Nr. 26
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Fkrnivrrchanlchluß Nr. 51.
Erstes Blatt.
152. Jahrgang
Freitag 31. Januar LSvL
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger w
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
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Volltische Tagesschau.
Barou v. Heyl.
Mr berichteten kürzlich, daß der nationalliberale Abg- Frhr v. Heyl aus der Zo-lltarifkommission des RcichStages aus scheid en und durch den Abg. Sieg ersetzt werden würde. Sobald die Beratung des § 8 des Tarif» gesettes erledigt ist, dürfte, nach den neuesten Berliner Meldungen, dieser Personenwechsel zur Thatsache werden- Inzwischen werden über die Borgänge innerhalb der nationalliberalen Fraktion, mit denen der Rücktritt des Freiherrn v. Heyl in Zusammenhang steht, sehr interessante Einzelheiten bekannt. Nach einer Zuschrift des Berliner parlamentarischen Mitarbeiters des „Pfälzischen ft'urier" that Freiherr v. Heyl Schritte, um sich in der Zolltarifkommission mit den Vertretern der Mehrheitsparteien zusannnenzuftnden zur Schaffung einer festen, zahlenmäßigen Basis, von der aus man mit der Regierung unterhandeln könne. Es gelang ihm auch, die Vertreter der Mehrheitsparteien in der Kommission auf einen Mi n de st zoll von sechs Mark für alle vier Getreidearten zu einigen- Herr v. Heyl, der Arrangeur des Ganzen, wurde aber von seiner eigenen Fraktion desavouiert. In einer Sitzung derselben erklärten etliche 20 Mitglieder, daß sie mit den von der Regierung zum Schutze der Landwirtschaft vorgeschlagenen Zollsätzen vollständig einverstanden und für einenhöherenZoll nicht zu haben seien. Der genannte Berichterstatter schreibt dann weiter, daß der Abg. Hilbck diese Erklärung un Namen der Fraktion als den Mehrheits-Beschluß verkündet habe- Hilbck habe aber nicht erzählt, daß dem Wunsche des Frhrn. v. Heyl, der offizielle Führer der Fraktion, Abg. Bassermann, solle eine Änladung an alle Mitglieder der Fraktion zu der betreffenden Sitzung ergehen lassen, nicht entsprochen worden sei. Hilbck habe weiter auch nicht erklärt, daß man die Sitzung so rasch anberaumt hatte, um es den abwesenden Mitgliedern Unmöglich zu machen, noch rechtzeitig zu erscheinen.
Unter Rußlands Faust.
Die edlen Polen können sich über die preußische „Tyrannei" noch immer nicht beruhigen; sie haben aber alle Veranlassung, einmal über die russische Grenze Zu blicken und Kenntnis zu nehmen von der Behandlung, die die russischen Behörden den Polen, sogar denen vom hohen Adel, zu teil werden lassen. Da hat jetzt der Gene- ral-Gouverneur von Warschau an die polnischen Adelsfamilien, selbstverständlich in russischer Sprache, nicht etwa die Bitte, sondern die strikte Aufforderung! ergehen lassen, beim Empfangsabend im Gouvernementsschloß zu erscheinen. Darob große Entrüstung unter den polnischen Notabeln, zumal der Empfang der Aufforderung persönlich bestätigt werden mußte. Doch die entrüsteten Edelleute werden .gileichwohl beim Gouverneuer sich, einfinden, um nicht arge Chikanen heraufbeschstvören. Wie fiefällt das den „mißhandelten" Polen?
Der amerikanische Tabaktrust in Deutschland.
