Ausgabe 
28.8.1902 Zweites Blatt
 
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-AnL

Tendenz: fest.

Höchste Temperatur vom

Niedrigste

27.

27.

4°/o Italien. Rente 4*/2% Portugiesen 8°/e Portugiesen. . 1% C. Türken , Türkenlose . . .

2&2O 92.40 91LO

Wasche mit

Luhns

3% Mexikaner 4Vs% Chinesen . Electric. Sch ackert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . Diskonto-Kommandii Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges, Oesterr. Staatsbahn Lombarden . . Gotthard bahn . . Laurahütte . . . Bochum .... Harpener . . .

3Va%

3°/o

8V,o/o

3°/o 372%

Unerreichter Insectentödter!

Kaufe aber nur in Flaschen? wo Plakate aushängen.

3 % Öberhessen

4% Oesterr. Goldretne

Kirchliche Nachrichten.

Hottesdimst der israelitischen Keligionsgeseüschast.

Sabbachfeier am 30. August 1902.

Freitagabend 646. Samstag vormittag 800. Nachmittag 400.

Sabbathausgang 8°5.

Wochengottesdienst: Morgens 6S0 Uhr, abends 6S0 Uhr.

4% Grieoh. Monopol 47»% äussere Argentiner

sowie ein ®e-ifUic^er erlitten tötlicheVerletznngen.

* Wie entstand en die D-Züge. Zur Zeit, als es nur ganz ordinäre Schnellzüge gab, reisten ein Engländer, ein Sachse und ein Chinese mitsammen sagen wir gen Hamburg. Unterwegs bekam der Sohn Albions Lust zum Rauchen. Kaum aber hatte er die schwarzbraune Ha- banna angezündet, da kreischten und knirschten die Räder ein Ruck, ein Gegenstoß, der Zug hielt mitten aus der Strecke. Warum, warum? Antwort: DieZigarre warzu^schwer"! (Aul) Was thun. Als Niemand, weder Personal noch Passagiere, mehr Rat wußte, kam dem Sachsen ein göttlicher Gedanke. Er wandte sich an den Chinesen, der bis dahin teilnahmslos in seiner molligen Ecke gesessen hatte:Ent- schuld'ge Se gierigst, Ham Se vielleicht e bisch'n Thee da?" Nu nadierlich!" entgegnete dieser, öffnete seinen Koffer be­reitwilligst und überreichte dem Anderen ein Halbpsundpacket Prima-China-Thee. Mit diesem Schatze bewaffnet stürzte der Sachse zum Heizer. Dieser schüttete auf Geheiß den kost­baren Inhalt in den Kessel der pustenden Lokomotive. Und siehe da der Thee begann so kräftig zu ziehen, daß der Zug sich sofort in Bewegung setzte. Daher also der Name D-Zug!

Stadt. Schlachthaus

Freibank.

Heute:

Schmiorjleiftz 50 M

. 102.75

. 99.85

. 102.75

. 92.60

. 100.20

. 99.70 . 103.70

. 103.50

. 50.25

. 30.10

. 00.00

. 115.00

, 4425

. . 216.00 . . 186.25 . . 13720 , . 144.15 . . 157.40 . . 00.00 . . 00.00 . < 172.50 . . 200.00 . . 18525 . . 162.90

Reichsanleihe do.

Konsols . do. . .

Hessen

Meteorologische Beobachtungen

der Station Gieße«.

heiratete, unter Sittenkontrolle stehende Frau mit drei De» volverschüffen und erscho-ß sich bann selbst.

London, 28. Äug. Gestern sanden brer b ah nun fälle statt. In Brennewvod trennten sich mehrere Wagen von einem Personenzng, wobei die losge­lösten Wagen mit einem nachfolgenden Zug kollidierten. In Newcastle sand ein Zusammenstoß statt, bei dem zwei Damen verletzt wurden. Der dritte Unfall ereignete ich in Irland und führte den Tod eines Maschinrstxl^ eines Heizers und eines Bahnbeamten herbei.

Paris, 28. August. An Bord des Kriegsschiffes Cassini vom atlantischen Geschwader passierte eine kleine Meuterei, indem die Maschinisten nach schwerem 92a£^- dienst sich weigerten, zur Inspektion zu erscheinen. Sie ge­horchten indessen bald auf den mündlichen Befehl zweier Offiziere. Der Kommandant bestrafte 28 Mann disziplinarisch mit 1020 Tagen und zwei Rädelsführer mit 30 Tagen Arrest.

