Ar. 262 Zweiter Blatt
Dienstag, 5. November MS
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Zeitgemäße wehrpolitische Betrachtungen
Aus der Stadt Gießen
Abschluß der Gießener Universitäts-Woche 1940.
schien unb lebt im Freien, besonders in Park
Große Sammelaktion für das WHW
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Gedichte.
Ausgewählt und herausgegeben von
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Raum. Das Menuett mit seiner verzahnten Thematik legte Kapellmeister Söllner mehr flächig an; der erste Hörnereinsatz im Trio konnte noch viel mehr dem vorgeschriebenen Piano entsprechen. Das Finale erfaßte er mit innerem Schwünge und scharf gegeneinander prallenden thematischen Entladungen.
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Lichtspielhaus: ..Oer Herr im Haus."
Der Wiener Komiker Hans Moser verdankt seine Popularität in erster Linie dem Umstande, daß er in fast allen seinen Rollen einen Typus auf die Leinwand bringt, dem der Besucher im Alltag häufiger begegnet, als ihm lieb ist: den ewig raunzenden und meckernden kleinen Mann; während man sich im Leben über ihn ärgert, darf man im Film ganz unbelastet über ihn lachen. Das ist ein großer Vorzug. Da aber auch eine solche, an sich dankbare Rolle auf die Dauer ihre Anziehungskraft verliert, schien es zweckmäßig, die Figur ein wenig zu variieren. Das „Ekel" seinerzeit war und blieb ein Ekel, dieser „Herr im Haus" verbirgt indessen unter der rauhen Schale den bekannten goldenen Kern. Der Hausmeister, den Moser hier spielt, ist gar nicht so unleidlich, wie er anfangs scheint, sondern entpuppt sich allmählich als der gute Geist des ganzen „Zinshauses", in dem er das Regiment führt: er erweist sich als ein Beschützer der Liebenden, entlarvt einen gefährlichen Hochstapler, bewahrt mehrere „Parteien" vor Schaden, serviert als Lohndiener und hat in der Maske Napoleons auf der Bühne wie in einer spiritistischen Sitzung erstaunliche Erfolge. Leider wird er (wie schon früher des öfteren) nicht allenthalben verständlich, so daß seine Komik in manchen
Wie die Orchesterbegleitung in dem Gegenüber mit der Solistin anschaulich bestätigte, legt Kapellmeister Otto Söllner anscheinend größeren Wert auf den einzelnen Instrumentalklang an sich als auf die Fügung der verschiedenen Klänge zu einer organischen Rundung und glättendem Klangausgleich. Den-n sonst wäre in dem Konzert manches Moment dem Hörer viel deutlicher nahegebracht worden. So aber hatte das Soloinstrument in seiner klanglichen Behauptung nicht nur einen schweren Stand, ja, es wurde auch oft genug von der Masse des Orchesters verschluckt. Wer einmal den Komponisten in seinem persönlichen Musizieren erlebt bat, ist Überzeugs davon, daß die betreffenden Stellen in der Partitur mit subtiler K l a ngab stu fung gedacht sind.
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Wenn auch Richard Strauß das moderne Orchester mit größter Besetzung beansprucht, so ist er aber gerade derjenige, der auf feinste klangliche Sauberkeit hinzielt und namentlich die dynamischen Abstufungen seiner Partitur mit äußerster Konsequenz berücksichtigt haben will. Er fordert z. B. nicht ohne Grund bei der ersten Violinsolostelle von den begleitenden Instrumenten ein dreifaches Piano. Ebenso bestätigt das die Coda, die bei allen Instrumenten, abgesehen von den beiden Violinen (p) mit Pianissimo einsetzt; dann kann sich das Mezzo- forte des Trompetenakzentes scharf absetzen. Im übrigen packte Otto Söllner die Tondichtung mit starkem Impuls an und ließ das Klangliche zuweilen bis zum Elementaren sich aufsteigern und brachte die mannigfaltigen Entwicklungen zu äußerster Entfaltung. Sehr getragen und ausdrucksvoll war das Oboensolo in seiner schönen Gesanglichkeit; namentlich die Reprise aber entwickelte sich mit starkem Akzent.
