Ausgabe 
21.5.1902 Zweites Blatt
 
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Die Personenwagen 3. Klaffe. Der preußische Minister

unserer Eiszeiten auf derselben, daher große Länder­verschiebungen und das Untertauchen großer Ge­biete unter Wasser und das entgegengesetzte Auftauchen auf der anderen Seite der Erdkugel. Daher an den beiden Schwingungspolen, dem Westpol in Ecuador und dem Ostpol in Sumatra, konstantes tropisches Klima. Auf diesen und einigen weiteren, zum teil konstruierten, zum teil that- ächlichen geographischen Bedingungen suchte dann Simroth die Entwicklung und Verbreitung derTierwelt dar- uthun, die von den beiden Schwingungspolen als Zentren ausgegangen sei; und er führte eine Menge vor allem üer- gcographischer Thatsachen an, um an diesen seine Theorie zu erörtern und zu stützen.

Nach einer kurzen Pause sprach Prof. Brauer von Marburg, einer der Teilnehmer an der deutschen Tiefsee-- expedition, über den Bau der Augen einiger Tiefsee­fische, besonders über die eigentümlichen sogen. Teloskop- äugen, die in ihrem Bau und ihrer Entwicklung eine Reihe von Abweichungen zeigen, die wohl als Anpassungen an die eigenartigen Lebensoerhältnisse der Tiefsee aufzufassen sind.

Hierauf trat eine zweistündige Mittagspause ein und von 35 Uhr folgten dann noch die Vorträge Dr. Meisen­heimers (Marburg):lieber die Entwicklung der Pantopoden und ihre systematische Stellung" und Dr. F. Schmitts (Würzburg) überDie Gastrulation der Doppelbildungen bei der Forelle", denen sich einige Demonstrationen mikroskopischer Präparate anschlossen.

Um 5 Uhr unternahmen dann die Teilnehmer einen Spaziergang nach dem Schiffend erg, wo gemeinsam zu Abend gegessen wurde. Hier blieb man zwanglos zusammen und fuhr dann um y2U Uhr nach Gießen mit der Bahn zurück.

these zurückzuführen, auf seine sogen. Schwingungs - oder Pendulationstheorie der Erde. Diese Theorie sucht darzuthun, daß die Erde periodische Verlagerungen ihrer Nord- Süd-Achse erfahre, nut anderen Worten, daß die Erde gleich­mäßig um eine Achse, tue durch den Aequator von Ecuador nach Sumatra zu denken sei, in großen Perioden hin- und herschwinge, pendele. Daher die großen Kli ma- schwank ungen in der Erdgeschichte und die Entstehung

von Personenwagen in den Abteilen 3. Klaffe verschiedene So sind an Stelle der

fangung Herbeigeellten schnellstens Reißaus nahmen. Metzger- meister Hartung von hier wurde von ihr nicht unerheblich verletzt. Ein im Feld arbeitendes Mädchen aus Wixhausen wurde von dem Vieh auf die Hörner genommen und in eine in der Nähe besindliche Grube geschleudert. Es liegt an seinen Verletzungen zu Hanse. Einem hiesigen Landwirt rannte sie am Wagen vorbei und verletzte das eine seiner Pferde der­artig, daß es gebrauchsunfähig im Stall steht. Als alle Mittel zu ihrer Habhaftwerdung vergebens waren, wurde sie von dem Feldschützen der Gemeinde Wixhausen nieder- geschossen.

dert Millionen fehlten!

Inzwischen haben, während im Auftrage des Masse­verwalters die Gemälde, Gobelins, Kunstgegenstande, Stt- berzeug und Möbel des Hotels der Avenue de la Grande Armee in 16 großen Packwagen nach den verschiedenen Auttionslokalen gebracht wurden, zw ei Einbrech er das unter Gerichtssiegel verschlossene Landhaus der Hum­bert bei Melun nächtlicher Welle bei Sturm und Ge­witter ausgesucht, einen Fensterladen gesprengt, eine Scheibe eingedrückt, vierzehn wertvolle Gemälde, darunter zwei Eorots, aus dem Rahmen geschnitten und dann das Weite gesucht. Der mit der Ueberwachmig der Gerrchts- siegel betraute Diener, der im zweiten Stockwerk schlief, hatte nichts» gehört und nichts gesehen. Natürlich geht in der Umgebung von Melun das Gerücht um, der Einbruch sei auf die Weisung d er Fr a u Hum b ert selbst er­folgt, der man die Rolle einer Banditen-Führerm zu- schreibt. Nach einem Wolff'schen Telegramm betragt der Wert der gestohlenen Gemälde angeblrch 200000 Frs.; auch derMatin" verzeichnet die Vermutung, daß der Diebstahl von Mitgliedern der Familie Humbert verübt worden sei, und daß man daraus schließen könne, daß die Humberts Frankreich noch nicht verlassen haben.

