schen U-Boote und die deutsche Luft- waffe bedeutend überlegen seien. Mit Hilfe der Luftwaffe könnten die Routen der Geleitzüge und der Zeitpunkt ihres Auslaufens aus den Häfen leicht feftgeftellt und ihre ständige Beobachtung durchgeführt werden. Die Häfen der west- ranzöfifchenKüfte stellten günstige Stützpunkte für die deutschen U-Boote bar, und das Vorhandensein der Luftwaffe und ihrer Stützpunkte in der Nähe des Tätigkeitsgebietes der U-Boote erleichtere ihre gemeinsamen Schläge gegen die Handelsschiffahrt des Gegners. Nach weiteren allgemeinen Ausführungen über die Taktik bei Angriffen gegen Geleitzüge kommt das Blatt
zu dem Schluß, daß hn Kampf mit GelsttFÜgen Gegenwart und Zukunft den gemeinsamen Aktionen von U-Booten und Luftwaffe gehörten.
Der Führer empfing Prien.
Berlin, 31.Ott. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht empfing heute den erfolgreichsten U-Boot-Kommandanten _ der Kriegsmarine, Kapitänleutnant Prien, und überreichte ihm als fünftem Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.
Die nächtlichen Vergeltungsflüge gegen England in verflärklem Umfange fortgesetzt.
ebenso sehr, wenn nicht gar in noch weit höherem Grade um eine Prestige angelegenheit, deren Be- Handlung durch die Regierung Churchill von aus- schlaggebendem Einfluh aus die Beurteilung Eng- lands durch die übrige Welt werden mühte. England hat in Griechenland noch weit mehr zu verlieren als seiner Zeit in Norwegen. In jedem Fall hat England Griechenland in die jetzige Situation hineingebracht, obwohl es seine eigene feste Bindung in Aegypten genau kannte. Was da noch die Uebernahme der .^Leitung" eines englischen Griechenlandunternehmens durch den Mann von Gallipoli, Herrn Churchill, bessern könnte, ist völlig unerfindlich.
Unterdessen zeichnet es sich noch deutlicher als bisher ab, daß die ganze bisherige Aktion Englands in Griechenland so gut wie ausschließlich daraus hinauslief, diesen armseligen Staat überhaupt in den Krieg hineinzubringen, ihn kämpfen zu lassen, nicht aber s e l b st ein größeres Risiko für die eigene Sache einzugehen. Gern ist man in London bereit, die griechischen .Flottenstützpunkte für eigene Zwecke auszunutzen. Aber schon auf dem Gebiet der Luftwaffe verweist man in London aus die Schwierigkeiten des Gebirgsgeländes und auf den Mangel an genügend ausgebauten modernen Flughäfen. Tatsächlich dürfte es also nach menschlicher Voraussicht darauf hinauslaufen, daß das griechische Landheer entsprechend den seit Monaten ausgearbeiteten englischen Plänen allein die Last des Kampfes im wesentlichen zu tragen haben wird. Diesem griechischen Landheer aber bescheinigt man gleichzeitig in London, daß es „nicht erstklassig" ist und „sich keineswegs gegen eine moderne Armee halten kann". So sieht der verräterische Hintergrund aus, vor dem die Telegramme Churchills und des englischen Königs nach Athen geschrieben wurden!
Für Griechenland selbst hat sich in dieser Zeit wie für jeden anderen Staat in Europa die Frage gestellt, ob es für oder gegen Europa ist, in dem es keine englische Vorherrschaft mehr, wohl aber Sicherheit, Ordnung und eine friedliche Aufwärtsentwicklung für jedermann geben wird. Grie- chenland hat diese Frage trotz aller seiner verhängnisvollen Erfahrungen mit England nicht im griechischen, nicht im europäischen, sondern im rein englischen Sinne beantwortet, ein kaum glaubliches Beispiel von politischer Blindheit. Seine führenden Männer haben sich als unfähig erwiesen, auch nur die primitivsten Forderungen aus dem bisherigen Kriegsverlauf zu ziehen. Nun wird Griechenland — auf dem Posten eines der vielen von Ena- land verratenen Trabanten einen kostspieligen Nach- Hilfeunterricht für seine leichtfertige Verranntheit hinnehmen müssen. Es hat inzwischen schon aus Amerika erfahren müssen, daß die militärischen Fachleute der USA. Griechenlands Lage selbst bei einer englischen Hilfe als so gut wie ausfiastslos ansehen. B. R.
