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Gietzener Anzeiger
«uä- General-Anzeiger für Oberhessen
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Der Polenterror gegen die Ukrainer
Daimler-Gedächtnispreises beschlossen, für junge deutsche Ingenieure, die sich auf dem Gebiet des Fahrzeug- und Motorenbaues durch besondere Leistungen ausgezeichnet hätten.
gelieferten Waren vermindert." Stauning wies daher auch eine weitere Senkung der Krone im Verhältnis zum Sterling zurück, da eine solche wohl der Landwirtschaft, nicht aber dem Volksganzen Nutzen
und Trostlosigkeit geworden. Was dort geschieht, ist um so schmerzlicher, weil die Rechte der Ukrainer durch einen internationalen Vertrag ga« rentiert wurden, weil jedoch die Genfer Liga sich allen Protesten gegenüber taub gestellt hat und weil die übrige Welt die Lage nicht kennt oder ihr doch gleichgültig gegenübersteht."
Die schauerlichen Verbrechen, die die Ukraine über sich ergehen lassen mußte, stellten den systematischen Versuch dar, das viele Millionen zählende Ukrainischs Volk, das von dem Versailler Verbrechen dem polnischen Untermenschentum anvertraut worden war, systematisch zu vernichten. Das ukrainische Volk, eines der fruchtbarsten Völker Europas, hat nach eigenen polnischen Angaben mindestens 1 220 000 Menschen unter den grausamsten und teuflichsten Qualen dem polnischen Sadismus opfern müssen, weil es dis Herren von Versailles so wollten, dieselben Herren, die im Herbst 1939 die Stirn hatten, ihre Volker zum, Schutze dieses Barbarenstaates in den Krieg zu treiben. Schlechterdings grotesk aber ist es, wenn nun auch noch das Märchen erfunden wird, als ob Polen Lin Hort der Freiheit und der Demokratie gewesen sei Das polnische Volk verdiente es nicht, daß ihm andere, weit höher stehende Volksgruppen zur Be- herrschung übergeben wurden. Diejenigen, die im vollen Bewußtsein dieser Lage eine solche Übertragung aus machtpolitischen Gründen dennoch vor- nohmen, um Deutschland von Osten her dauernd schwächen und gefährden zu können, sind im voller Umfange mitschuldig für die furchtbare Tragödie.
Empfindliche Lücken in den englischen Vorposteneinheiten
Ehurchill beschlagnahmt die Jischerflotten von Grimsby und Hüll.
widmen"
Was geschieht, wenn alle diese gemeinen Mittel erfolglos bleiben? — „Sie stacheln die dem Feinde benachbarten Nationen auf", antwortet More unbedenklich, „sie bringen dieselben mit ihm ins Handgemenge ... zu gleicher Zeit versprechen sie diesen neuen Verbündeten Hilfeleistungen, lassen ihnen das Geld im Stillen zufließen, vermehren die Kräfte derselben jedoch nur um eine geringe Zahl von Bürgern". Ist das noch Utopie oder Wirklichkeit? Wir erleben es ja in diesem Augenblick wieder, daß England die Neutralen auf seine Seite zwingen möchte, und die diesen Staaten versprochenen „Hilfeleistungen" heißen heute Garantien.
