Ausgabe 
19.12.1902 Zweites Blatt
 
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schließlich auf Rußlands Freundschaft angewiesen ist, daß die andere große Republik, die transatlantische, zu einem Zusammengehen mit Frankreich gleichfalls sich bereit findet. So ungefähr mag dem Minister Telcassö die staats­männische That vorschweben, mittels deren er seine amt­liche Stellung festigen, RußlandsHerrengelüste" dampfen und Deutschland eine Schlappe giftigen könnte. Bei der er- fristen Stimmung in Frankreich, dem deutschsenidttchen Gebühren der meisten Pariser Blatter und der Unterneh­mungslust des Ministers des Auswärtigen sind Ueberrasch- ungen nicht ausgeschlossen. Sollten die Vereinigten Staa­ten nur denkleinen Finger" in die Venezuela-Affaire hinetnstecken, dann ist mit der Möglichkeit zu rechnen, daß die besonnenen Elemente im französischen Kabinett überstimmt werden, und Frankreich der Union die offene Hand entgegenstreckt.

Ein deutscher Handels-Kowmiffar für Indien.

Da eS sich mit der Zeit herauSgcstellt hat, daß die in Indien stationirten deutschen Konsulate nicht auSreichen, um die Handelsbedürfnisse zwischen dem Deutschen Reiche und dem gesamten britischen Indien in wünschenswerter Weise zu regeln, so wird seitens Deutschlands beabsichtigt, einen be­sonderen Handels-Kommissar für Indien zu ernennen. Noch Erklärungen an wohlunterrichteter Seite finden derTisch. QBarte' zufolge augenblicklich Verhandlungen zwischen den beiderseitigen Regierungen statt, welche vorauSfichtlich zur Stationirung eines solchen Beamten führen werden. Derselbe soll dann seinen Amtsfit; in Kalkutta erhalten. Seine Stellung wird eine besondere, doch nicht den Konsuln untergeordnete sein, und seine Hauptaufgabe wird darin bestehen, fortlaufend darüber zu berichten, wo und mit welchen Erzeugnissen der deutsche Exporthandel und unsere Industrie Absatz in Indien finden können.

Deutsches Deich.

Berlin, 18. Dez. Der Kaiser hörte heilte Vor­mittag die Vorträge ded Präses der Artillcrie-Prüfiingskom- mission, des prellßischen KriegSministerS, des Generalinspck- teurS der Festungen und des ChefS des MilitärkabinettS.

DerReichßa nz eiger" veröffentlicht eine kaiser­liche Verordnung vom 5. Dezember 1902, betr. Erfüllung der Dienstpflicht bei der kaiserlichen Schutz truppe für SÜdwestaftika, sowie AuSfilhrungSbestimmungen des Reichs­kanzlers dazu.

Der preußische Landtag wird, wie jetzt feststeht, am 13. Januar zusammentreten. Die Arbeiten für die Fertigstellung deS Etats sind soweit gediehen, daß derselbe sofort mit der Einberufung dem Abgeordnetenhaus zu­gehen wird.

Dresden, 18. Dez. Der König ist auch heute vollkommen fieberfrei, eine wesentliche Abnahme der katarrha­lischen Erscheinungen ist jedoch nicht eingetreten, auch war der Schlaf während der Nacht durch Hustenanfälle mehrfach gestört.

Karlsruhe, 18. Dez. Der Bürgerausschuß genehmigte heute mit 81 gegen 20 Stimmen den Antrag des Stadtrates, die Karlsruher Straßenbahn für 2 681250 Mk. so­wie unter Uebernahme der Kapitalschuld beS Unternehmens im Betrage von 8 360000 Mk. für die Stadtgemeinde zu erwerben.

Essen, 18. Dez. Der verstorbene Geh. Rat Krupp hat jedem Haushalte und jedem Wittwer auf der Kolonie Alten­hof 1000 Mk. und jeder Wittwe 500 Mk. testamentarisch vermacht. DaS Personal der Villa Hügel ist ebenfalls reich­lich bedacht worden.

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 19. Dezember 1902.

- Personalien. Ernannt wurde am 15. Dezember 6er Wachtmeister und Gerichtsvollzieher-Aspirant Johann Philipp Gerhardt in Lich zum Gerichtsvollzieher mit dem 'Amtssitze in Lich.

Ausland.

Wien, 18. Dez. Die Demission des Reichskriegs-Mi­nisters Kriegshammer wirb offiziell bestätigt. Als Nachfolger wird Feldmarschall-Leutnant Schönaich genannt

Bern, 18. Ter. Die Bundesversammlung ge­nehmigte einstimmig in beiden Räten den Zusatzantrag zur lateinischen Münzunion, nach welchem die Schweiz zur Prägung eines außerordentlichen Kontingents von 12 Mil­lionen Silberscheidemünzen ermächtigt wird.

Paris, 18. Dez. In dem Zweikampf der italienischen und französischen Fechtmeister trugen die letzteren den Sieg davon. Der Italiener Pessina wurde von dem Fran­zosen Marignac an der rechten Hüfte, und der Italiener Bega von dem Franzosen Kirchhösfer an der rechten Schul­ter verwundet. Die Verletzungen Beider sind unbedeutend.

