Ausgabe 
20.1.1902 Erstes Blatt
 
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Es starben an:

Tuberkulose des Gehirns

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Kreisen der Studenten, Schulen und Schüler bringt man ihm neuerdings großes Interesse entgegen-

Zum Schluß rief der Redner allen denen, die in den verflossenen 25 Jahren dem Verein ihre Sympathieen und ihre Unterstützung so reichlich hätten zu teil werden lassen, herzlichen Dank zu und forderte die Mitglieder auf, die übernommene Ehrenpflicht, den deutschen Rudersport zu üben und zu pflegen, wie bisher unermüdlich hochzu­halten. Sein Festgruß galt dem deutschen Vaterland und dem deutschen Rudersport- Kräftig stimmten die Anw-esen- den in das von ihm ausgebrachte Hipp hipp hurrah" ein-

Rach einem mit lünstlcrischer Fertigkeit vorgetragenen Violinsolo teilte Herr Klirgsvor jun. mit, daß die Gesellschaft die Herren Reiber, Petri und Balser in dankbarer Anerkennung ihrer hervorragenden Verdienste um den Rudersport zu Ehrenmitgliedern ernannt habe. Herr- Balser dankte gleichzeitig im Namen seiner Freunde in warmen Worten für diese Auszeichnung. Er wies darau: hin, daß das Emporblühen der Gießener Rudergesellschaf nur der Z u s a m m e n g e l' ö r i g k e i t, dem Zusammen leben der Mitglieder zu verdanken sei und brachte darau daß diese Zusammengehörigkeit auch fernerhin gepflegt werde, ein dreifachesyipv Hipp Hurra" aus.

Nunmehr ergriff der Rektor der Universität, Prof. Dr. Hansen, das Wort. Nachdem er mit herzlichen Worten für die Einladung gedankt hatte, hob er hervor, wie er in der Gießener Rudergesellschaft einen Verein begrüße, dem eine große Anzahl der tüchtigsten Männer Gießens ange­höre. Das sei begreiflich, denn der Rudersport verlange Charakter Daß der Verein das Interesse der Universität, besitze, sei bekannt, und seine Vorgänger hätten das ver­schiedentlich bewiesen. Auch er wünsche, daß es der Gesell­schaft gelingen möge, immer mehr das Interesse der Stu­dentenschaft auf sich zu ziehen. Gerade der Rudersport biete beit Studenten em geeignetes Aequivalent gegen die aufreibende, abspannende Thätigkeit, die das Studieren, der Besuch der Kollegs usw. mit sich bringe. Wenn er das Wort Sport" anwende, wünsche er freilich, daß keine Einseitig­keit eintrete, wie sie z. B. in England vorhanden sei. Daß das Wort eines Engländers,wir haben zu dicke Muskeln, aber nicht genug Gehirn", nicht unwahr sei, sehe man an der jetzigen Politik Englands. Doch diese Gefahr liege gerade beim Rudersport nicht so vor wie bei anderem Sport. Pro,. Dr. Hansen schloß mit einem kräftigenHipp Hipp S^itrra" auf das unbegrenzte Blühen und Gedeihen der Gießener Rudergesellschaft.

Nach ihm sprach Bürgermeister Mecum. Er führte aus, daß es ihm zum ersten Male vergönnt fei,: im Kreise der Gesellschaft zu weilen. Er freue sich besonders darüber, daß der Anlaß dazu ein so überaus festlicher sei. Zu diesem Feste bringe er die herzlichsten Glückwünsche der Stadt Gießen' dar, nicht minder aber auch den Dank Gießens, denn seit dem Beginn seines Bestehens habe der Verein wesent- licht dazu beigetragen, daz der Name der Stadt Gießen auch im weiteren Vaterlande mit Ehren genannt werde. Er hoffe und wünsche, daß der Verein auf dem betretenen Wege weiter blühen und gedeihen und durch zahl­reiche Siege dem eigenen Namen und auch der Stadt Gießen zu weiteren Ehren verhelfen möge.

