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23.1.1902 Erstes Blatt
 
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Nr. 19

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Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessische» Landwirt die Sietzeoer Familien- MÜttei viermal in der . Woche beigelegt.

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Erstes Blatt. 153. Jahrgang Donnerstag 23. Jannar LS«S

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jOSST W . jährlich Mk. 2.20-, durch!

SietzenerAnzeiger M

W General-Anzeiger » «

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen WM

Aon der Aaiffeisen-Hrganisation.

Em interessantes Bild bietet der letzte Jahresbericht der Neuwieder Raffeisenorgamsation. Er giebt eine um­fassende Vorstellung von dem Wachstum und der Be­deutung des ländlichen Genossenschaftswesens.

Das ländliche Genossenschaftswesen ist ein Kind der Not gewesen. Keinem Stande schuf der Wechsel von Na- turalivirtschaft zu Geld- und Kreditwirtschast, der ftch im letzten Jahrhundert mit ungeahnter Schnelligkeit voll­zog, so große Schmerzen als dem Bauernstände. Mit einen: Male muhte der Bauer Steuern und Abgaben, Unterhaltung von Kirche und Schule, Gesindelöhne statt nrie bisher in natura, in Geld leisten- Er mußte, um auf dem Weltmärkte konkurrenzfähig zu bleiben, inten­siver wirtschaften, muhte zu künstlichen Dünge- und Futter­mitteln, zu Maschinenbetrieb, zu Fruchtwechsel und der­gleichen übergehen. Alles das kostete -Geld, viel Geld. Geordnete Mittel und Wege zur Befriedigung des bäuer­lichen, vorab des lleinbäuerlichen Geldbedürfnisses war nicht vorhanden. Darum geriet der Landmann in Not und Verlegenheit, die der Wucher wohl auszubeuten verstand. Dieser Not zu steuern, hat der Wester­wälder Bezirks-Bürgermeister Fr. W Raiffeisen seine Darlehnskassenvererne gegründet. 'Sie sollten und sollen dem ländlichen Person al kredit dienen. Wie sehr diese Genossenschaften dem Bedürfnis der Zeit entsprechen, zeigt ihr rapides Wachstum an Zahl und Umsatz. Serk Raiffeisens Tode hat sich in 13 Jahren die Zahl der nach ihm benannten und im Neuwieder Mutterverbande zu­sammen geschlossenen Vereine mehr als verzehnfacht (von 300 aus heute ca. 3400). Laut Protokoll des 1889 in Frank­furt a. M. abgehallenen Vereinstages betrugen die Aktiven von 385 Vereinen nahezu 17 Millionen Mark, die Aktiven von 359 Vereinen der Filiale Köln aber betrugen 1900 nahezu 40 Millionen. Und welch ein großartiges Geld- instllut ist aus der von Raiffeisen gegründeten Zentral- darlehnskasse für Deutschland geworden. Sie hat einen Geldumschlag von nahezu 405 Millionen Mark gehabt: sie ist im stände, die von den Vereinen gezeichneten Aktien mit vier Prozent zu verzinsen. Dabei ist .ihre ganze Zrnspolitit aus den Vorteil der Vereine eingerichtet, so daß man sagen kann, einen billigeren und stabileren Kredit als der Landnrann in der Zentralkasse, hat kein anderer Stand. Das lam in der jetzt glücklich überwundenen Zeit der Geldknappheit auf merkwürdige Weise zu tage, in­dem eine Anzahl ländlicher Vereine ihren Kredit bei der Zentral-Darlehnskasse industriellen Unternehmungen zur Verfügung stellten, wodurch diese den hohen Reichsbank- Diskont umgingen. Das war natürlich ein Mißbrauch, dem bald ein Riegel vorgeschoben wurde; die Thatsache ist aber für die Sachlage außerordentlich bezeichnend.

Ebenso ivie der Geldverkehr ist noch der Warenverkehr ins Riesenhafte gewachsen. Der Wert der abgesctzten Maren betrug für 1900 ca. 28 Millionen Mark.

