Bukowina gelten soll, erklärt die deutsche Sprache als Staatssprache, welcher jeder StuatÄbeamte in Wort und Schrift mächtig sein muß, sowie als VerhandlirngÄsprache des Reichsrcttes und der Delegationen, als Amtssprache aller Staatsbehörden im inneren und äußeren Dienste. Deutsche Eingaben sind von jeder Staatsbehörde anzunehmerr Nur in den Amtsbezirken, wo eine andere Umgangssprache vorherrscht, haben die Unterbehörden auch Eingaben in dieser Sprache anzunehmen- Bei denselben ist nötigenfalls in dieser Sprache zu verhandeln. Schulen mit nichtdeutscher Unterrichtssprache in Gemeinden, deren Vertretung dagegen protestiert, sind nie zu^ulassen. In allen Schulen, mjt Ausnahme der Hochschulen, bleibt die deutsche Sprache Lehrgegenstand.
Preußisches Abgeordnetenhaus.
Das Haus setzt die dritte Beratung des Kultusetats fort. Im Verlaufe derselben wird der Antrag Limburg- Stirum, betreffend Bewllligung von 10 000 Mark zu Vorarbeiten für Errichtung einer technischen Hochschule in Breslau unter entsprechender Kürzung des Titels für Danzig angenommen.
Abg. v- Czarlinski (Pole) wirft der Regierung vor, sie habe in dem Falle, wo der Kreisschulinsvektor Neuendorf in Pleschen badenden Damen ihre Kleider fortgenommen habe, die Sachlage nicht genügend geprüft. Regierungsseitig werden die Berichte, auf die der Vorredner sich stützt, alserlogen und übertrieben bezeichnet.
Ministerialdirektor A l t h o f s betont auf Anregung des Abg. Ditrich (Ztr.), daß die beste Grundlage für das juristische Studium nach wie vor das humauisti- sche Gymnasium bleibe.
Auf Klagen des Abg. Neubauer (Pole) erwidert der Kultusminister Dr. Studt, die Regierung könne an den bestehenden Zuständen der Volksschule nichts ändern.
Nachdem Ministerialrat Althoff auf eine Anfrage des Abg. Wetekamp (fr- Vp.) erklärt hat, daß die Kurs e für die Realabitur ienten nicht obligatorisch sein sollten, und nachdem der Abg. v- Czarlinski einen Ordnungsruf erhalten hat, well er das, was der Ministerialdirektor Schwartzkopff über die Pleschener Badeangelegenhell gesagt hat, als Lüge bezeichnet, wird der Kultusetat und das Gesetz genehmigt.
Die Arbell des preußischen Landtags, besonders die noch immer sich dahinschleppende Etatsdeüatte, hat das öffenlliche Interesse diesmal weniger angeregt, als in früheren Jahren. Es fehlle der „große Zug", den, wie sich jetzt so recht erkennen läßt, wesentlich Finanzminister o. Miquel in die Diskussion trug. Seine Reden wirllen beispielsweise stets anseuernd auf den Abg. Richter. Den gegenwärtigen Ministern ist es nicht gelungen, den Oppo« sillonsführer merklich aus seiner Reserve herauszulocken. Kaum ein „großer Tag" war in der bisherigen Session zu verzeichnen; selbst die Auseinandersetzung über die Polenpolitik, an der, wie erinnerlich, Graf Bülow sich beteiligte, enttäuschte einigermaßen. Alles in allem — — der Ministerpräsident hat erreicht, was er vor annähernd Jahresfrist durch die „Eliminierung" des thatenfrohen stellvertretenden Ministerpräsidenten und Finanzministers erreichen wollte: der preußische Landtag ist frei von Kon- fliktslust Die Gesetzgebungsmaschine geht dort ihren ruhigen Gang, nichts „Störendes" ist in Sicht. Die Kanalvorlage soll zwar „zu chrer Zeit" wieder erscheinen, doch es spricht schon niemand mehr von diesem Strellobjekt, und Graf Bülow hat sicherlich am mindesten Neigung, i)aran zu erinnern.
c-tuii Stadt und Land.
Gießen, den 26. April 1902.
