sinnung auf das, Großartige des Geschehens unserer Tage, seine Wertung und Einordnung in den Gang der Geschichte unseres Volkes.
Dr. Fr. W. Lange.
— Paul Fechter: Der Herr Ober. Roman. 333 Seiten. Geb. 5,50 RM. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart/Berlin. — (222) —Dr. Paul Fechter ist einer unserer namhaften Kunstbetrachter: er hat neben seiner umfangreichen journalistischen Arbeit eine Reihe vorwiegend heiterer Romane und neuerdings auch ein Schauspiel geschrieben: unsere Leser werden sich vermutlich mit großem Vergnügen der Erzählung „Die Fahrt nach der Ahnfrau" erinnern, die vor einigen Jahren in unserer Unterhaltungsbeilage erschien. Mit seinem jüngsten Buche „.Der Herr Ober" führt Fechter, der übrigens kürzlich 60 Jahre alt wurde, die Reihe seiner Berliner Romane fort Im Mittelpunkt steht Herr Gotthold Neumann, Oberkellner in einem gediegenen Restaurant des alten Berliner Westens- indem Fechter Neumanns Geschichte erzählt, schreibt er einen Roman aus der Perspektive des Kellners, was schon um deswillen reizvoll ist, weil damit ein für den Erzähler wie den Leser durchaus unkonventioneller, neuer Blickpunkt gewonnen wird, entwickelt er nicht nur ein sehr plastisches, liebevoll eingehendes Bild seines schlichten und ganz bürgerlichen Helden: er gibt zugleich auch so etwas wie die Innenansicht und Philosophie eines meist nicht nach Gebühr gewürdigten Berufes; aus der Spannung zwischen dem Beruflichen und dem Menschlichen, aus der Spannung zwischen den Generationen und aus der uralten Spannung zwischen den Geschlechtern entwickelt sich die eigentümliche Dramatik dieses Romans, der mehrere, heiter und wunderlich sich überschneidende Liebesgeschichten enthält. Fechter ist ein kluger Kopf, ein Mann mit Humor, mit Welt- und Menschenkenntnis: das spiegelt sich alles aufs liebenswürdigste in seinem neuen Roman, in dem man — nicht allein des reichshauptstädtischen Schauplatzes wegen — eine fontanesche Atmosphäre spü- ren wird; das Gespräch beispielsweise zwischen Mutter Schreiber und ihrer Tochter, die Herrn Neumann geheiratet hat, könnte gut und gern bei Fontane stehen, der übrigens auch Journalist war, und mit 60 erst anfing, seine Romane zu schreiben. Fechters neues Buch ist ein heiterer, ein nachdenk- lichor und menschlich anziehender Roman, mit Ver»
gnügen zu lesen; den Betrachter erfreuen nicht nur die Klarheit des Weltbildes, die anständige Haltung und noble Gesinnung, die sich hier durchsetzen, son- dern auch der von hier aus zu gewinnende Blick für manche noch unerschlossenen Möglichkeiten des Romans überhaupt. Hans Thyriot
— Deutsche Satiren des 18. Jahrhunde r t s. Herausgegeben von Gustav R. Hocke. Mit Abbildungen. 442 Seiten. Geb. 8,50 RM, Karl Rauch Verlag, Dessau. — (233) — Gustav R. Hocke, dessen Italien-Buch „Das verschwundene Gesicht" früher hier besprochen wurde, legt in dieser Sammlung eine Auswahl der bekanntesten und bezeichnendsten Stücke der umfangreichen Satirenliteratur des 18. Jahrhunderts vor. Das klassische Jahrhundert hatte wie das Zeitalter der Reformation eine eigentümliche Vorliebe für diese heute selten gewordene Literaturgattung, und es entsteht ein merkwürdig belichtetes, merkwürdig schwankendes Bild der Welt und der Menschen, wenn man die Reche dieser Prosastücke, Gedichte und Dramen- fraomente an sich oorüberziehen läßt Die Auswahl ist von einem kundig aufspürenden Geist getroffen worden: man findet hier Beiträge von sehr berühmten wie auch wenig bekannten Autoren. Der Herausgeber hat der Sammlung unter der lieber» schrift „Der zylindrische Spiegel^ als Vorwort eine feinsinnige kleine Wesensbestimmung der Satire und des Satirischen mitgegeben, auch jeweils eine knappe, auf das in diesem Zusammenhänge Wesentliche zielende Charakteristik der Beiträger. Man findet hier z. B. Gedichte von Gellert, Proben aus Zacharias „Renommisten", Lichtenbergs Traktat „lieber die Macht der