ijtragt: Bewilligung der vorge-
über 10 Millionen Mark belaufen habe. Tann feien noch zur Zeit der Kohlennot Fällungen über den Etat hinaus von über 66 000 Festmeter gemacht worden, die ohne den
gerade das forstliche Reffort mit einer großen Produktion, deren finanzieller Effekt sich im vergangenen Jahre au
pro Pferd könne er nicht zustimmen.
Ministerialrat Milbrand: Es gebe kein Ressort, das von der Kammer so begünstigt werden sollte, wie
turen seren deshalb zum Teil schon aus,geführt. Die LKrt- schaftspläne feien bereits aufgestellt, und wenn nun an den Kulturkosten gestrichen werde, was geschehe dann? Das Holz sei gefällt, dann werde die Fläche kahl bleiben, der
Humus verzehre? sich, der Boden werde härter und die Kultur im nächsten Jahre viel kostspieliger werden. Dann könne man auch den Holzfällungsetat nicht steigern, wenn der Zuwachs zurückgehe. Weiter sei die beste Form der Schuldentilgung, wenn dies nicht aus andere Art geschehen könne, diejenige guter Waldanlagen; denn er sei fest davon überzeugt, daß bei dem vielfach vorhandenen Raubbau einmal eine Nutzholzart kommen werde, und dann würde unseren Nachkommen das zugute kommen, was jetzt kultiviert werden solle. In der Zukunft werde- der Wald eine große finanzielle Rolle-, spielen, erbitte deshalb dringend, Abstriche an den Kulturkosten nicht zu machen.
Abg. Molthan (Zentr.): Aus der Erklärung der Regierung habe er gesehen, daß in der hessischen Forstverwaltung ein frischer Zug sei und daß der Wald mehr kaufmännisch ausgenutzt werde. Dem Ausschußantrag habe er indes leichten Herzens zugestimmt; wenn es auch eine produktive Ausgabe sei, so schade es nichts, wenn man eine Ausgabe, deren finanzieller Effekt erst in 50 Jahren zu spüren sei, noch 2 bis 3 Jahre zurückstelle. Bei der Errichtung der 14 neuen Oberförstereien habe man dem gewünschten Wohlwollen für die Forstverwaltung Genüge ge- thau. Er sei für den vom Ausschuß beantragten Strich, um eine eventuelle Steuererhöhung zu vermeiden.
Abg. Braue r (fr. w. V.): Damals habe man die neuen Oberförstereien bewilligt, und jetzt wolle man die Ausgaben für die Thätigkeit derselben einfach streichen. Mit Rücksicht auf forsttechnische Gesichtspunkte dürfe man dieser Forderung der Regierung nicht ablehnend gegenüberstehen.
Abg. Weidner (fr. w. V.): Bismarck habe einmal gesagt, wenn er eine neue Ueberzeugung gewinne, gebe er die alte dran. Diesem Grundsatz folge er heute and). Im Ausschuß habe er im Gegensatz zu Molthan nicht leichten Herzens für diesen Strich gestimmt. Wenn durch diese Abstriche die Aufforstung der Höhen des Vogelsberges auf 2 bis 3 Jahre hinausgeschoben werden müßte, dann werde er unbedingt für die Regierungsforderung stimmen. Zudem habe er Klagen aus dem Vogelsberg gehört, daß dort die Kulturarbeiten eingeschränkt werden. Im Ausschuß habe er dagegen gestimmt, nach den Erklärungen der Regierung werde er die Forderungen gut heißen.
Abg. David (Soz.): Diese Sparsamkeit werde sich bald schwer rächen durch Bodenverschlechterung, Jnsektengefahr u. s. w. Durch eine solche Kulturverzögerung werde großer direkter Schaden angerichtet werden. Eine Störung im Entwicklungsprozeß des Waldes dürfe nicht eintreten .
Abg. Jöckel (natL): Voriges Jahr fei man mit weniger ausgekommen; werde diese Mehrforderung bewilligt, o werde man jedes Jahr mit neuen Anforderungen kommen. Er stimme für Streichung der 68 000 Mk.
Abg. Horn (natL) bemängel!, den Pflanzenbezug von auswärts.
Abg. Wolf (fr. w. V.) erklärt, für den Ausschußantrag Hmmen zu wollen.
