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22.1.1902 Erstes Blatt
 
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Nr. 18

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Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mtt dem kesfischen Landwirt die Sletzener Zamillen- blStter viei-mal in der Woche beigelegt.

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152. Jahrgang

Erstes Blatt

Mittwoch 22. Januar 190»

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General-Anzeiger ,, ,

9 für den poltt. xl allgern.

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen LM

V i U zeigenteil: Hans Beck.

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Deutsches Keich.

Be rlin, 21. Jan. Der Kais e r hörte heute im könig­lichen Schlosse die Vorträge des Chefs des Militärkabinetts, des Chefs des Admiralstabes und des Chefs des Marine- kabinetts und empfing den Gesandten in Bukarest, v. Kider- leu-WLchler.

Der Großherzog von Baden hatte beabsich­tigt, zum Geburtstags des Kaisers nach Berlin zu kommen. Auch die Großherzogin Luise wurde hier er­wartet. Wie demB. T." aus Karlsruhe bestimmt mrtgeteilt wird, ist jedoch sowohl die Reise der Großherzogin wie auch die des Großherzogs endgiltig aufgegeben.

Prinz Heinrich hat die Einladung zur Teil­nahme an einem von der amerikanischen Presse angebotenen

Bankett angenommen.

Zur Frage der Besetzung desNuntiaturpostens in München erhält bxeGermania" aus Rom eine Mit­teilung, wonach im Befinden Taruassis eine erfreu­liche Besserung eingetreten ist, sodaß aufs neue die Hoff­nung besteht, daß es ihm möglich werde, die ihm zugedachte Münchener Nuntiatur zu übernehmen.

Morgen, am Jahrestage des Todes der - Vtktoria wird in der hiesigen englischen St. Georg-Kirche ein Gedächtnisgottesdienst abgehaüen werden.

Im Verein zur Beförderung des Gewerbefleißes hielt Minister Möller gestern eilte; Rede, worin er aussührte, daß wir nur zu Handelsverträgen kommen können, wenn wir etwas zu geben haben. Wir können unsere wirt­schaftlichen Verhältnisse nur durch den Abschluß langfristiger Verträge sichern und dürfen dem Staate, von dem wir etwas verlangen, nicht mit leerer Hand kommen. Gegen­wärtig ist der Kampf um den Zolltarif ein sehr harter ge­worden, vielleicht wird er noch erbitterter und unter Ver­kennung der thatsächlichen Verhältnisse geführt werden. Wir ncüssen aber zu einer Verständigung kommen, die uns für Jahre Sicherheit giebt. Die gegenwärtige politische und wirtschaftliche Lage ist sehr betrübend. Die jetzige geschäftliche Krisis weicht erhebliche von den bisheriaen ab. Redner schilderte die Ursachen und den Verlauf der Krisen von 1857, 1873 uryd 1891 und fährt fort: Die Ver­hältnisse der Börse werden vielfach falsch beurteilt. Es bestand eine Abneigung gegen die Börse, die zu ihrer Ein­schränkung und Fesselung führte und ihr schweren Schaden zufügte. Wenn die Mehrheit solchen gehässigen Strömungen weiter folgt, werden wir keine Aenderung in der wirtschaft­lichen Sage herbeiführen können. Wenn die Periode des Aufschwunges lange an geh alten hat, haben wir das einer neuen Ursache zuzuschreiben, nämlich, daß an Stelle des ungeregelten geschäftlichen Gebührens ein geregeltes gesetzt wurde. Die Syndikate haben dafür trotz mancher Miß­griffe gesorgt. Ich habe oas feste Vertrauen, daß die Krise rascher zu einem guten Ende verlausen wird, als viele .glauben, eine Krise, die vorwiegend in grobem Vtzr-- trauensbruch, ja großen Betrügereien ihre Ur- fache hatte. Es wird uns zwar bei der in den letzten Jahren entstandenen großen Produktionssähigkeit kein großer Lohn aus der Arbeit erwachsen, aber wir werden Arbeit schassen, die Handel und Gewerbe in verhältnismäßig kurzer Zeit wieder zu einer leidlich gedeihlichen Entwicke­

lung bringen wird.

