Ausgabe 
28.8.1902 Zweites Blatt
 
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zu lassen. Er weiß, daß sie seinem Ahnherrn am Kremmer

olle.

Ausland

Nr. 61 beide

an die Freitag

g e,u bezieht.

Gum L iurrem, 27. Aug. Wie hier bekannt wird, hoben Hauptmann L. F-ran kenb er g und Pro schlitz und H-auptmo-n.wRumban er, beide vom 1. Feldartillerie­regiment, ihren Ab schieb erhalten. Ein anderer Offizier des-Regrments, und zwar derjenige, der die reitende Eskorte des Leutnants Hildbrandt angeführt hat, soll zum T r ar n Vers e-M sein.

Quedlinbur g, 27. Aug. Die Feier der hundert­jährigen Zarg>eh örig keit der Stadt und deß Sckifckes Quedlinburg zur p r eußi s chen M on- archie wurde gestern durchs einen Festgottesdienst in der Benediktskriche, Schulfeiern, Parademusik und Glocken­geläute eingeleitet. Nachmittags 5 Uhr hielten die städti­schen. Körperschaften im Rathause eine Festsitzung ab, an der der Regierungspräsident üan Arnstedt terlnah'm. , Ober­bürgermeister Banfi brachte das Kaiserhoch aus. Die Fest­rede hielt Oberlehrer Kleemann, worauf der Regi.erun.gs-- Präsident die Ordensverleihungen bekanntgab. Am Abend wurde ein allgemeiner Kommers der Bürgerschaft veran-

weseu.

Dresden, 27. Aug. Präsident Kruger hat durch seinen Vertreter in Loschwitz zwei V i l l e n für den kommen­den Sommer mieten lassen. Krüger wird von seinem Wiuteraufenthalt in San Remo im Mai nächsten Jahres direkt in Dresden eintreffen und mit seinem Gefolge in Loschwitz Wohnung nehmen.

Fast geht es wie ein Hauch der Entsagung durch die jüngste Rede des Kaisers. Erst war es stürmischer Thaten- ! drang, der den Gehorsam forderte und den Widerstrebenden die Zerschmetterung androhte. Tann noch das impulsive Vertrauen, daß ihm die Märker durch-Tick und Dünn folgen würden. Dann das wachsende Mißvergnügen über unvermutete Widerstände und Hindernisse. Und jetzt nur noch die schlichte Hoffnung, daß die Märker, die von jeher gehorsam

dem Berliner Bären den Adler in den Nacken setzte. Allezeit I gehorsam mögen die Berliner den Hohenzollern mithin nicht gewesen sein, und die Märker außerhalb der Haupt­stadt waren es auch nicht. Nicht ein Zeugnis für alle Ver­gangenheit enthalt bc* Kaisers Wort, sondern einen Wunsch I für die Gegenwart und Zukunft, einen Wunsch, der in vielen seiner Reden an die brandenburgischen Vasallen Ausdruck findet.

1890 hieß der Kaiser, woran jetzt dieVoss. Ztg." er­innert, bei dem Festmahl des brandenburgischen Provin­ziallandtags alle willkommen, die chm bei der Erfüllung seiner Ausgabe behilflicb sein wollten:diejenigen jedoch,! welche sich mir bei dieser Arbeit entgegenstellen, zer­schmettere ich". Tas war kurz vor dem Sturze des Fürsten Bismarck. Im folgenden Jahre schloß der Kaiser seine Rede:Nun, Brandenburger, Ihr Markgraf spricht zu Ihnen, folgen Sie ihm durch Tick und Tünn auf allen den Wegen, die er Sie führen wird!" Und ahei>|

gang der allerhöchsten Herrschaften.