Tie Dresdener „Arb--Ztg." berichtet:
„Die Erwerbung der Jasmatzischen Fabrik durch die American Tobacco Company tour De lange Zeit in ihrer Bedeutung gar nicht erkannt, und blieb selbst in der Fach- vresse unbeachtet. Obaleich das Dresdener Amtsgericht den Vertrag zwischen Jasmatzi und dem amerikanischen L.ru>st bereits am 20. März 1901 im Dresdener Amtsblatt veröffentlichte, schrieb die „Deutsche Tabat-Ztg." (Berlin) noch unterm 26. September 1901:
Mcr haben wiederholt auf die Versuche der American Tobacco Company, ihre Geschäftsthätigkeit nach Europa auszudehnen, aufmerksam gemacht, und konnten mit Genugthuung konstatieren, daß diese Versuche wenigstens in Deutschland keinen Erfolg gehabt haben. Jetzt nun scheint die Gesellschaft ihre Versuche in England mit Erfolg ausgenommen zu haben usw- - -öbmuhungen der American Tobacco Company, ^tlchland festen Fuß zu fassen, datieren schon zwei 3a^rc äuruck. Um jene Zeit machte der Trust den größten dresdener Zigarettenfabriken Sulima und La ^erme Kaufonertem Sie wurden aber zurückgewiesen. Bei ?^'e£ Gelegenheit mag aufmerksam gemacht werden, daß
* ,’rc § den Grundsatz befolgt, nur die bekanntesten Fabriken zu erwerben. Aus diesem Grunde kaufte er auch die Liverpooler Ogdon-Fabrik auf. Solche Fabriken, Deren -o19 a r e t ten marfen im Publikum Anerkennung gefunden haben, arbeiten mit weit weniger Spesen. Da ihre Zigaretten direkt von den Rauchern verlangt werden, brauchen die Fabriken nicht, wie weniger beliebte Gesell- fchaften, Un.uinmen für Reisende, Reklamaplakate und Luxusverpackittigen auszugeben. Die Amerikaner wären nun wahrscheinlich noch heute nicht in Dresden, wenn ihnen Nicht Herr Jasmatzr selbst den Weg nach Deutschland öffnete, "idem er dem Trust ferne Fabrik zum Kauf anbot
Der ^.rntt ging auf das Anerbieten ein, und damit toar das Cluck des Herrn Jasmatzi gemacht. Jasmatzi war fruher^iayrclang bei der Zigarettenfabrik von Eckstein u. Sohn ^abakzufchneiüer (Werkmeister) und mag dort vielleicht höchstens 200 Mk. den Monat verdient haben Devor ihm die Amerikaner seine Fabrik abnahmen, war Vie Lage seines Geschäfts nicht eben glänzend. Die Aufnahme in den Trust brachte ihm einen einmaligen Gewinn von etwa .00 000 Mark. Außerdem wurde er zum Direktor mit 25 000 Mark und sein Sohn zum Prokuristen Mit 15000 Mark Jahresgehalt angestellt. 1
Die hiesigen Zigarettenfabriken hegten anfangs vor der amerikanischen Gefahr übertriebene Befürchtungen- Sie meinten nicht anders, als daß nunmehr die Jasmatzischen Zigaretten zu bedeutend ermäßigten Preisen verkauft werden würden, um einen Massenumsatz herbeizuführen. Diese Befürchtungen erwiesen fick als grundlos- Die Jasmatzischen Zigarettenmarken halten sich genau in der Preislage wie die übrigen Dresdener Zigarettenfabrikate. Immerhin läßt sich Doch spüren, daß in die Fabrik amerikanische Geschäftsgewohnheiten Einzug gehalten haben, obwohl Herr Dixon, der Bevollmächtigte der American Tobacco Company, vorgiebt, nur als Aufsichtsrat hier anwesend zu sein- In den letzten Tagen verteilte die Jas- matzische Fabrik an die Cafes und Wirtschaften, die ihre Kunden sind, unentgeltlich mit Goldrand versierte Bierbecher, die mit eingebrannten Farben eine Geschäftsreklame tragen. Auch Reklame-Serviettenringe wurden den Wirten der Kundschaft geschenkt.
