An Stelle des verstorbener^
der folgende:
64
23 423
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366 778
158 215
1005
433
der Belten
1060
von Gewinngegenständen zn verwenden sind. Zugleich i der Vertrieb der ßr1" in der Provinz Oberhessen gestatten worden.
Lauterbach, 19. Febr. Dem Vernehmen nach ioll mit Einführung des Sommerfahrplans (1. Mai) auf der Strecke Lauterbach-Grebenhain, ein Frühzug eingelegt werden, der von Grebenhain 4.30 Uhr morgens abfährt und Lauterbach wieder um 6 Uhr morgens verläßt. Der Handelsverein Lauterbach hatte wegen Einlegung eines solchen Zuges vor einigen Wochen eine Eingabe an die Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. gemacht. Die Direktion hat in anzuer- kennender Weise dem in der Eingabe ausgedrückten Wunsche nunmehr entsprochen. Die übrigen Züge werden auch während des Sommers in der seitherigen Weise auf der Strecke verkehren.
Friedberg, 17. Febr. Dieser Tage fand hier eine außer- .ordentliche Generalversammlung de§ We-^tcrarr-er (^c =
L Landeshospital Hosheim . . . .
2. Landesirrenanstalt
Zahl der Verpflegten
1188
546
288
Mitglieder und die Obmänner der einzelnen Ortsgruppen, mindestens drei Mitglieder an demselben Ort; weitere Exemplare werden, je nach der Mitgliederzahl, für die zu bildenden Lesezirkel geliefert. Ferner wurde die Errichtung von Eierverkaufs stell en angeregt, ein Beschluß darüber jedoch nicht gefaßt.
8. Darmstadt, 19. Febr. Der Großherzog von Sachsen-Weimar wird mit Gefolge morgen nachmittag 2.13 Uhr hier Eintreffen. Am Bahnhof findet großer Empfang statt. Die Ehrenkompagnie wird die 3. Kompagnie des Jnf.-Regt. Nr. 115 unter Hauptmann Frhr. Treusch von Buttlar-Brandenfels stellen. Die Herrschaften werden a la Daumond über die Rheinstraße und den Marktplatz nach dem Schloß fahren, von einer Ehren-Eskorte des 2. Dragoner- Regiments unter Rittmeister Mackensen von Astfeld geleitet. Im Schloß werden sie von dem Oberhofmarschall v. Westerweller und dem Hofceremonienmeister von Riedesel empfangen. Um 5 Uhr findet Galatafel im Residenzschloß zu 37 Gedecken statt. Um 7 Uhr ist ein Besuch des Großh. Hofthea- tcrs vorgesehen. Als Festoorstellung wird „Aida" aufgeführt. Die Fürstlichkeiten werden mit Gefolge m der großen Fürstenloge Platz nehmen. Während der Pause werden Thee und andere Getränke serviert werden. Für Freitag Vormittag ist ein Besuch des Jagdschlosses Kranichstein festgesetzt. Um 1 Uhr wird Frühstück für die Fürstlichkeiten im engeren Familienkreise im neuen Palais, für das Gefolge im Residenzschloß stattfinden. Der hohe Gast wird nachmittags 2.57 Uhr nach Karlsruhe abreisen.
fc. Wiesbaden, 19. Febr. Die Raubanfälle in den Straßen unserer Stadt mehren sich in erschreckendem Maße. Nachdem erst kürzlich in der Langenbeckstraße sowie bei Elarenthal und Sonnenberg Raubanfälle vorgekomm'en sind, würbe neuerdings in der Nikolausstraße eine Dame von einem Wegelagerer überfallen und durch einen Faustschlag zu Boden gestreckt. Es gelang ihr jedoch noch zu entfliehen, als auf ihr Hilfegeschrei ein Mann herbeieilte. Der Räuber entkam.
fc. Wiesbaden, 19. Febr. Die „Frkf. Ztg." brachte vor Kurzem „unter dem Strich" eine Mitteilung, wonach Kaiser Wilhelm mit Rücksicht auf die an seine in Bremen gelegentlich der Ausreise von nach China bestimmten Truppen gehaltene Rede geknüpfte Krllik auf eine dem Hofrat Ludwig Barnay geschenkte Photographie den Vers geschrieben habe: „Ich schau herab von meinem Tier, auf das Gehudel unter mir." Wie jetzt festgestellt wird, hat der Kaiser die Photographie schon am 3. Juli 19 00, mit dieser Widmung versehen, an Barnay abgesandt, während die sogen.,Hunnenrede am 27. Juli 1900 gehalten wurde.