Kunstausstellung. Wie bereits gestern gemeldet, sind im Kunstverein auf nur wenige Tage eine Anzahl Pastellportraits des Frankfurter Malers Max Schüler ausgestellt. Wir raten allen Kunstfreunden, sich den Genuß nicht entgehen zu lassen, den der Anblick dieser ausgezeichneten Bilder bereitet Schon das Interesse an oen dargestellten Persönlichkeiten ist diesmal un- gewönlich groß: neben dem Feldmarschall v. Manteuffel und dem jüngst verstorbenen russischen Gesandten am Darmstädter Hofe, Fürst Ozerof sehen roir den alten Frankfurter Demokraten Sonnemann neben einer Lady von unbeschreiblich reizvoller und edler Erscheinung, Eleonore Düse und die Sa har et, endlich die drei Musllerköpfe Sarasate's, Weingärtner's und des Frankfurter Kapellmeisters Dr. Rott en bürg. Mll immer neuem Vergnügen beobachtet man, wie sicher der Maler in die grundverschiedenen Persönlichkeiten sich eingelebt, wie überzeugend lebendig er jede in ihrer Eigenart vor Augen zu stellen verstanden hat. Viel Mittel wendet er nicht auf; selten durchbricht eine lehaftere Farbe das gedämpfte Gesamtkolorit, das aus dem gegebenen Grundton der Pappe heraus entwickelt ist; auch in Haltung and Blick der Dargestellten zeigt sich nichts Gesuchtes oder Affektirtes. Aber bei aller Schlichtheit der Auffassung sind diese Bilder von einer Eindringlichkeit, die den Beschauer nicht leicht loslaßt, und hoch zu rühmen ist die.technische Routine, die aus diesen durchweg rasch hingeworfenen Werken spricht. Wer sich für technisches näher interessirt, wird gern hören, daß diese Pastellfarben nicht nachttäglich sixirt, wohl aber auf einen eigens präparirten Grund aufgetragen find — der Maler ist stolz auf ein Geheimnis, dem seine Tafeln viel größere Haltbarkeit verdanken, als man im allgemeinen dem zarten Pastell nachsagen kann. Neben dieser erlesenen Serie, die leider nur für 8 Tage hier bleibt, ist meist bekanntes ausgestellt; neu sind einige hübsche Trachtenbilder, schwäbische von Schladitz-Berlin, hessische von Hardt-Großenlinden, sie der Zufall gleichzeitig hierher geführt hat. B. 8.
** Konzert Das morgen in der Südanlage stattsindende Konzert hat folgendes Programm: 1. Ouvertüre z. Op. „Euryanthe" (Weber). 2. Prinz Georg, Gavotte (Patsch). 3. Frühlingskinder, Walzer (Waldteufel). 4. Potpourri a. d. Op. „Die Hugenotten" (Meyerbeer).
** Wohlthiitigkeits - Vorstellung. Eine Anzahl hiesiger lunger Leute hat sich zusammen gethan, um eine „musikalisch- humorislische Soirön" (Ueberbrettl-Abend) zu veranstalten. Man hat für die Veranstaltung, die in Steins Garten slatt- sinden soll, den 9. Mai in Aussicht genommen. Der Rem- :rttag soll der Bürgermeisterei zu wohllhätigen Zwecken übergeben werden. Wir wünschen den jungen Leuten, daß sie mit ihrem Plane, der das Gute für sich hat, daß er für Gießen neu ist, Erfolg haben. Demnächst werden wir noch näher auf die Angelegenheit znrüLkommen.
- Stenographie. Da die Stenographie heutzutage immer mehr an Bedeutung gewinnt und sich überall Bahn bricht, so wollen rotr nicht verfehlen, auch an dieser Stelle auf dre demnächst beginnenden Anfängerkurse des Gabelsberger Steno- graphen-Vereins und des Damenkränzchens aufmerksam zu machen. Näheres ist aus dem Inseratenteil ersichtlich.
* * Der Männerturnverein hält am Sonntag, den 27., sein Anturnen ab in der Turnhalle der Realschule (Ludwigsstraße). Das Turnen in der Halle beginnt nachmittags 31/2 Uhr. Die volkstümlichen Hebungen finden bei günstiger Witterung im Freien statt Es wird dadurch Den jüngeren Turnern, die noch nicht Gelegenheit hatten, auf größeren Turnfesten einen Preis zu erringen, vergönnt sein, innerhalb des Vereins den Eichenkranz als schönsten Preis der Turnerei zu erlangen. Auch der tanzlusttgen jungen Generation soll Rechnung getragen, werden; abends 71/2 Uhr findet nämlich in Steins Garten (bei Bier) fein Familienabend mit Tanz und Preisverteilung statt
* * Mllitärdienstuachrichteu. Der Oberleutnant Lutz der Reserve des Großh. Heff. Train-Bataillons Nr. 18 (Gießen) wurde zum Rittmeister, der Leutnant Moritz der Landw.- Jnfanterie 1. Aufgebots (Friedberg) zum Oberleutnant befördert — Der Abschied wurde bewilligt dem Oberleutnant Hüffel der Landw.-Jnfanterie 2. Aufgebots (Friedberg).
