Ausgabe 
27.2.1902 Drittes Blatt
 
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habe an

Festungsstrafe von je drei Monaten.

die vor der ersten Sie hatten eine Bandagen ausge- sie Freunde seien.

, sten Byngs genau in der Richtung auf Bothasberg durchzubrechen, wo Byng Fühlung mit Rimingtons linker Flanke hat. Einer Anzahl Buren gelang es, durchzubrecheu, nachdem sie alles zurückließen. Die Neuseeländer zeigten die größte Tapferkeit. In un­mittelbarer Nähe des Schlachtfeldes ließen die Buren 15 Tote und 6 Verwundete zurück. Weitere Einzel­heiten, insbesondere über die britischen Verluste,

Sodann wird zur Abstimmung geschritten: die Regierungs­vorlage, betreffend einer Weinbaudomänenverwaltung in Mainz wird angenommen; der Antrag des Ausschußes zu Kapitel 3: Weinbaudomänen: a. als Einnahme statt 60 900 Mk. den Betrag von 80 900 Mk. und b. als Ausgabe statt 76 500 Mk. nur den Betrag von 65 500 Mk. zu bewilligen, wird eben­

anzusehen. Diese Anschauung fand auch die stuck, med. Grabsch und Milarch, Strafkammer des Landgerichts I standen. Mensur mit geschliffenen Schlägern und

fochten. Die Angeklagten erklärten, daß

Sie führten außerdem an, daß die Mensur nur eine Hebung mit militärischen Waffen sein solle und daß ihnen in der Duellgeschichte kein Fall bekannt sei, daß bei den erwähnten Bedingungen eine schwere Verletzung oder gar ein Todesfall eingetreten sei. Der Gerichtshof hielt sich an die Entscheidung des Reichsgerichts und verurteilte die Angeklagten zu einer

Gerichtssaal.

Darmstadt, 26. Febr. Die Strafkammer verurteilte heute den Sparkassenrechner Maier von Of­fenbach wegen Unterschlagung im Amte zu zwei Jahren 6 Monaten Gefängnis und 3 Jahren

Ehrverlust.

Berlin, 25. Febr. Nach mehrfachen Entscheidungen des Reichsgerichts sind die Bestimmungs-Mensuren der Studenten als Zweikämpfe mit tätlichen Waffen Anwendung gegen

"Ulm, 26. Febr. Die Gerüchte von dem Duell zwischen einem preilßischen Oberleutnant und einem bayeri­schen Leutnant sind darauf zurückzuführen, daß thatsächlich ein Familienskandal vorgekommen ist und zu gleicher Zeit ein Ofsizier, angeblich mit einer Schußwunde, unter Klausur int Garnisonslazarett lag. Es war aber nicht der in der Affaire genannte preußische Oberleutnant, denn der letztere befindet sich seit Monaten in Metz, wohin er versetzt worden ist.

Kunst und Wissenschaft.

D a r m st a d t, 26. Febr. Die Großh. Kabinettsbirektion veröffentlicht in derDarmst. Ztg." folgende Nachricht: Gegenüber den zahlreichen Unwahrheiten, welche in der letzten Zeit, zum Teil in böswilliger Weise,

liegen noch nicht vor.

N e w y o r k, 27. Febr. Nach einer Depesche aus Hali­fax ist dort der Dampfer des Nordd. LloydKar lsr',u h e"' mit dem derselben Gesellschaft gehörigen anscheinend be­schädigten DampferNeckar" im Schlepptau ein» getroffen.

Newyork, 27. Febr. Bei dem Frühstück im Sherry- Restaurant brachte Morgan einen Trinkspruch auf Prä­sident Roosevelt, den deutschen Kaiser und den Prinzen Heinrich aus. Der letztere erwiderte mit einem Trink­spruch auf denKapitän" der Industrie und des Handels der Neuen Welt. Alle Crinksprüche wurden stehend angehört.