In gleicher Weise wurde das Schloß C e l e y r a n bet Narbonne, das der Familie Humbert gehörte und das bereits unter Siegel gelegt war, von Ernb rechern heimgesucht. Die Wachsamkeit der Justiz schemt demnach in Südfrankreich ebensowenig ernst zu fern wie rn der Umgebung von Paris, und der Eindruck verstärkt sich, daß mindestens ein Teil der Familie Humberr un Land verblieben ist, um ungestört ihr Treiben fortzuseßen.

Der Kumvert-ßrawsorb-Schrvindel.

Humbert-Anekdoten machen bei dem Aussehen, das die Schwindelgeschichte überall erregt, jetzt in Pariser Blattern die Runde. Vor fünszehn Jahren brachte Parmentrer, der Anwalt aus Havre, der jetzt hinter Schloß und Riegel sitzt, dem damals schon sehr beschäftigten Advokaten Du Buit ein Dossier Erawford. Es handelte sich darum^ern sogenanntes vorläufiges Urteil zu erhalten. Du Vurt prüfte das Aktenstück, fand es unvollständig und schrckte es dem Anwalt zurück. Viele Jahre vergingen, der Zwischenzeit hatte Frau Humbert dem Advokaten Du Bull verschiedene Prozesse übergeben, die gar nichts mit der Angelegenheit des Geldschrankes zu thun hatten, da dieser Prozeß in den Händen Duriers lag. Als Dürrer starb, bat Frau Humbert Du Buit, sich mit allen ihren Angelegen­heiten zu befassen, und der Advokat hatte seine Einwillig­ung zu diesem Vorschlag Vorbehalten. Daraufhin erhielt er folgenden Brief:Mein Herr, Sie haben es ehemals angenommen, für mich zu plaidieren. Seute erfahre ich, daß Sie beabsichtigen, die Interessen einer Frau zu ver­teidigen, die meine Gegnerin ist. Das wäre ern Verstoß gegen die Gewohnheiten der Advokatur, und rch mußte die Sache bei dem Amtsgericht anzängig machen. C r aw- f o r d." Alle vertrauensseligen Leute werden zugeben, daß Du Buit gerechtfertigt war, an das Dasein einer Persönlich­keit zu glauben, die sich ihm auf so energische Art bekannt zu machen verstand. Wie konnte er denn auch gleich daran denken, daß hier eine geschickte Machinanon feinec eigenen Klientin vorlag! Für die unglaubliche Kaltblütigkeit der Frau Humbert ist die folgende Anekdote bezeichnend, die auch erklärt, wie sie so viele und in erster Reihe den Advokaten Du Buit zum Narren haben konnte. An dem Mittwoch, an dem Du Buit von dem Präsidenten, des Gerichtshofs eine Verordnung erhielt,, die die Oesfnung des Geldschrankes verlangte, wurde Du Buit ungeduldig im Termin einer Zivilkammer erwartet. Daher wandte er sich, als die Verordnung ihm zugestellt war, an einen Kollegen, der ein sehr bekannter Advokat und Mitglied des Parlaments ist und sagte zu ihm:Ich kann mich un­möglich auch nur einen Augenblick lang entfernen. Wvllen Sie, bitte, an meiner Stelle Frau Humbert, die in ihrem Wagen hinter dem Palais wartet, die Entscheidung des Präsidenten mitteilen?"Sehr gern", antwortete Herr X. und machte sich sofort auf den Weg, um den erhaltenen Auftrag auszuführen. Er fand Frau Humbert und ließ diegute Nachricht", wie er und Du Buit es nannten, wissen, daß der Geldschrank auf Befehl des Präsidenten geöffnet werden konnte.Wie glücklich bin ich!" rief Frau vumbert aus,endlich werden meine Feinde vernichtet! Ich hoffe, mein Herr, daß Sie uns auch das Vergnügen bereiten werden, der Oefsnung des Geldschranks beizu- whonen."Das wirb mir unmöglich sein, gnädige Frau, aber Du Bull wird sicher anwesend sein." Thatsachuch war Du Buit an dem festgesetzten Tage zur Stelle, alle ' Welt war da nur Frau Humbert und die hun-