Liebe", bösartige Randbemerkungen von Kästner, witzige Verse von Lessing, von Friedrich dem Großen u. a. das ,Lob der Trägheit", einiges aus Blumauers travestierter „Aeneis", von Goeche den „Pater Brey", die „Musen und Grazien in der Mark" und „Götter, Helden und Wieland", von Schlller den „Pegasus im Joche", dann eine Reihe von Szenen aus Lenzens köstlichem „Pandaemonium Germanikum", von Kleist neben anderem das wenig bekannte „Lehrbuch der französischen Journalistik". — Eine Anzahl zeitgenössischer Karikaturen, namentlich von Cboda» wiecki, illustrieren die amüsante und zum Nachdenken anregende Sammlung lebendig und stilgerecht Hans Thyriot
30. November /L Dezember 1940
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhessen)
281 Zweites Blatt
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erkennen und danach
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von 83 Kilometer auf
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keine ganz leichte Lektüre, es setzt beträchtliche historische und philosophische Kenntnisse voraus und ver-
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Es ist ein eigen Ding, als Weltkriegsteilnehmer auch in diesem Kriege wieder seine Männer gegen den Feind führen zu dürfen. Man steht vollkommen in der Gegenwart, denkt und handelt in ihr, da man ihr verantwortlich ist, und kommt doch nicht los von der Vergangenheit, die immer und imm^r wieder mit ihren Gestalten und Geschehnissen vor einen tritt. Geschieht dies schon oft genug im Zuge des täglichen Dienstes und der Ausbildung, so ist es um so mehr der Fall, wenn man den Boden selbst wieder betritt, auf dem man sie erlebte.
Als wir wenigen „Alten" in meinem Bataillon wußten, daß wir wieder gegen Frankreich marschieren würden, in dem wir z. T. über vier Jahre unserer Jugend verbracht hatten, da ging das Rätselraten los, ob man wohl dieses oder jenes Wiedersehen würde, und ein jeder hatte gewisse Brennpunkte seines Kriegserlebens, zu denen es ihn besonders hinzog. Diese verdichteten sich natürlich dann noch besonders stark, wenn man, wie ich, in einem Regiment gestanden hat,, das nur im Westen und da in jedem Kriegsjahr fast immer wieder Einmal in der gleichen Gegend gekämpft hat und, wenn durch über vierjährige ununterbrochene Zugehörigkeit zu ihm sich seine Geschichte mit der eigenen Kriegsgeschichte auf das engste verband. Auf den gewaltigen Märschen durch die Eifel, Luxemburg, Südbelgien zur Maas und über diese in Richtung St. Quentin, Pervnne und Amiens hatte man im Sattel viel Zeit, diesen Erinnerungen zu leben. Am 19. Mai bereits konnte ich einem Teil meiner Offiziere von einer Höhe an der Marschstraße aus das Schlachtfeld des 22. August ,1914 zeigen, wo sich hessische Regimenter, vorweg unser stolzes Gießener Regiment, bei Anloy und Maissin unvergängliche Lorbeeren erwarben.
Zu einem wahren Tag der Erinnerung aber wurde erst der 24. Mai, den aus anderem Grunde auch meine Männer nie vergessen werden. Denn
Bestechend ist die Klarheit der Diktion und die Prägnanz der Formulierungen. Trotzdem ist das Buch
bekannt rasten wir zwei Stunden in dem kleinen Dorfe D a u x, wo ein schöner Bauernhof mit guten Gebäuden meinen Stab aufnimntt Es ist unvorstellbar für meine jungen Soldaten, daß hier einmal nicht mehr ein Stein auf dem anderen stand. Denn wir sind in der „Alberich-Zone", b. h. im Gebiete des vorerwähnten Rückzuges aus den Stellungen an der Somme auf die Siegfried-Linie im Frühjahr 1917. Damals wurden ja alle biefe Dörfer bewußt vollkommen zerstört, bie Bäume gefällt, bie Stra«
langt eine scharf konzentrierte Mitarbeit. Dann gibt es freilich neben einer Fülle von Anregungen, überraschenden Gesichtspunkten und eigenartigen Ausblicken den Standort für einen Augenblick der Be-
ßenkreuze und Brücken gesprengt und bie Brunnen unbrauchbar gemacht, um dem nachfolgenden Feind das Folgen und den weiteren Kampf recht schwer zu machen.