Die BudgetkomMission des Reichstags hat (wie bereits gemeldet) die Forderung für einen neuen Stabsoffizier im Militärkabinett abge­lehnt und zwar mit allen gegen sechs konservative Stim­men. Als maßgebend für diesen Beschluß ergab sich in der Diskussion der Wunsch, die Selbständigkeit des Mi­lt t ä r k a b i n e t t s nicht noch zu vermehren. Die Ablehnung der Errichtung einer militärtechni­schen Hochschule erfolgte, weil die Mehrheit es n i ch t für wünschenswert hielt, eine neue militärische Ex­klusivität zu schaffen. Die Offiziere könnten äuch an der Universität und dem Polytechnikum chre Studien machen. Einstimmig abgelehnt wurde, dem Chef der Kadettenanstalt in Groß-Lichterfelde den JRang eines Korpskommandeurs anstatt jetzt eines Generalmajors zu gewähren. Aus eine Anfrage erklärte Kriegsminister v. Goßler, das Verhältnis zwischen Militärkabmett und Kriegsministerium sei ein durchaus erfreuliches. Unter seiner Amtsführung seien Eingriffe in seine Kompetenzen niemals erfolgt. Kriegs- ministerium und Militärkabinet hätten zwei verschiedene Gebiete zu behandeln: Verwaltungsangelegenheiten und Personalangelegenheiten. Bei Kapitel 24, Titel 2 befürwor­tete Abg. Dr. Müller-Sagau eine Besoldungsverbesserung der Zahlmeister und Ober-Zahlmeister, sowie der Garnison- und Lazarett-Verwaltungsbeamten. Für Errichtung einer miltiärtechnischen Hochschule stimmten u. a. Graf Oriola und Bassermann.

Zum Zolltarifgesetz haben die Freis. Volks­partei und die Deutsche Volkspartei in ihrer heutigen Fraktionssitzung beschlossen, den Antrag einzubringen, einen neuen Paragraphen einzufügen, dazu bestimmt, mit dem Inkrafttreten des neuen Zolltarifs alle kommunalen Abgaben auf Brot und Fleisch aufzuheben. Ferner baden die Fraktionen beschlossen, gegenüber dem Antrag des Zentrums wegen Verwendung der Mehrerträge aus dem neuen Tarif für Witwen und Waisen, zu be­stimmen, daß von 1903 ab eine Summe von jährlich 70 Millionen Mark für die Witwen und Waisen verwandt wird, die flüssig zu machen ist durch Aufhebung der Ausfuhrprämien für Zucker und durch Aufhebung derLiebesgaben" für die Branntweinbrenner.

Vosen, 21. Jan. Auf ein Begrüßungstelegramm der Ortsgruppe Posen desDeutschen O st m ar t e n v e r- eins" sandte der Reichskanzler Graf Bülow folgende Megraphische Antwort: .Der Ortsgruppe Posen des Ost-

gehende Ereignisse und Entscheidungen, als unsere amt­lichen Stellen. Zuzutrauen wäre schon eine solche Bers- schleppungs ab sicht dem Präsidenten Castro, lieber eine formelle Antwort aus Venezuela aber verlautet noch nichts. Wenn jetzt erst die deutschen Kriegsschiffe an Ort und Stelle beisammen sind, wird sich das weitere finden.' Castro wird umso eher Nein beigeben müssen, als durch die dcutsch-amerikainsche Annäherung, gelegentlich bet' Ämerikasahrt des Prinzen Heinrich, jegliche Hoffnung auf die Einmischung der Vereinigten Staaten genommen ist.

Ueber den weiteren Verlauf der venezolanischen Re­gierung liegen herrte folgende Nachrichten vor:

Das bei Panama, befindliche amerikanische Kriegs­schiffPhiladelphia" wird sich in die dortigen, Streitigkeiten nicht einmischen, falls nicht amerikanische! Interessen bedroht werden. Er ist aber nach anderweitiger Meldung dabei behilflich gewesen, das an Bord des! Schiffes der RegierungsparteiLautaro" ausgebrochene! Feuer zu löschen; derLantafw" war zu Anfang des. gestern gemeldeten Gefechts von dem KanonenbootPa-, dilla", das den Aufständischen gehört, überfallen worsden? und bei diesem Uebersall, bei dem ein großer Teil der Besatzung desLautaro" fiel, in Brand geraten und ist später gesunken.

Einer Depesche aus Willemstad zufolge versuchten die Aufständischen Maracaibo zu nehmen, wurden aber zurück^ geschlagen. Es bestätigt sich die Meldung, daß die Re?-, gierung bei Carupano eine Niederlage erlitten habe. Die Behörden in Carupano erhoben eine hohe Kriegssteuer: von den Ausländern, was Proteste der letzteren hervorrieff und das Verlangen, Kriegsschiffe zum Schutze der Interessen der Ausländer kommen zu lassen.

markenvereins danke ich für ihre Zustimmung zur Ost­markenpolitik der Staatsregierung und für das Gelöbnis treuer deutscher Mitarbeit.

Leipzig, 21. Jan. Der Senatspräsident des Reichs- aerichts, Dr. DaehnHardt, ist heute nach längerem Krankenlager gestorben. Derselbe bekleidete in den Jahren 1876 brs 79 das Amt eines Obertribunalrates, in Berlin und wurde dann an das Reichsgericht berufen. Dr. Daehnhardt wurde 1836 zu Garding geboren.

Wiesbaden, 21. Jan. Hier sind Nachrichten ein­getroffen, nach denen die Erbgroßberzogin von Luxemburg einem freudigen Familrenereignisse entgegensieht.

Stuttgart, 21. Jan. Die Reichspostverwaltung hat sich bereit erklärt, den von der Finanzkommission der Kammer zu dem Vertrag betreffend die Gin heits- marken geäußerten Wünschen Rechnung zu tragen.

Ausland.

Cyristiania, 21. Jan. Das Odelthing nahm den Gesetzentwurf an, wonach Frauen als Gerichtsbei­sitzer zugelassen werden füllen.

London, 21. Jan. Ein seit 20 Jahren in England naturalisierter Deutscher namens GeorgePaulErnest veröffentlicht in derTimes" einen Ausruf an alle Deutsch en in England, worin er vorschlägt, die Deutschen in England sollen erstens König Edward eine Petition überreichen, worin sie ihm ihre Loyalität und Hingebung für den Thron und seine Person versichern und Dankbarkeit für den Schutz ausdrücken, den sie von ihm und seinen Vorgängern empfangen haben, zweitens eine Petition an den deutschen Kaiser richten, worin sie ihn bitten, alles zu thun, was in seiner Macht ist, um den Verleumdungen der englischen Armee ein Ende zu machen; drittens dem deutschen Volke zu zeigen, daß das anti-englische Empfinden seinen eigenen In­teressen und denen feiner in England lebenden Lands­leute entgegen sei. Eine Versammlung der Deutschen in England soll zu diesem Zwecke einberusen werden. (Dieser Herr Paul Ersnest ist wohl nur wenig ernst zu nehmen. D. Red. d.Gieß. Anz.")

Paris, 21. Jan. In der Deputiertenkammer tadelte Destonrnelles heute die unaufhörlichen Rüstungen und die Weltpolitik und erfläTte, daß die Beziehungen zu Deutschland so gut wie nur möglich seien. Lanes unterbrach Destonrnelles und rief ihm zu, daß er der Kapitän Fracasse des Nationalismus sei. Nach Schluß der Sitzung sandten sich beide die Zeugen. Da diese sich aber über Inhalt und Wortlaut der Schmähung nicht einigen konnten, wollen sie heute abend ein Ehrengericht einberusen.

Nach einer Meldung derAgence National" wird die V e r l o b u n g des russischen G r o ß f ü r st e n - T h r o n- folgers, des Bruders des Zaren, mit der Prinzessin Xenia von Montenegro als nahe bevorstehend an­gesehen.

Wien, 21. Jan. DasNeue Wiener Tageblatt" schreibt: Die Reise des Prinzen Heinrich nach Amerika bedeute eine Anerkennung der heutigen Stell­ung der Vereinigten Staaten im Systeme der Weltpolitik seitens des Deutschen Reiches. Andererseits sei die Reise bezeichnend für den mächtigen Flug der Politik des Deutschen Reichs, welches aushöre, ein kon­tinentaler Staat zu sein. Das Blatt weist auf die Begrüßung des Prinzen Adalbert in Triest hin, der unter deutscher Flagge kam, die mit der österreichisch-ungarischen Marine ebenso wie mit dem Landheer in treuer Waf­fenbrüderschaft stehe. Die Fahrt des Prinzen Hein­rich nach Amerika sei eine Friedensfahrt. Etwaige Vorteile aus dieser Fahrt für das Deutsche Reich würden in Oesterreich - Ungarn mit herzlichstem Anteil begrüßt werden.

Budapest, 21. Jan. Der Landesagrikultur- verein, der Hauptsitz der ungarischen Agrarier, hat der Regierung ein Memorandum überreicht, in dem er betont, daß Ungarn für das gemeinsame Zollgebiet bereits Opfer genug gebracht habe und, falls eine parlamentarische Vereinbarung mit Oesterreich unmöglich sei, unbedingt der autonome ungarische Zolltarif in Kraft treten müsse.

New-Ao rk, 21. Jan. Nach einer Meldung aus Manila wurde dort eine Frau verhaftet, welche in Männerkleidung feit drei Jahren eine Abteilung von 300 Aufständisch en geführt hatte.

Sydney, 20. Jan. Am 18. Januar, als am Jahres­tage der Wiederaufrichtung des Deutschen Reiches, sand hier eine von den Deutschen veranstaltete, zahlreich be­suchte Festlichkeit statt. In den dabei gehaltenen Reden wurde der australischen Verhältnisse anerkennend gedacht und die Hoffnung ausgesprochen, daß nichts die guten Beziehungen zwischen Deutschland und Eng­land jemals stören werde.

Mitlsche Tagesschau.

Venezuela.

