Ausgabe 
2.1.1940
 
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Nr. 1 Zweiter Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)

Erster Velriebsappell 1940 der Sladtverwaltung

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Zwischen Wolkenkrahi,

Von Alice Iliegel.

Welt der Borftel^unqen

Beim Stadttheater hatte man sich für den letzten

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nur Situationskomik.

symmetrisch nebeneinander gestellten Grab mit

blühenden Blumen umsäumt. Neuyork,

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engen Reihen gehende oder vor den Kinoimde

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Blau verdämmernder Himmel über ei ] Wolkenkratzer Neuyorks! Tief unten Iie$

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Steine! In der Sonne golben werdend .

Da und dort geben Dachgärten helles das Grau, ober in einem Kirchengarten

Zeichnung Kalender

Man kann die Entwicklung des Neuyorker Wol­kenkratzers in drei verschiedene Abschnitte teilen. Der letzte bedeutet die Vollendung der Kraft im Die gewaltige Entwicklung amerikanischer Wirt- schaft, die schwindelnde Zahlenhorizontale der finan-

auf, wenn der letzte Klang der Orgel verhallt ist gehen mit dembusinessman wieder aus der Kirche und reißen ihn restlos hin zu den Gebauten, die alle wieder dem Dollar gehören. Der Friedhof neben die-

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sich öenfen kann. Ohne Schmuck ohne Blumen Als hatte die unerbittliche Riesenstadt hier keinen Gedanken frei für die Stätte der Toten.

Was ist denn eigentlich ,mundus', Wie man die Welt lateinisch nennt? Ein riesengroßer Fundus, Den jeder sieht und keiner kennt!

Straßen, geschäftiges Durcheinander a Autoheere fast unerträglicher Lärm,

Aber das Wunder aller Technik und das größte Geschcntshaus ber Welt ist das Empire State. Der Amerikaner, der in Zahlen lebt, gerät in eine Ekstase der Begeisterung. Dieser Wolkenkratzer ist 102 Stockwerke hoch, hat 6400 Fenster, unb man brauchte zu seinem Bau zehn Millionen Steine. Sein Turm ist ein gläsernes Zauberreich für sich, von einem Scheinwerfer beleuchtet, der feine Strah­lennetze weit in bie Wolken schickt als eine War­nung für bie Flieger in der Nacht. Die Riesenstadt Neuyork liegt wie ein Märchenland in der Hellen Sternennacht, von weißen und vielfarbigen Lichter­strahlen überflutet. Die gewaltigen Brücken, die sich über den Hudson spannen, verlieren die Größe ihrer Ausmaße, lösen sich in beschwinaten Filigran­linien von dem schimmernden Fluß. Man ftebt auf dem. Dach des Observatoriums wie auf dem Gipfel eines Hohen Berges, denn die Wolken ziehen unter einem vorbei.

Brooklyn, die Stadt der Kirchen, weist mit ihren vielen, im Licht silbernen Türmen in den Himmel hinauf. Es ist, als wollten sie sich recken, um zum Empire State herauf zu kommen. Himmel und Erde werden gleichsam durch das Wunder dieses Wolken­kratzers zusammengebunden.

Heber Gr und tiefe, Wolkenkratzer, Dachgärten, Friedhöfen, Türmen und Türmchen empfindet man gesteigert durch die gewaltiae Weite des Rundblicks den ungeheuren Konttast: Neuyork!

