der
Bereitung widmen können.
Art sowie technischem Personal, an Waffen ünd Gerät stehen an der Front und in der Heimat zu weiterem Einsatz bereit.
Oer Wehrmachtsbericht vom Sonntag.
Deutsche Aufklärer über Nordsee und Nordost-Frankreich.
B e r l i n, 3. März. (DRV.) Das OKW. gibt be- könnt: An der W e st f r o n t keine besonderen Ereignisse. Die Luftwaffe klärte in der Zeit vor Morgengrauen bis zum Spätnachmittag des 2. März über der gesamten Rordsee auf. Vor der britischen Ostküste wurden zwei Vorpostenboote und elf bewaffnete oder im Geleit fahrende Handelsschiffe angegriffen und teils versenkt, teils schwer getroffen.
Tagsüber wurde' über )kordo st- Frankreich bis in die Gegend Paris aufgeklärt. Bei der Grenzüberwachung fanden verschiedene L u f t k ä m p f e an der deutsch-französischen Grenze statt, hierbei wurden drei französische Flugzeuge durch deutsche Jäger abgeschossen, zwei deutsche Aufklärer werden vermißt.
biet einzufliegen, wurde er durch Jagd- und Flakabwehr etfolgreich abgewiesen. Insgesamt wurden bisher 285 britische und französische Flugzeuge abgeschossen. hinzur kommen 50 Flugzeuge eines britischen Flugzeugträgers, so daß die Gesamtverluste der Westmächte seit Kriegsbeginn minde- stens 335 Flugzeuge betragen. Ferner wurden neun feindliche Fesselballons abgeschossen. Demgegenüber verlor die deutsche Luftwaffe in diesen sechs Monaten an der Westfront und über dem britischen Kampfraum insgesamt durch unmittelbare Feindeinwirkung 35 Flugzeuge und auf Feindslug verunglückt (Notlandungen, Abstürze usw.) — 43 Flugzeuge.
Im sicheren Schuh der deutschen Wehrmacht, konnte die Wehrkraft des 82-Millionen-Volkes voll entwickelt, die Wehrmacht weiter verstärkt und ausgebaut werden. Die bis- herigen Kriegserfahrungen find bei den drei Wehrmachtsteilen für die weitere Führung des Krieges, für die Ausbildung und für die technische Vervollkommnung des Materials ausgewertet worden. Die Leistungen der deutschen Rüstungsindustrie sind durch die feindliche Blockade nicht gemindert, sondern zu einem Höchstmaß gesteigert worden. Stärkste Reserven an ausgebildeten Kämpfern aller
Berlin, 2. März. (DRB.) Das O b e r k o m - I mando der Wehrmacht gibt bekannt: Rach । einer Kriegführung von fechs Monaten i zu Lande, zur See und in der Luft ist als mili- । tärifch es Ergebnis festzustellen:
In einem Feldzug von 18 Tagen wurden hie polnische Wehrmacht zerschlagen, die polnischen Divisionen vernichtet und das Gebiet des ehemals polnischen Staates bis zur deutsch-russischen Jnteressengrenze beseht. Damit wurde die Absicht der Gegner, Deutschland in einen Zweifrontenkrieg zu zwingen, in kürzester Frist vereitelt.
3m Westen
wurde der Westwall planmäßig beseht und bis zur Küste verlängert. An keiner Stelle hat der Gegner es gewagt, auch nur in den Wirkungsbereich des Westwalles vorzustoßen, geschweige denn, ihn anzugreifen. In kühnen Spähtrupp- und Stohtruppunternehmungen hat das deutsche Heer immer wieder seinen Angriffsgeist bewiesen und den hohen Stand seiner Ausbildung und Ausrüstung gezeigt. Wo der Gegner versuchte, im Vorfeld des Westwalles in deutsches Gebiet einzudringen, warfen ihn Verbände des Heeres in raschem Zupacken in seine Ausgangsstellung zurück.
