Fluß kommen Ob es sich hob ei um die Ab
in
Oer Piräus und die Insel Salamis
und M i ß v e
Unsere Aufnahme gewährt einen Ueberblick über die Lage der Stadt Piräus bei Athen, der zweitgrößten Griechenlands, und der aus dem Altertum berühmten Insel Salamis. (Scherl-Bildarchiv-M.)
brungen, und weil dies der Fall ist, durchschaut man untfo leichter die Treibereien derer, die chre eigenen Felle fortschwimmen sehen.
Botschafter Togo hat also in Moskau gute Vorarbeit geleistet, und sein Nachfolger Tatekawa findet eine neue Atmosphäre vor, für deren Beschaffenheit das Zeugnis keines Geringeren als des Ministerpräsidenten und Außenministers Molo, t o w angeführt fein mag. In seiner großen Rede im August erklärte Molotow, daß er eine fühlbare Entlastung der gegenseitigen Beziehungen feftftellen könne und daß „bei Anerkennung der gegenseitigen Interessen sowie unter der Voraussetzung, daß gewisse bedeutungslos gewordene Hindernisse aus dem Wege geräumt werden, eine Besserung der Beziehungen verwirklicht werden kann." Nun, diese „bedeutungslos gewordenen Hindernisse" sind inzwischen weitgehend aus dem Wege geräumt, und der Ausgleich hatte einige weitere kräftigere Schritte vorwärts getan, als Molotow mit dem scheidenden Togo auf die Verständigung anstieß. Tatekawa hat inzwischen sein Beglaubigungsschreiben überreicht, und die weiteren Verhandlungen dürften sehr bald
änberung ober Aufhebung überalterter unb unan- menbbar geworbener Abmachungen und Verträge und um die Abgrenzung der Interessensphären handeln, ober in welche Form immer die Verständigung gekleidet werden wird, ist relativ unerheblich gegenüber der Tatsache, daß man auf beiden Seiten au einem ständigen, gutnachbarlichen, I a freundschaftlichen Verhältnis kommen will. Dieser Wunsch besteht gleichermaßen auf beiden Seiten, wobei beide Seiten von der Erwägung des größeren Nutzens ausgehen.
Wie steht Moskau demgegenüber im Verhältnis zu den angelsächsischen Staaten? Nach dem Abschluß des Drei er pattes ist in der Welt viel von einer Aktion des amerikanischen Botschafters Steinhardt die Rede gewesen. Er hatte sich anscheinend selbst nicht viel davon versprochen, denn über die Ankündigung durch eine gewisse Weltpresse hinaus ist dabei bisher nichts herausgekommen. Moskau sieht zwar die Köder, die in Neuyork und London ausgeworfen werden, aber es stellt auch fest, daß die diskriminierenden Bestimmungen im amerikanischen Außenhandel nicht ausgehoben werden, daß England aber trotz aller „Liebe" sich noch nicht einmal in der Frage der baltischen Guthaben zu einem Entgegenkommen aufraffen kann. Da in Moskau aber noch Realpolitiker sitzen, suchen sie ihr Verhältnis zu den Dreierpaktmächten immer sicherer zu gestalten.
Griechenland, Flugzeugträger der britischen Luftwaffe
Annahme von ttmetoett für die Mittagsnummer bis8'/,Ubr desBormittagS
An^eraen-Pretfe:
Anzeigenteil 7 Rvf. te mm bei 22 mm Zeilenbreite» TenreU 50 Rvf. te mm bei 70 mm Beilenbrcttc
Nachlässe:
Diederbolung Malftaffel I Abschlüsse Mengenitasiel B Plabvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25'/«» mehr
Was ist Englands Garantie wert?
Wie wir hier schon dargelegt haben, ist England auf Grund seiner eigenen Garantie zur sofortigen Hilfe für Griechenland verpflichtet. Nun haben alle englischen Garantieerklärungen wohlweislich eine Eventualklausel, die jeweils besagt, daß die angebliche englische Hilfe „nach Möglichkeit, „nach Maßgabe der verfügbaren Kräfte" ober unter einer ähnlichen Einschränkung erfolgt. Auf biese Weise hält sich Englanb grundsätzlich in allen solchen Fällen eine Hintertür offen, um sich seinen Verpflichtungen in jedem beliebigen Augenblick entziehen zu können.
Die Frage, ob und wieweit England überhaupt in der Lage ist, seine Garantieverpflichtung gegenüber Griechenland zu erfüllen, hängt naturgemäß in erster Linie von seiner Lage in Aegypten ab. Es siyd im großen und ganzen nur zwei Möglichkeiten denkbar: Die eine besteht darin, daß England ausreichende Truppenkontingente aus der ägyptischen Front herauszieht und nach Griechenland zu werfen versucht; das ist um so weniger anzunehmen, als ja Englands Stellung am Sue^kanal geradezu entscheidend für den Bestand seines Weltreiches ist unb als ja außerbem General W a v e l l ben englischen Kriegsminister Eben nicht bar üb er in Zweifel gelassen hat, baß er seine 260 000 Mann ohnehin nicht für ausreichend hält. Die zweite Möglichkeit würde eben darin bestehen, daß England die Griechen ohne Rücksicht auf seine Garantieverpflichtung ebenso im Stich läßt, wie feine übrigen Bundesgenossen.
Es läßt sich heute selbstverständlich noch nicht übersehen, ob England willens und in der Lage ist, irgendetwas für Griechenland zu unternehmen. Es handelt sich für England durchaus nicht nur um eine militärische, sondern — angesichts des vorangegangenen Falles Norwegen — mindestens
Rußland und Japan
Von unserem ^.-Berichterstatter
kau Ruhe und Gelcssenhett. Nichts — auch nicht bas Geringste deutel tkirauf hin, daß Moskau sich bedroht fühlt. Imme von neuem sagte es die Sow- jetpresie mit aller Leullichkeit, daß die Neutralität den Eckpfeiler der Ganzen russischen Politik bildet, und man kann es n 5 bezeichnend ansehen, daß die „TASS" noch rniis zuvor gezwungen war, soviel sensationelle Aufbauschungen unb reine Er- finbungen ber gegnc sichen Blätter zu dementieren, wie gerade in diese Zeit. Unbeirrt um alle Sirenenrufe a.is London setzt man in Moskau seine Holitik des Ausgleichs u n d d e r B e r e i n i ' ’ ~ '
Rom, 31. Okt. (Curopapreß.) Ein Ueberblick über das politische Panorama der von Griechenland provozierten Auseinandersetzung ergibt, daß Griechenland heute ebenso wie England isoliert ba= steht, stellt Gayda im „Giornale b'Jtalia" fest. Von Eryzland komme Unterstützung nur in Form der Zettungs- und Rundfunkpropaganda, und sogar ber britische Bombenabwurf auf ben Griechenland sehr naheliegenden italienischen Stützpunkt Stampe« l i a sei nur eine englische Erfindung, denn weder englische Flieger noch englische Schiffe hätten sich dort gezeigt. Die ganze tatsächliche Hilfe Englands bestehe nur im Au siegen einiger Minen durch kleinere englische Schiffe, die schon vor Beginn des Krieges auf dem Posten waren. Mit solcher Hilfe könnten tue Griechen das italienische Vorgehen gewiß nicht aufhalten
„Popolo di Roma" stellt fest, daß mit dem Aus- bau der griechischen Luftwaffe erst im Jahre 1939 begonnen worden sei. Sitz des Generalstabes der .griechischen Luftstreitkräfte sei Phake» r o n. Die Hauplflughäfen dzw. Flugplätze befänden sich in Phaleron, Tatoi, Larissa und Saloniki. Es ständen Ausklärunas-, Jagd- und Bombenflugzeuge französischer, englischer und polnischer Typen zur Verfügung, lieber die zahlenmäßige Stärke und über die Leistungsfähigkeit der griechischen Luftwaffe lägen keine zuverlässigen Angaben vor. Griechenland' besitze nur eine einzige große Flugzeugfabrik und Ausbesserungswerkstätte in Phaleron. Beachtlich sei, daß Griechenland ein Netz von etwa sechzig Luststützpunken und außerdem zahlreiche Hilfsplätze für Notlandungen angelegt habe, die sich auf das ganze Land vom Norden bis nach Kreta verteilten. Angesichts der geringen Stärke der griechischen Luftwaffe sei es klar, daß dieses ausgedehnte Netz von Stützpunkten für die Luftwaffe des verbündeten England vorgesehen worden sei. Griechenland sei also für England eine 21 r t gewaltiger Flugzeugträger, ber für Angriffe auf Italien bestimmt sei. Durch 2lnlage von Luftstützpunkten in Albanien, in Südost-Jtalien, in der Cyrenaika und im Dodekanes habe aber Italien diesen Flugzeugträger eingekreist. .