Lille, 28. Äug. Aus einem Bankett zu Ehren des kanadischen Premierministers Lauri er, welches gestern abend stattfand, nahm dieser das Wort und sprach seinen Tank aus für den ihm in Frankreich zu teil gewordenen reundlichen Enipsang. Er sprach! alsdann von den großen Sympathien, welche in Kanada für die stammverwandten Franzosen herrschen und lud die jungen Franzose» ein, s ich. in Kanada an zu s i ejd e ln, wo sruchtbjare Landstriche ihnen zur Verfügung ständen.

Z u r i ch, 28. Aug. Anläßlich^ der Durchfährt des Körrigs von Italien wurde in Goldau ein italienischer Anarchist ve-r hastet.

Wien, 28. Aug. Wie dieArbeiterztg." meldet, wurde der Oberleutnant M attachich, der in die Angelegen­heit der Prinzessin von Coburg verwickelt war und bereits 3 Jahre und 8 Monate eingekerkert war, be- gnadigt und sofort entlassen.

Wien, 28. Aug. Der aus Oesterreichs-Ungarn Icmä* gewiesene Anarchist und Einbrecher Angelo Piccini wurde in Italien verhaftet.

Belgrad, 28. Aug. Der Bankier Samueck Löwy ist nadcji llnterschlaguwg bedeutender Summen geflüchtet.

Petersburg, 28. Aug. Gestern verließen drei nach englischem Muster gebaute Panzerzüge, zu je drei Wagen Petersburg, um an den Mannövern in Kursk teilzunehmen.

Newyork, 28. Ang. (Sn Telegramm, das gestern abend von der Insel Dominique eingetroffen ist, be­richtet, daß seit gestern nachmittag 2 Uhr in südlicher Rich­tung fortdauernd Erdstöße, welche von unterirdischem Donner begleitet waren, verspürt wurden. Man glauüh. daß ein neuer schw er er Ausbruch erfolgt sei. Alle Verbindungen sind abgeschnitten, und alle Versuche, Einzel­heiten zu erhalten, blieben bisher ersolglos.

Neueste Meldungen.

Originalvrahtmelduuge» des Gießener Anzeigers.

Berlin, 28. Aug. In einer Versammlung von Teilnehmern am Burenkriege wurde mitgeteilt, daß die Mission der Burengenerale nach Europa in der Hauptsache darauf gerichtet sei, die englische R e g i e rn n g zur Anerkennung d-er mündlichen Zusagen zu bewegen, welche Kitchener gelegentlich der Friedensverhand­lungen abgegeben hat. Kitchener habe ausdrücklich zugestan­den, daß kein Treueid gefordert werde und daß es jebem Burenkämpfer und Mitkämpfer freistehen solle, unbehelligt nach Südafrika zurückzukehren.

Frankfurt a. M., 28. Ang. Ein 24iahr. Metzger­bursche töt eie heute nacht in derVogelgesanggaffe eine ver>

26. August bis

26. ,,

Gerichtssaal.

Greiz, 27. Aug. Der S e m i n a r - O be-rlechrer Kol l - mann, dessen Verhaftung am 10. Juli sensationelles Aupehen er­regte, wurde heute wegen fortgesetzter SiNlichkertsverbrechen nut Schülern in fast 300 Fällen zu fünf Jahren Zu cht Haus und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt.

In dem seinerzeit vielbesprochenen Ehebrnchsprozeffe war der danials Hausälteste der vormals reichsummNelbaren Familie Leiningen-Westerburg ältereLinie, der Gras Fried­rich, zu einer längeren Freiheitsstrafe verurteill worden. La dieser das Patronat über eine Anzahl Pfarrstellen besaß, kam die Angelegenheit auch in der Bezirkssynode in Wiesbaden zur Sprache, und das Konsistorium hatte infolge eines ange­nommenen Antrages den StuÜuSnünifter gebeten, dem Grafen

chastsberechtigten Agnaten dieser Fairnlie zu entziehen, gegebenen- alls durch Erlaß eines besonderen Kirchengesetzes die Ausübung >es Patronatsrechts zu regeln. Diese Eingabe ist jetzt vom Ministe­rium abschlägig beschieden worden. In diesem Bescheid heißt es, daß, wenn auch der Minister die Beweggründe zum Borgten des Korchstoriums vollständig anerkenne, em Rechtsgrund für die Entziehung der Ausübung des Patronatsrechts nicht vorhanden sei, und er auch den Erlaß eines besonderen Kirchen­gesetzes aus Anlaß dieses EinzeÜfalles für unthunlich halte.

(Frkf. Ztg.)

Iagdverpachtung.