Kassel, 19. Febr. Nach zuverlässiger Information haben Hermann Sumpf und Schlegel sich zum Strafantrllt bereit erklärt. Arnold Sumpf, der auf freien Fuß gesetzt 'worden war, hat auf Revision verzichtet. Schulze-Dellwig und Otto meldeten die Revision an. Otto beantragt außerdem Hastenlasiung. Schulze-Dellwig ist bekanntlich auf freiem Fuß.
Kassel, 19. Febr. Direktor Schmidt von der Treber- trocknungs-Gesellschaft trifft heute Nacht mit dem Frankfurter Schnellzuge hier ein.
** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Schlossermeister Jean Beck m Bad-Nauheim geht Ende ds. Mts. als Maschinenmeister an eine Reparaturwerkstätte des Kaiserlichen Marine-Amts nach Deutsch-Südwest- Afrika.
vom 1. April an.
** Zur Frage d r Gasmcssermiete. In den letzten Wochen durchlief eine Notiz die Zeitungen, wonach kürzlich das Schöffengericht in Dülmenhorst ein Urteil verkündet habe, wonach die Gasmessermiete als ungesetzlich anzusehen sei, weil nach § 448 des Bürgerlichen Gesetzbuchs die Kosten des Messens und Wägens der verkauften Sache dem Verkäufer zur Last fallen. Von juristischer Seite wird _ nun zur Klärung dieser Frage Folgendes mitgeteilt: „Die Bestimmung des § 448 ist keine Zwangsvorschrift, das heißt, sie kann durch Vertrag zwischen den Parteien aufgehoben werden. Ter angeführte Paragraph kommt also nur dann zur Anwendung, wenn nichts anderes vereinbart ist. In den meisten Fällen haben die Gasanstalten eine Bestimmung darüber in ihren Bezugsbedingungen ausgenommen, und die Abnehmer müssen sieh schriftlich an diese Bedingung gebunden erklären. Ein Vorgehen auf dem Klagewege hat also nur dann Ansicht auf Erfolg, wenn die Bezugsbedingungen, welche die Bezieher anerkannt haben, eine solche Bestimmung nicht enthalten."
** Jagdvcrpachtungcn. Die Gemeindejagd in Ruppertenrod, die am Dienstag auf weitere 6 Jahre verpachtet wurde, erzielte einen jährlichen Pachtpreis von nur 261 DA. In der vorausgegangenen Periode betrug der Pachtpreis 450 Mark. Der höhere Preis wurde damals dadurch erzielt, daß eine Frankfurter Jagdgesellschaft den besten Teil der Gemeindejagd pachtete. Da die Frankfurter Herren diesmal nicht konlurierten, kam der Pachtpreis wieder dem früherer Jahre nahe. — An demselben Tage fand auch die Verpachtung der Gemeindejagd zu Ober-Ohmen statt. Der seitherige Pachtpreis betrug 500 Mark, der jetzige 550 Mark. Pächter wurde hier ein Herr aus Steinfurth. — Kurz vorher hatten die Jagdverpachtungen in Ober- und Unterseiberten- r o d stattgefunden. In der ersteren Gemeinde wurde die Taxation der Jagd mit 200 Mark nicht erreicht. Tas Höchstgebot war nur 180 Mark, m der letzteren Gemeinde stand dem seitherigen Pachtpreise von 245 Mark nur ein Angebot von 125 Mark gegenüber. In beiden Gemeinden wurden die Steigerungen nicht genehmigt und ein neuer Steigerungstermin in Aussicht genommen. — Außerordentlich billig im Verhältnis zu den sonstigen Jagdpreisen wurde die Geineuide- jagd zu Groß-Eichen verpachtet, nämlich trotz der Nähe der Bahnstation Mücke für nur 113 Mark. — Der fiskalische Fischbach in Grebenhain, der sog. Woggraben, wurde auf weitere 12 Jahre verpachtet. Meistbietender war der dortige Gastwirt K. Strauch mit 30 Mark jährlich. Seither halte ihn GastwirtR.Weitzelfürl0M.jährlich gepachtet.— In Eudorf wurde die Gemeindejagd, welche seither für 143 Mark verpachtet war, auf weitere 6 Jahre für 271 Mark verpachtet. Die Gemeindekasse erhält hierdurch eine jährliche Mehreinnahme von 128 Mark. — In Groß-Felda ergab die Gcmeinde- I ,'Verpachtung den Erlös von 355 Mark gegen 200 Mark m jcl vorigen Jagdperiode. Pächter sind: daA Großh.
