Nr. 201
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Zweites Blatt. IST. Jahrgang Donnerstag 28. August 1902
Sietzener Anzeiger
" General-Anzeiger v
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
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Are heutige Mmmer umfaßt 8 Seiten.
Ker König von Italien in Deutschland.
Stuttgart, 27. Aug. Ter Hofzug mit dem Könige von Italien traf heute nacht gegen zwei Uhr auf dem West-- bahnhofe ein und fuhr, ohne den Hauptbahnhlvf zu berühren, auf der Verbindungsbahn nach dem Stuttgarter Nordbahnhof weiter.
Magdeburg, 27. Aug. Ter Sonderzug mit dem König von Italien lief um 3.14 Uhr im hiesigen Bahnhof ein. Eine Ehrenkompagnie des Infanterie-Regiments Nr. 26 war aufgestellt, welche die militärischen Ehren erwies. Ter König trug die Uniform des Husarenregiments „König Humbert von Italien" (kurhess. Nr. 13). Er stieg aus dem Wagen, begrüßte die zum Empfang erschienenen militärischen Behörden und schritt die Front der Ehrenkompagnie ab, die darauf Parademarsch machte. Ter König begab sich hierauf mit den Offizieren in das Wartezimmer und stieg nach einem Aufenthalt von zehn Minuten wieder in den Zug, der die Fahrt sortsetzte. Tie Ehrenkompagnie präsentierte wiederum. Ter König stand grüßend am Fenster. Der Bahnhof war polizeilich abgesperrt.
Berlin, 27. Aug. Das diplomatische Korps wird morgen nachmittag in corpore vom König von Italien im kgl. Schlosse empfangen werden. Vorher wird jeder einzeln empfangen, unter ihnen der österreichiischk-ungarische Botschafter v. Szögyeny, der anläßlich der Anwesenheit des Königs seinen Urlaub unterbrochen hat. — Die Aus- s chmückun g der Einzugs st raße ist vollendet. Die große Halle des Potsdamer Bahnhofes, wo die Ankunft erfolgt, zeigt prächtigen Festschmuck. Tie Wände schmücken mächtige Guirlanden, Banner sowie Fahnentrophäen. Vom Bahnhose bis zum Potsdamer Platze zieht sich, ein Wald von Flaggenmasten hin, abgeschlossen von Obelisken, welche Adler und Blumenkörbe tragen. Tie monumentalen Gebäude des Potsdamer Platzes sind bis zum Dach hinauf mit Guirlanden und Fahnen in deutschen und italienischen Farben bedeckt. Vom Potsdamer Platz geht die Einzugs- sttaße durch die Belleouestraße, deren vornehme Häuser durchweg, auch- namentlich mit Teppichen, geschmückt sind. Am Rolandbrunnen vorbei durch die Siegesallee und Charlottenburger Chaussee geht die Fahrt zum Brandenburger Thor, wo die Begrüßung durch die städtischM Behörden stattfindet. Die Westfront des Thores ist goldgelb angestrichen. Vor den Säulen stehen Obelisken, welche Blumenkörbe tragen. Blumenkörbe mit leuchtenden Orangen stehen zwischen vergoldeten Masten, welche zu beiden Seiten das Thorgebäude verdecken. Auch auf dem Pariser Platze ragen gewaltige vergoldete Masten, welche sich, aus den Obelisken herausheben, durch Guirlanden verbunden empor, einen würdigen Zugang zu der eigentlichen Einzugssttaße, der Straße Unter den Linden, bildend. Weithin schweift das Auge über den vornehmsten Straßenzug Bersins, in dem kein Haus ungeschimückt ist bis zur Universität, dem Opernhause, dem Zeughause und Schlösse. Auf der Freitreppe des Opernhauses, neben dem Prmzessinnen- palais und im Lustgarten sind Tribünen errichtet. Der Fremdenzuzug ist bedeutend. Händler mit Fähnchen und Ansichtspostkarten durchziehen das Publikum. Morgen fällt in sämtlichen hiesigen Schuten der Unterricht
aus.