Dienstag den 2. Sep­tember, nachmittags um 4 Uhr, soll die der Gemeinde Ruttershausen zustehende Jagd auf weitere 6 Jahre auf dem Amtszimmer der unterzeichneten Bürgermeisterei verpachtet werden.

Ruttershausen, 26Llug.l902 Großherzogl. Bürgermeisterei

Ruttershausen.

Klinkel. 6022

Bekanntmachung.

Mittwoch den 10. September, vormittags 10 Uhr, werden bei dem Kaiserlichen Post- amte in Londorf 2 ausgemufterte Landbriefträgerwagen, sowie die dazu gehörigen Schlitten- urttergeftelle in öffentlicher Ver­steigerung meistbietend verkauft.

Die Verkaufsbediugungen wer­den vor der Verstergerung be­kannt gemacht.

Londorf, 27. August 1902. Kaiserliches Postamt.

Hott es. 6039

Daudet und Verkehr. Volkswirtschaft.

Hamburg, 27. Aug. Alle zur Zeit über den Morgan- T ru ft in Umlauf befindlichen Gerüchte, daß nämlich die Maximal­geschwindigkeit für Dampfer der Ersparnisse wegen herabgesetzt und )ie Passagrer- und Frachtraten echöht werden und daß auch die deutschen Linien an diesen Maßnahmen beteiligt sein sollen, sind, wie denHamb. Nachr." von maßgebender Seite mitgeteilt wird, als reine Erfindung zu erklären. Auch die angebllche Vereinbarung zwischen der Cunardlinie u. der englischen Regierung kann das genannte Blatt dementieren. Wie dieHamb. Lörjenztg." meldet, ver­handelt die Hamburger Rhedereifirma A.-G. de Frei­tags u. Co. über den Ankauf des Lloyd Brazileiro. Gegenwärtig werden die Schiffe des Lloyd einer fachmännischen Untersuchung unterzogen.

Berliner Bank. In einer Sitzung des Aussichtsrates der Berliner Bank wurde der Abschluß pr. 30. Juni 1902 vorgelegt. Das erste Semester 1902 hat bei vorsichtiger Bewertung der Aktiven 1038 230 Alark Reingewinn erbracht, gegen 1598 000 Mk. Gewinn des ganzen Jahres 1901. Die Wiederzunahme des Geschäftes nach den bekannten wirtschafllichen Vorgängen des Vorjahres zeigte sich auch in der Steigerung der Umsätze aus den einzelnen Conten, die in den bisherigen Monaten des zweiten Semesters 1902 ange­halten hat.

Die Direktion der Psatzigen Bank teilt mit, daß wegen des Kursrückganges der Aktien von verschiedenen Seiten Anfragen erfolgten, und nimmt deshalb Veranlassung, die Erklärung abzu­geben, daß in den inneren Verhällniffen der Bank Gründe für den Kursrückgang nicht vorlwgen. Der allgemeinen Lage entsprechend weist das Erträgnis des 1. Semesters einen Rückgang auf, der in der Hauptsache dem Ausfall an Zinsen und dem geringeren Ge­winn auf Effektenkonto, an dessen Beständen wiederum Minüer- beroertungen vorgenommen wurden, zuzuschreiben ist; das Pro­visionsergebnis hiell sich auf ungefähr gleicher Höhe und blieb ca. 30 000 Mark zurück. Der Nettogewinn beträgt 1677 236.44 Mark 6.71 Proz. des vollgezahlten Aktienkapitals von 50 Mill. Mark. Der Gesamtumsatz von ca. 4000 Millionen Mark ist um ca. 700 Millionen Mark geringer, als im 1. Semester 1901, übersteigt aber das 2. Semester wieder um ca. 440 Millionen Mark.

Salpeterwerke. In das Handels-Register des Amts­gerichts Hamburg ist jetzt die Gründung der Deutschen Salpeter­werke, Aktiengesellschaft in Hamburg, eingetragen worden. Tas Kapital beträgt 3 000 000 Mark in Stammaktien zu 1000 Mark. Zweck der Gesellschaft ist die Gewinnung von Salpeter und Neben­produkten und der Handel damit.

Märkte.

Limbnrg a. d. L., 27. Aug. Fruch tmarkt. Durch­schnittspreise pr. Maller. Roter Weizen 00.00 Mk., Weißer Weizen 00.00 Mk., alles Korn 11.08 Mk., neues Korn 10.50 Mark, Gerste 0.00 Mk., Hafer 9.40 Mk., Erbsen 0.00 Nck., Kartoffeln 0.00 Mk.

August 19,0° C.

12,7" C.

Kunst und Wissenschaft.