Am Samstag und Sonntag waren alle Kampf- Gliederungen der Partei zur großen Schlacht für das Winterhilfswerk angetreten. Um 14 Uhr am Samstag öffneten sich den Sammlern die Türen, und mit Sammelbüchse und Abzeichen bewaffnet gingen sie zum Angriff über. Bomben und Granaten waren ihre Symbole, die sie verkauften. In allen Straßen und Gassen rappelten die sich immer mehr füllenden Sammelbüchsen. Die Gebefreudigkeit der Bevölkerung war groß, und schnell wurden die Abzeichen: Fliegerbomben, Handgranaten, Tor- pedos, Seeminen, Pak-Granaten, Insanteriegeschosse u. a. m. abgesetzt. Besondere Anziehungspunkte bildeten die von den einzelnen Gliederungen aufgebauten Stationen. Für die Kleinen war wohl das Schönste das Kinderreiten, das am Ende der Plock- straße von dem Reitersturm 6/147 durchgeführt wurde. Manche Eltern mußten dem inständigen Bitten ihrer Spröhlinge nachgeben und einen Ritt auf den gut gepflegten Pferden durch die Anlagen gestatten. Für die Kampfnaturen der Jungens hatte der Sturm 42/116 eine Station für Handgranatenfensterwurf und Handgranatenzielwurf, ebenfalls in der Anlage, Ende der Plockstraße, aufgebaut, wo sie ihre Kräfte und Zielsicherheit messen konnten. Auch für die Schießfreudigkeit haste der Pi-Sturm 2/116 durch Aufbauen von Schießständen am „Lotze- Kasten" Sorge getragen. Hier, konnte zu Gunsten des WHW. auf Ballons, Brustringscheibe und Kopffallscheiben geschossen werden. Die Beteiligung war auch hier bei Jung und Alt sehr rege. Vielen konnte man es anmerken, daß sie zum ersten Male ein Gewehr in der Hand hielten, und doppelt groß war dann die Freude, wenn sie ihr Ziel trafen. Der SA.-Nachrichtensturm 116 führte am Ludwigs- platz Morsen und Blinken durch, und jeder konnte gegen ein geringes Opfer für das WHW. Einblick in das Geheimnis dieser Technik nehmen.
rfne jede einheitliche rhythmische Gliederung.
Die Feldsperlinge sind im großen und ganzen nicht ’t schwatzhaft wie ihre Vettern, die Stimme ist »fvas zarter und weniger aufdringlich. Es ist recht
Der Kopfsatz der Mozart- Symphonie gelangte erst mit seiner Wiederholung der Themenaufstellung zu der zustehenden dynamischen Abstufung. Der Grundcharakter des Andante kam zum Entfalten, ließ jedoch manchem individuellen Eingehen noch
nftfrei feststellen will.
Dornotizen.
Tageskalender für Dienstag.
*
Am heutigen Dienstagnachmittag findet als letzte Veranstaltung der Universität-Woche ein Fachvortrag von Professor Dr. von Balogh (Budapest) über das Thema „Bausteine zur lebensrettenden Therapie der venösen Luftembolie" im Physiologischen Institut statt.
Im Beiprogramm laufen ein Vorspann zum „Dunklen Punkt" (mit Ludwig Schmitz) und die neue Wochenschau; sie bringt vor allem interessante Aufnahmen von den Begegnungen des Führers mit Mussolini, Franco, Marschall Petain und Laval, vom Regiment Großdeutschland und von den Der« geltungsflügen der deutschen Luftwaffe gegen Gng« land. . Hans Thyriot.
