Ausgabe 
4.5.1940
 
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Das Hohe Lied deutschen Soldatentums

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Eigenschaften des Papiers verändern. So genügt styon der geringe Zusatz eines Bindemittels, um Clatt eines saugfähigen Löschblatts ein durch­aus sChreibfeCtes Papier zu erhal­ten.Ein gleiches Ergebnis, wenn auCh durCh ein anderes Verfahren,erziel­ten wir bei dem Zigarettenpapier der GÜLDENRING. Während der brennbare Teil der Hülle saugfähig und luftdurchlässig blieb, iCl das Mund-Ende wasserfest geworden. Dabei unterscheidet siCh GÜLDEN­RING im Aussehen kaum von ei­ner mundCtüCklosen Zigarette; wofl aber bietet sie dank der Wirk­samkeit ihres LTMundCtüCks einen noCh geCleigerten RauChgenuss.

Wien verliehen worden war. Lehär hat als Gegen» gäbe der Stadt Wien eine Ouvertüre gewidmet, die in den nächsten Tagen durch die Wiener Phil» harmoniker zur Aufführung gebracht werden wird.

Kleine politische Nachrichten.

Verkehrsminister Host Venturi hat dem Duce mitgeteilt, daß die deutschen Kohlenliefe­rungen an Italien von Januar bis April insgesamt 2 445169 Tonnen betragen haben.

bauinspektors S p e e r den verdienten Arbeitern die Auszeichnung und sprach ihnen für ihre Leistungen Dank und besondere Anerkennung aus.

Im Rahmen der vom Ministerrat für die Reichs­verteidigung angeordneten Aktion zur geistigen Be­treuung der Hitler-Jugend spricht Reichsminister R u st am Montag, dem 6. Mai, um 8 Uhr morgens zur deutschen Jugend. Anläßlich dieser von sämtlichen Reichssendern übertragenen Rede finden für die Schulen Morgenfeiern statt.

Reichssportsuhrer von Tschammer und Osten, der anläßlich des deutsch italienisch en Ten­nisturniers sowie des Internationalen Reitturniers i n R o m weilt, wurde als Präsident derDeutsch- Italienischen Gesellschaft" vom Italienischen Außen­minister Graf C i a n o sowie vom Minister für Volksbildung P a v o l i n i empfangen.

sh*GÜLDENRING MIT (^MUNDSTÜCK 4 PFG *

Jabe, Widerhall im ganzen deutschen Volke gefun­den hat.

Als im Januar der Rekordwinter mit seiner außergewöhnlich strengen Kälte hereinbrach, lähmte er auch überall die Bautätigkeit. Auf einzelne wich­tige Rüstungsbauten konnte aber unter keinen Um­ständen verzichtet werden. Man griff zu allen Mit­teln, die die Technik bot, und doch war auch hier wie an der Front wieder die Einsatz- und Opfer­bereitschaft des einzelnen Mannes ausschlaggebend. Die 34 heute durch die Verleihung ausgezeichneten Männer hatten gerade mit der Errichtung eines großen Stahlskelettes für einen Fabrikbau begon­nen, als ihnen die Kälte die ftoftklirrenden Eifen- fchienen aus den Händen reißen wollte. Aber sie gaben nicht nach. Die härteste Arbeit richteten sie bei oft mehr als 20 Kältegraden in der Zeit vom 8. Januar bis zum 20. Februar 1940 Stück um Stück des Baues auf, und als die Kälte endlich nachließ, stand auch das fertige Stahlgerippe. Frist­gerecht konnte mit der Ausmauerung begonnen werden.

liche Kurven der Vormarschstraßen, erleichtern Gegner geradezu die Verteidigung und das legen von Hinterhalten.

Hamar in deutscher Hand.