Eine größere Anzahlitalieni sch erGeheim- p o l i z i st e n ist eingetrossen. Tie Beamten haben den Auftrag, sich hier und in Potsdam jedesmal auf den vom König Viktor Emanuel zurückzulegenden Wegen zu verteilen und für die Sicherheit des Königs Sorge zu tragen. In Z ü r i ch sollen übrigens 23 Italiener unter dem Verdachte, Anar- chisteu zu sein, und einem Ko m p l o t t g e g en den König v vn I t a l i c it anzugehören, verhaftet worden sein.
W i l d p a r k st a t i o n , 27. Aug. Ter König von Italien mit Gefolge sowie dem diesseitigen Ehrendienst ist um 5.15 Uhr nachm. hier eingetrossen. Auf dem mit Laubgewinden, Blumen und italienischen und deutschen Emblemen reich geschmückten Bahnhof Wildpark fanden sich ein der Kronprinz, die Prinzen Eitel Friedrich, Joachim und die übrigen in Berlin und Potsdam anwesenden Prinzen dös königlichen Hauses, sowie die im Gardekorps dienenden Prinzen aus den regierenden deutschen Häusern, der Reichskanzler, Graf Waldersee, die Herren der italienischen Botschaft, das allerhöchste tzauptquartier die Generäle oon Potsdam und der hrer weilende Botschafter in Rom Gras Wedel. Kurz vor Einlauf des Zuges war der Kaiser vom Neuen Palais her emgetrofsen. Er begrüßte die Prinzen und schritt die Ehrenwache ab die eine Kom- pagnie des Garde-Jägerbataillons mit j^ahne und Musik stellte. Am rechten Flügel standen die direkten Borg-s-tzten. Als der Zug einlief, präsentierte die KomMle und die Musik spielte di- italienische Hymne. Ter Sauer der die Uniform des ersten Garderegiments Mit der Kette und dem Siern des Annunziatenordens und dem Bande des Milttärordens von Savoyen trug, schritt dem König, welcher die Uniform oes 13. Husarenregiments „König Humbert" und das Baud des Schwarzen Adlerordens angelegt hEe, entgegen. Tie Begrüßung war herzlich, die Möndchen küßten sich wiederholt auf dte Wangen, Vorstellung der Prinzen und Gefolge schritten bu Monarchen die Front der Ehrenkompagnie ab und nachuten den Vorbeimarsch, ab, der mit friederiziantjchem Griffe er» folgte. Dann begaben sich die Herrschaften zu Wagen nach dem Neuen Palais. Im ersten Wagen mßen der Kaffer und der König, im späteren Wagen folgten der Reichskanzler und Minister Prinettt. Eine Schwadron vom Regiment Garde du Corps eskortierte. Am (&)auIfeec 12’T1 waren italienische Arbeiter, die tu Potsdam beschäftigt sind, aufmarschiert; sie riefen: „Evvrva, als
die Herrscher vorüberfuhren. Tas Publikum, das sich sehr zahlreich eingefunden hatte, brachte während der ganzen Fahrt immerwährend Hochrufe aus. Auf der Gartenterrasse des Neuen Palais erwies die Leibkompagnie des Ersten Garderegiments z. F. die Honneurs. Hier waren auch die direkten Vorgesetzten dieser Kompagnie, sowie sämtliche Regimentskommandeure von Potsdam versammelt. An der Thür zum Muscheffaal wurden die allerhöchsten Herrschaften von den Herren des großen Vorttitts empfangen und in den Muscheffaal geleitet, wo der König durch die Kaiserin und die in Berlin und Potsdam anwesenden Prinzessinnen des königl. Hauses und aus den regierenden deutschen Häusern begrüßt wurde. Im Muscheffaal hatten Aufstellung genommen die Schloßgardekompagnie, eine Galawache des Regiments Gardes du Corps mit dem Trompeterkorps und der zweite Zug der Leibgendarmerie. Tas Wetter, das während des Tages etwas trübe war, hellte sich bei der Ankunft des Königs auf und wurde schön.