Ich habe etwas Zeit für mich frei und gehe ein Stückchen nach Nordwesten. „Nach E t r e i l l e r s" zeigt der Wegweiser. Hier lag das III./116 im Dezember 1914, dort muß die Ferme fein, aus deren Garten wir den einzigen Weihnachtsbaum für Weihnachten 1914 holten, inöenl wir mit Lebensgefahr eine hohe Fichte entwipfelten. Und dahinter liegt Savy, schon näher an St. Quentin heran. Dom 24. bis 30. März 1917 hielt ich allein mit meiner braven 5. Kompanie den Trümmerhaufen, vor bie Front der Division vorgeschoben, gegen den Tommy, der in Etreillers saß. Und durch jene Waldstücke, das Bois de Holnon und Bois de Savy, griffen sie uns dann am 1. und 2. April an und drückten die vorgeschobenen Sicherungen auf bie Brunhilde-Stel- jung, den Brückenkopf St. Quentin, zurück. Dort liegt F r a n c i l l y, wo sie mich am Morgen des
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an ihm begann ein Marsch staubigen Straßen in glühenber Hitze, der bas Letzte von Mann und.Roß forderte. Und er begann ost-
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Auf eigenen Spuren
Von Major Ernst Hölzel.
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zu irgendwelchen Rohstoffrestriktionen, wie sie aus Ueberfee bekannt sind.
Dadurch, daß Deutschland anderen europäischen Ländern besonders arbeitsintensive Produkte (z. B. Kohle und Jndustriewaren aller Art) liefert, dagegen aber vielfach wenig arbeitsintensive Agrarprodukte (z. B. Brotgetreide und Futtermittel) entgegennimmt,> bedarf es eines Aus- gleichs der Arbeitskräfte. Das rechtfertigt einen Zustand, bei dem Deutschland aus Landern des euroväischen Wirtschaftsraumes wenigstens in einer Ueberaangszeit Arbeitskräften in ferner Wirtschaft Arbeit und Brot gibt und sie im Interesse der europäischen Gesamtwirtschaft einsetzt.
Dabei wissen wir, daß das wirtschaftliche Wohlergehen mindestens der kleineren europäischen Staaten mit einer blühenden Volkswirtschaft der Achsenmächte steht und fällt. Für das festländische Europa stellt Deutschland den räumlichen Mittelpunkt und als Folge davon die unentbehrliche Serbin« düng bar. Wie bereits jetzt in Wirtschaftsabmachungen zwischen den Donauländern auf der einen Seite, nord- und nordwesteuropäischen Ländern auf der anderen Seite zutage tritt, wird Deutschland in wachsendem Maße Durchgangs- land und Mittler für den Warenaustausch zwischen den Ländern an der Peripherie des europäischen Raumes sein. Hierfür bringt Deutschland ein leistungsfähiges und ständig wachsendes Eisenbahn-, Binnenwasserstraßen- und Autobahnnetz mit Es lohnt sich einmal, um hier nur von Deutschland zu sprechen, kurz die überaus intensiven Bindungen zwischen Deutschland und dem übrigen Europa zahlenmäßig ins Gedächtnis zurückzurufen:
Don der deutschen Einfuhr entfielen 1938 allein 65 v.H. auf europätfdje Länder und von der
Das deutsche Wirtschaftspotential als Grundlage europäischerZusammenarbeit
Von Dr. Landfried, Siaatssekreiär des Reichswirischastsministeriums.
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st I .irischen Ordnungsgedanken als orgamsch-ganz- \o i I jMiches Lebensgefühl und das Verhältnis zum |fiiill: Etlichen als 'eine Haltung des tragischen Herors-
Neues für den Büchertisch.
