Ausgabe 
21.11.1902 Zweites Blatt
 
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Buche über ,JbscnS Dramen^ (Hamburg 1902, Leop. Voß) sagt, führte den Dichter zu einer Lösung, die noch mehr zusammenspintisirt ist wie die derNora", und die nicht ohne weiteres cinleuchtet, ja, den ganzen Charakter seiner Heldin auf den Kopf stellt. Man zweifelt zum mindesten, ob die Wunderkur, die der fein nachfühlende Gatte mit der seltsamen Kranken vornahm, von dauernder Heilkraft sein werde, wenn der Fremde, waS ja fteilich der Dichter auS- geschloffen wiffen will, nach Jahr und Tag wieder ein­mal erscheinen sollte. Freilich giebtS in der Seelen- Heilkunde gar merkwürdige Kuren. Da erschien einst in einer Apotheke in fürchterlicher Auftegung ein junger Mensch, ein ganz unschuldiges Rezept in Händen. Er stößt in größter Seelenangst hervor, er habe in der Nacht eine MauS verschluckt und müffe nun ersticken. Dabei röchelt er in heiserster Tonart gottsjämmerlich. Der Apotheker durch­schaut den fabelhaften Fall: der Jüngling hat nur mit be- sonderer Lebhaftigkeit die Geschichte von der MauS geträumt und der Arzt hat ihn in dem Wahne gelaßen; er redet also auch seinerseits dem Patienten gut zu, gibt ihm sein harm­loses Tränklein ein und der Mann mit der MauS ist der festen Ueberzeugung, die Medizin hätte daS böse Tier im Schlunde vergiftet! Von seinem Wahne kuriert, spaziert er 'eelenvergnügt zu Muttern.

Die Frau vom Meer* taucht nur selten in den deut­schen Theatern auf, nur wenige Künstlerinnen greifen zu dieser Rolle, wohl auS zwei Gründen, einmal weil für das geistig Angekränkelte, Anormale, da? die Heldin hat, nur wenige Verständnis haben, und zweitens, weil den meisten Künstlerinnen das Nixenhafte abgeht. Auch Alwine Wiecke, unser Gast, hat nichts RirenhafteS an sich. Aber sie hat die Rolle glänzend gespielt und sich unS als eine intelligente und mit der höheren Cchauspieltechnik wohl ver­traute Künstlerin erwiesen. Sie gab gar viel von der starken Empsindung in der Darstellung der Scelenangst des ge- quälten WeibeS. Ihre ganze Art und auch ihr AeußereS erinnern an Theffa Klinkhammer in Frankfurt. Ihre Spcel- weise nähert sich dem 6til der Klara Ziegler. Es ist etwas

lärmend TheatrealischeS an ihr, das sie fortführt von dem Krankhaften, für daS eine Triesch besonders sich in­teressieren würde. JbsenS Muse hat neuerdings eine Dar- stellungSwcise groß gezogen, eigenS modifiziert für jeden einzelnen dieser .belasteten" Charaktere. Dieser DarstellungS- art steht die in den alten Bahnen wandelnde Kunst der Wiecke fern. Diese in antiker Gewandung mit dem Schritte der großen Tragödie einherschreitende nordische Medea die weiße Dame erinnerte, bis auf die Farben, sehr stark an daS bekannte Gemälde Feuerbachs, das die am MeereS- srrande trauernde Kolchierin darstellt bot für die Anhänger der sog. Weimarisch-n Schule ganz gewiß einen großen Ge­nuß, sowohl sie zu sehen als, mehr noch, sie zu hören. Denn ihre Sprache ist von musterhafter Ausbildung, und ihr Organ volltönend, rund und schön. Nur habe ich mir doch dieFrau vom Meere" mehr ä la Lilian Sanderson oder ä la Nilson vorgestellt, auch ihrer Stimme nach, zartem Wellen- spiele ähnlich, schemenhafter, süß und leise wie das Wispern duftender Frühlingsbäume, mehr nach körperlosem Märchenzauber, verwunschen, rautcndeleinhast.