Dem Leser in wenigen Zeilen einen Ueberblick geben zu wollen über das, was in diesem Schwank alles passiert, wäre ein hoffnungsloses Beainnen. ' Es mag die Andeutung genügen, daß der Rentier Hagemann ein spätes Feuer fängt, d. h. eine junge Dame kennenlernt. Das kostet ihn aber eine hittüche Stange Geld, die ihm allerdings nicht aus der genau geführten Haushaltsfchatulle feiner Gattin zur I Verfügung gestellt werden kmn. So bringt er denn l eme Brillantbrosche feiner Frau in das Leihhaus, I uni) aus dieser Tatsache erwächst ihm eine Fülle von Unannehmlichkeiten, denen er sich auf alle mögliche und unmögliche Weile entziehen will. Da­bei gerät er in immer tollere Schwulitäten. Da auch eine stattliche Anzahl anderer Akteure in Mitleiden­schaft gezogen wird, entwickelt sich ein Tohuwabohu, das wohl jeden Zuschauer vor die Frage stellte, wie es die beiden Verfasser wieder auseinander­wursteln werden. Aber alles löst sich wieder auf, und zum Schluß gibt es auch eine Verlobung.

Die Schauspielerinnen und Schauspieler mrferes Stadttheaters mußten schon mit viel Laune an bie­ten Schwank Herangehen. Herr Manders mar­kierte den Ehemann in Schwieriakeiten mit aller geiftigen und körperlichen Bswealichkeit. Frau Rose Stirl war seine Gattin, der erst zum Schluß alle Lichttr aufzugehen haben: Jngebvrg Riehl brachte als beider Tochter viel Scharm auf di« Bühne, unb Anneliese Garbe hatte in dem schnippischen Mäd­chen Frieda eine dankbare Rolle. Herr E r l e r hatte wieder einmal eine blondere Type darzu­stellen und machte aus seiner Rolle alles, was dar­aus zu machen mar. Friedrich Gro ndabl mimte öen von keiner Muse geküßten Komponisten, unb Elisabeth Leiprecht trat als die angehende Sängerin und eigentlicher Stein des Anstoßes mit viel Schwung und einer gehörigen Portion Frech­heit auf. Zahlreiche andere bemühten sich, in den kleineren Rollen den Erfolg sichern zu helfen. Die Regie führte Hans Geißler. Insgesamt gab es viel und herzliches Gelächter unb für die Darsteller anhaltenden Beifall. Heinrich Ludwig Neuner.

Die großen Verdienste des wegen bedeutender Verschlimmerung feiner Schwerkriegsbeschädigung Leidenden Pa. Wendler verdienen eine besondere Würdigung. Wendler stammt vom sangessrohen Rhein und kam 1921 beruflich von Wiesbaden nach Bad-Nauheim. Er begann seine aktive Sangestcttig- keit kurz vor Kriegsausbruch 1914 und konnte am 1. April d. I. auf 25 Jahre selbstlosen Sängertums

lare Tage Vetter, sie

Vornotizen.

Tageskalender für Dienstag.

Stadttheater: 20 bis 22.45 UhrDie Entführung aus dem Serail". Gloria-Palast (Seltersweg): Das Lied der Wüste". Lichtspielhaus (Bahnhof­straße):Hurra! Ich bin Papa!"

Sladttheater Gießen.

Am heutigen Dienstagabend kommt zum letzten Male Mozarts komische OperDie Entführung aus dem Serail" zur Aufführung. Musikalische Leitung: Paul Walter. Spielleitung: Hans Geißler. Bühnen­bild: Karl Löffler. Ehöre: Richard Boeck. 13. Vor­stellung der Dienstag-Miete

Mittwoch, 3. Januar:Der müde Theddor", Schwank von Neal und Ferner. Spielleitung: Hans Geißler. Bühnenbild: Karl Löffler. 14. Vorstellung der Mittwoch-Miete.

Freitag, 5. Januar:Cavalleria rusticana,Der Bajazzo", Opern von Masoagn'i und Leoncavallo. Musikalische Leitung: Paul Walter. Spielleitung: Bernhard Schmitz. 14. Vorstellung der Freitag. Miete.

Knegösilvester.