Abg Köhler-Darmstadt (natL): Es handele sich für ihn nur darum, zu konstatieren, daß sich der Antrag der Minderheit des Ausschusses in den der Mehrheit verwandelt habe dadurch, daß der Abgeordnete Weidner seinen Standpunkt geändert habe. Jetzt sei der Ausschuß mit 4 gegen 3 Stiw^«.^'ir die ^rbernntr dr-rr Regierung ohne jeden LLwstrich. Er gmube, daß diese Ausgabe dem Suite großen Nutzen bringen werde. Er bitte, dem Antrag der u.wnmehrigen Majorität zuznstimmen.
. Abg. Ulrich (Soz.): Das Konzert der 7 Ausschn- mrtglieder habe in schriller Dissonanz ausgellungen un er habe schon damals offen erklärt, daß er diese Mustt mcht mitmachen werde. Jeder Hektar neuer Kultur ermögliche, 6—8 Festmeter mehr zu schlagen, und bringe dadurch dem Lande ein erhöhtes Einkommen. Voriges Jahr habe man für 300 000 Mk. mehr Holz herausgeschlagen. Dies fei nur möglich gewesen durch erhöhte Aufforstung. Diese Streichung sei em großer Fehler; er stimme für die Regierungsforderung.
Abg. Molthan (Zentr.): Er habe nicht die Ueberzeugung gewonnen, daß diese Mehrausgaben unbedingt notig seien, und werde dem Anträge der jetzigen MinoriM des Ausschusses zustimmen.
Nachdem Abg. Häusel (natL) sich für Streichung der 68000 Mk. erklärt hat, wird abgestimmt. 9
Der Antrag der nunmehrigen Minorität auf Streich- wird abgelehnt und der Antrag der jetzigen Majorität des Ausschusses: die Regierungsforderung von 1812 125 Mk zu bewilligen, wird angenommen.
£itet 7—12 beantragt der Ausschuß: Bewilliauna von 548 669 Mk., was debattelos Annahme findet. 9 (Fortsetzung im Hauptblatt.)
Vermischtes.
* Unglück in den Alpen. Aus Zermatt wird berichtet: Ein Herr Stenger aus Düsieldors stürzte auf einer Schneeschuh-Tour nach dem Fuße des Mont Rosa- Gletschers mit drei anderen Personen aus Bern in eine Felsschlucht hinab. Slenger blieb tot.
der Insekten sei man genötigt, teilweise and-ere Holzarten anzupflanzen, die biefek11 Schäden weniger unterworfen seien. Ferner sei die Anlage von weiteren Pflanzgärten dringend notwendig, augenblicklich sei man gezwungen, noch ron auswärts, 'insbesondere aus Schleswig-Holstein, Pflanzen zu beziehen. "Auch sei beabsichtigt, demnächst die Höhen des Dogelsbergc"--'' die für andere Kultur unbrauchbar seien, aufzuforstelix- einerlei, ob dies nun von feiten der Gemeinden oder LDCin Staat erfolge. Es handle sich hier um die Aufforstung von 4000 Hektar Land. Dann sei wecter noch zu bedenken, daß bereits seit dem 1. Oktober für das neue sv^hr gewirtschaftet werde; die Kul-
werden. Die maßgebenden Kreise der Wissenschaft, alle I Regierung derart entgegengekommen, daß sie in dieser Sachverständigen sind nach wie vor von der Notwendig- Beziehung keine neuen Wünsche mehr einbringen sollte, keit for_ Impfung überzeugt, sie erklären alle, es würde Einer Erhöhung des Fouragegeldes von 800 auf 900 Mark ein großes Unglück fein, wenn der Impfzwang aufhören' 1 "" sollte. Erkrankungen an Syphilis können jetzt nicht mehr Vorkommen. Zu Gefängnis kann niemand wegen Impf- Verweigerung bestraft werden, das Gesetz kennt nur Geld-, event. Haftstrafe. Sfonn nur Geldstrafe festgesetzt wäre, würde mancher die Strafe zahlen, und das Prinzip des Gesetzes würde durchbrochen.
