Ausgabe 
6.7.1940
 
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Von unserer Serliner Schristleiiung.

Ver öptiker amSühnkofl

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eit

und wendig ausnutzenden Durchführung durch die

Frankreichs Außenminister brandmarkt das Vubenstülk Churchills

Wie wir schon in einem Teil unserer gestrigen Ausgabe berichten konnten, hat die französische Re-

men, da die britische Admiralität nicht mehr über die notwendigen ^Mittel dazu verfüge. Admiral

Der Abbruch der Beziehungen.

Frankreichs Aniwort auf -en britischen Lleberfall bei Oran

ließen, die ihn mm als Feldherrn über die Schlacht­felder Polens und Norwegens, Flanderns und Frankreichs zum Siege führten. Er teilt den Lorbeer mit seinen Soldaten, denn nur das Vertrauen m die unvergleichliche Einsatz ft eudigkeit, in die Fayrg- keit und Tapferkeit der deutschen Wehrmacht Recht­fertigte die Kühnheit der strategischen Konzeption. Wie der Abschlußbericht des Oberkommandos aus­drücklich feststellt, war die deutsche Führung gezwun­gen, aus einer strategisch keineswegs günstigen 2xn» sangsstellung heraus die Operationen zu beginnen. Denn im Frontalangriff gegen stärkste, meist hin­ter Flüssen und Kanälen gelegene Befestigungen und im Kampf mit einem zahlenmäßig überlegenen Gegner mußte das deutsche Westheer den Durch­bruch erzwingen, der erst die Voraussetzungen für die Umfassung und Vernichtung des Feindes schuf. Um in eine solche Schlacht hinein zu gehen, ist es notwendig, mit dem vollen Glauben an den Erfolg hinein zu gehen, mit allen seinen Kräften und nut dem unerschütterlichen Willen, den Weg zu Ende zu gehen, ohne jeglichen Hintergedanken , so scynev einst im Weltkrieg General Nivelle über Die Möglichkeit eines siegreichen Durchbruchs. Mit die­sem Willen allein ist er freilich nicht getan, dafür ist Nioelles eigenes Schicksal der beste Beweis, aber dieser brennende Wille des Feldherrn und dazu ein

rat ihrer ehemaligen Waffenbrüder empfunden.

Die ftanzöfische Presse ist in ihrer Sprache so scharf gegen Großbritannien, wie sie nie mehr seit der Affäre von Faschoda (1896), von der Krieg und Frieden zwischen Großbritannien und Frankreich abhingen, gewesen war. DerPetit Dauphi - nois" (Grenoble) erinnert an die vielen Opfer, die die ftanzösischen Soldaten in Norwegen, in Flan- haben und stellt fest, daß sie nun in diesem scheuß- dern und in Frankreich für England gebracht lichen Verrat den traditionellen Lohn Albions gefunden haben. Frankreich, das sich geopfert habe, ein England zu retten, sei durch das gemeine Verbrechen von Oran nun in die Ver­gangenheit zurückversetzt, die es sich hüte, zu ver­gossen, die lange Geschichte eines Landes, das seine Freiheit vor der englischen Zuchtrute suche. Es ist jetzt die Zeit, so schließt derPetit Dauphinos", sich dieser Dinge zu erinnern. Man hat viele Zusammenbrüche von Bündnissen gesehen, aber wenige endeten mit einer solchen Schande, wie die von Dran. Eine solche Handlung trägt seine Strafe in sich selbst.

Der französische Oberkommissar für die Propa­ganda P r o u v o st fragt Churchill, warum er sich denn vor dem Angriff auf Oran nicht mit der Re­gierung P6tain in Verbindung gesetzt habe. Frank­reich habe nicht anders handeln können, als es ge­tan habe. Es sei Frankreich schon teuer zu stehen ge­kommen, zu Lande Soldat für Herrn Churchill zu spielen und nün solle Frankreich auch noch Herrn Churchills Seesoldat werden. Die­selben ftanzösichen Matrosen, die jetzt dem eng­lischen Angriff zum Opfer gefallen seien, hätten in Flandern die Rettung der englischen Ar­mee ermöglicht. Frankreich werde die letzten Ereignisse nie vergessen.