Nach dem Eintreffen des Königs von Italien im Neuen Palais empfing der Kaiser den Reichskanzler Grasen Bülow zu längerem Vortrage.
Potsdam, 27. Aug. Abends 8 Uhr fand beim Kaiserpaar im Neuen Palais Familientafel statt. Ter König von Italien führte die Kaiserin zu Tische, der Kaiser die Prinzessin Friedrich Leopold. Bei Tafel saß der König zwischen dem Kaiser und der Kaiserin, links vom Kaiser saßen Prinzessin Friedrich Leopold und Prinz Wert von Sachsen-Altenburg, rechts von der Kaiserin Prinz Friedrich Leopold und Prinz Albert von Schjlcswig-Holstein. Gegenüber dem König saß der Kronprinz, rechts von demselben Prinz Eitel Friedrich Herzog Adolf Friedrich von Mecklenburg, Prinz Albert von Schleswig-Holstein und Prinz Karl von Hohenzollern, links vom Kronprinzen Prinz Friedrich Heinrich von Preußen, Prinz Chlodwig von Hessen-Philipps- thal-Barchfeld und der Erbprinz von Hohenzollern. Für das Gefolge fand Marschallstasel statt.
Wien, 27. Aug. Tie Blätter begleiten die Reise des Königs von Italien mit besonderen, sympathischen Artikeln. Sie konstatieren neuerlich die friedliche Tendenz des Dreibundes. Das „Fremdenblatt" führt aus: „In Viktor Emanuel begrüßt Berlin den Träger einer alten Tradition, den Träger des Dreibundgedankens. Der königliche Gast des Teuffchen Reichs verkörpert die Friedensidee, welche die Bürgschaft ist für ein ungestörtes kulturelles Schaffen, ein ungestörtes Streben und Vollenden in der erhabenen Welt der Wissenschaft und Kunst, in der durch tausendjährige Wechselwirkung germanische Kunst und Wissenschaft mit derjenigen der apeninischen Halbinsel eng verknüpft ist." — Tie „Neue Fr. Pr." mißt dem Besuch des Königs eine außergewöhnliche Bedeutung darum zu, weil gerade in letzter Zeit vielfach, davon die Rede war, daß sich die Verknüpfung Italiens mit dem Dreibünde gelockert habe. Das Blatt weist darauf hin, daß Kaiser Wilhelm und König Viktor Emanuel die lebendigsten Eindrücke aus dem Verkehr mit Kaiser Nikolaus zu ihrem Zusammentreffen mitbringen, und konstatiert, daß die Jnttmität zwischen Rußland und den Treibundmächsten nie so greifbar hervortrat, wie eben jetzt. Tas Blatt findet in dieser Intimität eine Bürgschaft für den europäisch>en Frieden, die womöglich noch stärker sei, als die durch den Dreibund selbst gebotene.
Uolttische Tagesschau.
Abg. Dr. v. Levetzow.
Am 12. September feiert Tr. Albert Erdmann v. Levetzow, Wirkt. Geh. Rat, Major und Landesdirektor a. D., Mitglied des Reichstags uno Herrenhauses, Kanzler des Johanniterordens, seinen 7 5. Geburtstag. Herr von Levetzow war von 1881 bis 1884 und von 1888 bis 1895 Präsident des Deutschen Reichstages und hat in dieser Stellung das Vertrauen aller Parteien durch seine strenge Unparteilichkeit in reichem Maße erworben. Herr v. Levetzow ist gegenwärtig leider erkrankt. Er hatte dem Festmahl des brandenburgischen Provinziallandtags, bei dem er sonst nie fehlte, nicht beiwohnen können, und dadurch wurde man auf den ernsteren Charakter der Erkrankung auftnerksam. Abg. v. Levetzow ist, wie der verstorbene Rudolf v. Bennigsen, mit dem er manchen Zug gemeinsam hat, eine zu bescheidene, schlichte Natur, um irgendwie Aufhebens von sich zu machen. Verlautet doch daß nicht einmal seine näheren politischen Freunde über den ungünstigen Gesundheitszustand unterrichtet waren. Ein so maßvoller, aber innerhalb der selbst gezogenen Grenzen freimütiger und entschiedener Parlamentarier, wie Levetzow, ist eine starke Stütze der konservativen Partei. Wenn irgend jemand, so scheint er vorzugsweise geeignet, durch das Ansehen, das er in der Fraktion wie bei der Regierung genießt, der „ehrliche Makler" zu sein für die Verständigung über den Zolltarifentwurf. Ter Expräsident des Reichstags hat in seinem Amt so oft und, von seinem Humor unterstützt, so glücklich vermittelt, den Sturm beschworen, daß man auch auf diesem schwierigen Gebiet, bei Wiedergesundung, ersprießliche Einwirkungen von ihm erwarten kann.
