Samstag 26. April 1902
152. Jahrgang
Drittes Blatt.
Ausland.
Brüssel, 25. April. Im Hospital von St. Pierre starb heute der beim Kampf in der Rue Haute schwer verwundete Arbeiter Domarez. Tie Gesamtzahl der Toten steigt mithin aus 12. — Tie Subskription des Berliner vorwärts" für die Opfer der belgischen Volksbewegung ergab 8400 Mk. Beim „Penple" sind bisher nur 3800 Frcs. eingegangen.
Paris, 25. April. Wie hiesige Blätter wissen wollen» soll Präsident Krüger beabsichtigen, sämtliche die jüngsten Friedensverhandlungen betreffenden Dokumente zur Veröffentlichung zu bringen. Tie Schriftstücke sollen dem Präsidenten durch Spezial-Kuriere übermittelt werden. Die Veröffentlichung werde vor Ende Mai nicht erfolgen können.
Wien, 25. April. Tie alldeutsche Bereinigung des Abgeordnetenhauses übersandte allen Reichsratsabgeordneten deutscher Nationalität den Entwurf des von ihr einzubringenden Antrages betr. die deutsche Staatssprache mit dem Ersuchen, den Antrag zu unterzeichnen. Der Entwurf des Gesekes, das für alle Kron- länder mit Ausnahme von Galizien, Dalmatien und der
Nr. 97
Erscheint täglich außer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesflschea Landwirt die Siebener Zamilien- Witter viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'schen Unwers.-Buch- u.Stein- druckerei (Pietsch Erbens Redaktion, Expedition und Druckerei:
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Kernsprkchansckluß Nr. 51.
Schloß zurück. _
In der <Zrühe hatte der Großherzog bereits eine Deputation des 50. österr. Infanterie-Regiments empfangen.
Um 3 Uhr empfing der Großherzog in Gegenwart des Erbgroßherzvgs und der Herren vom persönlichen Dienst eine Abordnung des Bundesrats, bestehend aus dem Reichslauzler Grafen Bülow, dem bayerischen Gesandten Grafen Lercheufeld, dem hessischen Geheimrat Dr. von Neidhardt und Geh. Legationsrat Dr. Paulßen. Der Reichskanzler hielt folgende Ansprache:
An dem Tage, da im Rückblick auf die Segnungen einer 50jährigen Regierung das badische Volk seinem Landesherrn huldigte, durste nach dem Charakter und den Erfolgen einer so seltenen Führung des Herrsckeramtes im Kreise der Beglückwünschenden das Reich in seiner amtlichen Vertretung nicht fehlen. Was Ew. tgl. Hoheit, geschmückt mit allen Eigenschaften, die uns Deutschen im Herrscher den Menschen liebenswert machen, mit Gottvertrauen, Tapferkell, Weisheit und Pflichttreue für die innere Wohlfahrt Ihres Landes unermüdlich gerauft haben, ist in allen treuen badischen Herzen unauslöschlich eingeschrieben. Mir aber, als oberstem Beamten des Reiche? und Vorsitzenden des Bundesrates, liegt es oh, den herzlichen Dank darznbringen, den das deutsche Vaterland Ew. kgl. Hoheit für die vor- ausschauende, undeirrte, hingebende Mitarbeit an der N e u -
begründung des Reiches schuldet, von dem ersten Einlenken der badischen Politik in die Richtung, die für einen unlösbaren Zusammenschluß von Nord und Süd entscheidend raard, bis zu dem denkwürdigen Augenblick, da Ew .kgl. Hohell als Erster das Hoch auf einen deutschen Kaiser ausbringen konnten. Jeder Deutsche, der in der deutschen Geschichte zu lesen weiß, wird es als besondere Fügung preisen, daß in den schicksalsschweren Jahren unserer Einheitskämpfe an der Westmark des Reichs ein Fürst ratütete, dessen Herz von Jugend auf für die Größe des deutschen Namens, für die Ideale seines Volkes chlug. Auch nach der Verwirklichung des Sehnsuchtstraumes unserer Väter unter dem ruhmreichen Anteil der tapferen Söhne des schönen Badens, sind Ew. kgl. Hoheit bis auf den heutigen Tag in der vordersten Reihe der Bundesfürsten ein beredter Verkünder und treuer Hüter des Reichsgedankens geblieben, und wie die Nation bis an das Ende ihrer Geschichte niemals aufhören kann, das Gedächtnis der Männer zu ehren, die ihre Führer gewesen sind auf dem Wege zur staatlichen Einigung, jo wird sie allezeit in ihren liebsten Erinnerungen neben jenem unvergeß-
artlllerieregiments Nr. 14. Nach der Tafel hielten der Großherzog und die Großherzogin Cercle ab.
Um 7 Uhr begann im H o f t h e a t e r die Festvorstellung. Gegeben wurde Wagner's „L o h e n g r i n" unter Leitung des Hoskapellmeisters Mottl und mit Ernst Kraus von der Berliner Hofoper in der Titelrolle. Im Parkett und in den unteren Räumen hatten die Damen und Herren der Hofgesellschaft und des diplomatischen Korps sowie die militärischen Deputationen Platz genommen. Beim Eintritt des großherzoglichen Paares und der Fürstlichleiten brachte der Intendant des Hoftheaters, Bürklin, ein Hoch auf den Großherzog und die Großherzogin aus.
Bei dem heute abend von der Stadt veranstalteten Festbankett feierte Professor v. OechelHäuser den Großherzog als gerechten, kunstsinnigen, weisen und sozialen Landesfürsten, wobei er die kulturkämpferische Re- sterungsrichtung der siebziger Jahre in den Vordergrund teilte. Der Groß Herzog dankte der Stadt Karlsruhe und feierte sie in ihrer Entwickelung, die zur Großstadt hindränge.
Der Kaiser trat in Primkenau erst heute nachmittag die Reise nach Karlsruhe an. Es ist eine der zartesten Rücksichten, daß Kaiser Wilhelm heute nicht in Karlsruhe weilt; denn wäre er bei diesem Landesfest anwesend, so würde ein Teil der Ovationen sich auf die Person des Kaisers konzentrieren, der Jubilar wäre etwas in den Hintergrund getreten.
Deutsches Reich.
Berlin, 25. April. Der Kaiser besuch auf der Hohköniasburg findet am 6. Mai statt. Nach dem Besuch derselben fährt der Monarch nach Straßburg weiter, nimmt dort das Frühstück beim Statthafter ein und begiebt sich hierauf nach Donaueschingen zum Besuche des Fürsten Fürstenberg.
— In der heutigen Sitzung des Bundesrats wurde. >er Entwurf von Abänderungen und Er gänzungen des amtlichen Warenverzeichnisses zum Zolltarife, ferner der am 5. März 1902 in Brussel zwischen dem Reiche und mehreren anderen Staaten abgeschlossene Vertrag über die Zuckerbehandlung, den Entwurf eines Gesetzes wegen Abänderung des Zuckersteuergesetzes den zuständigen Ausschüssen überiviesen. Zustimmung erteilt wurde dem Entwürfe eines Gesetzes wegen Feststellung des Nachtrags zum Reichshaushalts- Etat für das Rechnungsjahr 1902 (Beihilfen an Kriegsteilnehmer) und den Beschlüssen des Reichstags in zweiter Lesung über den Entwurf eines Schaumweinsteuergesetzes.
— Die Budgetkommission des Reichstages beendete heute die Generaldebatte über den Servistar if. Sie nahm den Antrag Speck (Ztr. )an, welcher im wesentlichen eine Vertagung der ganzen Frage auf zwei Jahre bedeutet und e>benfo, rate die Regierungsvorlage der fünften Servisklasse vorsieht, an deren Stelle die vierte Klasse tritt. Alle weiteren in der Regierungsvorlage enthaltenen Erhöhungen treten nicht in Kraft; d. h. es bleibt bei den höheren Klassen beim jetzigen Zustand. Die nächste Revision der Gesetze über den WohnungSaeld- zuschuß und den Servis soll bis zum 1. April 1904 erfolgen.