Mainz, 27. Aug. Der Groß h erz o g hat den Arbeitern einer hiesigen Möbelfabrik, die das Schloß im Innern zum

bürg bestrurmt. We dieNati-Ztg." erfahrt, sind Lend ernng.an der Besetzung, der auÄändrschen Sta-

nrals ein JcrhrfpLer mahnteer die Mißvergnügten Nörglers den deutschen Staub von den Pantoffeln zu schütteln, und rief: ,Metn Kurs ist der richtige, S. 4 -eX 'm 4- r, a O- a a T f CVrÖ rrrPITIP

Garten" ein Familienabend stattfinden, den die Markus- I gemeinde sowie der Evangel. Arbeiterverein, dessen Vor­sitzender Pfarrer Grein ist, veranstalten werden.

* Silberne Hochzeit. Morgen (Freitag) begehen Herr Karl Vogt, Kontrolleur an der Gewerbebank, mit Iseiner Gemahlin, Käthchen geb. Euler, das Fest ihrer

I Denkmal von Friesack sich an derselben Stelle erhebt, wo leinst des Burggrafen Friedricb große Donnerbüchse, die Faule Grete", stand und ihre Geschosse nach der Zwing- lburg Tietrich v. Quitzows sandte. Ter Kaiser kennt Willi­bald Alexis und seinen märkischen RomanTie Hosen des Herrn v. Bredow", der just jetzt durch das Leip-

I ziger Bibliographische Institut in einer für wenige Pfennige I käuflichen Ausgabe neu verbreitet wird, und er weiß, daß Idem Roman geschichtliche Thaffachen zu Grunde liegen. Er weiß auch, wie empört die Ritter über die Maßnahmen gegen ihre St and esg en offen waren und wie Einer von Otter- städt an des Kurfürsten Schtafkammerthür schrieb: «Joachimken, hüte dy, wo wy dh krygen, hangen wy dy." I Sie lauerten ihm auch im Köpenicker Wald auf und hätten ihn ermordet, wäre der Anschlag nicht von einem Bauern verraten worden. So überfiel Joachim die Verschworenen lund nahm sie gefangen, und Otterstädt wurde gevierteilt und sein Kopf zur Warnung auf das Köpenicker Thor von Kölln gesteckt. Man kann es in den Geschichtsbüchern nach­lesen. Nein,von jeher" sind die Märker nicht gehorsame Unterthanen den Hohenzollern gewesen, jedenfalls nicht

London, 27. Aug. "Nach einem Johannesburger Tele­gramm desStandard" steht die Absendung einer st arken Truppenmacht der südafrikanischen Com­pany in das Swazi Land bevor. Es sei unsicher, ob ein Protektorat über dieses Gebiet oder dessen Annexion beabsichtigt sei.

Paris, 27. Aug. Die heutigen Abendblätter berichten aus Gent: Die Königin-Mutter von Italien, die augenblicklich hier weilt, wurde gestern durch einen Feldhüter im Tagersweill irrtümlich angehalten unter dem Verdacht, daß ein W a g e n g e st o h l e n sei. Ter Feldhüter ließ Gendarmen herbeiholen, die die Person der Königinfest stellten.

Wien, 27. Aug. In hiesigen Hofkreisen wird auf dasl Bestimmteste versichert, daß der Zar bei seiner Reise nach Rom eine Begegnung mit Kaiser Franz Josef

gerichtet.

----- Marburg, 27. Aug. In der heutigen Stadt- verordnetensitzung gab der Oberbürgermeister Schüler bekannt, daß hervorragende Fachleute, nämlich die Pro- festoren Thiers-München und Schäfer-Karlsruhe, sich bereit erklätt hatten, ohne Vergütung am nunmehr begonnenen Umbau des hiesigen Rathauses mitzuwirken, damit dies eigenartige Baudenkmal seinen altertümlichen Charakter behalte.

Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Der Oberbürgermeister Adickes ist auf fernere zwölf Jahre zum 1. Bürgermeister der Stadt Frank­furt a. M. ernannt worden.