Zusammenarbeit mit Deutschland.
Marschall PLtain über seine Begegnung mit dem Führer.
Genf, 31. Okt. (DNB.) Der französische Staatschef Marschall P 6 t a i n wandte sich in einer Rundfunkansprache an die französische Bevölkerung. Er betonte, daß die erste Begegnung zwischen dem siegreichen Führer Deutschlands und ihm als Vertreter des besiegten Frankreichs das erste Kennzeichen für die Wiedesaufrichtung Frankreichs bedeute. Er habe aus freien Stücken der Einladung des Führers Folge geleistet. Bei dieser Besprechung sei die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern ins Auge gefaßt. worden. Er habe das Prinzip für dieses Zusammenwirken angenommen, die Einzelheiten dieser Zusammenarbeit würden aber später erörtert werden. Der Marschall forderte alle Franzosen auf, Vertrauen zu seiner Führung zu haben. Im Rahmen der konstruktiven neuen europäischen Ordnung betrete er den Weg zur Zusammenarbeit.
„Wie Dünkirchen!"
Ein Augenzeuge über die Wirkung der Bombenangriffe auf London.
Brüssel, 1. Nov. (DNB. Funkspruch.) Ein Einwohner von Dünkirchen, der im Juni als verwundeter französischer Soldat nach England verschleppt worden war, und dem es jetzt gelungen ist, von der britischen Insel zu entfliehen und in seine Heimat zurückzukehren, be- richtet: ,Zch habe die britische Hauptstadt am 26. Oktober zusammen mit 44 anderen Kameraden, die ebenfalls nach ihrer Verwundung im Juni nach England gebracht worden waren, verlassen. Eine französische Jacht beförderte uns nach Cherbourg. Das Leben in London wird unhaltbar. Die gewaltige Stadt sieht heute schon unter Berücksichtigung der verschiedenen Größenoerhältnisse wie Dünkirchen aus. Ueberall sieht man nichts als Trümmerhaufen. Die Angriffe der deutschen Luftwaffe verursachen Tag und Nacht gewaltige Schäden und zwingen die Bevölkerung, sich in die Keller zu verkriechen."
Deutsche ll-Voote und Luflwaffe bedeutend überlegen.
. Ein Urteil des sowjetrussischen Marineblattes.
Moskau, 31. Okt. (DNB.) Das fowjetrussische Marineblatt „K r a s n y Flöt" beschäftigt sich m einem Artikel mit dem Krieg der U-Boote, und Flugzeuge gegen Geleitzüge. Nach einem Hinweis darauf, daß von den von U-Booten während des ganzen Weltkrieges versenkten 13,2 Millionen Bruttoregistertonnen Handelsschiffsraum 8,5 Millionen Bruttoregistertonnen auf Rechnung der deutschen U-Boote kommen, stellt das Blatt fest: Die Tätigkeit der U-Boote gegen Geleitzüge während des Weltkrieges zwinge zu der Schluh-- folgerung, daß die U-Boote unbesiegt geblieben seien und von irgendeinem „Triumph des Geleitzugsystems" keine Rede sein könne. ,Krasny Flöt" beschästtgt sich dann mit dem G e - leitzugsystem im gegenwärtigen Krieg und gibt der Ansicht Ausdruck, daß seine Verwirklichung durch die ungeheuere Zahl von Transporten nach England und die weiten Verkehrswege der englischen Schiffe erschwert werde. Das habe zur Folge, daß die Handelsschiffahrt (gemeint D die englische) ungeachtet des Geleitsystems bedeutende Verluste durch U-Boote und Flugzeuge erleide. In seinen weiteren Ausführungen hebt das Blatt die Verbesserung der technischen Ausrüstung der U-Boote und die Zusammenarbeit zwischen U-Boot und Lust, wasse hervor und stellte dann fest, daß bie beut-
Der Webrmachtbericht vom Donnerstag.
Berlin. 31. Ott (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die Vergeltungsangriffe auf London und auf kriegswichtige Ziele in Mittel- und Dest - England wurden fortgesetzt. Dabei gelang es vor allem ein Werk der FlugrÜstungsindustrie. eine Fabrik in der Nahe von Sheffield und ein Truppenlager schwer zu beschädigen.