Braunschweig, 25. April- Der erst neuerdings wegen seiner welfischen Haltung in Disziplinär-Un- t e r s u ch u n g genommene Landgerichts-Präside nt Dr. Dedekind veröffentlicht heute wiederum einen scharfen Protest gegen die bereits vor einigen Tagen mitgeteilte Haltung der Justiz-Kommission des braunschweigischen Landtages. Er bestreitet in dem Protest, daß in Braunschweig eine Unterthanenpflicht des Gehorsams und der Treue gegen Kaiser und Reich bestehe, weil der deutsche Kaiser und König von Preußen souveräner Monarch nur in Preußen sei, nicht aber im übrigen Reiche. Ihm seien nur seine preußischen Landeskinder zur Treue und zum Gehorsam verpflichtet. Zum Schluß bedauert Dr. Dedekind, daß nicht wenigstens von denjenigen Mitgliedern der Justizkommission, welche den Erbyuldigungs'Eid geleistet haben, die Interessen der angestammten Dynastie den preußischen Maßnahmen gegenüber vertreten worden sind.
St. Johann a. d. S., 25. April. Bei der heutigen Reichstagswahl erhielt Bo l tz (nl.) 17 575, Dr. Muth (Ztr.) 13 809 und Spaniol (Soz.) 779 Stimmen- Eine Ortschaft steht noch aus.
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Amts- Md Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
lichen anderen Friedrich, der Ew. kgl. Hoheit so nahe stand, auch dem ritterlichen Eidam unseres großen Kaisers einen bevorzugten Platz bewahren. Wir aber sind glücklich, daß wir von Angesicht zu Angesicht den Gefühlen Worte verleihen dürfen, die uns beim Hinblick auf die großen nationalen Verdienste Ew. kgl. Hoheit bewegen. Von Königsaue bis zum Bodensee vereinigen sich alle Patrioten in dem innigen Wunsche, es möge uns o er gönnt sein, Ew .kgl. Hoheit noch viele Jahre in unserer Mitte zu behalten, als lebenden Zeugen aus der größten Zeit unserer Geschichte, als leuchtendes Vorbild reichsfürsllichen Sinnes uno Wirkens, getragen von der Liebe der lluterthanen und Dankbarkeit der ganzen Nation.
Ter Großherzog erwiderte:
Sehr dankbar bin ich für die Gefühle, welche Sie veranlaßt haben, im Atomen des Bundesrats zu mir zu kommen. Ich bin tief gerührt, von der Absicht sowohl, als von dem so werten Ausdruck, den Sie diesen Gefühlen gegeben haben. Alles, was Sie eben hervorgehoben haben als einen Beweis dafür, daß ich den nationalen Pflichten treu ent- gegengekommen bin, das darf ich wohl sagen, ist nichts Anderes gewesen, als eine Pflicht, eine sehr werte Pflicht, welche allerdings aus tiefer Ueberzeugung und auch auf innigem Wunsche beruht. Daß es aber zu stände lammen konnte, daß rair uns in Deutschland einigten, da blicken wir doch zu allererst nach oben, zu dem, welcher uns geholfen hat, zum Siege zu gelangen, denn der Sieg der Waffen nur war es, der es uns ermöglichte, uns politisch zu einigen. Und diese Kraft möge uns erhalten bleiben, >enn darauf beruht in der Thal alles das, was ioir noch wünschen und hoffen wollen. Daß uns diese Kraft des Heeres so viel geleistet hat, das haben Sie freilich vorher auch hervorgehoben, indem Sie den Namen Kaiser Wilhelms I. nannten, und da ist noch ein Punkt, das ist die Selbstlosigkeit, mit der Kaiser Wilhelm I. alles unternommen hat, was zum Wohle des Reiches, damals nur des Vaterlandes und des Bundes, unternommen wurde. Diese Selbstlosigkeit hat es ihm ermöglicht, die hohen Ziele zu erreichen, die sich verwirllichten in dem Karsertnme. Tenn nur mit diesen Eigenschaften war es möglich, den Uebergang zu schaffen, der ja nicht leicht war, aber durch seine Kraft, durch seinen Willen erleichtert wurde. Daß Sie nun diese Gelegenheit ergriffen haben, meine Herren, den Bundesrat hier bei mir zu vertreten, kann ich nicht dankbar genug anerkennen; denn auch mein Streben wird es sein, immer die einheitlichen, ich darf wohl sagen, freundschaftlichen Beziehungen unter den Bundesregierungen zu erhalten und dadurch uns gemeinsam zu fördern. Ich darf wohl annehmen, daß diese wahre Freundschaft Ihnen Allen entspricht. Ich lege den größten Wert darauf und mein größter Wunsch geht dahin: Gott erhalte uns, was unter seinem Schutz geschaffen wurde. Mit diesem Gedanken begrüße ich Sie von ganzem Herzen und danke Ihnen, daß Sie hier erschienen sind, um mir so liebevolle Gefühle auszusprechen.
