Samstag gefaßt wurde und in der es heißt, daß die Versamm- tung von den Landtagsabgeordneten erwarte, daß sic einer Steuererhöhung durch peinlichste Sparsamkeit vorzubeugen suchen würden, fand darnach einstimmige Annahme. — Hirschel-Offenbach sprach hieraus über die Zolltarifvorlage. Nach seinen Ausführungen wurde bic Resolution angenommen, die am 16. Oktober v. I. gelegentlich des hessischen Bauerntagcs auf diesem Annahme gefunden hat. Die Resolution besagt, daß die Zolltarifvorlage abzulehnen sei, weil sie der Industrie mehr Vorteile als der Landwirtschaft böte.
Als letzter Redner sprach M e m m i n g e r-Würzburg über „Die Berliner Reichsregierung und die Buren". Einleitend übermittelte er den Erschienenen die besten Grüße der bayerischen Bauern, die sich genau in derselben Lage wie die hessischen und preußischen befänden, und sprach dann gegen die Zoutarifvorlage. Der Gesang eines Bundesliedes bildete den Schluß der Versammlung.
gie Aröeiterunruyeu
in Italien und Spanien nehmen ihren Fortlauf. In Turin streiken neuerdings die Gasarbeiter, die einen großen Teil der übrigen Arbeiterschaft gleichfalls zum Ausstande zu bewegen vermochten. Es kam zu Krawallen mit der Gendarmerie und dem Militär. Ein Unteroffizier der Gendarmerie und zwei Polizisten wurden durch Stein- würse verwundet. In der Nacht wurden zwei Karabinier! aus einem Patrouillengange von einer Anzahl Personen, die sie arretieren wollten, erstochen.— Für ganz Italien droht ein Ausstand der Eisenbahnarbeiter. In Rom wurden fünf Anarchisten verhaltet, die im Besitze von Dokumenten waren, aus denen hervorgeht, daß die jüngsten Ereignisse in Trrest und Barcelona ein Werk der A n a r ch i st e n - Z e n t r e n sind. In der letzteren Stadt fand die Polizei bei dem Herausgeber eines Anar- chistenblattes ein Verzeichnes sämtlicher Anarchisten Europas und in dem Archiv der Arbeiterverbände u. a. einen aus die Bank von Spanien lautenden Check über 12 000 Pesetas. Tie spanische Bewegung greift immer mehr im Lande um sich. Aus vielen Städten werden Verhaftungen gemeldet. Der Aufruhr hat die Pyrinäen bereits überschritten und sich nach Südfrankreich fortgepilanzt. Tas Generalkomitee der französischen sozialistischen Partei hat einstimmig beschlossen, den Proletariern Spaniens seine Bewunderung wegen ihrer Haltung auszudrücken.
Aus Stadt und Sand.
Gießen, 24. Februar 1902.
8. Auszeichnung Der Groß Herzog hat dem ordentl. Professor der Technischen Hochschule in Darmstadt, Geh. Baurat Berndt, die goldene Verdienstmedaille für Wissenschaft u. s. w. verliehen.
** Hamlet werden wir morgen im Stadttheater zum Benefiz des Herrn Leßmann, unseres Charakterdarstellers, sehen. Seit drei Jahren, so erzählte uns Herr L., beschäftigt er sich mit diesem schwierigsten Problem darstellender Kunst. Nun, wir sehen mit Spannung diesem Theaterabend entgegen. Jede individuelle künstlerische Deutung dieser genialen Shakespeare'schen Figur ist interessant. Der sagenhafte Dänenprinz, den schon Saxo Grammatikus erwähnte, soll nun 2400 Jahre alt sein, vor just genau 3 Jahrhunderten schuf Shakespeare seine tiefsinnige Tragödie, und seit dem Beginn des 17. Jahrhunderts gehört diese dem Repertoire der Bühnen aller Welt an. Bis auf den heutigen Tag bildet Hamlet neben Goethe's „Faust" den Gegenstand ästhetisch-kritischer Untersuchungen. Warten wir ab, was uns Herr Leßmann, jedenfalls ein ernst strebender junger Künsller, geben wird. Der Benefiziant wird durch den meiningen'schen Hofi'chauspieler Adolf Link unterstützt werden.