w an der Hand der von dem Steuerkommissgrrat er- Gerste bauende Landwirtschaft nicht im Stiche lasten mittelten Werte die Verkaufspreise der letzten 10 Jahre die Regierung nicht entgegekommen, w

ermittelt, sodann unter Hinzuziehung d.s dortigen Bürger­meisters und Beigeordneten eine Kommission gebildet und an der Hano dieses Materials jedes einzelne Grundjlück geschäht. Kein Privatmann könne vorsichtiger und umsichtiger ver­fahren fein. Nicht genug damit, seien auch Rentabilttats- berechnungen gemacht worden für einen Zeitraum von 15 Jahren nach den Büchern des Verkäufers, dann habe man unter Anhörung eines Mainzer Sachverständigen den Turchschnittsertrag ermittelt und die, en sodann zu mayi- gem Zinsfuß kapitalisiert. Dadurch habe die Regterung die ursprüngliche Forderung von 200000 Mark herabgeorückt. (Hört! hört!) Das Bodenheimer Gut sei kurz vor^ der Zwangsvollstreckung erworben worden, und vom Vrts- gericht viel höher taxiert gewesen. Ebenso gelte das Oppen­heimer Gut als billig erworben. Ter Abgeordnete sioch habe weiter bemängelt, daß die Verwaltung zu tost;pielig sei. Aber man stehe doch erst im ersten Jahre der Ver­waltung und man solle deshalb mit dem llrteil etwas zurückhaltender sein. Nach einer ziemlich einwandfrei^ Berechnung werde sich ein finanzieller Erfolg für die Staatskasse ergeben. Der Zustand des Oppenheimer Gutes sei befriedigend, in Nackenheim sei noch sehr viel zu thun. Bei den Weinbergen an her Bergstraße müsse man - -iiawTien, utc - -----

Musterweinberge einrichten. Es fei dort am notwendigsten, . be§ Zolles von 5 Mk. auf 3.50 Mk. als klinisch. Der aus Kupferplatten mit Gold verziettte denn dort sei der Weinbau tn der.allertraurigsten Ver- anerkannt. Dian solle bei der Beurteilung ^pelbau, über dem sich die Frankofurtia erhebt, rst das

sasiung. Man mu[,e den Leuten ytflenSfÄ U W «W fronen, wem sie nützen, ob dem Groß- Werk der hiesigen Firma G. Knodt Was dre innere

berge anlegen muste; das to]te natürlich Geld, aber die <5 ) T 9 ftpfa nneh ihrem Nutzen I bänricbtuna anbelangt, ist es wohl selbstverständlich, daß

normalen Ausgaben würden dadurch nicht großer. Dann oder dem Klembes tz, s mn|fsmnhifnhrt Deutschlands die > neuesten Errungenschaften auf dem Gebiete der Technik

könne man aber auch normale Zustände in den Em- fragen ;ür die allgemeine Vo kswoh fahrt Deuychl^ die ^ren ^ru^ g^I 1 I Direkt unter der Bühne ist die

nahmen erwarten. Bezüglich des Sitzes der Verwaltung unsere Wehrkraft und unsere Unabhängigkeit . ie untergebracht, die vermittelst Elektrizität ge­mässe er erklären, daß, abgesehen davon, daß die^Kellereien Auslande. Er bitte die Vertreter der Landwirt- \ . ! to;rb Die Heizung ist eine Zentral-Niederdruck-

in Bodenheim und Nackenheim nur für enteil Herbst Ae- s ch a-f § dringend, sich zu überlegen, ob sie nicht den Heizung des Zuschauerraums geschieht

nügten, der ganze Wemmarkt nun einmal m Mainz Vorschlag der Regierung annehmen, der immerhin durch Einströmen der warmen Luft aus Oeffnungen int

liege Wir müßten beit i^nen Gutes biete. Falls keine Verständigung zu ^desii unter den Sitzreihen. Freudig zu begrüßen ist dre

nicht uns. Richt aus Vorliebe zur StadtU« man J fürchte er schwere Schädigungen für Schaffung einesErfrischungsraumes", der auch älsProbe-

zu diesem ^^11^; Die Schuld li/ge dann auf Seiten Mbenutzt werden soll, für die Besucher des 3. Ranges

dm L der Lgrarier.' Ministerialdirektor Wermuth bekämpft die !md der Zallerie. Die Baukosten

Läufen eintreten zu lassen. In dieser Beziehung könne Ausführungen Heims bezüglich des Gerstenzolls. Die Ein- die Ueberschreitungen chi rechn , T verkauf des