Außerdem verfügen diese Utopier noch über das „barbarische, rohe und wilde Volk der Zapoleten". — Diese werden angeworben, durch „glänzende Versprechungen verlockt" und später „an die gefährlichsten Posten" gestellt — man denkt an die englischen Kolonialvölker. „Der größte Teil derselben kommt um und kehrt niemals zurück, um das ihnen Versprochene einzufordern." So weit More. Wenn er dann noch versichert, daß die Utopier die Truppen der Staaten verwenden, deren Verteidigung sie übernehmen, sodann die Hilfslegionen ihrer Übrigen Verbündeten und erst ganz zuletzt ihre
scheute polnische Joch zu kommen. 20 Jahre polnischer Herrschaft in der Ukraine bedeuteten ein Terror- Regiment unerhörtester Art. Die sog. „Pazifika- tionen", in denen ganze Dörfer vom Erdboden vertilgt, die Kirchen angezündet, das Vieh geraubt, bis Menschen vertrieben wurden, rissen nicht ab. Die Ukrainer wurden durch grausame Mißhandlungen gezwungen, ihr durch schwere Arbeit erworbenes (Eigentum selb st zu vernichten, ihre Häuser zu demolieren, das Getreide zu zerstreuen, die Fußböden aufzureißen und zu zerhacken. Marterungen der politischen Gefangenen waren an der
Im Jahre 1853 finden wir den jungen Gottlieb Daimler als einfachen Arbeiter in dem elsässischen Werk Grafenstaden. Hier erprobt der Neun- zehnjährige fein technisches Können erstmals praktisch. Als Vorarbeiter verläßt er nach drei Jahren den Betrieb. Er bekommt auf dem Stuttgarter Polytechnikum ein Freistudium, nach dessen Vollendung er im Ausland, namentlich in Frankreich und England, seine Kenntnisse in der praktischen Motortechnik so vervollkommnet, daß er selbst schöpferisch wirken kann. Im Jahre 1876 baut er mit seinem Freunde Wilhelm Maybach und dem bekannten Motorenkonstrukteur August O t t in der Gasmotorenfabrik Deutz AG. den ersten Viertakt- Gasmotor, doch vernachlässigt er über dieser Neuschöpfung seine frühere eigene Idee, den Bau eines leichten, schnell laufenden Motors keineswegs. Am 16. August 1883 entsteht in Daimlers eigener Versuchswerkstatt in Stuttgart-Bad Cannstatt, wieder durch Zusammenarbeit mit Maybach, der erste Benzinmotor. Nachdem er anschließend die Schmierund Kühlprobleme zufriedenstellend gelöst hat, geht der nunmehr 50jährige Daimler daran, diese neue Kraftquelle für den Betrieb von Fahrzeugen aller Art nutzbar zu machen. Am 29. August 1885 wird ihm sein erstes, noch aus Holz gefertigtes Motor- Zweirad patentiert Im Herbst des folgenden Jahres tritt Daimler mit feinem ersten üierräbrigen Automobil an die Oeffentlichkeit, einem Kutschwagen, der — durch einen l^pferbigen Motor getrieben, 18 Kilometerstunden Geschwindigkeit erreicht. Es entstehen bald auch Motoren für Schiffsantrieb, sein erstes Motorboot muß er bei den aufsehenerregenden Probefahrten auf dem Neckar mit elektrischen Jsolatioskörpern tarnen, weil der Treibstoff Benzin noch als gefährlicher Explosivstoff bient. Balb sind auch die ersten Straßenbahndraisinen und Feuerspritzen mit Daimler- Motoren ausgestattet, und 1888 wird zum ersten Male der Versuch unternommen, das Luftschiff des Leipziger Buchhändlers Wölfert damit anzutreiben.
Inzwischen war 1887 in einem neuen, weiträumigen Fabrikanwesen am Seelberg in Bad Cannstatt d i e e r ft e B e n z i n m o t o r e n f a b r i k der Welt entstanden, deren Konstruktionsbüro Maybach leitet. Leider kommt es zu der von deutschen Erfindern schon oft gemachten Erfahrung, daß das Ausland große deutsche Techniker eher erkennt als das eigene Vaterland. Verschiedene französische Fabriken hatten Daimlers Patente erworben, und als im Jahre 1894 das „Petit Journal" zum ersten „Internationalen Wettbewerb für Wagen ohne Pferde" auf ruft, gestaltet sich dieser aus der Straße Paris—Rouen ausgetragene Kampf zu einem unerhörten Triumph für „Papa Daimler". Nachfolgende Konkurrenzen bringen überall Daimler als Sieger heraus, der Erfolgsweg des leichten Benzinmotors ist unaufhaltsam. Bis zum Jahre 1890 hat Daimler die Kosten seiner ganzen Konstruktionsarbeit aus eigener Tasche bestritten, dann aber muß er fremdes Kapital zu Hilfe nehmen. Am 28. November 1890 wird die Daimler-Motoren-Gesellschaft
Amsterdam, 7. März. (DNB. Funkspruch.) Wie die „Times" mitteilt, hat Churchill, um die schweren Verluste, die die englischen Vorposten- Einheiten erlitten haben, auszugleichen, an geordnet, baß die Fischerflotten von Grimsby und Hüll beschlagnahmt werden. Damit ist jeglicher Fischfang unmöglich gemacht worben, obwohl gerade die Fischerflotten von Grimsby und Hüll für die Ernährung der britischen Arbeiterklassen von ausschlaggebender Bedeutung sind. Die beiden Flotten waren hauptsächlich zum Fang in arktischen Gewässern eingesetzt. Die Maßnahmen Churchills haben auf einen Schlag 600 000 Arbeiter brotlos gemacht, die alle auf irgendeine Weise mit ber Fischerei von Grimsby und Hüll in Verbin- bung standen. Churchill hat nun Agenten zu den brotlos gewordenen Arbeitern geschickt, die versuchen sollen, diese Leute zum Dienst auf U-Bootfallen oder auf Minensuchern zu überreden.
