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Dienstag, 8. Dezember MO

ü. Zatzrgang Ur. 286

Weitere Angriffe auf Southampton

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(Siam) und Aegypten, me reinen «u, ! plomatische Beziehungen mit dem Kreml legen Md in Amerika haben Uruguay und Mexiko

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große und zahlreiche kleine Brände, die sich im Laufe der Rächt zu einem großen Flammenmeer zusammenschlossen, konnten beobachtet werden. Ein großes Kraftwerk wurde getroffen. Am Test-Kai uud in anderen Hafenteilen standen ausgedehnte Lagerhallen in Flammssn. In der gleichen Nacht und am Tage überflogen schwere und leichte Kampf­flugzeuge Loudon und warfen dort Bomben. 3m übrigen beschränkte sich die Tätigkeit der Luftwaffe am Tage auf Aufklärung sowie auf Zagdvorstöhe, die zu mehreren erfolgreichen Luftkämpfea führten.

3n der Nacht zum 2. Dezember wurden die An­griffe auf Southampton und andere Städte fortgesetzt, während britische Flug­zeuge in dieser Nacht wieder nicht in Tätigkeit tra­ten. Erst in der Morgendämmerung warfen einige

HSNentanz über Southampton.

Tag und Nacht rotten die Angriffswellen der deutschen Bomber über Industriezentrum und Hafenanlagen.

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der Wehrmacht gibt bekannt:

3n der Nacht zum Sonntag griffen, wie bereits gemeldet, starke Kampffliegerverbönde in rollen-

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Berlin, 2. Dez. (DRV.) Nach beim OKW. vor­liegenden Meldungen setzten deutsche Kampsverbände in der Nacht zum Montag die Angriffe auf Southampton in gleicher Stärke fort und erweiterten die noch anhaltenden Brände snstcmatisch. Explosionen in den Lager­häusern der Hafenviertel waren weit über den Kanal bis nach Nordfrankrei sichtbar. Die Schwäche der britischen Abwehr erhöhte die Treffsicherheit unserer Flugzeuge.

Der WehrmaOtbericht vom Montag.

Berlin, 2. Dez. (DNB.) Das Oberkommando

Flugzeuge, von der Nordsee kommend, im Küsten­gebiet auf Wohnviertel einer Stadt Bomben, die mehrere Zivilpersonen verletzten. Jagdflieger schos- Anflügen die Hafenstadt Southampton! fen gestern über Südengland 11 feindliche Flug- Bomben schwersten Kalibers an. Heber 601 zeuge ab. Zwei eigene Flugzeuge gingen verloren.

Moskau, Ende November 1940.

(Nachdruck, auch ohne Quellenangabe, verboten!)

3m Hinblick auf den Amtsantritt des neuen Berliner Botschafters der UdSSR- Deka n o f o w, der als stellvertretender Volkskommissar des Aeußeren den deutsch­sowjetrussischen Pakt mitfördern half, dürfte der nachstehende Beitrag besonderes 3nteresse finden.

Vor wenigen Jahrzehnten befand sich der Brenn- in.lt der russischen Außenpolitik i m Roten alast an der Sängerbrücke in Petersburg, hier frrschte der intrigenreiche Iswolski, dort im rbeitszimmer Sasonows verschworen sich vor m Ausbruch des Weltkrieges Buchanan und Pa- talogue, nachdem der Botschafter Großbritanniens, ür Arthur Nicolson, die Triple-Entente vor­teilet hatte, und dort überreichte Graf Pour- »lös die Kriegserklärung des Deutschen Reiches, ian sagte damals, daß der Draht zwischen Berlin lib Petersburg abgerissen sei. Das ist b u ch st ä b - ch zu verstehen. Denn seit Alexander II. befand ch im Arbeitszimmer des Zaren im Winterpalast i der Newa ein Telegraphenapparat mit einer retten Leitung zum Arbeitszimmer Kaiser Wil­lms I. In Zeiten der Krise verständigte sich der Selbstherrscher aller Reußen" unter Umgehung (er Instanzen direkt mit seinem kaiserlichen -reunde und Onkel und wie angenommen werden irf, auch mit Bismarck. Der Weltfriede blieb da- rols noch gewahrt. Das Einvernehmen zwischen eutschland und Rußland war eine Garantie für is Wohlergeben der beiden Völker.