Eberhard Meckel. Insel-Bücherei Nr. 67. — (128) — Wir kennen die volks- und erdverbundenen Fabeln und Anekdoten aus dem Alltagsleben und Geschichte dieses auch von Goethe geliebten alemannischen Dichters mehr als seine gemütvollen in Hexametern gehaltenen Dialektverse, in denen der aus seiner ländlichen Stille in die Stadt verschlagene evangelische Pfarrer und Professor heimwehvoll seine Heimat besingt. „Die Wiese", „Der Karfunkel", „Das Spinnlein", „Das Habermus" und andere Kostbarkeiten hat der Herausgeber in seiner Auswahl vereinigt und mit einem warmherzigen Nachwort zum Lesen, vor allem zum Lautlesen empfohlen. Erst dann gehen der ganze Zauber der Mundart, der Reichtum und die Sprache der Dichtung auf und werden lebendiges Erlebnis. Zu diesem Zwecke ist ein alphabetisches Verzeichnis von Worterklärungen beigegeben, das den Wert des Bändchens erhöht.
Peter Bauei% ■
Monatsmusterung derMarine-KameradschastGießenl 892
Am Sonntag hatten sich trotz des unzünftigen Wetters viele Marinekameraden im Marmeboots- haus finge fünften. Für den Sonntag vormittag war Monatsmusterung angesetzt; der Nachmittag brachte eine Vorführung neuer Tonfilme des Oberkommandos der Kriegsmarine. Zur Monatsmusterung war auch Kamerad Schwarz, Kameradschaftsführer der Marinekameradschaft in Kassel, erschienen, der vor dem Weltkriege lange Jahre Vorsitzender des damaligen Marlne-Vereins Gießen war. Viele ältere Kameraden hatten es sich nicht nehmen lassen, mit ihrem früheren Dereinsführer, den sie in bester Erinnerung haben, einige Stunden zusammen zu sein. Kameraftschäftsführer Schwarz gab einen Rückblick auf den Weg der Marinekameradschaft Gießen uuft beglückwünschte die Kameraden zu ihrem schö-
Szenen auf Mimik unft Körpergeste beschränkt bleibt. Neben Moser tun sich unter Heinz Hel« b i g s Spielführung in erster Linie Maria Ander g a st unft Hermann Brix als ein schüchternes junges Liebespaar, Leo S l e z a k als patriarchalischer Kammersänger und Fritz O d e m a r in der Rolle eines mit okkultem Hokuspokus arbeitenden Hochstaplers hervor. — (Bavaria.)
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Nach dem „Don Juan" von Richard Strauß und auch nach der Symphonie war der Beifall des leider nicht voll besetzten Hauses dankbar unft stark.
Dr. Hermann Hering.
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Stadttheater: 18.30 bis 21 Uhr „Das Käthchen von fitilbronn". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Das jjiäulein von Barnhelm". — Lichtspielhaus, Bahn- hrfstraße: „Der Herr im Haus".
Ortszeit für den 6. November.
Sonnenaufgang 8.31 Uhr, Sonnenuntergang 17.45 Hr. — Mondaufgang 14.22 Uhr, Monduntergong U9 Uhr.
Rein Schulausfall am 9. November.
Mit Rücksicht darauf, daß der 9. November in tt-sem Jahre allgemeiner Arbeitstag ist, fällt auch br Unterricht in den Schulen an diesem Tage nif)t aus. Der Bedeutung des Tages ist wie rm Arjahre in den einzelnen Klassen in feierlicher Wrise zu gedenken.
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Am gestrigen Montagabend hatte sich wieder eine große Zuhörerschaft in der Aula der Universität versammelt, um der letzten öffentlichen Kundgebung der Universität in Gemeinschaft mit Partei und Wehrmacht im Rahmen der Gießener Universitäts- Woche 1940 beizuwohnen.