Sofia, 18. Dez. DaS Budget per 1903 weist 97 682871 Francs an Ausgaben und 98 017 900 an Ein­nahmen auf. Ter Neberschuß beträgt 335 029 Francs. Das Kriegsbudget beziffert sich auf 23 310362 Francs. In der gestrigen Sitzung der Sobranje erklärte der Mi­nisterpräsident bei Beratung des Kredit-von 55 000 Francs zur Unterstützung der macedonischen Flüchtlinge, es wäre am besten, wenn die Flüchtlinge wieder in die Heimat zurückkehrten. Darauf sei auch die Thätigkeit der bulgarischen Regierung gerichtet.

Taschkent, 18. Dez. Die russische und die Ein- geborenenstadt An di sch an liegt vollständig in Trüm­mern. Gegen 150 Personen, meist Kinder, sind getötet, gegen 300 verwundet. Außer den Regierungsgebäuden sind neuntausend Häuser von Eingeborenen und 150 Russen gehörige Privatgebäude zerstört Die Ortschaft Assak und vier Ansiedelungen Eingeborener in der Nähe von Andi- schan haben beträchtlichen Schaden erlitten.

Newyork, 18. Dez. Rach einem Telegramm auS öima forderte Frankreich am 8. November von der Regierung von Peru 16 071910 Francs, welche gemäß dem Spruche des SchiedSgerichtShofeS in Lausanne der Firma Gebrüder DrehfuS-PariS zustehen. Da die Regier­ung von Peru bisher nicht antwortete, wird die fran­zösische Gesandtschaft wahrscheinlich am Donnerstag Die Forderung in strengerer Form wiederholen.

Newyork, 18. Dez. Nach einem Telegramm aus £ort au Prince sind drei der bei dem Zusammenstoß am 16. Dezember verwundeten Personen gestorben. Man erwartet für heute eine Proklamation deS Generals North an die Truppen und an das Volt

Im Gesellschaftsverein findet morgen die Dor- standswahl statt. ES müßen mehrere neue Mitglieder ge- wählt werden.

G. Der heftige Sturm, der gestern abend und jeute nacht wütete, hat vielen Schaden angerichtet So wurde daß Fernsprechgestänge in der Nähe der Drahtseilbahn erheblich beschädigt und eine Telegraphenstange am Rodderg umgeworfen.

- Unfall. Heute nacht gegen 1 Uhr geriet der Rangierer Magnus aus Großen-Linden im Bahnhof Gießen beim Rangieren unter die Räder eines Zuges. Dem Un­glücklichen wurden beide Beine abgefahren. Er wurde in die hiesige Klinik gebracht.

*)( Oberhessischer Geschick) ts verein. In der Vereinssitzung am 18. d. M. hielt Herr Dr. Hans Gla- g au, Privatdozent der Geschichte an der Universität Mar­burg und Bearbeiter der hessischen Landtagsakten, einen beifällig aufgenommenen Vortrag über: Landgraf Philipp den Großmütigen und die hessischen Stände im S ck m a l k a l d i s ch e n Kriege. Der Redner untersuchte die Frage, ob während des Schmal^kaldischen Krieges die hessischen Stände und zwar vornehmlich die Ritterschaft den Landgrafen in seinem Widerstand gegen Karl V. durch treulose Machenschaften gelähmt hat. Alle namhaften Reformationshistoriker haben diese Behauptung Rommels nachgesprocknm, aber nicht zu erweisen gesucht Auch i)cr Landgraf hat sich häufig über die Schwierigkeiten be­klagt, die ihm im Frühjahr 1547 ein Teil seines Adels bereitet habe: 'oh dieselben aber wirklich so folgenschwer waren, daß sie. ihn zur Untcrtoerfung unter den Kaiser bestimmt haben, ist sehr zu bezweifeln. Redner wies zu­nächst darauf hin, daß eS allerdings auf der Seite des Kaisers Mitglieder der hessischen Ritterschaft wie Kurt von Haustein und Konrad von Bovneburg gab, die in ihrem Haß gegen Philipp Karl V. d'ie Hoffnung einflöhten, es ei ein leichtes Ting, einen großen Teil der hessischen Stände dem Landgrafen abspenstig zu machen. Mit Hilfe Wilhelms von Grumbach und einiger kaiserlicher Räte uchten sie den hessischen Adel aufzuwiegeln. Sie gaben vor, daß der Landgraf Karl V. so sehr verhaßt sei, daß er niemals von diesem Frieden erhalten werde. Darum sei jetzt die Aufgabe der hessischen Ritterschaft, über den Kopf )C3 Landgrafen hinweg den Kaiser um Frieden zu bitten und so Hessen vor dem äußersten Verderben zu bewahren. Sobald Philipp von diesen Umtrieben hörte, berief er eine Versammlung der Stände und machte ihr von dem Stande einer Unterhandlungen mit dem Kaiser Mitteilung. Er überzeugte sie von der Notwendigkeit, daß er nur unter an­nehmbaren Bedingungen und nicht um den Preis seiner iirstlichen Ehre Frieden schließen dürfe. So geneigt er sei, einem Lande sobald als möglich Ruhe zu verschaffen^ so wolle :r doch nur einen ehrlichen, dauerhaften Frieden machen. In jiefer Gesinnung waren die Stände mit ihrem Fürsten voll­kommen einverstanden. