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Donnerstag, r. November 1940

190. Jahrgang Nr. 264

Roosevelts Wiederwahl

< starke psychologische Gewinn fest, der für das r | verstehen unter unseren beiden Völkern aus den

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1 810 000 BRT.

3 714 000 BRT.

1 638 200 BRT.

worden. Hieran sind beteiligt: Ueberwasserstreitkräfte der Kriegsmarine mit

Unterseeboote mit

Verbände der Luftwaffe mit

Angriffsversuch britischer Flugzeuge aus die Rerchshauptstadt abgewehrt.

Berlin. 7. Roo. (DRV. Funkspruch.) Einige britische Flugzeuge versuchten am 7. 11. gegen Morgen die Reichshauptstadt anzugreifen. Sie wurden aber durch energische Abwehr zur Um­kehr gezwungen, ehe sie überhaupt Bomben abgeworfen hatten.

Austausch diese Arbeiten wesentlich zentralisiert. Wenn es erst zu dem geplanten Deutsch-Spanischen Kulturinstitut kommt, an dessen Aufbau bereits tüchtig gearbeitet wird, dann wird diese Zentralisie­rung noch wirksamer möglich sein.

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zuzählen, die hier fast täglich in der Presse genannt werden. Eben hat Professor Domagk am spani- chen Dermatologenkongreß teilgenommen. Dann war es Professor Baader, der über Berufskrank­heiten sprach. Professor N i e m e i e r stellt sied­lungsgeschichtliche Untersuchungen in Andalusien an. So kann man ohne Unterbrechung zurückgehen auf die Zeit, als Professor Schulten Numantia aus­grub. Und wahrscheinlich darüber hinaus. In neue­rer Zeit hat der akademische Austausch- d i e n st und das Zentrum für deutsch-spanischen

Berlin, 6. Rov. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Kampffliegerverbände setzten am 5. November und in der Nacht zum 6. November ihre B erget- tungsflüge gegen London fort und verursach­ten an vielen Stellen neue Brände und Explosionen. Zahlreiche Luftangriffe richteten sich außerdem auf Hafen-, Industrie- und Verkehrsanlagen in Süd - und O st-England, wobei vor allem in Great Yarmouth heftige Explosionen zu be­obachten waren. 3m Laufe des Tages kam es zu meh­reren für uns erfolgreichen Luflkämpfen. Deutsche Jäger schossen allein vor P o r t l a n d 9 feindliche Flugzeuge ohne eigene Verluste ab. Bei nächtlichen Angriffen auf schottische Hafen- und Industrie­anlagen konnten in Dundee besonders starke Brände festgestellt werden.

Am Pentland-Firth erhielten zwei feind­liche Vorpostenboote so schwere Treffer, daß mit ihrem Verlust zu rechnen ist. Das Verminen britischer Häfen wurde fortgesetzt.

Britische Flugzeuge flogen bei Rächt in Holland und in das Reichsgebiet ein und warfen an ver­schiedenen Orten Bomben. Rur an einer Stelle ge­lang es ihnen, eine Industrieanlage zu treffen und dabei in einer Spinnerei ein Rebengebäude in Brand zu sehen. Das Feuer konnte jedoch in Kürze gelöscht werden. Die übrigen Bomben fielen ent­weder auf freies Feld oder in Wohnviertel, wo einige Häuser beschädigt, zwei Zivilisten getötet und mehrere verletzt wurden.

Die gestrigen Verluste des Feindes betrugen 2 3 Flugzeuge, davon 21 im Luflkampf, eins durch Flakartillerie uyd eins durch Marineartillerie. Sechs eigene Flugzeuge werden vermißt.

Beim Verminen britischer Häfen zeich­nete sich das KampfgeschwaderGeneral W e v e r" in ununterbrochenem Rachteinsah auch

Richt eingerechnet sind in diesen Zahlen die Ver­luste an feindlichen Kriegsschiffen und Kriegsfahr­zeugen sowie die Verluste der feindlichen und für England nutzbaren neutralen Handelsschiffahrt in­folge von Rlinenunlernehmungen der Kriegsmarine oder der Luftwaffe und infolge Beschießung durch Küslenbatlerien.