Darauf sprachen die Delegierten einer großen Anzahl von Rudervereinen der Jubilarin zu diesem Ehrentage ihre Glückwünsche aus und überbrachten als sichtbare Zeichen prächtige Geschenke. Der Frankfurter Ruder-Verein stiftete einen schön ciselierten Humpen, der Wetzlarer Ruder­klub ein prachtvolles Album mit dem Bilde des der-

und von denen ein kleiner Tell ja anwesend fei, Aus vaS. Wohl aller dieser trinke er sein Glas.

Nachdem Herr Gerbode eine Anzahl weiter eingegan­gener Glückwunschtelegramme unh -Schreiben verlesen hatte, wurde an den Gr oßHerzog folgendes Huldiaungs-i telegramm abgesandt:Die zur Feier des 2ojährigen Bestehens der Gießener Rudergesellschaft aus allen Gauen Deutschlands versammelten Ruderer und Gäste entbieten Ew. Königlichen Hoheit in echter Hessentreue unterthänigsten Gruß." Auch an den Finanzminister Dr. Gnauth wurde ein Telegramm mit folgendem Wortlaut abgesandt:Die, zur 25jährigen Jubelfeier der Gießener Rudergesellschaft beim Festmahl versammelten Teilnehmer senden Ew. Ex­zellenz ehrerbietigsten Gruß." Ferner wurde an Herrn Fernie folgendes Begrüßungstelegramm gerichtet:Dem um das Emporblühen unserer Gesellschaft so hoch verdienten Ehrenmitgliede senden wir, bet der Feier des 25jährigen Stiftungsfestes in Steins Saalbau versammelt, beste Grüße mit der Bitte um fernere Erhaltung des uns bis dahin bewiesenen Wohlwollens." Ein weiteres Telegramm richtete man an den Verbandsvorsitzenden A. O. S chumachen in Hamburg, das folgenden Wortlaut hatte:Die zur Jubel­feier des 25jährigen Bestehens der Gießener Rudergesell-i schäft versammelten deutschen Ruderer senden ihrem ver­ehrten Vorsitzenden beste Grüße." Den Schluß des Festest bildete der Abends 8 Uhr beginnende Ball. Nach der-ernsten Feier des Vormittags war schon im Lause des Nachmittags allmählich die echte und rechte, fröhlicheRudererstimmung zum Durchbruch gekommen, und diese herrschte in derselben Weise, aber in viel höherem Maße auch am Abend vor. Nicht wenig trug dazu natürlich die Anwesenheit der Damen bei, und so blieb man bei den zum Tanz einladenden Klängen der Musik noch recht lange beisammen. Unsere Rudergesellschaft aber hat von neuem gezeigt, in wie hervorragender Weise sie es versteht, Feste in echt deutscher Weise zu feiern.

vom

2.15. Jahr

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Sodann warf der Festredner einen Rückblick auf das Leben der Gießener Gesellschaft und im Anschluß daran auf die Entwickelung des Rudersports überhaupt. Im Jahre 1879 errangen die Herren Reiber, Plitt, Petri, Pascoe und Scharmann auf der Regatta in Frank­furts. M. im vierrädrigen Rennboot den ersten Sieg, der für die Weiterentwickelung dw Gesellschaft von großer Bedeutung war. Im Jahre 1880 betrug die Mitgliederzahl bereits 115, darunter 40 aktive. Einen besonders ehrenden .©rfolg brachte das Jahr 1881, indem die Gesellschaft den Ehrenpreis S. K. H. des hochfeligen Großherzogs Ludwig IV. errang. Zur Erinnerung an diesen Sieg widmete ihr Musikdirektor Krause feinenRudermarsch". 1882 erwarb die Gesellschaft den Bootsplatz an der Lahn, der chre Zukunft in sichere Bahnen lenkte. In demselben Jahre fand in Gießen die erste Regatta statt, deren zahlreicher Besuch durch auswärtige Rudervereine zeigte, daß der Gießener Verein sich bereits Sympathieen und Anerkennung weit über die Grenzen des Hessenlandes hinaus erworben hatte. Noch in demselben Jahre erfolgte in Frankfurt a. M. die Gründung des deutschen Ruderverban­des, in dessen Ausschuß die Gießener Rudergesellschaft durch Herrn Jean Kirch vertreten ist.