- Dr. Heinrich Adolph: Durchbruch der Lsutschheit. Verlag Junker & Dünnhaupt, Hilm-Steglitz. Preis geb. 10,— RM., br. 8,— RM. - (157) — Eine geschichtliche Schau nennt der krasser, außerordentlicher Professor in der Theo- toji d)en Fakultät unserer Gießener Ludwigs-Uni- di: itat, seine geschichtsphilosophische Untersuchung, dir es sich zum Ziel gesetzt hat, den Prozeß der dchschen Dolkwerdung in weitestem Sinne darzu- [Men. Das Buch geht von der Tatsache aus, daß tas deutsche Volk im Laufe seiner Geschichte eine irrer artgemaßere Lebensform annimmt und da- oit bas tiefste Streben des in ihm liegenden Rasse- mDens verwirklicht. Im Nationalsozialismus findet eirun endlich nach jahrhundertelanger Zerrissenheit bi; in sich geschlossene Ganzheitsgestalt seines gei- stiz n, kulturellen und politischen Lebens. Wie das hinge Geschlecht Dolkwerdung mit elementarer fehalt erlebt, so erschließen sich ihm auch neue Vlnzusarnmenhänge der Dergangenheit. Wie jede Me geschichtliche Bewegung die Vergangenheit pon sich aus zu verstehen und als Voraussetzung ityts eigenen Daseins zu begreifen sucht, um sich btirit auch vor dem Forum der Geschichie bestätigt in inben, so sieht der. Nationalsozialismus in sich nj wahre, vollentwickelte, seiner Urbildlichkeit ent» ipcchende deutsche Volk und betrachtet die Geschichte ab den Weg zu vollen Entfaltung dieser Urbild- lid)!eit und sich selbst als das Ziel. Erst von diesem . Rel aus läßt sich der zurückgelegte Weg ganz ■ ’ versehen und beurteilen. Damit ist in den eigenen
Ls-ten des Autors der Standpunkt eindeutig um- rijjen, von dem er den Entwicklungsgang der Volk- ' wrdung betrachtet, und. auch die Maßstäbe für bie
Ortung der geistigen, kulturellen und politischen Meinungen in den einzelnen Epochen deutscher ' Nrzangenheit sind klargestellt. Der Verfasser geht nun mit methodischer Gründlichkeit vor. In einem eftin Abschnitt legt er die Welenszüge nordischen &e entums dar, die sich als Grundgegebeicheiten hr Rasse und Voraussetzung aller späteren Gestal- hrtc erweisen, den nordischen Perfönlichkeitsgedan- hn als Wille zum charaktervollen Persowein, den
daneben bestimmen Erzeugung und Ver - ) rauch im wesentlichen das Wirtschaftspotential ?int9 Volkes. Der Produktionsseite gibt in der --Aschen Wirtschaft vor allem die I n d u st r i e das lutzenwirtschasUich wesentliche Gepräge. Ein dicht- )efi?beüer Großraum wie bas Großdeutsche Reich ft aber auch mit seinem Verbrauch für alle auf Witz angewiesenen Erzeugerländer von besonderer Bedeutung.
;$ie sieben Jahre nationalsozialistischen Wirt- jd)ortsaufbaues unter dem Zeichen des Vierjcchres- planes und der Führung des Reichsmarschalls sind Mlensteine auf dem Wege des Ausbaus der deut- Ichvi Wirtschaftskapazität zur Erringung der wirt- jtfia f tl id) e n Unabhängigkeit von einer nif günstig en Umwelt. So verdanken, um nur tiflae Beispiele zu nennen, synthetisches Benzin, ynihetischer Kautschuk und synthetischer Spinn- Itos ihre Auswertung in wirtschaftlich entscheiden- faj Ausmaß der neuen deutschen Wirtschaftspolitik.
die Gebietserweiterungen der letzten Jahre faien bas industrielle Schwergewicht Deutschlands in Europa weiter verstärkt. Nennenswert sind ins» jeftnbere die rohstoffwirtschaftlichen (9e = oin n e. Oftmärkisches Eisenerz und ostmärkischer NMesit, böhmische Braunkohle, schlesische Stein- lotze und schlesischer Zink, galizisches Erdöl sind ihn beachtlichsten rohstoffwirtschaftlichen Aktiven. Ibir auch die verarbeitenden Industrien der in )a! Deutsche Reich eingegliederten Gebiete bedeuten M beachtliche Stärkung der deutschen Wirtschatfs- hra t.