Englands Krieg erschüttert die dänische Wirtschaft.
Kopenhagen, 6. März. (Europapreß.) Ministerpräsident Stauning hat in einer Rede unumwunden zu verstehen gegeben, daß die Kriegsverhältnisse für Dänemark eine Erhöhung der Preise, Verminderung der Ausfuhren, zunehmende Arbeitslosigkeit und eine Senkung des Lebensstandards mit sich bringen müssen. Besonders aufgefallen ist, daß Stauning seine Ausführungen einleitete mit dem Satz: „Die in England durchgeführte Geldpolitik hat den Ertrag der von der dänischen Landwirtschaft
sagen.
„Corriere della Sera" schreibt, England habe zu große Eile gezeigt und zu wenig Verständnis für die Bedürfnisse der Nichtkriegführenden. Italien habe vor einiger Zeit Verhandlungen angebahnt, um den jetzigen Zwischenfall zu vermeiden, es habe Verständnis für den englischen Standpunkt gezeigt, indem es seine landwirtschaftlichen Erzeugnisse im Austausch gegen englische Kohle angeboten habe. England habe sich jedoch damit nicht zufrieden gegeben, sondern habe seine Delegation
Englands Anschlag auf die italienischen Kohlentransporte
Wachsende Verstimmung in Vom.
Ein Revolutionär der Technik
Zum 40. Todestag van Gottlieb Daimler.
Utopie wirdWirklichkeit.
Seit jeher haben die Menschen das Bedürfnis gehabt, sich jenseits dieser wirklichen Welt eine andere auszumalen und sich ein.Wölkenkuckucksheim, ein Staatsideal, auszudenken, in dem alle Menschen, von allen irdischen Nöten befreit, in einer vollkommenen „Glückseligkeit" dahinleben. Zu den Schriften, die aus diesem Verlangen entstanden sind, gehört etwa P l a t o s „Staat" ebenso wie F l ch - f e 5 Abhandlung vom „Geschlossenen Handelsstaat", gehört auch des Engländers Thomas More „Utopia", die im Jahre 1516 erschien und so großes Aufsehen erregte, daß sich der Name der „Utopie" von ihr auf alle anderen Bücher dieser Art übertragen hat.
Thomas More — er war unter Heinrich VIII. Lordkanzler von England — schildert in seinem Buch die Staatsverfassung der Insel Utopia, die ihren Bewohnern ein so vollkommenes Glück gewährleistet, daß dem Leser vor so vieler Vollkommenheit etwas beklommen zu Mute wird; freilich wird dieses irdische Paradies auch nur dadurch möglich, daß More gleichsam durch ein Hintertürchen, die ... Sklaverei einführt, so daß diese vollkommene Welt auf der menschenunwürdigen Ausbeutung einer Sklavenschicht durch die Herrenkaste begründet ist. Auch sonst sind die Bewohner von Utopia auf eine sehr gerissene Art vorsichtig und weitschauend. Sie sammeln Reichtümer, um damit im Kriegsfälle „fremde Truppen anzuwerben und reichlich zu besolden; denn die Regierung von Utopien will lieber Fremde als die eigenen Bürger dem Tode aussetzen". Diese Worte, im Jahre 1516 geschrieben, sind, wie wir wissen, heute Tein utopisches Dogma mehr: sie find die Maxime der englischen Politik geworden.