Eine besondere Ehrung wurde dem Verein im Jahre 1885 zu teil, als der in Frankfurt a. M. tagende deutsche Rudertag einstimmig Gießen als Vorort für den nächsten Rudertag wählte, der dann 1887 hier stattfand. 1889 stiftete das Ehrenmitglied Fernie wieder einen Rennpierer. Inzwischen war das Bedürfnis nach einem der Gesellschaft würdigen Bootshaus immer dringender geworden, und so wurden die Architekten Stein & Meyer im Herbste des Jahres mit der Ausarbeitung der Pläne zu einem neuen Heim beauftragt, zu dem Dank der Opferfreudigkeit der Freunde und Mitglieder am 1. April 1890 der Grundstein gelegt werden konnte. Leider traf die Gesellschaft in diesem Jahre auch ein schwerer Verlust: Ihr Gründer, Christoph Rübsamenerlag jm Januar einem langjährigen Leiden- 1891 gelang es dem Sohne des Verewigten, Albert Rübs am en, am 5. Juni auf der Regatta zu Mannheim die Meisterschaft vom Rhein zu erringen. 1892 trauerte der Verein mit dem gangen Hessenlande um den Verlust unseres Landesherrn, des hochseligen Großherzogs Ludwigs IV., an dessen Sar­kophag zum Zeichen der Verehrung und Dankbarkeit eine Deputation der Gesellschaft eine Kranzspende niederlegte.

Das Jahr 1892 war in sportlicher Beziehung das bedeutungsvollste in der Geschichte der Gießener Ruder- Gesellschaft. In diesem errang" sie nicht weniger als 11 Siege. Ferner fand 1892 zum ersten Male die nun alljährlich veranstaltete Regatta hier statt- Das Jahr 1893 brachte dem Verein den Verlust dreier Freunde, Gust. Balsers, Phil. Hartmanns und Fritz Scharmanns. In diesem Jahre gewann Alb. Rübs am en zum zweiten Mal die Rh einmeistersch aft> während der Redner zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde. 1894 gelang es dem­selben, bei der anläßlich der 50 jährigen Jubelfeier des Allg. Alster-Klubs in Hamburg am 14. und 15. Juli ver­anstalteten Regatta! die Meisterschaft von Deutsch - land zu erringen. Und am 10. Juni 1899 gelang es Alb. Rübsarnen auf der Regatta in Berlin, zum zweiten Male den Brillantstem als Meisterruderer nach Gießen zu bringen. Die Gewährung eines Wanderpreises S. K. H. des Großherzogs sowie die Stiftung des Lahnpokals von dem Ausschuß des deutschen Ruderverbandes haben unserer Regatta einen besonderen Wert und eine besondere Auszeichnung gewährleistet.

Als Vor sitz en de der Gießener Gesellschaft fungierten während der verflossenen 25 Jahre die Herren Rübsarnen, Adami, Kirch, Reiber, Scheel, Mngspor. Zehn Regatten wurden unter ihrer Leitung hier mit schönem Erfolge abgehalten, denen sich die diesjährige Jubiläumsregatta gewiß würdig anschließen wird. Nahezu 70 Siege hat Unsere Gefellfchaft in diesem Zeitraum errungen-

. Der Rudersport in Deutschland hat sich aus kleinen Anfängen herrlich entwickelt. Die ersten Rudervereine wurden 1840 in Hamburg gegründet Erst 1865 wurde der Rudersport durch den Frankfurter Ruder verein in unsere Gegend verpflanzt. Die von der Frankfurter Ruder- gesellschaftGermania" in Bad Ems alljährlich veranstaltete Kaiserregatta war bahnbrechend für den Rudersport in Süddeutschland. Der Thätigkeit des deutschen Ruder­verb andes ist wohl der Erfolg im Rudersport gegenüber dem Auslande zuzuschreiben.

