Ausgabe 
3.1.1940
 
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mal den Neben Gott bittet, möglichst alles so 311 lassen, wie es ist, damit die Zeit gegen Deutschland arbeite. Mit dieser Taktik wird sich aber in der Praxis nicht viel anfangen lassen. Genau so, wie wir in den hinter uns liegenden vier Monaten dem Geaner immer wieder das Gesetz des Handelns vorschrieben, werden wir auch in der Zukunft ver- fahren.

Dabei bleiben wir uns aber stets der Tatsache be­wußt, daß das Ziel der Gegner darin besteht, das deutsche Volk als solches auszurotten und daß der vor uns lieaende Kampf ein Kampf um Sein oder Nichtsein des deutschen Volkes ist. Mr sind in diesen Kampf wohlgerüstet und mit stolzer Zuversicht hinein gegangen. Er hat in seinem ersten Teil glänzende Erfolge gebracht, er wird auch in seinem weiteren Verlauf den Weg zur siegreichen Entscheidung einschlagen, die, so hoffen wir, bereits das neue angebrochene Jahr bringen wird. Die ganze Nation, Mann für Mann, steht in diesem Kampfe um das Schicksal Deutschlands und der deutschen Nation einig und geschlossen da, aber auch einsatzbereit bis zum Aeußersten, geladen mit unver­gleichlichen Energien und ausgerüstet mit dem stahl­harten Willen, erst dann das Waffenhandwerk wie­der mit der friedlichen Arbeit zu vertauschen, wenn England am Boden liegt unb wenn die Voraus­setzungen für den Aufbau eines neuen Europas ge­schaffen sind. 0.8.

Sorgenvolle Silvesterfeiern

in Paris.

Brüssel, 2. Ian. (Europapreß.) In der Sil­vesternacht herrschte, wie aus Paris berichtet wird, bedeutend weniger Betrieb als in der Weihnachts­nacht, die Siloesterfeiern in den Restaurants hatten einen viel mehr auf das Kriegsmäßige eingestellten Anstrich. Die Untergrundbahnen und die Autobusse stellten ihren Betrieb schon um 20.30 Uhr ein, so daß die meisten Leute, die in den Restaurants ihr Silvesteressen einnahmen, es vorzogen, sich sehr «frühzeitig nach Hause zu begeben. Sie wollten nicht in die Notwendigkeit versetzt werden, in der Dunkel­heit eine nächtliche Wanderung durch den nirgends weggeräumten Schnee Antreten zu müssen. In den teuren Lokalen aus dem Montmartre, auf dem Montparnasse und auf den Boulevards sah man sehr viele Uniformen, unter ihnen zahl­reiche der englischen Arme«. Die Engländer Tennen ja die Vorzüge des Pariser Nachtlebens dank der ihnen zuteilwerdenden besseren Bezahlung, die Franzosen stellen diese Tatsache neidvoll fest.

In den Familien, die sich den Luxus teurer Nacht­lokale nicht leisten können, und die die überwäl­tigende Mehrheit der Bevölkerung darstellen, wurde der Beginn des neuen Jahres wesentlich sorgen­voller gefeiert. Man konnte sich nicht mehr wie sonst die üblichen Neujahrsgeschenke machen. Die Räu­mungsmaßnahmen haben zahlreiche Familien aus­einandergerissen. Viele Frauen und Kinder befinden sich auf dem Lande.

Englische

Nevjahrsbetrachtungen.

Genf, 2. Januar. (Europapreß.) Die Neujahrs­betrachtungen der englischen Presse drücken deutlich den Mißmut und die Unzufriedenheit aus, die man über den bisherigen Verlauf des Krieges empfindet. DerDaily Telegraph" erklärt, es sei ein Irrtum gewesen, die zerstörende Wirkung der U-Boote und Minen unterschätzt zu haben. Der Krieg könne so nicht weitergehen. Die Alliierten müßten nun zu einer Offensive großen Stils schrei­ten, um mit jedem Mittel den Widerstand des deut­schen Volkes zu schwächen.

Ward Price kommt in derDaily Mail" zu dem Schluß, es wäre ein verhängnisvoller Fehler zu glauben, daß England den Krieg gewinnen könne, wenn dieser einen gleichartigen Verlauf nehme wie bisher.Daily Herold" gibt der Befürchtung Aus- druck, daß die von England und Frankreich erstrebte Ausweitung des Krieges zu einem Koalitions­krieg einer größeren Zahl von Staaten gegen die beiden West möchte führen könne.

DieYorkshire Po ft*, das Blatt Edens, nimmt die amtliche englische Ankündigung der Pläne, zwei Millionen Rekruten unter die Fahnen zu rufen, zum Anlaß einer kritischen Betrachtung des englisch - französischen Verhältnisses. Nachdem das Blatt von Mangel an Aktivität an der Westfront gesprochen hat und zugibt, daß ein Sieg nicht ohne ernsthafte militärische Anstrengungen erreicht wer- den könne, gibt es der Hoffnung Ausdruck, daß als Ergebnis dieser neuen englischen Kraft- Anstrengungen die peinlichen Vergleiche zwischen dem Beitrag Englands und Frankreichs zu der gemeinsamen Sache der Alliierten auf- hören würden". Was man tatsächlich von einer Einberufung neuer englischer Truppen erwarten kann, geht aus einer sehr vorsichtigen Ankündigung desManchester Guardian" hervor. Dieser bezwei­felt nämlich, ob die hohe Zabl von zwü Millio­nen Rekruten England wirklich zur Verfügung stehen würde. Das Blatt weist darauf hin, daß in den älteren Jahrgängen, die jetzt neben den Neunzehnjährigen aufgerufen sind, die An­zahl der Reklamierten sehr viel größer fein werde als bei den jungen Leuten zwischen zwanzig und zweiundzwanzig Jahren, die bisher erfaßt worden seien.

Eine Neujahrserklärunq des Außenministers der llEA.

Washington, 2.San. (DNB.) Außenminister Hüll sagte in seiner Neujahrserklärung dem Volk der Vereinigten Staaten ein entscheidendes, ernstes Jahr voraus. Er drückte dabei die Hoffnung aus, daß das Jahr 1940 doch noch den Frieden bringen möge und daß die Kräfte der Frei­heit und des Fortschrittes schließlich triumphieren würden. Ein wirklicher Zerstörungskrieg werde erst unvermeidlich, wenn sich der eine Teil vor die tragische Alternative gestellt sehe, sich zu eraeben oder zu verteidigen. Amerika wünsche einen Frieden und werde zu Gunsten einer Weltordnung seinen Einfluß einsetzen, falls diese nicht von neuem den Charakter einer Brutstätte wirtschaftlicher Konflikte, sozialer Unsicherheit unj) somit neuer Kriege an« nehme.

Oer Neujahrstaq in der Schweiz.

Basel, 2. Jan. (Europapreß.) Der Neujahrstag stand in der Schweiz im Zeichen des Amtsantritts des Bundespräsidenten für das Jahr 1940, Pilet - Cola (Zürich), der durch den Rundfunk im Namen der eidgenössischen Behörden und des Schweizer Volkes seine Neujahrsgrüße an die Armee richtete. Am Abend sprach im Rundfunk General (Buifan in den vier Landessprachen, wobei er die Einsatz«

Sparen, ein zwingendes Gebot des Krieges.

IteichswirisHafisminister Funk sprach in Salzburg über Deutschlands Kampf gegen die soziale und ökonomische Reaktion.

Salzburg, 2.Ian. (DNB.) Bei einer Feier zur Errichtung der Reichsbantstelle Salzburg hielt Reichsminister Dr. Funk eine Rede. Im ver­gangenen Jahr um diese Zeit, so sagte er, habe ich als den tiefsten Grund für die zerstörte Kontinuität der Weltwirtschaft die Tatsache bezeichnet, daß in der Welt zwei verschiedene Lebens­prinzipien sich bekämpfen, nämlich das i n ternationale kapitalistische Prinzip, auf dem die internationale Geldgemeinschaft beruht, als deren Hauptverteidiger die englische Plu­to k r a t i e mit ihrem Weltherrschaftsanspruch zu gelten hat, und anderseits die nationalsozia- listische Weltanschauung, auf der die nationale Volksgemeinschaft begründet ist, wie sie von Deutschland und Italien entwickelt wurde. Und ich habe den weiteren Ablauf der Wirt­schaftsentwicklung in der Welt dahin deuten zu kön­nen geglaubt, daß, wenn die alten Demokratien an ihren überlebten Wirtschaftsordnungen festhalten, die jungen autoritären Staaten eine neue Wirt­schaftsordnung herbeiführen werden, indem bann die alten Reichen arm und die jungen Armen reich werden würden. Der Ausbruch des Krieges hat mit voller Klarheit gezeigt, daß es bei diesem Rin­gen England nicht einmal so sehr auf politische und wirtschaftliche Machtansprüche als auf die Ver­nichtung der jungen stürmisch vor­wärtsdrängenden Ideologien der autoritären Staaten an kommt, um die alten Weltprivilegien Englands nicht Schaden leiden zu lassen. Die Engländer sprechen es ja absolut klar aus, daß dieser Krieg nicht wegen Polen und der Tschechoslowakei geführt wird, sondern daß der Na­tionalsozialismus vernichtet werden soll. Der Kampf geht aber gegen den deutschen Sozialis­mus, der sich erkühnt hatte, sich unabhängig von den internationalen Geldmächten und Rohstoff­monopolen zu machen. Wir müssen aber den Kampf gegen die soziale und ökonomische Weltreaktion füh- ren. Der deutsche Arbeiter muß wissen, daß dieser Kampf von England auch gegen die neue soziale Ordnung, wie sie der Nationalsozia­lismus hergestellt hat, geführt wird, und daß es gegen die alte kapitalistische Weltordnung verstößt, wenn in Deutschland heute der Arbeiter an den Le­bensgütern und an Kulturwerken der Nation in einem Maße teilnimmt, wie es sonst nirgends auf der Welt der Fall ift

Deutschland ist zum Kriege gezwungen worden. Dieser Krieg wird von ihm mit aller Härte und Entschlossenheit geführt werden. So, wie unsere Kriegsführung stets im Einklang mit den Regeln des Völkerrechtes stand, so achten wir die geschriebenen und ungeschriebenen Gesetze der Menschlichkeit und des Anstandes auch auf dem Gebiet der wirtschaftlichen Bekämpfung des Fein­des. Welch abgrundtiefer Unterschied besteht aber hier zwischen unserem Tun und dem unseres Geg­ners. England ist dazu übergegangen, überall R 0 h- stoffaufkäufe weit über den eigenen Bedarf hinaus zu tätigen. Ja man versucht, Waren zu erwerben, die für die Dauer des Krieges niemals nach. England gelangen können, und wei­ter, sich fogar künftige Ernten zu sichern. England sichert sich nämlich allmählich durch solche Aufkäufe eine Art Monopolstellung für die wichtigsten Rohstoffe. Während es jetzt zu billigen Preisen kauft, könnte es, wenn der Krieg zu Ende ist und der angestaute ungeheure Warenbedarf des neutralen Auslandes einen entsprechenden Sturm auf die Warenvorräte auslösen würde, jeden noch so hoben wucherischen Preis verlangen. Auf diese geschäftstüchtige Weise versucht England heute schon, seine Kriegskosten durch die kleineren neutralen Länder bezahlen zu lassen.

