Ausgabe 
6.6.1940
 
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geiff die jahrelangen Vorbereitungen und Pläne der Gegner. Während sich Briten und Franzosen und Belgier an der Dyle festbissen und die besten Truppen der beiden Plutokratien sich in den engen Raum von Flandern und dem Artois preßten, hat die geniale Feldherrnkunst des Führers gleichzeitig einen Vorstoß zwischen Maubeuge und Sedan über die Maas unternommen. Sie hat die Maginotlinie zerbrochen, die letzten Trümmer bei Saint Quentin hinweggespült, den Stoß gegen die Kanalküste un­ternommen, das Gebiet der Somme in ihre Gewalt gebracht, Abbeville erreicht und die Küste bezwungen.

Diese den französischen und englischen General­stäben unerwartete Bewegung zerschlug einfach alles. Die französischen Nordarmeen, das stolze eng­lische Heer, die belgischen Soldaten, alle saßen in einer Zange, deren Haken immer fester zugriffen. Es war kein Cannae, kein Tannenberg in Neuauf­lage, es war mehr: die unbarmherzige Vernichtung von Heeren, die Deutschland zerstückeln wollten und nun den Becher der Verzweiflung bis zu Ende leeren mußten. Was sich in jenem Raume abspielte, war militärisch etwas Unerhörtes. Unsere Fall­schirmjäger, unsere Luftwaffe, unsere Panzer, Pioniere und Artillerie, vor allem aber die deut­sche Infanterie als Ueberwinder des letzten Wider­standes, sie haben mit eherner Gewalt den Feind zerschlagen, so daß nur zersprengte Ueberreste ein traurig Zeugnis seiner früheren Stärke ablegen.

Das englische und französische Volk ist durch seine Führer in diesen furchtbaren Strudel gezogen wor­den, der seine weltgeschichtliche Vergangenheit er­ledigt und seine Zukunft zerbricht. Wenn derDaily Expreß" am 24. Februar 1933 schrieb, die Juden der Welt hätten Deutschland den Krieg erklärt, wenn der französische Delegierte der israelitischen Weltallianz, Loubet, im Frühjahr 1933 dem dama­ligen österreichischen Minister Czermak mitteilte, das unverschämte und bestialische deutsche Volk müsse von der Erde verschwinden, dann setzten die Weltjuden Hihre Hoffnung wieder auf England. Der Jude Emil Ludwig (Cohn) schrieb im Mai 1934: ,Hitler will den Krieg nicht, aber die Juden werden ihn dazu zwingen. Das letzte Wort liegt wie 1914 bei Eng­land. England sprach dieses Wort. England hatte alle mehr oder mindergarantierten" Nationen Europas, Tschechen, Polen, Norweger, Dänen, Hol­länder, Belgier am Zügel, und es war mit Frank­reich verbündet, das prahlte, das Heer derGrande Nation" sei unüberwindlich. Heute zieht Churchill die Bilanz aus der furchtbaren Fehlrechnung:Die französische Armee geschwächt, Belgien verloren, alle Kanalhäfen in der Hand Hitlers ... ein kolossales Unglück." Man werde sich aber bis zum Tode ver­teidigen, innerhalb einiger Monate sei man so weit ...

Die furchtbare Not lehrt sogar Mister Churchill, einige wahre Worte zu sprechen. Aber die Vergel­tung für die furchtbaren Bankrotteure dieses Krie­ges wartet nicht so lange. Neue deutsche Di­visionen marschieren, schon hat die zweite Phase dieses Ringens eingesetzt. Es gilt, Europa endlich den Frieden zu geben und es England für alle Zeit unmöglich zu machen, seine angemaßte Vorherrschaft zu benutzen, um nach dem Willen des Weltjudentums die Welt in Fesseln zu halten und Deutschland zu vernichten. Die Weltgeschichte ist das Weltgericht. Dieses Weltgericht über die Plutokraten, von ihnen herausgefordert, vollzieht sich nach eher­nen Gesetzen. Eine weltgeschichtliche Revolution ist angebrochen, die Götterdämmerung für England und Frankreich, das Ragnarök der alten Edda. Nach dieser Götterdämmerung, dem Sturz des vermorsch­ten Alten, wird kommen, kündet die Edda,ein neuer Himmel und eine neue Erde". Dafür kämpfen wir, dafür haben unsere Tapferen ihr Leben ein­gesetzt. Mit Stolz und Ergriffenheit hat das deutsche Volk den großen Schlußbericht des Oberkommandos vernommen. Wir neigen uns vor den Opfern des Heldenkampfes. Der Krieg geht weiter. Unsere Ge- danken sind bei unseren herrlichen Truppen, ganz Deutschland steht hinter seinem Führer, entschlossen und einig. E. S.

Dank an den Führer.

Berlin. 5. Juni. (DRV.) Der S tellvertre- ter des Führers, Rudolf Heß, hat nach dem siegreichen Ende der Schlacht in Belgisch- und Fran­zösisch-Flandern den Dank des ganzen deutschen Volkes an den Führer in folgendem Telegramm zum Ausdruck gebracht:

Mein Führer!

Das deutsche Volk dankt in tiefer Ergrif­fenheit und Liebe Ihnen und unseren Soldaten, die unter Ihrer begnadeten Führung die größte Vernichtungs- und Entscheidungsschlacht in der Geschichte zum einzig dastehenden Sieg ge­statteten. Gott wird weiter mit denen sein, die den Sieg verdienen.

Französische Flugzeuge bombardieren Schweizer Gebiet.

Berlin, 6. Juni. (DRV.) Havas verbreitet aus Bern die Mitteilung, daß am 5. Juni ausländische Flugzeuge sechs Bomben auf schweize­rischem Gebiet abgeworfen hätten. Bom­ben sollen auf Häuser und Landstraßen gefallen sein und Schaden verursacht haben. Wir erfahren hierzu von amtlicher deutscher Seite, daß einwandfrei be­obachtet wurde, wie französische Bombenflug­zeuge auf Schweizer Gebiet und auf deutschem Ge­biet bei Konstanz hckrt an der deutsch-schweizerischen Grenze Bomben abgeworfen haben.

havas versucht die Reutralitätsverlehung der französischen Flugzeuge schamvoll der Weltöffent­lichkeit zu verschweigen dadurch, daß es die ihm bekannte Rationalität der Flugzeuge nicht bekanntgibt.

Meuchelmord an der Zivilbevölkerung.

Berlin, 6. Juni. (DNB.) Wir haben keinen Zweifel gelassen, daß die planlosen Bomben­abwürfe feindlicher Flieger über deut- schem Gebiet als sinnlose Angriffe auf das Leben und Eigentum der friedlichen deutschen Bevölkerung wenn die Stunde der Vergeltung da ist Zahn um Zahn vergolten werden. Trotzdem schleichen sich die feindlichen Flieger im Schutze der Dunkelheit in großer Höhe auch weiterhin nach Deutschland ein und werfen ihre Bomben ab. Sie geben vor, wich­tige militärische Ziele zu bombardieren und lassen doch ihre Bomben plan» und wahllos ins Gelände fallen und zum größten Teil in Orte, die sich weitab jeder militärischen Anlage be­finden. Das Resultat ist fast ausnahmslos die syste­matische Zerstörung privaten Eigentums und Meu­chelmord an der Zivilbevölkerung. So wurde, um ein Beispiel zu nennen, ein bäuerliches An-

Soldaten! Ich bin stolz auf Euch."

Tagesbefehl des Oberbefehlshabers des Heeres an das Westheer.

Berlin, 5.Juni. (DNB.) Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, hat folgenden Tagesbefehl an das Wescheer erlassen:

Eine große für den Fortgang des Krieges ent­scheidende Schlacht geht siegreich zu Ende. Die hol­ländische und belgische Armee haben die Waffen ge­streckt. Große Teile des französischen und englischen Heeres sind gefangen oder vernichtet. Unübersehbar ist die Beute an Geschützen, Kampfwagen und an­deren Ausrüstungsgegenständen.

Kühne und entschlossene Führung, nie versagender Kamvfgeist der Truppe haben gleichen Anteil an diesem einzigartigen Siege. Jeder hat sein äußerstes daran gesetzt. Ueberall sind die alten deutschen Soldatentugenden, Tapferkeit und Entschlußfreudigkeit, Disziplin und Kamerad­schaft, leuchtend in Erscheinung getreten. Treue Waffenkameradschaft und hervorragendes Zusammenwirken mit der Luftwaffe haben in kurzer Zeit jeden Widerstand des Feindes gebrochen. Truvpen der S ü d f r o n t und im Westwall haben durch tapfersten Einsatz in An­griff und Verteidigung die Operationen in Belgien und Nordfrankreich gedeckt und dadurch die weit­tragende Angriffsoperation ermöglicht. Unermüdlich für die Versorgung der kämpfenden Truppe tätig, haben alle Einheiten der rückwärtigen D i e n st e voll ihre Pflicht erfüllt und zum größten Erfolg wesentlich beigetragen.

Soldaten! Ich bin stolz auf Euch und spreche Euck allen für Eure überragenden Leistungen Dank und Anerkennung aus. Ich gedenke dabei mit Stolz und Trauer der Gefallenen und Verwundeten, die uns den Weg zum Siegen bahnen halfen. Noch ist das Letzte nicht getan, aber jeder weiß: Einem Heer, das solche Taten vollbrachte, muß dies Letzte gelingen. Darum vorwärts mit Gott, mit dem Führer und für Deutschland.

gez.: von Brauchitsch, Generaloberst und Oberbefehlshaber des Heeres.

Krafiquell des Feldheeres."

Generaloberst von Brauchitsch an das Ersatzheer.

Berlin, 5. Juni. (DNB.) Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, hat an das Ersatzheer folgenden Tagesbefehl erlassen:

Soldaten der Heimat!

Die große Einkreisungsschlacht in Belgien und Nordfrankreich ist siegreich geschlagen. Ein wichtiger Abschnitt des Feldzuges im Westen ist abgeschlossen. Holland ist durch deutsche Truppen besetzt. Das bel­gische Heer hat kapituliert. Starke Teile der eng­lisch-französischen Armee sind vernichtet oder ge­fangen. Als Kraftquell des Feldheeres habt Ihr an diesen einzigartigen Siegen Eurer Kameraden an der Front einen wesentlichen Anteil. In zäher, ernster Arbeit und opferfreudigem Einsatz habt Ihr in der Heimat den Ersatz an Per­sonal und Material für das Feldheer sicher- gestellt und damit die Voraussetzungen für diese großen Erfolge geschaffen. Ich weiß, daß Ihr alle lieber mit der Waffe in der Hand neben Euren Kameraden an der Front kämpfen möchtet, und ich bin überzeugt, daß jeder von Euch dort genau so wie sie seinen Mann stehen würde. Aber der Soldat hat getreu seinen Befehlen a u f jedem ihm zugewiesenen Platz seine Pflicht zu erfüllen. Und Ihr habt sie treu erfüllt. Dafür spreche ich Euch Dank und Anerken­nung aus. Im Vertrauen auf den Führer, in fester Kampfgemeinschaft zwischen Front und Heimat werden wir den sicheren Endsieg erringen.

Gez.: von Brauchitsch

Generaloberst und Oberbefehlshaber des Heeres.

Euer Ruhm wird unser Leben überbauem."

Tagesbefehl des Generalfeldmarfchalls Göring an die Lustwaffe.

ger Kampfesführung gelöst. Auf einsamem Posten haben sie ausgeharrt und die eroberte Stellung ge­halten, bis die Erdtruppe herangekommen war.

Die Flakartillerie in der Abwehr feind­licher Luftangriffe zum Schild von Heimat und Front geworden hat nicht nur in zermürbendem, lang anhaltendem Wachdienst still ihre Pflicht ge­tan, sondern auch eine derartige große Anzahl feindlicher Flugzeuge und Panzerwagen vernichtet, daß sie sich als eine sowohl für den Luft« als auch für den Erdkampf wertvolle Waffe erwiesen hat. Blitzschnell, wie die gesamte Luftwaffe, hat die Luftnachrichtentruppe für die Befehls- Übermittlung, für die Sicherheit unserer Flugzeuge die Voraussetzungen geschaffen, und sich damit den Ehrennamen einer Führungstruppe der Luftwaffe voll verdient. Transportoerbände haben in unermüdlichem Einsatz, wie im Polenkrieg und in Norwegen, auch im Westen bei Tag und Nacht oft weiteste Strecken zurückgelegt und Mann und Mate­rial ohne Rücksicht aus Wetter, Zustand der Lande­plätze und feindliche Gegenwehr an die weiter vor­geschobenen Ziele gebracht.

Die F ü h r u n g unserer Luftwaffe war in den vergangenen Wochen immer wieder vor gewaltige Aufgaben gestellt worden. Sie hat diese Aufgabe gelöst und zwar derart, daß wir diesen größten Sieg der Kriegsgeschichte aller Völker erringen konn­ten. Es bleibt gleichgültig, ob diese Aufgaben nach bewährten Regeln klassischer Kriegskunst zu mei­stern waren ober ob es galt, neue Wege zu be­schreiten. Unsere junge Luftwaffe hat für Strategie und Taktik des Luftkrieges neue Wege gewiesen. Wir sind vor keinem noch so kühnen Entschluß zu­rückgeschreckt.