Die Gesamtverluste des Feindes seit Kriegsbeginn liegen demnach noch wesentlich höher, zumal die schwerbeschädigten Schiffe die Luftwaffe allein hat seit Kriegsbeginn Handelsschiffe mit mehr als 3 Millionen BRT. schwer getroffen nicht in vor- 3 Millionen BRT. zum großen Teil schwer getrof­fen nicht in vorstehenden Zahlen enthalten sind. Es kann aber mit Sicherheit angenommen werden, daß ein Teil dieser beschädigten Schiffe ihre Heimat­häfen nicht mehr erreicht hat oder nicht mehr wieder­hergestellt werden konnte.

vnnkmid Verlag: SrShlfche UniverMStrdrnckerei L Q»ge

Reuyork, 7. Rov. (DRV. Funkspruch.) Rach einer Zwischenzählung von 18.40 Uhr MEZ., die eine Gesamtzahl von 40 649 938 Wählern erfaßt, hat Roosevelt 22 198 790 Stimmen erhalten und Willkie 18 451 480. Durch das der amerikanischen Präsidentenwahl zugrunde liegende Wahlmänner­system ergibt sich jedoch ein ganz anderes Verhält- nie. Danach führt Roosevelt in 39 Staa­ten und erhält durch die Eigenart dieser indirekten Wahlmethode 468 Wahlmänner st immen, während sich für Willkie in neun Staaten 63 Wahl­männerstimmen ergeben.

Die leichten Veränderungen, die sich gegenüber den von uns bereits in einem Teil der gestrigen Auflage des G. A. mitgeteilten ersten Zählungen ergaben, bestätigen die Wiederwahl Roose­velt s. Es ist dem Präsidenten gelungen, in einigen wichtigen Staaten, wie in Reuyork, Pennsylvanien, Illinois, Massachusetts und Ohio, die zusammen mit den demokratischen Südstaaten allein rund 300 Wahlmänner stellen, die Mehrheit zu erlangen. Roosevelt hat eine Mehrheit von ungefähr vier Mil­lionen Stimmen erhalten. Bei seiner letzten Wahl hatte er eine Mehrheit von 11 Millionen Stimmen. Bei den am Dienstag gleichzeitig durchgeführten Kongreßwahlen erlitten die Republikaner einige überraschende Riederlagen. In mehreren bisher traditionell republikanischen Staaten Reu-Englands, wie Eonnecticut und Rhode Island, errangen die Demokraten die Mehrheit. Wesentliche Veränderun­gen im Stärkeverhällnis der Parteien im Kongreß werden jedoch nicht erwartet. Rach offizieller Berech­nung von 14.10 Uhr haben die Demokraten 222 Abgeordnetenmandate erhallen, die Republikaner 107. Für die Mehrheit im Repräsentantenhaus ge­nügen 218 Sitze. Die demokratische Mehrheit im Senat ist nie ernstlich gefährdet gewesen.

*

Vielleicht ist Roosevelt stolz darauf, daß er nach 39 Präsidentenwahlen in der Geschichte der Der- einiaten Sta7lten als 31. Präsident das erste Bun- desoderhaupt ist, das entgegen der Tradition m einer dritten Amtsperiode amtieren wird. Aber der Präsident wird ja Zweifellos nicht nur die

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Anzeigenteil 7 Rvk. te mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Stps. te mm bei 70 mm Zeilenbrelte Nachlässe:

Wiederholung Malftaffell Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25U/O mehr

Seit Kriegsbeginn 1,1 Millionen BRT feindlichen Schiffsraumes vernichtet.

Allein im September und Oktober über t,3Mill.BRT. feindliche Schiffsverluste.

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unter ungünstigsten Wetterverhältnissen besonders aus.

Die Kriegsmarine führte in den beiden vergange­nen Monaten den Handelskrieg gegen England mit steigendem Erfolg. Auch die Luftwaffe ariff neben der Durchführung ihrer Hauptaufgabe^ dem Einsatz gegen die britische Insel, in den letzten beiden Monaten eine große Zahl von Schiffen und Geleilzügen an.

Es wurden an feindlichem oder dem Feind nutz­barem Handelsschiffsraum in den Monaten Sep­tember und Oktober versenkt:

1 308 600 BRT.,

davon durch U.-Voote allein 946 000 BRT.