Unsere Wirtschaftsbeziehungen zu den neutralen Staaten sind dagegen nach wie vor von dem Willen zu ehrlichem Güteraustausch getragen. Unsere leistungsfähige Exportindustrie^ stellt die Waren zur Verfügung, die zum ungestörten Ablauf des Wirtschaftslebens in den Bezieherländern erfor­derlich sind, während uns im Austausch dagegen die dort überschüssigen Nahrungsmittel und Rohstoffe geliefert werden. Schon diese faire Einstellung führt zu wirtschaftlicher Stärke. Den Partner Deutschland kann und will man weder im Norden, noch im Osten oder Südosten entbehren. In unseren Außen­handelsbeziehungen haben insbesondere d i e deutsch-russische Verständigung und die damit verbundenen Auswirkungen die wirtschaft­lichen Einkreisungsabsichten unserer Gegner auf breiter Front durchbrochen. Nicht nur das große und an Naturschätzen überaus reiche Gebiet der Sowjetunion, sondern der gesamte asia- tische K 0 n t i n e nt ist uns als Käufer und Ver­käufer nähergerückt.

Auf dem inneren Sektor der deutschen Wirtschaft wurde unsere gesamte Produktion auf den Grundsatz ausgerichtet: Restlose Erschließung aller heimischen Produktionsquellen und da- mit weitgehende Unabhängigmachung von ausländischen Zufuhren. Auf land­wirtschaftlichem Gebiet wurden durch preispolitische Maßnahmen zunächst die Voraus­setzungen für eine weitere Intensivierung geschaffen. Die nutzbare Gesamtfläche wurde zweckentsprechend ein geteilt und für eine ausreichende Dorratswirt­schaft gesorgt. Innerhalb weniger Jahre wurde er­reicht, daß die inländische Erzeugung an Haupt­nahrung smitteln für die Ernährung des deutschen Volkes ausreicht. Diese Lage hat nunmehr durch das Hinzukommen der ehemals polnischen Gebiets­teile eine weitere Besserung erfahren. Zur Ver- selbftändigung der industriellen Produk­tion sind die deutschen Rohstoffquellen restlos er­faßt und eingesetzt. Der deutsche Unternehmer- und Erfindergeist hat uns neue Erkenntnisse und Ver­fahren vermittelt, mit deren Hilfe viele Bedarfs­lücken geschlossen werden konnten. Die Produktions­ziffern an synthetischen Treibstoffen, synthetischem Gummi und an Faserstoffen steigen noch ständig an. Holz, Stroh und sogar Kartoffel­kraut stehen uns als Rohstoffbasis für die Zeli­st offerzeugung in ebenso reicher Menye zur Verfügung, wie der Grundstoff Kohle für die arideren synthetischen Stoffe. Neue Werkstoffe wurden geschaffen, die in ihrer Qualität die bis­her verwandten Stoffe noch übertreffen. Wir haben auch die Vorrathaltung auf dem industriellen Sektor nicht vernachlässigt. Aufklärung und Len­kung der Verbrauch erschaff haben nicht nur zur (Fr- lei dyterung der Rohstofflage beigetragen, sondern sie haben die Bevölkerung frühzeitig darauf hingewie­sen, daß auch in der Verbrauchseinschränkung der Wille zum Sieg zum Ausdruck kommt.

Bei der Bewirtschaftung und Verteilung d-r ver­fügbaren industriellen Rohstoffe müssen selbstver­ständlich die erhöhten Bedürfnisse der kriegsunmit­telbaren Industriezweige in erster Linie berücksich­tigt werden, was manche Einschränkungen und Här­ten für andere Wirtschaftsgebiete zur Folge hat. Die im Krieg notwendige Einengung der Produktion an Verbrauchsgütern erfordert Verzichte auch vom Verbraucher. Man kann jeden Kuchen eben nur ein­mal essen. Es steht zwar in unserem Belieben, ihn in eine mehr oder minder große Anzahl einzelner Stücke zu zerlegen und die einzelnen Teile verschie­den groß zu bemessen. Erhöhen kann ich die einmal gegebene Größe dadurch aber nicht. Dieses Bild gilt sinngemäß auch für die Produktion der gesamten deutschen Wirtschaft. Hier bleiben zwar noch reich­

lich Steigerungsmöglichkeiten, anderseits bedarf di« Wehrmacht einen gegenüber Friedenszeiten er­heblich gewachsenen Anteil des Sozialproduktes. Der für die Verbrauchswirtschaft verbleibende Sektor muß daher entsprechend gekürzt werden. Aber durch das von uns gewählte Zutei­lungsverfahren ist eine ausreichende, sozial gerechte und gleichmäßige Versorgung des gesamten Volkes sichergestellt. Ungerechtfertigte Preiserhöhungen sind unmöglich gemacht