Abg. Reiß haus (Soz.) tritt nochmals für Aufhebung
des Impfzwanges ein. I Pflichteifer und die Initiative der Oberförster nicht aus-
Tie Petition wird der Regierung als Material über- führbar gewesen seien. Auf 1 Festmeter Holz kämen nach wiesen, ebenso eine Petition betr. Erweiterung des einer angestellten Berechnung nur 4Pfennig Diäten. Wenn Vogelschutzes. Eine PetiN on des Bundes deut- nun dafür im neuen Budget eine höhere Summe ein- s ch e r F r a u e n v e r c i n e auf Schaffung eines einheit-gestellt fei als im alten, so er Hä re sich dies in folgen- lichen deutschen Vereins- und Versa mm- der Weise: Im alten Budget seien 19 000 Bttrrk dafür vor- lungs rechts wird von der Tagesordnung abgesetzt. Zur gesehen, dazu komme aber noch die seith-erige Vergütung Erwägung überweist das Haus der Regierung Petitionen der Oberförster für Betriebsregulierungen im Betrag von betr. Unter stütz ung^d er E n t s ch ä d i g u n g s - An - 12 000 Mark, die bei dem neuen Beamten gesetz in Wegfall spräche der aus Transvaal a u s g e w i e s e n en I gekommen feien. Die Differenz gegenüber der früheren Rei ch s a n g e h ö r i g e n und betr. Einführung des neun I Summe fei also von geringer Bedeutung. Er bitte des- U h r - G e s ch ä f t s s ch l u s s e s für die Apotheken, halb dem Vorschläge der Regierung zuzustimmen.
Eine Petition betr. Einführung der Strafe der körper- Abg. Weidner (fr. w. V.): Die Ansicht Korells sei lichen Züchtigung wird durch Beschlüsse des Reichs- nicht zu vereinbaren mit den gesetzlichen Bestimmungen, tags über den gleichen Gegenstand für erledigt erachtet. Barauslagen und Transportkosten sollten nach Korells Petitionen betr. Ausdehnung der Un f allf ü r s o r ge auf Ansicht dem Oberförster vergütet werden. Werde nun aber die Polizeibeamten und betr. die Sonntags- der Antrag Korell, die ganze Position zu streichen, anruhe in den Schankstä.tten werden der Regierung genommen, so müßten die Oberförster dieselben aus der als Material überwiesen. Petitionen betr. Beseitigung eigenen Tasche bezahlen. Er gebe deshalb in Erwägung, von Not- und Mißständen auf dem Gebiet der W o h n - ob es nicht besser sei, den Antrag zurückzuziehen.
un g s frage werden teils dem Reichskanzler als Material Abg. M o l t h an (Ztr.) sttmmt dem Vorredner zu schon überwiesen, teils wird über sie zur Tagesordnung über-! im Hinblick auf die Diäten der anderen Beamten.
gegangen. Damit ist die Tagesordnung erledigt. Abg. Korell (fr. w. V.): Er habe in feiner Ein-
Nächste Sitzung: Freitag (Etat der Reichseisenbahnen, leitung darauf hingewiefen, daß die Streichung der Di- Zölle und Zuckersteuer). äten der Beamten allgemein durchgeführt werden müsse;
---!---------- aber - ganz besonders treffe dies bei den Oberförsterin 3oHtarifßommiffion. zu, die schon bezahlte Schreibhilfe und ein Dienstpferd
(v. ,. , hätten, und zudem noch die Bezirke verkleinert worden
Berlin, 27. Februar. .-e|en
3V™lJie fÜnfte Wti°" 3ontMifS: Buchweizen Su 3iffer 5-7 beantragt der Ausschuß:
* Mgg.'Herold und Schwerin beantragen eine Er. UÄ*’» T^SfoitÄSftoe^ ÄÄ ® an gknh" S £ÄwnMtii9' "°°° toari 2i00