Ter Großherzog unterhielt sich dann mit jedem einzelnen der Herren. Es folgte der Empfang der hier eingetroffenen Spezialgesandten, nämlich des italienischen Botschafters Grafen Lanza, der Abgesandten des Großherzogs von Hessen (v .Wefterweller), des Fürsten zu Lippe, Fürsten Reuß, des Großherzogs von Luxemburg, des Großherzogs von Oldenburg, des Landgrafen von Hessen und der Hansastädte, »der hier weilenden Gesandten von Preußen und Rußland, derjenigen von Belgien, Württemberg, Bayern, Sachsen, Oesterreich-Ungarn, Schweden und Norwegen, Portugal und Großbritannien.
Um 5 Uhr begann ein Galadiner, an dem zahlreiche Fürstlichkeiten und Würdenträger teilnahmen. Hierbei saß der Großherzog an der Innenseite der hufeisenförmigen Tafel zwischen der Fürstin zu Lippe und der Kronprinzessin von Schweden und Norwegen, gegenüber der Großherzogin, neben welcher der Erbgroßherzog und Prinz Gustav von Schweden und Norwegen Platz genommen hatten. 9iach rechts folgten: die Erbgroßherzogin don Baden, Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg-Schwerin, Erbprinzessin von Anhalt, Fürst zu Waldeck und Pyrmont, Erbprinzeftin von Sehlingen, Prinz Max von Baden, Fürstin von Fürstenberg, Brinz Renß u. a. Nach lin^ folgten: Herzogin Johann Albrecht von Mecklenburg-Schwerin, Prinz Karl von Baben, Prinzessin Wllhelm von Sachsen-Weunar, Erbprinz von Anhalt, Prinzessin Renß, Erbprinz von Hohenlohe-Langenburg u. a. Die Tafel war mit prächtigen gelben Rosen geschmückt. Die hiesige Artillerie kopelle trug Stücke : aus Fidelio, Zauberflöte, Lohengrin, Hansel und Gretel . unb Oberon vor, sowie die Parademusik des 1. bad. Feld-
Abonnements-Einladung.
Da die Reichstagsverhandlungen, .sowie die Verhand- Yungcn unserer hessischen Kammern, die wir beide sehr ausführlich wiedergeben, fortgesetzt für Zeitungsleser von größtem Interesse sind, fordern wir alle Zeitungsleser, falls sie noch nicht unsere Abonnenten sind, zum Halten des ^Gießener Anzeigers" auf und bitten um rechtzeitige Bestellung.
Gleichzeitig machen wir darauf aufmerkfam, daß der Tafchenfahrplan des „Gießener Anzeigers" zu Anfang Mai zur Verteilung an die Abonnenten gelangt.
Verlag des „Gießener Anzeigers."
Z>as Aegierungs-Iuöitäum des Kroßyerzogs von Kaden.
