Ausgabe 
3.2.1940
 
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Ur. 29 lErftes Blati

190. Jahrgang

Samstag, 3./Sonntag,4. Zebruar 1940

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Oie zweite Phase

leser im allgemeinen nur in Schlagworten zu er­fassen, als Land der 1000 Seen, als Land

ndeln.

er*

lischen Angebote einzugehen.

Oer WehrmachtsberichtvomE'amStag.

B e r l i n, 3. Febr. (DNB. Funkspruch.) Das Ober­kommando der Wehrmacht gibt bekannt:

keine besonderen Ereignisse.

Staat Europas.

Die Karelische Landenge, von der in den Kriegsberichten so häufig die Rede ist, ist der südlichste Teil Kareliens, eines zwischen Rußland und Finn­land sich mehrere hundert Kilometer nach Norden erstreckenden Gebietes, in dem diesseits und jenseits der Grenzen in weit auseinander gezogenen Ge-. Höften die sogenannten Karelier, ein finnischer Volksstamm, wohnen. Die Karelische Landenge reicht vom Finnischen Meerbusen bis zum Ladoga­see und ist flach und ungefähr 40 Kilometer breit. Nördlich des Ladogasees wird das Land waldig und hügelig. Verkehrswege im modernen Sinne gibt es hier kaum. Ungeheure Schneemassen fallen tm Win­ter, der lang und streng ist. Südfinnland hat ein verhältnismäßig mildes und sehr gesundes Klima von ozeanischem Charakter. Dennoch ist der Fin­nische Meerbusen im Januar und Februar stets vom Eis bedroht. Der Hafen von Helsinki muß dann mit Eisbrechern offengehalten werden Aus der flachen russischen Seite vor Kronstadt und Pe­tersburg friert der Finnische Meerbusen fast

interessiert, Del nach englischen Häfen zu brinaen. Das Risiko in den britischen Gewässern fei übr~ aus groß, so daß selbst sehr hohe Frachtsätze viele neutrale Reeder nicht verlockten, auf die eng;

wichtheben

fämpft al, die in i von del gesagt. Die

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schen" Völkergruppe, als solche sind fie den Ungarn verwandt. Sie gelten auch nicht als indo­germanische Rasse. Sie sind aber zweifellos auch ferne Mongolen; vorwiegend hellblond, blauäugig und lang- oder mittelköpfig unterscheiden sie sich deutlich von den Samojeden und Tataren. Stark sind die Schweden an der Kultur und an der Sprache des Landes beteiligt, am Volkstum nur

vor dm I und die

soll. Wei >en, ganz us Leich!, eßlich i unsere,

i Leben»

Finnland.

Von Or. K. Ludwig.

Ein Krieg, der von der Ostsee bis in die Polar­nacht hineinreicht, hat die Aufmerksamkeit der Welt auf Finnland gelenkt. Namen werden ge­nannt, Landschaften tauchen schemenhaft auf, Wirt- schaftszusammenhänge und Volkstumsfragen wer­den angedeutet, deren Kenntnis zum Verständnis der tieferen Zusammenhänge die notwendige Vor­aussetzung ist. In dem nachfolgenden Aufsatz sollen einige besonders interessante Fragen aus dem KomplexFinnland" dargestellt werden.

Finnland ist für den europäischen Durchschnitts-

Churchills Zahlenakrobalik kann die wachsenden Schisssverlufle nicht mehr verheimlichen.

ziert und manches merkwürdig. So seine Geschichte, seine rassisch noch wenig geklärte Herkunft und seine Sprache. Die Finnen rechnen wegen gewisser sprach­licher Verwandtschaft zurs i n n i s ch - u g r i -

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wen. btr ^olksver. h hennn. niemonh sei seh, zufrieden Tesehen

Auch auf her Ailansik-Route zahlreiche Schiffe überfällig.