!er deutschen industriellen Produktionskapazität, )ie mit Italien das wirtschaftliche Kernstück Euro- Mi bildet, stehen die Absatzmöglichkeiten mf ein^m Markt gegenüber, dessen Aufgabe die Besorgung eines Blocks von nahezu 100 Mill. Menschen ist. Wenn auch, wie oben dargelegt, durch )ie vorausschauende national oziaUstische Wirt- Icho'tspolitik für Zeiten friegeri cher Verwicklungen )ie ßebensgrunblage für das ge amte deutsche Volk bereits heute sichergestellt ist und täglich weiter Der» butert wird, so besteht doch angesichts des Sehens» itcjLiarbs des deutschen Volkes, den wir im Interest aller arbeitenden Volksgenossen ständig weiter |ii heben bestrebt sind, in Zeiten friedlichen, unge- jinberten internationalen Warenaustausches ein jen) al tiger Bedarf, der die Verwertung miezu aller Produkttonsüberschüsse der übrigen UDpäischen Länder mühelos ermöglicht. Für Ex- por. und Eigenbedürfnisse ist außerdem ein über» nii beachtlicher industrieller R o h st o f f b e - bar f vorhanden, der die Rohstoi'überschüsse der ninpäischen Volkswirtschaften erheblich übersteigt. Tsnerz aus Schwe-den, Schwefelkies und Fischerei- pro)ufte aus Norwegen, Molkereiprodukte und an- btr: landwirtschaftliche Deredlungserzeugnisse aus Dänemarf und den Niederlanden, Walzwerkser- ;eu;nisse aus Belgien, Eisenerz und Bauxit aus Frmkreich, Obst Gemüse, Schwefel und Quecksilber au« Italien, Holz, Zellstoff und Papier aus Skan- biiuoien, Kupfer, Blei, Zink, Bauxit, Erdöl, und ®eireibe aus Südosteuropa, alle diese Güter kön- W bis auf wenige Ausnahmen ohne Schwierig- tiitm in vollem Umfang im großdeutschen Raum lixesetzt werden. In Europa besteht kein Zwang
nlglichem Maße erbracht. Das Großdeutsche Reich jsi "zusammen mit dem verbündeten Italien zu {iiitm Mittel- und Kristallisierungspunkt der fest- Iciitzischen europäischen Wirtschaft geworden. Die bitten verbündeten Länder umschließen mit einer kinwohnerzahl von rund 140 Mill. Menschen etwa bie Hälfte der gesamten Einwohnerschaft Äon» linmtaleuropas mit Ausnahme Sowjetrußlands. Jlod) stärker als das zahlenmäßige Uebergewicht ist das wirtschastliVhe Uebergewicht, sowohl )ai tatsächliche wie das möaliche und noch nicht Mgenutzte,. die man gemeinsam als „Wirtschaftspotential" zu bezeichnen pflegt.
wärts von St. Quentin und führte über Pärohne bis vor die Tore von Amiens. Vor mir auf gleicher Straße marschiert unser Gießener Regiment. Nur wenige von den jungen 116ern mögen dabei geahnt haben, daß fast jeder Tritt sie über einen Boden führte, den ihre Kameraden aus dem Großen Krieg teils im Sturm genommen, teils mit ihrem Herzblut verteidigt hatten. Für mich selbst begann der Tag mit einer Enttäuschung, denn wir wurden vor St. Quentin nach Süden abge- bogen und tarnen nicht durch die Stadt selbst, von der es in ejnem Befehl der 25. (Hess.) Jns.-Division vom 3. April 1917 heißt: „Die Division steht und fällt mit der Stadt St. Quentin!" Es war die gleiche Aufgabe, wie sie dieses Mal nur wenige Tage später unserer Gießener Division und vorweg dem Regiment 116 mit Worten gleichen Sinnes bei Amiens gestellt wurde! Beide Male wurde die Aufgabe gelöst!