In völliger Stille und ohne den sonst am Jahres­wechsel üblichen Tamtam vollzog sich in unserer Stadt diesmal der Uebergang vom alten zum neuen Jahre. Während früher schon beim Beginn des Silvesterabends in den Straßen die Feuerwerks- körper krachten und die bengalischen Flammen leuchteten, die Knallerei und Schießerei immer mehr zunahm, je näher die Mitternachtsstunde heran- rückte, um schließlich beim nächtlichen Glockenschlag

in bringt /in", Win

Aus der Giadt Gießen.

Januar.

3ft der Januar frostklar und licht, tut der Win­ter seine Pflicht!" Die Pflicht des Winters besteht darin, daß Erdland gut ausfrieren zu lassen, sowie die überwinternden Schädlinge bis auf ein Mini­mum zu vernichten. So leistet ein scharfer Januar mittelbar und unmittelbar dem Sommer unb Der Erntezeit gute Vorarbeit; und dessen freut sich der Bauer, denn oft genug schon hat sich der Dolksspruch

Heute morgen fanden sich im Stadttheater, wie in den Jahren vorher, die Gefolgschaftsmitglieder der Stadtverwaltung und aller ihrer betriebe zu einem Betriebsappell ein, der einen überaus wür- bigen Verlauf nahm. Das Orchester des Stadt- cheaters eröffnete die Feierstunde mit den Klängen der Egmont-Ouvertüre (Beethoven), und der der­zeitige Leiter des Stadttheaters, Dr. Hannes Razum brachte ein Gedicht von Rupert Rupp Wir bauen das Reich" zum Vortrag. Nachdem dasEngellandlied" verklungen war, hielt

Ars dem Sängergau III, Hessen-Darmstadt

Wechsel in der Provinzführung für Oberheffen.

Zum Jahreswechsel scheidet der seitherige Pro- vlnzsangersuhrer für Oberheffen, Pg. Ludwig Wendler (Bad-Nauheim) auf eigenen Wunsch non ieinem seit 1931 vorbildlich geführten Ehren­amt aus. Zu seinem Nachfolger hat der Sänaergau- fuhrer Ministerialrat Pg. R i n g s h a u s e n (Darm­stadt) den bisherigen Gauwerberat, Studienrat Pg. Dr. Schmitt (Bad-Nauheim) berufen.

nahmen konnten. In langen Schuppen und weiten t Räumlichkeiten ist allerUrväter Hausrat" aufge- ' stapelt. Was nur zur Dekoration eines Seines, i eines Zimmers, einer Dachstube, einer ländlichen

1 Hütte gehört; was nur irgendwie im Zufammen- bang mit der Wohnlichkeit unseres menschlichen Lebens steht; was uns allen etwas alltägliches ist, woran wir überhaupt gar nicht denken, wenn wir es in die Hand nchmen; alles das reiht sich un Fundus der Ufa auf langen Abstellborten, steht wohlgeordnet in den Ecken oder hängt von der Decke herab. Immer griffbereit, um jeden Augen­blick in diesem oder jenem Film benutzt zu werden.

j So geht man denn auch an manchem bekannten Einrichtungsstück vorüber. Interessanter aber noch sind die Neuanschaffungen, denn der Fundus muß natürlich stetig erweitert werden. D? müssen für einen neuen Ufa-FilmFrauen sind dod) bessere Diplomaten" Eguipagen, Schloßeinrichtun- gen, ja eine Spielbank samt der Roulette be­schafft werden. Da muß für den anderen neuen FilmKongo-Expreß" allerlei exotischesMilieu" zur Stelle sein. Da müssen für den FilmKrimi- nalkommifsar Eyck" Gerichtsschranken, Behörden­schranke, Aktenregale zur Verfügung stehen. Da muß für den FilmWaldrausch' eine bäuerliche Gaststätte hergerichtet werden, kurzum: Tausen- derlei gibt es für den Fundusverwalter zu bedenken und zu sorgen. Streikt man durch das Reüd des Fundus, so befallen einen gar eigenartige Gedan­ken. Hat nicht der große Philisoph Schovenhauer eins feiner HauptwerkeDie Welt als Wille und Vorstellung" genannt? Nun, in diesen Fundus­räumen bewegt man sich ebenfalls in einer Welt der Vorstellungen, in einer Welt der Filmvor­stellungen; nur daß hier alles eng aneinander- gerückt ist und ohne das bewegte Leben, das wir von der Leinwand her kennen. Was draußen die große Welt ist, das spiegelt sich hier in der Welt des Fundus getreulich wieder. Und so ist es kein Wunder, wenn man mit einem philosophischen Vers auf den Lippen diese Arbeitsstätte des Films verläßt.