Nur der Verein kann auf eine Zukunft rechnen, der neben der Geselligkeit und dem Tourenrudern auch im Wettrudern Tüchtiges leistet. Die Hoffnungen-unb Mühen uieler Wochen sind oft durch einen Mißerfolg vernichtet- Da i)t es notwendig, daß die Ruderer sich manche Ent­behrungen auferlegen und auf liebgcwordenc Gewohn­heiten verzichten, um ihre Flagge Jum Siege zu führen. Gerade in dieser Selbstzucht liegt der ideale Wert bes Ruderns- Und dieser ist jetzt in den weitesten Greifen erkannt und anerkannt worden- Auch aus den .

Eitervergiftung Lungenentzündung Krebs

Eingekl. Bruch Zuckerkrankheit

Vermischtes.

* Aachen, 19. Jan. Der wegen Unterschlagung von 23 000 Mk. verhaftete Postkassirer Vermeyen ist auf Beschluß der! Staatsanwaltschaft wegen Unznrechnungs- keit bei Begehung der That in Freiheit gesetzt worden.

* Leipzig, 18. Jan. In vergangener Nacht tötete auf dem Töpferplatz der 25jährige Buffetier Wirschnec seine 23jährige Geliebte, die Kellnerin Adolfine Schwichg, durch zwei Revolverschüsse und dann sich selbst.

Kopenhagen, 19. Jan. Zwei aus deutschen Strafanstalten entwichene Verbrecher, Niehoff und Weiß, wurden nach Ver­übung zahlreicher Diebstähle hier verhaftet.

"London, 18. Jan. Einem Lloyd-Telegramm aus Madeira zufolge ist der englische DampferLagos", von Liverpool nach Westafrika unterwegs, bei den Desertasinseln auf Grund geraten. Die Passagiere und die Mannschaft sind gerettet. Ein Dampfer ist zur Hilfeleistung abgegangen. Man hofft die Post bergen zu können.

* Mons, 18. Jan. Heute ersch sich hier ein an* gesehener Notar, der sich an fremden Geldern vergriffen hatte.

* Olnrütz, 19. Jan. Der hier stationierte Regi-* mentsorgt hat infolge einer beleidigenden Eingabe mehrerer Zivilärzte an die Brünner Aerztekammer, in welcher auf die Konkurrenz der Militärärzte hingewiesen wird, sämtliche Unter* zeichner der Eingabe zum Duell gefordert.

"Newyork, 18. Jan. Einem heute nachmittag aus Mexiko eingegangenen Telegramm zufolge sind bei dem Erdbeben in Chilpancinga am 16. d. Mts., wie nunmehr estgestellt, acht Personen umgekommen und fünf ver­letzt worden.

* Porto Alegre, 19. Jan. Hier ist die Bubonen-- poft festgestellt worden. Die sanitäre Lage giebt aber zu Besorgnissen keinen Anlaß.

Summa: 10 (5) " 8~'(5] ~

Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

zeitigen Vorstandes, die Frankfurter RudergefellfchaftGer- mama" einen Lorbeers ranz, der RuderklubNassovia" in Höchst a. M. eine Flagge, ebenso der Offenbacher Ruderverein eine Flagge, die Frankfurter Rudergefell- schaft Sachsenhausen das Bild ihres neuen Boots­haus es, der Heidelberger Ruderklub bte Heidelberger Ver­eins-Fahne. Von der Gießener Radfahr-GesellschaftWan­derer" überbrachte Herr Hornberger freundschaftliche Grüße und herzliche Glückwünsche.