Zahlreiche Tote und Verwundete auf Seiten der Engländer.

Madrid, 5. Juli. (DNB.) Aus Algeciras wird gerneK)et, daß an dem brutalen Ueberfall von Dran die englischen SchlachtschiffeHood" undRe­solution" sowie einweiteresLinienschiff und acht Zerstörer teilnahmen. An Bord von drei Zerstörern trafen am Donnerstag zahl» reiche Tote und Verwundete in Gibraltar ein. Auch liefen zwei Zerstörer ein, die starke Beschädigungen aufwiesen.

fassung von Anfang an gestellt ist. Die Haupt­schwierigkeit besteht beim Durchbruch immer darin, ihn so weit vorzutreiben, daß der Gegner völlig auseinandergesprengt ist und die Operation im Be­wegungskriege vollendet werden kann. Gleich den Wassern eines Stromes, der einen Damm durch­brochen hat, muß die Durchbruchsarmee ihre Kräfte strahlenförmig nach allen Seiten hin ausbreiten, wobei die Sicherung der eigenen Flanken vor feind­lichen Gegenstößen für die Durchbruchsarmee, wie es namentlich die große deutsche Frühjahrsoffensive 1918 gezeigt hat, eine Lebensfrage ist. Die einzige im Wesen des entscheidungsuchenden Krieges ver­ankerte berechtigte Grundabsicht für den Feldherrn, der den Durchbruch als Entjcheidungsform wählt, kann nur die sein, die Operation in einem Zuge innerhalb kürzester Frist zur ftegreichen Entschei-

die Eigenschaften zusammen, die den Feltzherrn machen; durch den Willen werden sie beseelt und zur Wirkung gebracht; der Mut gegenüber der persönlichen Gefahr und gegenüber der Verant­wortung, die Standhaftigkeit, die Kühnheit, die Ent­schlossenheit und das sichere Treffen des Richtigen, die Geistesgegenwart, die Selbstbeherrschung und das Gleichgewicht. Immer wieder zeigt sich, daß der Feldherrnwille eine Frucht des Charakters ist, eine Gewohnheit der Seele." Es sind die gleichen Eigen­schaften, die dem Führer als Staatsmann den Zu­sammenschluß des deuffchen Volkes in einer einzigen politischen Weltanschauung, seine moralische und wirtschaftliche Gesundung, seine Wiederwehchastma- chung und die Schaffung der außenpolitischen Vor­aussetzungen für seinen Befreiungskampf gelingen

reichs Widerstandskraft erschöpft, die Bitte um Waf­fenstillstand krönte den glänzendsten Sieg deutscher Waffen. v

Generaloberst von Seeckt, der als Schöpfer der Reichswehr inmitten einer jedem soldatischen Ge­danken feindlichen Welt in aller Stille eine so große vorbereitende geistige und organisatorische Arbeit für die heutigen Siege der deuffchen Wehrmacht geleistet hat, lagt:Das Geheimnis der Willens­stärke führt den Krieg, gewinnt den Sieg, macht aus dem General den Feldherrn. Im Willen strömen

Frankreich die Konsequenzen zog, die langst selbst- verständlich geworden waren.

Frankreichs Systemregierunaen hatten dafür ge­sorgt, daß das ftanzösische Volk die jahrhundertealte Erbfeindschaft zwischen Frankreich und England ver­gessen hatte, obwohl ja in der Normandie und an der Loire unzählige Ruinen zerstörter Burgen und Schlösser noch heute für jedermann sichtbar von Dem Wüten der englischen Soldateska in Englands hundertjährigem Kriege gegen Frankreich zeugen. Vergessen war auch Englands erbitterter Kampf gegen die erste Republik und gegen Napoleon, die Schmach von Faschoda, wo 1898 der französische Oberst Marchand vor den britischen Drohungen den Sudan räumen muhte, wurde totgeschwiegen. Aus dem Weltkrieg, wo die Engländer sich in ihrem ganzen nordftanzösischen Etappengebiet wie die Herren des Landes benahmen, weiß mancher fran­zösische Frontkämpfer von der brutalen Anmaßung der Engländer gegenüber den französischen Kampf­genossen zu erzählen. Aber da England einen Fest­land sdegen und Frankreich einen Bundesgenossen in seinem Bedürfnis nachSicherheit" haben zu müssen glaubte, hat die Entente cordiale dreieinhalb Jahrzehntelang selbst schwere Verstimmungen über­dauert. Es wird sich noch zeigen müssen, ob Frank­reich nun für die Dauer von einer Anglomanie ge­heilt ist, die im ftanzösischen Volke selbst niemals eine Pflegestätte gefunden hat.