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Karlsruhe, 25. April-
Heute vormittag um 10 Uhr nahmen mit der feierlichen Eröffnung der Jubiläums-Kunst-Ausstellung die offiziellen Feierlichkeiten aus Anlaß des Jubiläums des Großherzogs ihren Anfang. Die Eröffnung der Ausstellung begann kurz nach 10 Uhr. Derselben wohnten der Großherzog, die Großherzogin, das Erbgroßherzogs- paar, Prinzessin Wilhelm, Die Prinzen Karl und Nkix, der Erbprinz von Anhalt mit Gemahlin und alle bereits hier zu den Festlichkeiten eingetroffenen Fürstlichkeiten bei. Es waren außerdem erschienen: der gesamte Hofstaat, die Generalität, die höchsten Spitzen der Staats- und städtischen Behörden, sämtliche Minister und zahlreiche Landtags-Wb- geordnete sowie eine große Anzahl geladener Ehrengäste. Der Großherzog wurde von dem Vorstände des Ausstellungs- Komitees, Professor Dill, Direktor der hiesigen Kunstakademie, begrüßt, der dem Großherzog den Dank aussprach, für das reiche Jntereffe und die weitgehende Förderung Der Kunst. 'Nach dem Hock auf das Großherzogspaar ergriff der Großherzog das Wort. Er dankte in bewegten Worten für Die ihm gewordene Begrüßung und wies dann auf die großen Erfolge hin, die im Laufe der Jahre die badische Kunst aufzuweisen gehabt und auf die hervorragenden Männer, die an der Akademie für Kunst gewirkt haben. Er versicherte, daß er auch ferner der Kunst seine weitgehende Förderung wolle zu teil werden lassen. Darauf erklärte der Großherzog die Ausstellung für eröffnet Es erfolgte fobann eine eingehende Besichtigung der einzelnen Abtellungen der Ausstellung.
Nach Beendigung derselben ging der Großherzog in Begleitung der Großherzogin und der fürstlichen Gäste ölvie des gesamten Hofstaates in die nahe gelegene lädtische Ausstellungshalle, wo die Regierungs-Ju- riläums - Gartenbau - Ausstellung eröffnet wurde. Hier begrüßte Stadtrat Glaser den Großherzog. Der Redner betonte das weitgehende und fördernde Interesse, das der Großherzog stets dem badischen Handwerk habe zu teil werden lassen.
Der Großherzog erwiderte:
„Ich danke Ihnen von ganzem Herzen zunächst, für alle freundlichen Aeußerungen der Gesinnungen, die Sie mir in Ihrer Ansprache kundgegeben haben. Ich schließe mich gern an die Ausdrücke an, die Sie gebrauchten, um darzustellen, wie nahe Kunst und Natur sich begegnen und ergänzen, und wie wertvoll es ist, wenn man sich der Kullur des Pflanzenbaues mit ganzer Kraft widmet. Daß Sie das unternommen haben, und in einer schönen Ausstellung darstellen wollen, ist ein hohes Verdienst, und ich glaube, es wird allenthalben und besonders da, wo man sich thatsächlich mit der Pflege der Blumen und Natur beschäftigt, dankbar anerkannt werden. Dafür müssen wir ja alle sorgen, daß dieser schöne Beruf mehr und mehr unterstützt, gepflegt und entwickelt wird. Das scheint in Ihrer heutigen Ausstellung in hohem Maße zur Geltung gekommen zu sein. Daß Sie mir dies zum Jubiläum barbringen, verbindet mich zu ganz besonderer Dankbarkeit und ich wünsche von ganzem Herzen, daß Sie alle, hauptsächlich alle diejenigen, welche sich an der Ausstellung beteiligt haben, reiche Befriedigung erleben mögen unb dadurcy wieder neuen Mut erlangen, um sich der schönen Ausgabe zu widmen. Ich folge sehr gern der Aufforderung, mit Ihnen dankbar Die Ausstellung als eröffnet zu erklären." _ „ t
Nach einem Rundgang kehrten die Herrschaften ui das