„(Sortiere della Sera" berichtet, daß sich die tta- lienischen Flieger einer Luftwaffe gegenüber sahen, die in ihrer ganzen Organisation, mit ihrem Material unb in ihrem ganzen Anlageplan in keinem Verhältnis zu ben tatsächlichen Verteibigungsbe-
Moskau, Ende Oktober 1940.
Die Haltung ber Sovjetunmn nach dem Abschluß des Dreimächtepakts von Berlin ist in ber englischen unb ber in ihem Kielwasser segelnben amerikanischen Presse inmer roieber Gegenstand langatmiger Betrachtung«!, eingehender Ueberle- gungen unb weitausholeider Untersuchungen gewesen. Tonnen von Paper sind verschrieben unb die gebulbige Drucker sch wirze ist zentnerweise verspritzt worben, ohne daß itirh ben intriganten Auffassungen biefer politischn Wettermacher Rußlanb in bem Pakt eine Spitze gegen sich selbst sehen würbe unb nunmehr hit wehbnben Fahnen in bas Lager ber Gegner hiiüdergewechselt märe.
Als befonbers „natirlich" würbe ber Antagonismus zwischen Mosko unb Tokio angesehen, der nunmehr nach den I: entionen der Leute, die im angelsächsischen ßager das Gras wachsen hören, mit Dotier Kraft zum lsusbruch hätte kommen müssen. Was Spürsinn mo Erfindungsgeist vermögen, ist von all den berufnen unb unberufenen politischen Jllusionspropa^anbisten auf ber anberen Sette an bem Verhämis zwischen Rußlanb unb Japan herumgebokter worben, um zu beweisen, daß ber Gegensatz unüberbrückbar unb zutiefst verwurzelt, baß ein A sgleich und eine Verständigung geradezu ausge.hlossen und ein Krieg naturgegeben sei. Man gl,übte Moskau fuggeneren zu können, wieso es Tltto nicht trauen könne, weshalb Japan nur Veicat sinne unb wo unb wann Rußlanb schließlich oon biesem bösen Nachbarn überfallen werben rürbe. Man phantasierte unb bog bie Wahrheit im, ober log einfach munter drauf los, um ber verzweifelten Anhängerschaft ■ ein Bild vorzugaukeU, bas in Wirklichkeit gar nicht vorhanben ist. Denn während dieses ganze aufgeregte Gebaren in t»r angelsächsischen Presse ber Welt präsentiert rotrbe, bewahrte man in Mos-
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auch bei Nickterscbetner von einzelnen Nummerr infolge höherer Gewal Fernsvrechanschlnk 2251 Drahtanschrift:,,Anzeiger^ Postscheck 116s« Franks. M
retntgung alter Gegensätze rstündNisse fort unb läßt nur immer von neuem rkennen, baß man keineswegs die unreblichen Al'ichten unb Eriegsausmeitenben Hintergrünbe Übersicht, bie hinter bem angelsächsischen Liebeswe n stecken. Eine zwar kleine unb aus dem großen Rehmen ber russischen Verstäubt- gungspolitik gegenüber Japan nicht herausfatienbe, aber in biesem Zusammenhang boch besonders bezeichnende Tatsache mag hierbei erwähnt werben: Es war gerade in jenen Tagen, als England unb insbesondere auch Amerika baran gingen — allerdings auch jetzt nur zögernb und vorsichtig tastend — Rußland verständlich zu machen, daß sie unter gewissen Voraussetzungen bereit wären, an einen Abbau bei alten Methoben ber Distriminierurig, ja ber Diffamierung bes russischen Außen- Handels zu denken _ just in biefen Tagen war eß, als ber alte japanische Botschafter in Moskau, Togo, bie Stätte seines jahrelangen unb erfolgreichen Wirkens verließ und aus diesem Anlaß bei einem großen Abshjedsempfang mit Molotow auf die russisck,japanische Derstanbi- g u n a trank.