Welche unmittelbaren politischen Folgen der Bruch im übrigen hat, läßt sich im Augenblick nicht er­messen. Churchill hat nut seinem Schützling, oem ftanzösischen Exgeneral de Gaulle bisher wenig Glück gehabt, denn dieser Emigrant wird von allen maßgebenden Franzosen als Landesverräter ab ge­lehnt. De Gaulle fft der Schreibstubengeneral, des­sen Bekanntschaft mit dem Pariser Nachtleben ihn um allen Kredit brachte und dessen Protektor, der Börsenschieber Reynaud, jetzt seine Schulden nicht mehr bezahlen kann. Dieses Subjekt mag sich mit Churchill paaren. Verbrecher haben Weiche Kap­pen. Aber sie werden dem Urteilsspruch nicht ent­gehen. Dieses Lumpenpack muß in der Tat unschäd­lich gemacht werden. Will sich aber das englische Volk mit ihm identifizieren?

Im Schutze her Nacht.

Neue planlose Bombenangriffe forderten weitere Opfer unter der Zivilbevölkerung.

Berlin, 5.Juli. (DNB.) Es häufen sich die Meldungen, wonach die britische Luftwaffe ihre planlosen Angriffe auf nichtmilitärische Ziele des deutschen Heimatgebietet richtet. Bei Der Bombckr- dierung eines kleineren Ortes in Westdeutsch- land durch englische Flieger fielen in der Nacht vom 1. zum 2. Juli Drei Bomben auf ein Getreide­feld. Durch eine dieser Bomben wurde ein in der Nähe befindliches Bauernhaus beschädigt. In einem anderen Fall, bei Dem adjt Bomben ab« geworfen wurden, trat umfangreicher Geb ciud e- schaden ein. Erheblich schwerwiegendere Folgen hatte ein Angriff der Royal Air Force auf das Stadtgedie einer norddeutschen Stadt. Hier wurden 20 Spreng« und 30 Brandbomben ab« geworfen (darunter sechs Blindgänger), durch die zwei Zivilpersonen getötet und drei ver­letzt wurden. Außerdem wurden 10 Gebäude durch Brand zerstört und mehrere Häuser durch Bombensplitter beschädigt.

Weiterhin wird ein Luftangriff aus das Wohn­gebiet einer rheinischen Stadt bekannt. Es sielen 25 Brand- und 15 Sprengbomben. Von fünf Blindgängern explodierte einer er ft nach sechs Stunden. Ein Haus wurde zerstört und meh« rere andere Gebäude beschädigt. Der Sachschaden war beträchtlich. Auf das Wohnviertel einer an­deren Stadt wurden 14 Bomben ab geworfen. Hier waren, abgesehen von Gebäudeschäden, ein Toter und sieben Verletzte zu beklagen. Weniger erfolgreich" waren die englischen Gentlemen im Hunsrückgebiet. Hier wurden zwei Heuhaufen durch Bomben in Brand gesetzt. Alle diese Helden­taten der britischen Luftwaffe wurden im Schutzs der Nacht vollbracht. Das Schuldkonto der RAF- wächst von Tag zu Tagt

von nie ermattendem Angrfffsgefft durchdrungenes foeer im Zusammenwirken aller Waffen geschult, mit den modernsten Kampfmitteln ausgerüstet, ein­gespielt auf den großen DperaHonspIan per Ober­sten Heeresleitung und doch zu selbständigen Ent­schlüssen der Truppenführung fähig, Das sind Die beiDen wesentlichsten Voraussetzungen für den Er­folg Und sie beide waren in den großen Vernich- tungsschlachten gegeben und hefteten Den Sieg an die deutschen Fahnen. .