Jedenfalls giebt der Jahresbericht einen zwingenden Beweis von der auftteigenden Entwickelung des länd­lichen Genossenschaftswesens und zeigt, daß es nur noch eine Frage der Zeit ist, , daß jedes deutsche Dorf einer Genossenschaft angehört. In einigen Kreisen der Filiale Kassel ist dieses Ziel bereits erreicht.

Allein interessanter als das Vorhergehende ist doch für den Freund des Landvolkes die Wahrnehmung, die sich dem aufmerksamen Leser des Jahresberichtes bietet, oah das ländliche Genossenschaftswesen, das anfangs nur der Beftiedigung des Kreditbedürfnisses und dem gemein­samen Einkauf der bäuerlichen Wirtschaftsartikel dienen sollte, immer weitere Arbeitsgebiete sich erobert. Wir sehen, wie die Tabakbauern in der Pfalz sich zu- sammenthun zu einer großen Verkaufsgenossenschaft, in der 2531 Pflanzer 21800 Zentner Tabak absetzen, wie zu gleicher Zeit sich eine genossenschaftliche Zigar­renfabrik bildet, die monatlich 250 Mille Zigarren fabriziert. Wir sehen die Winzervereine des Rheingaus

zusammengeschlossen in einer Zentralverkaufsgenossen- chaft, deren Kellereien bewundernswert sind. Die ge­meinsame Milch- und Viehverwcrtung geht voran. Das für uns erfreulichste Bild bietet doch das Fortschreitcn »er deutschen Ko rn h au s b ew e g un g. Ter Bericht der Filiale Kassel, die auf diesem Gebiet bahnbrechend ge­wesen ist, über die Entwickelung der fünf hessischen Korn­häuser zeigt, welch großen Vorteil für die betreffenden Gegenden diese Kornhäuser gebracht haben, läßt aber zu­gleich ahnen, ja mit Sicherheit voraussehen, wie die Korn Hausbewegung in ihrer weiteren Ausbreitung den ganzen Getreidehandel aus andere Bahnen lenken wird zum Segen des Produzenten. .

Mes in allem zeigt der Jahresbericht der Raiff­eisen Organisation, welche Kraft und Energie in unserm Landvolke steckt, wie viel Mut und Vorwärtsstreben. Möge die Arbeit der Selbsthilfe in den deutschen Dörfern immer herrlichere Früchte zeitigen.

Bauern freund".

Politische Tagesschau.

Die Einnahmen der preußischen Eisenbahnverwaltung zeigen von Monat zu Monat einen Ausfall gegenüber dem Vorjahre. Im Dezember v. I. war der Rückgang besonders groß. Nach der imReichsanz." vorliegenden Zusammen­stellung haben die Vereinigten preußischen und hessischen Staatsbahnen im Dezember 1901 aus dem Personen- und Gepäckverkehr 27 505 000 Mk. eingenommen gegen 28 691000 Mk. und aus dem Güterverkehr 68 833 000 Mk. gegen 71 788 000 Mk., sodaß der Ausfall bei dem Personenverkehr 1 186 000 Mk. und bei dem Güterverkehr 2 955 000 Mk. beträgt. Auch die Einnahmen aus sonstigen Quellen weisen mit 6 768 000 Mk. einen Rückgang um 531 000 Mk. auf, sodaß die Gesamteinnahmen 103 106 000 Mk. betrugen gegen 107 778 000 Mk. im Dezember 1900, jetzt also 4 672 000 Mk. oder 4,2 v. H. weniger. Im November hatte der Ausfall 1,6 v. H., im Oktober 3,1 v. H. und im September 3,4 v. H. betragen. Die auf einen Kilometer entfallende Einnahme belief sich im Dezember 1901 auf 3293 Mk. gegen 3507 Mk. im Dezember 1900, also auf 214 Mk oder 6,1 v. H. weniger. In den ersten 9 Monaten des Rechnungsjahres 1901 haben die Einnahmen aus dem Per­sonen- und Gepäckverkehr 308 519 000 Mk. (gegen 1900 weniger 4993000Mk.), aus dem Güterverkehr 678872000 Mk. (weniger 21 104 000 Mk.) und aus sonstigen Quellen 61 184 000 Mk. (weniger 1 376 000 Mk.) betragen, sodaß die gesamten Einnahmen mit 1 048 575 000 Mk. um saft 27^/z Mill. Mk. oder 2,6 v. H. hinter denen des Jahres 1900 zurückgeblieben sind. Die durchschnitt­liche Kilometercinnahme betrug in diesen neun Monaten 33 787 000 Mk. oder 1488 Mk. oder 4,2 v. H. weniger als im Vorjahre. Nimmt man selbst an, daß die Einnahmen bei endgiltiger Feststellung noch eine ähnliche Erhöhung er­fahren werden wie im Jahre 1901 (4% Millionen Mk.), so würden immerhin die Einnahmen in diesen neun Monaten noch um über 23 Millionen Mk. hinter denen von 1900 Zu­rückbleiben. *_____________________________

