Einzelbild herunterladen

Die Anerkennung

angtschingweis

bei

den

leutnant Tenasuki und verletzte Oberst Kori- kane schwer. Die Behörden haben die sofortige Schließung der Stadttore angeordnet. Der gesamte Straßenverkehr wird überwacht, und zahlreiche Haussuchungen wurden vorgenommen. Es ist das erste Attentat in Peking seit Beginn des chinesisch, japanischen Konfliktes. Es wird mit dem jüngsten AnschlagaufdenSchanghai.Nanking. Expreß in Verbindung gebracht, dem 100 Tote und 250 Verletzte zum Opfer gefallen sind.

Heftige Kämpfe an der griechischen Front.

Der italienische Heeresbericht.

Rom. 2. Dez. (DRV.) Der italienische wehr- Machtbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut:

An der griechischen Front sind heftige Angriffe des Feindes überall zurückgewiesen worden. Der Feind» der durch unsere Gegenangriffe auf seine Ausgangsstellungen zurückgeworsen wurde, hat schwere Verluste, besonders aus dem rechten Flügel der 9. Armee, davongetragen, wo der durch intensives Artilleriefeuer vorbereitete Angriff von einem ganzen Armeekorps durchgeführt wurde. Au der Front der 11. Armee haben sich vor allem zwei Bataillone der Division pusteria und die Di­vision Ferrara ausgezeichnet. An der Spitze des 47. Infanterie-Regiments ist Oberst Triz io als Held gefallen. Kavallerieabteilungen, die von un­teren Alpenjägern überrascht wurden, sind vernich- let worden.

Feindliche Flugzeuge haben ergebnislos Bomben auf unbewohnte Gebiete einiger Inseln des Do de- laues abgeworfen.

3n Oftafrika haben unsere Jagdflieger eia Flugzeug vom Wellesley-Typ auf dem Flugplatz von Ghedaref in Brand geschossen. Feindliche Flugzeuge haben la der Zone von Kassala Bomben abgewor­fen: unter der Bevölkerung gab es zwei Tote und vier Verwundete. Ein feindliches Flugzeug wurde von unserer Flak abgeschossen. Weitere Einflüge haben bei Burao. wo zwei Frauen verwundet wur­den, bei Assad und bei Mekemma, wo es drei lote und 17 Verwundete gab, statlgefundea.

Das Seegefecht bei Sardinien.

Europa will von der arroganten Dormundfchafr der Briten befreit sein, es sieht daher ohne Rüh­rung zu, wie die deutsche Lustwaffe ihr unaufhalt­sames Dernichtungswerk in England vollendet. Ev. Totaler deutscher Vombenkrieg

Stockholm, 2. Dez. (Europapreß.) Der Lon­doner Korrespondent vonSoenska DagblaDet" de- mentiert die Behauvtungen amtlicher Londoner Stellen, daß die Deut|chen Angriffe auf Bristol, Southampton, Birmingham nicht so heftig gewesen seien, wie die Aktionen gegen Coventry. Der Korre-- spondent schreibt:Der totale Dombenkrieg gegen EnglanD hat er st jetzt allen Ern st es be­gonnen, und alles, was man seit dem deutschen Massenangriff aus London am 7. September erlebt Hot, ist nur ein Kinderspiel im Vergleich zu dem, was ein englischer Prooinzort nach dem ande­ren in diesen Tagen erleben muß. Das ist uns voll- ständig klar, nachdem ich in den letzten zehn Tagen Coventry, Birmingham, Bristol und Southampton besucht habe. Southampton war das Ziel deutscher Bombenangriffe sowohl am vergangenen Samstag wie auch am Samstag vor acht Tugen. Aber die letzte Aktion war zweifellos die gewaltigste, man be­rechnet, daß, abgesehen von Dutzenden von ernsten Großbränden, unzählige kleinere Brände ent- standen."