Sowjetrussische Außenpolitik

13on unserem LlG-Berichterstatter.

Eine neue

italienische Klugzeugkonstruktion.

Rom, 2. Dez. (Europapreß.) Der italienische Fliegeroberst Mario de Bernardi ist von der Regierung mit der goldenen Tapferkeitsmedaille für Luftfahrt aus-gezeichnet worden. Oberst de Ber­nardi hat im September im Auftrage der Regierung einen neuen Flugzeug typ erprobt, der mit einem neuartigen Antriebssystem ausge­stattet ist.Gazetta del Popolo" schreibt, das neue

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Das Abkommen zwischen dem neuen Deutschland nb dem neuen Rußland, das im August 1939 im reml unterzeichnet und jetzt durch den Besuch Kolotows in der Reichshauptstadt untermauert nd bekräftigt wurde, greift auf die alte Tradition (*nütf. Die sowjetrussische Diplomatie läßt ihren kin'luß mit unübertroffener Geschicklichkeit spielen, nmer vom Gedanken beseelt, dem Frieden zu die- r.»n, ohne sich den Blick durch widersprechende Geologien trüben zu lassen. Die Wahrnehmung der swjetrussischen Außenpolitik verteilt sich auf ver­miedene Instanzen und Persönlichkeiten. Die ur- ttrüngliche Willensbildung und Richtungweisung c;ht im engen Kreise des Politbüro vor sich, r dem die Autorität Stalins ausschlaggebend zir Geltung kommt. Dieser höchsten Beratungsbe- iirbe gehört auch der Außenkommissar Molotow on sowie der Außenhandelskommissar M i k o j a n nnb der Leningrader Parteichef Schdanow, des- jm Artikel über die sowjetrussische Außenpolitik, b e er gelegentlich in der Presse veröffentlicht, im= rer wegweisend gewesen sind. 1939 drückte Schda­now zum Beispiel in einem Brief an diePrawda' unverhohlen sein Mißtrauen gegen die englisch- sanzösischen Manöver aus, die darauf ausgingen, Rußland zu übertölpeln und es in die Front gegen Deutschland einzuspannen. Man wollte aber rn lonbon und Paris diese Warnung nicht verstehen Md mußte sich die größte diplomatische Absiihr, t e London je erlebt hat, in Moskau holen. Schda- nro ist gleichzeitig der Vorsitzende des Außenpoli- tschen Ausschusses des Bundesrates, d. h. der ersten jammer des Obersten Sowjet.

Scheinwerfer blitzen hunderfach rm Umkreis auf. In allen Höhen flimmert das Feuerwerk der schwe­ren Flak, die blind Sperre schießt und flimmernde Vorhänge in die Lüfte legt. Weiter unten steigen von allen Seiten rote Perlschnüre nach den Leucht- bomben auf. Die leichte Flak versucht, das ver­räterische Licht auszuschießen. Rings um das Stadt­gebiet funkeln rote Lichter, die den Nachtjägern den Standort weisen. Der ganze Luftraum ist von Lichtmengen und Explosionen erfüllt und durchzit- tert. Das alles ist ein einziges gigantisches, zucken- des und grell bunt leuchtendes Feuerwerk. Ein Höllentanz ist ausgebrochen. Es ist, als würde Feuer auf das Land gegosien. Rötlich glitzern die Wasser des River Itchen, auf denen sich die rie­sigen Flammenherde spiegeln. Eine Ungeheure Sprengwolke knallt wie ^in Magnesiumblitz auf! Das war ein Treffer in das Gaswerk und die Kesselanlagen. Gleich einem rieft, gen Rost stehen die glühenden Träger und Pfeiler eines umfangreichen Fabrikkomplexes. Auch auf dem anderen Ufer des Flußarmes, wo die großen Werftanlagen und die Vickers-Flug­zeugwerke Hegen, sind weite Strecken mit feu­riger Glut übergoßen. In der Nähe davon steigen dicke schwarze Rauchfahnen auf! Das müßen die Tankanlagen fein, lieber den Kanal jagen wir zum Heimathafen zurück, während hinter uns am Horizont blutigrot der Widerschein einer der gewaltigsten Brände steht, die jedoch erst den Auf- ' ' bilden für den Großangriff dieser Nacht.