Zahl Durch- der Pflege-- schnittliche tage Tagesbelegung
Vermischtes.
• Neustadt a. H., 19. Febr. In Weidenthal in der Pfalz ist die bedeutende Tuchfabrik von Amt heute gänzlich abgebrannt.
• London, 19. Febr. Telegramme aus Lorenzo Marquez berichten, daß im Gaza-Lande in Portugiesisch- Afrika mächtige Goldfelder entdeckt worden sind.
* Paris, 19. Febr. Gestern wurden wiederum zwei Personen auf dem Boulevard erfroren aufgefunden.
* Prag, 19. Febr. Hilsner, der wegen der Polnaer Mädchenmorde zum Tode verurteilt und dann zu lebenslänglichem Kerker begnadigt wurde, hat in der Strafanstalt Pankraz um die Wiederaufnahme des Verfahrens nachgesucht mit der Begründung, daß er seine Mitschuldigen, nennen wolle. Die Sache ist der Oberstaatsanwaltschaft übergeben worden.
* Dem Raubmörder Kneißl wurde, nach einer Meldung aus Augsburg, die Bestätigung des gegen ihn ergangenen Todesurteils durch den Ersten Staatsanwalt mitgeteilt. Kneißl, der anfangs sehr trotzig auftrat, bat bann um eine Gnadenfrist. Die Hinrichtung erfolgt am Freitag früh.
• Das Schreiben des Ersten Staatsanwalts Jonen in Sachen des in Elberfeld rehabilirten Oberstabsarztes Dr. Schimmel, das wir gestern bereits erwähnten, hat nach der „Düsseld. Ztg." folgenden Wortlaut: „Elberfeld, 17. Febr. 1902. Euer Hochwohlgeboren möchte ich auf die gestrige Depesche, die ich erst abends um 11 Uhr erhalten habe, folgendes ergebenst mitteilen: Da ich annehmen muß, daß Sie beabsichtigen, mir im Auftrage des Herrn Oberstabsarztes Dr. Schimmel eine Herausforderung zu überbringen, so erkläre ich von vornherein, daß ich eine solche grundsätzlich ablehnen müßte. Da ich jedoch nach den Debatten von Samstag befürchten muß, daß ich Herrn Dr. Schimmel ein Unrecht zugefügt habe, was ich nicht beabsich-. tigte, so wollen Sie mir gestatten, hier nochmals zu wieder-
Heppenheim . . . 465
3, Jrrenklmik derLandes- unwerfität Gießen . 100
Geh. Regierungsrats Dr. Braden wurde einstimmig durch Acclamation Kreisrat Fey zum Präsidenten gewählt. Der Geschäftsführer teilte folgende geplanten wichtigen Neuerungen mit: 1) Der Wetterauer Geflügelzuchtverein beabsichtigt, in der landwirtschaftl. Schule zu Friedberg eine Zuchtanstalt für Geflügel mit Einrichtung für künstliche Brut zu errichten. Der Verein wird bei den zuständigen Stellen um bie nötige finanzielle Unterstützung einkommen. 2) In Zukunft müssen bie Inhaber ber Geflügelzuchtstationen auch Mitglieb bes lanbwirtschaftlichen Vereins sein event. werben. 3) Ein Normalstatut für sämtliche oberhessischen Geflügelzuchtverein e hat ber Verbanbsvorsitzende in Arbeit. 4. Die Leipziger „Geflügelztg." erhalten vom Verein aus vom 1. April 1902 ab frei geliefert: bie Vorstands-
Aus Studt und Amid.
Nachrichten von allgemeinem Interesse sind uns stets willkommen und werden angemessen honoriert.
Gießen, 20. Februar 1902.
— Der Stand der öfseutlicheu Irrenanstalten unseres Groß-
Ausland.
London, 19. Febr. Nach einem Telegramm aus Tientsin beträgt die Zahl der augenblicklich in der Mandschurei befindlichen russischen Truppen 40 000.
Brüssel, 19. Febr. Bei der heutigen Fortschung ber Wahlrechtsdebatte in der Kammer erklärte Janson, das angesehenste Mitglied der äußersten lib. Linken, daß er vor einem allgemeinen Stimmrecht, das die Frauen einbeziehe, sogar dem Status quv den Vorzug gebe. Das Frauenstimmrecht bedeute eine kolossale Vermehrung der Wahl stimmen aller Beichtväter; er erklärt das Frauenstimmrecht als verfassungswidrig.