Amsterdam, 2. Febr. (DNB.) Die Schiffahrts­zeitungScheepvaart" meldet, der englische Damp­ferD r e g o n" sei etwa 140 Meilen nordwestlich von La Coruna torpediert und so schwer be­schädigt worden, daß er sofort gesunken sei. Die ,.Oregon" war 6008 Brt. groß und gehörte einer Reederei in Cardiff. Das AmsterdamerHandels­blad" meldet aus Rio de Janeiro, die französischen DampferSamaique" (10 313 Brt) und Croix" (9975 Brt.) sowie die britischen Dampfer "Hi qh land Patriot" (14 172 Brt.), ,High­land Monarch" (14139 Brt.) undA nda- l u c i a S t a r" (14 943 Brt.) seien dort bereits mehr als zwei Wochen überfällig. Der griechische 5600-Brt.-DampserEleni Stathatos ist

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Amsterdam, 3. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die jüngsten erfolgreichen deutschen Luftangriffe auf bewaffnete britische Handelsschiffe, bei denen eine Gesamttonnage von über 50 000 Bruttoregistertonnen in zwei Tagen versenkt wurden, haben auf die neutrale Welt­öffentlichkeit einen so nachhaltigen Eindruck gemacht daß man sich in London gerade in diesen Tagen auffallend bemüht, die britischen Verluste im Han­delskrieg wieder einmal abzuschwächen. Chur­chill, die anerkannte Weltautorität auf dem Ge­biete der Verheimlichung von Schiffsverlusten, ließ am Freitag über den Londoner Rundfunk ver­künden, Großbritannien habe in den er st en ünf Kriegsmonaten lediglich einen Tonnage­oerlust von 480 000 Tonnen zu verzeichnen, was nur 2,6 v. H. der Vorkriegstonnage ausmache. In seiner Eile hat er nämlich die Zahlen mit um­gekehrten Vorzeichen versehen, da von deutscher Seite bereits vor mehr als Monatsfrist ein N a - mensverzeichnis der bis zum 20. Dezember 1939 versenkten Schiffe veröffentlicht wurde. Da in dieser Liste Name um Name mit genauester An­gabe der Tonnage jedes einzelnen einwandfrei ver- lorengegangenen Schiffes, soweit Mister Churchill ein Bekanntwerden des Verlustes nicht zu- verhin­dern wußte, aufgeführt worden war, hatte man da­mals d i e Richtigkeit der Aufstellung nicht ernstlich anzweifeln können. Danach waren allein an britischem Schiffsraum rund 670 000 Tonnen oerlorengegangen, womit sich die erstaunliche Tatsache ergibt, daß in der Zeit zwischen dem 20. Dezember 1939 und dem 2. Februar 1940 in der kühnen Phantasie des

Deutsche Bombenflugzeuge im Kampf mit englischen Jägern Mit einem Motor zurück über die Nordsee.

immer zu. . v r, ... x

Während also die Ostseehäfen mindestens wahrend einiger Monate nicht ganz sicher sind, hat Finnland in seinem Eismeerhafen Linahamariim Petsa- moqebiet an der Fischerhalbinsel einen durch den Golfstrom vor Vereisung geschützten ausgezeichneten Zugang zum Weltmeer. - Allerdings ist die Ver­bindung dieses Hafens mit dem dichter besiedelten Süden und seinen Städten und Industriezentren verkehrstechnisch recht ungenügend. Die Eisenbahn reicht nur bis Rovariemi, das einige Kilometer vom Nordende des Bottnischen Meerbusens und tausend Eisenbahnkilometer von Helsinki entfernt liegt. Bon da geht es dann nur mit dem Auto noch 581 Kilo­meter weiter auf der vor wenigen Jahren erst vou- enbeten Eismeerstraße. Interessant ist es, daß ganz in der Nähe von Petsamo, sozusagen aus der anderen Seite der Fischerhalbinsel, Rußland eben­falls feinen einzigen, ständig eisfreien Zugang zum Weltmeer besitzt, wenn mast die Hasen der vai- tischen Staaten nicht einrechnet die ia nicht zum russischen Eigenbesitz gehören. Auch Wladiwostok ist nämlich während einiger Wintermonate von Ber­eisungsgefahr bedroht.