Die Einkommensteile, die zur Bestreitung der Lebenshaltungskosten nicht benötigt werden, gehö­ren auf das Bank- oder Sparkonto, wo sie jederzeit bei Bedarf wieder abgehoben werden können. Der Wert von Ersparnissen wird nach Be­endigung des jetzigen Ringens besonders deutlich werden, wenn es gilt, teilzuhaben an der Umstellung der Wirtschaft auf die Friedensarbeit. Das Sparen ist schon im Frieden eine nationalwirtschaftliche Pflicht, im Krieg aber ist das Gebot des Sparens ein zwingendes M u ß. Wir sind gerade dabei, eine besondere Art des Kriegssparens zu entwickeln, um das Sparen noch wirksamer zu gestalten und die Spartätigkeit zu fördern. Im übri­gen hat sich auch in den verflossenen Kriegsmonaten die Spartätigkeit nicht ungünstig entwickelt. Das Vertrauen zu unseren Sparkassen'organisationen und zu unseren Geld- und Kreditinstituten ist im Krieg« nicht im geringsten erschüttert worden. Die Kriegs­sparer werden nicht enttäuscht, sondern belohnt wer­den. Wir würden es überdies im Interesse der Ge­samtheit nicht dulden, daß ein schlechtes Beispiel Schule macht, und es durch geeignete Steuermaßnahmen nötigenfalls zu erzwin­gen wissen, daß freie Einkommensteile dahin ge­langen, wo sie im Interesse des Volksganzen nutz­bringend verwendet werden können. Zwang und Härten können aber vermieden bleiben, wenn jeder von sich aus freiwillig den Erfordernissen der Kriegszeit Rechnung trägt. Denn auch die finanziek. len Lasten des Kampfes müssen von der Gesamtheit des Volkes getragen werden.

Ich möchte wiederholen, daß die nationalsozia- listische Regierung es nach wie vor a b l e h n t, die Kriegskosten mit Hilfe der Notenpresse zu decken, meil dadurch gerade die wirtschaftlich schwächeren Bevölkerungskreise am härtesten getrof­fen würden. Die Staatsführung mitb dem Volke nur das Maß an Opfern zumuten, das zur Sicher­stellung des Endsieges unvermeidbar ist, und die Verteilung.der Lasten wird gerecht nach dem Grad der Leistungsfähigkeit des einzelnen erfolgen. Wir wollen auch im Kriege keine Staatswirffchaft etablieren, sondern die vom Staate gelenkte Unternehmerwirtschaft aufrechterhalten. Es muß verhindert werden, daß durch die Steuern der Anreiz zur Leistungssteigerung genommen wirb. Ebenso wenig dürfen die Steuern derart hochge­schraubt werden, daß die fixen Kosten berührt wer­den, weil dann wirtschaffliche Schädigungen allge­meiner Natur eintreten müßten.

Mr wissen aus den Aeußerungen des feindlichen Auslandes, daß es im jetzigen Kampf um nicht mehr und nicht weniger geht als um die Exi­stenz des Deutschen Reiches und Vol­kes überhaupt. In solch einem schicksals­schweren Zeitpunkt aber vor Opfern und Schwie­rigkeiten zu kapitulieren, war noch nie die Sache des deutschen Volkes, besten ganze große Geschichte eine Geschichte des Kampfes und der zähen 6elb ft Behauptung ist. Am aller- wenigsten aber ist Kapitulation eine Sache des nationalsozialistischen Deutschlands, das jeden Deut­schen in dem Sinne erzogen bat: Alles für das Deutsche Reich und das deutsche Volk.

Neujahrsglückwünsche ausländischer Staatsoberhäupter.