Barcelona, 19. Febr. Die Regierung hat mit den Tirektoren der Eisenfabriken Verhanblungcn angcknüpst und hofft eine baldige Verständigung. Acht Delegierte der Ausständischen, welche die Einstellung deS Eisenbahnverkehrs von den Behörden verlangten, und zwar unter der Drohung, die Züge eventuell zur Entgleisung zu bringen, wurden verhaftet; ebenso wurde die Anarchistin Therese Clara Munt und der kürzlich aus Frankreich ausgewiesene Anarchist Nery, der eine Kopfwunde bei den Zusammenstößen davongetragen hat, verhaftet.
Rom, 19. Febr. Gerüchtweise verlautet, daß der Finanzmini ft er und der Minister des Aeuße rn ebenfalls zu demissionieren beabsichtigten. Es sei daher eine Rekonstruttion des Kabinetts durch den Eintritt Rudinis und Luzzattis wahrscheinlich.
Eger, 19. Febr. Dem hiesigen ersten Stadt-Schulrat Dr. Bernardi wurde, nachdem seine Wahl als Vertreter der Stadt im Bezirks-Schulrat bereits dreimal nicht be- stüligt worden war, auch zum viertenmale die Bestätigung versagt. Dr. Bernardi ist V o r s i tz e n d e r der alldeutschen Organisation Nord-Westböhmens.
Budapest, 19. Febr. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenha us es kam es neuerdings zu einer Nationalitätendebatte. Der sächsische Abg. Korodi erklärt unter fortwährendem Widerspruch: Die Sachsen kämpfen nicht gegen die magyarische Sprache, sondern gegen die chauvinistische Rassenpolitik, die selbstmörderisch ist. (Ra- kosi ruft: Wenn Sie nicht Sachsen, sondern Polen wären, und in Preußen so sprechen würden, kämen Sie ins Gefängnis!"
Warschau, 19. Febr. Blätter melden, daß die Regierung das Wohnrecht der Juden zu erweitern beabsichtigt. Die über die Berechtigung, sicy außerhalb des jüdischen Wohnsitzrayons oder sogen. Ansiedlungsrayons auszuhatten, bestehenden Bestimmungen sollen in liberalerem Sinne verändert werden. _
Newyork, 19. Febr. Die Stadt beginnt zu dekorieren. Einige Häuser weisen schvn prächtigen Schmuck aus. Prinz Heinrich wird auch die Columbia-Universität besuchen. — Die Firma, welche die neue Nacht des deutschen Kaisers gebaut hat, hat für den Stapellauf 2000 Einladungen ergehen lassen. Unter den Geladenen befinden sich die höchsten Staatsbeamten sowie alle hervorragenden Männer auf dem Gebiete der Politik, Wissenschaft und aus dem Geschäftsleben, sowie Vertreter der großen deutschen Vereine. Nach dem Stapellauf wird ein Frühstück in einem neu errichteten Riesen-Gebäude stattfinden, an dem auch Prinz Heinrich und Präsident Roosevelt leil- nehmen werden.
Summe 1625 2022 548 416 —
Die Zahl der Betten hat sich in der Anstalt Hofheim gegen das Jahr vorher um 60 vermehrt. Aus der vorstehenden Uebersicht ist zu entnehmen, daß die Belegung in den Anstalten Hofheim und Heppenheim die Zahl der verfügbaren Plätze nahezu erreicht. Bekanntlich sind inzwischen in der Anstalt in Hofheim umfassende Neubauten zur Aufnahme von weiblichen Geisteskranken der Benutzung übergeben worden, sodaß für diese Kranken das Unterbringungsbedürfnis zunächst wohl noch gedeckt ist. Die Notwendig- feit, noch weitere Anstalten für Geisteskranke in unserem Lande zu errichten, ist von der Regierung und den Ständen anerkannt.
** Geheimrat Usiuger -j-. Gestern vormtttag ist im 74. Lebensjahre Geheimrat Ufinger in Darmstadt gestorben. Er hat dem Ministerium des Innern als Ministerialrat bis zum 1. August 1898 angehört, an welche Stelle er durch Allerhöchstes Dekret vom 20. September 1888 berufen worben war. Vorher bekleidete er während einer längeren Reihe von Jahren die Kreisratsstelle in Bensheim. Im Ministerium des Innern war ihm besonders auch die Ab- tellung für öffentliche Gesundheitspflege, die vorher der spätere Finanzminister Weber geleitet hatte, unterstellt. Er hat es verstanden, dieses wichtige Ressort auf der Höhe der Zeit zu erhalten. Nachdem er bereits in den wohlverdienten Ruhestand getreten war, am 22. März 1899, erneuerte ihm die Landesuniversität da§ juristtsche Doktordiplom. Der Verstorbene war ein Mann von hervorragenden Eigenschaften und. durch schlichtes Wesen und Herzensgüte ausgezeichnet.