Dieser symbolische Akt der Ausgleichungsberett- schaft zwischen bei, beiden großen Staaten unb Völkern bes Ostens bildet den Abschluß ber Moskauer Tätigkeit faeses japanischen Botschafters, der nunmehr von einem Jüngeren, bem General Tatekawa, ab&löft würbe. Es ist noch nicht lange her, daß b(tS russisch-japanische Verhältnis sozusagen aus bes Messers Schneide stand. Aber die Zett, die tm fernen Osten ein anderer Begriff ist als in Europa, )at manche Wunde geheilt, trotz aller Spannungen und Gegensätze wurde bie Verbindung zwischen Moskau und Tokio nicht nur wlederhergestellt, sondern in der Folge auch immer mehr verstärkt, unb wenn man noch heute in England und Amerika ÜUf ben allen überlebten Vorstellungen von be»- „von vornherein vergifteten Atmosphäre" fußt, >>ie sozusagen eo ipso eines nicht fernen Tages zur (jnüabung führen müsse, sowie auf ber Unmenge ber Konfliktstoffe, bereu jeder einzelne nach ber Auffassung dieser Superklugen den 2lusbruch eine ^rieges „rechtfertigt", so beweist man damit nur zweierlei: Daß man den Geist der Zeit nicht versieben hat, der neuen Zeit, die aud) in den jungen zwischen Moskau unb Tokio begonnen ha»- ^nb weiterhin, daß man allzu gern einen Kriec^^nd auch im Fernen Osten provozieren möchte, um beide Gegner zu schwächen und an diesem Fe^r sein eignes Süppchen zu kochen. Tatsächlich weist heute in ben Beziehungen zwischen Moskau uilb Tokio nichts mehr auf den alten Geist Hin, ben Geist von Tachan-ku-seng, wo man sich mit 21rtillerie, unb Panzerverbänden ge- genüberftanb, ober b8n ber Amur-Inseln, wo man mit gewaltigen Tru^enverbänben aufmarschierte, um sich strategische 'Stützpunkte gegenseitig streitig zu machen. Und we^ bie Gegenseite heute wieder diesen Geist zu beschwören sucht, so erntet sie sowohl in Moskau, als aud) in Tokio nur ein ver- öcblliches Lächeln bafiL Die Gegensätze sind Zug um Zug au geräumt, man unterstreicht nicht wehr das Trennende, sondern sucht Jas Perbindende. Man weiß, baß man uniei ber Konzeption der großen Wirtschaftsräume fteLt, bjc für beide Länder Lebensräume sind. Tlan jucht deshalb, gut miteinander auszukommei, unb raumfremde Einflüße fernzuhatten. Bon bie-tr Auffassung ist man durch-
YMlsche HmDtrfhätsbnderti H. taagt General-Anzeiger für Oberhessen 7-9
bürfnissen eines Landes wie Griechenland stand. Griechenland stand in seiner mllitärischen Vorbereitung ganz unter Londons Befehl. London hatte dabei darauf hingearbeitet, im Ernstfälle das Land zu seiner mllitärischen Großbasis und seinem Versorgunasstützpunkt zu machen. Nicht weniger als 3 0 0 0 Treibstoff - unb Oel- lager für Flugzeuge unb für Kriegsschiffe würben in ben letzten Jahren angelegt. Sie sollten ein so großes Heer unb eine so große Flotte ausrüsten, wie sie Griechenlanb niemals haben konnte.
Wie bie Agentur Colonie feststellt, wirb ber Konflikt mit Italien Griechenlanb auf bie Dauer nicht geringe Versorgungsschwierigkeiten bereiten, ba es im letzten Jahr über ein Drittel seines Bebarfs aus Italien bezöge n habe. Aus Großbritannien kamen 12 o. H. ber Einfuhr, unb 7 v. H. mürben aus ben Vereinigten Staaten eingeführt, 3,5 o. H. würben aus Argentinien bezogen Durch ben Konflikt ist jebe Bewegung durch das Mittelmeer unmöglich gemacht worden. Ebenso werden die Käufe in Rumänien in Frage gestellt. Griechenland ist besonders für die' Getreideversorgung auf das Ausland angewiesen.
Wand erkennt den Ernst her Laae.
Madrid, 31. Okt. (Europapreß.) Wie Luis Calvo im „ABC" aus London berichtet, sind die Engländer sich heute über den Ernst der italienischen Angriffe auf Griechenland unb feine Folgen klar geworben. Sie sähen ein, baß nun bie britischen Stellungen im Nahen Orient, bie P e - troleumfelber unb ber Suez-Kanal g e - f ä t) r b e t seien. Kreta sei der Schlüssel zum Nahen Orient und selbst wenn es keine besondere britische Garantie für Griechenland gebe, müsse Großbritannien jetzt kämpfen. Die Verschie- bungstaktik habe jetzt ausgespielt, die bisher immer das Kennzeichen der englischen Politik gewesen sei.