Die deutsche Kriegsmarine
hat nach Vernichtung der polnischen Wehrmacht bis auf die Einheiten, die vor Beginn des Feldzuges geflüchtet waren oder später in neutralen Häfen interniert wurden, den Seekrieg gegen England und Frankreich mit steigendem Rachdruck und wachsenden Erfolgen geführt.
In der Rordsee lag neben der Sicherung des Seegebietes und dem Schuh des deutschen Handelsverkehrs der Schwerpunkt auf dem Handelskrieg mit lieber- und Unterwasserstreitkräften. Gleichzeitig wurden auf die Seegebiele der englischen Ost- und Westküste Minenangriffe unternommen. 3m Atlantik waren zur Kreuzerkriegführung die Panzerschiffe „AdNiiral Graf Spee" und „Deutschland" eingesetzt. Bei Vorstößen in den Rordatlantik, die auch mit schweren Streitkräften durchgeführt wurden, konnte dem Feind erheblicher Schaden zugefügt werden.
Als Ergebnis der deutschen Seekriegführung wurden vernichtet: Das Schlachtschiff „Royal Ook", der Flugzeugträger „Lourageous", der Hilfskreuzer „Rawalpindi", die Zerstörer „Blanche", „Gipsy", „Ducheß", „Grenville", „Exmouth", „Viscount", „Daring" und „Jersey", ferner etwa zwan- zig Kriegsfahrzeuge des Vorposten-, Minensuch- und Vootsjaaddienstes — diese unter Mitwirkuna von Luftstreitkräften, sowie mehrere U-Boote. Schwer beschädigt wurden das Schlachtschiff „Relson", das Schlachtschiff „Barham", der Schlachtkreuzer „Re- pulse", der schwere Kreuzer „Exeter", ein schwerer Kreuzer der London-Klasse, der Kreuzer „Belfast" und eine größere Anzahl von Zerstörern, Vorpostenbooten und U-Booten. 3m gleichen Zeitraum wurden 532 Schiffe mit 1 904 913 BRT. feindlicher und dem Feind dienstbarer neutraler Handelsschifftonnage vernichtet. Gemessen an diesen Erfolgen waren die eigenen Vertu sie gering. Sie betragen: Ein Panzerschiff, zwei Zerstörer, sechs Vorposten- oder Minensuchboote und elf A-Boote, im Monatsdurchschnitt also zwei 11- Voote.
Oie deuMe Luftwaffe
war an der siegreichen Entscheidung des polnischen Feldzuges in hervorragender Weise beteiligt. Gleichzeitig mit dem Zerschlagen der polnischeü Luftwaffe, sicherte sie mit anderen Teilen den deutschen Luftraum im Westen. 3hre lleberlegenheit hinsichtlich der Einsatzbereitschaft der Besatzungen und der Güte des Materials trat immer wieder in Erscheinung. Die auch bei ungünstigsten Witterungsverhältnissen gegen England und Frankreich durchgeführlen E r - kundungsflüge ergänzten die vorhandenen Unterlagen über die Maßnahmen des Gegners. 3n der Aufklärung gegen England gelangten die deutschen Flugzeug trotz feindlicher Gegenwehr immer wieder bis zu den Orkney- und Shel- land-3nfeln.
Wiederholt wurden Angriffe auf feindliche Seestreitkräfte, bewaffnete f) *i n- delsschiffe und Geleitzüge durchgeführt. Es wurden 65 Schiffe mit rund 75 000 BRT. velfen k t. Es handelt sich hierbei in der Mehrzahl um feindliche oder mit Banngut für England fahrende neutrale Handelsschiffe sowie um einige Schiffe britischer leichter Seestreitkräfte. Durch Bombentreffer wurden außerdem schwer beschädigt und zum Teil zerstört 52 Schiffe mit rund 200 000 Tonnen. Davon 40 britische Schiffe leichter Seestreitkräfte, 2 britische Kreuzer mit 15 300 BRT.,- 2 britische SchKichtfchiffe mit 63 350 BRT., 1 britischer Flugzeugträger mit .22 600 BRT.