wölken, von der Glut gespenstisch beleuchtet, steigen auf, und hier und dort, überall, wohin man sieht, kleine Brandherde. Sie sind nicht zu zählen. Noch etwas mehr rechts halten! Die Maschine ist q e n a u über d e m Z i e l. Die Bomben fallen. Während der Flugzeugführer die Maschine sicher durch das Abwehrfeuer führt, warten die Kameraden gespannt auf das Aufblitzen der Einschläge. Jetzt! Der Beob­achter ist befriedigt. Die Bomben liegen gut. Der Auftrag ist durchgeführt. Wieder geht es durch die Sperre der Flak. Zum zweiten Male ist die Wasserfläche des Kanals unter uns. Nun_ geht es auf direktem Kurs heimwärts. Im Osten kündet ein matter Streifen den neuen Tag.

Scher treffen unsere Bomben.

Don Kriegsdenchier Werner Keller.

DNB. ... 2.12. (P. K.) 15 Minuten noch sind es bis zum Ziel. Die Umriße der Insel Wight tauchen schattenhast auf. Drüben an der Küste liegt noch alles im tiefsten Dunkel. Friedlich blinken die Sterne am Firmament. In einer tiefen Kerbe schneidet das Meer vor uns in das Land. Ports­mouth zieht auf Steuerbord vorbei. Die Blicke wandern nach der Uhr. Acht Minuten noch, 7, 6, 5 Minuten. Jetzt muß unsere vorderste Maschine über dem Stadtgebiet fein. Da flammt es schlag­artig auf. Kometengleich stehen plötzlich mehrere Leuchtbomben in der Luft und werfen ihr taghelles Licht auf Southampton. Blitzend spiegeln sie sich in den Wassern des breiten Rioer Itchen. Mit den bloßen Augen können wir die Prinz-of-Wales- Docks längs der spitzen Landzunge vor der Stadt erkennen. Magisch beleuchtet dehnt sich dahinter die lange Reihe der Rocks. Lagerhäuser und Kais an den Ufern des River Test und River Itchen.

Die Angriffswellen beginnen mit aller vernichtenden Wirkung über die wichtigen Zentralen der Hafenstadt zu rollen. Es scheint als seien Tau­sende blaßblauer Sterne auf die Erde gefallen. Die ersten Ladungen Brandbomben liegen im Ziel. Dunkelrote Tupfen schwelen auf. Brandherde, Schuppen, Baracken und Dachstühle haben Feuer gefangen. Mitten im Industriezentrum gehen neue unabsehbare Mengen von Brandbom­ben nieder. Auch dort flackern Brände auf

Zu gleicher Zeit jetzt eine wütende Abwehr ein.

und Konsularabteilung.

(Die Sowjetunion unterhält heute mit 23 Staaten diplomatische Bezie hun g en, t* gibt aber noch immer Länder, die mit Moskau wch keine Beziehungen ausgenommen oder aber fe abgebrochen haben. In Europa sind es die Schweiz und Portugal, die keine diplomatt- fäen Beziehungen mit Moskau unterhalten', das i erhältnis zum neuen Spanien ist noch unge- liärt. In Afrika und Asien sind es Thailand (Siam) und Aegypten, die kernen Wer auf 2 ' .. . . / ... __ förtöri

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euch bei Nichterscheinen ton einzelnen Nummern bfolge höherer Gewalt KernivrechanschluK 2251 rrabtanschrist:Anzeiger" joilickeck 116--Krankl. M

Antriebsfystem führe eine technische Revolution herbei und erschließe der Luftwaffe neue Möglich­keiten.