Der „Daily Heralb" schreibt: „Wir werben Griechenland retten. Aber bie Italiener, bie mit ihren Truppen von Albanien her einbringen unb bie ihre Versorgungsbasis in nächster Nähe haben, befinden sich in einer sehr starken Stellung. Wir bürfen beshalb keine Versprechungen abgeben ober ben Einbruck erwecken, daß unsere Hilfe für Grie
chenlanb schneller entscheibenb wirkt, als dies zur Zeit möglich ist. ßeitenbe britische Staatsmänner hielten tollkühne Reden über bie Schnelligkeit unb Grünblichkett, mit ber wir bie Deutschen aus Norwegen vertreiben würden. Wir mußten die Erfüllung dieser Versprechen vertagen, und unsere Schreierei ließ uns verrückt erscheinen. Wir sollten alle unsere Versprechungen einlösen, aber dieses Mal sollten wir nicht prahlen. Laßt Taten sprechen. Auch sollte nicht wieder halbe Arbeit getan werden."
Oer Kalamay-Fluß im Epirus erreicht.
Der italienische Wehrmachtbericht.
Rom. 31.0kl. (DRV.) Der italieuische Vehr- machtberichl vom Donnerstag hat folgenden t- taut:
Unsere Einheiten haben in Fortsetzung des Vormarsches im Epirus den Kalamay-Fluh an verschiedenen Punkten erreicht. Die ungünstigen Wetterverhältnisse und die vom Feind bei seinem Rückzug vorgenommenen Unterbrechungen verlangsamen die Bewegungen unserer Truppen nicht.
Unsere Luftwaffe hak nach Ueberwindung widriger Wetterverhättnisse und der lebhaften feindlichen Luftabwehr den Hafen von Patras bombardiert und vollbesetzte feindliche Truppentransporte sowie die Basis von Le- panto, griechische Truppenlager am Met- z o v o und bedeutende Verteidigungsanlagen. und Straßenkuolenpunkte im üalamay-Tal bombardiert. Ein von unseren Jagern angegriffenes feindliches Flugzeug wurde abge- schosjen; eines unserer Flugzeuge ist nicht zurück- gekehrt.
3n Ostasrika ist eine halbmotorlsierte Kolonne bei einem Vorstoß auf Gadurra (Kenya-Grenze) unter Verlusten für den Feind zurückgeschlageu worden. Unsererseits keine Verluste.
Feindliche Flugzeuge haben Bomben aus Buna, Massaua, Lugh, Ferrandi, Eheren und Berbern ab- geworsen und dabei insgesamt fünf Tote und 16 Verwundete, davon 13 unter der Eingeborenen- bevölkerung, verursacht. Weitere Luftangriffe auf El Uak unb Sarbo haben weder Schäden noch Opfer zur Folge gehabt.
Geringe Mionsfähigkeit der hntlschen Sol?.
Rom, 1. Nov. (Europapr.) „Die englische Flotte ist durch bie Achsenmächte außer Gefecht gesetzt worben", erklärt „Teuer e", unb tut bamit bie von ber englischen Propaganda verkündete Absicht angeblicher Landungen in Deutschland und Italien sowie einer Besetzung Siziliens oder Griechenlands als „lächerliche britische Llussprüche" ab. Das ganze westliche Mittelmeer könne heute England nichts mehr nützen, weil gute Stützpunkte für England fehlen, und zwar dank der unausgesetzten Tätigkeit der italienischen U-Boote unb Flieger, bie in biesem Abschnitt bie Herrschaft haben. Nur im östlichen Mittelmeer könnten sich noch einige englische Flotteneinheiten unter bem Schutz ber auf Cypern und in Aegypten stationierten Flieger halten. Aber auch von bart könne man kaum englische Angriffshandlungen erwarten, weil bie Stellungen Italiens auf Rhodos, auf den Inseln im Dodekanes und Libyen zu solide seien, um die geringste Wahrscheinlichkeit für einen englischen Handstreich zu bieten. Die Engländer könnten ja nicht einmal den Vormarsch der Italiener in Aegypten aushalten. Da vom Nordkap bis zur Biskaya die Deutschen die Herrschaft ausübten, bleibe für bie englische Flotte vielleicht nur noch bas wenig aussichtsreiche Tätigkettsfelb in der ausgedehnten Wasserwüste bes Atlantik übrig.
190. Jahrgang Ht.2^9 jmfa L vj Q zreitag,!.November 1940
GiehMAnMer
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