Arbeiter und Ingenieure, Betriebssichrer und An­gestellte der Luftfahrtindustrie haben Mei­sterwerke der Technik in einer Menge geliefert, die alle Erwartungen übertroffen hat und damit un­sere Luftwaffe zur stärksten der ganzen Welt ge- macht. Ihr Anteil an dem errungenen Erfolg ent­spricht der Größe ihres Fleißes.

So jung unsere Waffe, so kurz ihre Geschichte ist, so groß und umfassend ist sie in ihrer Vielgestalt, so glänzend hat sie sich bewährt. Wir haben einen Erfolg errungen und ihn mit dem Blut bester und tapferster Kameraden bezahlt. In Ehrfurcht senken wir unsere Fahnen, neigen wir uns vor diesen Männern, die mit ihrem Leben diesen Sieg erringen halfen. Ihre Namen wollen wir als Vorbild in unseren Herzen bewahren. Wir danken einem gütigen Geschick, daß die Zahl der Opfer, gemessen an Der Größe des Erfolges, wahrlich gering ist.

Und nun, meine Soldaten und Kameraden, gilt es nach altem Soldatenbrauch den Helm fester zu binden und bereitzustehen. Der furcht­bare Schlag, der unsere Gegner getroffen hat, hat sie reif gemacht für den Stoß ms Herz. Diesen Stoß wollen wir führen als des deutscher Schwertes Spitze, auf daß der Sieg errungen werde. Dor­rn ä r t s für unseren Führer uno unser deutsches Volk!

Hqu., den 5. Juni.

Gez.: Göring. Generalfeldmarschall.

Berlin, 5.Juni. (DNB.) Der Oberbefehlshaber der Luftwaffe Generalfeldmarschall Göring hat an die Soldaten der Luftwaffe folgenden Tages­befehl gerichtet:

Soldaten, Kameraden!

Der größte Sieg aller Zeiten ist errungen, das Feldherrngenie unseres Führers und Obersten Be­fehlshabers hat die große Schlacht im Westen zum herrlichsten Triumph der deutschen Waffen gestaltet. Unvergänglichen Lorbeer hat sich unsere junge Luftwaffe in diesem gewaltigen Ringen erworben und entscheidenden Anteil an dem Sieg gehabt, den die deutsche Wehrmacht über die Streit­kräfte zweier Weltmächte und ihrer irregeführten Hilfsvölker errungen hat. Aus vollstem Herzen danke ich Euch, meine Soldaten und Kameraden, für Eure Leistungen. Ich weiß, daß sie übermenschliche waren, denn nur dadurch konnte dieser prachtvolle Sieg errungen werden, daß Ihr jeder einzelne Euer Letztes ^ergabt. Stolz bin ich auf Euch, und mit mir ist es unser geliebter Führer und unser ganzes deutsche Volk. Der Ruf der deutschen Luft­waffe ist durch ihre Taten in den vergangenen weni­gen Wochen bis in die kleinsten Täler unseres Vater­landes und Darüber hinaus bis in den letzten Winkel der Welt gedrungen. Ihr habt es erreicht, daß un­sere Gegner Euch nicht nur achten, sondern fürch - t e n lernten. Spätere Geschleckter werden von Euren Taten fingen und sagen, uno Euer Ruhm wird unser Leben überdauern.