Berlin, 2. Jan. (DNB.) Aus Anlaß des Iah- reswechsels hat in der hergebrachten Weise ein Aus­tausch telegraphischer Neujahrsglückwünsche zwi­schen dem Führer und den Staats­oberhäuptern und Regierungschefs ausländischer Staaten, die mit dem Reich in freundschaftlichen Beziehungen stehen, ftattgefun- den. Als erstes ging folgendes Telegramm des Königs von Italien und Albanien, Kaisers von Aethiopien ein:Nehmen Sie meine herzlichen Wünsche entgegen, die ich die Freude habe. Ihnen aus Anlaß des Jahresbeginns erneut zum Ausdruck zu bringen. Dittorio Emanuele." Der Führer hatte folgenden Glückwunsch gedrahtet:Eure Majestät bitte ich, zum Beginn des neuen Jahres meine und des ganzen deutschen Volkes aufrichtigen Glückwünsche für das Wohlergehen Eurer Majestät selbst wie für das königliche Haus entgegenzuneh- men. Ich verbinde hiermit meine besten Wünsche für das weitere Gedeihen der verbündeten italieni­schen Nation. Adolf Hitler.*

Das Telegramm des Führers an den italienischen Regierungschef Mussolini lautete:Zum bevor- stehenden Jahreswechsel spreche ich Ihnen, Duce, in freundschaftlicher Verbundenheit meine herzlichsten Glückwünsche aus. Möge auch im kommenden Jahre unter Ihrer starken und bewährten Führung dem mit dem nationalsozialistischen Deuffchland verbün­deten faschistischen Italien bei der Lösung seiner nationalen Aufgaben ein voller Erfolg beschieden sein. Adolf Hitler." Der Duce antwortete: ..Ich erwidere mit gleicher kameradschaftlicher Herzlich­keit die Glückwünsche, welche Sie mir anläßlich des Jahreswechsels übermittelt haben. Für das natio­

nalsozialistische Deutschland bringe ich die gleichen Wünsche zum Ausdruck, wie Sie sie mir für das faschistische Italien ausgedrückt haben, nämlich, daß unsere beiden Völker vereint ihre Ziele er­reichen und ihre Zukunft sicherstellen können. Mussolini."

Ebenso wechselte der Führer in freundschaftlich gehaltenen Telegrammen Neujahrswünsche mit dem Reichsverweser des Königreichs Ungarn, dem spa­nischen Staatschef, den Königen von Bulgarien, Rumänien, der Belgier, von Dänemark Griechen­land, Norwegen und Schweden, dem Prinzregenten von Jugoslawien sowie mit dem früherem Zaren Ferdinand von Bulgarien, dem Kronprinzen von Italien, mit dem Staatspräsidenten der Slowakei und dem Präsidenten Dr. Hacha: außerdem emp­fing er zum Jahreswechsel Glückwunschtundgebungen des Schahs von Iran, der Könige von Afghanistan und des Jemen und des Präsidenten des Regent- schaftsrates des Königreiches Thai (<5iam), auf die er mit Donktelegrammen antwortete.

Da infolge der Sonderverhältnisse des Krieges der große Neujahrsempfang des gefax­ten Diplomatischen Korps ebenso wie die sonstigen feierlichen Neujahrsempfänge in diesem Jahre ab­gesagt waren, hat der Apostolische Nun­tius und Doyen des Diplomatischen Korps durch einen Besuch in der Präsidialkanzlei die Neu- jahrsglückwünsche des Papstes und des Diplomatischen Korps für den Führer überbracht. Ihm folgten die übrigen in Berlin anwesenden Bot- lchaiter, Gesandten und Geschäftsträger durch Ein- tragung in das in der Präsidialkanzlei aufliegende Besuchsbuch.

bereitschaft der Armee unterstrich und sagte, die Aufgabe, die der Schweiz gestellt sei, fei groß, aber gering im Verhältnis zu dem, was die umliegenden Völker erleben müßten.Wir haben", so betonte der General,um unser Land einen breiten Derteidigungsgürtel gezogen und sind be­reit, jedermann, wer es auch sei, den Eintritt zu verwehren und die von uns gewollte Neutralität zu wahren."

Oie llSA.-Marine für 650ll0 Tonnen-Gchlachtschiffe Washington. 29. Dez. (DNB.) Das Flotten- unterfomitee der USA. hatte die Frage der 6 5 0 0 0- Tonnen Schlachtschiffe und deren Bau zu prüfen. Der Obmann des Komitees erklärte, wenn der Vorschlag gemacht würde, 65 000-Tonnen- Schlachtfchiffe .zu bauen, würden die Marinekreise die Kiellegung von wenigstens vier solcher Schlacht­schiffe in den nächsten Jahren wünschen. Die Ma­rinesachverständigen behaupten, daß es bei einem Kostenpreis von 130 Millionen Dollar für jedes Schiff wirtschaftlicher fein würde, diese zu bauen als 35 000» oder 40 000-Tonnen-Schiffe. Die Kriegser­fahrungen hätten keineswegs die Ansicht erschüttert, daß die Oberfläche des Schiffes das wichtigste sei, und daß ein 65 000-Tonnen-Schlacht.schiff eine« Bestückung von extrastarken Großzollgeschützen gegen die 16-Zollgeschüße bekommen könnte. Man würde sie auch sehr schnell machen können, da­mit sie mit kleineren jetzt im Bau befindlichen Kriegsschiffen operieren könnten. Die sechs bestehen­den Trockendocks wären für Reparaturen groß genug.

japanische Operai onen an der Kan^on-Hanfan-Nahn.

Tokio, 2. Ian. (DNB.) In Südchina werden von den japanischen Truppen erfolgreiche Opera­tionen entlang der KantonHankau- Bahn in der Provinz Kwantung geführt. Die ja­panischen Truppen, die am Sonntagmittag Ping- tat, etwa 130 Kilometer nördlich von Kanton, be­setzten, setzten ihren Vormarsch dem Nordfluß ent­lang fort, während eine zweite japanische Abteilung, die Vungyun, etwa 50 Kilometer nordöstlich von Binglak, einnahm am Sonntagmorgen 5000 Chinesen, die sich auf dem Rückzug« von Pingtet befanden, eine vernichtende Niederlage beibrachte. Später machte die gleiche japanische Abteilung eine Schwenkung nach Westen und sprengte die Eisen­bahnbrücke bei Ho tau, 10 Kilometer nördlich von P'ngtak, in die Luft, wodurch der Rückzug der Chinesen abgeschnitten wurde. Japanische Flugzeuge griffen mehrfach die von Französifch-Jndochina

nach Yünnan führende Bahn an und erzielten auf chinesischem Gebiet Treffer auf dem Bahnkörper und an einer Brücke.

Englische Anklagen zur Tarnung eigener Raubabsichten.

® 0 i r 0 , 2. 3cm. (DNB., (Englanb sucht feine eigenen SIngriffepISne im vorderen Orient, die sich gegen die russischen Petroleum- quellen in Baku richten, durch Ablenkungsmanö­ver mit Hilfe der ägnptischen Presse zu verschleiern. Zu diesem Zweck behauptet die ägyptische Zeitung Bala-gh , daß dieiranischen und irakischen

Vejroleumquellen Rußlands Ziel seien. Schon vor Abschluß des Ankarapaktes habe Ruß­land der Türkei anläßlich der Verhandlungen in Moskau klar zu verstehen gegeben, daß es sich mit Hilfe der Türken in den Besitz der vorderasiatischen Petroleumgebiete bringen wolle. Jetzt habe es zur Durchführung feines Vorhabens an seinen Grenzen gegen den Irak, Iran und Afghanistan gewaltige Truppenmassen konzentriert.

Oer lleberfoll impbSn x-parkin Oublin

Amsterdam, 3.Januar. (Europapreß.) Sieben Mitglieder der Irischen Republikanischen Armee, di« der Teilnahme an dem Muniticmsdiebstahl tu dem