Oberbürgermeifler Hitler eine Ansprache. Er sprach davon, daß diese erste Stunde vor der Arbeit des Jahres einem kurzen Rückblick und einem Ausblick gewidmet fein soll, sagte allen Mitarbeitern für die im Jahre 1939 geleistete Arbeit herzlichen Dank und verband da­mit gleichzeitig die besten Wünsche für das neue Jahr das zwar noch dunkel und verschlossen vor UJ?.S J.le9e/ in das wir alle aber hineinschreiten im gläubigen Vertrauen auf die Kraft unseres Volkes.

Sodann gedachte Oberbürgermeister Ritter der im vergangenen Jahre durch Tod aus dem Kreis der Arbeitskameraden ausgeschiedenen Mitarbeiter zu deren Gedenken man sich von den Plätzen erhob. Ferner teilte der Oberbürgermeister mit, daß fünf (^esoIgschaftsmitgiieder nach jahrzehntelanger treuer mt r Jn dev. wohlverdienten Ruhestand traten, Eesolgschastsmitglieder konnten auf eine 25jährige Tätigkeit im Dienst der Stadtverwaltung bzw. ihrer Betriebe zuruckblicken, 1 Mitarbeiter steht seit 30 Jahren im Dienst der Stadtverwaltung, und 6 wei-

auf jeden Fall während dieser festgesetzten Zeit ihre Laden offen zu halten.

Die Vorschriften über die Arbeitszeit, die Sonn- tagsruhe und den Jugendschutz der Gefolgschafts- mitglieder werden von der Verordnung nicht be°

Für die praktische Durchführung der Verordnung hat der Reichsarbeitsminister Richtlinien herausge­geben, die im Reichsarbeitsblatt vom 5. Januar 1940 veröffentlicht werden. Danach kann u. a. im Lebensmittelhandel wegen der Belastung der Ge­schäftsleute durch die Lebensmittelkgrten eine Mit­tagspause eingeführt ober beibehalten werden, die nicht mehr als zwei Stunden, in Großstädten nicht mehr als IVz Stunden betragen soll. Die Mittags­pause der Lebensmittelgeschäfte soll sich nicht mit Der Mittagspause ber Betriebe decken, damit die m den gewerblichen und sonstigen Betrieben tätigen Gefolgschaftsmitglieber während ihrer Mittagspause Einkäufe erfebigen können. In den übrigen Ge­schäften fällt bie Mittagspause ganz weg. Dafür werden während der kurzen Tage in den Winter- monaten bie Läden um 18 Uhr geschlossen.

durii(f^^ar^e^^er bocken auf eine 35jährige Tätigkeit

In seinen weiteren Darlegungen sprach der Ober- burgermelster über den verheißungsvollen Beginn ?C-5xri?rc^ 193?' das mit der Aussicht auf weitere friedliche Entwicklung und weitere Erstarkung un« erer Volksgemeinschaft vom Geiste des National­sozialismus her begann und die Hoffnung steigerte, daß im Zuge des friedlichen Aufbaues das Dasein ledcs einzelnen Volksgenossen eine immer bessere Gestaltung erfahre. Das letzte Viertel des Jahres aber habe das deutsche Volk wieder einmal zu qro-

Opfern und zu geballtem Einsatz aller seiner Kräfte aufgerufen für den Kampf um fein Lebens­recht.