Oer Rektor
Prof. Or. med. H. W. Kranz betonte zu Beginn des Abends, die Universität Gießen habe mit dieser Veranstaltung erneut ihren Lebens- und Aufbauwillen zum Ausdruck bringen wollen, zugleich mit der Umgestaltung des Vor lefungsgebäudes auch gezeigt, daß die Universität trotz des Krieges sich bemüht habe, ihrem Sitz auch nach außen hin ein Gesicht zu geben, das der alten Tradition würdig entspreche. Mit den Dortragsver onftaltungen aus diesem Anlaß habe sich die Universität bemüht, einen politischen unft geisteswissenschaftlichen Ueberblick über die Größe unserer Zeit zu geben, in der wir alle zu unserer Freude Mitarbeiten unft dem Führer helfen dürfen. Der Rektor sagte dann ollen denen, die bei der Vorbereitung und der Durchführung der Universitäts-Woche mitgeholfen hoben, herzlichen Donk, vor ollem der Partei, dem Lehrkörper und nicht zuletzt auch der Gießener Bevölkerung.
Sodann hörten die Besucher mit großem Inter- esse den Gastvortrag des
Generals der Artillerie von Mehsch über das Thema .^Zeitgemäße wehrpol i- tische Betrachunge n". Der Dorttagenfte stellte seine Betrachtungen auf die Grundlage der Verbindung des Prinzipiellen mit dem Aktuellen, des Grundsätzlichen mit den Tatsachen der Gegenwart unft der Verbindung der Erkenntnisse mit den Ereignissen der Zeit. Don diesem Ausgangspunkt her machte er seinen Hörern klar erkennbar, wie glücklich für unser Volk die sinnvolle Zusammenfassung aller brauchbaren Kräfte der Nation unter ihrer genialen Führung ist, und welche großen Vorteile erwachsen, wenn alle diese Kräfte an der entscheidenden Stelle zur rechten Zeit eingesetzt werden. Eindringlich legte der Redner bar, wie stolz unser Volk sein kann, daß der Führer alle die guten und starken Kräfte der Nation, die so lange geschlummert haben, mobilgemocht Hot mit dem Ziel, alle für die Größe des Reiches unb für den vollen Sieg
Aüchertisch.
— Johann Peter Hebel: „
Schlecht gekaute Speisen bedeuten vergeudete Nahrung und erschweren dem Magen die Arbeit.
Am Selterstor hatte die NSKK.-Motorstandorte 147 ihr Lager aufgeschlagen unft zeigte an einem großen Werktisch Schnittmodelle und Arbeiten an Motorteilen. Außerdem war ein großer, übersicht- lsch angelegter Derkehrs-Schulungstisch angelegt; an Hand dieses Schulungstisches leistete die NSKK.- Motorstandarte gleichzeitig durch Unterricht an die Bevölkerung eine heute sehr wichtige Verkehrs-Erziehungsarbeit. Trotz allem Unterricht über richtige unft reibungslose Verkehrsregelung gab es immer wieder „Verkehrssünder". Für die war gegenüber dem Cast Amend ein Verkehrsauto aufgestellt, das diese „Sündenböcke" gleich an Ort und Stelle auf ihr falsches Benehmen im Verkehr aufmerksam machte, fic mußten ihre Fehler mit einem Feldopfer für das Winterhilfswerk bezahlen. Waren keine Verkehrssünder Zu fassen, so setzte der Lautsprecher mit seinem „Wunschkonzert" ein. Für ein geringes Geld- opfer konnte jeder feine Lieblingsmusik zu hören bekommen. Auch der Marine-Sturmbann 11/34 hatte sich durch eine schöne Ausstellung von Modellschiffen, an der Ecke Kaiserallee und Licher Straße, für das Sammelwerk eingesetzt. Bei allem Ernst der Sammelaktion fehkte aber auch der Humor nicht. Bei den Werbungen für die einzelnen Stationen war wohl die humorvollste die getreue Nachbildung des Lügenlords Churchill und des beschirmten Chamberlain; ihre Sammelbüchsen wunden auch ohne Abzeichen vollgepfropft. Der Musikzug der SA.-Stan- barte 116 stellte sich durch zwei Platzkonzerte am Samstag unb Sonntag ebenfalls in Dienst bes WHW. unb zog burch seine Weisen viele Spen- ber an.
Das Ergebnis ber Straßensammlung hat wieder eindeutig unter Beweis gestellt, daß das deutsche Volk ein festgeschmiedeter Block und zu allen Opfern für den kommenden Endsieg bereit ist.
neu Heim. Er sprach von der Arbeit der Marine» kameraftschaften im Binnenlande und betonte, Großadmiral Dr. h. c. R'a e b e r habe gelegentlich eines Besuches bei der Ma rin ekarner ad schäft Kassel darauf hingewiefen, wie sehr er die Tätigkeit der Marinekameradschaften zu schätzen wisse. Kameradschaftsführer Schwarz wünschte der Marinekameradschaft! Gießen weiter gute Fortschritte auf dem begonnenen Weg. Die Monatsmusterung erledigte bann interne Angelegenheiten. In reichem Maße waren Feld- postgrühe eingeganaen. Einige Neuaufnahmen in die Marinekameradschaft wurden Dorgenommen. Am Nachmittag führten Stabsfeldwebel Heinemann und Maat Schmidt Filme vor, die den verschiedenen Einsatz der Kriegsmarine zeigten.
Giehen-Klein-Linden.
Am Samstagabenft hielt ber hiesige Geflügel» zuchtverein in der Wirtschaft von Rinn eine Mitgliederversammlung ab, in der die von der Reichsfachgruppe der Ausstellungsgeflügelzüchter herausgegebenen Richtlinien bekannt gegeben wurden. Es wurde beschlossen, am 7. und 8. Dezember eine örtliche Werbegeflügelschau durchzuführen. Von den in der Versammlung anwesenden Mitgliedern wurden 95 Tiere zur Ausstellung angemeldet.
Gießener Dochenmarktpreije.
* Gießen, 5. Nov. Auf dem heutigen Wochen« markt kosteten: Markenbutter, XA kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, ausländische Eier 11, Kartoffeln, Vi kg 4, 5 kg 40, Wirsing, Vi kg 7, Weißkraut 5, Rotkraut 8, gelbe Rüben 7, rote Rüben 6, Spinat 12 bis 15, Römischkohl 10, Unterkohlrabi 5, Grünkohl 6, Rosenkohl 15 bis 18, Tomaten 16, Zwiebeln 12, Meerrettich 30, Schwarzwurzeln 15, Kürbis 7, Feldsalat (’/io) 8, Aepfel, Va kg 15 bis 30, Birnen 15 bis 30, Salat das Stück 8 bis 10, Endivien 5 bis 10, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 3 bis 5, Sellerie 5 bis 40, Rettich 5 bis 20, Radieschen, das Bund 8 bis 10 Rps.
fmierig, Feldsperlinge an ihrer Stimme zu er- linen," unb es ist stets zu raten, das Auge zu flfe zu nehmen, wenn man einen Feldspat; ein« ..... C. K.
hlyien uno leoi im yreien, Dejonuers in <pmi.= «lagen oder Gärten.
Auch in ihrem Gesang — wenn man von einem suchen sprechen darf — unterscheiden sich die beiden tten. Bei den lärmenden Straßenoersammlungen ' frr Hausspatzen ist von einem „Musizieren" keine tbe, sondern es ist nur ein Durcheinanderschwatzen, btt dem Melodie und Rhythmus nicht zu merken sld. Nur wenn ein Männchen, so sagt ein guter Inner unserer heimischen Vogel weit aus Grund stner Beobachtungen, frühzeitig einmal allein seiner ; Stiebten ein Morgenständchen bringt, kommt etwas
Die einzelnen klanglichen Epifaden, in denen der loirponift mit Delikatesse den Ton des Cellos mit einzelnen Gruppen des Orchesters zusammen- yil)rt, verwebt und mischt, ließen das Soloinstru- teit nicht immer mit der erwünschten Deutlichkeit tU. Ton kraft heraustreten, zumeist waren die beteilenden Stimmen zu stark in den klanglichen <o:dergründ gerückt. So konnte sich beispielsweise Einzelentwicklun g, in der das Solocello aus- fGeßlich von den Orchestercelli unterstützt wird, rt mit dem vom Komponisten beabsichtigten Aingzauber entfalten. Ebenso die Mischung mit Holzbläsern und gar mit Horn unb Fagott ließ Wohlabgewogene der Klangplastik vermissen. Türker freundlicher Beifall dankte der Solistin.