Damit sind seit Kriegsbeginn insge­samt 7 1 6 2 200 BRT. feindlichen oder dem Feinde nutzbaren Handelsschiffsraumes vernichtet

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Deutsch-spanische Begegnungen

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Das gleiche Blatt wendete sich dann gegen die miserable Literatur", welche versuche, das Bild des bedeutenden Mannes, der Spaniens Gast ge­wesen sei, zu verfälschen. Man sieht also, daß hier gerade durch die starke Betonung des Persön­lichen der Reichsführer ff dem spanischen Volk menschlich nahe gebracht werden und damit der Feindpropaganda, die ihren haß auch immer ganz persönlich formuliert, der Boden entzogen werden konnte. Die Herzlichkeit, mit der gerade die breiten Massen der Arbeiterbevölkerung in den dichtest be- Mkerten Stadtteilen Madrids dem Chef der deut-: lchen Polizei zujubelten oder in Barcelona vor sei­nem Hotel standen und immer wieder sein Erschei­nen forderten, bis sich der Reichsführer ff der Menge zeigte, bewiesen, wie erfolgreich unsere spa­nischen Freunde in ihrem Bestreben, Deutschland : und seine führenden Persönlichkeiten zu populari- ! sieren, waren und weiterhin sein werden.

Daß die Besprechungen, die Hitler mit Franco oder Himmler mit spanischen Politikern hatte, auch rein sachlich Früchte, und zwar sehr bedeutende Früchte bringen werden, steht ganz außer Zweifel. Abgesehen von allen greifbaren und vertragsmäßig i] formulierenden Ergebnissen, steht schon jetzt der il tL___. .. f.. x * < « i r x a f hot* T.1 nn

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Zahlen der Wahlmänner zur Kenntnis nehmen, die für oder gegen ihn gestimmt haben. Sie verhalten sich, grob gesehen etwa wie: 1:5 zugunsten Roose­velts, Zahlen, die gegenüber dem eigentlichen Wahl­ergebnis völlig irreführend sind. Das liegt an dem merkwürdigen amerikanischen Wahlsystem, das bei den Präsidentenwahlen ein falsches Bild der Volks­stimmung geradezu verursacht. Denn, wie wir hier bei der Schilderung der Kompliziertheiten dieses Wahlsystems bereits dargelegt haben, führen die­jenigen Wahlmänner, die in einem Bundesstaat die Mehrheit für ihre Partei erhalten, nun ihrem Kan­didaten nicht etwa nur die ihnen wirklich gegebe­nen Stimmen, sondern sämtliche überhaupt abgegebenen Stimmen ihres Bundesstaa­tes zu, ohne jede Rücksicht darauf, wie groß die un­terlegene Minderheit ist.

Daraus geht hervor, daß bei einer direkten Wahl die für Roosevelt heruusgekommene Mehrheit zum mindesten sehr fraglich gewesen wäre. Die Präsi­dentenwahlen in den USA. sind nach ihrer ganzen Anlage in erster Linie eine innere Angelegenheit der Nordamerikaner. Zweierlei aber muß man bei der Beurteilung des Wahlergebnisses gleichwohl be­rücksichtigen. Erstens stand dem alten und neuen Präsidenten der ganze gewaltige Propaganda-Appa­rat nicht nur der demokratischen Partei, sondern vor allem auch der amerikanischen Bundesregierung zur Verfügung, ganz abgesehen davon, daß Roose­velt ja seit acht Jahren eine weltbekannte Persön­lichkeit ist, während sein Gegner Willkie überhaupt erst seit Beginn des Wahlkampfes in seinepi eigenen Lande ganz allmählich aus einer völligen Anonymi­tät herauszutreten begann. Zweitens aber müssen wir noch einmal daran erinnern, daß Roosevelt bei seiner ersten Wahl die größte Mehrheit aller ameri­kanischen Präsidenten auf sich vereinigte und selbst in der zweiten Wahl noch immer mit einer Mehr­heit von 11 Millionen Stimmen siegte. Jetzt aber, bei der dritten Wahl, zeigt sich ein so starker Rück­gang der demokratischen Stimmen im Repräsentan­tenhaus, daß es nur noch zu einer geringen Mehr­heit für Roosevelt gereicht hat. Die Mitglieder des Repräsentantenhauses werden nicht wie der Präsi­dent indirekt, sondern direkt gewählt. 1936 erhielten die Demokraten im Repräsentantenhaus noch volle 61 Prozent aller Stimmen, jetzt nur noch 55 Pro­zent. Die Verstärkung der republikanischen Oppo­sition gegen Roosevelt ist also erheblich, wenn man

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(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Madrid, November 1940.