9m Gegensatz zu den Mitteilungen des Informa­tionsministeriums stellen auch amerikanische Agenturen fest,dieser zweite deutsche Luftan­griff gegen Southampton kann als der e r n st e st e charakterisiert werden, dem eine englische Stadt bis­her ausgesetzt gewesen ist. Große Teile der Fabrik- anlagen und der Stadt selbst brennen noch, der Rauch liegt über der ganzen Landschaft." Die Löscharbeit der Feuerwehr wird als hoffnungslos bezeichnet. 9m Zentrum wurden zahlreiche wichtige Gebäude vernichtet. Zeitungchäufer find ein rauchender Aschenhaufen. Warenhäuser stehen nur noch als schwarze und ausgebrannte Ruinen. Das Hauptge­bäude der Polizei erhielt einen Volltreffer. Die

Opfer unter den Feuerlösch. und zivilen Hilfsmann­schaften waren zahlreich.

Paddington, Kensington und Battersea

Bei dem deutschen Großangriff auf London, von dem der Wehrmachtsbericht des 1. Dezember spricht, wurden mit Bomben schweren und schwer­sten Kalibers auch die Stadtbezirke Paddington, Kensington und Battersea schwer mitgenommen. Sie liegen i m W e st e n Londons und schließen sich in einem Halbkreis um den vielgenannten Hyde- Park, an dessem östlichen Eingänge der königliche Luckhingham-Palast und Westminster mit dem Re- gierungsviertel liegen. Die Stadtbezirke von Pad­dington, Kensington und Battersea sind von gut 500 000 Menschen bewohnt und durch zahlreiche Eisenbahnlinien besonders wichtig. Die Themse hat hier noch sehr starken Verkehr, obwohl die meisten Docks unterhalb derLondon Bridge" kurz ober­halb des mittelalterlichen Towers ihr Ende errei­chen. Die genannten drei Londoner Stadtbezirke haben sich erst mit dem Aufblühen der Industrie seit etwa 150 Jahren entwickelt. Früher waren sie ländliche Kirchspiele außerhalb des engeren Lon­doner. Bereichs. Die unmittelbare Nachbarschaft des Hyde-Parks ist ein hocharistokrattfches Villen­viertel.

Großes englisches Ll-Boot ^riab* verloren.

Berlin, 2. Dez. (DNB.) Di« britische Admira­lität gab in der Nacht zum Montag, wie der eng­lische Rundfunk mitteilt, eine amtliche Verlaut­barung heraus, daß das britische U-BoofIt lab als verloren angesehen werden müsse. Das große U-BootIriab gehört zu den modernsten englischen U-Booten. Ls hat eine Wasserverdrän- aung von 1000 Tonnen und ist bestückt mit einem 10,2-cm-Geschüh und sechs Torpedorohren.

Wangtschtngwei. (Scherl-Bilderdienst-M.) sie bisher nur eine der Regierungen in China war. Die einzelnen Vertragspunkte regeln die Frage der Souveränität, der kulturellen Zusammenarbeit, der wirtschaftlichen Gleichstellung, die den' Japanern überall im souveränen China zugestanden wird, wo­bei Japan der Regierung in Nanking alle Konzes- fionsgebiete zurückgibt und außerdem auf das Recht der Exterritorialität verzichtet. Ferner wird be­stimmt, daß China zwei Jahre nach Einstellung der Feindseligkeiten von den Japanern geräumt wird, angenommen die Gebiete, die besonders bezeichnet werden.

. R o m, 3. Dez. (DNB. Funkspruch.) Die vom Ma. rineministeriurn eingeladenen ausländischen Presse. Vertreter haben bei der Besichtigung der an dem Seegefecht von Kap Teulada beteiligten italienischen Kriegsschiffe einwandfrei feststellen können, daß diese weder von Torpedos noch von Bomben, noch von Geschossen erreicht oder beschädigt worden sind Der schaden auf italienischer Seite beschränkt sich auf den zeitweiligen Ausfall des Zerstörers ,Zan- Schutz einiger Kreuzer am Mittwochabend oollia unbehindert in einen italie- oT yQ'en dur Reparatur abgeschleppt worden st. Auf englischer Seite fallen zeitwellig echs große Schiffseinheiten aus, dar­unter der von der englischen Admiralität zugegebene Schwere KreuzerBerwick", sowie ein zweiter Schwerer Kreuzer von derBirmingham". rK' weitere große Einheiten, näm-