Frankfurter Stadttheater. Der ausgezeichnete Baßbuffo unserer Oper, Herr Mantler, verabschiedete sich als Beckmesser, eine seiner Glanzrollen, vom Publikum, um mit dem L September sein Engagement an der Wiener Hofoper anzutreten. Mantler ge­hörte mit zu den beliebtesten und meistbeschäftigten Mitgliedern der Oper. Sehr gut führen sich die neuengagierten Künstler, Frl. Schiroky, Koloratursängerin, und der Tenor, Herr Thyssen ein. Auch Herr Dr. Kuhnwald hat sellher den guten Ruf, der ihm als tüchtiger Kapellmeister vorausging, vollauf bewahrheitet und Proben von wirklichem Können und hoher Be­gabung geliefert. Im Schauspielhaus gaftirt gegenwärtig Frl. Camilla Dalberg für das Fach der modernen jugendlichen Hel­din. Tie Künstlerin bringt schöne Mittel, besonders eine sympa­thische Erscheinung und Routine mit

Koblenz, 27. Aug. Die Hauptversammlung des Deutschen Apotheker Vereins wurde heute in Gegenwart des Ober­präsidenten Nasse durch den stellvertretenden Vorsitzenden, Medizi­nalrat Dr. Vogt eröffnet Der Oberpräsident begrüßte die Ver­sammlung auf das Wärmste und wünschte den Verhandlugen besten Erfolg. Beschlossen wurde ein erneutes Vorgehen zwecks Erreichung einer unzweideutigen Fassung der Verordnung betr. den Arznei­mittelverkehr vom 22. Oktober 1901, ferner bezüglich Vor- uud Ausbildungsfrqge, des Festhallens an der Forderung des Reife­zeugnisses und des sechssemestrigen Studiums, sowie ein erneutes Vorgehen in diesem Sinne, wenn die Neuregelung nicht den Er­wartungen entspricht

Bremen, 27. Aug. Der Senat erhielt heute nachmittag fol­gendes Telegramm: Neues Palais. Se. Majestät der Kaiser, durch die Nachricht vom Hinscheiden des hochverdienten ehemaligen Bürgermeisters von Bremen, Otto Gilde meist er, mtt Teil­nahme erfüllt, lassen dem Senat zu dem schweren Verluste, welchen die Freie und Hansestadt Bremen durch seinen Tod erlitten, aller- höchstihr Beileid aussprechen. Aus allerhöchsten Beseht von Lu- eanus.

Summa: 8 (4) 6 (4) 1 1

Anm. : Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Sport

Brüssel, 27. Aua. Der Sieger int D ist anzrfittBrüssel- Ostende, Leutnant Madacnel, ist nicht 2 Uhr 18 Minuten, son­dern 2 Uhr 9 Minuten in Ostende eingetroffen. Als zweiter langte der französische Leutnant Haentjaes um 2 Uhr 20 Minuten an. Dritter wurde der belgische Leutnant Le Bailli um 2 Uhr 22 Min. Ein schwedischer Offizier inußte das Rennen aufgeben, weil sein Pferd 1 Kilometer vor Ostende verendete.

Telephonischer Kursbericht«

Frankfurt a. Hl., 28. August 1902.

Automobil einen Abhang ho runter. Mattchows rrnLsFri^rkch bas PatomuttSE M Gun^n des wchstaü-sten hew- . l - i l i xts 9Trmrrifm mPVT iwtmriH an prmtprwm /wiPHPrum^

eine Dame würben getöiei, eme zweite Dame

MiverMsGachrichten.

Eisenach, 27. Aug. Der letzte D ele g iert entag der deutschen Burschenschaft, welcher bei Gelegenheit der Enthüllung des Burschenschaftsdenkmals abgehallen wurde, ergab neue Bestimmungen über die Ehrengesetze und Aweikampfregeln, die der Säbelmensur an und für sich, wie auch dem Kartellträger und Ehrengericht eine erhöhte Bedeu­tung verleihen und sich im Allgemeinen gegen die Pistolenmensur erklären. Tie neu bearbeitete Ehrenordnung tritt vom L Oktober an in Kraft und ist bindend für sämtliche Burschenschaften der deutschen Burschenschaft. Es wird darüber berichtet:Die Be­jahung der Anfrage, ob die Neugestaltung der schw ersten Sä­he l m e n s u r (bis zur K a m p f u n s ä h ig k eit) imstande sei, auch bei den schwersten Beleidigimgen die Pistolenmensur zu er­setzen, ebnete folgendem Antrag den Weg:Die deutsche Burschen­schaft wolle versuchen, eine einheitliche Bewegung der satisfaktionsgebenden und-nehmenden deutschen Studentenschaft zu veranlassen, wellhe den Zweck haben soll, eine Adresse an das deutsche Offizierkorps bezw. an den preußischen Kriegsmini st er oder an sämtliche Kriegs­minister der einzelnen Bundesstaaten zu richten, des Inhalts, daß bei Streitigkeiten zwischen Offizieren und Studenten, bezw._ ehe­maligen Studenten auch von Seiten des Offizierkorps der Säbel als genügende S ü h n e für Beleidigungen anerkannt wird, die Pistole dagegen nur bei Unfähigkeit des einen Teiles zur Führung der blanken Waffe zur Anwendung kommen soll." Der Antrag fand den Beifall der deutschen Burschenschaft und wurde angenommen.

