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26.7.1902 Erstes Blatt
 
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Die Wiener

Ausland

wurde.

Times" meldet, daß China als Entgelt für die Abschaf­fung der LikinzöNe eine gewisse Erhöhung der Ein­fuhr- und Ausfuhrzölle erhalten solle. Weiteres ist darüber noch unbekannt.

Paris, 25. Juli. In der heutigen Schlußsitzung der internationalen Konferenz zur Unter»

nach Unterschlagung amtlicher Gelder und Bücherfalschung lüchtig gegangene Amtsgerichtssekretär Stuckmann wurde in München verhaftet. Stuckmann ist verheiratet und Vater zweier Kinder.

Den ]onen, wrro ncuLtJ uuji ।u uvtiupiLLujivx. ocuc- daß an deren Richtigkeit nicht mehr gezweifelt wird. Die neue Gesellschaft würde einwürdiges" Gegenstück zum Stahltrust und der Standard-Oil-Company bilden, ja die­selben an Vollkommenheit und Geschlossenheit des Mono­pols sogar übertreffen. Die Konsolidation wurde durch endliche Verständigung der Swiftschen und Amourschen Interessen bewirkt, die kürzlich die Kontrolle über wichtige Konkurrenzbetriebe der Branche erlangten. Swift u. Co., welchen die Sioux-Schlachthäuser gehören, brachten den größten Tell des Geschäfts der Anglo-Ameriean Packing Co., sowie der Firma Libby, MeNell u. Co. an sich und Armour u. Co. verschafften sich die Kontrolle über die Hammond und die Fowler Co. Das Kapital der neuen Combine wird das der einzelnen Compagnien bedeutend übersteigen und dürfe wahrscheinlich mit 300 Mill. Doll. sestgeseA werden. Es ist noch nicht bekannt, wann der Abschluß der Verhandlungen veröffentlicht werden wird. Rockefeller, der Präsident der Gesellschaft werden soll, wurde in das Geschäft ausgenommen, da das Chicagoer Kapital ugneachtet seiner Aiächtigkeit einer derartigen gigantischen Interessengemeinschaft ohne auswärtige Unterstützung nicht

Vermischtes.

* Paris, 25. Juli. In der Humbert-Auge- leg enh eit wurde heute der frühere Stabträger Tubuit vom Untersuchungsrichter vernommen. Dubull sagte aus. er habe es zuerst abgelehnt, sich der Interessen Crawfords anzunehmen, weil ihm die Schriftstücke, welche ihm vor­gelegt wurden, nur Prozeßakten zu sein schienen. Später ei er dann der Advokat der Humberts geworden. Dubuit betonte dann, daß er in gutem Glauben gehandelt habe und niemals Honorar erhielt, er habe im Gegenteil Frau Humbert bedeutende Summen vorgestreckt.

* Madrid, 25. Juli. Die Behörde entdeckte hier eine allere Dame, die seit sechs Jahren in einem dunkeln Raume eingesperrt war. Sie ist die Tochter eines verstorbenen Arztes, der ein seinem Kinde zugefallenes großes Vermögen für sich verbraucht batte.

* Madrid, 25. Juli. Verschiedene heftige Erdbe-, 6 en sind in den letzten Tagen zwischen Santander und, Asturien verspürt worden. Die Bevölkerung lebt infolge­dessen in großer Auftegung.

* V e n e d i g, 25. Juli. Rach den jetzt vor genommenen genauen Untersuchungen zeigt eine ganze Reihe von Baulichkeiten Spuren des Verfalls. Die Kirche San Chrisostomo mußte gestützt werden, ebenso >er Dogenpalast vom Hofe aus. Seit zwei Tagen wird die Räumung der Bibliotheka Marciana int ersten St ockw erk des Dogenpalastes vorgenom­men. Die Pläne für den Wiederaufbau des Glockenturmes sind bereits fertig.

* B o m b a y, 25. Juli. Wie dieTimes of Jndia" mel> det, werden in Bender Abbas täglich Erderschütter-' ungen verspürt. Seit dem 9. ds. lagern die Einwohner am Strande. Infolge der uugewöhnllchen Hitze herrscht große Not. Aridere Städte sind ebenfalls geschädigt. Die alte Festung Ormuz ist zerstört, die Stadt Khischm liegt in Trümmern, man vermutet jedoch, daß nur wenig Menschen

Vom Kongo. DieFrkf. Ztg." meldet aus Brüssel: Nach hier eingetroffenen Meldungen nehmen die Arbellen der deutschen und der kongoftaatlichen Kommission am Kiwusee einen sehr befriedigenden Fortgang. Die vor­genommene Grenzmessung beider Kommissionen zeigte nur ganz unerhebliche Abweichungen. In der 'Nacht vom 23. zum 24. März wurde am Kiwusee ein heftiges Erdbeben

umgekommen sind.