Im Kriege benehmen sich die Utopier gegen dis feindlichen Völker mit einer durch nichts zu über* bietenden Gemeinheit. Zwar versichert More, daß sie den Krieg als etwas „ganz Bestialisches" verwünschen und daß sie bei ihren Kriegserklärungen „nur das Wohl der Menschheit im Auge haben" — Worte, als seien sie aus einer englischen Zeitung von 1940 abgeschrieben — aber diese idealen Bestrebungen haben sehr merkwürdige Folgen: „Für die Utopier besteht der schönste Ruhm darin, den Feind nur durch Gewandtheit und List besiegt zu haben. Dann sieht man sie öffentliche Triumphs feiern, sie rühmen sich, als Menschen und Helden (!) gehandelt zu haben ..."
Wer erinnert sich nicht des papierenen Flugblattkrieges, mit dem die Engländer in den ersten Kriegsmonaten einen Keil zwischen Führer und Volk tret- ben wollen, wenn er bei More folgendes liest: „Un* mittelbar nach der Kriegserklärung tragen die Utopier Sorge, insgeheim am nämlichen Tage und in den vornehmsten Orten des feindlichen Landes Proklamationen anschlagen zu lassen, die das Siegel des Staates tragen. Diese Proklamationen versprechen dem Mörder des Fürsten glänzende Belohnungen ... Die Utopier setzen somit Preise auf die Köpfe der Räte oder Minister. Der dem Mörder versprochene Lohn wird für denjenigen verdoppelt, welcher einen der Todgeweihten lebend überliefert. — Mit der dankbarsten Freigebigkeit belohnen sie diejenigen, die sich allen Gefahren der Verräterei
gegründet. In stolzer Freude erlebt er noch den Siegeszug seiner letzten Neuschöpfungen und baut das Werk zur führenden Fabrikationsstätte für automobile Fahrzeuge aus. Heute wird das geistige Erbe dieses großen Deutschen in den vielfältigen Betrieben der Daimler-Benz-AG. gepflegt und vermehrt, in jenem Weltunternehmen, das nun- fett der 1926 vollzogenen Verschmelzung mit dem Rheinischen Motorenwerk Benz & Co. auch das Werk dieses zweiten deutschen Auto-Pioniers zu höchster Wüte gebracht hat.
Ein Gottlieb-Daintter-Gedächknispreis für erfolgreiche deutsche Ingenieure.
Aus Anlaß des 4 0. Todestages Gottlieb Daimlers fand in Cannstatt die Einweihung der von der Stadt Stuttgart und der Daimler-Benz AG. eingerichteten Gottlieb-Daimler-Gedächt- n t 5 ft ä 11 e statt. Oberbürgermeister Dr. S t r o e • I i n zeichnete das Lebenswerk des Erfinders. Damit der Name Daimlers auch zukünftigen Generationen ein leuchtendes Verbild und Ansporn zu höchster Leistung sei, hab« man di« Stiftung eines Gottlieb^
Rom, 7. März. (Europapreß.) Die italienische Presse beschränkt sich auf die Wiedergabe der Berichte ihrer Korrespondenten über die Stimmung in London und Paris und über die Beurteilung der italienischen Protestnote in den neutralen Staaten. Sie unterläßt weiterhin eigene Betrachtungen. Daß aber die Wegnahme der italienischen Kohlenschiffe die italienische Oeffentlichkeit schwer verstimmt hat, tritt klar zutage. Unwillen hat auch die Aufmachung der Nachrichten über die Wegnahme dieser Schiffe — heute werden insgesamt dreizehn gezählt — durch die englische Presse erregt. So berichtet „Lcworo Fascista'. Heber die ganze Seite laufende Ueberschriften haben das bescheidene Ereignis der Wegnahme von Handelsschiffen durch Panzerkreuzer zu einer heroischen Tat zu stempeln versucht. Diese „Dramatisierung" des Ereignisses in der englischen Presse, sei verständlich, es mangele eben zumindest in der gegenwärtigen englischen Chronik an glorreichen Episoden, über die zu berichten wäre. Es werde zwar nicht offen zugegeben, so berichtet der Londoner Korrespondent des „Giornale d'Jtalia", man erkenne aber dennoch in London, daß sich durch
Wegnahme der italienischen Kohlenschisfe d i e
Lage sehr verschlechtert habe. „Times" und „Daily Herald" hätten ein „seltsames" Mittel ausfindig gemacht, um das aufgeworfene Kohlenproblem in einer „beide Teile befriedigenden Weise zu lösen". Das Prisengericht werde die ausgeschiffte italienische Kohle deutschen Ursprungs wie üblich dem Mei st bietenden zum Kauf anbieten. Das könne auch einem neutralen Staat gegenüber geschehen. Italien könne also die deutsche Kohle, von England zurückkaufen. Die englische Geschäftstüchtigkeit, so sagt „Giornale d'Jtalia", sei durch nichts zu überbieten, das müsse man schon
Churchill falscher Statistiken bezichtigt
Amsterdam,?. März. (DNB. Funkspruch.) Das in Liverpool erscheinende englische Schiffahrtsblatt Journal of Commerce and Shipping Telegraph bezichtigt mit erstaunlicher Offenheit Churchill der systematischen Lüge und der Herausgabe gefälschter Statistiken über Die britischen Schiffsverluste. Das
bringen könne.
Die dänisch-englischen Verhandlungen über eine von der dänischen Landwirtschaft geforderte Preiserhöhung für Butter und Speck sind plötzlich unterbrochen worden, weil die Londoner Regierung sich nicht bereit erklärte, Preise zu zahlen, welche die Subventionen der Kopenhagener Regierung an die dänische Landwirtschaft in Höhe von 45 Millionen Kronen monatlich überflüssig machen. Die dänische Abordnung ist daher nach Kopenhagen zurückgekehrt. Wenn es nicht gelingt, mit den Engländern ein zufriedenstellendes Preis- und Quotenabkommen zu erzielen, würde die dänische Regierung gezwungen sein, die am 31. März ablaufende Ordnung zur Unterstützung des Butter- und Speck-Exports nach England zu verlängern. Es werden erneut Stimmen laut, die dagegen Einspruch erheben, daß die englische Regierung jeder wirtschaftlichen Vernunft zuwider der dänischen Landwirtschaft Preise aufzwinge, von denen man weiß, daß sie nicht einmal den Produktionskosten entsprechen. Die Forderung „ßos von England" . spricht das Wirtschaftsblatt „Börsen" deutlich aus; es schreibt: „Freilich besteht ja noch die Möglichkeit, durch Umstellung der Wirtschaft auf veränderte Produktionsmethoden neue Märkte zu finden. Wie die Verhältnisse im Augenblick liegen, scheint dies der einzige Ausweg zu sein, einer Senkung des Lebensstandards in Dänemark zu begegnen."
Für den deutschen Motorenbau ist die Abkürzung DBM., Daimler-Benz-Motoren, zu einem Begriff geworden. Ein Begriff, der gerade in der Gegenwart nicht nur zu Lande und zu Wasser, sondern auch in der Luft seine Triumphe feiert. Es ist ja nicht zuletzt der Qualität der Motoren zu verdanken, wenn in Verbindung mit der aerodynamischen Formgebung Deutschland zur Zeit die schnellsten Flugzeuge der Welt besitzt. Zahlreiche Typen der Standardflugzeuge, die gegenwärtig bei der deutschen Luftwaffe eingesetzt werden, sind mit DB- Motoren ausgerüstet und können ihre flugtechnische Ueberlegenheit auf sie zurückführen. Es muß also als Ehrenpflicht angesehen werden, des großen deutschen Pioniers der Motorenfabrik, Gottlieb D a i m l e r, zu gedenken, der neben Dr. Carl Benz als der Schöpfer der Grundlagen der modernen Motorisierung in der ganzen Welt bezeichnet wird.