, beruh g .-.ff I Cyyi+nv-Aff»" Sor I nLten^^öuTbVcdhnufeV 1'250 000 Mark, also ca. Dreiviertel

schäftet werden. Abgeordneter Bahr ftehe mit .emer Ansicht, Brauereien, die der Futtergerste tm Interesse Viehzucht. ken i si für den Neubau erzielt worden sind. Die die Verwaltung mit der Weinbauichule zu verbindens l«n ^ch würde unsere deutsche Bierausfuhr gefährdet. ßeitunf* wivd natürlich in den

da; um 100 Morgen Weinberge erfolgreich^bewirtfchaften Stadthagen (Soz.) bekämpft die Ausführungen b 8 Intendanten Claar liegen. Auf die Pflege

zu können, seimdes Grafen Schwerin-Löwitz. Die Minimalzölle feien emc Nuferer Klassiker will man das Hauptaugenmerk richten.

unEokdZi'tliÄ woblEaen WiS zum- staatsrechtliche Beschränkung der Rechte des Kaisers, es liege Durch die Bewilligung einer beträchtlichen Summe für Ver-

bEU außerordentlich wohltätigen ^nftimnon zuzu Majestätsbeleidigung darin. Der Kaiser sei mehrung des künstlerischen Personals wie auch zu Ne^

stimmen. ( ist überzeugt, daß keine Rente frei bei dem Abschluß der Handelsverträge, die Mimmalzölle anschaffungen an 2^mtfL^re^

dabei errett werde Ze!ade die renommLten Weme müßten aber schränkten dieses Recht ein. 6tabt5 einiger1 L

an den Plätzen, wo sie auch wachsen, versteigert werden. Staatssekretär Th ielmannverivei! 9 9 , Klassiker-Vorstellungen zu ermöglichen, ist eine größere Zahl

Abg. Wolf (fr. w. B.) begrüßt es mit Freuden, daß Hagen darauf, daß auch der Zolltarif mit Genehmigung^des Usvorstellungen zu billigeren Preisen als bisher in Aus- der Staat hier vorbildlich werden wolle durch Anschauungs- Kaisers emgeführt worden^sei. Dem, G^fen. Schwerm-^öwitz sio 'ommei^ unterricht, der bester sei als der Schulunterricht. Deshalb gegenüber verwahrt sich Staatssekretär Thielmann gegen den ' ' solle die Regierung auch an minder guten Plätzen ankaufen. Vorwurf, daß die gestrige Erklärung schroff geivesen sei.

Er werde für den Regierungsanträg stimmen. Dr. Paasche (nl.) führt gegenüber Stadthagen aus, die

Abg. Köhler-Darmstadt (natl.): Die Regierung habe Angaben über die Zunahme der Kindersterblichkeit infolge der mit der Schaffung der Weinbau-Domänen bezweckt, sich Getreidezölle seien übertrieben. Die Lebenshaltung des Ar- einersests eine neue Ertragsquelle zu erschließen, auf der beiters solle nicht herabgedrückt werden und die Notlage sei anderen Seite aber auch vorbildlich zu wirken und dadurch nicht nur beim Großgrundbesitz vorhanden. Seme polttychen die Leistungsfähigkeit der dortigen Bewohner in finanzieller Freunde wünschen, durch die Handelsverträge unsere wwt- Hinsicht zu heben. Daher sei dem Projekt zuzustimmen. Der schaftlichen Verhältnisse sicherzustellen. Damit wir auch eine Sitz der Verwaltung sei von der Regierung dahin zu legen, ruhige Entwickelung erzielen, hielten wir uns auch für ver- wo es ihr am geeignetsten erscheinen müsse. pflichtet, der Landwirtschaft zu helfen. Redner stimmt für btc|

Abg. P ennrich (Zentr.) ist derselben Ansicht wie Regierungsvorlage.

Molthan und Köhler. Die Auswahl des Sitzes der Ver- Sächsischer Geheunrat Rüg er gibt namens Sachstns die roattung sei lediglich Verwaltungssache der Regierung. Aber Erklärung ab, daß die Regierung nach wie vor auf dem Boden auch sachlich sei Mainz als Zentrum des Verkehrs günstig der Regierungsvorlage stehe, und mit der Erklärung des für die Prosperität des Unternehmens. Grafen Posabowsky einverstanden sei.