Man meldet aus London: Nach Meldungen aus Ve­nezuela soll Präsident Castro auf die deutschen For­derungen wegen bei der Insurrektion erlittenen Be­schädigungen deutschen Eigentums der deutschen Gesandt­schaft" erwidert habender wolle diese Forderungen dem nächsten Kongreß vorlegen. Man hält dies in An­betracht der Zusammensetzung des Kongr-esses für eine Farce. Die Insurrektion schreitet langsam fort

Zuweilen sind englische Korrespondenten früher und genauer unterrichtet gewesen über Deutschland nahe an­

Bom Burenkrieg.

Eine Depesche Lord Kitcheners aiuS Johannesburg vom 20. Januar besagt: Ununterbrochener Regen brachte die englischen Operationen überall zum Still­stand. Den Berichten der einzelnen englischen Abteilungen zufolge wurden 31 Buren getötet, _ 13 verwundet, 170 gefangen genommen und 41 haben sich ergeben. General French meldet, daß die Zahl des Feindes im Nordosten der Kapkolonie sich etwa auf 150 Mann verringert habe, die in zerstreuten 9Ibteilungcn unter Fouche und Mybourg stehen. Etwa 130 Mann unter Wessels entkamen in die Gegend westlich von der Linie Sterksstroom-Stormberg. Im Südwesten bewegt sich die Hauptmacht der Buren auf das Dreieck Frazerburg, Carnarvon und Williston zu. Im Norden vom Oranjefluß und im Norden von der Linie von Tabanchu werden kleine Burenabteilungen von englischen Kolonnen verfolgt. Im Nordostcn machen die Blockhaus­linien gute Fortschritte, und die leichtbeweglichen englischen "Abteilungen, die sich aus dieselben stützten, gewinnen Terrain.. Im östlichen Transvaal wurde der Feind durch die letzten. Operationen sehr zersprengt. Im Westen rückte Lord Me-' thuen am 13. Januar von Vryburg auf Ventersburg vor, um gegen Delarey und Kemp zu operieren.

Im englischen Unterhause erklärte Chamberlain, die Einnahmen Transvaals hätten üt November und Dezember 1901 95 491 bezw. 97 943 P und Sterling betragen. Die Goldausbeute habe int November 39 075, im Dezember 52 897 Unzen betragen. Seine jüngste Rede ließ es im Unklaren, ob sie der Sache des Friedens gedient und die Anknüpfung von Verhandlungen erleichtert hat. Man möchte diese Frage bejahen angesichts der Erklärung des Kolonialsekretärs, daß die Regierung nie die bedingungs­lose Ergebung der Buren gefordert habe und den Besiegten sobald wie möglich volle politische Rechte verleihen und größtmögliche Amnestie gewähren wolle. Aber andererseits ließ Chamberlain leinen Zweifel darüber, daß die Negier­ung neue Verhandlungen nicht mehr auf der Basis der Kit- chenerschen Bedingungen führen würde, und nicht daran denke, die verhängnisvolle Proklamation zurückzuziehen, die bei Strafe der Verbannung die Burenführer zur Kapitu­lation vor dem 15. September 1901 aufforderte. Wenn man erwägt, wie sehr diese Kundmachung zur Vertiefung der Feindseligkeiten zwischen beiden Nationalitäten beige­tragen hat, und für wie unzureichend die Kitchenerfchen Be­dingungen von den leitenden Männern auf der Burenseite erachtet wurden, wird man von Chamberlains Rede keine Verbesserung der Lage erwarten können. Das Bedenklichste in dieser Rede ist jedoch die Aufwerfung der Frage, wer auf der Burenseite als hinreichend legitimiert zu Verhand­lungen erachtet werden dürfe. Präsident Krüger scheint bei dem Herrn Chamberlain nicht mehr das erforderliche Ver­trauen seiner Mitbürger zu besitzen, weil er sich mit großen Geldsummen nach Holland begeben habe; und von Steijn und Schalt Burger, wie von Botha und Dewet nimmt der Kolonialsekretär an, daß sie sich nicht mit den verschiedenen Kommandos in Verbindung setzen könnten. Wer erscheint Chamberlain dann aber hinreichend zur Vertretung des Burcnvolkes beglaubigt, wenn nicht dessen rechtmäßig er­wählte Präsidenten und die Generale, unter denen sie für ihre Unabhängigkeit kämpfen?

"Ans Stadt und Kund.

Gießen, den 22. Januar 1902.

* Die Erziehungßvcreine Oberheffens. Im Gasthaufezur Traube" in Hungen versammelten sich am 20. b. Mts. die Vertreter der Erziehungsvereine Oberheffens und die für die Erziehungssache interessierten Kreise (die Stadt Gießen war durch ihren Beigeordneten Wolff vertreten), um der Frage eines engeren Zusammenschlusses der bestehenden Erziehungsvereine 511 einem Erziehungsverband näher- zutreten. Der (Sin beruf er der Versammlung, Pfarrer Rök»