* * Schlägereien. Zwischen einem hiesigen Droschkenführer, der in angetrunkenem Zustande mit seiner Droschke am hiesigen Bahnhofe hielt, und einem anderen Kutscher kam es zu einer Schlägerei. Es entstand alsbald ein großer Menschenauflauf. Dem dort dienstthuenden Schutzmann, der ihn zur Ordnung verwies, leistete der Angetrunkene keine Folge, vielmehr beleidigte er den Schutzmann und widersetzte sich ihm, so daß er zur Wiederherstellung der Ordnung verhaftet werden mußte. Er wurde wegen Beleidigung und Widerstand gegen die Staatsgewalt zur Anzeige gebracht. — In der Nacht vom 24. zum 25. fanden auf dem Kreuzplatz und in der Neuenbäue Schlägereien statt, wobei es blutige Köpfe setzte. Die Thäter konnten bis jetzt nicht ermittelt werden.
* * Verhaftung. Heute Nacht wurde ein hiesiger Büffetier wegen Vergehens gegen § 175 des Reichsstrafgesetzbuches verhaftet.
K. Wißmar, Kreis Wetzlar, 25. April. Der korn- missarische Förster Jacobi wurde von hier, mit Wirkung vom 1. Mai, nach Wallmerod i. Westerwald versetzt; an seine Stelle tritt der Forstauffeher Lucas aus Driedorf, Reg.- Bez. Wiesbaden.
D 0 r l a r, 25. (April. lieber den Einbruch.im hiesigen Pfarrhause wird dem „Wetzl. G A" berichtet: Der Besucher ist allem Anschein nach durch das Küchenfenster abends zwischen 11 und 12 Uhr ins Haus eingefliegen, hat alsdann eine Stearinkerze angefteckt lutb sänttttchen Räumen des unteren Stockes einen Besuch abgestattet, alle Kisten und Kasten, Schreibttsch usw. geöffnet und durchsucht, ohne jedoch besondere Beute zu machen, außer einem Portemonnaie mit 25 Pf. Inhalt und einigen Zigarren. Da Pfarrer Waldmann verreist war, und die Familie im zwetten Stock schlief, konnte der Einbrecher ohne gestört zu werden, alles genau untersuchen; besondere Ausmerk- samkett scheint er der Speisekammer geschenkt zu haben, denn hier hat er gründlich aufgeräumt. Um sich ev. eines Angriffs zu erwehren, hat der Dieb das Hackbeil aus der Küche mit sich genommen. Wie zwei aufgefundene Taschentücher, die mit Anfangsbuchstaben gezeichnet sind, sowie sonstige Merkmale bezeugen, ist der Thäter im Dorfe selbst zu suchen.
§ Ziegenberg, 25. April. Der, wie wir vor einigen Tagen mitteUten, an Blutvergiftung erkrankte 20jährige Sohn des hiesigen Bürgermeisters Rumpf ist einem entsetzlichen Leiden heute erlegen. Die Teilnahme für die Familie ist allgemein.
§ Schotten, 25. April. Das hiesige Bezirks-Ge- füngnis besteht nunmehr 75 Jahre. Vor mehreren Jahren hat es eine den Anforderungen der Jetztzeit ent» prechende Verbesserung erfahren. Früher wurden die Häftlinge zum Teil in einem am Wasser stehenden Turme des ehemaligen Schlosses untergcbracht.
Romrod, 23. April. Am Samstag starben einem hiesigen Bäcker zwei Kinder, Zwillinge von vier bis ünf Monaten. Der Umstand, daß der Tod ohne jegliche vorausgegangene Krankheit und zu gleicher Zett erfolgt war, erregte Verdacht. Auf Veranlassung der Staatsamoalt- chaft, die die Angelegenheit einer zweitägigen Unttrsuch- ung unterzog, wurden die beiden Kinderleichen geöffnet und die Eingeweide der Klinik zu Gie ßen zur genaueren ärztlichen Untersuchung obgeliefert. Die beiden Kinder wurden heute beerdigt.