Als in den Mittagsstunden Hamar erreicht wird, befindet sich unser Trupp in unmittelbarer Nähe der kämpfenden Truppen. Denn erst in den Morgen­stunden ist dieser Wintersportplatz am Mjoesensee von unseren Feldgrauen genommen worden. Noch ist um diese Zeit erst ein kleiner Teil der Bewoh­ner, die geflüchtet waren, zurückgekehrt. Etwas ver­schüchtert noch und neugierig stehen sie auf dem Marktplatz oder vor ihren Häusern und beobachten das militärische Leben, das durch die deutschen Sol­daten in ihren stillen Ort gekommen ist. Ein großer Teil der Geschäfte ist noch geschlossen, doch schon am nächsten Tage hat das Leben fast gänzlich wieder seinen normalen Gang. Unser nächstes Ziel ist Elverum. Es ist ebenfalls am gleichen Tage wie Hamar besetzt worden. Im Gegensatz zu Hamar weist es jedoch deutliche Spuren des Krieges auf.

Wegesperren und MG.-Nester.

Sie sind die Kennzeichen des Krieges in den nor­wegischen Bergen. Immer wieder trifft man, na­mentlich in Kurven, auf vom Feinde geschickt an­gelegte Wegesperren. Schwere Baumstämme, zum Teil noch mit Stacheldraht umwunden, hier, hier von den Bergeshöhen herabgewälzte schwere Felsbrocken, dort, sollten den schnellen Vormarsch unserer Truppen verhindern oder doch aufhalten. Dazu auf Bergeshöhen in einzelnen Gehöften gut getarnte MG.-Nester. Manches Opfer haben

Der britische DampferM a t a k a n a" (8049 BRT.) ist an den Klippen der Bahama-Jnsel Ack- lin gescheitert.

Auf dem Roten Platz in Moskau, gegenüber dem Kreml fand wie alljährlich am 1. Mai eine große Militärparade statt, die von Kriegs­kommissar Woroschilow abgenommen und vom Befehlshaber des Moskauer Militärbezirks, Mar­schall Budenny, kommandiert wurde. Der Parade wohnten die Spitzen der Sowjetunion und Parade wohnten die Spitzen der Sowjetregierung und Molotow.

Aus aller Welt.

Schweres Unwetter in Belgien.

lieber ganz Belgien ist ein heftiges Gewitter niedergegangen, verbunden mit sintflutartigen Regenfällen und Hagelschlag. In Antwerpen wurden Hunderte von Kellern überflutet. Einige Straßen verwandelten sich im Nu in reißende Flüsse. In Berchem stand das Wasser in der Nähe des Bahnhofs so hoch, daß es der Straßen­bahn unmöglich war, den Verkehr durchzuführen. In Namur wurde das Pflaster zahlreicher Stra­ßen zerstört. Das Wasser drang durch Türen und Fenster in die niedriger gelegenen Häuser ein.

Metropolitan-Opera vor Zusammenbruch gerettet.

Die mehrmonatige Sammelaktion zur Erhaltung der von einem finanziellen Zusammenbruch be­drohten weltberühmten Neuyorker Metro­politan-Opera kann nunmehr als erfolgreich angesehen werden. Obwohl das angekündigte Sam­melziel von einer Million Dollar noch nicht ganz erreicht ist bisher gingen etwa 940 000 Dollar

Der Führer hat dem Komponisten Emil Nikolaus von Reznicek anläßlich der Vollendung seines 80. Lebensjahres brieflich feine Glückwünsche aus­gesprochen und ihm seine Anerkennung für die Verdienste um die deutsche Musik zum Ausdruck gebracht. Reichsminister Dr. Goebbels übermit­telte gleichfalls feine Glückwünsche und seinen Dank für die wertvolle Arbeit, die Reznicek insbesondere im JnterMtionalen Rat für die ständige Zusam­menarbeit der Komponisten geleistet hat.

Wer will Marineoffizier werden?

Das Oberkommando der Kriegsmarine gibt be­kannt: Der uns aufgezwungene Krieg erfordert eine verstärkte Heranbildung tüchtiger Marineoffiziere. Insbesondere sind Meldun­gen für die See-, Ingenieur- und Waf­fenoffizierlaufbahn der Kriegsmarine für den Einstellungszeitpunkt 1. Januar 1941 erwünscht. Meldungen sind an die Inspektion des Bildungs» wesens der Marine (Einstellungsabteilung) Kiel, zu richten, Merkblätter sind bei jeder Wehrersatzdienst- stette erhältlich.