* Das Schisssunglück auf der Elbe. Bie all­gemein die Trauer um die so jäh aus dem Leben geschie­denen Verunglückten und wie groß die Teilnahme nut dem Geschicke der Hinterbliebenen in der hamburgischen Bevöl­kerung ist, bewies die großartige Beteiligung an dem ersten Leichenbegängnis. Aus allen Stadtteilen waren Zehntausende zusammengeströmt, um Zeugen des schmerz­bewegenden Schauspiels zu sein. Alle Straßen, die der Leich,enzug passieren sollte, waren schon lange vorher mit einer dichten Menschenmenge gefüllt, die ernst und schwei­gend den Zug erwartete. In der Leichenhalle am Lübecker Thor waren im Laufe des Tages 21 Särge auf- gebahrt. Der Heine Raum war durch Blumen- und Pslan- zenschmuck in eine weihevolle Kapelle umgewandelt und vermochte die Zahl der Leidtragenden, die sich um die sterblichen Ueberreste ihrer Lieben vor dem letzten Gange versammeln wollten, nicht zu fassen. Aus jeden Sarg war vom Hllfsausschuß ein Kranz nieüergelegt, dessen Schleife die Worte trug: Gewidmet von der trauernden Bevölkerung von Hamburg und Umgebung. Nachdem ein Gesangverein ein Trauerlied gesungen, richtete Pastor Remo vor deck geöffneten Kapelle an die trauernden Hinterbliebenen eine ergreifende Ansprache. Er gedachte zunächst der Kinder, die chre Eltern, und der Mütter, die ihre Kinder hergegeben haben, die ihr Reichtum und chre Freude waren; er ge­dachte der Männer alle, die ihre teuren Familienmitglieder verloren haben. Allen spendete er warme Trostworte. Der Geistliche schloß seine Worte, die tiefen Eindruck auf die Zuhörerschaft hinterließen, mit Gebet und Segen. Hieraus begannen die Träger die Särge auf bereitstehende Wagern zu setzen, während ein Männerchor sang. Inzwischen? scharten sich zahlreiche erschienene Vereine und Lieder­tafeln zum Zuge, an dessen Spitze eine Musikkapelle schritt. Unter den Klängen eines Chorals setzte sich das endlose Leichengefolge in Bewegung, zunächst die Angehörigen der Verstorbenen, denen sich die Mitglieder des Hilfsausschusses und Vertreter der Vereine anschlossen. Der Zug ging durch die Lübecker Straße und Wandsbecker Chaussee biä. zur Kantstraße, durch die er nach Barmbeck weiter geführt wurde. In andächtigem Schweigen ließ die bis über Barm­beck hinaus gedrängte stehende Menschenmenge den Trauer­zug an sich vorüberziehen zur letzten Ruhestätte auf dem Ohlsdorser Friedhöfe. Der,Hamb. Kvrresp." meldet: Der Retchstanzler teilte durch die hiesige preußtsche Gesandtschaft dem Senate von Hamburg mit, daß^ er an dem schweren, durch den Untergang desPrimus" veranlaßten, Unglück wärmsten Anteil nehme, und bat zu­gleich- den Hinterbliebenen der bei der Schiffskata­strophe vom 20. Juli Verunglückten seines innigsten Bei­leids zu versichern. Aus Cad in en wird gemeldet: Die Kaiserin gab ihrer Teilnahme für das Schiffs-Un­glück auf der Elbe durch telegraphische Erkundigung bei jber preußischen Gesandtschaft in Hamburg nachher Zahl der hilfsbedürftigen Hinterbliebenen und nach der Art der eingeleiteten Hilfsaktion Ausdruck DasBerl. Tagtzbl." meldet aus Hamburg: Gestern wurden aus der Elbe die Leichen von 8 Männern, 6 Frauen und 8 Kindern ge­borgen. Die Gesamtzahl der aufgefundenen Leichen des Schiffsunglücks beträgt bisher 77.