-Kkasse wurde durch den Stoß auZ dem Geleise gehoben/< - Die Personenwagen 3. Klaffe. Der preußische -vunyier stürzte um und wurde noch etwa 20 Schritt weit ge- der öffentlichen Arbeiten hat angeordnet, bafcbet dem Neubau schleift non Personenwagen in den Abteilen 3. Klaffe verschiedene

Der Restd es P erson en zuges war lo s g erissen Blenderungen vorgenommen werden. So sind an Stelle der worden, rollte ein Stück weiter und kippte dann zur h^^rigen leinenen Gardinen bei Neubeschaffungen und not- Seite um. Die beiden am Ende befindlichen Wagen vierter roenbiQ werdendem Ersatz solche aus Wollstoff zu verwenden. Klass- hoben \)\ inetacutber, ine; sic unteren giä^cn der Sitzpolster sind, soweit dies nicht

U V e V n b f aus rnenbor be" töon der Fall ist! durch Asbestpoppe mit Blech oder durch

Esstu^e^ BÄAwnEsel«z kleinen Kindes war, den Asb-stschi-f-r zu sichern. Von, der Belegung der unteren recht en Fuß ab Später mußte das Bein amputiert Flache des Fußbodens mit Asbestpoppe und Blech bet einem werden. Der Infanterist Schösser vom 29. Jnf.-Regt. Teil der zu beschaffenden Wagen ist abzusehen. Dagegen zu Düsseldorf, welcher in seiner Heimat Rheydt gewesen ^nd die Versuche nut feuersicheren Anstrichen für Holz sort- wo*, wurde mit zerschmettertem Schädel aus den ^setzen.

Trümmern hervorgezogen. Vilbel, 16. Mai. Die Nebenbahnstrecke Stock-

Im städtischen Hospital rn Neuß sanden noch folgende^^^-Windecken wird in etwa 4 Wochen eröffnet werden.

Personen mit schweren terefcmigen Wna£me^ Karl y ^as Endstück Windecken-Vilbel

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vom 11. Husarenregiment aus Düsseldorf, der Schreiner Am Eingangsthor zum Dome wurde vom Pralat Dr.

Theodor Ni en aus Düsseldorf, der Schweizer Wester- Schrader ein reich ornamentiertes Portal, das ganz ny k aus Neuß, der Schiffsknecht Peter Harth vom Edi, on L ^auecn)erf versteckt war, entdeckt. Es ist dies der

zu Duisburg und der Fabrikarbeiter H^ch. Muller auA .^ Bestandteil des Domes. Er soll freigelegt werden.

Flingern bei Düsseldorf. Die übrigen nur leicht Verletzten f(? ^den j. $ 21. Mai. (Privattelegr. desGieß.

Urlaub Mrückkehrende Anz.< Gestern fand hier di- Versammlung des Mittel-

Soldatem Die Rettmigsarbeiten erfolgten durch die Neußer rheinischen A e r z t e - V c r e t n s statt, an der etwa 150 Freiwillige Feuerwehr, die Arbeiter der benachbarten Eisen- Mitglieder teilnahmen. Verschiedene Koryphäen der medt- werkMten, sämtliche Neußer Aerzte und die geretteten zwischen Wissenschaft hielten Vorträge. Prof. Dr. Sommer- Passagiere. Der Materialschaden wird etwa 100 000 ®ie£cn sprach über die Differenzialdiagnostik bei Hirntumoren, Mark betragen. Alle Strecken sind seit gestern nachmittag P^f, Dr. Pfannenstiel-Gießen demonstrierte einen Fall 4 Uhr wieder fahrbar. üon Carcynomen. Die nächste Versammlung findet in

' Wiesbaden statt. Für 1904 ist Frankfurt als Versamm-

Aus KMÜl UNS Mw. lungsoll ausersehen, das vor 50 Jahren in Verbindung mit

Gießen, den 20. Mai 1902. Darmstadt diese Zusammenkünfte ins Leben rief.