Seit Kriegsbeginn sind die deutsche Luftabwehr und die Bodenorganisation in dem geplanten Umfange voll ausgebaut, der Flugmeldedienst eingespielt und erprobt sowie Luftschuh- mahnahmen und Luftschutzeinrichtungen im ganzen Reich vervollkommnet worden. Wo der Gegner versuchte, mit stärkeren Verbänden in das deutsche Ge-
StecknadelndesBritenreiches.
England sonnt sich noch immer in dem Glanz aller Meere, die es als Zufahrtsstraßen des Empires beherrscht. Diese Herrschaft hat zwar in biet em Handelskriege beträchtliche Einbußen erlitten, rber noch immer pocht England darauf, daß ihm ür diese Herrschaft Stützpunkte zur Verfügung tehen. Das ist richtig, denn wie Stecknadeln sind diese Stützpunkte über alle Meere und Länder verteilt, so daß englische Kriegsschiffe überall einen Zufluchtsort haben. Alle diese Stützpunkte können da- ;on erzählen, daß sie die wesentlichen Voraus- etzungen der Macht des englischen Imperiums sind, zumal sie alle schon einen Beitrag in dieser Hinsicht geliefert haben. Da ist Gibraltar, da ist Malta, Cypern, Aden, Hongkong; da sind die Falklandinseln und die Stützpunkte im westindischen Archipel. Alle diese wichtigen Stützpunkte sind den Engländern nicht als Eroberungen zugefallen, sondern sie haben ie in der. Regel ^ls lachende Dritte, wenn zwei andere sich stritten, weggenammen. So ist es mit Gibraltar der Fall, das nicht etwa eine vorgelagerte - Insel ist, sondern ein unlösbarer Teil de s spanischen Fe st lande s. Gibraltar ist niemals von Spanien an England freiwillig abgetreten worden, denn die Engländer sind einfach in Gibraltar geblieben, ohne sich viel darum zu kümmern, daß sie schon wiederholt aufgefordert worden sind, Gebiet und Festung zu räumen. Sie sitzen fast 200 Jahre dort, sie tun so, als ob es sich um unverjährbare Rechte handele, und nicht um ein Stück spanischen Kobens.
Diese Stecknabeln sind als Festungen ausgebaute Stützpunkte, Seekriegshäfen, in benen in ber Regel auch ein Teil der englischen Kriegsflotte versammelt ist. Diese befestigten Stecknadeln des Empire sind, wie sich das bei Gibraltar beutlich zeigt, nichts weniger als Einrichtungen, bte bem harchel der Völker zu dienen bestimmt find. Gibraltar wurde ursprünglich von den Engländern genommen und befestigt, um spanische und französische Kriegsschiffe daran zu hindern, die Verbindung Englands mit dem Fernen Osten und Westindien zu stören. Das war vor dem Bau des Suezkanals, aber inzwischen ist das Mittelmeer gerade durch den Bau des Suezkanals zu einer Verkehrsstraße für das Empire geworden, hier zeigt sich auch, wie England gewohnt ist, alles unter den Sehwinkel feiner Interessen zu stellen.
Italienischer Protest in London.
Gegen die Drohung der Beschlagnahme von Kohlen deutscher Herkunst auf italienischen Schiffen.
Rom, 3. März. (Europapreß.) Während ... Winterzeit war einberufenen Reservisten und unter den Waffen zurückbehaltenen Soldaten jüngster Jahrgänge Urlaube erteilt worden, damit sie ihrem bürgerlichen Beruf nachgehen konnten. Das Kriegsministerium hat nun die Einberufung der bisher zurückgestellten und noch nicht ausgebildeten Angehörigen der Jahresklafsen 1911, 1912, 1913 und 1914 zusammen mit den Angehörigen der Klassen 1919 und 1920 angeordnet. Durch die Einberufung des neuen Kontingents ist nun ein "einheitlicher Block junger und daher wenig an Familieninteressen gebundener Jahrgänge unter den Waffen geschaffen. Der Kriegsminister hat deshalb in einem an alle öffentlichen Verwaltungen gerichteten,Rundschreiben mitgeteilt, daß mit dem 1. März die Periode der Urlaube abgeschlossen sei, damit sich die Verbände vollkommen ihrer militärischen Vor
kilometer. Es wurden auch einige neue Sturzkampfflugzeuge vorgeführt, die versuchsweise eingeführt worden sind.
