Nr. 173
Erscheint täglich
außer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Siegener Familien, blätter viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univers.-Buch- u.Stein- druckerei (Pietsch Erben) Redaktton, Expedition und Druckerei:
Schulstraße 7,
Adresse für Depeschen:
Anzeiger Gießen.
Fernsprechanschluß Nr. 51.
Erstes Blatt.
152. Jahrgang
Samstag 26. Juli 1003
Eichener Anzeiger
** General-Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
VezngSpreiSr monatlich 75Pf., viertele jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch üiePost Mk. 2.—viertel« jährl. ausfchl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für tue Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12 Pf, auswärts 20 Pfg.
Verantwortlich: für den polit. n. allgem. Teil: P. Witiko: für „Stadt und fitrnb* und ,Gerichtssaal": Curt Plato; für den Anzeigenteil: Hans Beck.
Bekanntmachung.
Betr.: Ausländische Versicherungsunternehmungen.
Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß die nachstehenden ausländischen Versicherungsunternehmungen, rvslche auch im Großherzogtum zum Geschäftsbetrieb zu- gelaffen waren, seit dem Beginn des Jahres 1902 in Deutschland neue Versicherungsverträge überhaupt oder wenigstens innerhalb der nachstehend besonders verzeichneten Versicherungszweige nicht mehr abschließen, sondern sich auf die Abwickelung der bis zu dieser Zeit abgeschlossenen Versicherungsverträge beschränken.
Gießen, den 25. Juli 1902.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
Dr. Breidert.
Nachweisung.
IPlß 'ÄF j
Name
der Unternehm
S i tz ung
Aufgegebener
Versicherungszweig
L
1. Belgien.
La Royale Beige, soci6t6
Brüssel
Das Versicherungs-
I
anonyme d’assurance sur la vie et contre les acci- dents (Royale Beige, Lebens- und Unfall-Versicherungs - Aktiengesellschaft.)
l. Großbritannien und
Arland.
geschäft in Deutschland überhanpt.
2.
Gresham Life Assurance
London
Tas Versicherungs-
3.
Society Limited.
Liverpool and London
Liverpool
Geschäft in Deutschland überhaupt. Lebensversicherung
4.
and Globe Insurance Company (Liverpool and London and Globo Versicherungsgesellschaft.) .
Union Assurance Society
London
Das Versicherungs-
A. D. 1714 (Londoner Union Assekuranz - So- eietät.)
Geschäft in Deutschland überhaupt.
Gießen, den 23. Juli 1902. Betr.: Vertilgung der Maikäfer.
Das Grotzherzogliche Kreisamt Gießen
an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises.
Diejenigen von Ihnen, welche unserer Auflage vom 3. April l. I. noch nicht entsprochen haben, werden an deren Erledigung mit Frist von fünf Tagen erinnert.
Dr. Breidert.
Bekanntmachung.
Wir bringen zur öffentlichen Kenntnis, daß, nachdem t>ie Maul- und Klauenseuche in Okarben (Kreis Friedberg) erloschen ist, die Sperrmaßregeln aufgehoben worden sind.
Gießen, den 24. Juli 1902.
Großherzogliches Kreisamt Gießen- Dr. Breidert.
Bekanntmachung.
Zur Verhütung der Verschleppung der Maul- und Klauenseuche wird die Abhaltung der auf den 30. Juli d. I. in Wetzlar und auf den 31. Juli d. I. in Leun anstehenden Viehmärkte an die Bedingungen geknüpft, welche durch meine den Markt in Wetzlar betreffende Bekanntmachung in Nr. 64 des Kreisblattes von 1902 veröffentlicht worden sind.
Der Auftrieb beginnt in Wetzlar um 8 Uhr vormittags und in Leun um 9 Uhr vormittags.
Aus der Provinz Oberhessen des Großherzogtums Hessen darf Rindvieh nicht aufgetrieben werden.
Wetzlar, den 22. Jul: 1902.
Der Landrat.
I. A.: Magnino, Kreissekretär.
Ein interessanter Brieswechsel vor Gericht.
Leipzig, 24. Juli 1902.
Vor dem Schöffengericht des Amtsgerichts fand heute ein interessanter Prozeß statt. Am 6. Dezember 1901 erhielt der Reichstagsabg. August Bebel nach seinem Wohnort Schöneberg b. Berlin eine offene Postkarte folgenden Inhalts:
Leipzig, den 6. Dezember 1901.