Auch eine große Anzah. von Glückwunschtelegrammen und -Schreiben war eingelaufen. Der Vorsitzende sprach namens der Gießener Rudergesellschaft für die dargebrachten Glückwünsche und Andenken herzlichen Tank aus. Zum Schluß schrieben sich fämt liebe aktiven und passiven Mit­glieder sowie die Gäste in das goldene Buch der Gesell­schaft ein. Damit erreichte die akademische Feier ihr Ende, und man nahm an dem im Nebenzimmer aufgestellten kalten Buffet eine Erfrischung zu sich.

Nachmittags 2 Uhr schlo., sich in Steins Saalbau eine Festtafel an. Der grotze Saal war in überaus geschmack­voller Weise ausgeschmückt. Auf der Bühnenseite waren, umgeben von Baumschmuck, die Büsten des Kaisers und des Großherzogs aufgestellt. Auf der entgegengesetzten Seite war das Vereinsbanner angebracht. lieber die Tische zogen sich prächtige Guirlanden. Die Seitenwände waren mit Laub und jungen Bäumen geschmückt. Während der Tafel spielte unsere Regimeutskapette dem Fest an gepaßte Weisen. Den ersten Toast brachte Fabrikant Reiber auf die Gäste aus. Ihm dankte namens der Gäste aus Gießen Landgerichts- Präsident Kull mann. Er hob die hervorragenden sport­lichen Leistungen der Gießener Rudergesellschaft hervor, durch die auch das Ansehen unserer Stadt gefördert werde, und toastete auf ihr weiteres Gedeihen. Namens der aus­wärtigen Gäste sprach Prof. Dr. Ulrich-Heidelberg herz- iche Worte des Dankes. Er wies besonders auf die Ver- lienftc der Gießener Rudergefellfchaft um die Samm­lung der deutschen Sportkollegen hin, und da sei es wiederum ihr Ehr en vor sitzender Kirch, der seit der Gründung des deutschen Ruderverbandes an der Spitze )iefer Bewegung stehe und vor allem auch bemüht sei, die Interessen der süddeutschen Rudervereine zu fördern. Sein Hipp Hipp Hurra" galt Herrn Kirch. Sodann dankte Herr G e r b o d e dem Landgerichtspräfrdenten Kullmann für feine liebenswürdigen Worte unfo .Herrn Kirch für feine treffliche Festrede. Doch habe der letztere zu bescheiden eine Korpo­ration nur kurz erwähnt, der er schon lange als thätiges Mitglied angehöre, den deutsch en Ruderverband und den deutschen Nu d era u s s ch u ß, die Anfang der 80er Jahre_ von einigen sportliebenden Männern, unter denen auch Herr Kirch war, ins Leben gerufen seien, und denen es gelungen sei, der Zerrissenheit unter den Rudervereinen ein Ende zu machen. Dem Wachsen, Blühen und Gedeihen des, deutschen Ruderverbandes und des deutschen Ruder­ausschusses, denen stets solche Männer erstehen möchten, zelte jeinHlp. Hipp Hurra". Den Reigen der Loastreden beschloß Ehrenpräsident Kirch, der darauf hinwies, wie der Rudersport Körper und Geist frisch erhalte. Schon dadurch müßte ein jeder sich bewogen fühlen, unter die Ruderer zu gehen. Tann dankte er dem Vorredner namens des Ausschusses für die Worte der Anerkennung. Doch gebühre diese nicht dem Ausschuß allein, sondern allen denen, die afttp und passiv für den deutschen Rudersport wirkten

Zusammen: Erwachsene: int

1. Lebensjahr

1 Schauspielhaus.

Dienstag den 21. Januar: Fuhrmann Henschel. Mittwoch den 22. Januar: Die größte Sunde. Donnerstag den 23. Januar, abends 7'/, Mr: Bürgerlich und romantisch. Samstag den 25. Januar: Mamsell Tourbillon. Sonntag den 26. Januar, nachmittags 3/z Uhr: Lumpaci Vagabundus. Abends 71/, Uhr: L'Aventuriöre und La joie sait peur. Montag den 27. Januar: Götz v. Berlichingen. Dienstag den 28. Januar, abends 7'/, Uhr: Tartuffe, hierauf Les precieuses ridicrilcs.