Zu Beginn des Krieges erhielt Generalbauinspek- tor Speer vom Reichsminister der Luftfahrt Gene­ralfeldmarschall Göring den Auftrag, R ü ft u n g s- bauten der Luftfahrt im gesamten Reichs­gebiet in kürzester Frist zu erstellen. Durch die so­fortige Einstellung aller Neugestaltungsbauten in Berlin, Hamburg, Nürnberg und anderen Städten des Reiches wurde eine große Anzahl von Fach­kräften für diese kriegswichtigen Bauten freige­macht. Selbstverständlich stellten sich der Durchfüh­rung dieses großen Auftrages auch erhebliche Schwierigkeiten in den Weg, die vor allem in den außergewöhnlichen Witterungsumständen des letzten Winters ihren Grund hatten. Dabei zeigte sich je­doch, wie sehr das Wort des Führers, daß jeder in diesem Kriege seine Pflicht auf dem Posten, auf den er gestellt wurde, bis zum Aeußersten zu tun

In Wien fand die Neberreichung des Ehren­ringes der Stadt Wien an den Meister der Wiener Operette, Franz Lehär statt, der ihm anläßlich seines 70. Geburtstages von Reichsstatt­halter Gauleiter Bürckel als Bürgermeister der Stadt

sie gefordert. Namentlich auf dem Vormarsch von Moelw nach Lillehammer mußte manche Umgehung gemacht werden, ehe Feld- Haubitzen diese Widerstandsnester unter wirksamen Beschuß nehmen konnten. Hindernisse aber sind für den Soldaten dazu da, überwunden zu werden. So konnte auch dieser Widerstand den Vormarsch zwar etwas verzögern, aufhalten aber konnte er ihn nicht.

Die Folgen dieses Widerstandes aber, den hier bei Lillehammer norwegische Truppen gemeinsam mit englischen Soldaten dem deutschen Heere ent­gegensetzten, kommen auf das Schuldkonto der Ele­mente, die eine an sich friedliebende Bevölkerung zu diesem Widerstand verhetzten. Und diese Folgen sind nicht leicht. Denn mit treffticherem Schuß haben unsere Feldhaubitzen ein Widerstandsnest nach dem anderen niedergekämpft. Spuren des Krieges kenn­zeichnen daher von Moelv bis Lillehammer oft den Weg, den unsere Truppen im steten Kampf zurück- legen mußten. Ungebrochen aber ist ihr Opfermut und ihr stilles Heldentum, die es erzwingen wer­den, daß in Kürze auch der letzte Widerstand zu­sammenbricht. Kurt Pieper.

krgftwagen fahren lange Bohlen heran, die von einer Motorsäge in die richtige Länge zerschnitten werden. Lastkäyne und kleine Schlepper liegen Bord an Bord in unmittelbarer Nähe der gesprengten Brücke, um als schwimmendes Fundament für die Notbrücke zu dienen. Mit wuchtigen Hammerschlä­gen werden die Bohlen auf die Planken befestigt. Noch spät in der Nacht ist der Brückenschlag be­endet. Das Hindernis ist beseitigt, und die Kolon­nen können ihren Vormarsch fortsetzen.

Von nun an wird auch äußerlich immer erkenn­barer, daß wir uns dem eigentlichen Kampf­gebiet immer mehr nähern. Die ganze Gliede­rung und Beschaffenheit der Landschaft, auf der einen Seite des Weges steil zum See abfallendes Ufer, auf der anderen jäh emporragende Felsen, dazu immer wieder neue, vollkommen unübersicht-

richter bestehende Propagandatruppe von Oslo aus mit einem PKW. sowie einem Krad mit Beiwagen an die Front entsandt wurde.