3n feinen weiteren Darlegungen sprach Oberbür­germeister Ritter von den Ursachen dieser jüngsten Entwicklung, er sprach in scharfen Worten von dem neidischen England, von der englischen Polittk über­haupt, von den Ereignissen, die zur kriegerischen Auseinandersetzung mit Polen führten,, von den stetigen und von bestem Willen getragenen Frie­densbemühungen des Führers und von der Not­wendigkeit des gegenwärtigen Kampfes.

In nachhaltigen Worten sprach der Redner weiter über die Erneuerung unseres Volkes vom National­sozialismus her, er erinnerte in diesem Zusammen­hang auch an die Politik, die vor dem Jahre 1914 ^rsolgt worden war und gedachte schließlich in ein- drucksoollen Worten des Führers und seiner über« ragenben Leistungen für die Gesamtheit des deut­schen Volkes.

Mit dem dreifachenSieg-Hell" und mit den ßiebern der Nation fand die Feier ihren Abschluß.

Broadway und^ den parallelen Straßen die l'stratzer des Wallstreetbezirks auf. Wallstreet as

Königreich des amerikanischen Kausmanr r- merben Milliarden verhandelt und bie Wi läge ber Wett bestimmt. Unb zwischen bies 'enkratzern bieTrinitychurch", eine schor x- lzche Kirche. In eine Wett hineingehörend, 1 ts nit ben Millionengeschäften der Wallstreet m Gat. Eine wunderbar klingende Orgel dc wöchentlich Orgelkonzerte, Bach Reger.

>em Lärm ber Autos unb bem Hetzen ber

ber Kontraste! Nicht nur graues, sondern stlen Farben schimmerndes Gestein lebt in eh willigen Architektur.

baut nicht mehr von unten nach oben. Wie ein Zyklop setzt er massig Block auf Block. Nicht mehr Sehnsucht und ein Wille zu unbewußten Zielen lassen ihn auswärtsblicken. Er empfindet sein Werk nicht mehr als eine Hoffnung, als ein in der Spitze des Turmes ruhendes Versprechen. Seine Sachlich­keit ist aber dynamisch beschwingt von ber Gewalt der neuen Umrisse, bie oft an bie ägyptischen Pyra­miden erinnern und dadurch wieder einen eigen­artigen Kontrast zwischen Werdendem und Gewese­nem bringen. Das Belltelefonbuilding gehört zu diesen Bauten.

ben, die zwischen dem nächtlichen Dunkel ersten Sonne liegen. Reichste Paläste är )üt« ren! Feierliche Kathedralen der Anbetung

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zuruckblicken. In der Nachkriegszeit traf man ihn auf allen bedeutsamen Sängertagungen; er ist Gründungsmitglied des Hessischen Sängerbundes und wurde im Herbst 1928 anläßlich ber Bundes- tagung zu Gießen zum Bundesrechnungsprüfer ge­wählt. Im Herbst 1931 wurde er zum Nachfolger des bamaügen 1. Provinzialvorsitzenden für Ober- Hessen, Berufsschullehrer Pg. (Bengnagel (Grün­berg), bestimmt, und er hat im Lause der Jahre bis heute das in ihn gesetzte große Vertrauen der Provinzsangerschaft, wie auch das der Sänger- gaufuhrung in treuester Pflichterfüllung gerecht­fertigt. Wendlers reiche Erfahrungen und seine nationale, charaktervolle Haltung veranlaßten die hessische Landesregierung, ihn nach der Macht­ergreifung ber NSDAP, mit ber Gleichschaltung sämtlicher Gesangvereine Oberhessens zu beauf­tragen. Die Fülle feiner verantwortungsvollen, segensreichen Arbeit kommt am besten in nach- ftefjenben Bestanbszahlen der Provinz zum Aus- druck: Im Oktober 1932 zählte bie Provinz 9009 eanger. Seitdem stieg bie Zahl der aktiven Sänger auf über 16 000, sie umfaßt heute mit ben förbern- ben Mitgliedern rund 25 000 Sänger und Sänge­rinnen in Oberheffen. Die Vereinfachung bzw. Ver­kleinerung des Gauführerrates brachte es mit sich, baß Wendler in ben letzten Jahren nicht nur bas Ehrenamt eines Sänaergauschriftführers mitverfah, andern wiederum als Gaurechnungsprüfer einge- setzt wurde. Als ständiger Provinzvertreter des Sangergauführers Ministerialrat R i n g s h a u s e n hat Wendler in Hunderten von Sängerkundgebun- gen öffentlich gesprochen. Zahlreiche Vereins«, Gau- und Bundesehrungen wurden ihm verdient züteiL