In Spanien hat die Tatsacke, daß das historische Treffen des deutschen und spanischen Staatschefs auf französischem Bode n stattfand, eine besondere Befriedigung ausgelöst, weil der Spa­nier bisher beim Ueberschreiten der Pyrenäengrenze niemals das Gefühl der Unbehaglichkeit und des Widerstrebens ganz los wurde. Uber diese Grenze führt zwar der Weg in die Welt, aber in jene westeuropäisch-französische W e l t, die immer auf Spanien als aus eine zweitklassige Macht herabsah. Und wieviel geistiges und materielles Un­heil ist vom Norden über die Pyrenäen nach Spa­nien eingebrochen! Die .Tatsache, daß nun Hitler gerade an dieser Stelle Franco, das heißt Spa­nien, die Hand reichte, wird von der spanischen Presse und Oeffentlichkeit als historische Genug­tuung empfunden. Sie werden es Deutschland nie vergessen, daß es Spanien zu jener Genugtuung verhalf und damit einen seelischen Auftrieb und eine starke Haltung gab, zu der das im Bürger­krieg so sehr geschwächte Volk aus eigenem noch längst nicht in der Lage gewesen wäre.

Der Spanier fühlt häufig mehr, als er klar umrissen weiß, wieviel er Deutschland schuldet. Mag 'das gesteigerte Bewußtsein des eigenen Wertes manchn^l eine abgeklärte Würdigung eigener und fremder Verdienste zum Beispiel beim Rückblick auf den letzten Bürgerkrieg erschweren, so kommt doch die wahre Gesinnung des Volkes bei solchen -Anlässen wie den letzten Staatsbesuchen spontan zum Ausdruck. So wurde der Reichsführer ff Himmler hier bei seinem kürzlichen Besuch ge­feiert, wie bisher kein anderer ausländischer Staats­mann in Spanien. Die spanische Presse widmete dem deutschen Gast tagelang ihre ersten Seiten, den sie menschlich dem spanischen Publikum nahe- -zubringen suchte und in dem fie1 zu gleicher Zeit pen hervorragenden Mitarbeiter des Führers und Vertreter des neuen Deutschland herausstellte.

So schrieb z. B. die Falange-Zeitung Arriba: Mit Männer wie Heinrich Himmler gelangen die starken Staaten auf die Höhe ihrer Macht. Der Haß, mit dem sie von ihren Feinden, den Feinddn ihres Vaterlandes, verfolgt werden, ist der beste Wert­messer ihrer Fähigkeiten. Man verzeiht ihnen nicht, daß sie tüchtige und ganze Männer sind. Die Feinde wünschen ja nur, daß diese Männer zaudern und unfähig seien, die ihnen von ihrem Führer anver- iraute Mission durchzuführen. Kein unabhängiger Staat kann bestehen ohne innere Sicherheit. Himm­ler, zuerst innerhalb der nationalsozialistischen Par­tei, dann im Bereich der umfassenden Sicherheits- arganisation des Dritten Reiches und der ange- »chlojsenen oder unterstellten Gebiete, hat ausgie- dige Proben feiner Tatkraft und seiner Verdienste

Churchill einst und jetzt.

Die harten Schläge, welche die Widerstandskraft des Empires zermürben, Haden Churchill in eine geradezu verzweifelte Lage gebracht. Er wartet auf neue Schläge und kann nichts anderes tun, als eine Briten zu ermahnen, bei der Stange zu blei­ben und ihre Hoffnung wie.Nora in IbsensPup- venheim" auf das Wunderbare zu setzen! Aber worin dieses Wunderbare bestehen soll, wann es eintritt, das wagt heute selbst ein Churchill nicht auszudeuten. Und das will doch wirklich viel sagen.