** tziu Durchgänger. Am Samstag Nachmittag ging ein in ein sogen. Gigg gespanntes Pferd in der Ostanlage durch. In der Nähe des Justizgebäudes stürzte das Tier auf dem Trottoir. Doch kamen die Insassen des Wagens mit dem bloßen Schrecken davon. Auch das Pferd und der Wagen blieben unbeschädigt.
** Zigeuner. Samstag Abend tarn ein 45 Köpfe starker Trupp Zigeuner mit Wagen hier an. Die braunen Gesellen wurden in einer Halle auf dem Viehmarktplatze untergebracht,
verpflegt und die Nacht über polizeilich bewacht. Am Sonn- ag Morgen wurden sie nach verschiedenen Richtungen weiter- transporticrt.
*» Tas Kaiserpanorama, das uns in der vergangenen Woche Berlin gezeigt hat, führt uns in dieser Woche nach Südamerila. In Brasilien, wo wir uns längere Zeit aufhalten, betrachten wir u. a. Rio de Janeiro und erfreuen uns an den mancherlei Straßenszenen, die uns das amerikanische Straßcnlcben in seiner ganzen Mannigfaltigkeit vor Augen führen. Dann geht es nach Bahia, Pernambuco,. Chile, Argentinien, Buenos-Aires, Patagonien :c. Wir machen alle Panoraniasreundc auf die hochmicressante Reise aufmerksam.
re. Heuchelheim, 23. Febr. Am Samstag Nachmittag und bic Versteigerung der Arbeiten am Pfarrhause statt. Die Maurerarbeiten lüiirben mit 20 Prozent, die Zimmerarbeiten mit ungefähr 30 Prozent Aufgebot getigert. Aiich die Erdarbeiten gingen über den Voranschlag hinaus, während die Schlosserarbeiten unter dem Voranschlag blieben. ___________
Vermischtes.
• Sturm meld ungen liegen nicht nur von der nord- amerikanischen Küste, sondern auch aus verschiedenen anderen Wcltgegenden vor. Aus Catania (Sizilien) wird vom Sonntag geineldet: Seit gestern tobt hier ein heftiger Sturm, die See geht sehr hoch; die rings um den Aetna führende Eisenbahn wurde von den Wogen stark beschädigt. Em Passagierdampfer wurde durch einen Zusammenstoß mit einem anderen Schiffe sehr schwer beschädigt unbjinft langsam, die Mannschaft ist gerettet. — Auf dem Schwarzen Meere.wütet seit Donnerstag bereits ein heftiger Nordost- Sturm ; viele Dampfer haben ihre Fahrten eingestellt. Die Temperatur ist in Odessa plötzlich auf 10 Grad unter Null gesunken. — In der französischen Hafenstadt L'Orient herrscht große Besorgnis über das Ausbleiben des Dreimasters „Nemesis", der am 30. Januar von einem englischen Hasen nach Arcachon abgefahren und bis jetzt nicht angekommen ist. Man nimmt an, daß das Schiff mit der aus 9 Mann be- stehendcn Besatzung untergegangen ist.
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft
Neue große Trausactiouen in Sicht. Als solche werden bezeichnet, die Conversion der 37,% französischen Rente, die demnächst bevorstehen soll und eine große russische Anleihe von Frs. 500 Millionen unter der Aegide des Hauses Rhotschild in Paris und des Credit Lyonnais. All dies soll int Zeichen des billigen Geldstandes vor sich gehen. . .