-ÄpWffÄ SÄ'ÄflSS - ™* “*■ >«
Buchweizen Veftkgen ist Vliege*'e?duschaus"iÄ^n" Ministerialrat Milbrand: Es sei ohne Zweifel nicht
tereffe ber ^t9efn6 auern ^aü ein bb f f f nur in $e,'en ^tage getreten, daß es erwünscht fei,
s ch u tz ' geschaffen wird ' 'm hohererZoll- ^ch der Oberförster em Pferd halte, unt jederzeit
Hierauf wird der'ßollwk hnn t 11 010611 und unabhängig von Zeit und anderen Personen
65 die ÄÄßefiS
Antrag Bein a b »e?e h n1,d^Z°Mtz der Regier au-gebrochen gewesen sei. Nur durch sein rasches Ein- unasvorlaae wird aeneömiat äu Vmttion?- 9rei|en 6atte eui größeres Unglück vermieden werden
SÄ Anträge vo? 9Ek?1edock d?e Komm" rönnen. Wenn der Ausschuß der Ansicht gewesen sei, daß die Erörterung eintritt spricht Aba^StabtUaen h n ctne Erhöhung der Fouragegelder von 800 auf 900 9Jiart WunM nach for Be^ Votttionen aus erforderlich sei, so weise er darauf hin, daß f^e
Sterftatter StbrBanm eim föt bie4 äfi ’tctä bamit pupsen hatten, daß die Oberförster . ihr ÖnfÄ Meran etitoWt eine tönae^ Äf« *ferb abzuschasjen beabsichtigten, weil sie zulegen mifi-Sten. ordnungsdebat e in dwen Verlaufe Aba Rebel Württemberg und Baden zahlten in dieser Hinsicht/ wgar
Angriffe gegen Wangenheini ^wgen seiner ^richterstattung sachlichen^AusgabeBlC|"eC ^""Uchen
Adg. Woks (fr. w. B.) erklärt, daß da^'Ministerium rügt diese Ausdrücke Wangen b e im Mut b»finititi I M Innern zu anderen Resultaten in dis.-ser ym,icht ge- fernere Berichterstattung über Petitionen ab. Dr. P a a ?ch e! ein.- ^uvalleriepferd mit 1,18 Mark 9 lch zu unter- bemerkt zustimmend, er könne es ihm nicht verübeln Nacki ! Kulten )ei. Cr }et umsomehr gegen dr^ 1 bübung der dem G a?n p zum Berichs Fouragegelder wett vom Regierungst^ch aus crtiart wor-
Wtt wurde, vertagt sich die »oniunssiou aus morgen. gegen zwei Stimmen
t , angenommen. /
±)f l flier laiwinfl. Es folgt Titel 6II: „Wegen /-^er kameraldomanen unter
, Verwaltung der Oberförster^sen". Der Ausschußantrag:
Zweite yessischc Stanoekummer. 127 665 Mk. zu bewilligen, ^wird debattelos ailgenommen.
85. Sitzung. Ebenso 111: „Wegen 1 'er Kameraloomänen unter Ver-
T arm stad t, 27. Febr. waltung der Baubehörde:^" luit ?4100 Mark.
Präsident Haas eröffnet die Sitzung um 9,20 Uhr. Bei Titel 6 IV: „Weg^u der Forstdomänen" stellt der Am Regierungstisch: Staatsnttnister Rothe Erz., Fi- Ausschuß folgenden Antrac
nanzminister Gnauth Exz., Ministerialräte Wilbrand, Brei- !) Die Siajorität beaiu ragt: Strich der unter Titel 6, fort, Geh. Oberfinanzrat Dr. Becker. IV, 4 mehr geforderten 68 0 ^0 Mk., mithin Bewilligung von
Es wird mit der Spezialberatung des Budgets fort- nur 1 744 125 Mk.
gefahren. 2) Die Minorität bean
Kapitel 2, Titel 5: Kosten der Erhebung, Beitreibung fchenen 1812125 Mk.
und Verrechnung der Dorninialgefälle wird gemäß An- Tie Mäjorität des AusLl'chusses (4 Stimmen gegen 3) trag des Ausschusses: die geforderten 81350 Mark zu beantragt also die Mehrfords erung an Kulturkosten in Höhe bewilligen, genehmigt. von 68 000 Mk. zu streiche'i,n und statt der geforderten
Bei Titel 6: Lokalverwaltungskosten, erklärt 400 000 Mk. nur 332 000 Mk. iAie im Vorjahre zu bewillige«.