Von Rede zu Rede wird Churchill immer pessi­mistischer, der leichte Aufputz mit billigen Phrasen wird immer dürftiger. Auf der einen Seite sagt er, die Lage im Orient sei ernst, sehr ernst. Wört­lich:Wir Haden eine gigantische Armee an der anderen Seite des Kanals uns gegenüberstehen, wir Haden eine andere mächtige und zahlenmäßig weit überlegene Armee an der Grenze der lydischen Küste uns gegenüberstehen." Und weiter:Ich habe chon mehrere Male betont, daß ich ein günstiges Ergebnis im Orient nicht gewährleisten kann." Ader im nächsten Atemzug versichert er:Ob man nun die Front in Großbritannien oder den Kriegsschau­platz im Mittelmeer betrachtet, so kann man, glaube ich, sagen, daß wir uns in einer besseren Lage be- inden als wir es vor vier bis fünf Monaten vor­an szuisagen gewagt hätten." Griechenland? England will ihmbis an die Grenzen unserer Lei­tungsfäh igkeit helfen", womit eigentlich alles gesagt ist, was England nicht tun wird.

Die Wirkung der B o m b a r d e m e n t s auf Eng­land?Auch unserer Munitions- und Flugzeugpro­duktion ist kein allzu hoher Schaden zugefügt wor­den", sagt Churchill, womit er zugibt, daß ein hoher Schaden entstanden ist. Die U-Boote? Hier kommt das Uederraschende. Churchill sagte, das Anwachsen der U-Bootangriffe gegen die eng­lische Schiffahrt im Atlantik seiw eit bedenk­licher als die Luftangriffe". Ferner:Wir müssen damit rechnen, daß im nächsten Jahr die Angriffe der U-Boote gegen uns noch schwerer sein werden". Aber sogleich fabelt er davon, nicht 1940

berücksichtigt, daß Roosevelt im Wahlkampf auf jeden Fall den längeren Hebel in der Hand hatte. Der Sieger Roosevelt hat in seinen wenigen Wahl­reden wiederholt versichert, seine Hauptaufgabe sei die Heraushaltung der Vereinigten Staaten aus dem europäischen Kriege. Es wird sich nun zu zeigen haben, ob nach der Wahl das als richtig bestätigt wird, was vor der Wahl aus propagandistischen Gründen Geltung hatte.

Der Wahltag in Reuyork.

Reuyork, 6. Nov. (Europapreß.) Der heftigste Wahlkampf, den die Geschichte der Vereinigten Staa­ten von Nordamerika je gesehen hat, ist abgeschlossen. Hunderttausende bevölkerten die Stadtmitte Neu- yorks. Vor allem am Timessquare sah man große Gruppen von Menschen in heftigster Diskussion, während die Lautsprecher dröhnten und Massen von Flugblättern wie Konfetti durch die Luft wirbelten. Ganze Kalvalkaden von Wahlautos durchfuhren unter unaufhörlichem Hupenlärm und Sprechchören der Insassen die Hauptstraßen Neuyorks, beide Par­teien waren sich dessen bewußt, daß die 47 Stimmen Neuyorks vielleicht den Ausschlag in dieser Wahl ceben können. 19 000 Polizeibeamte machten vom Montagabend ab 44 Stunden Dienst, jeweils die Hälfte überwachte die Wahllokale, während bte andere in der Stadtmitte Neuyorks kontrollierte. Der Ausschank von Alkohol war während der Wahl­zeit von 6 Uhr morgens bis 9 Uhr abends verboten. Der Wahlkampf endete mit einer kurzen Radio­ansprache Roosevelts aus dem Hyde Park, nachdem er nachmittags in Begleitung von Schatzsekretär Morgenthau benachbarte Bezirke bereift hatte.

Außer den bereits gemeldeten Wahlen wurde auch eine Volksabstimmung in Hawai vorge- nommen. Sie geht darum, ob Hawai als 49. Staat in den Staatsverband der Vereinigten Staaten ein­tritt, wodurch der Flagge der Vereinigten Staaten ein weiterer Stern eingefügt werden würde. Ein Drittel der Bevölkerung Hawais ist j a p n i s ch e r Herkunft. Diese Abstimmung ist allerdings zunächst ohne gesetzliche Wirkung und nur als eine Aeuße- rung Hawais zu werten.