ein Schlachtschiff, ein Flugzeugträger und noch ÄreuAer, von der italienischen Luft- waffe Volltreffer erhielten. Diese Tatsache wie auch der Umstand, daß die Engländer den Kampf ab- gebrochen haben, das Feld räumten und auch später den von zwei Ge schossen getroffenen ZerstörerLan- eiere völlig unbehelligt ließen, kennzeichnet ein­deutig den klaren Erfolg der italienischen Waffen.

Bernhards Scheck.

Don unterer Beniner Schristieitung.

Cs ist eine schöne Sitte in Deutschland, einem Geburtstagskinde so viele brennende Lichter auf btt Geburtstagstorte zu stecken, wie es Lebensjahr« zählt. Freilich pflegt man später, wenn das burtstagskind schon erwachsen ist, von diesem Brauch wieder Abstand zu nehmen, well dann big Kerzen auf der Torte keinen Platz mehr finden und außerdem eine Verschwendung darstellen wür. den. Es zeugt von der Großzügigkeit der deutschen Luftwaffe, wenn sie trotzdem am vergangenen Samstag, als Churchill Geburtstag hatte, nicht, unversucht ließ, um zu dieser festlichen Gelegenheit die herkömmliche stimmungsvolle Beleuchtung in, ganzen Umfange zu liefern. 66 Jahre alt wurde Winston Churchill, und etwa 66 große Feuer brann­ten zu seinen Ehren in Southampton ein Be­weis unserer herzlich gemeinten Unglückswünsche für den Lügenlord.

Auch von anderer Seite wurden Zeichen der Anhänglichkeit" als Geschenk dargebracht, über die sich das schon viel zu alt gewordene Geburtstag?, kind freuen konnte. Beispielsweise wollte sich auch der verbiesterte Biesterfelder nicht lumpen lassen, doch war sein Beitrag sehr prosaisch. Stolz ver' kündete der Londoner Rundfunk, Prinz Bernhard habe dem Churchill-Geburtstagsfond einen Scheck über 35000 Pfund zur Verfügung gestellt. Woher der Junge bloß das viele Geld hat! Dom Munde abgespart? Don seiner nach Amerika ge. gangenen Schwiegermutter als Sonderzuweisung bekommen? Beide Hypothesen sind unwahrscheinlich, denn Wilhelmine hat sich für die mitgenommenen Staatsgelder soviel Grundbesitz in Washington ge. kauft, daß das knapp bemessene Taschengeld für den hoffnungslosen Schwiegersohn und Exprinzen kaum ausreicht, die Kosten eines standesgemäßen Stroh, witwerlebens in den Londoner Kellerbars zu be- streiten. An eine Extragabe über das Taschengeld hinaus war aus dem gleichen Grunde nicht zu den. ken. Kurz und gut, die 35 000 Pfund sind, wie der britische Rundfunk anschließend mitteilte, nicht von derköniglichen" Familie, sondern von der Br. Dotierung Javas aufgebracht worden. Bernhard, arm am Geiste und noch ärmer am Beutel, war nur der Ueberbringer des Schecks.

Noch erfreuter über diese edle Geste als Chuv. chill, der nun immerhin ein Flugzeug mehr in den USA. bestellen kann, waren die Einwohner Hollands. Sie, die schon so oft die Heimtücke schen Luftüberfälle der RAF. auf ihre Wohnviertel, Krankenhäuser und Kirchen erleben mußten, haben ein ausgeprägtesVerständnis" dafür, daß aus. gerechnet die Einkünfte aus ihren indischen Kolo­nien von dem Emigrantenprinzen benutzt werden, um Herrn Churchill die Fortsetzung feiner Der. brechen gegen das niederländische Volk zu ermög» lichen. Ev.