Alsfeld, 24. April. Ter soeben zum Oberst beförderte Oberstleutnant Bücking, Abteilungs-Chef im Kriegsministerium, ist ein gcborner Alsfelder, ein Sohn des verstorbenen Lederhändlers Fritz Karl Bücking. Oberst Bücking begann seine militärische Laufbahn als Avantageur im Preuß. Fußartillerie-Regiment Nr. 3 in Mainz. Derselbe steht im Rufe eines sehr tüchtigen Offiziers, dessen Fähigkeiten an maßgebender Stelle verdiente Würdigung sinden. Er ist erst 47 Jahre alt.
8. Darmstadt, 25. April. Die Mitglieder der Zwecken Kammer besichtigten gestern Nachmittag unter Führung des Entwerfers Architekt Messel aus Berlin das neue Landes- museum; ebenso wurde das Theater besichtigt. — Der Finanzausschuß wird am 6. Mai seine Beratungen über die von der Regierung mit dem Ersuchen um dringliche Be- ratung oorgelegten Forderungen fortsetzen. Während die Stimmung für das Landesmuseum, welches ausgebaut und fertiggestellt werden muß, eine gute ist, scheint für den Theater- umbau keine Neigung vorhanden zu sein, diese Forderung wird voraussichttich abgelehnt werden. Die Forderung für den Mainzer Justizpalast scheint keine Gegner zu haben.
Frankfurt a. M., 25. April. Wie wir bereits telegraphisch mitteilten, ist in der verflossenen Nacht der Bankier Georg Speyer (nicht Beyer, wie es in unserer gestrigen Nummer infolge eines Druckfehlers hieß) einem Schlaganfall erlegen. Der Heimgegangene stand im 68. Lebensjahre.
△ Gelnhausen, 25. April. Unweit dre hiesigen Gummifabrik im Kinzgrunde wurden Bohrungen nach Soolquellen vorgenommen. An der dritten Stelle erbohrte man nun gestern Nachmittag eine starke salzige und kohl en- saurehaltige Quelle, deren Wasser zwei Meter hoch springt. Die Bürger flaggten und überall begegnete man Gruppen jubelnder Menschen. Das Waffcr soll die Quellen zu Orb und Salmünster an Gehalt übertreffen.
Gottesdienst in der Synagoge, Südanlage.
Israelitische Religionsgemeinde.
Montag den 28. und Dienstag den 29. April 1902 Passahfest-Eude.
7. Tag. Vorabend: 730 Uhr. Morgens: 880 Uhr Predigt. Nachmittag: 400 Uhr.
8. Tag. Vorabend: 816 Uhr. Morgens 830 Uhr. Nachmittag 400 Uhr. Festesausgang: 830 Uhr.
Während der Sommermonate beginnt der Morgengottesdienst am Sabbath um
- 8'/, Uhr. -
Neueste Meldungen.
Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
Berlin, 26. April. Das Berliner Polizei-Präsidium hat die bekannte Erklärung des Ministers des Innern im preußischen Abgeordnetenhause bestätigt, daß Frauen fünftig als Zuhörerinnen an Vereins-Versammlung en teil - nehmen können. Dem „Vorwärts" zufolge heißt es in der Antwort des Polizeipräsidenten auf eine Beschwerde, daß die überwachenden Polizerbeamten angewiesen feien, in polizeilich überwachten Vereinsversammlungen von der Befugnis, die Entfernung der Frauen zu verlangen, dann keinen Gebrauch zu machen, wenn sie nur als Zuschauerinnen und nicht als Teilnehmerinnen erschienen sind und diese ihre Eigenschaft auch durch ihr Verweilen in von den eigentlichen Versammlungen räumlich getrennten Plätzen äußerlich hervortritt.
Karlsruhe, 26. April. Der Kaiser traf 9% Uhr mittels Sonderzuges hier ein und wurde am Bahnhof vorn Großherzog, Erbgroßherzog, dem Großfürsten Michael Nikolajewitsch, den Prinzen Max und Karl, dem Reichskanzler, dem Stnatsminister von Brauer u. A. empfangen. Der Kaiser und der Großherzog begrüßten sich mck herzlicher Umarmung und wiederholtem Kuß. Nach der Vorstellung des beiderseittgen Gefolges fuhren die hohen Herrschaften nach dem Schloß. Auf dem Bahnhof hatte sich ein zahlreiches Publikum eingefunden. Ebenso bildete vom Bahnhof nach dem Schloß eine vieltausendköpfige Menge Spalier.