Das Echo in Rom.

Rom, 7. Nov. (Europapreß.) Die Wiederwahl Roosevelts hat in Italien keine Überraschung aus- gelöst. Man erklärt, die Haltung Italiens bleibe un­verändert. Kommentare werden an die Entscheidung der nordamerikanischen Wählerschaft nicht geknüpft, weil man sich grundsätzlich von der Einmischung in die Innenpolitik eines fremden Staates fernhält. Bei der außenpolitischen Betrachtung der Wahl wird darauf verwiesen, daß beide Kandidaten erklärt hat­ten, sie wollten England volle Unter st üt- zung zukommen lassen, aber neutral blei­ben. Das sei die bekannte Haltung, an der durch die Wiederwahl Roosevelts sich nichts ändern werde.

Giornale d'Jtalia" schreibt,die von den beiden Kandidaten Roosevelt und Willkie in ihren Reden bekundeten Richtungen erschienen in der letzten Zeit so verwandt, daß die Wahl des einen oder anderen keine besondere Bedeutung haben konnte. Es ist interessant gewesen, zu sehen, daß Roosevelt in letzter Stunde, um noch eine grö­ßere Anzahl von Stimmen aus sich zu vereinigen, wiederholt Aeußerungen über seinen Willen getan hat, die Vereinigten Staaten aus dem Kriege her­auszuhalten. Anderseits ist es interessant, fest­zustellen, daß die frühere Politik Roosevelts auf eine ideologische und tätige feindliche Hal- : tung gegenüber den Achsenmächten und Japan an . der Seite Englands ausgerichtet war, und Mar : dermaßen, daß es schon heute mehr als schwer sein : würde, eine genaue Trennungslinie zwischen einer . wirklichen Intervention und der gegenmär« i tigen sogenann1enNeutral,itüt zu ziehen.*

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s letzten Fühlungnahmen feiner berufenen Vertreter ; sloß. Der Besuch Serrano Suners in Berlin fürste in Deutschland ähnliche Folgen gezeitigt haben. Hier galt er als Bestätigung der Anerken­nung, das Spaniens Streben nach neuer imperia­ler Größe im Rahmen der europäischen Neuordnung finden wird und des wiedergewonnenen Ranges Spaniens unter den Nationen. Nach Jahrhunderten der Dekadenz und des Niederganges fühlt Spanien letzt wieder tragenden Wind unter den Flügeln und lieht in Serrano Suner den im Ausland, und ge­rade auch in Deutschland, anerkannten Sprecher seiner Wünsche. Deutschland und fein Führer stehen (ruf Spaniens Seite! Dieses Gefühl wird starker und stärker in allen Spaniern. Es ist bei der Regie­rung wie bei den breiten Massen des Volkes zur Grundlage jeder weitergehenden Planung geworden. Man weiß, daß die Planung nurmit Deutsch­land erfolgen kann. Und man will auch gemein­sam mit dem siegreichen Deutschland siegreich sein!

Nicht mur auf die führende Schicht ist das Ge­fühl der deutsch-spanischen Gemeinschaft beschrankt. Es gibt ja nicht nur Staatsbesuche. Gerade die Hun­gerte von Reisen deutscher Privatleute nach Spa­nien und bedeutender Spanier nach Deutschland er- vänzen das Bild und runden es ab. Deutsche Künst­ler zeigen sich vor spanischem Publikum; deutsche Philharmoniker, Schauspieler, Virtuosen werden folgen. Seit Jahren werden diese Kontakte gepflegt lind verstärkt. Don Richard Langs ^a^.ef^on3eF3 len noch während des Bürgerkrieges in Bilbao bis zu dem letzten großen Erfolg der deutschen Militar- mufiter auf dem Madrider Stierkampfplatz fuhrt eine große und ununterbrochene Linie. Und hltzM kommt die P i o n i e r a r b e i t d e u t s ch e r Wis° I« n s ch a f t l e r. Es ist unmöglich, die Namen auf«

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