- ,.-------1-**- er ist nicht

rDbun!rn1?- ^'NOS sondern das Zufammenar- beüen mit China. Es ift eine geschichtliche Notwen- bigfeit, daß China, Mandschukuo und Japan, die in ültafien ena beiemanberliegen, sich unter Beibehal- indwrduellen Verschiedenheit zusammen- chließen, um das gemeinsame Ziel, die Gewähr- leiswng des Friedens in Oftafien, zu erreichen." pn®Qn9 ^inflmei, wie Tschiangkaischek ein enger Mitarbeiter des verstorbenen Erneue­rers einer nationalchinesischen Ideologie, Su- v^otsen hatte sich bis dahin im Sinne Tschiang- kailcheks betätigt. Nach diesem Appell des Für- ?O"Oye trat Wangtschinawei offen auf die Z^aner und verließ die Fahnen Tschiang. kaischeks. Zuerst richtete er einen Friedensappell an öie ^hmesen, den Tschiangkaischek dadurch beant­wortete, daß er ihn als Landesverräter und Deser. teur bezeichnete. Dann wurde Wangtschinawei Chef iqXT votwnalen Nankingregierung, die am 1. April änücfefct wurde. Sie scheint in dl- nnrr^?eH Doden gewonnen zu hoben, denn die vorsichtigen Japaner haben sie jetzt als Dertre-

Eine neue japanische Wirischastsverfaffnng.

-AoEvhama, 3. Dez. (Europapreß.) Die japa. Nische Regierung errang in der Kabinettssitzung vorn Sonntag einen bedeutenden Sieg über d i e innerxolitische Opposition, die sich in reaktionären Finanz, und Wirtschaftskreisen zusam- mengeballt hat. Nach scharfen Debatten stimmte das Kabinett in einer fünfstündigen Sitzung der neuen x ^F°/tsverfassung du. Damit nahm das Kabinett den von Reichsminister Hoshino ausgearbeiteten Plan an, der die japanische Wirt­schaft emem strengen Führerprinzip unterwirft und dem Staat die volle Befehlsgewalt über die Wirt- schäft einräumt.

9n einer zum Gamstag einbenrfenen Dersamm- Wirtschaftskapitänen im Industriezentrum Osaka hatte der Kriegsminister diese Forderung gestellt. Unter dem Eindruck der Kundgebung und des entschlossenen Auftretens des Änegsminiffers trat am Sonntag das Kabinett zusammen und = nepmigte den Hoshino-Plan. Der Plan sieht vor allem eine Lösung Der wirtschaftlichen Abhängigkeit Japans von den Der- einigten Staaten und dem brittschen gr D0S zweite wesentliche Grundlinie sieht die A u s s ch a l t u n g des privaten Ge« winnstrebens vor, das dem Allgemeininter- esse unterzuordnen ist. Nach dieser Linie wird fort- wirtschaftliche Betätigung nicht nur der prioaten Bereicherung, sondern vor allem gemein- nutzlgen Interessen der Volksgesamtheit zu dienen Haden. Die Privat-Initiatioe dehält jedoch weiten Spielraum. Weiter sieht der neue Wirtschastsplan ae- von Wirtschaftsgruppen vor, deren

Leiter ernannt werden. Die großen verttkal aufge- bauten Konzerne werden künftighin horizontal den autoritär gelenkten Wirtschaftsgruppen eingegliedert.

Attentat auf japanische Offiziere in Peking.

si-^s^and..2. Dez. (Europapreß.) Wie die ita- lienischen Blatter aus Peking melden, gab ein Chinese auf zwei hohe japanische Offi- ziere zu Pferd sechs Revolverschüsie ab, tötete Oberst-