Die gegenwärtige Lage unserer Eisenindustrie wird fortgesetzt zuversichtlich beurtheilt und besonders daraus hingewtesen, daß die förmliche Eisennot, welche in Amerika herrscht, dieses Land zwingen wird, seinen fehlenden Eiseiibedarf teilweise bei uns zu decken. Dazu erfährt in Deutschland die Verbandsbildung eine weitere Ausgestaltung, sodaß die Verbände sehr bald unter einer scharfen Organisation stehen werden. Neuerdings ist das Feinblechsyndikat zu Stande gekommen. Da die Lager sich allmählich raumen und die Käufer zu der Ueberzeugung gelangen, daß auf weitere Preisermäßigung nicht mehr zu rechnen sein wird, nimmt der Verbrauch zu und die Syndikate sind in der Lage, mit Preiserhöhung vorzugeben. . „
Deutsche Gold- und Silberscheideaustalt Frankfurt a. M. Die Generalversammlung, welche über die bereits angekündigte Erhöhung des Aktienkapitals von 6 Millionen Mark aus Alk. Tk durch Ausgabe von l'/r Millionen Mark neuer Aktien zum Kurse von 200 Prozent Beschluß fassen soll, ist auf den 26. März anberaumt. Von den jungen Aktien sollen Mk. 500000 der Darmstädter Bank überlassen und 1 Million Mark den Aktionären zum Bezug anaeboten werden.
Märkte.
fc. Frankfurt a. M., 24. Februar. (Telegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt- preise. Zum Verlause standen 367 Ochsen, darunter 134 aus Oesterreich, 38 Bullen, darunter 0 aus Oesterreich, 766 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 298 Kälber, 377 Schafe und Hämmel, 1086 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 1 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 66—69 Mk., 2. Qual. 60—64 Mk., 3. Qual. 56—59Mk.; Bullen I.Qual. 55 bis 57 Mk., 2. Qual. 51—53 Mk.; Kühe 1. Qual. 58—60 Alk., 2. Qual. 55—57 Mk., 3. Qual. 43—45 Mk, 4. Qual. 32—34 Mk., 5. Qual. 30—33 Mk. Kälber: 1. Qualität78—80 Pfg., Lebendgewicht 46—48 Pf., 2. Qual. 69—72 Pfg., Lebendgewicht40—43 Pfg., 3. Qual. Schlachtgewicht 58—60 Pfg., Schafe: 1. Qual. Schlachtgewicht 62—64 Pfg., 2. Qual. 58—60 Pfg., 3. Qual. 50—52 Pfg.; Schweine 1. Qual. 67 Pfg., Lebendgewicht 53-00 Pfg., 2. Qual. 66 Pfg., Lebendgewicht 52 Psg., 3. Qual. 58 bis 60 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. — Geschäft bei Hornvieh gut, bet Kleinvieh mit. Markt: geräumt.
l'o. Frankfurt a. M., 24. Febr. (Orig.-Telegr. des „Gießen. Anz.") Amtliche Slotierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Wetzen Alk. 17.25—17.50, Kurhessischer Mk. 17.50—00.00, La Plata Mk. 17.75—18.00, Kansas Mk. 00.00—00.00, Roggen (hiesiger) Mk. 14.25—00.00, Gerste (Wetterauer) Mk. 15.75—16.50, Kleie 2Jlf. 16.75—17.25, Hafer Mk. 16.25—16.50, Mais Mk. 00.00 bis 00.00, Weizenmehl 0 Mk. 25.50—26.00, 2. Qualität Mk. 23.50 bis Mk. 24.00 , 3. Qualität Mk. 21.50—22.00, Roaaenmehl 0 M. 22.50—23.00, 1. Qualität Mk. 21.25—21.50, Weizenkleie Mk. 8.50 bis Mk. 8.75, Roggenkleie Mk. 9.25—9.50, Maiskeime Mk. 9.50 bis Mk. 10.00, Frankenpfälzer Rieb Mt. 00.00—00.00. Alles per. 100 Kg. ab hier. __ ____
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Montag, den 24. Februar, abends 8 Uhr, Bibel st unde im Konfirmandensaale der Johanneskirche. Johannesevangelium Kap. 15. Abschiedsreden Jesu: Weinstock und Reben; das Bleiben in Jesu Liebe. Pfarrer Dr. Naumann.