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wagen r c 7.11. j 0.8.11. I P-9.11. | .12.11.
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i Dythmus in die lautlich unft Willi ch ein wenig hin uft her schwankenden Rufe, so daß in einer halben
: Dinute ungefähr 35 bis 40 Rufe erklingen, aber febft bei diesem Spatzen-Liebeslied sind rhythmische
! Sttgleisungen häufig. Derselbe Beobachter hat auch ston einmal einen Hausspatz richtig „fingen" hören: lis fast ununterbrochene, nicht sehr laut vorge- ligerie Lied bestand aus kurzen, klangschöneren Ge- Iden von recht verschiedener Höhenlage, freilich
Vom Spatz.
Die Sperlinge zeigen sich in dieser Jahreszeit, bc die anderen Bewohner der Luft sich in wärmere I rgenden geflüchtet öfter vor der rauhen Witterung ruckgezogen haben, als das eigentliche belebende ; । ement in der Natur. Wie wenige aber, die den j j?atz dreist unft keck herumhüpfen sehen, haben ihn । schon einmal genauer angeschaut. Sie können li jbei manche Ueberraschung erleben.
i Beobachtet man die Spatzen auf einem winter-
** BDM-Werkgruppe 2/116 (Mitt e). Mittwoch, 6. November, 20 Uhr, Antreten am Möser- Heim zum monatlichen Gemeinschaftsgruppenabend. Alle Beurlaubungen sind an diesem Tage aufgehoben.
** 8 6 Jahre alt. Der Rentner Heinrich W i n n , Hofmannstraße 14, kann am morgigen Donnerstag, 6. November, seinen 86. Geburtstag begehen. Der alte Herr ist durch feine frühere außerordenttich umfangreiche Bautätigkeit und sein langjähriges Wirken in zahlreichen Ehrenämtern, darunter auch viele Jahre als Stadtverordneter, in weiten Kreisen bekanntgeworden. Dem Jubilar gelten auch unsere herzlichen Wünsche zu seinem Ge- burtstag.
** Silberne Hochzeit. Am morgigen Mitt^ woch, 6. November, begehen der Handelsvertreter Otto M a s s e n g e i 1 und Frau Margarethe, gebN Klotz, Sonnenstraße 6 wohnhaft, das Fest der silbernen Hochzeit. Dem Jubelpaar gelten auch unsere herzlichen Glückwünsche.
^en Futterplatz, so kann man zwei deutlich unter« mieöene Arten erkennen. Die einen Männchen haben küßliche Wängen, die durch eine hellbraune, nach breiter werdende Zeichnung gegen das Asch- c au des Scheitels abgesetzt sind, über die bräun» (tjen Flügel verläuft eine deutlich hervortretende t >jße Binde, die Kehle ist bis weit abwärts schwarz, j idere Tiere, die bescheidener und zurückhaltender nb, haben fupfer» und kastanienbraunen Scheitel, ,üße Wangen, in denen ater ein schwärzlicher ; erf außerordentlich auffäUf, weißen seitlichen jllsring unft schwarze Kehle, lieber die Flügel lau»
1 zwei schmale weißliche Binden. Wir haben hier lusfperling und Feldsperling vor uns. Der erstere iut sich seine häufig höchst Itoderlichen und ver- Sihrlosten Nester in Mauerlochern hinter Dach- rhnen, seltener' auf Bäumen, viel lieber aber in Zhwalbennestern unft Starkästen. Der Feldsperling npiftet die Städte, nistet hauptsächlich in Baum-
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Diamantene Hochzeit in Gießen-Klein-Linden.
Die Eheleute Friedrich Wilhelm Naumann und Ftau Johannette, geb. Wagner, in Gießen-Klein- Ä,den. Lützellindener Straße 5, begehen am morgen Mittwoch, 6. November, das seltene Fest der Dimantenen Hochzeit. Das Jubelpaar nimmt in vkftiger Frische noch regen Anteil an den großen Ereignissen unserer Zeit. Der Ehemann ist 84, seine S-ttin 80 Jähre alt. Den Iubilaren, die seit mehr th 40 Jahren zu dem treuen Bezieherkreis des Meßener Anzeigers" gehören, bringen auch wir nufere herzlichen Glückwünsche zu ihrem seltenen hechzeitsfefte unft für einen schönen Lebensabend
der deutschen Waffen einzusetzen. Dann behandelte er in geistvoller Weise die Synthese zwischen der militärischen unft der politischen Führung der Nation in der Einheit, die wir in der Person des Führers verkörpert sehen, und in der Dynamik, die von ihm unft seinem Wirken ausgeht.
Nach diesen grundsätzlichen und richtung- meifenften Betrachtungen beschäftigte sich der Vortragende mit den verschiedensten Phasen der politischen unft militärischen Entwicklung seit Beginn des Jahres 1939, insbesondere seit dem Ausbruch des Krieges, unft schließlich mit den großen Geschehnissen der letzten Wochen. Dabei vermittelte er seinen Hörern einen Ueberblick und Ausblick auf die Gegenwart und die voraussichtliche Entwicklung, der die politisch-militärische'N Ereignisse in anschaulicher Ordnung der Dinge zusammenfaßte und vielfach unter ganz neue Gesichtspunkte stellte, zum Teil auch Entwicklungen der jüngsten Zeit in ihrer weittragenden Bedeutung verständlich machte. Seine Darlegungen gruppierte er schließlich um die drei Begriffe „Lonfton, Europa, Weltraum", die er in ihrer Bedeutung für die Entscheidung der gegenwärtigen politisch-militärischen Auseinandersetziung und Neuordnung der Welt eingehend schilderte. Die Hörer erhielten hierbei ein Bild der weltpolitischen Geschehnisse aufgezeichnet, das sie in höchstem Maße fesselte. Der Vortragende schloß seine interessanten Darlegungen mit einem Wort von Clausewitz „Der Wille ist das Mächtigste auf Erden", er wünschte, daß dieser Wille immer in unserem Volke lebendig sein und es sich dabei von keiner Macht der Erde übertreffen lassen möge.
Oer Rektor Professor Or. Kranz sprach dem Vortragenden den herzlichen Dank der Hörer aus und betonte, daß dieser Vortrag aufs neue die Hand unseres Führers als des großen Meisters erkennen lasse, der die Geschicke des deutschen germanischen Menschen und damit auch die Geschicke des europäischen Kontinents zum Besten wende. Ihm galten der Dank und Gruß der Versammlung.
Gießener Konzertring.
Drittes Konzert.
>lse Bernatz ist den Gießenern vom vorigen j: Unter her als Kammermusrkspielerin in Erinne- ! ; tuig. Schon damals konnte von hier aus betont virden, daß die Musikerin bei ihr weitaus im ^rdergrunfte steht. Dem entsprach auch die Wahl I ht Konzertstückes von Dohnanyi, das vornehm- M rein musikalische Forderungen erhebt unft sich fc hält von der Ueberlaftung durch technische H:ifte. Das Svloinstrument steht, worauf schon im [ $rrf>erid)t hingewiesen wurde, unbedingt im klang- llten Interesse. Ilse Bern atz spielt das Solo mit Aestunkenheit und Hingabe und empfindsamem Ein- fiMen; ihr Ton ist weich unft rund, wenn auch nicht üb rgroß im Volumen, und zeigt die typische Aus- cksfarbe des Cello. Nachgiebig und schmiegsam hüte sich so die Kanttlene entfalten, und das ge- rti'e schien dem Wesen der Soliftin innerlich am I tieften zu stehen. Die einzelnen Themen gestaltete nach ihrer individuellen Struktur mit musika- liftiem Empfinden und klarer Phrasierung. Ihr i Itneggienfpiel war ausgeglichen durch eine weiche ^gcnführung und tonale Sauberkeit.