Am letzten Novembertage ist zwischen Japan und der Regierung Wangtschingwei in Nan­king ein Abkommen getrosten worden, dessen Be­deutung von der javanischen Presse sehr hervorge- hoben wird. In diesein Vertrag tritt die chinesische Nationalregierung Wangtschingweis zum ersten Male als gleichberechtigter Faktor auf, ist also von den Japanern anerkannt worden und erhebt d:n Anspruch, ganz China zu vertreten, während

lieber die ungeheuren Schäden, welche die pau- senlosen Großangriffe der deutschen Luftwaffe gegen zllbtons Industriezentren und Hafenstädte hervor- gerufen haben, liegen viele und eingehende Berichte aus neutraler Feder vor. Selbstverständlich dürfen mefe neutralen Zeitungskorrespondenten nur die Zerstörung schildern, welche in den inneren Tellen der betroffenen Städte stattgesunden haben. Sie dürfen nichts sagen über die sehr viel schwe­reren Schäden, welche die deutsche Luftwaffe in Den meijt außerhalb Des StaDtkerns liegenden I n - t> u ft r i e -, Rüstunas -, Werft- unD Ha - f en anlagen verursachte. Der britische Zensor ftreicht raDikal alle Derartigen AnDeutungen aus Den Depeschen heraus. Aus Dem gleichen Grunde sind m den neutralen Korrespondentenberichten auch keine Gedankengänge Darüber enthalten, welche Fol­gen das deutsche Vergeltungsbombardement für die weitere Entwicklung des Krieges haben könnte.

umso aufschlußreicher ist es, wenn sich neutrale ?^^ulfchkeiten, welche die Sachlage kennen, über Die Wirkung und Wirkungsweise der deustchen Luftangriffe einmal aussprechen. D^r Leiter des Londoner Büros von Associated Preß, Milo Thompson, ist kürzlich nach den USA. zurück- gekehrt und daher in der glücklichen Lage, ohne Be- Hinderung durch die britische Zensur seine Gedan­ken äußern zu können. Er erklärte u. a., daß Die

fTbrafrbicrun0 bcr BritenstäDte langsam aber um '

Damit wäre also der Grundaufbau eines souoe- ränen China und eine chinesisch-japanische Zusam- menarbett gewährleistet, wenn nicht die in Tschung- nng am oberen Iangtsekiang residierende Regierung des Marschalls Tfchianakaischek den Widerstand gegen dieses Programm sorstetzt. Als im Juli 1937 Die Schüsse an Der Marco-Polo-Brücke in Peking Die gewaltige Auseinandersetzung zwischen China und Japan einleiteten, ahnte niemand, welches Aus- maß der Konflikt annehmen würde. Nach Den ctjnellen Erfolgen Der Japaner, ihrem Siegesmarsch von Peking bis Nanking und Tfchiankaischeks Flucht aus dieser Haupsttadt Des Südens, von Der aus d?gn einmal, vor hundert Jahren, Der Ruf nach Mnns Erneuerung erscholl, sind die militärischen Fronten fall unbeweglich geblieben. Ein Nervenkrieg ßfcte ein. Der von Japan dazu benutzt wurde, sich das geistige Rüstzeug im Kampf um China zuzu- legen. Erst am 3. November 1938 wurde in einer ®rflärung des Fürsten Konoye, der Damals, wie Deute., Das Amt eines japanischen Ministerpräsiden­ten mnehatte, Der schöpferische Gedanke einer Neu- orönung Asiens als Kriegsziel bezeichnet. Damals jagte Konoye:Japans Wunsch kann nicht Der Nie- Hergang Chinas sein. Er ist vielmehr Die WieDer-

Das Echo in London und Wafhinaion.