DerKöln. Volksztg." wird aus Rom gemeldet: Zwischen Berlin und Rom ist eine Vereinbarung getroffen, wonach die dem- nächstige Eröffnung einer katholisch-theologischen Fa­kultät in S tr bürg gesichert sei. Berlin genehmigte angeblich die wesentlichen Forderungen Roms, um den katholischen Charakter der Fakultät zu gewährleisten. Gymnasialprofessor Bachmann- Nürnberg hat den Ruf an die Unwersität Er­langen für systematische Theologie, und zwar als Nachfolger I h m e l s, der zum Oktober nach Leipzig übersiedelt, ange­nommen.

Wie man schreibt, ist von der phllosophischen Fakultät zu Rostock der durch seine Schriften über England (Aus dem mo­dernen England",Streifzüge durch Großbritannien",England als Weltmacht und Kulturstaat") bekarutte schwedische ^christztellex Gustav F. Steffen magna cum laude zum Doktor promoviert worden.

Stttdentenkongreß in Pest. Ende September findet üt Ofenpest einer der seit einigen Jahren beliebten internationalen Studentenkongresse statt. Der Besuch verspricht, wie magyarische Blätter versichern, außerordentlich rege zu werden. Obwohl das Komitee, heißt es, ausdrücklich gebeten hatte, es solle diesmal eine beschränkte Anzahl Delegierter entsendet werden, und man nur au etwa 300400 auswärtige Gäste rechnete, sollen sich nach einer Meldung desFüggellen Magyarorszäg" 13001400 Sttldenten, Studentinnen und Universitätsprofessoren zum Besuche des Kongresses anschicken, deren Einquartierung und Verpflegung emige Schwierigkeiten bereiten wir. Wie in Ungarn alle Äußerungen des öffentlichen Lebens, wird ohne Zweifel auch der Kongreß einen politischen Beigeschmack bekommen.

4l/2% Oesterr. Silberrente 102.10 4% Ungar. Goldrente . . 102.15

Wöchentliche Uedersicht der Todesfälle in der Stndt Gieße«.

33. Woche. Vom 10. August bis 16. Apgust 1902. (Einwohnerzahl: angenommen zu 26400 (inkl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 16,06,

Jagd - Verpachtung.

Nachdem der Gemeinde Kohden die Berechtigung zuge­sprochen worden ist, auch die Jagd in dem neu eingetauschten Tell Harbwald (27 ha) zu verpachten, soll nunmehr die Feld- und Waldjagd in der hiesigen ca. 234 ha großen Gemarkung zusammen als ein Jagdbezirk

Dienstag den 2. September d. I., vormittags 11 Uhr» auf dem Bürgermeisterei-Büreau dahier auf 9 Jahre verpachtet werden. Die Bedmgungen werden vor der Verpachtung be­kannt gemacht. Das Jagdgebiet ist nicht nur direkt von der Hallestelle Kohden, sondern auch in je */a Stunde von den Stationen Nidda, Bad Salzhausen und Borsdorf bequem zu erreichen und hängt mit dem fiskalischen Harbwald, der ca. 730 ha groß ist, unmittelbar zusammen.

Kohden, den 26. August 1902.

Großherzogliche Bürgermeisterei Kohden.

Kro mm. 6030

August

Barometer auf 0° reduziert

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der Lust

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

Windrichtung

Windstärke

Wetter

27.

2«

744,6

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10,3

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SW.

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Bed. Himmel

27.

925

746,7

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SW.

1

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NNW.

1

Nebel

nach Abzug von

2 Ortsfremden 8,03 °/co.

Kinder

Es starben an:

Zusammen:

Erwachsene: im vom

1. Lebensjahr: 2.15. Jahr

Allersschwäche

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Lebensschwäche

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Herzleiden

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2(2) - -

Paralyse

1(1)

1(1) - -

Krämpfen

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Verunglückung

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1(1) - -

Selbstmord

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1