Karlsruhe, 26. April. Die sozialistische Fraktion der badischen Kammer erhielt im Auftrage des Großherzogs vom Hofmarschallamt zum Jubiläums-Festmahl bei Hofe eine Einladung, die auf die Person des Jraktionschefs Drees- bach ausgestellt ist, die aber abgelehnt wurde.
Saarbrücken, 25. April. In der gestrigen Reichs, t a g s e r s a tz w a h l für den Kreis Saarbrücken erhielt Geh. Justizrat Boltz (natl.) 17 957, Muth (Centr.) 14 393, Spaniol (soz.) 826 Stimmen. Boltz ist somit gewählt.
Amsterdam, 26 April. Hier find aus Lorenzo Marquez von verläßlicher Seite Nachrichten eingetroffeu, welche höchst pessimistisch lauten. Ter größte Teil der Burenkommau« bauten habe die englischen Friedensbedingungen für völlig unannehmbar erklärt.
Rom, 26. April. Wie gerüchtweise verlautet, hat General Pelloux dem Minister G i 0 l i t t i wegen des Zwischenfalls in der gestrigen Senatssitzung seine Zeugen gesandt.
Warschau, 26. April. Die katholischen Bischöfe in Russisch-Polen beschlossen, der Forderung der russischen Regierung bett, der Einführung der russischen Sprache als Prüfungsgegenstand in den katholischen Priesterseminaren nachzugeben. Dieses Zugeständnis ruft in der katholischen Bevölkerung Russisch-Polens große Erregung hervor, weil man befürchtet, daß nunmehr russische Lehrer in die katholischen Priesterseminare gelangen und dort Einfluß ausüben.
Telephonischer Kursbericht
4% G riech. Monopol
-Anl.
4'/,-6 äussere Argentiner
Tendenz: still.
112.60
44.40
101.10
100.90
43.75
28.35
37a% 3% 3Vt°/c
3% 372%
4% Ungar. Goldrente 4% Italien. Rente . 4% 96 Portugiesen . 3% Portugiesen. . .
1% C. Türken . . Türkenlose ....
. 101.65
. 92.50
. 101.75
. 92.25
. 100J.5
Reichsanleihe do.
Konsole . do . .
Hessen
3u/q Mexikaner . . 472 /0 Chinesen . , Electric. Bet ackert . Nordd. Lloyd . . . Kreditaktien , . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Beniner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn , Lombarden . , , Gotthardbahn . . . Laurabütte . . . . Bochum . . . . . Harpener . . . .
Fran klart a. U.. 26. April
. 210.70
. 187.50
. 135.30
. 138.50
. 151.80
. 142.00
. 17.10
. 167.50
. 199.50
. 194.00
. 166J.0
1902.
. 25.90
. 89.25
. 110.50
396 Hessen.....—.—
456 Oesterr. Goldretne . . 102.60
4*/,% Oesterr. Silberrente 101,75
Verlobte
verlangen von der Darmstädter Möbel-Fabrik, Darmstadt, Offerte nebst Katalog und Preisliste. Bedeutendstes und größtes Einrichtungshaus Mittel- und Süddeutschlands für alle Stände. 160 Zimmereinrichtungen wohnungsfertig, einschließlich Küche. Sehenswürdigkeit 1. Ranges. Spezialität: Brautausstattungen in jedem Genre und Preis. Konkurrenzlos in Auswahl, Form, Gediegenheit und Preis. 3505
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Cacao^
Leicht löslich \ leicht verdaulich
Gerichtssual.
e. Gießen, 25. April. Schöffengericht. Gestern wurde die Beleidigungsache des Handelsmannes Berlin von Großen-Buseck gegen den seitherigen Redakteur der „Volksmacht", Reuther von Offenbach, verhandelt. Der Umstand, daß in dieser Angelegenheit von amtswegen die Anklage durch die Staatsanwaltschaft erhoben und vertreten wurde, hat bekanntlich zu einer Interpellation der politischen Parteigenossen Reuthers in der Hess. Zweiten Kammer geführt. — Der bereits fünfmal, darunter mehr- fach mit erheblichen Freiheitsstrafen wegen Preßbeleidigung vorbestrafte Angeklagte erklärt, daß er nicht mehr Redakteur der in Offenbach erscheinenden „Deutschen Volksmacht" sei, weil ihn seine agitatorische Thätigkeit im Interesse der antiseminschen Partei zwinge, von Offerrbach abwesend zu sein; er erkläre aber, die Verantwortung für den inkrmüerten Artikel, der in der „Deutschen