DaS Publikum fand an der Künstlerin großen Gefallen und unsere tapferen Söhne und Töchter MiedingS hatten neben ihr einen schweren Stand. Aber sie waren ganz wacker auf ihrem Posten. Herr Steinert spielte die heikle, paffive Rolle des Dr. Mangel in voller Einfach- beit, in ruhiger, sachlicher Tonart, vielleicht zu wenig warm und teilweise etwas zu weinerlich. Von den anderen Herr­schaften ist nicht viel zu sagen, doch verdient bemerkt .zu werden, daß Frl. Manstä dt, die wir bisher nur in ganz untergeordneten Rollen sahen, den rechten herzlichen Ton für ihre Bolette fand, den zu suchen Herr Götz sich wenig Mühe gegeben zu haben schien. Dieser Oberlehrer Arnlwlm ist nicht allein, rote Herr G. zu glauben scheint, ein Pedant, sondern ein ganz gesunder Mensch von tadellos solider Lebensauffassung. Tie Hilde Wangel, dieser Backfisch mit den perversen GrausamkcitSanwandlungen, gestaltete Frl. Egard in ihrer Art ganz natürlich, frisch, munter und keck. Aber eS liegt doch noch gar viel mehr in diesem enfant

terrible in deS Worte« verwegenster Bedeutung. seltsame Mädel hot doch eine große Portion von dem Fisch­blut ihrer Stiefinutter, untersetzt mit naiv-kindlicher Nieder­tracht von angeborenem Raffinement. Herr Zoder hatte die Aufgabe, die feine und rührende Gestalt eine« lungen- kranken jungen Künstler« zu schaffen, waS ihm auch nur zum Teil gelang. Namentlich die große Erzählung von feinem vorerst nur in den Gedanken lebenden großen plastischen Werke hätte ihn in halb zaghafte, halb feurige Erngtheit bringen müffen. Die Herren Ramseyer und v. Stahl thaten in ihren kleinen Rollen ihre Schuldigkeit.

Die Regie hatte eS leider übersehen, daß der dritte und fünfte Akt eine andere Szenerie verlangen al« der zweite. Der zweite allein spielt auf der hoch gelegenen, schwer zu erkletternden Aussicht, der dritte und fünfte dagegen in einem abseits gelegenen Teil von Wangels Garten. Indem man diese beiden Akte auf den hohen Berg verlegte mit dem trigonometrischen Zeichen, bekamen die ganzen Vorgänge etrool LchiefeS. Der .Fremde* erscheint nicht auf dem Berge, sondern am Gartenzaun, den er beide Male flberflettert.

Der fremden bedeutenden Künstlerin galt in erster Reihe der Beifall de« vollen Hause«. Richt gar so stürmisch war dieser Beifall; wie zögernd löste er sich lo«, denn er kam von einer eher verwunderten al« ergriffenen Zuhörerschaft, die sich erst darauf besinnen mußte, daß der Darstellung Tank gebühre. Nach meiner Empfindung begegnete die Dichtung nur geringem Verständnis. Gar zu fremdartig mutete sie an, gar zu unfaßbar blieben die seltsamen Regungen der von Halluzinationen und mediumistischen Visionen ge­peinigten Ellida. Unerschüttert verließ da« Publikum daß HauS und unüberzeugt, aber doch wohl mit der Empfindung, einer anregenden Vorstellung bergewohnt zu haben. Jeden­falls war eS hochintereffant, nach Ibsen« Nora die rhr tm Charakter und in der topischen Lebenslage so ähnliche Frau oom Meere, und nach der großen SeelendarstellungSkunst der Sorma die nach den aristotelischen Regeln schöne, gemessene Worlkunst einer Wiecke zu gemeßen. P. W.

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