Mittwoch, den 26. Februar, abends 6 Uhr, 3. Passionsandacht in der Johanneskirche. Pfarrer Dr. Naumanm
Ih'iU'jtc Melkungen.
Originaldrahtmeldnngen des Gießener Anzeigers.
Pretoria, 22. Febr. In der Nacht des 19. Februar griffen 300 Buren die Blockhauslinie Frankfurt-W re de bei Zweekopje, unterstützt durch eine von Süden kommende andere starke Burenabteitung an. Der Feind zerstörte den Stachelzaun, indem er Lieh dagegen trieb, und brach dann unter dem heftigen Feuer der Mannschaften in den Block» Häusern durch. Mehrere Buren wurden g tötet, aber mitgenommen. De Wet steht jetzt am WitgeFluß. Seine Kommandos sind in gleiche Teile aufgelöst.
Loudon, 24. Febr. Ein Telegramm der „Times" aus Peking berichtet, Prinz Tschmg habe Deutschland die ausschließliche Konzession der Grundrechte in Shantung unter der Bedingung einer Steuer von 7 Prozent anstatt 5 Prozent überlassen. — Der Gouverneur von Tientsin hat sich erboten, 700 000 Taels jährlich zur Zahlung der Kriegskosten-Entschädigung beizusteuern. Die Einkommensteuer der Eingeborenen, die für die Kriegs-Entschädigung benutzt wird, übersteigt den Voranschlag bei weitem.
Madrid, 24. Febr. Nach einer Meldung aus Man- resa sollen die Führer der Kar listen häufig Zusammenkünfte haben, und auch zum Zweck einer demnüchstigen Erhebung Waffen antaufen. Man glaubt indessen, daß diese Gerüchte unbegründet sind.
Sevilla, 24. Febr. Gruppen von Arbeitern durch, zogen die Straßen und veranstalteten unter Hochrufen auf den Ausstand vor der Kavalleriekaserne Kundgebungen. Eine Abteilung Kavallerie ' zerstreute die Unruhestifter.
Sarnia (Spanien), 24. Febr. Bei einem Zusammenstoß von Ausständigen und Polizei wurden zwei Polizisten und ein Anarchist erschossen.
Washington, 24. Febr. Ein Petersburger Telegramm berichtet, Rußland vertrete die Ansicht, daß der englisch- japanische Vertrag die Interessen Amerikas schädige. Trotz aller Versicherungen über die Mandschurei wird jedoch die Union-Regierung alle Maßregeln, welche die Mandschurei betreffen, eingehend prüfen und nicht davor zurück- schrecken, einzugrcifen, falls dies notwendig sein sollte.
3J/u Mexikaner
102.90
93.25
102.20
93.00
100.20
100.60
42.50
28.10
28.35
117.00
4°/j Italien. Rente 4*/,96 Portugiesen ö°/ Portugiesen. .
196 C. Türken Türkenlose . . .
4‘/2 7u Chinesen . . Electric. Schuckert Nordd. Lloyd . . Kreditaktieu , Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank Dresdener Bank . Bor iner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn Lombarden . . GottharJbahn . . Laurahütte . . . Bochum ....
S1/«0/.! Hessen . .
396 Hessen . . .
496 Oesterr. Goldretne
37s% 3% 3‘/,% 3%
do. Konsole do
4’/2 96 Oesterr. Silberrente 101.60
4% Ungar. Goldrente . . 101.20
Telephonischer Kursbericht
Reiohsanleihe . . 102.35 I 3'lu Mexikaner . . .
4% Griech. Monopol.-Anl. 4'/z96 äussere Argentiner
45.00
Harpöner
. 27.10 . 91.25 . 121.00
' 220*50 . 195.00 . 138.50 . 137.50 . 153.50 . 144.80 . 18.80 . 168.40 . 207.30 . 203.00 . 168.50
Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Bellersheim liegt vom 27. Februar bis 7. März d. I. auf dem Büreau der Bürgermeisterei dahier zur Einsicht offen.