Kein Sieg, Der nicht Durch Opfer errungen wird. Wenn, gemessen an Der Größe der Erfolge, die deutschen Verluste gering sind, so fft das der aus­gezeichneten Schulung des deuffchen Soldaten, Der Überlegenheit Der Deutschen Waffen und Der deut­schen Führung zuzuschreiben, die Die deutschen Ver­luste auf einen Bruchteil Dessen begrenzen konnte, was der Feind an Verwundeten und Toten hat em- büßen müssen, von Der ungeheuren Zahl per Ge­fangenen ganz zu schweigen. UnD Doch fft in viele deutsche Familien die Trauer eingezogen um Den Verlust eines ihrer Lieben. Wir neigen uns in Ehrfurcht und Dankbarkeit vor ihrem Schmerz und dem Opfer ihrer Söhne, Väter und Brüder. In der Erinnerung an ihren Tod wird sich die Nation derer würdig zeigen, die für Deutschlands Zukunft ihr Leben gaben. Dr. Fr. w. Lange.

zum Meer, wurden die letzten noch auf dem Fest­land kämpfenden britischen Divisionen und starke französische Kräfte eingekreist und zur liebet gäbe gezwungen, während die Masse Der Heeresgruppe Bock Dem Feind über die untere Seine nachsetzte und in Die Schutzstellung um Paris einbrach. Arn 14. Juni zogen Truppen des Generals Der Artillerie v o n K ü ch l e r in die ftanzösische Haupt­stadt ein. Der linke Flügel Des Feindes war zer-1 trümmert /

Währenddeß war am 9. Juni die Hauptoperation von der Mitte aus durch die Champagne und am linken Maasufer eingeleitet worden. Jnfanterie- divistonen der Heeresgruppe Rundstedt durchbrachen in zweitägigem hartem Ringen die Aisne-Stellung und bahnten den Schnellen Trup­pen der Generale von Kleist und Guderian Den Weg über die Marne. Wenige Tage später ge­lang auf Dem linken Flügel Der Heeresgruppe Leeb, was niemand für möglich gehalten hatte, Der Durchbruch Durch Die Maginotlinie im fron­talen Angriff, Der von schwerer Artillerie, Stucka- und Kampfgeschwadern sowie Flak wirkungsvoll unterstützt wurde. Was sich nun in Dem Riesenraum zwischen Der französischen Atlantikküste und der Schweizer Grenze abspielte, entspricht ganz dem an-

Genf, 6. Juli. (Europapreß.) Der französische Außenminister B a u d o i n hat ip Vichy eine Er­klärung zu dem englischen Piratenstück vor Dran abgegeben, in Der er Das Bubenstück Churchills vor der Weltöffentlichkeit auf das heftigste brandmarkte Durch Den Ueberfall auf Die vor Anker liegenden Schiffe bei Mers el Kebir habe, so sagte Baudoin, Churchill für immer Die Ehre <£ n g = lands befleckt. In seinen weiteren Ausführungen schilderte Baudoin, Frankreichs bisherige Außen­politik, die feit langen Jahren von Dem Wunsch geführt gewesen sei, nichts zu tun, was es mit der auswärtigen Politik Großbritanniens auseinander­bringen könnte. Die Sanktionspolitik, Die es von Italien trennte, sei diesem Wunsch entsprungen, ebenso seine Politik gegenüber Mitteleuropa und Deutschland. So sei Frankreich in den Krieg mit Deutschland im Fahrwasser Englands eingetreten.Wir haben den Rückzug unserer Nord- armee vornehmen müssen, nachdem sie bis zum letzten Tag kämpfte, um einen großen Teil der englischen Armee zu retten, wäh­rend gleichzeitig nur ein geringer Teil Der ftanzö- ' fischen Armee gerettet werden konnte." Baudoin er« | innerte Dann Churchill an dessen Erklärung ge- schäulichen Silbe, bas Krafft von Delmenfingen mm l-genttich einer Sitzimg bes Dber(ten Sriegsr^ee dem idealen Fortgang ber Operationen nach vollende- der Wes^nach e m der er sagte Englandwerbe tem Durchbruch entworfen habGleich ben Wassern Srankreich selbst IM Falle ,neo Separachn ben- eines Strome- ber etän Damm durchbrochen hat", Üst Deutschlanb, leine eite Tr°ue bewahren Baubom so breiteten sich nun bie Serbänbe ber brei deutschen Kloß mit ben Worten: --Un!«e Bez ehungen zu Heeresgruppen in bei rastlosen Verfolgung ber un. ®n«Ia,ni. " ^°Ri chtun g ein

t r ben wuchtigen Schlägen ber beutschen Waffen Frankreich habe daher ben Entschluß gefaßt seine zersprengten feinblichen Streitkräfte aus auch hier- fti P l ° m atifdjen Be zieh u n gen mck benen bei wie schon beim Durchbruch selbst au bas wirk- ?b zubrech en b,e am Blut , eine rSo hn iamfte unterstützt von bei Luftflotten b« Generale NF ul big sind Der tt°nz°stschen .Regierung liege Ke selriig unb Sperrte. Vor bem Ansturm d°ran mit ben ihr nerbhebenen Mitteln unb m ge- ber Heeresgruppe Bock vermochte ber Feind sich -Meter Form di - Ehre u n b die Inter- auch an ber Loire nicht mehr sestzusetzen. In küh- - i I e n Frankreichs zu schützen.

nern Zupacken eroberte die Heeresgruppe Rundstedt Die französische Admiralität schreibt zu dem fei- die Festung Verdun, Die im Weltkrieg allen deut- gen britischen Ueberfall auf die französische Flotte scheu Angriffen gettotzt hatte, warf Schnelle Trup- i m Hafen von Dran: Die französffche Flotte ver- pen über Saone und Doubs durch den Jura an die Dient es nicht, auf Befehl von Herrn Chur- Schweizer Grenze bei Pontarlier und schloß so den chill in Den Rücken getroffen zu roerben, Ring um Die sich in einzelnen Abschnitten De- der hn letzten Winter die französische Admiralität Maginotlinie wie bei Diedenhofen noch verzweifelt an flehte, ihre hauptsächlichsten Kräfte dem wehrenden aber, aus ihr herausgeworfen, in Loch- Schutz Der kanadischen Schiffe zu wid- ringen und in den Vogesen sich zusammendrängenden *" *

französischen Kräfte. Der Durchbruch an allen Fron- , o

ten hatte in Der genialen Anlage und scharf durch- Darlan hat die Dankesbriefe von Herrn Churchi dachten Weiterentwicklung Der Gesamtoperation nicht verlegt. Die ftanzösischen Seeleute, die se wie in Der kühnen, jede neue Lage entschluhfreudig

sechs Monaten ohne zu rechnen ihre Kräfte geopfert

.. , w , haben, um der britisch en Marine, die chrer

Truppe mit einem vollen strategischen Erfolg ge- gewaltigen Aufgabe nicht nachkommen konnte, zu endet. Das ftanzösische Heer war vernichtet, Frank-lhelfen, haben mit Entrüstung den Ver­

reich ist am Freitag nicht mehr so groß wie am Donnerstag, als wohl zum erstenmal in Der Geschichte von Westminster sogar Das Publikum in Den Zuschauerlogen des Parlaments laut Dem Ministerprä sidenten Beifall klatschen und rufen Durfte, ohne, wie es bisher üblich war, bei Der ersten kleinsten Meinungsäußerung aus" Der Halle entfernt zu werden. Als Churchill mit Trä­nen in Den Augen feinen Bericht über Den Angriff beendet hatte, brach im ganzen Haus ein Bei­fallssturm los, wie man ihn bisher noch nie­mals erlebt hatte. Zwölf Stunden später werden in Parlamentskreisen wie Blätter zu melden wissen Die er ft en Seöenfen laut, wenn­gleich auch Die Presse Den neuen englischen Sieg feiert. In Meinungsäußerungen, die nicht wie die Presse Der Zensur unterworfen sind, rechnet man jedoch mit schweren Folgen für Das englisch- französische Verhältnis, auch für Die Zeit nach Be- eNDigung Des englisch-deutschen Krieges.