Reden des Kranken war zu entnehmen, daß er an Ver­folgungswahn litt, daß er aus Hanau wegen Ver­folgungsideen von seiner Dienststelle geflohen war und m seinem Wahn mich für seinen Verfolger hielt, welcher chm nach dem Leben trachtete. Die geiftigc Er­krankung wurde in der Klinik festgestellt. Der Revolver war der Diensttevolver des Herrn und mit sechs scharfen Patronen geladen.

* Starkenburger Bienenzüchterverein. Auf der diesjährigen Ausstellung wird u. a. eine Novität ver­treten sein, die das Interesse der Bieneruvirle und Bienen-

I märkische Mannschaft mir dabei helfe, das hoffe ich be- I stünmt." Es ist immer derselbe Gedanke, der in den An­sprachen an die Märker wiederkehrt, der Herzenswunsch

Empfang des Kaisers Geldgeschenk überwiesen, kamen kürzlich drei Familienereignisse

geschmückt hatten, ein ansehnliches In einem unserer Nachbarorte rasch aufeinanderfolgende vor. Ein Brautpaar wurde an Nachmittags während derHochzeits-

Großherzogin Alice errichtete Denkmal wird den 12. September, nachmittags 4 Uhr, feierlich enthüllt werdeo. Die Feierlichkeit vollzieht sich, wie dieD. Ztg." erfähtt, nach folgendem Programm: 1. Posaunen-Chor bei Erscheinen der allerhöchsten Herrschaften. 2. Frauenchor, ge- ungen unter Leitung des Oberlehrers Höcker. 3. Festrede, gehalten von Frl. Dr. Ella Mensch. 4. Freiftau Heyl von Herrnsheim ersucht den Großherzog um Genehmigung zur Enthüllung des Denkmals. 5. Enthüllung des Denkmals. 6. llebernahme des Denkmals in den Schutz der Stadt durch Oberbürgermeister Morneweg. 7. Besichtigung des Denk- mals durch die allerhöchsten Herrschaften. 8. Mädchenchor, gefangen von Schülerinnen der hiesigen Lehranstalten unter Leitung des Oberlehrers Höcker. 9. Schluß-Chor beim Ab-

einem Sonntag getraut.

eier mußte sich die junge Frau plötzlich zurückziehen, und nach etwa einer Stunde konnte der neue Ehemann den Hoch­zeitsgästen verkünden, daß er soeben glücklicher Vater eines munteren Töchterchens geworden sei. Aber damit nicht zu Ende: Am nächsten Tage wurde der junge Mann auch noch Vater eines kräftigen Jungen. Gewiß ein an Ueberraschungen reiches Hochzeitsfest. Die hiesige Handelskammer hat den demnächsligen Zusammentritt des hessischen Handels- kammettages beantragt, um wegen der Neuordnung des ge­aalten hessischen Handelskammerwesens auf gründ des neuen )essischen Handelskammergesetzes in gemeinsame Beratung zu treten. Auch soll bei dieser Gelegenheit gemeinsam zur Schaffung einer Reichsbankhauptstelle für Hessen in Mainz Stellung genommen werden. Die Handelskammer in Offenbach hat ihrerseits eine erneuerte gemeinsame Stellung- nähme in der Zolltariffrage unter Berücksichtigung der Bc- chlüffe erster Lesung in Vorschlag gebracht. Emer Anregung der Handelskammer in Bingen entsprechend soll auch über die der Regierung zu unterbreitenden Vorschläge zur Schaffung von Lehrkursen für Lehrer an den kaufmännischen Fort­bildungsschulen des Großherzogtums beraten werden.

Frankfurt a. M., 27. Aug. Ein hiesiger Metzger- meister, dessen Ehefrau in Nauheim weilt, glaubte Grund zur Eifersucht auf seine bessere Hälfte zu haben. Er äußerte daheim die Absicht, seine Gattin totzuschießen, und reifte gestern in der That, mit einem Revolver bewaffnet, nach der Bäderstadt. Von dem Personal, das die Reden des rabiaten Mannes gehört hatte, würbe die dortige Polizei verständigt, welche den Herrn auch mit Hilfe eines ihr bekannten Buch­händlers bei seiner Ankunft feststellte und ihm in einer Droschke nachfuhr. Richtig begab er sich in das Haus seiner Frau und dort nahm ihn di« Polizei fest. Man nahm ihm sein Schießeisen ab und benachrichtigte seinen Vater, dem es denn gelungen sein soll, den Wütenden zu beruhigen. Er hätte anderenfalls vielleicht in der That ein Unglück an-

Vermischtes.