Beim heutigen Stand der Motortechnik will es kaum glflubhaft erscheinen, daß die Entwicklungsgeschichte des Verbrennungsmotors erst in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts begann und daß erst 40 Jahre verflossen sind, seit Gottlieb Daimler nach einem arbeitsreichen Leben von uns schied. Seine Erfindung des leichten, nicht mehr ortsge- bunbenen Schnelläufermotors war keineswegs eine „Zufallsentdeckung". Sie bildete vielmehr das praktische Endergebnis einer mühevollen und planmäßigen Forschungsarbeit. Gottlieb Daimler trug den Gedanken an die Schaffung dieses neuartigen Motors fast sein halbes Leben mit sich herum. Wenn wir heute rückschauend das Leben blefes Erfinders betrachten, dann wird uns offenbar, daß Gottlieb Daimler nicht nur — neben Carl Benz — der „Erfinder des Automobils" gewesen ist, sondern ein wirklicher Kämpfer und Revolutionär der Technik.
Berlin, 6. März. (DNB.) Die deutsche Informationsstelle teilt mit: Das polnische Emigrant e n f o m i t e e, das sich in einer westfran- zösischen Kleinstadt als „polnische Regierung" ausgibt, versucht, das Interesse seiner Alliierten dadurch wachzuhalten, daß Polen angeblich em Vorkämpfer für Freiheit und Demokra ° t i e gewesen sei, der von den übrigen demokratischen Staaten nun in der Stunde seiner Not nicht im Stich gelassen werden dürfe. Enthüllte bas unmenschliche Verhalten der polnischen Herrenschicht gegenüber der deutschen Minderheit schon die ganze Grausamkeit dieses Volkes, so kommt ine wahre Natur Polens auch in erschreckender Weise in der Behandlung der nichtdeutschen Minderheit e n , die in entlegeneren Teilen Polens weitab von der größeren Weltöffentlichkeit wohnten, zum Ausdruck.
Die in das neu geschaffene Polen eingeschlosse- nen Millionen von Ukrainern find niemals gefragt worden, ob sie denn diesem polnischen Staatsverband angehören wollten. Im Gegenteil, sie haben sich mit aller Energie dagegen verwahrt, unter das seit Jahrhunderten verhaßte und Mrad-
Blatt schreibt: „Es ist eine verhängnisvolle Neigung amtlicher englischer Kreise, so zu tun, als ob die englischen Schiffahrtsverluste durch Minen, U-Boote und Flugzeuge gar nicht so besonders hoch seien. Die Lage ist im Gegenteil weit ernster als man 3 u gibt Besonders bedenklich ist es, wenn man ständig irreführende Statistiken veröffentlicht, in denen man die Schiffsverluste mit der angeblichen Gesamttonnage vergleicht, die zu Beginn des Krieges im Besitz Englands gewesen ist. In dieser Gesamttonnage befinden sich nämlich auch alle diejenigen Schiffe, die für den Frachtverkehr überhaupt nicht in Frage kommen. Eine solche Methode ist völlig abwegig und erzeugt nur ein falsches Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung." — Mit einem Wort: das führende englische Schifs- fahrtsblatt gibt offen zu, daß alle Behauptungen Churchills krasse Lügen sind und alle Veröffent- lichungen der Admiralität gefälscht.
Tagesordnung. .
Diese grauenhaften Zustände haben die offiziellen Stellen der Westmächte, die für die Überlassung des unglücklichen Volkes an die polnischen Barbaren verantwortlich waren, zu keinem Eingreifen veranlaßt. Nur einige Oppositionsblätter hatten den Mut, die Dinge beim wahren Namen zu nennen. So schreibt der „Manchester Guardian" am 14. Oktober 1930: „Noch niemals hat die Welt etwas Schlimmeres gesehen als die Schreckensherrschaft, die die Polen zur Zeit in der Ukraine üben. Die Ukraine itz «in d-r