* Ein grausames Kind erspiel. Wie leicht stch die kindliche Phantasie verirren, und welche unberechenbaren Folgen eine solche Verirrung unter Umständen herbeiführen kann, zeigt folgendes Beispiel: In einem Dors in der Nähe von Wronke hatte der Lehrer in der Schule seinen Kleinen zum erstenmale die biblische Geschichte von Jfaaks Opferung erzähll, und ihnen in anschaulicher Weise geschildert, wie Abraham aus Steinen einen Altar auf baute, wie er Holz darauf legte, dieses entzündete und schließlich zur Opferung jdjritt. Am Nachmittag bereits zeigte es sich, daß der Jnhall der Geschichte wohl be- griften, und behalten worden war, wie aber eine Szene aus der Geschichte in einer Weise verwertet werden sollte, wie sie der Lehrer sich wohl nicht hätte träumen lassen. Einer der Knaben rief nämlich mehrere Altersgenofsen zusammen, pnd nach eingehender Beratung wurde aus Ziegelsteinen, Holz und anderem Material ein regelrechter Altar erbaut, so wie man es in der Schule gehört hatte. ' Auf den Altar wurde Reisig gelegt und trockenes Holz noch ringsherum ausgestapelt. Zum Opferlamm war das etwa zweijährige Schwesterchen eines der Knaben ausersehen. : Tas Kind wurde auf das Reisig gelegt, festgebunden und bann der Stoß unten angezünbet. Hinter einer Scheune ' versteckt warteten die Kinder bas Weitere ab. Doch auch : hier sckien, wie in der Geschichte, eine höhere Macht die i schützende Hand über dem Opfer zu halten. Das Kind fing

troffen. Das Wetter ist anbanemi) schlecht. An Bord I Gleichberechtigung der Staaten komme besser zum Ausdruck, alles wohl. wenn der russische Kaiser als Inhaber eines rtallenischen

DerReichsanzeiger" veröffentlicht das Gesetz über Regiments in der Lage wäre, in italienischer Umform fernen Abgrenzung und Gestaltung der Berufsgenossen- Gast zu empfangen.

s cha ft en vom 16. Juni 1902. Petersburg, 25. Juli. Gestern nahm Mrmrrcll Avel-

Hamburg, 25. Juli. Die 10. Versammlung der lau auf der Rhede von Reval eme Proberevue des ruf fischen Führer und Aerzte der Kolonnen des Roten Kreuzes Geschwaders vor aus Anlaß der Ankunft des deutschen ist heute mit einer Si^mg des geschäftsführenden Aus- Kaisers zur Tellnahme an den russisch en Marine­schusses eingeleitet worden. An dieselbe schloß sich eine manövern. o

Sitzung des Gesamtausschusses, in der General der Jnfan- Bombay, 25. Juli, ,^eTrm^ of ^ndia berichtet, fanterie von Viebahn als Vertreter des deutschen Zentral-«der russische Konsul in Abnschehr habe ausgedehnte komitees und des deutschen Kriegerbundes teilnahm. iLandankäufe auf der Bahrern-^nsel gemacht.

München, 25. Juli Zu dem angeblich gegen den .

$ rin 8 e n '21 r n U t f B 0 n ® a I) e t n beabsichtigten A tt en- Politische Tagesschau.

tat wird ergänzend berichtet, daß es thatfachlich Triester v ' 1 3 1

Anarchisten gewesen seien, die das Attentat geplant (Sine Kronprinzeu-Zusammenkunft.

hatten. Man habe deren Photographien gefunden und es s^ibt uns aus Berlin, 25. Juli:

fei Grund zu der Annahme vorhanden, daß fte es ergentlich ^nn sich die Meldung bestätigt, daß der deutsche ton» aus den Prinzen Leopold als den Schwiegersohn des ben diesjährigen öfterr eichisch-ungarischen Herbst - Karsers von Oesterreich abgesehen hatten, diesen aber mit I manövern beiwohnen wird, ist bei dieser Gelegenheit ein bem Prinzen Arnulf verwechselten. Zusammentreffen des ältesten Sohnes Kaiser Wllhelms mit