Herr Bebell Eine Frage im Vertrauen: Wie viel haben Sie denn für Ihre heißblütige Vertretung der Interessen der Börsenjuden — siehe gestrige Rede zum Zolltarif — bekommen? Tenn ein vernünftiger Mensch kann unmöglich aus eigener Ueberzeugung solchen Blödsinn reden, wie Sie es gethan. Bebel August ist nicht mehr der alte, der für eine gute Sache eintrat. Jetzt arbeitet er nur noch für „unsere Leit an der Börse"; bringt allerdings viel ein! Sie können aber ohne Sarge sein, Sie werden selbst vom einfachsten Manne nicht mehr ernst genommen. Polterhafter Schwätzer — nichts weiter. Schauspieler!
O. Müller, Oberlehrer.
Darauf antwortete Bebel in offener Erklärung:
Schöneberg-Berlin, den 7. Dezember 1902.
Sie sind ein gemeiner Bursche. Wenn Ihre vorgesetzte Behörde Sie in Rücksicht auf Ihre Flegelhaftigkeit mit Schimpf und Schande von Ihrem Posten jagte, so würde sie sich ein Verdienst um die Ihnen anvertraute Jugend erwerben.
A. Bebel.
An demselben Tage, an dem Bebel die Postkarte erhielt, kam an die Redaktion der „Leipz. Volksztg." folgender Brief:
Ein in unserem Gasthause verkehrender Herr — er machte den Eindruck eines Lehrers — ließ eine Postkarte auf dem Tische liegen, die ich las und Ihnen zu geeigneter Verwendung bekannt gebe: (Folgt Abschrift der obigen Karte). Ich habe die Postkarte einstweilen zurückbehalten, werde sie aber doch, falls der Herr nicht wieder danach fragen sollte, zur Post geben, da sie frankiert ist.
Die „Leipz. Volksztg." veröffentlichte das Faksimile der an Bebel gerichteten Postkarte. Darauf meldete sich eine Anzahl Leute mit der Behauptung, der Schreiber der Postkarte sei nicht O. Müller, sondern der Sekretär der städtischen Wahlgeschäftsstelle, Ratssekretär F. Golla in Leipzig- Volkmarsdorf. Am 19. Dezember erhielt die Redaktion der „Leipz. Volksztg." eine Postkarte aus Halle a. S. folgenden Inhalts:
Der dein reichen Villenbesitzer Bebel infolge seines lächerlichen Jammers über den in seinem Kopfe spukenden Brotwucher versetzte
Hieb scheint gesessen zu haben. Die Arbeiter lassen sich nicht mehr von Ihnen verdummen.
Halle a. S., 19. Dezember 1901.
Ergebens! O. Müller, Oberlehrer.
An diese Postkarte knüpfte die Redaktion der „Leipz. Volksztg." folgende Bemerkung:
Der mutige „Oberlehrer O. Müller" wollte die Spur nach Halle lenken, aber wir waren ihm schon naher „auf die Sprungs" als er es ahnte. Der Herr Oberlehrer O. Müller wohnt nämlich nicht in Halle, sondern in Leipzig-Volkmarsdors, Wilhelmstr. 26,11, auch heißt er nicht O. Müller, sondern F. Golla, und schließlich ist er kein Oberlehrer, sondern Sekretär der Wahlgeschäftsstelle des Leipziger Rates, Mühlgasse 10. Apropos, Herr Ratsiekretär Golla! Wir hatten ja schon früher einmal das Vergnügen, Ihre werte Bekanntschaft zu machen. Im Jahre 1896, anläßlich der Wahlrechtsänderung war es, als Sie nicht minder unverfroren wie jetzt in der königl. „Leipz. Ztg." ein offenes Briefchen veröffentlichten, worin die folgende niedliche Stelle vorkam: „Wir, die wir in stetem Kampf mit den Sozialdemokraten bei hunderten Gelegenheiten tagtäglich uns befinden, können der Regierung nicht dankbar genug sein, daß dem wachsenden sozialdemokratischen Terrorismus,, dem Uebermute dieser frechen Bande endlich einmal ein Paroli geboten wird."