So marschieren wir über Essigny le Grand, wo während des sogenannten „Siegfried-Rückzugs" im März 1917 der Regiments-Gefechtsstand gewesen war, nach Westen. Von rechts herüber grüßt die Kathedrale von St. Quentin, die im Sommer 1917 die „alliierten" Engländer in Brand schossen. Man wird an Dünkirchen ober Calais erinnert. Und dort ist das Waisenhaus, um das einst der Hauptkamp ging, als der FranZose uns den Brückenkopf von St. Quentin zu entreißen suchte. In jener Richtung aber ist die aus dem Jahre 1870 bekannte „Historische Windmühle" zu suchen, uns erinnert sie an die Kämpfe im Sommer 1917 im Abschnitt Quentin» Süd.
Nach Ueberschreiten der Route Nationale, die nach Ham, Neste und Roye weiterführt, jedem Angehörigen der hessischen Division aus 1914 und 1915
Ausfuhr sogar 70 v. H. War so die Verknüpfung Deutschlands mit Europa überaus stark, so ist umgekehrt für einzelne europäische Länder die wirtschaftliche Verbindung mit Deutschland keineswegs weniger intensiv. Von der bulgarischen Einfuhr kamen im gleichen Jahre 63 v.H. aus Großdeutschland, und über 96 v. H. der bulgarischen Ausfuhr gingen nach Großdeutschland. Die entsprechenden Daten lauten für Jugoslawien 50 und 51 v. H., für Rumänien 51 und 37 v. H., für die Türkei 51 und 48 v.H., für Italien 31 und 31 v.H., für Schweden 29 und 22 v. H., für Norwegen 18,4 und 15,2 v. H., um nur einige wichtige zu nennen. Un» schwer ist es, sich das anteilmäßige Bild der gegenwärtigen Verhältnisse vorzustellen. Die entsprechen- den Zahlen der Jahre 1939 und 1940 belegen eine erhebliche weitere Steigerung der wirtschafllichen Verflechtung Deutschlands mit seinen europäischen Handelspartnern.
Es steht außer Zweifel, daß nach dem Siege der Achsenmächte die in den wiedergegebenen Zghlen klar zum Ausdruck gelangenden Entwicklungstendenzen durch politische Erfolge verstärkt zum beiderseitigen Nutzen ihre Fortsetzung erfahren werden. Aus deutscher Seite bürgt hierfür das überragende Wirtschaftspotential, auf Seite unserer Handelspartner garantieren dies die noch ungenutzten Möglichkeiten, die der Boden und die Le- benskrast der Völker in sich schließen, deren Mobilisierung nach Beendigung aller polttischen Störungsfaktoren in gewaltigem Ausmaß möglich wer» den wird!
mus, die im Verlauf der deutschen Geschichte immer wieder zum Vorschein kommen, aber erst im Nattonalsöziattsmus sich zum Ring seelischer Le- benswirklichkett von einer bis dahin unerhörten Durchschlagskraft zusammenfügen. Im zweiten, dem Haupttell seines Buches, betrachtet der Verfasser den Gang der Geschichte durch Mittelalter und Neuzett im Hinblick auf die Entwicklung und den endlichen Sieg des germanischen Weltgefühls über alle Wel- len der Ueberfremdun-g. Jeweils in einem einleitenden Abschnitt werden Grundelemente und Charakter der weltanschaulichen Auseinandersetzung auf allen Gebieten der Lebenskultur in weitestem Sinne für Mittelalter und Neuzeit aufgezeigt und sodann in Einzeldarstellungen für das Mittelalter die religiöse Linie, die Entwicklung des wissenschaftlichen und philosophischen Denksttls, der Ryhthmus des künstlerischen Lebens, die polittsche Fehlentwicklung und die Wirtschaft dargestellt. Bei der Betrachtung der Neuzeit verfolgt der Verfasser eine andere Methode, indem er sich bei dem Herausstellen derjenigen We- senszüge, die das Fortschreiten des Rassewillens sichtbar machen, enger an die chronologische Abfolge der neuzeitlichen Geschichtsepochen hält. Das Ergebnis der Untersuchung wird dann in einem kurzen Schlußabschnitt unter verschiedenen Gesichtspunkten zusammengefaßt. — Das Buch betritt, soweit wir sehen, geschichtsphilosophisches Neuland. Es dehnt die Behandlung seines Themas weit über das Gebiet der polittschen Geschichte hinaus und gewinnt damit für seine Untersuchung wichtige neue Ansatzpunkte, von denen aus mit scharfem Blick für das Wesentliche, unbeirrt von der Vielzahl und Dielfatt der Erscheinungen, immer wieder die große Linie angefteuert wird, die der Untersuchung zugrundegelegt wurde. Das ergibt eine erfreuliche Vertiefung des Themas und Ausschöpfung des ungeheuren Stosses, wenn auch die aus methodischen Gründen häufig wechselnden Ausgangspunkte auf die Fortführung des Themas retardierend wirken.