Dw Kammer der Ab geord neten Ijat ine kem russischen Großfillst - Thronfolger zu erwarten. Aus Vorlage über die Wohnungsgeldzufchüfse an den Finanz- ^en Freisen der Berliner österreichisch-ungarischen Bot- cmsschuß zurück verwrefen, nac^em zuvor der Antrag, dre k,-^ verlautet, daß die Zusage des russischen Thronfolgers, Wohnungsgeldzuschüsse durch Steuererhöhung zu decken, ! n h^sen Manövern teilzunehmen, bereits erfolgt ist. Die gegen die Stimmen der Sozialdemoktatie abgelehnt war. I Manöver sollen in Ungarn, im Waagthal, stattfinden und Bei dem Etat für Reichs zwecke will em foziald em. Antrag Igroßartigem Maßstabe, unter Heranziehung stattlicher bie Diäten für die b a y e r i s chen B u n d e s r ats - Reitermassen veranstaltet werden. Es würde das erste Mal miig Ueb er solange stre:xchen, bis die Reichs tags-1 |e|n# baß der deutsche Kronprinz mit dem russischen im abgeordneten gletchfalls Diaten ermatten. Fi-1Auslande zusammentrifft, und durch diese Begegnung die nauzmrnister Dc. v. Ried el erllärt, die bayerische Re-1 ^ortrefftichleit der deutsch-österreichisch-ungarisch-russischen grerung stehe erner Aenderung des die Diät en lo si g keit k^ ^L^^ ^ bekräftigt werden. Da der Erzherzog Franz resReichstags betreftenden Paragraphen.n i djit grünt)» I jr.erbinanb im vorigen Jahre als Gast des Kaisers in ätzlich ablehnend gegenüber, wurde vielmehr unter Potsdam toeitte, und bei dieser Gelegenheit zum Chef des gewissen Voraussetzungen für dessen Aenderung erntreten. h-jreil6 5. Jägerbataillons ernannt wurde, dürfte sich Ehrhart (Soz.) sagt, diese Erklärung sei eme Verlegenheits- foer Manöverreise des deutschen Kronprinzen um die erHarung. Finanzminister v. Riedel erklaM, die bayerische Erwiederung dieses Besuches handeln.

Regierung werde selbfwerstandlich kemer Voraussetzung zu- ö _____

stimmen, die eine Verständigung von vornherein unmöglich ^roiünnhhPrtrnn.*

mache. Schädler (Ztr.) stellt fest, daß die bayerische Dom Dreckuudvertrage.

Staatsregierung jeder Beschneidung des all- Die WienerNeue Freie Presse" verwahrt sich ent- aemeinen direkten und geheimen Wahlrechts schieden dagegen, daß die ngch^Berlin telegraphierte Mel- entaegentreten werde. Finanzminister Riedel nickt düng von einer Aenderung des ursprünglichen Dreibund- rustimmend. Ehrhart zieht hierauf den sozialdemokra- Vertrages betreffend die Entsenbung eines italienischen tllcken Antraa Zurück Armeekorps nach der rumänischen Grenze von ihr herstamme,

rifcyeu rnirrug zu uu- unb fteHt fest, daß diese Meldung niemals in derNeuen Freien Presse" gestanden hat. Sie habe erst davon Notiz tzenommen, als die Meldung von Berlin aus dementiert

London, 25. Juli. Der König unternahm heuteI Das ist eine sehr bemerkenswerte Enthüllung, und es eine kurze Fahrt auf der königlichen Yacht. Nach^ einer Be- verlohnte wohl der Mühe, dem Ursprung der Dreibund- kanntmachung der Admiralität findet die Flotten schau Meldungaus besonderer Quelle" nachzugehen. Auch die bei Spithead am 16. August statt. Wie aus Norwegen be- LondonerMorning Post" hatte das Telegramm empfangen, richtet wird, ist es nicht sich er, daß Kaiser Wilhelm! [fegt wohl nicht in der Absicht der Leiter unserer aus- demKönigEduardan Bord seiner Yacht einen Besuch^ärtigen Politik, eine Veröffentlichung des Dreibundver- obstatten wird. träges zur Widerlegung der Erfindungen herbeizuführen.

Lord Kitchener schenkte der City Krügers DieNordd. Allg. Zt^" begnügte sich^ gestern mit der Gala-Ochsenwag en, der bei großen Staats-Zere- Wiedergabe eines Artikels derKöln. Ztg" zur Sache, der monien gebraucht wurde. dadurch als den amllichM Anschauungen entsprechend be»

I ap an hat, Telegrammen aus Washington zufolge, krachtet werden kann.

der dortigen Regierung notifiziert, daß es Anspruch auf die etwa 1000 Meilen südöstlich von Yokohama, 500 Mellen Gin amerikanischer Schlachtertrnst.

nordwestlich der Ladronen gelegene Marcus-Insel er- Man schreibt derWeser-Ztg." aus Chicago vom 10. hebt. Eine amerikanische Expedition unter Kapitän Roschill JE: Die Meldung, daß sämtliche großen Schlächtereien ist gegenwärtig von Honolulu aus dorthin unterwegs, um un^ Pökeleien der Vereinigten Staaten unter oem finan» bie Guanovorräte ber Insel auszubeuten. Die Regierung ziellen Beistände der ungezählten Millionen der Standard- der Vereinigten Staaten hat zur Vermeidung eines Kon-k)ll-Rockefeller-Gruppe zu einem Riesentruste vereinigt wer- fliktes auf dem japanischen KriegsschiffKasagi", das von k^n sollen, wird heute von so verläßlicher Seite bestätigt- Tokio zur Gellendmachfling der japanischen Ansprüche nach - '

der Marcus-Insel unterwegs ist, einen Beamten ein geschifft, der Kapitän Rosehlll bedeuten soll, den Japanern keinerlei

- Widerstand zu leisten. Gegenwärtig sind etwa 40 japanische Arbeiter auf der Insel beschäftigt. Man hofft, dieKa­sagi" werde vor dem Rosehillschen Schlovner ankommen, sodaß zwischen dessen Passagieren und den japanischen Ar- bellern jeder Zusammenstoß vermieden werden dürste.