Bedrohlicher fiel die Konkurrenz für die Dresdener beim Tabakblätter-Einkauf in der Türkei aus. Der Trust versuchte die ganze letzte Ernte von den türkischen Bauern aufzukaufen. Dieses Unternehmen scheiterte, weil die Bauern berechtigterweise ihre altgewohnten Dresdener Tabaknehmer nicht ohne weiteres aufgeben wollten und von dem Trust verlangten, er solle mit ihnen auf 20 Jahre Kontrakt machen. Hierauf ging der Trust nicht ein.
Von dem Ausfall der Dividendenausschüttung bei Jasmatzi wird es abhängen, ob noch mehr amerikanische Dollars nach Dresden und Deutschland fließen werden.
„Man merkt die Absicht . . .
Unser Berliner Mitarbeiter schreibt unterm 30. Jan.: Prinz Heinrich hat zwar seine Amerikafahrt noch nicht an getreten, doch „wohlunterrichtete" Londoner Kreise verkünden bereits, daß ein Gegenbesuch amerikanischer Kriegsschiffe in einem deutschen Hasen binnen kurzem erfolgen wird. An zuständiger Stelle in Berlin ist davon einstweilen nichts bekannt. Sollte Die Washingtoner Regierung in der That derartiges beabsichtigen, dann würde natürlich nur die Entsendung eines ganzen Geschwaders, und zwar direkt nach dem betreffenden deutschen Hafen in Betracht kommen können. Das letztere wollen die „wohlunterrichteten" Londoner Kreise anscheinend nicht erlauben; sie weisen darauf hin, daß ein ginerckanisches Geschwader den englischen Krönungsfeierlichkeiten beiwohnen, und bann nach Kronstadt dampfen werde, um vor dem Zaren zu paradieren. Der Besuch Kiels würde „zwischendurch" sich bewerkstelligen lassen. Dies „Programm" scheint wohl nicht ganz unbeeinflußt vom Gefühl des Mißmuts über die bevorstehende Besiegelung der Beziehungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten, und geht darauf aus, die politische Bedeutung der Amerikafahrt des Prinzen Heinrich herabzumindern. Verlorene Mühe!
„Sollen die Buren Frieden schließen?"
Just zu gelegenster Stunde, da die Aussichten, dem furchtbaren Gemetzel in Südafrika ein Ende zu macken, greifbare Formen anzunehmen beginnen, erscheint in oem Februarheft der Monatsschrift „Nord und Süd" (Schief. Verlagsanstalt in Breslau, Preis pro Heft 2 Mk.) ein Aufsatz von Rogalla v. Biber st ein „Sollen die Buren Frieden schließen?" Der Verfasser kommt bei seinen Erörterungen zu folgenden Ergebnissen:
„Je länger der Krieg überdies dauert, je mehr Buren versalten der über sie verhängten Landesverweisung, die bei baldigem Friedensschluß sich! voraussichtlich in eine Amnestie verwandeln würde. Schon als Lord Roberts Bloemfontein und Pretoria eingenommen hatte, war der Moment zu einem günstigen Friedensschlüsse für die Buren gekommen, da nach der Einnahme Pretorias die Hauptkraft ihres militärischen Widerstandes gebrochen war und da sie nur einmal noch im stände waren, in einem größeren Kampfe in offener Feld schlacht westlich Middelburgs den Engländern die Spitze zu bieten. Nichtsdestoweniger war die Hauptkraft der Buren gebrochen und dieselben fortan auf den Guerillakrieg verwiesen, Der einem so überlegenen Gegner gegenüber keine siegreiche Entscheidung zu bringen vermag, und der, wie dar- gelegt, jeder Aussicht auf ein Dazwischentreten des Auslandes entbehrt. England aber kann, nachdem es die Republiken sich als Kronkolonien einverleibt hat, indem es etwa nach allen gebrachten Opfern der Buren die Unabhängigkeit bewilligte, sich nicht als besiegt erklären, ohne sein bereits schwer erschüttertes Prestige in der Welt und