*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.

Wöchentliche der Todesfälle in der Stadt Gieße«.

2. Woche. Vom 5. bis II. Januar 1902. (Einwohnerzahl: angenommen zu 25 900 (iukl. 1600 Mann Militärsi Sterblichkeitsziffer: 20,08, nach Abzug von 5 Ortsfremden 10,05 V q.

Kinder

nnr auf, ob ich dieser Aufgabe gewachsen sei, aber die Thatsache, daß ich 25 Jahre gemeinsam mit meinen freunden für das Interesse und die Weiterentwickelung unseres Sports und unserer Gesellschaft gearbeitet habe, ließen mich den Versuch wagen, eingedenk des Mottos Allzeit mit That und Wort froh bereit für unfern Sport!" 25 Jahre, ein hochbedeutsamer Abschnitt in der Ge­schichte eines Vereins, und namentlich eines Rudervereins, ein Beweis für ferne Lebensfähigkeit und Daseinsberechtig­ung- Und so ist der 19. Januar ein Ehrentag für die Gießener Rudergefellfchaft. Außer dem allzu früh ver­storbenen Turn- und Schwimmlehrer Christoph Rüb- samen, auf dessen Anregung die Gießener Rudergesell­schaft am 19. Januar 1877 gegründet wurde, verdienen besonders die Herren v. M ü n ch o w, Ernst Balser, Alfred Bock und Max H o ch st ä 11 e r als Mitbegründer genannt M werden. Aus bescheidenen Anfängen, aber in ziel­bewußter Weise entwickelte sich die Gesellschaft. Freilich war der Weg nicht immer glatt und mühelos, manches Opfer an Zeit und Geld mußte gebracht, manches Hin­dernis überwunden werden. Mit stolzer Freude aber können totr heute feststellen, daß unsere Bestrebungen mit Erfolg gefrönt sind, daß wir unser Ziel, dem Ruder­sport in unserer Stadt eine bleibende Stätte zu bereiten, «erreicht haben. Thatkräftige Männer sind in der ver­gangenen Zeit mit selbstloser Hingabe bemüht gewesen, die .Gesellschaft nach allen Seiten zu fördern. Es mögen die Namen Adami, Balser, Petri, Krailing, Scheel genannt sein, die im Verein mit vielen anderen unauslösch­lich mit der Gießener Rudergesellschaft verbunden sino. Auch unserer Ehrenmitglieder Ferme,- Pascoe und Wilson sei heute mit aufrichtigem Danke gedacht, die durch wiederholte Stiftungen unsere Bestrebungen hervor­ragend unterstützt haben-

Spielplan der vereinigten Frankfurter Stadttheater.

Opernhaus.

Dienstag den 21. Januar: Die verkaufte Braut. Mittwoch den 22. Januar, abends 7 Uhr: Der Zigeunerbaron. Donners­tag den 23. Januar: Das Glöckchen des Eremiten. Samstag den 25. Januar, nachmittags 3% Uhr: Aschenbrödel. Abends: Amelia oder Ter Maskenball. Sonntag den 26. Januar, nach­mittags 3* 1 2/, Uhr: Aschenbrödel. Abends: Figaros Hochzeit. Montag den 27. Januar, abends 6V, Uhr: Zur Feier des Aller­höchsten Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers: Siegfried. Diens­tag den 28. Januar: Margarethe.