, etwa 12 Kilometer unter­halb Amiens, Der Uebergang erzwungen wurde, so ähnlich wird der Kampf an den anderen Stellen der Front verlausen sein. Damit war die wesentlichste Voraussetzung für das planmäßige Fortschreiten der Operationen mit der Stoßrichtung Südwesten des deutschen Angriffsflügels der Küste entlang geschaffen worden. Bereits am 6. Juni haben sie dazu geführt, daß die Weygand-Linie auf der ?anzen Front durchbrochen werden onnte, ein unerhörter Erfolg, den die deutschen Waffen tm Frontal-Angriff in unvorstellbar kurzer Zeit errungen haben.

Die deutschen Truppen stchen damit im Herzen der Pikardie, einer ausgedehnten, offenen Land­schaft der weiten Weizen- und Rübenfelder mit be­häbigen großen Dörfern und stattlichen Höfen unter hohen Bäumen. Die Somme mit ihren steilen Bö­schungen und vielfach versumpftem Tal bildet einen natürlichen Abschnitt in der sonst offenen Hoch­fläche. Inmitten solcher ausgedehnten Sümpfe liegt auch etwa 20 Kilometer südwestlich St. Quentin das schon genannte Städtchen Ham mit seinen nur 3000 Einwohnern, ganz aus der Landwirtschaft lebend, mit großen Zucker- und Spritfabriken. An seinen Namen knüpft sich eine interessante historische Reminiszenz. In seinem alten Kastell, das als Staatsgefängnis diente, saß Louis Napoleon, der Neffe des großen Bonaparte, von 1840 bis 1846 gefangen, nachdem fein zweiter in Boulogne unter­nommener Putschversuch gegen die Herrschaft des Bürgerkönigs Louis Philipp ebenso mißglückt war, wie der erste in Straßburg. 1846 floh er, als Bau­arbeiter verkleidet, nach London, nach der Februar­revolution 1848 begann sein Ausstieg über die Würde des Prinz-Präsidenten zum Kaiser der Franzosen. Südöstlich geht die Pikardie ohne natürliche Hindernisse von Guise und St. Quentin in Richtung auf Rethel und Reims in die öde Champagne über,

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Neueste Karte des Operationsgebiets in Frankreich.

(Scherl-Bilderdienst-Wege-M.)

der über dem weißen Kreidekalk die Löhlehmdecke ehlt, die die Pikardie so fruchtbar macht. Zwischen

Laon und Soissons zieht sich westlich des hier früher chon genannten, aus schweren Kämpfen des Welt­krieges her vielen alten Soldaten vertrauten Che- min des Dames, der Oise-Aisne-Kanal nach Nord­westen zu in Richtung auf Chauny, etwa 10 Kilo­meter unterhalb mündet er in die Oise, einen Neben- luß der Seine, der mit ihr und der Marne im nach Nordosten offenen Viereck die landschaftlich beson­ders reizvolle ,Hsle de France" bildet. Nach Westen zu geht die Pikardie in die Kreidehochfläche der Normandie über, die mit steilen Kliffen zum Meer abstürzt, während nördlich der Sommemündung dem Steilrand der Küste noch Schwemmland und Dünen vorgelagert sind.