Tokio, 2. Dez. (Europapreß.) Die Reaktion d e s A u s l a n d e s auf Das zwi-fchen Tokio unD Nanking geschlossene Abkommen über Die Anerken- 1 mg Der Regierung Wanstchingweis wird in ja­panischen Kreisen aufmerksam verfolgt. Man be­zeichnet es als charakteristisch, Daß Präsident Roosevelt an dem gleichen Tage, Da Der $er- trag in Nanking unterzeichnet wurde, eine neue USA. - Anleihe von 50 Millionen Dollar für Die chinesische Regieruna in Tschungking an- kündigte und einen weiteren Kredit in gleicher $)öf}e zur Unterstützung Der Tschungking-Regierung in Aussicht stellte. Auch Die MelDungen Der japa­nischen Presse aus Lo nDon, wonach Der britische Außenminister Lord H a l i f a y am Tage Der Ver­tragsunterzeichnung Den chinesischen Botschafter empfing unD eine weitere Unter st ützung Tschungkingsversprach, sowie Die Fort- fetzung Der Munitionstransporte über Die Burmastraße finDen gleichfalls Beachtung. Diese Haltung Der Gegner Japans komme, so stellen Die Blatter fest, keinesfalls überraschen D. Da durch Den Nanking-Vertrag Die japanische Poli- hf einen noch energischeren Kurs zur Bei- legung Des China'Konfliktes als bisher eingeschla- gen habe, sei es unnötig, Die englisch-norDamerika- nstche Haltung als von enstcheidender Bedeutung h'.nzustellen. Japan werde jedoch die Wachsamkeit gegenüber jedem Schritt dieser Mächte verdoppeln.

feindlichen Versuche schließlich zum Stehen bringen. Die schwache Seite dieses Planes ift Die, Daß er offensichtlich einen Prozeß Der Abnutzung bedingt, währenD unser eigenes Hauptbevölke­rungszentrum einem BombarDement und allem, was Damit zusammenhängt, ausgesetzt sein roirD. 9n der Tat, wenn Der FeinD gut beraten ist, bann wirb er, wenn er Die Hauptstadt genügenD zuge­deckt hat, seine Aufmerksamkeit anDeren Orten zürnenden, unD das würden selbstverständlich u n fere Hafen st ädte sein. Von den Erzeugnissen unserer eigenen Landwirtschaft können wir uns nicht ernähren. Wir müssen Lebensmittel aus Ueberfee einführen. Daraus folgt, daß unsere größeren Häfen wie Glasgow, Liverpool, Bristol, Cardiff, Hüll und New Castle jeder-eine von ihnen abhängige Be­völkerung zu versorgen haben, wie es ja auch bei London der Fall ist. Die Schäden, Die ihnen durch ein Lustbombardement in großem Ausmaß zuge­fügt würden, müßten Das im Umkreis liegende Binnenland bis zu Den entferntesten Dörfern ?enau so in MitleiDenschaft ziehen und Die Bevöl- erung in Die tiefste Not versetzen. Die vollstänDige Zerstörung würDe einen Zustand herbeiführen. Daß alle Maßnahmen dagegen vergeblich bleiben müßten ... Wir können uns darauf ver­lassen, daß Deutschland unsere Wirtschaftsstruktur genau studiert hat und daher genau weiß, wo es Die schwachen Stellen in unserer DerteiDigung zu suchen hat."

Das ist so einfach und so flar wie nur irgend möglich. Was aber sagte Der militärische Laie Churchill noch am 11. September? .Zweifellos verbraucht Hitler seine Jagdstreitkräfte, und zwar in sehr hohem Ausmaß, und wenn er nur noch einige Wochen so weiter macht, Dann wirD er die­sen wichtigsten Teil seiner Luftwaffe abnutzen und ruinieren." Inzwischen hat sich ja aus Den zahlreichen Bekundungen unserer Flieger ergeben. Daß es Die englische, nicht etwa Die Deutsche IagDwaffe ist. Die sichin sehr hohem Ausmaß" ver­braucht hat.

Besonders bemerkenswert an Der Broschüre Des Cvmmodore Charlton aber ist Die Tatsache, daß er schon damals, vor zweieinhalb Jahren, Die deutschen Angriffe als völlig b e g r ü n D e t emp­fand. Er schreibt Darüber:W i r waren es, Die Den Deutschen Den Mord an Kindern vorgeworfen haben, weil seine Kreuzer im Weltkrieg einen Ha- fen an Der Ostküste beschossen und weil später Die Deutschen Flieger Bomben wahllos auf Großstadt- bezirke warfen. Aber indirekt waren wir ja in viel höherem Grade Kindermörder, denn wir haben in dem feindlichen Lande damals eine Nahrungsmittelnot verursacbt; Die Gesundheits- statistiken über den letzten Teil Des Weltkrieges zei­gen Das zur Genüge. Das war legale Kriegführung. Sie erfüllte ihren Zweck vortrefflich so vortreff­lich, daß es für unseren früheren Feind Die reine Narrheit wäre, jetzt in Der umgekehrten- Lage die Situation nicht auszunutzen und uns Das anzutun, was ihm selbst zugefügt wurde, falls es zum Kriege kommen sollte. Solche Methoden müßen sich w i e ein Bumerang auswirken, wenn die Gelegenheit dazu vorhanden ist. Und die Luftwaffe besteht heute als ein Instrument, Das fürDen Angriff geradezu geschaffen ist."