Der Weichseisenlial-ngeöLmke.

Von Professor Bi er m er.

Fortsetzung. .

Es kann natürlich hier nicht meine Aufgabe sein, nach­träglich in eine eingehende Würdigung des Tabakmonopols einzutreten, alle Gesichtspunkte, die für diesen Plan sprechen, hier zu entwickeln und die entgegenstehenden Bedenken fi­nanzieller und sozialpolitischer Art, die ich fast alle für enorm übertrieben halte, zu zerstreuen zu suchen. Ein solches Unterfangen führte mich nicht nur zu weit, sondern

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hätte im gegenwärtigen Zeitpunkt so gut wie keine praktische Bedeutung mehr. Der Gedanke des Tabakmonopols muß, heute als für vollständig aufgegeben betrachtet werben. Seit­dem daß Bismarck diesen Plan dem Reichstage vorlegte, hat sich die deutsche Tabatindustrie in einer Weise entwickelt, wie kaum ein anderer Zweig des deutschen Erwerbslebens.. Ter Wert, der in der deutschen Tabakindustrie erzeugten Güter hat 325 Millionen Mark jährlich erreicht bei einer durchschnittlichen Beschäftigung von 181 000 Vollarbeitern. Diese Entwickelung mag sehr lehrreich sein für den finan­ziellen Effekt des Tabakmonopols, zumal wenn man deutsche und französische Verhältnisse mit einander vergleicht; denn ein solcher Vergleich würde darthun, daß wir bei unserem deutschen Tabakkonsum, der pro Kopf der Bevölkerung bei­nahe doppelt so groß ist, wie in Frankreich, heute mit einer Reichseinnahme von etwa 400 Millionen Mark zu rechnen hätten; aber die Durchführbarkeit in der Gegenwart müßte allein schon an den riesigen Entschädigungssummen im Hin­blick auf das in der Tabakindustrie jetzt investierte Kapital scheitern.

Bekanntlich sind auch andere Finanzreformpläne, dre das Reichsbudget selbständig machen wollten, auch nach der bismarckischen Aera gescheitert. Ein großer Plan aber mit rcichsfinanziellen Konsequenzen, den früher Bismarck mit Macht betrieb, hat auch für die Gegenwart an Bedeutung nicht verloren; ja, die Entwickelung unserer Eisenbahn­politik weist gerade jetzt auf diesen Plan mehr denn je in deutlichen Anzeichen hin. Ich meine die Uebernahme des gesamten deutschen Eisenbahnnetzes aus das Reichskonto.

Es läßt sich nachweisen, daß dieser bismarckianische Gedanke gar nicht oder nur sekundär von finanzpolitischen Gesichtspunkten diktiert war. Für Bismarck waren damals nur nationalpolitische Erwägungen maßgebend, für seine Gegner neben rein politischen auch gewiße finanzpolitisches Raissonnements.