Daraufhin schrieb Golla an die Redaktion der Leipz. Volksztg. einen Brief in dem er sich vermährte, der Schreiber der Postkarte zu sein. Er gebe zu, daß die Handschrift auf der Postkarte mit der seinigen Aehnlichkeit habe. Er nehme an, daß Jemand seine Handschrift nachgcahmt habe, um ihm Verlegenheiten zu bereiten. Aus Anlaß dieser Preßfehde strengte Golla gegen den verantwortlichen Redakteur der Lpz. Volksztg., Seeger, die Privatbeleidigungsklage an. Nachdem im Termin die inkriminierten Schriftstücke verlesen waren, begutachtet der gerichtliche Schreibsachverständige, Redakteur Henze-Leipzig, unter eingehender Darlegung: Es sei für ihn kein Zweifel, daß die zwei Postkarten, der Brief aus Volkmarsdorf und die ihm übergebenen authentischen Briefe des Privatklägers von ein und derselben Hand geschrieben seien. Eine Nachahmung durch einen Dritten halte er angesichts der charakteristischen Schriftzüge für ausgeschlossen. Universitätsprof. Dr. med. Kockel (Leipzig) schließt sich diesem Gutachten vollständig an. Der Vorsitzende verliest danach die Aussage des vom Amtsgericht Berlin I kommissarisch vernommenen gerichtlichen Schreibsachverständigen Rechnungsrats Junge Berlin. Danach hat dieser auch betreffs der Identität der Tinte sich fast vollständig übereinstimmend mit Prof. Dr. Kockel geäußert und zum Schluffe bemerkt: Er habe die Ueberzeugung, daß die ihm oorgelegten Schriftstücke von ein und derselben Hand geschrieben seien. Rechtsanwalt Hillig behauptet, daß ein Oberlehrer Müller in Halle existiert und beantragt, diesen zu laden und ihm aufzugeben, eine Schriftprobe von seiner Hand mitzubringen. Der Gerichtshof beschließt die Vertagung. Der Vorsitzende bemerkt: Wenn die Behauptung des Vertreters des Privatklägers sich nicht bewahrheite, dann sei das die letzte Frist, eine nochmalige Vertagung würde er ablehnen.
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Deutsches Reich.
Berlin, 25. Juli. Die „Hohenzollern", mit dem Kaiser an Bord, ist gestern abend vor Bergen einge-
Feuilleton.
Ten Besuchern Düsseldorfs wird der bei Karl ^3. Geuter in Darmstadt erschienene Reue illustrierte Führer d u r ch T ü s s e l d o r f nebst Anhang: Die Düsseldorfer Industrie-, Gewerbe- und Kunst-Ausstellung 1902, Mit einem Plan der Stadt, einem Uebersichtsplan der Aus- Iellung und 22 Ansichten aus der Stcwt, sehr dienlich fein. Denselben zeichnet vor allen Dingen seine Handliche Zeit und seine Sachlichfeit aus. Geschichte, Sehensiw ürdig- leiten, Umgebung der Stadt usw. sind selbstverständlich entsprechend berücksichtigt. Ter die Ausstellung beschreibende Teil genügt vollständig zur Orientierung. Preis 50 Psg.
Gerade noch rechtzeitig zur Reisesaison erscheint soeben, Einern vielseitig kundgegebenen Bedürfnis entsprechend, ein köstliches Harz-Wanderbuch des beliebten Dichters Hans Hoffmann unter dem Titel: Harzwanderungen (Preis 3 Mark). Das Merkchen bietet in einer handlichen, ler Tasche des Sommerfrischlers wie dem Rucksack des Touristen angepaßten Form die poesievolle, mit Humor durchs kränkte Harzschilderung Hoffmanns. Es konnte kaum ein berufenem’ zur Schilderung dieses herrlichen norddeutschen ^ebirgslandes gefunden werden, als der seit Jahren in Wernigerode heimisch gewordene Hans Hoffmann, „der Natur, Welt und Menschen mit den Augen eines echten Dichters sieht und für die poetische Schilderung schöner Landschaften so entzückend warme Töne auf der Palette Kat". Es ist immer der Künstler, der der Natur ihre tiefsten und schönsten Geheimnisse abzulauschen verstellt und dessen goldene Phantasie und jugendfrischer Humor das nordische Aergland verklären .
Me y e r s R e i s e b ü ch e r. — S ch w e i z. 17. Auflage. Mit 28 Karten, 12 Plänen und 29 Panoramen. In Leinwand gebunden 6.50 Mk. — Deutsche Alpen. Dritter Teil. Wien, Ober- und Niederösterreich- Salzburg und Salzkammergut, Steiermark, Kärnten, Krain, Kroatien und Istrien. 5. Auflage. Mit 13 Karten, 7 Plänen und 6 Panoramen. In Leinwand gebunden 5 Mk. (Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig.) Gengu vierzig Jahre sind es, daß das Bibliographische Institut mit seinem Führer durch die Schweiz zum erstenmal hervortrat. Das Werk,
das zugleich den Anfang der Sammlung „Meyers Reisebücher" bildete, erregte sogleich ungewöhnliches Aufsehen und eroberte sich von vornherein ein großes Publikum, das ihm all die Jahre her nicht nur treu geblieben ist, sondern auch auf immer weitere Kreise sich erstreckte. Freilich ließ das verläßliche Buch, es an nichts fehlen, um seinen Ruf immer aufs neue wieder zu festigen, indem es sich in jeder der rasch aufeinander folgenden Auflagen zu verjüngen verstand, stets mit der Zeit ging, sich besonders dem fortschreitenden Touristenwesen anzupassen wußte, mit einem Worte, immer das war, was es seiner Bestimmung nach sein sollte. Auch die jetzige, nunmehr schon die siebzehnte Auflage zeigt wieder alle Merkmale einer sorgfältig arbeitenden Hand. Alles ist aufs laufende gebracht, nichts von Bedeutung vernachlässigt, nichts Nebensächliches breitgetreten und die ohnehin schon reiche kartographische Ausstattung durch neue Pläne von Bern, Lausanne, Davos und Thun, durch eine Karte des Gebietes der Berner Oberlandsriesen, sowie durch Karten der Umgebung der Kurorte Davos und Arofa ergänzt und bereichert worden. — Ein anderes, nicht weniger berühmtes Buch der gleichen Sammlung betitelt sich „Deutsche Alpen", dessen dritter Teil soeben in einer neubearbeiteten, der fünften Auflage erschienen ist. Er behandelt Wien mit seiner herrlichen Umgebung, Ober- und Niederösterreich, Kärnten, Krain, Kroatien und Istrien. Auch, hier ist ein sorgsam revidierter Apparat von Karten, Plänen und Panoramen beigegeben. Den Teilnehmern an dem im Juli zu Graz ftattfindenden deutschen Sängersest wird das handliche Buch eine besonders wertvolle Gabe fein.