Die englische Presse Dagegen unterstützt selbstver­ständlich Die schamlosen Rechtfertigungsversuche Churchills. DerEvening StanDarD" schreibt:Die englische Marine hat in Den Herzen aller Engländer ein freudiges Echo ausgelöst. Die englische Flotte hat mit Kühnheit und Entschlossen­heit gehandelt, wie sie dies immer in einem ent­scheidenden Augenblick der brittschen Geschichte ge­tan hat. Wenn die französische Kriegsflotte", so er­klärt Das Blatt noch mit ebenso viel Unverschämt­heit als Angst,in Die Hände des Feindes gelangt wäre, der sie ohne Zweifel gegen England einge­setzt haben würde, würde sich das Gleichgewicht Der Seestreitkräfte zu Ungunst en Großbritanniens ver­schoben haben."

Erste Vedenken in London.

Der Abbruch der Beziehungen wird der englischen Öffentlichkeit verschwiegen.

Stockholm, 6.Juli. (Europapreß.) Der Ab­bruch Der diplomatischen Beziehungen zwischen Eng­land und Frankreich ist von London bisher ver­heimlicht worden. In seiner Abendsendung stellte Der britische Rundfunk am Freitag lediglich fest, daß Der ftanzösische Botschaftsrat und Geschäftsträger Frankreichs, C a m b o n , am Freitag im englischen Außenministerium vor st eilig wurde und einen äußerst scharfen Protest Der französischen Reale* rung überreichte, Der sich mit Der Versenkung der französischen vor Anker liegenden Streitkräfte in Nordafrika befaßte. Der Londoner Rundfunk muhte zugeben, Daß es sich hierbei um Den ,Drastischsten und schärfsten" Protest gehandelt habe. Der je ab­gegeben worden sei.

Die englische Begeisterung über Den Ueberfall auf Die Kriegsflotte des ehemaligen Verbündeten Frank­

Dung zu führen. rci

Betrachten wir mit Diesen Gedanken Krafft von Dellmensingens rückschauend, was wir selbst in die­sen Wochen immer wieder staunend miterleben Durften. Schon Die Eröffnunasoperation 3ur großen Schlacht in Flandern und im Artois, Der Durch­bruch durch Die Maaslinie unD Der blitzschnelle Vorstoß an Die Kanalküste, zeigte alle Merkmale Des Durchbruchs als EnffcheiDungsform, geraDezu ins Gigantische gesteigert Durch Den Einsatz moderner Kampfmittel und durch Das vom Motor bestimmte ungeheuerliche Tempo Des Ablaufs Der Operation. Das gleiche BilD zeigte auch Die große Vernichtungs­schlacht in Frankreich vom 5. bis zum 25. Juni, Die aus Der während Der Flandernschlacht zur Sicherung Der linken Flanke Der Durchbruchsarmee gesoffe­nen Deuffchen Süd front geführt wurde. Enttang Der unteren Somme, Des Oise-Aisne-Kanals und Der Aisne mit Anlehnung an Den beim Deuffchen Durch­bruch stehengebliebenen rechten Eckpfeiler Der Maas- linie, hatte noch während Der Kämpfe in Flandern Der neue Generalissimus Der Alliierten eine Hefe .

Verteidiaunaszone errichtet, Die zwar gegenüber Den gierung nach Dem britischen Schurkenstreich von eben durchbrochenen Grenzbefestigungen ihren Oran alle diplomatischen Beziehungen provisorischen Charakter nicht verleugnen konnte, hu England abgebrochen. Sie hat auch Be- aber nach Den in Den letzten Kämpfen mit Panzern fehl gegeben, englische Schiffe und Flugzeuge bei und motorisierten Verbänden gemachten Erfchrun- Annäherung an ftanzösische Küsten, auch der Ko- aen aestaltet worden war, wobei den Franzosen Das Ionien, ohne Warnung anzugreifen. Das französische vielfach eingeschnittene und unübersichtliche Gelände Volk, von England langst verraten, von seinen sowie ihre Kunst, jedes natürliche Hindernis, jeden früheren Regierungen unD Der ihnen yeldlich ver- Wasserlauf, jedes Waldstück, jedes Dorf und jede pflichteten Presse systematisch hmters Licht geführt, Ferme zu einer kleinen Festung auszubauen, zu- steht in Der Stunde seiner tiefsten Erniedrigung gute gekommen war. Die rechte Flanke Der Wey- durch England hinter Dem Marschall Pötain. Die gand-Zone gegen Die Die ftanzösische Oberste Churchillsche Untat fyat viele noch in Frankreich ge- Heeresleitung Den nächsten deutschen Angriff er- hegte Illusionen zerstört.