Ich darf wohl hier die hauptsächlichsten Daten, die sichs auf die Geschichte des Reichseisenbahnprojekts beziehen, in einer kurzen Skizze rekapitulieren.

Wie alle Pläne, die dem deutschnationalen Einigungs­werke Menen sollten, ist auch der Reichseisenbahngedanke viel älter als das Reich. Schon in den vom Frankfurter Parlament 1848 und 1849 durchberatenen Verfassungsent­würfen spielen die Eisenbahnen eine Rolle. Die Frankfurter Verfassung enthält in ihrem § 28 folgende Bestimmung: Die Reichsgewalt hat über die Eisenbahnen und deren Betrieb, soweit es der Schutz des Reichs und das Interesse des allgemeinen Verkehrs erheischt, die Oberaufsicht und das Recht der Gesetzgebung. Ein Reichsgesetz wird be­stimmen, welche Gegenstände dahin zu rechnen ftnd." Dem­entsprechend war in dem folgenden Paragraphen dem Reiche sowohl die Konzessionierung von Bahnen, dre im In­teresse des allgemeinen Verkehrs für notwendig erachtet wurden, als auch die Anlage eigener Eisenbahnen für den Fall der Ablehnung des Barres durch die Einzelstaaten übertragen». " . _

Die Verfassung des Norddeutschen Bundes von 1867 hat diesen Gedanken ebenfalls ausgenommen und weiter aus­gestaltet. Als Grundsatz für die Verwaltung der deutschen Bahnen als ein einheitliches Netz ist der Erlaß überein­stimmender Betriebseinrichtungeu, die Herstellung inein­andergreifender Fahrpläne mit direkter Abfertigung von durchgehenden Wagen ausgesprochen. Dem Bund ist ferner ein gewisses Aufsichtsrecht über das Tarifwesen gegeben. Während der kurzen Lebensdauer des Norddeutschen Bundes ist von diesen staatsrechtlichen Befugnissen praktisch nur wenig Gebrauch gemacht worden. Liber bei den in jene Zeit sallenven ^er^uchen, ein festeres Band zwischen dem Nord­bund und den Südstaaten zu knüpfen, traten wiederum die Eisenbahnen in den Vordergrund.

Die wirtschaftliche Gemeinschaft des Zollvereins war mit den süddeutschen Staaten geblieben. Die Schutz- und Trutzbündnisse hatten eine feste militärische Einheit ge­schaffen. Als Ende 1866 der Fürst Hohenlohe in Bayern aus-

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Sada Kacco.

Man schreibt uns aus Frankfurt:

Sada Pacco und ihr Mann Kawakami mit der Truppe des Kaiserlichen Hoftheaters in Tokio haben Frankfurt nach zwei Gastspielen wieder verlassen. Zum erstenmal führt eine japanische Schauspielcrgesellschaft in Europa ihre Stücke auf. Die unverkürzten Aufführungen in Japan beanspruchen, wie der Impresario sagte, einen Zeitraum von 1215 Stunden. Da hier in zweieinhalb Stunden zwei Stücke aufgeführt, inner­halb dieser Zeit auch noch erklärt werden, so geben sie nur einen kurzen, vorwiegend mimischen Auszug. Wie der Erklärer ferner sagte, sollen früher nur Puppenspiele in Japan statt­gefunden haben, auch vor dem Hofe. Als dann aber die Leute selbst spielten, wurde nach kurzer Zeit den Frauen das Mit­spielen aus Sittlichkeitsgründen verboten, sodaß die Männer die Frauenrollen übernehmen mußten. Sada Pacco hat vor fünf Jahren diesen Bann zuerst gebrochen und im Verein mit ihrem Manne, der bei der japanischen Gesandtschaft in Paris war und die Schauspiele eifrig besuchte, die darstellende Kunst in Japan nach europäischen Begriffen zu gestalten versucht. Wenn man diese Entwickelung kennt, versteht man einiger­maßen die Art der Aufführung. Sie spielen manchmal wie Puppen, fallen wie Puppen zur Erde, schlagen Purzelbäume wie Clowns und führen direkt darauf tief ergreifende Szenen vor. Ihnen ist ihre Kunst heiliger Ernst; weshalb sie auf uns so komisch, oft primitiv oder lächerlich wirkt, das ist eben