Auf besonderen Wunsch der Gauführung bleibt er, solange es fein altes Kriegsleiden noch zuläßt, der großdeutschen Sängerbewegung als Gaurech- nungsprüfer treuverbunden. Sein Nachfolger in ber Proomzführung Oberhesiens, Studienrat Pg. Dr. Sch m i 11 (Bab-Nauheim), wird feine Aufbauarbeit mit gleicher Schaffensfteude fortführen.

Anläßlich des im kommenden Frühjahr zu Darm­stadt vorgesehenen Gausängertages soll bem schei- benden Provinzführer Pg. Wendler eine roür- bigc Gau- und Bundesehrung zuteil werben.

fenstabt auch von biefer Hohe herab r iefen- haft. Nur bie Menschen, Tiere, Autos u Zagen sind ins Winzige herabgemindert, eine zeug- schachtel voll kleiner Dinge. Andere Wl recken ringsumher ihre phantastischen Ut cuf in ben Himmel. Bald wird der A tausend Fenster in flackernde Sterne uni aßen in Lichtermeere verwandeln. Ader jetzt:

bestätigt:

Kernige Januarkalt

bringt dem Bauer Brot und Geld!"

Hingegen fürchtet man einen laschen Jänner unb reimt:Milber Januar bringt der Saat Gefahr." Der Januar heißt auchSchneemond"; unter der weißen Bobendecke ruht die Heimatscholle wohlver­wahrt, während ein schneearmer Winter, der die Wintersaat allzu früh schießen läßt, keine großen Aussichten für die Feldfrucht erwarten laßt:

Wächst das Korn im Januar, wird es auf dem Markte rar!"

Andere übereinstimmende Bauernordel lauten: Januar hart und taut), nützt dem G reidebau!" oderWenn-der Hartung vor Kälte Bauern bas Herz im Leibe lacht." Auch sieht, zunutze ihres Hühnerhoses, rointe und Nächte lieber als dunkles, nasses

den Namen des Kalenderheiligen mit ,' , zusammen und hofft, daß ein wenig Lnenschein an diesem Tage sinnbildlich auf ein gut - K Sonne ja sehr abhängiges W eins ah r bei am Vinzenztag goldiger Sonnenschein, fünft auch im Glase goldener Wein." Dem roiber ** bie Wetterregel:Vinzenz-Sonnenschein viel Schnee herein"; benn noch soll sich ter austoben.Schönes" Wetter ist - ( nünftiger Ansicht klimatisch normale 1 wirtschaftlich günstiges Wetter.