Bellersheim, den 24. Februar 1902.
Großherzogliche Bürgermeisterei Bellersheim.
Bopp. 1589
Holz-Versteigerung.
I. Donnerstag; den 87. Februar 1908 jDerben versteigert aus Distrikt Steinberg: Stämme: Eiche 2 Stück von 28 und 46 cm mittl. Durchm. mit 2.17 fm, Birke 1 Stück von 34 cm mittL Durchm. mit 0,82 fm, Fichte 9 Stück von 13—18 cm mittl. Durchm. mit 1,06 fm, Kirschbaum 1 Stück von 37 om mittl. Durchm. mit 0,27 im, Scheiter m: Buche 206 1. Klaffe. 18 II. Klasse, Birke 19, Eiche 22 (worunter 2 rm Rundscheit), Nadel 11 (worunter 7 rm Rundscheit, 3 fm von 2'/r M Länge), Aspe 6 I. Kl., 12 II. Kl., Knüppel rm: Buche 44 I. Klasse, 13 11. Klaffe. Birke 9, Eiche 29, Nadel 52, Aspe 2, Reiser rm: Buche 624, Birke 226, Eiche 250, Nadel 90, Aspe 12, Stöcke rm: Buche 64 I. Klasse, 2 II. Klaffe, Eiche 23, Nadel 26, Birke 2.
Zusammenkunft vormittags 10 Uhr auf der Chaussee von Keffel- bach—Nüddingshausen am Waldausgang vor Rüddingshausen. Nähere Auskunft erteilt Forstwart Wipner, Londorf.
II. Freitag den 28. Februar 1902, werden versteigert aus Distrikt Odenberg und Hörnes: Scheiter rm: Buche 429 I. Klasse, 22 H. Klaffe, Eiche 10 (worunter 6 rm Rundscheit, 2’/2 m lang), Knüppel rm: Buche 413, Eiche 11, Nadel 8, Aspe 2 II. Klaffe, Reiser rm: Buche 702, Eiche 22, Stöcke rm: Buche 122, Eiche 4, Nadel 4.
Zusammenkunft vormittags 10 Uhr auf der Chaussee Appenborn—Weitershain an der Abfahrt in Distrikt Noll. Nähere Auskunft erteilt Forstwart Leyerer, Odenhausen.
Londorf, den 22. Februar 1902.
Freiherrliche Oberförsterei Rabenau.
Nicolaus. 1578
Wam will hKran? Hötel Einhorn, Dienst, abd. 8'/, Uhr. VV vl Will HUI Cll l Thema: „DieGeschichte des Papsttums im alten und neuen Testament tm voraus geschildert". — Mittw. obb. 87, Uhr, Thema: „Das Datum der Taufe und der Kreuzigung Jesu 600 Kahre zuvor geweisfagt!" (Allo keine Entschuldigung für die Juden.) D. letzteren sind des. eingeladen. Eintritt frei. 0745 Prediger H. G. Baumann.
Bl»-. Werl- n Brenchlj-LerßeiMH
im Rangsdorfer Kcmeindewald
am Mittwoch dem 5. März 1902, vormittags 9 Uhr.
Sammelplatz: Eisenbahnhaltestelle.