* Wieder ein tätlicher Automobil-Unfall. Wie die .Franks. Ztg." aus New-York erfährt, stürzte der Millionär Matthews aus Jersey-City mit seinem

I silbernen Hochzeit.

** Die falschen Meldungen von einemRe- volver-Attentat" ist noch anderen Blättern, darunter demFrkf. Gen.-Anz.", aufgetischt worden. Wir siiid in der Lage, folgende wahrheitsgetreue Darstellung des Vorfalles Izu verbreiten. Man schreibt uns:Ein Feuerwerks­leutnant, in Hanau stationiert, fuhr mit dem Nach- I mittags-Zug, welcher in Gießen um 6V2 Uhr von Frankfurt I ein trifft, in einem Coupe 2. Kl. am 26. b. M. Der Herr Isaß im Coupe allein, als ich in Nuuheim zu ihm stieg. Unterwegs bemerkte ich, daß ber Offizier mich mit einem I eigentümlichen Lachen fortwährend fixierte. Ich kümmerte mich nicht weiter darum, in der Annahme, einen Be- ' trunkenen vor mir zu haben. In Butzbach stieg noch ein Herr aus Offenbuch zu, welchen ber Offizier auch fixierte und angrinste. Da kam mir der Gedanke, einen Kranken vor mir zu haben. Kurz vor Großen -Linden I zog plötzlich der Offizier einen sechsläufigen schwe­ren Rev 0 lver und richtete ihn gegen uns mit den Worten:Sechse sind drin", dabei rollte er die Augen und knirschte mit den Zähnen. Jetzt war mir klar, daß ich einen Geisteskranken vor mir hatte. Der Leutnant wiederholte seine drohenden Worte und Geberden, was mich veranlaßte, im fahrenden Zug die gegenseitige Coupsthür Izu öffnen, auszusteigen und mich in ein Nachbarcoupe zu flüchten via Trittbrett. Unterdessen hielt ber Zug in Großeu- Sinben. Der Herr aus Offenbach war in Großen-Linben sofort herausgefprungen. Nachdem wir bas Fahrper­sonal verstänbigt hatten unb dieses an das Coupe getreten I war, wurde es auch mit dem Revolver be 0 r 0 ht.

Das Coupe wurde beiderseits abgeschlossen und die Station Gießen telegraphisch verständigt. In Gießen bedroht' der Geisteskranke auch das Stativuspersona

haben werde.

Tie interparlamentarische Frie dens- ronserenz, die vom 3. September auf den 3. Oktober verschoben worden ist, ist angeblich wegen Anmeldung von zu vielen" Teiliiehmern nmimehr ganz aufgegeben worden. Tie nächste Friedenskonferenz soll im August n. I. stattfinden.

Märker und Koyenzokeru.

verunglückte ein Artillerist vom Regiment (Darmstadt), indem er beim Fahren stürzte und Beine brach.

Darmstadt, 27. Aug. Das zum Andenken

tivnen nicht angeordnet. Ischütteln, und rief:3keilt Knrs ocr richtige,

Der siarnesische Gesandte in Berlin, V^nf und er wird weiter gesteuert. Tag meine brave Kosa, überreichte heute in feierlicher Audienz im Namen1 v'pfip hnA fioTTe »e-

des Königs von Siam dem Prinzen (Sirte! Friechrüch

Den Mah^hakrkri-Orden (Lrouenorden). |rrL -

Gegenüber der Behauptung, daß eine neue Kaufe- daß sie ihn bei leinen Bestrebungen unterstützen.