Der 25. Januar istPauli-Bekehrung" ben gilt er als bes Winters Mitte:P halben Teil hin, halben Teil herl^d recht optimifttfche Leute stärken ihre Frühlinoffnung gar durch Dichterprophezeiungen, wie tr kunst­volle Vers eine barstellt:Pauli Beki

ren! Feierliche Kathedralen der Anbetung ach- äch nüchterne Wolkenkratzer des Geschäfts nd-

zlühenden Hitze erschöpften Menschen brai r= jeltlänge. Scharst amerikanische Gesichter t»en gespannten Ausdruck des Zahlendenk

- r . Je Zeit

vom 15. Januar bis 11. Februar gütti-c Ze'bens«

weiß:

Gibt's im Januar viel Stern so legen bie Hennen gerne." Und der Winzer reimt:Sind im Flüsse klein, so gibt es guten Wein." 2 nit ist ge­meint, daß in den Winterwochen die v' '

Eis liegen sollen, nicht aber durch law her Hoch­wasser führen, alsogroß werden". \'.ee eben darauf hin, daß ber Januar afii winterlichen Charakter haben muß, roei ' weiter normal verlaufen soll.

Finden wir sinngemäß für den Jam zehnten Jahrhundert ab und zu die ,F)artmonat", so heißt er im Tegernst derDreschmonat", weil er dem Bauei- nach reicher Ernte noch biesbezüglich ii fordert; unb dem rüstigen Land mann reich besetzte Scheuer auch recht sein; bes Dröhnens auf der Tenne und be alten Volksvers:Wenn im Januar noc e.r Flegel klingt, dem Bauern das Geld in bie Tas springt."

Mehrfach beachtet wird im deutschendlksturne der 22. Januar, der Tag St. Vincents.

'uar 1940 Dlenttaa, 2. Januar ä

ittags

ich« Mannigfaltigkeit unb fast fompromif &i= derspriiche.

Die Architektur konnte Bindung fein )ee ber geistigen und sachlichen Konstruktion ein» heit. Aber nichts dergleichen gibt es hier, m« zeheure Schnelligkeit ber Entwicklung hatge- meinfame Linie, soweit sie überhaupt existim-- mer wieder unterbrochen.

Don ber Battery, bem südlichsten Punkt Ist! Manhattan, bie bas Herz Neuyorks ist, fh m

mittelharten aus gegeben. Die Ausgabe >lgt in alphabetischer Reihenfolge bis eittschlieh Diens­tag nächster Woche.

sich ben?en fann °die man . welche Don^möb"' einr7^6turnglg^9eenft^^l^=' Hd) öenfen kann. Olm» Srfmutrf 1 ben, Hausgeräten unb Requisiten aller Art zu

einem guten und erfolgreichen Film gehören? Vom IbÄS °mub°'üb°7"j°n°-'°Lr man sich fflr den letzten

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Neurecelung des Ladenschluffes.

Anpassung der bisherigen Vorschriften an die gegenwärtigen Verhältnisse.

Die Auswirkungen des Krieges haben vielfach die Inhaber von Ladengeschäften veranlaßt, wittkürlich Verkaufszeiten zu bestimmen. Dadurch sind eine Jveitye von Unzuträglichkeiten, insbesondere für die Hausfrauen und die arbeitende Bevölkerung ent­standen. Es erschien daher der Reichsregierung not« wendig, die bisherigen gesetzlichen Vorschriften über den Ladenschluß den gegenwärtigen Verhältnissen anzupassen. Infolgedessen erging die Verordnung bes Reichsarbeitsministers über den Ladenschluß Dum 21. Dezember 1939. Dadurch wird es ermög- Verkaufszeit -n ^en gäben zweckmäßig zu gestalten unb der Bevölkerung die Erlebigunq der notwendigen Einkäufe zu erleichtern.

neue Verordnung gcht davon aus, daß die ^erhaltnlsse, die für die Gestaltung bes Laden« L fs Kriege maßgebend fein müssen, inner« baTb bes Reiches völlig verschieden sind. Eine ein« delmche gesetzliche Regelung für bas Reich kam deshalb nicht m Betracht. Die Verordnung schasst daher bie Möglichkeit, durch behördliche Anordnung ^r einzelne Bezirke. Verkausszetten festzusetzen. Gleichzeitig werden die Labeninhaber verpflichtet,

--lauschen. Die Riefenformate ber Z n liegen auf Kirchenbänken und ruhen. Sie n