300 Kilometer westlich von Irland versenkte ein ' lugzeug durch Bombentreffer ein Handels- chiff von 5000 Tonnen.
3m Laufe des Tages kam es zu mehreren für uns erfolgreichen Luftkämpfen. Die nächtlichen Vergeltungsflüge gegen England nahmen in verstärktem Umfange ihren Fortgang. Zu beiden Seiten der Themse konnten in den 3 n - dustrie - und Dockanlagen Explosionen und Brande beobachlel werden. Weiter wurden Häfen an der britischen Westküste und Rüstungszentren
(PK.) . . 1. Nov. (DNB. Funkspruch.) Schon seit lagen spürten wir alle, daß etwas besonderes in der Lust lag. Nachmittags kam dann endlich der erwartete Startbefehl. Die Männer unserer Staffel blickten sich vorständnisvoll an. Angriff auf einen englischen Nachtflughafen. Angriff auf startbereite englische Maschinen, die noch in der gleichen Nacht ihre Ueberfälle auf das Ruhrgebiet oder auf die Reichshauptstadt vollführen sollten. Jede Kette hat ihr Ziel, ihr eigenes Ziel, ihren Feindflughafen, den sie zerstören soll.
Im Fluge g-eht es über den Kanal, bann über englisches Land nach B. Zuwellen find aus den Straßen Kraftwagen oder Truppentransporte sichtbar. Obwohl sie diesmal nicht auf dem „Programm" stehen, werden sie mitgenommen. Das blitzschnelle Auftauchen der deutschen Maschinen hat sie alle so völlig überrascht, daß sie an Abwehr gar nicht denken oder viel zu spät hinter den deutschen Maschinen herschießen.
Kurze Zeit später ist das befohlene Ziel schon erreicht. Gleich yinter dem Wald nach der Bahnabzweigung muß es liegen. Jetzt taucht auch schon der Beobachtungsturm des Flughafens auf. Die erste Maschine nimmt ihn unter Feuer. Dann rast fic auf die Flugzeughallen und Unterkünfte zu. Bis jetzt schießen die Engländer noch nicht. Also kamen wir völlig überraschend. Erst als die Som-
gern abzusuchen und ihnen Hilfe zu bringen.
Gerade biegen wir um das Kap herum, als wir sehen, daß die ganze Küste voller schwarzer Flak- Wölkchen hängt. Jäger stoßen aus den niedrig hängenden Wolken und jagen in Richtung England davon. Wir erkennen die Messerschmitt-Maschinen, aber die anderen dort müssen englische Jäger sein. Unten am Strand laufen Soldaten um ein abgeschossenes Flugzeug zusammen. Man erkennt deutlich die rot - weiß - blaue Kokarde. Ein englischer Jäger also. Etwa 300 Meter vom Strand treibend eine deutsche Maschine im Wasser. Nur die untere Seite einer Tragfläche mit dem deutschen Abzeichen ist zu erkennen. Vorpostenboote jagen herum. Irgendwo auf dem Wasser wird ein Signal geschossen.
Was ist hier geschehen? Wir erfahren es erst Stunden später, als wir von unserem Einsatzflug
in Wittel-England, vor allem Lovenlry, erfolgreich bombardiert.
Feindliche Schnellboote versuchten bei diesigem Wetter sich der flandrischen Küste zu nähern. Marine-Artillerie nahm die Boote unter wirksames Feuer und zwang sie zum Abdrehen. Mit der Vernichtung eines Schnellbootes ist zu rechnen.
Britische Flugzeuge flogen auch in der letzten Nacht in die westlichen Grenzgebiete des Reiches ein und warfen vereinzelt Bomben, die jedoch in freies Gelände fielen und dabei nur ein Hochspannungskabel durchschlugen.
Der Gegner verlor gestern 13 Flugzeuge, davon 12 im Luftkampf und 1 durch Flak-Artillerie. Fünf eigene Flugzeuge werden vermißt.
Dover erneut durch Fernkampfartillerie beschossen.
Berlin, 31. Oktober. (DNB.) Fernkampfartillerie des deutschen Heeres beschoß in den frühen Rachmittagsstunden des 30. Oktober erneut den Hafen von Dover.
Schwere SUenbahiiseWUe feuern gegen England.
Eine gelungene Aufnahme vom Abfeuern eines unserer schweren Eisenbahngeschütze an der französischen Küste. — (PK.-Anbres-Presse-Bilb-Zentrale-M.)
Mßi
Dor dem Start nach Deutschland zerstört.
Don Kriegsberichter Herbert Hartmann.
Das ist Englands Ritterlichkeit.
Von Kriegsberichter Harry Gehm.