Kein Urlaub mehr beim italienischen Heer.
MliensIntereff e imÄahen Osten
Rom, 2. März. (Europapreß.) In einem Bericht des „Temps" aus Rom wird erklärt, Italien, das in Nordeuropa nicht direkt interessiert sei, habe die Ueberzeugung, dem Donau- und Balkanvaum drohe keine unmittelbare Gefahr, es richte seine Hauptaufmerksamkeit auf den Rahen 9 ft en. „Nichts ist wahrscheinlicher, als dies", bemerkt hierzu das Blatt Mussolinis, der „Popolo d'Jtalia". „Diese Gebiete stehen in der Tat in direkter Berührung mit dem Mittelmeer und dem Suezkanal, somit mit den Zufahrtswegen zum italienischen Imperium". Es sei d^halb auch wahrscheinlich, daß sich Italien an den Treibereien des Generals Weygand und den Wühlereien der englischen und französischen Diplomatie in jenem heiklen Sektor nicht desinteressiere, der, wie man sagt, zu einer Front gegen Rußland und gegen die ber NüMng burch Deutschland zu entziehenden Erdölquellen bienen könnte. Wenn ein Konflikt im Nahen Osten zwischen Rußland und Deutschland einerseits sowie Frankreich und England andererseits zum Ausbruch kommen sollte, so werde sich, so behauptet ber „Temps", Italien am Scheibewege befinden. „Gegenüber dieser allzu intelligenten Verbächti- gung", erwidert der „Popolo d'Jtalia" bem „Temps" ironisch, „sehen mir uns gezwungen, folgendes Geheimnis zu enthüllen, nämlich daß man noch sehen wird ob unsere Mittelmeer- und imperialisttschen Interessen nicht mehr von Frankreich und England, als von Rußland bedroht sein werden, und daß der Leitspruch: ,Wer Italien anrührt, wird Blei bekommen', der einst unseren inneren Feinden gegolten hat, heute unseren äußeren Feinden gegenüber gilt"
Oie italienische Luftwaffe.
Rom, 2. März. (Europapreß.) In der vergangenen Woche hat der Unterstaatssekretär im Luftfahrtministerium, General Cricolo, die in der Umgebung Roms liegenden Jagdfliegerstaffeln besichtigt. Die auf dem Flugplatz Ciampino ftahomerren Flugzeuge ließ er sich in Uebungs- und Schauflügen vorführen. Die Apparate, die neuester Bauart sind, -erreichten Geschwindigkeiten von über 600 Stunden-,
Montag, t Mär; 1940 Annahme von Anzeigen für bte Mittagsnummer bis Z'/rUhrdes Vormittags Grundpreise für 1 mm Höhe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf.,Tertanzeigen von 70 mm Breite 50 Pf. Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse MengenstaffelL Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/«mehr Ermäßigte Grundpreise Bäderanzeigen
und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf.
Deutschlands Kampf um sein Lebensrecht.
Oie ersten sechs Kriegsmonate bekundeten die Llnüberwindlichkeit des Großdeutschen Reiches.
IM. Jahrgang Nr. 5$ Erscheint täglich,, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter HeimatimBild DieScholle Monats-Bezugspreis: Mtt4Beilagen.RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr... „ y.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvreckanschluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 11686 Franks^M.