Rund 150 Kilometer beträgt die Entfernung OsloHamar. Durch herrliche Landschaften Nor­wegens führt der Weg. Berge, deren Gipfel noch mit Schnee bedeckt sind und zwischen die hindurch sich wie ein silbernes Band, mal breiter, mal enger, der Mjoesensee eerftretft, wechseln ab mit kleinen Hochgebirgsorten, denen fast überall das Holzhaus chr Gepräge gibt.

Aber alle diese Schönheiten des norwegischen Landschaftsbildes kann das Auge des zur Front fahrenden oder marschierenden Soldaten nur flüch­tig wahrnehmen. Er hat stets seine ganze Aufmerk­samkeit auf die nächste Umgebung zu konzentrieren. Denn hier sind unsere braven und tapferen Trup­pen gezwungen, die verschiedenen norwegischen Divisionsteile, die an einzelnen Stellen noch ver­zweifelten, jedoch vergeblichen Widerstand leisten, niederzukämpfen.

Schneller Brückenschlag bei Minnesund

Bis zur Eisen bahn brücke bei Minne- sund, etwa zehn Kilometer von Eidsvold entfernt, verraten nur hin und wieder marschierende oder rastende Kolonnen unserer Feldgrauen, daß wir uns in einem Lande befinden, auf dessen Boden hart und erbittert gekämpft wird. Bei Minnesund selbst aber wird man mit aller Eindringlichkeit wie- ver an den Krieg erinnert, denn eine langgestreckte Hochbrücke, über die der Eisenbahn- wie auch Fahr­zeug- und Fußgängerverkehr geht, ist von den Nor­wegern gesprengt worden. Gleich einer Berg- und Talbahn bietet sich ein Teil der Brücke dar. Aber auch sonst kann man erkennen, daß hier Kämpfe stattgefunden haben. An der Auffahrt zur Brücke ist em gelber norwegischer AutobUs, der einer Truppenbeförderung diente, gegen einen Pfei­ler gefahren und teilweise zerschellt. Zahlreiche Kugelspuren in Karosserie und Chassis des Wagens beweisen, daß unsere vorrückenden Feldgrauen hier auf heftigen Widerstand gestoßen sind.

Für heute ist ein Weiterkommen unmöglich. Denn noch ist die Notbrücke, an deren Fertigstellung Eisenbahner und Pioniere fleißig arbeiten, Nicht vollendet. Aber es wird mit allem Nachdruck ge­schafft, damit die Kolonnen, die auf dem jenseitigen Ufer den Marsch fortsetzen sollen, schnellmöglich pas-

ein, wovon über ein Drittel von Rund­funkhörern aufgebracht wurde kann als sicher angesehen werden, daß die fehlenden 60 000 Dollar innerhalb der nächsten Tage aufgebracht werden können. Die gesammelten Mittel sollen da» zu dienen, die bisher besonders auf die Zuschüsse kunstliebender Millionäre angewiesene Oper finan­ziell auf eigene Füße zu stellen sowie den veralteten Opernbau zu modernisieren.

Achlhunderlpfündiger Grind-Wal gefangen.

Ein achthundertpfiindiger Grind-Wal, der ©tagen* Fischern ins Garn geriet, wurde mit vieler Mühe nach Esbjerg transportiert und auf der dortigen Fischauktion versteigert. Das erzielte Höchstangebot betrug zwei Kronen, von welchem Bettag die Transportkosten abgezogen werden mußten, sodaß den Aschern durch den Verkauf ein erheblicher Schaden entstand. Das Fleisch der Grind-Wale ist nickt zu verwerten. Der Käufer des Wals will versuchen, die Walhaut zu verwenden.

Hauptschristletter: Dr. Friedrich Wflhelm Lange. Stellvertreter bef Hauptschriftleiters: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Pokttkk, Feuilleton und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner.

Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K. G. Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anreigenleiter: Han« Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.5.

PK.Es sind Kampfhandlungen im Raume ost- fieren können. Der ganze Brückenschlag vollzieht sich wärts vom Mjoesensee in Richtung Hamar aufzu--£rx n-r>-

nehmen." So lautete der Einsatzbefehl, mit dem die aus je einem Wort-, Film- und Bildbe-

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