die Entwickelungsweise und die Verschiedenheit int deutschen und japanischen Charakter. In Momenten der höchsten Er­regung, wo bei uns die Größe in der Gemessenheit liegt, wimmeln sie unruhig wie die Ameisen umher. Sie sind eben überaus beweglich und graziös. In einzelnen Momenten er­reichen sie aber ganz Hervorragendes, in Sterbeszenen z. B. erzielt die Sada Paceo eine großartige Wirkung, die in ihrer Art kaum vollkommener sein kann.

* » *

Ein Kenner japanischer Verhältnisse urteilt über Sada Pacco und ihresgleichen recht abfällig. Er schreibt uns;

Die Welt hascht nach Neuem, und nur daraus können wir uns erklären, daß Literaturerzeugnisse mit japanischem Milieu, zumal wenn sie aus Streppapicr gedruckt wurden, so begehrt sind. Doch verlohnt es sich überhaupt in die Geisteswelt eines Volkes einzuführen, dessen Ideale, wenn man sie so nennen will, in den grünen Häusern vegetieren, die wir unter dem NamenTheehäuser" (wie mädchenhaft das klingt) kennen? Außer jenem bekannten Theehausviertel in der Kanegawa zu Polähama, welches schon so manchen Globetrotter zu Berich­ten in die Heimat begeisterte, daß er ein Paradies von schönen Mädchen und Frauen nun endlich gefunden habe, giebt cs in der Reichshauptstadt Tokio noch ein ähnliches, vornehmeres Etablissement, den Kojokan.

Mit Recht könnte man ihn auch das kaiserlich-japanische Hostheehaus nennen, denn in ihm bewirten die kaiserlichen Prinzen gelegentlich ihre Gäste.

Das im altjapanischen Styl gehaltene niedere Gebäude liegt malerisch in einem Hain rotblühender, verkrüppelter Ahorngruppen und enthält neben einer Einfahrt und einem Empfangssalon einen länglichen, mit feinen Teppichen belegten Saal, der längs seiner vier mit grotesken Malereien ge­schmückten Wände gegen hundert Personen Platz zum landes­üblichen Niederhocken gewährt. Die Kopf- und Seitenwände schließen jedoch den Raum nicht ab, vielmehr läßt sich eine leichte papierbeklebte Schiebewand hinter jedem der Knieeuden durch einen leichten Handdruck öffnen und gewährt den Ein­tritt in eine kleine Ruhekammer.

Hier, auf sieben üppigen Polstern, die mit schwellender Seidenwatte angefüllt sind, inmitten Santel und Mimosendig, werden bie kaiserlichen Gaishas vor prophonen Augen be­wahrt. Hier auf den feinen Rcisstrohmatten des Stojokan war es auch, wo wir die Sada-Jacco kennen lernten. Prinz Stomaksu gab damals ein Fest zu Ehren der von Formosa zurückgekehrten japanischen Garde, zu dem auch einige Aistinguished toreignerß geladen waren, und hatte dazu neben ca. 90 anderen Gatshas dieSada" und dieAbsuma" befohlen.

Die Sada versuchte an jenem Abend den Sieg, die Absuma den Ruhm zu personisizieren. Nach dem ihnen von den Japanern gespendeten frenetischen Beifall müßten wir diesen Versuch wohl als gelungen gelten lassen. Uns blieb es aber völlig unverständlich, worin die Jllustrattonen von Sieg und Ruhm gesucht werden sollten, während die Dar-