Daß andere große Völker im Mittelmeer lebenswichtige Interessen haben, also nicht -nur machtpolitisch unb strategisch barin gebunden sind, spielt ür England keine Rolle. England hat nicht einmal das Empfinden dafür, daß, wenn es sich vor Jahrhunderten eines Stützpunktes bemächtigt hat, der ein unlösbarer Teil eines fremden Landes ist, die englische Herrschaft die andere Nation, der dieser Stutzpunkt geschichtlich, geographisch und ethnographisch gehört, auf Tiefste verletzen muß. Wie lange würde es sich England wohl gefallen lassen, wenn Dover oder Portsmouth fremde Stützpunkte wären, in einer Form sogar, daß England nicht das Recht zustünde, sich selbst in einem Kriege oder in Gefahrenzeiten dieser Häfen zu bedienen. Spanien hat dadurch, daß Gibraltar als Brückenkopf der nationalen Regierung nicht zur Verfügung stand, 2Vz Jahre einen Bürgerkrieg mit seinen schweren Verlusten tragen müssen, ber sich hätte ab kürzen lassen, wenn dieser Brückenkopf im Besitz ber nationalen Regierung gewesen wäre. Nicht nur für Spanien, auch für jedes andere Land am Mittelmeer ist es eine ständige Bedrohung, daß ber wichtigste Schlüssel zum Mittelmeer von einer Macht beherrscht wird, die sonst im Mittelmeer keinerlei unmittelbare Interessen besitzt. Selbst wenn Gibraltar^ Malta, Cypern unb Suez nicht mehr Stecknadeln bes Britenreiches wären, so würben bie Zufahrtstraßen nach bem Fernen Osten barum nicht behindert oder gefährde^ sein. Aber England hat sein Empire aufgebaut unter brutaler Mißachtung und Verachtung aller anderen nationalen Interessen. Die kürzlichen Demonstrationen spanischer Studenten für bie Rückkehr Gibraltars, im Anschluß an eine spanisch-italienische Kundgebung, zeiaen allerdings, baß man auch in diesem Lande das Ende ber britischen Welttyrannei kommen sieht. D- S.
zurückgezogen. Diese Linie begann 12 Kilometer südlich von Wiborg im Wiborger Busen und enbete am Westufer bes Vuokislusfes in ber Höhe bes Sees Aeyräpää. Die Finnen haben baburch eine sand- reiche unb verhältnismäßig flache Gegenb aufgegeben unb sich auf bte britte Verteidigungslinie zurückgezogen, bie sich vermutlich von ben Höhen bet Wiborg bis zu ben Vuokibergen burch ein sehr zer- / klüstetes unb bergiges Gebiet erstreckt. Die neue fimv* nische Stellung wirb auf bem rechten Flügel burch bienc Stabt Wiborg flankiert unb auf bem linken Flügel burch bas Fluß- unb Seensystem bes Vuoki. Weiter melben bie Finnen verlustreiche Kämpfe ber Russen bei Taivale unb norboftroärts bes Labog«-Sees, wo bie 43. Panzer-Brigabe aus Moskau eingekreist worben sein soll.
Kleine politische Nachrichten.
Der Reichsinspekteur für Reit- und Fahrausbildung, SA.-Obergruppenführer L i tz m a n n , ber als Schwadronschef im Felde steht, hatte die SA.° Gruppenreiterführer und ihre Stellvertreter zur ersten Kriegsarbeitstagung nach Berlin berufen. 21 Gruppenreiterführer hatten hierzu als Offiziere ber Wehrmacht Urlaub erhalten.
Wie amtlich mitgeteilt wird, trifft die Presseveröffentlichung über bie Einziehung ber ausländischen Pässe von Solbaten und Wehrpflichtigen nicht zu.
Der Madrider Staatsanzeiger veröffentlichte ein Gesetz zur Unterdrückung bes Freimau- r er tu ms, indem darauf hingewiesen wird, daß keine Organisation wirksamer am Niedergang Spaniens beteiligt gewesen sei als die Freimaurerei. Sie trüge die Schuld am Verlust des spanischen Kolonialreichs, an der Grausamkeit des Unabhängigkeitskrieges und an den Bürgerkriegen des ver* gangenen Jahrhunderts« „
Amsterdam, 2. März. (Europapreß.) Die italienische Regierung hat in London einen förmlichen Pr 0 teft eingereicht gegen bie englisch er seits an gekündigte Absicht, mit Wirkung vom 1. März Mitternacht 'bie an Bord italienischer Schiffe nach Italien verladene Kohle deutscher Herkunft zu beschlagnahmen. Abgesehen von dem grundsätzlichen Protest hat die italienische Regierung freie Fahrt für die zur Zeit noch in Rotterdam liegenden italienischen Kohlenschiffe gefordert. Die italienischen Kohlendampfer „Liana , „Orata", „Felce" und „Nimidia", die am Samstagfrüh aus Rotterdam ausgelaufen waren, wurden auf der Höhe von Hoek van Holland durch Funkspruch zurückgerufen und sind m den Hafen von Rotterdam zurückgekehrt. Der italienische Botschafter in London, Bastianini, der seit einiger Zeit auf Urlaub in Italien weilt, ist auf der Rückreise nach London. Man rechnet damit, daß er sofort nach seinem Eintreffen dort persönlich die Verhandlungen in der Frage der italienischen Kohlenverschiffungen aufnehmen wird.