Einschränkung von Vereinssestlichkeiten. Auf ministe- Cronberg, 20. Mai. Pnnz und Prinzessin Friedrich rielle Weisung hin werden von den Kreisämtern Maß- Karl von Hessen hielten ihren Einzug m Sch nahmen vorbereitet, die darauf hinauslaufen, in ländlichen Friedrichshof. o

Bezirken auf die Beschränkung der Vereins- und sonstigen Fulda, 19. Mai. Wahrend des gestrigen Pontisikalamteü Fesllichkeüen hinzuarbeiten. Es werden deshalb bereits un Dom, kurz vor der Wandlung, stürmte m einem plotz- staüstische Erhebungen vorgenommen. lichen Anfalle von Geistesgestörtheit der Schremer-

*» Mililardienstuachrichteu. v. Lepel, HauptmannL.l.s. meifter Joseph Raab, der schon zweimal m Marburg unter des Infanterie-Regiments Nr. 115 und kommandiert zur psychiatrischer Beobachtung stand, von einem Seitenaltar hm- Dienstleistung beim Militärkabinett des Kaisers, unter Be- weg, mitten hinein aus die Leute im Mittelschiff und rie lassung a 1. s. des genannten Regts., in das MilitärkabinettFeuer!" Dadurch entstand eme Panik, der Bischof versetzt; Winther, Hauptmann im Jnf.-Regt. Nr. 117, unterbrach die Messe und mehrere Hundert Menschen unter Enthebung von dem Kommando zur Dienstleistung bei drängten den Ausgangen zu, wobei verschiedene zu ^all der Militär-Intendantur, in das Jnf.-Regt. Nr. 118 ver- kämen, andere Quetschungen erlitten.

setzt; v. Haustein, Oberlt. im Jnf.-Regt. Nr. 116, und ** Sttoxtt 9}httcilunöen aug £enen unb beu ^a^bQr^^aatcn. Balthasar, Oberlt. im Jnf.-Regt. Nr. 168, zu über- In einer Wirtschaft m Ossendach erstach m der Nacht -ähliqen Hauptleuten befördert; Suermondt, Oberlt. im vom ersten zum zweiten Feiellage wegen einer geringfügigen 2. Großh. Hess. Draa.-Regt. Nr. 24, unter Verleihung des Sache es handelte sich um das Singen eines LiedeÄ Charakters als Rittmeister und mit der Erlaubnis zuni der 37jährige Francesco Galvani aus Brescia den *-~jal)5 Tragen der Regts.-Uniform, der Abschied mit der gesetzlichen eigen Giuseppe Stefannti aus Udme nut einem großen

B 1 Messer durch zwei Stiche m den Rucken und den linken

Vermischtes.

* Dortmund, 20. Mai. Amtlich wird gemeldet:Am

2. Pfingstfeiertag abends 6% Uhr entgleiste auf iiei

Pension bewilligt. ,

»* Konzert. Die von unserer Regimentskapelle am Oberschenkel.

2. und 3. Pfingstfeiertag in Steins Garten veranstalteten . _ " a >

Konzerte hatten sich eines sehr guten Besuches zu erfreuen. 1*4. Jahresversammlung

Die Vorträge fanden durchweg großen Beifall, so daß manche tzxx Deutschen Zoo!0gischett Gesellschaft.

Einlage gegeben werden mußte. (Originalbeti&t desGieß. Anz/')

Verhaftung. Em hier bediensteter Fahrbursche wurde k ;,

wegen Vergehens gegen § 176, 3 des R.-St.-G. heute da- b Gießen, 21. Mai.

"«Teht« regelrechten Rauferei kam es gestern Abend Prof. E. Chun aus Leipz.g, der bekannte Leiter der in der Sonnenstrab- zwischen zwei hiesigen Arbeitern, die deutschen Tiefsccexpedltlon, erostnete die V-riammlung noch dazu Brüder sind. Auch ihr- Ehehälften beteiligten sich sind deutet- auf die Resultate hm, die in den verschiedenen lebhaft an der kräftigen Auseinandersetzung. Der Ein- biß Zweigen der^ Zoolog!- in den letzten Jahren erzielt wore en

sogar seinem Gegner in die Hand und verletzte ihn nicht un- sind. Die Systematik sei bedeutend erweitert und vertieft

erheblich. Anzeige ist erhoben. "°rden. Aus den Kolonien se. eme Menge neuen Mate-

" Zu viel des Guten leistet- sich ein auswärtiger Tag- rialz zusammengetragcn und and) die syst. ftenntmffe der

kühner, der den 3. Feiertag dazu benutzte, um sich einen ge- Tierwelt ""ftrer^e-mat seien besonders durch H^an-

hörigen Rausch zu kaufen. Da er sich fortgesetzt auf der si-ehung biologischer und tiergeograph scher Ao- Straße zu lustig gebärdete, mußte er verhaftet >°erden. mente wesentlich ge,ordert worden. Ebenso seien d,° rem