Die Normandie hat die beiden bedeutenden Häfen Le Havre ipib Cherbourg, die die deutsche Luftwaffe bereits in den letzten Tagen erfolgreich mit Bomben belegt hat. Le Havre an der Seine- Mündung ist nächst Marseille der bedeutendste Hafen Frankreichs, da er zusammen mit Rouen, etwa 130 Kilometer oberhalb der Mündung, Um- chlagplatz für den äußerst regen Schiffsverkehr aus dem Pariser Becken zum Meere hin ift Die Stadt, die 165 000 Einwohner zählt, ist durch Außenforts befestigt. Aber der große Kriegshafen der nor­mannischen Küste ist Cherbourg, dessen starke Verteidigungs- und ausgedehnte Hafenanlagen un- ere Kampfgeschwader vorgestern erneut erfolgreich angegriffen haben. Seine Hafenbassins, die sich über ein Areal von 22 Hektar erstrecken, vermögen 40 der größten Kriegsschiffe der französischen Flotte aufzunehmen. Die Stadt, nur 37 000 -Einwohner groß, liegt auf der Halbinsel Cotentin, die die Seine-Bucht nach Westen abschließt. Eine wechsel- volle Geschichte hat Cherbourg zwischen englischem und französischem Besitz hin- und hergeworfen seit der Normanne Wilhelm England eroberte. Erst seit 1450 ist es dauernd in französischen Händen ge­blieben. Nun beunruhigt die deutsche Luftwaffe, weit an der Küste des Kanals vorstoßend, hier be­reits die Flankenstellung der französischen Vertei­digung und die letzten nächsten Verbindungslinien, die den englisch-französischen Verbündeten nach dem Verlust von Boulogne, Calais und Dünkirchen ge­blieben sind, ein gutes Omen auch für die ftrate» aische Auswertung des durch den auch jetzt wieder bewiesenen unwiderstehlichen Elan unserer helden­

haften Truppen so überraschend schnell erzwungenen Durchbruchs durch die Weygand-Linie.

Dr. Fr. W. Lange.

Unsere neue Karte von Frankreich.

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Ostmärkische Gebirgsjäger jenseits -es Polarkreises.

Oie Einnahme -er englischen Feldstellungen bei Giien. Kühnes Lustlandeunternehmen aus der Halbinsel Hemnes. Oer Angriff auf Bodo.

P. K. Es ist 12 Uhr nachts und dennoch nicht dunkler als trüb verhangener Morgen in der Hei­mat. Nur die hohen schneebedeckten Berge verhin­dern, daß die Sonne bis in die Fjorde von Mo hereinscheint. Seit Wochen kennen unsere Sol­daten nicht mehr das beruhigende kraftspende Dunkel der Nacht. In ewiger Helligkeit vollzieht sicb ihr unaufhaltsamer Vormarsch, und die Schlaf­bedürfnisse werden befriedigt, wenn gerade Zeit dafür ist. Zwischen den Kämpfen mit dem weiten norwegischen Raum, seinen unbeareiflichen Ge­ländeschwierigkeiten und dem gemischten englisch­norwegischen Gegner, der Straßen und Brücken sprengt und immer wieder in ausgebauten Stellun- aen oftmals erbitterten Widerstand leistet, bleibt nur wenig Gelegenheit, einen Blick auf die Wunder des Nordens zu tun. Solange es noch kurze Nächte gab, hat man sich wohl hier und da einmal die seltsamen Strahlenbündel des Nord­lichts angesehen, weil sie ein Landser für ferne Flakscheinwerfer hielt, aber er erspäht die seit- same Bläue der Luft und der bizarren Felsenland- jchaft, die die Trostlosigkeit der Hochmoore und der schroffen Felsen mit einem träumerischen Schleier umhüllt. Manchmal scheint die Sonne, wenn sie nach einer knappen Berührung des Horizontes wie­der emporsteigt, in diesem Schleier wie von einem großen Hof umgeben. Einem Sonnenrad ist diese Erscheinung vergleichbar, das in den vier Himmels­richtungen von geschweiften, gleißenden Strahlen­bündeln umgeben ist.

Unsere Truppen haben inzwischen längst den Polarkreis überschritten. Ein kurzes hin­weisendes Wort des Kompaniechefs auf den Stein­sockel mit der Weltkugel auf der Straße von Mo nach Bodö, em paar scherzende Zurufe der Kameraden untereinander haben den sonst unter Nordlandreisenden" üblichen Festakt ersetzt. Für mehr waren der Weg und die Kämpfe bis hierher zu scbwer. Denn immer wieder erwiesen sich schwie­rige Umgehungen von Felsstellungen und gefahren- volle Erkundungen über Fjorde als notwendig. Und immer wieder mußten die Kameraden, (o etwa nach

jeder dritten Sprengstelle von Brücken oder Fels­straßen den Stahlhelm eines Gefallenen auf ein frisches Holzkreuz setzen.