Als Finnland im Frieden von Dorpat 19201 non Rußland das P e tf a m o g e b i et erhielt, schien es um ein besonders armes Stück Land ^elch^ ge­worden zu sein. Nur Tundra die baumlose Katte- steppe der Arktis, bereitete sich hier aus. Dor we nigen Jahren nun wurden mitten in der Tundra Rickeivorkommen gefunden, die außenirdent lid) ergiebig sein sollen. Der finnische Staat über­ließ die Ausbeutung einem engllsch-kanaDlschen Un­ternehmen, demMond Nickel Trust". Das nörd­lichste^ und zugleich modernste Nickelbergwerk der Welt mit einem Raffinierwerk und zwei Kraftwer Een wurde in kurzer Zeit aus dem öden Boden ge zaubert und gerade in diesem Jahre sollten die ersten Nickelsendungen den Hafen von Petsamo ver­lassen. Ob die englischen Besitzer überhaupt nur em einziges Kilogramm ihres Nickels zu sehen bekam men werden, ist allerdings heute zweifelhaft.

Unaebeuer ist der Waidreichtum Finnlands. In fernem mittleren und südlichen Teil findet man Sägewerk neben Sägewerk. Zu ihrem Betriebsteh keine Kohle, sondern nur die aus Wasserkraft ge­wonnene Elektrizität zur Verfügung Kohlenvor- kommen fehlen ebenso wie nutzbare '

bie finnitoe Wirtschaft -inseitig auf ine G'nsuhr dieser sehlenden Rohstoffe angewtesem Erstaunlich ist die Tatsache, daß das verhältnismäßig grotze Land mit seiner kleinen Volkszahl noch auf di fuhr landwirtschaftlicher Erzeugnisse angewiesen st - Ein Land, das in f-;~" "benlo ein­

seitig ist wie im geographischen

untergegangen. Nach viertägigem Treiben auf einem Rettungsboot sind an der englischen Küste 12 Mann der Besatzung gelandet. Der norwegische Dampfer V a r i I d" (1500 Brt.) ist auf der Fahrt von Nor­wegen nach England in der Nordsee gesunken. An Bord befanden sich 15 Mann Besatzung. Nack) einer Meldung aus London ist der schwedische DampferF r a m" in der Nordsee nach einer Ex­plosion gesunken. Fünf Mann der Besatzung sind von einem anderen Fahrzeug in einen schottischen Hosen gebracht worden. 19 Mann werden vermißt.

Englands Oelbeöorf ein Transportproblem.

Kopenhagen, 2. Februar. (Europapreß.) Das steigende englische Interesse an neutraler Tank-Ton­nage führt die seriöse dänische Handels- und See­fahrtzeitungDanmarks Handels og Soefart Ti- dende" zurück auf diefast unlösbaren Trans­portschwierigkeiten in der englischen Oelzufuh r". Während im Jahre 1914 ein großer Teil der englischen Kriegsmarine und Handelsflotte auf Kohlenfeuerung eingestellt gewesen fei, benutze heute nicht nur die gesamte Kriegsflotte, sondern auch fast die Hälfte der englischen Handels­flotte O e l als Ireibftoff. Hinzu komme noch der Oelbedarf der Luftflotte, der Tanks und der anderen motorisierten Waffen. Wenn England also seinen Oelbedarf decken wolle, müßte feine Tan­kerflotte intensiver eingesetzt werden als in Friedenszeiten, wo der Tonnageraum im Gegensatz zu heute ausgereicht habe. Im September vorigen Jahres habe England 435 Tankschiffe mit einem Tonnageraum von 2,92 Millionen Groß-Tonnen besessen. -Wenn man bedenke, welche erheblichen Schwierigkeiten die Schiffe durch große Verspätun­gen usw. zu überwinden hätten, so ergebe es sich von selbst, daß England heute vor Transport­problemen stehe, die kaum g e 1 ö st werden könn­ten. Neutrale Reeder seien nicht besonders daran

Wir atmen auf, das Schlimmste scheint über­standen. Doch da hinken haken noch so ein paar hartnäckige Kerle in unsere zweite Kette. Kurz ent­schlossen dreht die erste Kette bei und eilt den Ka­meraden der zweiten Kette zu Hilfe, während der Rhombus", behindert durch den Ausfall des rech­ten Motors, stur weiterfliegt fliegt, was aus dem heilgebliebenen Motor herauszuholen ist. Unbemerkt kommen sie davon. Hoffentlich hält der Motor durch. Nun haben sie Zett den Schaden in Ruhe

zu besehen.

Längst hat der Flugzeugführer das Flugzeug ausgetrimmt, d. h. das durch den Ausfall des rech­ten Motors gestörte Gleichgewicht wiederhergestellt, da erleben sie die nächste Ueberrafchung. Der Haupt­tank enthält nur wenig hundert Liter Sprit, die für den Rückflug längst nicht ausreichen. Der kostbare Saft läuft inzwischen munter durch die zerschossene Celleitung aus.Der Reservetank wird in den Jnnentank umgefüllt", schreit der Beobachter. Eine kleine Handpumpe mit einem lächerlich kleinen Hub- raum dicht am Sitz des Flugzeugführers muß es schaffen. Jeder kennt jetzt nur noch einen Gedanken, stur durchhalten!Fritz, komm nach vorn, du mußt weiterpumpen", ruft Feldwebel R., Beobachter und Kommandant des Flugzeuges, seinem Bordmecha­niker zu. Inzwischen ist der Kommandant bereits dabei, den Kurs abzusetzen. Es sind noch Hunderte von Kilometern bis nach Hause. Fritz pumpt un­ermüdlich, die Handpumpe schafft herzlich wemg, doch es geht, langsam aber sicher fließt Liter um Liter in den Jnnentank der Motor bekommt seinen Sprit. Dann sitzt der Beobachter wieder am Hebel, schwitzend löst einer den anderen ab. Pum­pen, pumpen, pumpen.

Der Motor macht ruhig und zuversichtlich seine Touren. Unermüdlich holt der Funker seine Peilun­gen, während der Beobachter über den Kurs wacht. Und schon wird es dunkel. Und dann ein Freuden­gebrüll: das Flugzeug hält genau auf den Heimat­horst zu, das Landefeuer leuchtet auf, sie kommen direkt auf die Einflugschneise. Die letzte peinliche Ueberrafchung kann schon keinen mehr erschüttern: der Druckautomat zum Herausdrehen des Fahr- aestells hat auch noch was abbekommen, doch im Nu ist das Fahrgestell mit der Hand herausgekur­belt und endlich endlich rollt der brave Vogel nach seiner glatten Landung zu seinem Standplatz.

lnachtsM. noch mit 11 v. H. Schwedisch zu sprechen gehört er Volk | unter den wohlhabenden Finnen noch immer zum ichl, borni guten Ton. Das Land, das zu unserer Zeitrechnung !, schlecht« I besiedelt, sehr bald unter die Herrschaft der Schwe- tets übti< I den kam und seit dem 12. Jahrhundert abwechselnd

I zu Schweden und Rußland gehörte, war feit 700 Jahren niemals völlig selbständig. 3,8 Millionen Menschen bewohnen rund 380 000 Quadratkilometer: mit 10 Menschen auf den Quadratkilometer ist Finnland also nächst Norwegen der dünnstbesiedelte

Im Ausland hat anscheinend die Feststellung des Führers in seiner großen Rede am Babresu.gu oer nationalsozialistischen Revolution einen besonderen Eindruck gemacht, daß die erste Phase des Krieges abgeschlossen sei und nunmehr die zweite Phase beginne. Die erste Phase hat dem Deut­schen Reich die politische, militärische und wirtschaft­liche Rückenfreiheit gesichert. Die zweite Phase wird bestimmt durch die Tatsache, daß nun die stärkste Militärmacht der Wett und hinter ihr die geballte Kraft eines 80-Millionenoolkes, einig im Willen zum Sieg, auf allen Lebensgebieten zur n- gung von Höchstleistungen organisiert Uhu Der denkbar besten Führung bereit ist, den Kamps aufzunehmen, zu dem sie die westlichen Plutokra- tien in wahnwitziger Verblendung herausgefordert haben. Sie wollten den Kampf, sie sollen ihn haben. Zwischen beiden Phasen liegen fünf Monate Kriegs­zustand, die Deutschland genützt hat, um seine Kriegsbereitschaft auf das höchstmögliche Maß zu steigern. Ungeheures ist in diesen letzten fünf Mo­naten geleistet worden, demgegenüber alles verblaßt, was in den letzten sieben Jahren vorher in Deutsch­land entstanden war. So hat der Führer mit Stolz feststellen können. Der Londoner Rundfunk freilich will von diesen deutschen Leistungen nichts gemerkt haben. Die zweite Phase des Krieges, deren Beginn der Führer ankündigte, wird auch dem britischen Rundfunk und seinen Hintermännern Gelegenheit genug bieten, diese deutschen Leistungen kennenzu­lernen, vermutlich mehr, als ihnen lieb sein wird. Dessen sind wir gewiß. Die Erfolge deutscher Tor­pedos, Luftbomben und Minen, die rings um die britischen Inseln eine Todeszone geschaffen haben, sollten ja den Londoner Großsprechern, die heute noch ihre Angst vor dem Kommenden durch laute Prahlereien zu übertönen suchen, einen Vorge- geschmack dessen gegeben haben, was deutsche Waf­fen zu leisten imstande sind. Mögen die Unbelehr­baren in Paris und London sich in nebelhaften Hoffnungen wiegen, mögen sie weiter ihrem fid) längst als Utopie erwiesenen Plan nachlaufen, Deutschland wirtschaftlich abzudrosseln, mögen sie ihr propagandistisches Trommelfeuer auf die Neu­tralen richten, denen ja Herr Churchill mit erstaun­licher Offenherzigkeit verraten hat, welche Rolle man ihnen in dem Kriege Englands zugedacht hat, mögen fie in der irrigen Meinung, durch Erweiterung der Kriegsschauplätze ihre Lage zu verbessern, ihre Blicke nach Norden und Süden richten, das deutsche Volk üertraut auf die Schärfe seines Schwertes und es ist gewiß, der Führer wird von ihm im gegebe­nen Augenblick den rechten Gebrauch machen.

Wir treten in diese zweite Phase des Kampfes ein in der festen Zuversicht, daß an ihrem Ende unser Sieg stehen wird. So wohl mir wissen, daß dieser Kampf daheim und draußen unser aller letzte Hingabe fordert, daß alle unsere Anstrengun­gen, all unser Tun und Lassen auf das eine Ziel gerichtet sein müssen, so wohl wir wissen, daß wir uns auch künftighin keinen Illusionen hingeben Dürfen, ebenso sehr sind wir uns der ungeheuren Kraft bewußt, die in der Einheit unteres Volkes

ersten Lügenlords britische Handelsschiffe mit 190000 Bruttoregistertonnen wieder vom M e e- resgrundaufgetaucht sind und neue V e r- 1 uste in dieser Zeit überhaupt nicht ein­traten. Damit reimt sich aber wieder schlecht zu­sammen, daß man in der gleichen Londoner Rund­funkerklärung wenigstens den Verlust von 10 000 Tonnen Schiffsraum bei den deutschen Luftangriffen 3 u g i b t, also immerhin ein Fünftel der wirklichen Ziffer.

Zu Optimismus für Churchill fein Anlaß.

(Sin amerikanisches Urteil

Neuyork, 3. Februar. (DNB. Funkspruch.) DieNew York Times" stellt in einer Betrachtung über die deutschen Seekriegerfolge fest, daß Der erst kürzlich wieder zum Ausdruck gekommene O p - timismus Churchills keineswegs ge­rechtfertigt fei. Verglichen mit dem Dezember weife' der Januar ein starkes Ansteigen der versenkte» Tonnage auf. lieber den zunehmend ernüchternd wirkenden Charakter der deutschen Seekriegführung auf die Schiffahrt der Westmächte bestehe selbst dann kein Zweifel, wenn man lediglich Die britischen Angaben über Die Schiffsverluste zu Grunde lege. Erschwe­rend falle ins Gewicht, Daß die Versenkung, Der zweiten Januarhälfte d i e der er st en Hälfte weit übersteige.

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1 Des Sports, der unendlichen Wälder und des unter JTL | Dem Namen Sauna bekannten Dampfbades. Dabei ist vieles an diesem Land und seinem Volk kompli-

PK. Zwei Ketten bewaffneter Fernaufklärer sind unterwegs zum Handelskrieg an Albions Küste. \ Stunde um Stunde mahlen Die Luftschrauben I ihren eintönigen Gang. Ein ziemlich windiger Auf- 1 trag ist das heute, der geknackt sein will. Ein durch i Kriegsschiffe gedeckter Zug bewaffneter Schiffe soll , angegriffen werden, und Das in Küstennähe! Schon i ist der Morray Firth im Norden Schottlands ^in Sicht. Donnernd braufen die Ketten dahin. Sie folgen Der tiefen Einbuchtung und fliegen in Rich- tung Aberdeen. Längst sitzen Die Heckschützen an < ihren MGs., bereit, jedem Angriff Die Stirn zu bieten. Doch noch immer regt sich nichts! WeDer < zeigt sich der erwartete Konvoi, noch melden sich Die : Jäger Pech und Glück in einem Atemzug. So- ' eben Donnern sie auf Der Höhe von Edinburgh an Der Küste entlang, Da bricht Die roilDe JagD herein: neun englische Jäger. Nun gilts! In rasen­der Fahrt kommen sie heran ein Ausweichen ist unmöglich. Schon Harfen Die ersten Einschläge in Die Flächen. Die Deutschen Bomber sprühen Dem Gegner aus allen Rohren ihre Garben entgegen, Da sind sie schon vorbei, ziehen weg und sammeln sich zu neuem Angriff.

Da, was ist Das? Der linke Kettenhund Der zwei­ten Kette verliert mächtig an Fahrt und schon stürzen sich Die Jäger auf Die Zurückbleibenden sicher hat der Motor etwas abgekriegt. Die beiden anderen Flugzeuge Der zweiten Kette Drehen sofort hart ab und schützen Den Kameraden vor Dem kon­zentrischen Angriff Der heranbrausenden Jager. Eben will DerRhombius" auch heraneilen, Da baut ihm ein vorbeiflitzender Engländer eine ganze Garbe durch Den Motor, wütend rattern Die MGs. Der getroffenen Maschine hinterher Da zischt schon eine Wolke aus Dem rechten Rohr, Kühler und Oel- leitunq sind zerschossen! Das Del kleckert unheim­lich schnell heraus gleich wird die Maschine Feierabend machen. Kurz entschlossen stellt Der Flugzeugführer Den rechten Motor ganz ab. Es muß mit einem gehen.

WieDer stürzen Die Jager herab sie- wollen DenRhombus" fassen, ehe er sich an die erste Kette angehängt hat, was er. mit einem Motor nachhinkend, verzweifelt versucht. WieDer sch agen Die Nickelmantelgeschosse Der Tommys mit eHigern Kläcken in Flächen und Rumpf. Die Kanzel ist durchsiebt und Dicht hinter Dem Genick Des Flug­zeugführers hat ein Geschoß, von hinten Durch Den Rumpf kommend, Das Metallgehause durchschlagen, klatscht auf Die Lederhaube Des Flugzeugführers un£) __ fällt kraftlos herab. Gott fei Dant, Die

Kraft Des Geschosses war auf Dem langen Weg durch verschieDene Metallkörper schon verbraucht. Das hätte schief gehen können: ohne Flugzeugfüh­rer mit einem Motor mitten in einem Schwarm seinDlicher Jäger Doch es ist jet^t feine Zeit zu B-trachtrmg-n Wenn doch die erste Kette nur oer- halten wollte. Die Sekunden werden zur Ewig- : reit werken die denn nichts? Doch, ste erfaßen i di- Laae- Der Verband muß dicht aurschießen, will er nicht non den wieder Heranbrau,enden i gäqern gesprengt werden. Das dritte und werte ! Mal brausen sie noch heran - ledesmch van einem : fiaqel aus allen MGs. empfangen. Schon haben Se erften ganz abgedreht. es wird etwas Lust. Erzeugnisse angermeien m. ^weend ist den Kerlen der .Schnaps" knapp feinem fian&el e6en,o Ansch^ hat Freund und Femd wett

rphtschen Ausbau. 6ie See hinausgetragen.