Abg. Weidner (fr. w. V.) stimmt für die Vorschläge Abg. Spahn (Zentr.) erklärt namens seiner politischen der Regierung, die ein Segen für das Land bedeuteten. Er Freunde, sie würden in dieser und in der zweiten Lesung für Achte nur noch das Ersuchen an die Regierung, daß der Be- den Kompromißantrag stimmen. Staatssekretär Thielmann zug von Weinen auch mittleren Leuten zugängig gemacht habe mit seinen Ausführungen die Lage noch verschärft. Die werde, damit man auch in Oberhessen Gelegenheit habe, einen schroff ablehnende Erklärung der Regierung sei " Schluck von dem guten Wein zu kosten. unverträglich mit der.Verf'assung. Sobald der Be-

Abg. Koch stellt den Anttag, den Sitz der Verwaltung schluß der Kommission vorliege, solle der Bundesrat über nach Nackenheim zu verlegen. diesen seine Entscheidung treffen.

------- rv <- Abg. Pachnicke (fr. Vg.) bekämpft die Zollerhöhung.

Indem er auf das Interesse armer Leute und der Verbraucher Neueste Meldungen,

allgemein hinweist, betont er, daß 4/s aller landwirtschaft- lichen Betriebe keinen Nutzen von den Getteidezöllen haben. Or,grnaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Das beste Mittel zur Klärung der Sachlage sei, den Reichs- Berlin, 26. Febr. Tie Budgettommissiondes tag aufzulösen. Reichstages lehnte den Antrag Richter ab, den Etats ans atz

Auf Antrag Herold und Schwerin-Löwitz wird bie für Einnahmen aus d en Zöllen und Ver- Debatte geschloffen. brauchs steuern um rund 20 Millionen zu erhöhen und

Die Abg. Wangenheim und Heim erklären, daß fte mit allen gegen 7 Stt^vien. Sie nahm den ^lutrag sich der Abstimmung über den ftompromi6antTag =0^0^ V^^^i^'^^genTstimmen an/Tie Etotsemsütze

Die Satze des Korn promrß an träges werden Dabaksteuer, Zuckersteuer, Salzsteuer, Branntwein-

hierauf, wie gemeldet, mit 14 gegen 10 Stimmen an- Verbrauchabgäbe und Brausteuer wurden unver-

genommen. Die Abgg. Gamp und Müller-Meiningen n br t genehmigt.

Jetten bei der Abstimmung. Damit sind die Sätze -der London, 26. Febr. Lord Kitchener meldet ait§

Regierungsvorlage und die freisinnigen und Pretoria vom 24. Febr.: Ein leerer Convoy von sozialdemokratischen Anträge abgelehnt. Die Vondonops Abteilung wurde bei Wolmaranstad, ungefähr Kommission vertagt sich auf Donnerstag. zehn Meilen südwestlich von Klerksdorp, angegriffen

- < " Iund nach heftigem Kampf weggenommen. Die Eskorte

gx jri vx V ir -v Ibestand aus dem fünften Bataillon Aeomanry, drei Kom-

AlUvI UnU I pagnien Northumberland-Füfilieren und zwei Geschützen.

Gießen 27. Februar 1902. Einzelheiten liegen noch nicht vor. Die Bur en kamen hPr Qnfntftprfpn offenbar aus erheblicher Entfernung. DieVer-

L s ^nfiouierung. Der Kon rollbeamte der Lokals ausgenommen. - Oberst Byang berichtet,

für d-n Bezirk G.eßen, Ren «mimann Georg Schäfer inU$Juten Oon Aiden, welche eine Heerde Vieh vor sich \ Gießen wurde auf sein Nachsuchen m den Ruhestand versetzt. | üertrieben. versuchten am 23. in der Nacht auf ber rechten -= I Seite der Vorposten Byngs genau in der Richtung auf