Von Henrik Ibsens „Sämtlichen Werken", die von Georg Brandes, Julius Elia s und Paul Schlenther herausgegeben werden und, vom Dichter autorisiert, bei S. Fischer, Verlag in Berlin, erscheinen, kommt soeben der achte Band heraus: ihm soll nach von etwa sechs Monaten der Band folgen, der in der Reihe des Ganzen der erste ist, sodaß das groß angelegte Werk noch in diesem Jahre vollendet sein soll. Ter achte Band enthält die noch fehlenden Werke aus der modernen Periode Ibsens, — die Dichtungen gleichsam einer Uebergangsepoche — von halb-realistischer, halb-symbolischer Künstleranschauung und Weltbetrachtung zu den hohen Gipfeln eines geheimnis
voll gesteigerten Symbolismus. Es handelt sich um die Dramen „Rosmershol m", „H e d d a G a b l e r", „F r a ui vom Meere" und ,/Baumeister Solne ß", von denen wir Gießener die beiden ersten kürzlich in vortrefflicher Tgr- stellung des Berliner Ibsen-Ensembles sahen. Die vier Dramen werden in völlig neuer deutscher Gestalt dem Lese- publikuin dargeboten. Die Uebersetzung paßt sich thunlichst der Art und dem Wesen der Jbsenschen Tichterrede, die gerade in diesem Jahrzehnt seines Lebenswerkes so sonderbar vielgestaltig und persönlich ist, in freiem, doch treuem Ausdruck au. Ter Wiener Hofburg-Theater-Direktor Dr. Paul Schlenther stellt in gedankenreichen Analysen den geistigen sowie dichterischen und künstlerischen Gehalt der Tramen dar, deckt ihre inneren Zusammenhänge auf, ihre historische Stellung im Gesamtwert Ibsens und läßt feine Streiflichter fallen auf ihre amüsante Theatergeschichte. Den Band leitet, wie die früheren Teile, ein Kernwort ein, das a us dem Kunstschaffen Ibsens eine leitende Idee herauszieht.
Im Anschluß hieran sei nochmals auf das bereits ge* legentlich der Llufführung von „Hedda Gabler" erwähnte neue biographische Werk Dr. R u d o l s Lo t h a r s „I b s e n" (Verlag von E. A Seemann in Leipzig, Preis 4 Mk.) aufmerksam gemacht, das eine Fülle von Material zusammengetragen hat, viel Neues und liebes Unbekanntes aus des großen nordischen Poeten Leben in fesselnder Form mitteilt. Es ist mit zahlreichen Abbildungen geschmückt und liefert wohl die umfassendste Darstellung von dem Werden und Wirken Ibsens, die bisher in irgend einer Sprache erschienen ist. Wir empfehlen das Buch allen Jbsenfreunden zur Lektüre.
Ein neues ganz besonders lesenswertes Buch sind: „T i e F r e i b e u t e r", ein Roman vor hundert Jahren, von Fedor v. Zobeltitz. (F. Fontane L Co. in Berlin.) Es wird wenig Menschen geben, die diesen Zweibänder nicht mit größtem Interesse lesen. Das Buch ist geschmackvoll geschrieben, steht auch stilistisch recht hoch. „Die Freibeuter" erscheint wie eine gesunde Reaktion gegen das Allzuwenig an äußerer Handlung und an Geschehnissen in den genössiichen deutschen Romanen. Die so lange unterdrückte Lust, zu fabulieren, sucht sich wieder ihr Recht uiu) findet es in diesem Zioman.