Eine Shanghaier Depesche besagt, der Vizekönig von Wutschang empfing ein Telegramm mit der förmlichen Zustimmung der chinesischen Reaierung zu dem von Schrenz vorgeschlagenen und von den Vizekönigen unterstützten Ar­tikel, der die gänzliche Abschaffung der Likin- zölle im ganzen Reiche verfügt. Tie alten anerkannten Binnenzölle werden in einer Liste eingetragen und die Zahl der Lllinstationen künftighin nicht mehr vermehrt. Tie ganze Venvaltung ist unter Aufsicht des Seezollamts gestellt. Auf Vorschlag der Chinesen soll dieser Artikel dem neuen Handelsverträge mit Gr 0 ßb ritan- nien einverleibt werden. Eine Pekinger Drahtung der

gewachsen war._______________

Aolonialpost

drückung des Mädchenhandels führte Justiz­minister Valle den Vorsitz. Der Minister hiell eine An­sprache, in welcher er der Konferenz den Dank der fran­zösischen Regierung aussprach und hinzufügte, Frankreich wünsche sich Glück dazu, daß in Paris sich Männer haben versammeln können von verschiedener Herkunft und ver-, > schiebenen Meinungen, aber geeint durch die Liebe ot peripua Guten, die Sorge für die öffentliche Sitllichkeit, das brüder- .

liche Band der Wissenschaft, des Rechtes und der Menschen- AlÜöl UllV

Iie6SOm, 25. Juli. H°ut° fand bie Ueberfübrung den 26. Juli 1902.

ber Leiche des Kardinals Ledochowski von der Ka-* Felddiebe. Aus dem Nahrungsberg wurden am pelle ber Propaganda nach der Kirche San Lorenzo in Lu- vergangenen Sonntag Morgen zwei Männer beobachtet, die cina statt. Im Trauerzuge befanden sich das gesamte Per- Begriffe waren, in einen eingefriedigten Garten zu steigen, sonal der Kongregation ber Propaganda, die Zöglinge bes kffenbar mit der Absicht, dort Feldiebstähle auszuführen. Für Kollegium gemranicurn und mehrere Verwandte des Kar-k^ Besitzer der dortigen Grundstücke wird es sich daher em» dmals. In den Straßen, welche der Zug pasfterte, hatte | r yalten.

sich ein zahlreiches Publikum angesammelt. In der Kirchek' s», ^:orA n

wurde vom Erzbischof Sambneelli eine Trauermesse cele- ^ie psychiatrisch bet fyeViyu. Uni*

briert Tei^elben wohrften nahezu sämtliche in Rom an- versitat wurde vor einigen Etagen em Wcißbindermeister wesenden Kardinale, viele Mschöfe, das beim Vatikan be- Braun eingeliefert. Braun, der m der vergangenen Woche glcrubigte diplomatische Korps, sowie zahlreiche Mitglieder Im Kastel arbeitete und dort plötzlich irrsinnig wurde, war ber deutschen Kolonie unb hier lebende Polen teil. Nach zunächst ins Nochusspllal nach Mainz geschafft und von dort Beendigung der Messe erteilte Kardinal Rampolla t>en roeqen Mangels geeigneter Räumlichkeiten hierher gebracht Segen, worauf bie Leiche nach, dem Kirchhof überführt morden.

wwebt- ~ t . . . Mainz, 27. Juli. (Drahtbericht desGieß.

- J^^sercllo 31aham>" Wlagl ber Universitats- Ein Schreibgehilfe stahl seiner 'Mutter ein Spat-

profellor urch Hauptmann der Reserve Catellarn in Pabua, k unb erhob aus demselben 1900 Mk. Dann

Kfm ......

Reaimenter übertragen. Allerdings könne er cllÄ)ann in oereine um den Kaiserpreis m Frankfurt a. M. ist für russischer Uniform den Kaiser von Rußland besuchen, letz-!Juni nächsten Jahres in Aussicht genommen. Der vor terer aber nur in russischer Uniform ihn empfangen. Tieieuügen Tagen von seinem Wohnorte Bergen bei Hanau