Ein Beispiel für derart schwierige Unternehmun­gen hier im Norden ist der schneidige Angriff unserer Truppen am Elsfjord und die anschließende Einnahme von Mo. Im Els- fjord, einem idyllischen kleinen Ort, in dem sonst um diese Zeit englische Lords ihre Jachten anlegen ließen, um sich zu den von ihnen gepachteten Ge­bieten in der Nähe fahren zu lassen, ist die von Oslo und Drontheim nach Norden führende Straße zu Ende. Zwar führt eine Fähre 15 Kilometer lang über den Störfjord nach Hemnes, wo die Straße weitergeht, aber als unsere Truppen in Eisfjord anlangen, sind die Fährschiffe versenkt oder entführt, ist überhaupt kein brauchbares Fahr­zeug zu erblicken. Die Felswände ringsum schnee- und eisgepanzert, erscheinen zudem undurchdringlich. Aber unsere Gebirgsjäger, von denen der englische Rundfunk behauptet, daß sie alsOester- reicher"^ scharenweise über die schwedische Grenze flüchten", fühlen sich hier in ihrem Element. Ist es doch so, als habe man ihre Alpenwelt in 1500 Meter Höhe abgeschnitten und an die Meeres­küste gesetzt. Auch in geringerer Höhe ist die Vege­tation und die Felsbildung unseren Alpen in 2000 Meter Höhe vergleichbar.

Mit Schneeschuhen und Gebirgskanonen, mit In­fanteriegeschützen und schweren Granatwerfern wird der Aufstieg in die Felsen und Schneeeinöden be­gonnen. Bereits nach 24 Stunden sind die Berge bezwungen und ungeachtet der schweren körper­lichen Anstrengung, von der jeder, der Norwegen nicht kennt, sich einfach keinen Begriff machen kann, wird sofort zum Angriffe angetreten, als auf der soeben erreichten Straße auf starke Feind­abwehr gestoßen wird.

Inzwischen ist ein anderes kühnes Unternehmen in voller Entfaltung. Unter dem Kommando eines Oberleutnants startet eine Anzahl von Wasser­flugzeugen in Drontheim, die mit einer klei­nen Schar von Gebirgsjägern bemannt sind, zum

Fluge in den Störfjord. Als die Schlauch» boote das Festland unweit von Hemnes erreichen,- werden sie von starkem feindlichem Feuer aus Maschinengewehren und Panzerabwehrbüchsen emp»i fangen. Trotzdem wird gelandet, Maschinengewehtti in Stellung gebracht, ein englischer Lastkraftwagen mit zur Verstärkung eilenden englischen Truppe« niedergekämvft, norwegische und englische Gefan», gene gemacht und mit insgesamt 70 Mann ein» ft ar Le englische Stellung genommen,

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die von einem bedeutenden englischen Kommand» besetzt gehalten worden war, das kurz zuvor ein Kreuzer in Hemnes ausgesetzt hatte. Zahlreiche« Kriegsgerät fällt in deutsche Hand, während auf deutfcher Seite nur ein Toter und ein Verwundeter zu verzeichnen sind.

Damit ist den Kameraden, die nördlich Fin­ne i d t im Kampf gegen ein schottisches Garde- bataillon antreten, viel geholfen. Hell strahlt dis Sonne um 3 Uhr morgens, als in erbittertem ©* fecht b e r Einbruch in die starken Bergstellungei« des Feindes gelingt. Dies, nachdem ein Fluß durch­schritten meroen mußte, desien Brücke die Eng­länder kunstgerecht gesprengt hatten. Eine erfte Höhe zu nehmen, beansprucht nahezu vier Stunden, auf einer zweiten Höhe hatten sich die Feinde in­zwischen erneut verschanzt und MG.s in Stellung gebracht. Schließlich mußten noch Kräfte abgezweigi werden, um eine dritte Stellung auf des rechten Flanke zu nehmen, während das Gros de« Feind die Straße entlang verfolgte. Erst viels Stunden später konnte der Feind aus allen,