Ministerialrat Wilbrand: Er sei zur Erklärung Hierzu erklärt )-
ermächtigt, daß die Regierung mit fon Anträgen des Ministerialrat W i l b r a 6 ' Es sei für die Regierung Ausschusses einverstanden sei unter der Voraussetzung, betrübend gewesen, erfahren müssen, daß der Ausschuß daß Abstriche an fort Fouragegeldern für die Pferde nicht in dieser Frage geteilter Ans§chi gewesen fei. Die Regiergemacht würden. ung habe große Bedenken gen8cn diesen Strich; er sei in-
Ter Ausschußantrag lautet: Bewilligung 1) von dessen überzeugt, daß die Majorität dies nur schweren 35000 Mark an Stelle der unter Ziffer 4 vorgeschlagenen Herzens gethan habe. Erkläs rcn könne er sich diesen Urn- 40430 Mark (Diäten der Oberförster), mit der Bestimm- stand nur dadurch, daß man t-wohl gesagt habe, wenn alles ung, daß der Oberförster für Dienstgeschäfte in seinem bluten muß, muß auch der L^ald darankommen. Was die Amtsbezirk bei mehr als 21/2 Kilometer Entfernung von Höhe der Kulturkoften ai^lange, so beweise dies, daß
Wohnort und mehr als 5 Stunden Zeitaufwand überall im Forstbetrieb eine )lce9e Thätigkeit herrsche. Jähr- 4 Mark zu beziehen hat; 2) von 405191 Mark unter lieh seien 700 Hektar zu kult^oieren. In den letzten Jahren 2Üser 1, 2 und 3. , habe man 2000 Hektar de; Gastierte Waldungen zugekauft,
Abg. Korell (fr. w. V.): Der Ausschuß sei hier in die man doch anpflanzen Müsse. Der früher mehr exten- dre Regelung einer Materie eingetreten, die schon voriges sive Betrieb sei jetzt in epnc intensive Wirtschaft überge- 2?hr in Frage gekommen sei. Bei der derzeitigen f.nan- gangen. Alle Sparten werden jetzt nur auf solche Böden alS-L?006 man erwägen, ob man hier nicht größere gebracht, wo sie auch prosperieren, wodurch sich ein er- Abstriche machen könne. Er wünsche hier Ersparung an höhter Zuwachs ergeben ick erde. Auch durch die Bekämpfung persönlichen Ausgaben; den Oberförstern sollten nur die " r * *
Transportkosten ersetzt werdeii, besondere Tagegelder seien ihneil nicht zu bewilligen. Bei Errichtung der 14 neuert Oberförstereien seien zudem die Bezirke kleiner geroorden, wenn sie auch hie und da unprattisch eingeteilt seien. .Hier sei ja leicht von der Regierung entsprechende Ab- hilfe ztl schaffen. Er werde noch weiter gehen und beantragen, diese 40 430 Mark überhaupt ganz zu streichen, ^.ann werde die am Schluß des Budgets auftauchende Frage der Steuererhöhung leichter gelö,t werden.
Abg. Weidner (fr. w. V.): Tie Kammer sei bezüglich Eebalte und der Neuorganisation der Oberförster der
Ucneste Melounge».
Originaldrahtmeldunge» des Gießener Anzeigers.
Leipzig, 28. Febr. Die Kriminalpolizei verhaftete auf dem Thüringer Bahnhof einen internationalen ©in» brech er, der in Kassel seinem Transporteur entsprungen war. Bei dem Festgenommenen fand man große Mengen Gold und Schmucksachen.
Madrid, 28. Febr. In Toledo sind Unruhen ausgebrochen. In Madrid-Ejos bewarfen die Unruhstifter die Oktroi-Häuschen mit Steinen. Die dort befindlichen Papiere wurden verbrannt und der Telegraphendraht abgeschnitten.
— Ganz enorme Verbilligung der Betriebskrast in den verschiedensten Fabrik- und Gewerbebettieben, ermöglicht eine neue Erungenschast auf dem Gebiet des Motorwesens, welche das weü- gchcnbftc Interesse der Geschäftswelt beansprtlcht. Dre rühmlichst bekannte Rheinische Gasmotorenfabrik Benz u. Co. A.--G., Mannheim baut einen Krastgasmotor, welcher bei höchster Leistungsfähigkeit und einfachster Behandlung einen solchen geringen Auf- rnanb an Betriebskosten erfordert, daß die Dampfmaschine oder andere 5lrastmaschinen, dagegen gar nicht in Vergleich gezogen werden können; der Konkurrenzkampf der Jetztzeit stellt jeden Betrieb vor die Aufgabe, au§ den Fortschritten der Technik in weitgehendstem Maß Nutzen zu ziehen, weil er im großen Wettbewerb nicht zuruckbleiben darf; es ist daher begreiflich, daß trotz schlechter Konjunktur im letzten Jahre allein 120 Krastgas-Motor-Anlagen nut insgesamt 1900 Pferoekräften durch Benz u. Eo. ausgefuhrt