** Plötzlicher Tod. In dem Abendzuge, der gegen 6 Uhr von Gießen kommend, auf der Station Mücke eintrifft, befand sich vorgestern in einem Wagen vierter Klasse ein Mann aus Ehringshausen. Zum Schrecken der Mitreisenden fiel er plötzlich zu Boden und verstarb auf der Stelle. Die Leiche wurde auf dem Bahnhof in Grünberg aus dem Wagen gebracht. — Von anderer Seite geht uns folgende Darstellung des ttagischen Falles zu: Einem Passagier des am Dienstag abend von Gießen nach Grünberg fahrenden Zuges wurde unterwegs plötzlich unwohl. Da er von Grünberg mit ber Londorser Bahn wetterfahren wollte, brachte man ihn in den Warteraum, wo er nach kurzer Zeit verschieb. Wie ber rasch hinzugezogene Arzt feststellte, trat ber Tod infolge eines HirnschlagZ em. Der so plötzlich cm3 dem Lebene Ge-
herzogtums war i. I. 1900 Zahl
schiebens stammt aus Roßberg und stand im Alter von etwalflügelzuchtvereins! ftatt.
65 Jahren ' G-»b. Reaierunasrats Dr. B
** Pensionierung. In den Ruhestand wurde versetzt der Stationsassistent in ber Hessisch-Preußischen Eisengemeinschaft Karl Bauer zu Burg- unb Nieber-Gemünden mit Wirkung
Hofjagbamt mit 234 Mark, Wilbprethänbler Tiegel von Groß- Felba mit 121 Mark.
• * Eingezogene Münzen. Von ben zur Einziehung gelangenden Münzsorten waren Ende Januar npch im Verkehr für 3,7 Millionen Mark goldene Fünfmarkstücke, für 6,3 Millionen silberne Zwanzigpfennigstücke unb für 1,8 Millionen Nickelzwanzigpfennigstücke. Für bie goldenen Fünfmarkstücke ist der Einlösungstermin erloschen. Die fehlenden 3j/3 Millionen dürften wohl in Goldwarenfabriken eingeschmolzen worden sein.
* * In Amerika verstorbene Hesien. John Maglatt aus Heppenheim a. B., gest. in Hiawatha (Kans.); 87 Jahre alt. — Karl Ringel, gest. in Peoria (Jll.); 65 Jahre alt. — Konrad Dietrich, gest. in Saginaw (Mich.); 59 Jahre alt. — Joh. Heinrich Hahn aus Ober-Gleen (Kr. Alsfeld); gest. in Heidelberg (Ont.), 74 Jahre alt.
* * Lollar, 19. Febr. Arg verspätet geht uns ein Bericht über die Karnevalsfeier der Gesellschaft „Hansko- lvnne" zu die einen festlichen Zug durch Lollar veranstaltete. An allerlei sonderbaren Karnevalsgestalten fehlte es natürlich nicht; selbst ein recht ungezogener Kater befand sich in dem Zuge, der offenbar um einen Tag zu früh auf die Welt gekommen war.
§ Merlau, 19. Febr. Wie in den meisten Gemeinden der hiesigen Gegend ergab auch die Verpachtung der hiesigen Jagd einen ziemlich beträchtlichen Mehrerlös, indem der jährliche Pachtpreis um 175 Mark höher ist, wie seither.
e. Hcifsenhausen, 19. Febr. Der im Juni v. I. hier gegründete Gesangverein beabsichtigt, im Juli sein I. Stiftungsfest zu begehen.
Lauterbach, 19. Febr. Der Stadtvorstand zu Lauterbach beabsichtigt, mit dem am 9. Juni d. I. daselbst stattfindenden sogenannten Prämien-Markte eine Verlosung von Vieh, landwirtschaftlichen und Haushaltungsgegenständen zu verbinden. Die nachgesuchte Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung wurde der „Darmst. Ztg." zufolge vorn Großh. Ministerium de§ Innern unter der Bedingung erteilt, daß bis zu 8000 Lose, zu 0,60 Mark das Stück, ausgegeben werden dürfen und mindestens 55 pCt. des Bruttoerlöses aus dem Verkaufe der Lose zum Ankau