seinen Kolonien vollends zu vernichten. Dies alles müßten die Buren reiflich erwägen, und wenn auch England ihnen keine Separatexistenz wie früher zu lassen entschlossen ist, so ist dasselbe, den jüngsten Erklärungen des Ministers Ritchie zufolge, doch gewillt, auf der Basis einer den Buren zu gewährenden Repräsentativregierung mit weitgehendster Selbstregierung mit ihnen Frieden zu schließen. Da man übrigens englischerseits bereit ist, auf dieser Basis ihnen noch wichtige andere Konzessionen zu machen, und zwar: Amnestie für alle Kämpfer, britische Nnterthanen ausgenommen, Rückbeförderung der Kriegsgefangenen, Gleichberechtigung beider Rassen und Sprocken, Befriedigung von Schadenersatzansprüchen,keine Anleihe zur Beseitigung der Kriegsschäden oder Auferlegung von Kriegssteuern, Freigabe des Besitzes von Feuerwaffen, beschränktes Stimmrecht der Kaffern, so wird man zügel'en müssen, daß die Buren nur weise handeln würden, wenn )ie den günstigen Augenblick benutzten und sich zum Friedensschluß entschlössen; denn damit würde, mit Ausnahme der nominellen Oberhoheit der Engländer, in allem Wesentlichen der frühere Zu
stand mit weitgehendster Selbstregierung wieder herge- stellt . Zwar konnten sie durch längeres 9lu§harren int Kampfe den Krieg noch länger hinziehen, allein es ist sehr fraglich, ob sie, wenn sie endlich niedergekämpft sind, auf derartige Bedingungen zu rechnen hätten."
Sitzung dcr Stadtverordneten.
30. Januar 1902.
Anwesend: Bürgermeister Mecum, die Beigeordneten Georgi, Grüneberg und Wolff, die Stadtverordneten Brück, Emmelius, Euler, Faber, Flett, Dr. Gaffky, Dr. Gutfleisch Hanau, Heichelheim, Helfrich Jann, Jughardt, Keller, Kirch, Krumm, Leib, Löber, Loos, Orbig, Petri, Pirr, Dr. Schäfer, Schaffstaedt, Schiele und Wallenfels. — Entschuldigt: die Stadtv. Dr. Fuhr, Huhn, Heyligenstaedt und Sch mall.
Bürgermeister Mecum teilt nach Eröffnung der Sitzung mit, daß Oberlehrer Fuhr wegen Krankheit bis zum Beginn des Sommersemesters beurlaubt sei. — Berg. Wolff teilt mit, aus die kürzlich veröffentlichte Aufforderung an hilfsbedürftige Personen zum Erhalt einer Gabe an Kohlen und Kartoffeln aus einer ihm von einem Bürger übergebenenSumme von 500 Mk. hätten sich 151Per- sonen gemeldet; der Geber habe eine entsprechende Erhöhung des Betrages in Aussicht gestellt, damit die einzelnen Empfänger eine angemessene Gabe erhalten. Ferner habe die Firma Fernie 200 Mk. dem Fonds für Speisung armen Schulkinder zugewandt. Die Versammlung nahm von beiden Zuwendungen, die der „Gieß. Ariz." bereits bekannt gegeben hat, mit Dank Kenntnis.
Tie Firma Gebr. Zutt beabsichtigt in der Stein- straße einen Neubau zu errichten, wozu bezüglich der Fluchtlinie, der Ausführung eines Teiles in Fachwerk und der Gebäudehöhe (der Ban soll nur ein Stockwerk über dem Erdgeschoß erhalten) Dispens erforderlich ist. Die Beschlußfassung wird ausgesetzt, da sich die Baudeputation vorher durch Besichtigung über die Wirkung eines ähnlichen Baues! in der Crednerstraße auf die Nachbargebäude orientieren will.
Zu dem Gesuch des A N o l l für die Moltkestraße, das wegen Ausführung eines Teiles des Bauwerks in Holz- architektur des Dispenses bedarf, wird Genehmigung befürwortet.
Dachdecker Prang beabsichtigt in seinem Hofraum in „Löbers Hof" ein Hintergebäude zu errichten. Das Gesuch wird nicht befürwortet. Da der verbleibende Hofraum nicht die vorgeschriebene Breite von 4 Metern behält.