Leben für die Zeitung.
Ein scharfsichtiger Mann hat die Zeitung den Sekundenzeiger der Weltgeschichte genannt Das stimmt insofern, als sie der Unterrichtung des Volkes über die letzten Ereignisse urtb Begebenheiten des öffentlichen Lebens, insbesondere über die täglichen und tündlichen Veränderungen im Weltgeschehen bient, Deren Kenntnis für das Verständnis der Zusammenhänge auf der politischen Schaubühne wichtig ist Ihre Bedeutung geht jedoch noch viel weiter. Nicht die Neugier zu befriedigen, ist die Zeitung heute da, ihr wurde ein viel höheres Ziel gesteckt: Unterstützung des deutschen Daseinskampfes, Erhal» rung und Förderung der dem deutschen Volke innewohnenden Kräfte und Werte! Die Zeitung wird um des Volkes willen gestaltet Sie ^muß daher volksverbunden fein und aus dem völkischen Le- benszusammenhang erwachsen. Sie ist eine Waffe, sie ist Großmacht! Tell dieser Waffe und dieser Großmacht ist jeder, der im Bannkreis der Zeitung lebt und für sie arbeitet
Oft genug mag bei jungen Menschen, die einen Hauch vom frischen Wind des Zeitungslebens spürten, der Wunsch entstanden fein, in dieser Atmosphäre ihren Beruf und ihre Lebensaufgabe zu finden, und nur deshalb blieb ihnen die Erfüllung versagt, weil sie eben nicht wußten, wie sie ihre Anlagen, sei es journalistischer, kaufmännischer, künstlerischer oder technisch-handwerklicher Art bet einer Zeitung verwerten konnten, welche Fülle von Berufsmöglichkeiten es in der Zeitung gibt, und welche Wege zu ihnen führen.
Alle Arten der Arbeit um der Zeitung willen sind Glieder einer Gesamtheit, die einem Grundsatz unterliegen und erst im organischen Mammen- klang ihre Kraft und Leistung voll entfalten können. Damit ist zugleich eine Forderung gestellt: Wer zur Zeitung geht, muß auch etwas leisten! Nur aus Berufung kann ihm Hervorragendes gelingen. Diese Berufung muß sich erproben, muß sich in Kämpfen erweisen und soll in harter Arbeit siegreich emporsteigen. Ist es nur der Beruf und nicht die Berufung, bann geht bas Leben zum Teufel unb das Phlegma bleivt. Das Ende jeher Zeitungs. arbeit wäre damit gekommen.
Wer jedoch etwas von dieser Berufung in sich spürt, mit Begeisterung bereit ist, sein Leben der Zeitung zu verschreiben, der kann voll Zuversicht sein. Der Zeitungsberuf wird chn befriedigen.
Wenn künfttg die mit Deutschland zusammenarbeitenden europäischen Länder, sowett ihre Erzeugnisse sich noch keinen festen Ruf im Auslande verschaffen konnten, sich die Erfahrung der Kriegszeit zunutze machen, so werden chre Produkte glatt und zu auskömmlichen Preisen Absatz finden. Daran wird auch die von uns erstrebte Wiederaufnahme und der Ausbau unseres Ueberseehandels nach dem Kriege nichts ändern: Wie bisher Deutschland und Italien, wird der euroväische Kontinent in diesem Kriege unb im kommenden Frieden seine wirtschaftliche Schicksalsgemeinschaft
83enn bie überragende Leistungsfähigkeit der -klitschen Wirtschaft noch eines Beweises bedurfte, jo wurde er im bisherigen Kriegsverlauf in höchst
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