Verband der Schaufenster-Dekorateure aller Branchen, morphologischen Zweige unserer Lissenschaft, der ver- e. B. Unter diesem Titel hat sich am 6. Mai ein Verein gleichenden Anatomie und Entwicklungsgeschichte^ des Haupt- mit dem Sitze in Berlin konstituiert, der den Schutz und sächlichen Arbettsgebwts der Mitglieder der Gesellschaft, erheblich die Förderung der Juteressen seiner Mitglieder bezweckt. Das weiter ausgebaut worden; be!onders habe die Entwicklungs- Fachorgan ist die in Berlin erscheinende moderne illustrierte geschichte durch die experimentelle Bearbeitung eme Zeitschrift .Das Schaufenster" und die 14tägige Sonder- vielseitige Bereicherung erfahren. Sehr erfreulich aber sei es, ausgabeDer Dekorateur". Die Geschäftsstelle des Ver- daß auch der Biologie der Tiere immer mehr Jntereffe und bandes ist'm Berlin W., Schöneberger Ufer 32, wohin alle Bearbeitung zugewendet worden sei.

Anfragen zu richten sind. . Herauf hieß Prof. Dr. Hans en, derzeitige Rektor der

* Die Hauptversammlung des Deutsche» Verbandes Kansi Universität, die Deutsche Zoologpche Gesellschaft herzlich m männischer Vereine findet am 9. und 10. Juni in Kassel Gießen willkommen und wuchchte der Gesellschaft m statt. Auf der Tagesordnung stehen u. A.: Die Erhebungen Gießen erfreuliche Tage und günstigen Erfolg für ihre über die Arbeitszeit in den Kontoren und Lagern der nicht Sitzungen. _

mit offenen Verkaufsstellen verbundenen Handelsbetriebe. Die Nach ihm ergriff Geheimerat Pros. ^r. Spengel, der Errichtung kailfmännischer Schiedsgerichte. Alters- und In- Direktor des hiesigen zoologischen Instituts, das Wort, be- validenversorgung der Handelsangestellten. Ist ein Dienst- grüßte die Gesellschaft, und dankte, daß sic io zahlreich ferner Vertragsschema für Handlungsgehilfen zu empfehlen? Er- Einladung nach Gießen gefolgt sei, obwohl ihr hier an der weiterimg der Wirksamkeit des Stellenvermittelungsbundes I kleinen Universität naturgemäß nicht so viel geboten werden und Bekämpfung der gewerbsmäßigen Vermittelungsbureaiix. könne. Sei es ihm ja nicht einmal möglich, die Versamm- Einschränkung der Konkurrenzklausel auf Handelsangestellte lung gewissermaßen im eigenen Hause aufzunehmen, da die mit wenigstens 5000 Mk. Jahresgehalt. Die Notwendigkeit Räumlichkeiten seines zoologischen Institutes zu klein dafür kaufmännischer Fortbildimgsschulen für weibliche Angestellte, seien, sodaß sie als Gäste in den Räumen des anatomischen

* Wild-West in Hessen. Unter dieser Überschrift erzählen Instituts tagen müßten. Hieraus gab er sehr interessante bicN. Hess. Volksbl." folgende Kuhgeschichte aus Ar- Mitteilungen über dieVorgeschichte und Geschichte des heilgen: Hiesige Metzger führten letzten Donnerstag eine Zoologischen Instituts der Universität Gießen", worüber noch zum Schlachten bestimmte Kuh von dem Hof Kranichstein ausführlich berichtet werden wird.

hierher. Unterwegs ging sie durch unb konnte selbigen Tages Nach einigen geschäftlichen Verhandlungen der Gesell- nicht mehr eingefangen werden. Am Freitagmorgen wurde schäft erteilte Prof. Chun an Prof. Simroth aus Leipzig ihre Aufsuchung und Einfangung wieder ausgenommen. In das Wort zu seinem Vortrage überDas natürliche der Nähe der Straße DarmstadtFrankfurt in der Ge- System der Erde."

markung Wixhausen wurde sie wieder gefunden, aber in solcher I P^vf. Simroth machte den schwierigen und kühnen Wildheit und in einer Verfassung, daß die zu ihrer Ein- Versuch, eine Reihe geologisch-geographischer Fragen, vor - ' allem die urgeschichtliche Entwicklung und Entstehung der

tierischen Formen und deren jetzige Verbrettung auf der Erde auf eine von ihm und Herrn Reibirch aufgestellte Hypo-