In ununterbrochenen rollenden Angriffen und in zusammengefaßter Wucht haben die Kampf - und Sturzkampfverbände ihre vielseitige Aus­gabe gelöst, ohne Rücksicht auf gegnerische Abwehr griffen sie an, wo es nur Ziele gab. Ihre Bomben fielen auf feindliche Flugplätze, auf Marschkolonnen uni> Nachschubwege des Gegners, auf Kriegsschiffe und Festungswerke, auf Bunkerstellungen und Pan­zerverbände, überall wurden Eure Bomben dem Gegner zum Verderben und besiegelten seine Nie­derlage. Die Männer der Bodenorganisation haben unsere Tausende von Flugzeugen, unser kost­bares Gerät auch unter den widrigsten Umständen so instandgehalten und gewartet, mit wenigen Hilfs­mitteln ausgebessert, daß diese Flugzeuge und Ge­räte mit der Sicherheit eines Uhrwerkes arbeiteten und damit das Wort von der Verbundenheit von Technik und Soldatentum in der Luftwaffe wahr- gemacht. Still und unauffällig war die Arbeit der Aufklärer, stundenlang flogen sie einsam über Feindesland und schufen mit ihrem Einsatz die Grundlage für die Führung. Zuverlässigkeit und Schnelligkeit ihrer Meldungen waren mustergültig: ohne sie wären wir blind gewesen. Jagdflieger und Zerstörer sorgten im schneidigen Angriff für die Sicherheit unserer fliegenden Verbände und für die Sicherheit der Heimat. In unzähligen Luft- fiegen haben sie den Gegner geschlagen un-d den ritterlichen Luftkampf zu neuem Heldentum geführt. Gemeinsam mit den Schlachtfliegern haben sie das Heer im Erdkampf wirksam unterstützt. Unsere Fallschirmtruppen und die Luftlande­einheiten haben eine in der Geschichte erstmalige Aufgabe mit heroischer Tapferkeit und mustergülti-

wesen in der Gegend von Ulm von meh­reren Bomben getroffen und vollkommen zerstört. Der Bauer, seine Frau und seine beiden Töchter wurden getötet. In der Umgegend von Ulm be­finden sich keine militärischen Ziele, -und die Bombenabwürfe in dieser Gegend lassen nur den Schluß zu, daß sich derheldenhafte" feindliche Flieger feiner Bombenlast vor Rückkehr zu seinem Heimathafen entledigen mußte, um eine Mel­dung über einen militärisch wichtigen Erfolg ab­geben zu können Die deutsche Luftwaffe wird auf diese feige Tat eine Antwort erteilen, daß dem ..Schuldigen" Hören und Sehen vergehen wird.

Feige Mordtat französischer Jäger.

Berlin, 6. Juni. (DNB.) Wie ein angeblich neutrales Blatt mitteilt, wurden bei Beau­vais zwei deutsche Flieger, die aus einem abge­schossenen Bomber mit Fallschirmen ab­sprangen, von französischen Jagdfliegern durch Maschinengewehrfeuer in der Luft einfachweg- geputzt". Jedes soldatische Ehrgefühl sträubt sich, auf Wehrlose Jagd zu machen! Das ift die rit­terliche Grande Nation, die zur Rettung der Zivi­lisation zu kämpfen vorgibt!

Eine Denkschrift König Leopolds.

Die belgische Armee nicht der Sündenbock der Westmächte.

Rom, 6. Juni. (Europapreß.)Frankreich und England werden durch eine scharf umrissene A n - klage König Leopolds an den Schandpfahl gestellt" überschreibtLavoro Fascista" eine Mel- düng seines Sonderberichterstatters in Brüssel. Im Namen des Oberkommandos der belgischen Wehr­macht habe König Leopold den in Brüssel verblie­benen diplomatischen Vertretern ein Dokument und eine ausführliche Denkschrift überreicht. In dem Dokument werde Tag für Tag das Sinken der belgischen Verte i d i g u ng s k r a f t im Kampfe gegen die deutsche Heeresmacht und die fortlaufend mit den Führern der Streitkräfte der Westmächte aufrechterhaltene Fühlung geschildert, um sie über die ständig wachsende Verschlechterung der Karnvf- lage der belgischen Armee und die Unmöglichkeit für die belgischen Truppen, den zwecklosen Kampf weiter zu führen, aufzuklären. Schon am 18. Mai habe

Oie deutschen Verluste.

Für denjenigen, der die Vernlchtungsschlacht int Westen an Hand der täglichen Meldungen, der ein- gehenden Berichte, der Rundfunkschilderungen und der Wochenschauen verfolgt hat, dürfte die Aufzäh. hing der deutschen Verluste mit 10252 Gefallenen, 8 463 Vermißten und 42 523 Verwundeten eine der stärksten Überraschungen gewesen sein. Dazu ist zunächst festzustellen, daß diese Tatsache verhält­nismäßig so geringer Opfer in erster Linie zurück­zuführen ist auf die unvergleichliche Ausbil­dung und die hohe Waffenüberlegenheit der deutschen Wehrmacht, vor allem hinsichtlich der Panzer und der Luftwaffe. Und was die ebenso erstaunlich geringe Zahl der Verwundeten aus dieser dreieinhalbwöchigen Riesenschlacht be­trifft, so ist ja aus den genauen Untersuchungen und Feststellungen des Deutschen Roten Kreuzes bekannt, daß schon im Weltkriege rund 90 o H. aller Verwundeten vollständig geheilt mür­ben, dieses Ergebnis dürfte sich bei dem heutigen Stande der ärztlichen Betreuung des Frontkämp. fers eher noch verbessern. Die amtlichen deutschen Zahlen über unsere Verluste machen die alberne englische Behauptung, die Deutschen hätten 600 000 Tote zu einer ebenso armseligen und verzweifelten Lüge wie die Behauptung, die Westmäckte hätten viermal so viel deutsche Flugzeuge abgeschosien wie wir.