wartete, glaubte sie durch Die berühmte, als un- Churchill aber wagte vor einer begeisterten Unter« üderwindlich gepriesene und mit Elitetruppen besetzte hausplutokratie sein beispielloses Verbrechen noch zu Maginotlinie hinreichend gesichert. verteidigen! Er rühmt sich, die Regierung Dabe für

Gegen diese Front, zu Deren Verteidigung die dieseAktton", also für den niederträchtigsten lieber« französische Oberste Heeresleitung mit allen noch fall, den Die Weltgeschichte kennt, Das Vertrauen des verfügbaren Kräften bis zum äußersten entschlossen Unterhauses, er überlasse Die Beurteilung Der Na- roar, marschierten Die Deutschen Streitkräfte unter Hon, der Welt und ber Geschichte. Wir sind aller- Dem Oberbefehl Des Generalobersten von Brau- Dings überzeugt, daß Die anständige Welt einmü- ch i t s ch in Drei Heeresgruppen. Aus Dem rechten tig diese größte Lumperei der Geschichte verurteilen Flügel trat in Anlehnung an Die Kanalküste Die wird. f ,

Heeresgruppe Des Generalobersten von Bock mit Der Abbruch Der Beziehungen zu England be­ben drei Armeen des Generalobersten vonKluge, deutet auch offiziell das Ende DerEntente des Generalobersten von Reichenau unb bes cordiale nach einem Bestehen von 36 Ähren. Generals der Infanterie S t r a u ß am 5. Juni zum Noch vor fünfeinhalb Jahren, im Winter 1934/35, Kampf an. Am 9. Juni begann aus der Mitte der unterstrich Die ftanzösische Presse tm Zusammen- Vorstoß ber Heeresgruppe Des Generalobersten hang mit Den Damaligen englisch-französischen von RunDsteDt ebenfalls mtt Drei Armeen, Paktverhanblungen, baß bisse einen weiterenAus- Denen Des Generals Der Kavallerie Freiherrn bau der Entente cordiale* ergeben mußten Die von Weichs, Des Generalobersten List und des Parffer Angst-These von FrankreichsSicherheit Generals Der Infanterie Busch. Auf Dem linken führte dann dazu. Daß Frankreich unter Dem eng- Flügel, an Der Saar- und Rheinftont, wurde am lffchen Einfluß schr bald nach der Münchener Vierer- 14. Juni bie Heeresgruppe bes Generalobersten besprechung zum politischen Handlanger Englands Ritter von Leeb mit den beiden Armeen bes bei Der Anzettelung Des Krieges wurde. Trotz aller Generalobersten von W i tz l eb e n und des Gene- geschichtlichen Erfahrungen hat Frankreich auch rals ber Artillerie Dollmann zum Sturm auf hierbei wieder mcht Die Einsicht aufgebracht, daß Die Maginotlinie angesetzt. Daß Dem rechten Deut- es für Englarck, nicht Der Bundesgeno-sse, sondern schen Flügel beim Angriff ber Vortritt gelassen lediglich eine Hllsstruppe gewesen ist. Selbst nach­wurde, macht bas Bestreben beutlich, möglichst so« dem Frankreich die Hauptlast dieses Krieges bis zur fort Die Verbündeten voneinander zu trennen und völligen Niederlage zugunsten Englands getragen Die eigene Westflanke zu sichern. ,3n viertägigem hatte, bedurfte es erst des offenen Verrates, bis schwerem Ringen", so sagt Der Abschlußbericht Des Oberkommandos, wobei die Kämpfe an Der unteren Somme durch Die hier eingesetzten französischen Ko­lonialtruppen einen besonders erbitterten Charakter hatten, durchstießen Infanterie« und Panzerdivi­sionen die Weygandzone und Schnelle Truppen Des Generals Der Infanterie Hoth erreichten bereits am 9. Juni Rouen. Bei St. Valery, mit dem Rücken