Das waren immerhin sehr bemerkenswerte Ein- geftänbniffe für einen hohen Fliegerkommandeur. Der ein so vollblütiger Engländer ist wie Churchill selbst. Aber Herr Churchill, der in seiner Jugend als Berichterstatter mit sachlich unbegründetem Of­fiziersrang an einigen englischen Raubkriegen teil- genommen hat, hielt sich seitdem für einen militä- rischen Fachmann. Das hat ja auch dazu geführt, daß er, als er im Weltkriege zum erstenmal als ein Mann Marineminister wurde. Der weder von Der Marine noch vom Seekrieg eine Ahnung hatte. Dem vor Gallipoli kommandierenden englischen Admiral die verrücktesten Telegramme mit Angriffsbefehlen schickte, obwohl er noch nicht einmal Das Kampf­gebiet, geschweige Denn Die Gefechtslage Dort kannte.

Dabei ist er geblieben. Er hat sich biefes erhabene Selbstvertrauen bis in unsere Tage zu erhalten ae- wußt, ohne Rücksicht Darauf, daß die Weltgeschichte, ' Die eigenen Fachleute und vor allem Die Fachleute Des Gegners dieses Selbstvertrauen immer wieder als Die alberne Anmaßung eines Bankerotteurs ' entlarvt haben. B. R.

Unaufhaltsame Vernichtung. ;

13on unterer berliner Gchristleüung.

tung Des souveränen China anerkannt. Aber Der Undurchsichtigkeit Der chinesischen Verhältnisse ist es nicht ausgeschlossen, daß Der zwischen Den beiden Staaten jetzt geschlossene Pakt noch weitere Kreise ziehen wirD. Um Diese Gefahr für Die Ameri- kaner unD Engländer zu bannen, hat Roosevelt der Tschunking-Regieruna roieDer einmal 100 Mil- lionen Dollar als Anleihe zur Verfügung gestellt, aber diese Handlungsweise zielt nur auf eine Ver­längerung des Kampfes um China bis zum Sankt Nimmerleinstag, während Doch aeraDe China eigent­lich Das größte Interesse an einem balDigen Aus­gleich und, auch vom Standpunkt Tschiangkaischeks aus, an der Beseitigung des westlerischen Ausbeu­tungssystems haben sollte. E.S.

leben, daß keine kriegswichtigen Objekte getroffen JelcnC Bombardierung komme einer schleichenden Strangulierung gleich und der einzige Hoffnungsstrahl sei der, daß man bei Dem gegenwärtigen Tempo Jahre gebrauchen wurde, um England zu erledigen, ein Hoffnungs- [trabl. Der mit Der inzwischen verschärften Bom- barDierung immer Dünner wird

Nachdem Thompson so Die Aussichtslosigkeit Der militärischen Lage Englands geschildert hat, kommt er zu einer sehr wichtigen Erkenntnis. Er sagt näm- ich, der Gipfelpunkt der britischen Schwäche liege nf^berArUfnbxeIJe?tI)eii der Engländer selbst. England habe zahlreiche Freunde, solange es diesen zweckdienlich erscheine. Doch habe er in 9an3 Europa keine Nation tennengelernt, Die Gng.

willen schätze. In dieser Feststellung Thompsons, Der ein Demokrat unD gerotö fein ^reunb Des Nationalsozialismus Jl'icgt in der Tat Die tiefere BegrünDung für Die Tatsache, Daß EnglanDs Sache schon verloren ist.

ü