Daß die deuffchen Verluste in dem dreieinhalb- wöchigen Ringen im Westen tatsächlich verblüffend gering sind, dafür ziehen wir aus der Fülle der Beispiele des Weltkrieges nur einige wenige Zahlenbelege an. So kostete etwa der Kampf um die Lorettohöhe im Weltkrieg Freund und Feind über 40 000 Mann. In der Frühjahrsschlacht von 1915 betrugen die deutschen Verluste insgesamt 73 060 Mann gegen 132 000 der Engländer und Franzosen. In der großen Herbstschlacht von 1915 verzeichneten die Deutschen insgesamt 51100 Opfer (gegen 105 000 der Westmächte). Bei der April­schlacht von 1917 in der Champagne und bei Arras verloren die Deutschen rund 100 000 Mann, die Gegner etwa 200 000. Aus alledem geht eindeutig hervor, daß die Verlustzahlen der großen Vernich- tungsschlacht von 1940 in Flandern auf deutscher Seite weit unter den Derlustzahlen der großen Schlachten des Weltkrieges geblieben sind, ja teil« weise sogar nur einen Bruchteil davon ausmachen.

Aehnlickes gilt auch von dem Kampfmate- r i a l. Während Deutschland eine Gesamtbeute machte, die sick heute auch noch nicht annähernd zahlenmäßig avschätzen läßt, zeigte sich die deutsche Luftwaffe Den Engländern und Franzosen sowie ihren angeblichunüberwindlichen" Maschinen in so hohem Grade überlegen, daß sie die acht- bis neunfache Abschußzahl der eigenen Verluste zu er­zielen vermochte. Dabei ist besonders zu berücksich­tigen, daß die feindlichen Luftwaffen seit dem Welt­krieg in Schulung waren, während die deutsche Luftwaffe kaum ein halbes Dutzend Jahre alt ist. Während ferner die Verluste der Gegner an Kriegs-, Transport- und Handelsschiffen in die Hunderte gehen, hat die deutsche Kriegsmarine vom 10. Mai vis zum 3. Juni überhaupt keine Schiffsverluste zu beklagen. Nach alledem aber beglückwünscht man sich in London offiziell zu dem großenErfolg" und schreibt in Paris Herr Laurent, die deuffche Offen­sive sei ein Mißerfolg gewejen ...

König Leopold nach dem Fall von Cambrai London über die Gefährlichkeit der Lage unterrichtet. Als dann am 27. Mai die Front an fünf Stellen von den deutschen Truppen durchbrochen worden fei, sei das belgische Oberkommando nicht in der Lage gewesen, mit General Gort oder mit General Blanchard die Verbindung aufrechtzuerhalten. Trotz der sich fortschreitend katastrophal verschlechternden Lage habe das Oberkommando der Westmächte es zum äußersten kommen lassen, um spä­ter König Leopold und sein tapferes Heer zum Sündenbock für die eigene Niederlage machen zu können.

Oer Führer auf der Dimy-Höhe.

Auf einer Fahrt in das Operationsgebiet am 2. Juni weilte der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht auf der V i m y - H ö h e, wo das kanadische Weltkriegs-Totenmal (im Hintergrund) nach einer Meldung des britischen Lügenministers Duff-Cooper von dendeutschen Barbaren" zerstört worden sein soll. Die Aufnahme ist damit eines der schlagendsten Bilddokumente für die schamlose Verlogenheit der englischen Propa- ganba. (Presse-Hoffmann-M.)

Keine Atempause.

B u d a p e st, 6. Juni. (Europapreß.)Magyar- orszag" schreibt, Deutschland lasse den Westmächten keinen Augenblick Ruhe. Die deutschen Maßnahmen würden mit einer beklemmen­den Präzision durchgeführt. Hier gebe tA