UermischteL

- - - - r Solltelüber die hiesige Künstler-Kolonie verbrettet wordew

7n* rn*prbp bip sind, erklären wir, daß an eine 2lu s lo su n 9

. .. . J' rl .4. - Schöpfung Seiner Königlichen Hoheit des GroßherzoE n

Rechte die Verpflichtung zu H an d elso ertrag en! morden ist, und daß die Künstler-KoloniL

nicht übernehmen können, sondern em v oll ständiges . ^hr denn je einer gesunden und, wie Wir yofpw, Scheitern der Vorlage vorziehen. Dieses Scheitern Land segensreichen Zukunft entgegen geht,

l.cge an der schroff ablehnenden Haltung der Regierung, Fcansurt a. M 2d. Febr. Un)erer kürzlichen welche für alle Folgen verantwortlich sein werde, teitung über das neue Schau, Pr c lh an sugcn w r Ti.-ü Verantwortung sei um so schwerer, als die Regierung noch folgendes hinzu: Der neue Musentempel, eme ch Pf Sn b« deutschen Land, un^

tage handle. Tie Rechte habe das ^wußtsem, ihre Schuldig- dr ^rn Gattustho/zu. Ein prächtiger ^äulengang

ten in vollem Matze gethan zu haben, und sehe der Zulunst p röbinbe? Theater mit der an der Neuen Mamzer- mit Ruhe entgegen. Straße befindlichen Restauration, die also nicht im Schau-

Minister Niöller: Es handle sich darum, m: diesem . ülhaus untergebracht ist, wie das gewöhnlich der Fall ist. hochkritischen Augenblick klare Stellung zu nehmen. Die Re-1 ^ttoürfe für den äußeren und inneren Schmuck stam- äierimg fei nach pflichtgemäßer ernster Prüfung zu der Auf- ^.^n sämtlich von einheimischen Künstlern. franko- laffung gelangt, daß die Sähe der Regierung das surtia, die schon von weit her sichtbar Ist,sist das Werk des, Au berste sind was zu erreichen ist. Ma» müsse der !gildhau°rs Herold. Sie scheint recht sorglmn .b-Neidet sondern die Erkenntnis der Notwendigkeit der ng ^ uten stammen aus den Ateliers der Professoren Haus-

unserer wichtigen Ausfuhr, was die Regierung zuund Varnesi. Die Quadriga und die Büsten dieser Haltung veranlasse. Er sei ein überzeugter Vertreter Goethes und Schillers sind von Bildhauer Krüger ge- der Getreidezölle und habe schon als Abgeordneter die bie Giebelgruppe von dem Berliner Bildhauer

- ' " «« -- 9 " - o. Der aus Kupferplatten mtt Gold verzierte

falls angenommen gegen 5 Stimmen.

Ebenso wird der Ausschußantrag zu Kap. 2 Titel 8: Zur Herstellung einer Dienstwohnung für den Vorstand der Verwaltung 4450 Mk. zu bewilligen, angenommen und der Antrag Koch mit großer Majorität abgelehnt.

Schluß 11/4 Uhr.

Nächste Sitzung Donnerstag 9 Uhr.

Zolltarif-Kommission.

^Berlin, 26. Februar.

Bei der fortgesetzten Erörterung der Getreidezölle führt Schwerin-Löwitz (kons.) aus: Staatssekretär Thiel­mann habe gestern mit unnötiger Schärfe den Grafen Posa- dowsky noch überboten. Der Standpunkt der Kompromiß­mehrheit der Kommission sei durchaus berechtigt. Die Landwittschaft erstrebe leine Mehrbelastung der Konsumenten, sondern nur mittlere oder der Gerechtigkeit entsprechende Ge-! tteidepreise. Schlimmstenfalls würde das Brot für Mann und Frau zusammen um 5 Pfg. täglich durch die Zölle verteuert werden. Soviel mürbe der Arbeitgeber sicherlich gern freiwillig an Lohn zulegen. Vor einer Auf­lösung des Reichstags fürchte er sich nicht. Auf keinen Fall dürfe, um Handelsverträge zu Stande zu bringen, die Landwirtschaft geschädigt werden. Die Handelsverträge seien mehr gefährdet durch die Ablehnung der vom Reichstage gebotenen handelspolitischen Waffen, als durch den Kompromiß - Antrag. Bei dem guten Willen, den die Mehrheit mit dem Kompromiß - 2(ntrag gezeigt habe, hätte die Regierung eine Verständigung nicht abweisen sollen. Er bebaure bie Erklärungen ber Staatssekretäre Posabowsky unb Thielmann, bie allen bisherigen parlamentarischen Bräuchen zuwiber in einem so frühen Stabium ber Verhanblungen abgegeben worben seien. Die Regierungsoertreter hätten eine grünb- liche Prüfung nicht abgewartet unb bie Grünbe ber Mehr­heit nicht geroürbigt. Der ostbeutsche Grundbesitz werde die