Parade der deutschen Lehr­truppen in Bukarest.

Bukarest, 2. Dez. (DNB.) Montagmittag fand aus Anlaß des Beitritts Rumäniens zum Drei­mächteabkommen eine Parade der deutschen ßebp truppen, des Heeres und der Luftwaffe vor Kö­nig Michael und dem Staatsführer General 21 nt o n e s c u statt. Die Parade wurde eingeleitet durch ein rumänisches Ehrenbataillon. Es mar­schierten dann Teile der deutschen Lehrtruppen vor- bei. König Michael fuhr in Begleitung des Staats­führers General Antonescu, des Befehlshabers der Heeresmiffion und Chefs der Wehrmachtsmission, General der Kavallerie Hansen, und des Chefs der Luftwaffenmission, Generalleutnant Speidel, die Paradeaufstellung ab. Im zweiten Wagen folg­ten der Kommandant der legionären Bewegung, Horia Sima, und der deutsche Gesandte Fa­tz ricius. König Michael begab sich dann auf die Ehrentribüne, auf der noch die Unterstaatssekretäre im Kriegsministerium und rumänische Offiziere Aufstellung nahmen. Zur Rechten des Königs stand General Antonescu, zur Linken General Hansen.

Kommandiert wurde die Parade durch General­leutnant von Rothkirch. Während das rumä­nische Ehrenbataillon vorbeimarschierte, sah man auch die fliegenden Verbände der Luftwaffe, Jäger, Bomber, Zerstörer, Aufklärer. Unter den Klängen der deutschen Wehrmachtskapellen folgte dann Infanterie. auf Krafträdern, Infanterie und Pioniere, leichte und schwere Artillerie, Nachrichten­truppen, Panzerkampfwagen aller Art, Flak, ein Bataillon der Luftwaffe, ein Infanteriebataillon und die Wachtkompanie der Wehrmachtsmission. Die Parade macht auf die dichten Zuschauermassen, die sich eingefunden hatten, großen Eindruck.

Ein Prophet.

Der politische Abenteurer und militärische Laie Winston Churchill führt auf seine Werse Krieg gegen Deutjchland. Die Art seiner Erfolge ist weit, bekannt. Der Mann, der im Weltkrieg die Kata- strophe von Antwerpen und Gallipoli verschuldete und der im englischen Krieg gegen Deutschland die Katastrophen von Namsos, Anoalsnes und Flan­dern herbeiführen half, ist bis heute weder durch den Vergeltungskrieg gegen London noch durch die Ver­nichtung wichtigster englischer Industriestädte zur Vernunft gekommen. Churchill ist der Mann, der alles zu können glaubt und nichts kann. Er hat bis heute ein reichliches Dutzend der höchsten Befehlshaber der englischen Wehrmacht abgesetzt. Sich selbst, als den Verantwortlichen, hat er dabei vergessen. Er hätte sich selbst als ersten in die Wüste schicken sollen, denn selbst in dem überheblichen England hat es Leute gegeben, und zwar militärische Fachleute, die Art und Wirkung des modernen Luftkrieges gegen England auf Grund ihrer Sachkenntnis r ichtig oorausgefagt haben. Im Jahre 1938 erschien in London eine unscheinbare kleine Broschüre unter dem Titel ,/Die Luftverteidigung Englands". Ihr Versaßer war der Commodore Charlton. Er schrieb damals:

London wird die er st en und schwersten Schläge durch die feindliche Luftwaffe erhalten. Die amtliche Ansicht über die Verteidigung ist wie folgt: Bei jedem Angriff auf London so wird gesagt muß der Feind einen gewißen Prozentsatz an Verlusten in Kauf nehmen Im Laufe der Zeit müssen diese Verluste, die sich dauernd erhöhen, die

Rußland über unerschöpfliche und viel begehrte Rohstoffquellen verfügt, ist man in Moskau der Ueberzeugung, daß gute politische Beziehungen auch eine Voraussetzung für gute Wirtschaftsbeziehungen ein müssen.

Der britische Botschafter in Moskau, Sir Staf- ord Cripps, der aus der englischenArbeiter­partei" kommt, hpt sich vergeblich bemüht, ein Störungsfeuer gegen die sich immer mehr vertu­enden deutsch-sowjetrussischen Beziehungen einzu­leiten. Er hat verschiedentlich im Außenkommißa- riat vorgesprochen und hat dort angeblich ver­lockende Vorschläge Londons unterbreitet Man hat ihn keiner 21ntroort gewürdigt, wie Lord Halifax im Oberhaus zugeben mußte. Im Kreml sieht man mit Erstaunen, daß London nicht müde wird, sich eine Abruhr nach der anderen zu holen. Das Spiel Churchills in Moskau ist ausgespielt! Das sowjet- russische Außenkommissariat läßt sich nicht, wie einst das zaristische Ministerium des Aeußeren, durch Intrigen einfangen. Es geht zielbewußt feinen ge- raben Weg weiter, der durch den Pakt Moskau- Berlin vorgezeichnet worden ist.

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Gberhessen 1-»

Major Wick, der jugendliche Kommodore des Richthofen-Geschwaders und Träger des Eichenlaubs zum Ritterkreuz, ist, wie wir schon gemeldet haben, am 28. November von einem Feindflug, auf dem er seinen 56. Gegner abschoß, nichtzurückgekehrt und wird seitdem vermißt. Eine Dermißtenanzeiae ist noch keine Todesmeldung. Trotzdem ist die Hoff­nung, daß Major Wick noch einmal aus dem Un­bekannten zurückkehrt, geringer geworden, nachdem jetzt sechs Tage seit seinem Ausbleiben verflossen sind. Vermutlich wurde er über der See abgeschossen. Man meint, daß er sich aus dem brennenden Flug­zeug noch durch Fallschirmabsprung habe retten kön­nen. Aber Genaueres steht nicht fest. Die Such­boote, die sofort zu seiner Rettung angesetzt wur­den, haben alles Menschenmögliche getan, um ihn zu finden und ihm, wenn er vielleicht auf den Wellen treiben sollte, Hilfe zu bringen, wie es ihnen schon in so vielen oft verzweifelt scheinenden Fällen gelungen ist. Ader die Suche nach Major Wick ist vergeblich geblieben. Es wäre ein Schmerz für das ganze deutsche Volk, wenn gerade dieser junge Held, der eben seinen 56. Gegner bezwungen hatte, nicht mehr in den Kreis seines ruhmreichen Geschwaders zurückkehren würde. Wir haben in diesem Kriege Fälle erlebt, in denen abgeschossene Flieger, die man schon aufgegeben hatte, sich schließlich wieder zu chrer Truppe durchschluge-n. Das ist im Kriege über England kaum möglich. Aber es fällt schwer, in einem solchen Falle die Hoffnung aufzugeben. (Bild: P.K. Ritter-Scherl-M.)

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Die prinzipiellen Weisungen des Obersten Poltt- türos, bas sich aus elf Personen zusammensetzt, wir- ln bann unknittelbar auf bie praktische Amtsfuh- nng bes Regierungschefs unb Außenkomnußars olotoro, der ja Mitglieb biefes Politbüros tft seinem Amt als Außenkommissar stehen Molo- t m brei stellvertretende Volkskommissare zur Sette. . £ ein erster Vertreter ist W y s ch i n s k i, der frühere Oberstaatsanwalt der Sowjets, dessen Name tn den i r eisten großen politischen Prozeßen genannt wor- drn ist, ferner Losowski und Dekanosow, t?r jetzt sein Amt gegen den Botschafterposten tn 2 erlin vertauscht hat. Dekanosow ist ebenso wie Stalin Georgier, in Baku geboren und m -titus e-zogen, hat er in der Verwaltung des Kaukasus eite hervorragende Rolle gespielt. Dekanosow ist erft 42 Jahre alt und hat sich also schon in sehr jungen Jahren politisch hervorzutun oerftanben, er o-nießt bas volle Vertrauen Stalins, seiner Ernen- tuveq auf ben Botfchasterposten in Berlin barf temnad) eine besondere Bedeutung zugesprochen t erben. Im Moskauer Außenkommißariat unter- fiani) Dekanosow das Ressort für den Nahen Osten mb ben Balkan, ferner leitete er bie Personal-

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Riesenbrände weisen den Weg.

von Kriegsberichter Hans Earatiola.

(PK.) . . . ^ 2. Dez. (DNB.) Man hört bas Ge­räusch eines anrollenben Wagens. Der Staffelkapi­tän Hauptmann B. tritt ein, setzt sich zu ben Ka- meraben, entfaltet eine Karte: Southampton, er erläutert bie Einzelheiten bes Angriffes, nennt Den befohlenen Kurs. Unsere Staffel hat nur eine kleine Teilaufgabe im Rahmen bes großen Angriffes zu lösen, fieber ben Flugplatz wölbt sich ein sternen­klarer £)immeL E s i ft e m p f t n b 11 d) k a 11. Die Besatzungen klettern in ihre Maschinen. Der Flug- zeugführer schaut auf bie Uhr. Noch wenige Mi­nuten. Dann rollt bie Ju. jur Startbahn. Jetzt überquert sie in rafenbem Anlauf bas Felb. Fast unmerklich hebt sie sich vom Boben ab, nimmt Kurs auf England!

Heber dem Kanal liegen breite Dunstschleier, aber in dieser Höhe ist die Sicht gut. Aufmerksam schaut der Beobachter nach vom, sucht ben Horizont ab. In der Ferne taucht bas Licht zahlreicher Schein­werfer auf. Das gilt ben Kameraben, bie vor uns gestartet sind. Sie burchdrechen bie Sperre, bie die feindliche Abwehr an der Küste legt. Und dort, weiter hinten, was ist das? Das muß doch der Widerschein eines großen Brandes sein? Ein Vergleich mit der Karte. Die Richtung stimmt. Da drüben muß Southampton liegen. Andere Verbände haben also das Dernichtungs- werk bereits erfolgreich eingeleitet. Noch sind keine Einzelheiten zu erkennen. Noch ist die Entfernung zu groß. Aber das Ziel ist nicht mehr zu verfehlen. Der glutrote Schein am Himmel weist den Weg. Die Strahlen der Scheinwerfer kommen näher und kreuzen sich. Irren wieder ab. Sie suchen ein Opfer, aber sie finden es nicht. Immer wieder schlagen ihnen unsere Flugzeugführer ein Schnippchen. Drü­ben liegt die Insel Wight. Nun wird auch um uns der Feuertanz beginnen. Schon blitzt es auf. Es ist nicht anders, als bei ben früheren Einsätzen auch. Die englische Flak bemüht sich umsonst, sie

, kann uns ben Weg nicht verlegen.

, Portsmouth liegt hinter uns. Gleich ist bie . Maschine über Southampton Ein Blick hin- ; hinunter. An brei Stellen ber ausgebehnten Hafen- i anlagen wüten Riejenbrände. Hohe Dualm-

---ui ziineiiiu ijiAuv.« ~ a--7 , i e Beziehungen mit Moskau abgebrochen Don ten sowjetrussischen Vertretungen im Auslanbe sind ?chn Botschaften, unb zwar in Berlin Rom, Tokio, Ixmbon, Washington, Tschungkmg, Ankara Tehe­ran, Kabul unb Vichy (augenblicklich durch einen (-eschäftsträger ad interim verwaltet). Neben Den Mtischen Vertretungen unterhalt Sowietrußland m ' ten Ländern, mit Denen es Handelsverträge besitzt, lssondere H a n d e 1 s v e r t r e t un g en. deren Le - i r diplomatische Vorrechte gemeßen und die wert- tDÜe Hilfsinstrumente der sow,etrussischen Außen- ZDlitik sind. Die ausgedehnten Hmibels- und Liese- ungsoerträge zwischen dem Reich und der «ow- j-tunion lassen deutlich die Bedeutung und Wich- ligteit dieser Handelsvertretungen erkennen. Da