Der neue französische Botschafter in Berlin.
W T.-B meldet heute aus Paris: Es bestätigt sich, daß der französische Botschafter in Bern Bihourd, zum Botschafter in Berlin ernannt werden wird.
Der Marquis de N o ailles wrrd also Berlin verlassen und man wird ihn dort gewiß mit Bedauern scheiden sehen. Ihm ist zu einem nicht uuwÄentttchen Tml das VeAenst zuzuschreiben, daß die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich, die naturgemäß insbesondere von Berlin aus eine vorsichtige Behandlung verlangen, wahrend der Dauer Jochren durchaus angenehm und verbindlich
geblieben sind. Die Persönlichjkeit des neuen Botschafters! giebt, nach dem zu urteilen, was man über seine diplomatische Thätigkeit weiß, die Gewähr, daß der Kurs sich nicht verändern wird, soweit die Mitwirkung des Bob- schafters in Betracht kommt. Auch Bihourd soll bie (Sägen- schäften bes Marquis be Noailles besitzen, bie ruhige Besonnenheit iinb Liebenswürdigkeit ;vor allem fällt ins Gewicht, baß er ebenfalls nicht angekränkelt ist von den Revauche-Jbeen, wie sie jüngst der französische Kriegsminister so unzeitgemäß und unglücklich zum Ausdruck! gebracht hat . Präsident Loubet hat diesen „rollenwidrigen Seitensprung" fein und völlig befriedigend dadurch korrigierst daß er, wie gemeldet, das Protektorat über die deutsche Künstlerfahrt nach Frankreich annahm und sogar einen Empfang im Elysee zusagte. Der französische Schauspieler C o q u e I i n ist allerdings bei seinem Berliner Gastspiel am Königlichen Schauspielhaus vom Kaiser auf das schmeichelhafteste ausgezeichnet worden, und Frau Sarah Bernhardt, kommt sie wirklich nach Deutschland, unter Verzicht auf Ibie Herausgabe von Elsah-Lotyringen, wird vermutlich ähnlicher Ehren sich erfreuen dürfen — aber was eben bisher vermißt wurde, das war die Erwiderung solcher und anderer Aufmerksamkeiten — auf politischem Gebiet — durch, die französische Regierung, eine Erwiderung nicht durch Aeußerung höflichen Dankes, sondern durch die That. Präsident Loubet wird es nicht verborgen sein, daß der Zar, insbesondere seit der Revaler Begegnung, den Austausch von Freundlichkeiten zwischen Frarck» reich und Deutschland gern sieht, ein Eingehen auf feine Weltfriedens-Intentionen darin erblickt. Des französischen Kriegsministers Lärmrufe sollen in Petersburg sehr verstimmt haben. Die russischen Agenten in Paris, bie, wie es heißt, über jeden französischen Staatsmann genau Buch führen und detaillierte Berichte nach Petersburg senden, werben nun wohl Herrn Anbre boppett scharf aufs Korw nehmen.
Roosevelt und die Mouroe-Dokttiu.