Dem Gesuch der Forstwart Arft Ehefrau um Erlaubnis zur Errichtung einer 150 Quadratmeter großen Halle am Forsthaus Hochwart soll auf Widerruf stattgegeben werden.
Der Abgabe von 40 Hausen Waldstrenan Einwohner von Oppenrod stimmt die Versammlung unter Festsetzung des Preises auf 4.50 Mk. für den Haufen zu.
Betr. Der Notstandsarbeiten teilt Bürgermeister Mecum mit, daß die Höchstzahl der Beschäftigung suchenden Arbeitslosen 85 betragen und aus 61 heruntergegangen ist; er hoffe, daß sich diese Zahl noch weiter verringern werde. Die landwirtschastl. und sozialpolitische Kommission habe beantragt, die für später vorgesehene Chaussierung Der 13. Schneise im Gießener Stadtwalde schon jetzt ausfuhren zu lassen, später werde es sich empfehlen, Arbeitslose mit Steinellopsen zu beschäftigen. Aus die Mitteilung des Stadtv. Löber, daß zwei vorn Bauamt einem hiesigen Oekonomen zugewiesene Arbeitslose die Stelle nicht angetreten hätten, bemerkt Bürgermeister Mecum, daß gegen dieselben entsprechende Maßnahmen getroffen würden, wenn die Namen bekannt seien. — Stadtv. Kirch spricht sich gegen die Verwendung junger Burschen in den Straßen- kehrerkolonnen aus; man möge in erster Linie Leute bestimmter Altersklassen bezw. Verheiratete berücksichtigen. — Bürgermeister Mecum bemerkt, daß diese Frage bereits erörtert fei; die Mehrzahl der jungen Leute sei angenommen worden, weil sie Angehörige zu ernähren hätten, die sonst der Armenverwaltung zur Last fielen; selbstverständlich würden sie entlassen, wenn sie faul in der Arbeit seien. — Stadtv. Kirch bemerkt, daß Straßenkehren eine geeignete Beschäftigung für Notstandsarbeiter nicht sei. — Stadstv. Hanau teilt mit, daß die sozialpolitische Kommission beschlossen habe, die jüngeren Leute mit Steinellopsen zu beschäftigen. — Stadtv. Krumm bemerkt, daß dieselbe Kom- misjion ^estgestellt habe, daß die Arbeitsleistung der Notstandsarbeiter etwa 10 bis 12 Proz. niedriger jei, das sei kein schlechtes Ergebnis; diese Arbeiten tarnen der Stadt nicht teurer als die anderen. — Beig. Georgi legt Wert darauf, daß die Straßen rein gehalten werden; es habe nichts ^schadet, h^ß man junge Leute beim Straßenkehren beschäftigt habe, da es sonst schwer gehalten habe, 85 Leute p beschäftigen. — Stadtv. Hönbach vertritt die Ansicht!, daß man die Notstandsarbeiter nicht zu hoch bezahlen solle; die Leute sollten empfinden, daß sie Notstandsarbeit verrichteten und sich veranlaßt fühlen, sobald wie möglich anderweit Arbeit zu suchen. — Bürgermeister Mecum bemerkt, daß man nicht unter das Existenzminimum von 2 Mk. gehen könne. — Stadtv. Orbig wendet sich gegen die Ansicht des Stadtv. Löber, daß 2Mk. zu viel seien; auch Stadtv. P e t r i bezeichnet 2 Mk. als unter Der Grenze Des Existenzminimums stehend.
Die Holzbildhauerarbeit für die Emporenbrüstung in Der Kapelle Des neuen Friedhofs soll Dem Bildhauer Barthel hier übertragen werden.
Die 5. Klasse her S.t a d t k n ab e n s ch n l e wird in drei Abteilungen mit 135 Schülern unterrichtet, die nach Abzug einer Anzahl Sitzenbleibender zu Ostern in die 4. Klasse, die zur Zeit in zwei Abteilungen mit 140 Schülern