DNB.....1. Nov. (P. K.) Es ist der 26. Oktober
kurz nach 13 Uhr. Wir befinden uns in unserem Seenotflugzeug auf dem Fluge über dem Kanal, um das Wasier nach notgelandeten Flie
den gefallen sind und eine schwarze Rauchwolke den Erfolg unserer Bomben anjcigt, beginnen sie aus allen Katioern auf uns zu schießen.
Inzwischen sind auch die anderen beiden Maschinen der Kette heran und werfen. Die Flak schießt nun von allen Seiten. Zuerst auf die erste Maschine, die inzwifchen etwas hochgezo-gen hat, um das Ausmaß der Zerstörung besser zu Überblicken. Dann fliegen die roten Bälle der 2-, unb 4-ew-Flak auf die anderen beiden Maschinen zu. Die griffen noch tiefer herunter, um dem rafenj&n Feuer zu entgehen. In niedrigster Höhe geht es über den Platz hinweg. Die Besatzungen spähen nach den startbereiten Maschinen. Dort hinten sichen sie. Getarnt. Mer aus so geringer Höhe für jeden erkennbar. Für Augenblicke heben sich unsere Maschinen etwas vom Boden ab, um über die Engländer hinwegzukommen und etwas Spielraum für den Bombenabwurf zu haben. Dann verschwinden sie hinter der nächsten Bodenwelle.
Als der Staffelkapitän dann auf einem deutschen Einsatzhafen an der Kanalküste die Erfolgsmeldun- gen entgegennimmt, werden als Ergebnis dieser einen Kette 25 vernichtete ober schwerbeschädigte englische Kampfmaschinen festgestellt. 25 Nachtbomber, die gerade zum Start gegen Deutschland aufgefahren waren, die Maschinen in den Hallen nicht gerechnet.
zurückkehren, und was wir erfahren ist erschütternd: Eines unserer deutschen Seenotflugzeuge, die ledialich die Aufgabe haben, über dem Kanal abgeschossene oder notgelandete Flieger — gleich, ob es sich um deutsche oder englische Flieger handelt — zu retten, ist von englischen Jägern angegriffen und abgeschossen worden. Aber nicht genug damit, die englischen Jäger haben auch bann noch auf b ie Besatzung b e s beutschen Seenotflugzeuges geschossen, als sie bereits hilflos im Wasser trieb.
Das ist bie vielgepriesene englische Ritterlichkeit! Bei allen Kulturnationen ber Erbe gilt es als ungeschriebenes Gesetz, von bem Augenblick an vom Gegner abzulassen unb ihm sogar Beistonb zu gewähren, in bem er wehr- und hilflos aemorben ist. Nicht aber für die Royal Air Force scheint dieses ungeschriebene Moralgesetz zu gelten. Zwei deutsche Flieger, bie vorher butzenbe von Malen ihr Leben eingesetzt hatten, um anbere vor bem sicheren Tode des Ertrinkens zu bewahren.
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• A •
Feder Wimpel el^ versenktes Schiff.
Stolz wehen die Sieges-stmpel über dem Unterseeboot, und jeder von ihnq| zeigt die Tonnenzahl des versenkten Schiffes an. - RK-Dietrich-Scherl-M.)
anben bei diesem feigen Überfall den Tod. Einer wurde durch Bauchschuß schw r verwundet, und nur der Flugzeugführer, ein 26jä)riger Feldwebel, kam mit einem Streifschuß davon
plötzlich flimmerten de Tragflächen.
„Wir befanden uns wenixI Kilometer non ber französischen Küste entfernt", o schildert uns Feld- webel H. wenig später den Ü berfall, „unb suchten bas Wasser unter uns ab ,'Dei Stunden waren wir schon in ber Luft, ba sah ich plötzlich von lmks vor mir brei Jäger aus bei niedrig hangenden Wolken herauskommen. Sie ?ogen genau auf uns zu. Gleich darauf flimmerte <9 auf ber Tragfläche meiner Maschine, unb klein? Wölkchen hingen daran. Da knackte es auch fdon in den Motoren. „Feindliche Jäger vor links schießen auf uns!" schrie ich Sei Kommandant des Flugzeuges, Leutnant W., de' bis dahin auf bem Bauch in der Bugkanzel gelegen hatte und durch das Glasfenster das Wasser -mter uns absuchte, prang sofort auf. Da kam atd) schon ber zweite Jäger unb harkte mit feinen MG s durch unsere Maschine durch. bin getreten!" horte ich einen Aufschrei unb sah gleichzeitig neinen Leutnant zu- ammensinken. Instinktiv legte ich meine Maschine in eine Rechtskurve, um den Jägern zu entkommen. In diesem Augenblick k.m ber dritte Jager heran unb prasselte uns seine MG --Garbe tn den Rumpf. Der Dordwart, Untero fixier D muß habet einen Kopfschuß erhalten hanei unb mar vermutlich sofort tot Der Bordn k'r erhielt mehrere Schüsse in den Oberschenkel un) einen gefährlichen Bauchschuß. Ich selbst mar noch unverletzt. Ich .log nun mit höchsten Touren der französischen Kulte zu, wurde aber unterwegs noch mehrmals angegrif- en, wobei ber Steuerbordmottr getrosten wurde mb aussetzte. Einige hundert lldster vor ber Kulte mußte ich daher mit zerschofenem Motor not- landen." ., „
3m Wasser noch bechossen.