Man meldet aus N e w y o r k: Präsident Roofevett hielt in Augusta eine Rede, in der er auf die Erfolge des spanisch-amerikanischen Krieges hinwies und sagte: Unser Interesse an her Monroedoktrm ist lebhafter als jemals. Die Monroedoktrin ist die einfache Feststellung unserer bestimmten Ansicht, daß es den jetzt in diesem Weltteil bestehenden Nationen überlassen bleiben muß, ihr eigene^ Geschick untereinander zu entscheiden und dieser Weltteil nicht länger als Kolouisationsstätte für irgend eine europäische Macht bettachtet werben darf. Die einzige Macht in diesem Weltteil, die die Doktrin wirksam machen kann, sind sicherlich die Bereinigten Staaten, denn unter den bestehenden Verhältnissen muß bie Nation ,welche bie Doktrin aufstellt, bie wahrscheinlich, in irgend einer Weise mitanberenNationeninWider- spruchgeraten wirb, auch bie Macht besitzen, sie durchzuführen, wenn sie wünscht, baß bie D o kt rin an er kannt werbe.
Mit schärfer Pointierung hat hier Präsident Roosevelt zu Gunsten ber Monroe-Doktrin Stellung genommen, unb es hat daraus fast rote eine Dr ohun g gegen diq Mächte Europas geklungen. Das kann hier wobl Interesse, aber keinerlei Erregung Hervorrufen . Man darf annehmen, daß Roosevelts Ausspruchs Amerika dürfe nicht länger als Kolonisationsstätte für irgend eine europäische Macht betrachtet werden, auf Deutschland sich nicht beziehen könne, weil der Präsident sehr wohl wisse, daß Deutschland nichts ferner liegt, als bie Absicht, in Amerika Territorialbesitz, zu erwerben. Möglich, baß in erster Reihe von ber englischen Presse bie Rebe Roosevelts als gegen Deutschland) gerichtet bezeichnet werben wirb. Einen scheinbaren Anhalt für diese Version giebt ber Konflikt in Venezuela unb Haiti, wo deutsche Kriegsschiffe bereit liegen, zum Schutze der bedrohten deutschen Interessen einzugreifen. Es ist aber selbstverständlich undenkbar, daß die Verein. Staaten sich geneigt zeigen sollten, im Fall des Eingreifens der deutschen Kriegsschiffe sich zum Anwalt dieser halb- barbarischen Freistaaten aufzuwerfen. Ebensowenig kann davon die Rede sein, daß Deutschland sich durch irgend jemand, und seien es auch die Veremigten Staaten, zuruck- halten lassen wird, zum Schutze seiner Interessen über See zu thun, was ihm geboten erscheint. Bei nüchterner Beur- teilung der Rooseveltschen Worte erscheinen sie eher gegen — England gerichtet. Denn wenn Präsident Roosevelt an» deutet, nur die Union sei zur Ausübung des Protektorats über ganz Amerika berufen unb befähigt, so geht er damit über England, das als Besitzerin des Dominion of Kanada nicht minder amerikanische Großmacht ist wie die Union, zur Tagesordnung über — genau so, wie bei ber Behandlung der mittelamerikcniischen ftanatfrage.
Deutsches Keich.
Berlin, 27. Aug. Nach einer Meldung des „Cm> riete bi Napoli" wirb Kaiser Wilhelm mit seinen Söhnen in Neapel erwartet. Er wohnt ber Flottenschau über ein beutschfttalienisches Geschwaber bei und schifft sich auf der Pacht „Hohenzollern" zu einer Fahrt durch das Mittelmeer ein.
— Die „Voss. Ztg." hört, der Kaiser habe dem deutschen Botschafter in Rom, Wedel, den Schwarzen A d l e r o r d e n verliehen.
— Der Kaiser wird auch in diesem Jahre einen mehrtägigen Jagdaufenthalt in Rominteu nehmen, unb zwar sind für denselben die letzten Tage des September in Aussicht genommen. Von Rominteu begiebt sich der Kmser nach K ad in en, um auck yicr kurze Zeit zu verweilen
— Ter Kaiser hat für den Herbst bie Stellenbejetz- ungen in ber Marine kurz vor seiner Abreffe ans Hom-