texck von BnnfeeÄtaatsmtnistern über zollpvli.tr sche In diesem Verlangen nach innigem Zusammenwirken Fragen geplant sei, erklärt eine Zuschrift derSütid. Reichs--« von Fürst und Volk sieht der Kaiser darüber hinweg, korrespondenz", daß zwischen den verbündeten Re- welchem Widerstand die Hohenzollern mitunter bei ben aicrungen keinerlei M e in ungsver schieden-Märkern begegneten. Ter Kaffer weiß, wie bte branden- heiüen bestehen. Die Unterredungen des Reichskanzlers mit Kurgischen Ritter über denNürnberger -temb" spotteten tim. badischen Minister 0. Brauer in Bayreuth hätten nicht und sich, vermaßen, auch wenn es ein ganzes Jahr lang den geringsten Aveifel gelassen, daß Baden mit allen an- Burggrafen regnete, sie doch in der Mark nicht aufkommen deren Bunti-esst.aaten auf dem Boden des Zoll- zu lassen. Er weiß, daß sie seinem Ahnherrn am Stemmer tanifientwurfLs stehe. Etwaige selbstverständlich nicht Tamm eine schwere Niederlage beibrachten und daß das beabsichtigte Anträge des Reichskanzlers im Sinne der1 *nn

Kommis sivnsbeschlüss e würden im Bundesrat aus entschiedensten Widerspruch stoßen.

Der frühere Unterstaatssekretär im Reichspostamt MrL Geh. Rat Dr. Phil. P. D. Fischer tritt in den Aufpchtsrat der Dis k0n10 - Gesell s chaft ein.

Trotz der schwierigen Finanzlage dürfte sich auch im nächsten Reichs Haus Halts etat ein Posten vor- fintien, der sich auf den Bau von Ar beiterw0hnuu-

ftaltet die schlichte Hoffnung, daß Die Starter, Die von jeger geporjam

H attrn 0 var, 27. Aug. Die Nummer der Zeitung I gewesen seien, es auch in Zukunft sein mögen, mehr Wunsch ,VolKwilIe^^ die sich in einem Artikel, betiteltEm Do- vielleicht als Hoffnung. Denn blickt der Kaiser zurück auf turn en t d ent scher Schande", mit der Auslieferung Pläne, die ihm am Herzen liegen, so kann er sich das Ge-

des russischen Studenten Kalajew an die russische Poli- stündnis nicht ersparen: durch Tick und Dünn sind sie ihm

zeibehörde befaßt, wurde polizeilich beschlagnahmt, nicht gefolgt; dem Kurs, den er steuert, dient die Mann- Pölizeibeamte sinti damit beschäftigt, die betr. Mimmer in schäft nicht immer willig. Die Worte des Markgrafen sind Gastwirtschaften usw. einzuziehen. nicht der ganz getreue Ausdruck seines Verhältnisses zu

Ter Kommandeur des hiesigen Lantiwehrbezirks, seinen Vasallen mehr, nicht mehr die zutreffende Formel

Oberst Fleck, teilte heute den Offizieren des Bezirks für die politische Lage. Und vielleicht in dieser Empfindung mit, daß er sein Abschiedsgesuch eingereicht habe, verklärte der Kaffer die Vergangenheit in der Sehnsucht Ter Oberst wird den Posten eines Generaldire ktorssnach einer llareren Zukunft.

bei der Wafsensaürik von Ludwig Loew e u. Co. in Berlin '» --

übernehmen, den der jchige Eisenbahnminister General-j nnS

major Budde bis zu seiner Berufung in bas preußische! cM19 crluvl uuv

Staatsministerium mit einem Jahresgehalt von! Gießen, 28. August 1902.