Jlaum hatte ich auf dem Wasser aufge- s e tz t", so berichtet Feldw ' l weittr, ba flogen bie Engländer schon wieder urst > chos len noch zweimal auf uns. kb sprang vorn Sitz herunter unb legte mich zunöch lang auf bte Tlan- ken. Da sah ich den Bordwart blutigem Gesicht unb starrem Blick liegen. Ich knch nun nach vom in bie Kanzel, um nach Leutnant 3U sehen. Er war bereits tot. Durch bas Fenster der Bugkanzel sah ich dabei, wie untere Messerschnitt-Jäger die Engländer stellten unb einen von imen a b l ch o sie n. Auch bie beiden anderen sind nabher noch abgelchof- sen worden unb haben damit hre gerechte Strafe erhalten.
Da die Schwimmer meiner Maschine von Den MG.s ber Enaländer völlig bu^tebt maren.be- gann bie Maschine nach Achtern abzusacken. Höchste Eile war also geboten. Dem Leutnant unb bem Bordwart konnte ich boch nicht mehr dessen, also zog ich zunächst den durch Bauh^cduß schwer ver» rounbeten Bordlunker aus ber Malchine. Inzwischen eilten schon mehrere Motorboote herbe. Ich konnte auch noch bie beiden To len herausschasten, dann sackte bie Maschine nach Achtem ab und kenterte. Ich selbst bin wie bu'-ch ein Wunder fast unverletzt geblieben. Nur ein Schuß, ber Einen Pelzhanb- schuh durchbohrte, streifte meinen Handrücken.
S-aweit bie Schilderung des Feldwebels H., der bisher in mehr als vierzig Seenoteinsätzen fein Leben eingesetzt hat. um andere.°or bem Tote bes Ertrinkens zu bewahren. Es mu* bitteres Oe- lüdl sein, nun selbst wehrlos im schwimmend auf diese verbrecherische Weise begossen zu werben.
Offiziere der Luftwaffe mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet
Berlin, 1. Nov. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber ber Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, das Ritferkreuz des Eifer- nen Kreuzes: Oberstleutnant Do l l brach t, Kommodore eines Zerstörergeschwad^s-, Major Bloe- dorn, Kommandeur einer KiMpsgruppe; Oberleutnant Herrmann, Staff.^l?apitän in einem Kampfgeschwader. ... , . m
Oberstleutnant Vollbracht ist feinem Geschwader durch seinen perfön! $en kämpferischen Einsatz sowie durch sein hohes liegendes Kannen stets ein leuchtendes Vorbild. „gelang ihm, in ununterbrochenen Einsätzen di--' Luftherrschaft in den bem Geschwaber zugeteilt n Raumen zu erkämpfen unb durch vorbildlich n Beglettschutz den Kampfgeschwadern die ihnen gestellten Aufgaben unter geringsten Verlusten zu . rmöglichen.
Major B l o e d o r n hat mit semer Kampfgruppe hervorragende Erfolge sowohl in Norwegen als in Frankreich und gegen Eq.iland errungen. An der Spitze seiner Gruppe flieg- ™ hat er bie chwm- rigften Aufgaben burchgesi hrt unb ein leultenbes Beispiel mannhaften Mute- gt geben. 3n viel achem Einsatz wurden Angriffe auf b e englische Rn mngs. inbuftrk von Hüll, Middle- borough und New Castle sowie auf London unb zahlreiche Flugplätze burchgeführt.
Oberleutnant Herrmann verbindet mit ung*