Die Einwände der englischen Presse, daß es sich nicht um eine politische Maßnahme handele unb die Ausdehnung der Blockade auf die Kohlentransporte nicht mit den englisch-italienischen Wirtschafts- Verhandlungen in Rom zusammenhänge, werben vom „(Saniere della Sera" als spitzfindig bezeichnet. Das Blatt beftätigt, daß Italien den englischen Vorschlag abgelebt hat, für englische Kohle Rüstungsmaterial zu liefern und verweist auch auf bie in ben Häfen bes Kohlengebietes von Wales herrschende Kohlenknappheit, durch die bie. Schiffe gezwungen würden, mehrere Wochen zu warten, bevor sie ihre Ladung an Bord nehmen könnten.
Eichener Anzeiger
^ssss^ General-Anzeiger für Oberhessen
Sumner Welles hat Berlin verlaffen.
Berlin. 4. März. (DRV.) Der Führer empfing Samstag vormittag in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop den amerikanischen Unterstaatssekretär Mister Sumner Welles, der von dem amerikanischen Geschäftsträger Mister Kirk begleitet war, zu einer längeren Unterredung. Bei der An- und Abfahrt erwies eine Formation der Leibstandarde militärische Ehrenbezeigungen. Unterstaatssekretär Sumner Welles wurde am Sonntagvormittag vom Stellvertreter des Führers. Reichsminister Rudolf Heß. zu einer einslündigen Unterredung und am Sonntagmittag von Generalfeldmarschall Göring in Karinhall zu einer längeren Aussprache empfangen. Unterstaatssekretär Sumner Welles verließ am Sonntagabend nach dreitägigem Aufenthalt die Reichshauvtstadt in Richtung Basel. 3m Auftrag des Reichsministers des Auswärtigen v. Ribbentrop hatten sich der Staatssekretär des Auswärtigen v. Weizsäcker und der Chef des Protokolls Gesandter v. Doernberg auf dem Bahnhof eingefunden. Von amerikanischer Seite waren der Geschäftsträger der Vereinigten Staaten von Amerika, Mister Kirk, und die Mitglieder der amerikanischen Botschaft erschienen.
London ohne ausländisches Roastbeef.
Amsterdam, 3. März. (Europapreß.) Viele 'Tausende Londoner Haushaltungen mußten diesen Sonntag auf das gewohnte Roastbeef verzichten. Der Ernährungsminister hatte die Londoner Bevölkerung davon in Kenntnis gesetzt» daß in der englischen Hauptstadt z. Z. überhaupt kein ausländisches Rindfleisch zur Verfügung steht. Die große Mehrheit der englischen Großstadtbevölkerung ist auf den Verbrauch ausländischen Gefrier- und Kühl-Rind- fleisches angewiesen, weil das einheimische Rindfleisch fast unerschwinglich ist. Das Ausbleiben der Zufuhr von überseeischem Rindfleisch ist eine Folge der Schiffsraumknappheit, die durch die deutsche Seekriegführung verursacht worden ist.
Rückzug der Zinnen auf die dritte Verteidigungslinie.
Stockholm, 3. März. (DNB.) Nach Meldung von der finnisch-schwedischen Grenze haben sich die finnischen Truppen aus ihrer zweiten 23 e r = teibigungsIinUauf ber Karelischen Landenge