1 Kiefern-Schnittholzstamm von 35 cm Durchm., 15,8 m
Länge ----- 1,52 fm,
6 Stämme Kiefern-Bauholz, 21—27 cm Durchm., 11 bis 17,8 m Länge — 4,59 fm,
18 Stämme Fichten-Bauholz, 13—25 cm Durchm., 9 bis
18 m Länge — 7,15 fm,
1 Elsbeer-Stamm, 21 cm Durchm., 4,6 m Länge,
2 Birken - Stämme, 27—29 cm Durchm., 2 bis 3,8 m
Eichen-Nutzknüppel, tauglich zu Pflanzgartenstützen,
1577
rm rm
30
32
220
5
6
50
204 3790
9,2 84
6,7
3
30 216 52,5
3
Buchen-Scheiter, Eichen- „ Nadel- Buchen-Knüppel, Eichen- „ Nadel- „ Birken-
rm
» n
g
n
ii
Länge = 0,36 fm, Fichten-Derbstangen — 4,74 fm, Stück Fichten-Reisstangen (Bohnenstangen),
Langsdorf, den 21. Februar 1902.
Großherzogliche Bürgermeisterei Langsdorf. Köhler.
Buchen-Reisig, Eichen- „
Nadel- , Buchen-Stöcke, Eichen- „
Nadel- „
Mlchhotz-Mrkäufe
ht der Oberförsterei Vrandoberndorf.
I. Mittwoch den 5. März 1902, vormittags 2 Uhr, auf dem Rathause zu Cleeberg:
a) Staatswald, Distrikte Streitwald und Sankhard: Eichen, 95 St. II.— IV. Kl. mit 89 fm; Distrikt Gänsrod: 125 Gruben- und Werkstämme mit 25 fm; Distrikt Einhäuserfeld : 22 St. mit 9 fm, Wagncrholz; in verschiedenen Distrikten:
58 rm Nutzknüppel, 1,75 m lang, sowie Fichten einige Stämme und 45 Stangen III. Kl.;
b) Gemeindewald Cleeberg: Eichen: 63 St. II.—IV. Kl. mit 55 im aus Mohrswald, 111 Gruben- und Werkstämme mit 21 fm aus Fuchskopf und Niederlach, 33 rm Nutzknüppel, 1,75 m lang. Buchen: 4 St. mit 5 fm aus Mohrswald. Nadelholz aus Gaulskopf und Total. 165 St. mit 37 im, 1500 Stangen mit I.—III. Klasse, 800 Reiserstangen. 1567
II. Donnerstag den 6. März 1902, im Walde der Gemeinde Vrandoberndorf, beginnend vormittags 10 Uhr im Distrikt Hochhard. Eichen: 98 St. II.—IV. Kl. mit 100 fm; Distrikte Pfarrheck und Nesselborn: 54 Grubenst. mit 12 fm, 35 rm Nutzknüppel, 1,75 m lang. Nadelholz, Distrikt Triescher u. versch.: 238 St. mit 73 fm, 100 Stangen I.—III. Kl., Rüster 1 St. — 0,34 fm, einige Birkenst.
Vekannlmachung.
In das hiesige Handelsregister wurde heute eingetragen : Die Firma Chr. Leo zu Gießen ist erloschen. 1569
Gießen, 21. Februar 1902.
Großherzogl. Amtsgericht.
Hohmrsteigerung
Montag, 3. März d. I. wird im hiesigen Gemeindewald folgendes Holz versteigert:
A. Eichen:
17 Stämme Schnittholz, 30 bis 57 cm Durchm., 3 bis 57s m lang ----- 10,55 fm,
23 Stämme Bauholz, 25 bis
34 cm Durchm., 4—8 m lang = 6,04 fm,
38 Derbstangen (Wagnerholz) 10—12 cm Durchmesser, 4—6 m lang ----- 2,05 fm,
71 rm Scheit (8 rm Nutzholz), 214 rm Knüppel (12 rm sind 2'/, m lang),
229 rm Stöcke, 1587 6210 Wellen.
B. Birkenholz:
64 rm Knüppel (15 rm sind 3 m lang),
14 rm Stöcke, 650 Wellen.
0. Kiefernholz:
2 Stämme — 0,74 fm.
Die Zusammenkunft ist vormittags 9 Uhr auf der Jägerschneise am Birkenstock.
Großen-Linden, 24. Febr. 1902. Großherzogl. Bürgermeisterei Großen-Linden.
Leun.