200000 Mk. inne hatte. Gleich seinem Vorgänger ist Pfarrer Dr. Grein wird Sonntag den 7. Sep- Oberst Fleck lange ^ahre im Kriegsrnrnistenum thatig 0e'L bec Abschiedspredigt halten. Am abend des­selben Tages wirb zu Ehren des Scheidenden inStein's

freunde in besonders hohem Maße erregen dürste. Es dies ein neues Bienenwohnungssystem nach ganz anderer Grundanlage als die bis dahin gebräuchlichen. Ab­gesehen von den Vorzügen desselben für den praktischen Be­iried und insbesondere für eine glückliche Turchwinierung der Bienenvölker ist die Herstellungsweise derart einfach, daß wohl die größere Mehrzahl aller Bienenwirte bei geringen Aus­gaben für das Baumaterial im Stande sein wird, mit eigener Hand die Kasten anzufertigen. Die Wohnung wird sowohl leer wie besetzt ausgestellt werden. Eine der besetzte! Woh­nungen wird vorgeführt werden in der Ausrüstung zum Sommerbetrieb, die andere mit der Ausstattung tm Winter­betrieb.

Kinzenbach, 27. Aug. Am Sonntag Vcrmittag zwischen 8 und 9 Uhr jagten die Pächter der Heuchelheimer Feldjagd in ihrem Revier; dabei wurden, wohl durch un­kundige Schützen, mehrere Fensterscheiben der MüIler'schen Dampfziegelei durch Schrotschüsse zertrümmert. Der in dem Gebäude beschäftigte Arbeiter ist glücklicherweise mit dem Schrecken davongekommen. Wie uns mitgeteilt wirb, ist bies bereits ber zweite berartige Fall, der sich hier ereignet; im vergangenen Jahre würbe nämlich in ähnlich unvorsichtiger Weise geschoßen. Damals flogen Schrotkörner in bie Waschküche unb erschreckten bie bann be- rnblichen Personen.

L. Lollar, 26- Aug. Em hiesiger Einwohner soll am vorigen Montag (2. Kirmestag) einemguten Freunb" einen mertwürbigen Kirmes scherz gespielt haben, inbem er mit einem Schlachtmesser in ben Schweine stall ging unb bie fünf Schweine bamit bearbeitete und eins sofort tötete. Auf bas Geheul berAngegriffenen" kamen Leute herbei unb ertappten benMesserhelben".

L. Friebberg, 27. Aug. Bei bem heute nachmittag in ber Gegenb SchwalheimRöbgenWisselsheimBad- Nauheim stattgefundenen Scharfschießen der Artillerie

. So wünsche ich beim von ganzem Herzen, daß es meinem Hause auch fernerhin beschieden sei, treue, zu­verlässige, gehorsame und pflichttreue Unterthanen zu haben, wie die Märker es von jeher den Hohenzollern gewesen fmb." Mit diesen Worttn grüßte- derKatfer $ie$en telegraphisch verständigt. In Gießen bedrohte der R 0 l a n D 00 nJ8 e r L in 611^111^ wutfee, k e r Geisteskranke auch das Stationspersonal sein Brandenburger. er Bioland war eiilst, wie ein gelehrter l . . < Revolver folate schließlich jedoch auf das Aes^bbner verfichert^das Sinnbild gegen Dienstzimmer, wo er, immer sich den Rücken deckend, mit

die Fürjtengewalt. ^,ie Errichtung des neuen Rolands sei gespanntem Revolver sich hinsetzte. Auch der Aufforderung, daher eme «,Ühne für die ^rtrummeriuig, be» öcn Revolver abzugeben, leistete er nicht Folge, sondern gab

landS im Jahre 1448, wo ein brandenbuigischer ShtTfurft | seinen Revolver nur einem Offizier abzugeben. Tein schnell herbeigerufenen Herrn Major Morneweg leistete der Leutnant militärisch Folge, gab den Revolver ab und folgte in einen herbeigeholten Wagen, in welchem er zur psychiatrischen Klinik gebracht wurde. Die Ueberführung zur Klinik geschah mit großem Widerstand von Seiten des Kranken. Aus den unzusammenhängenden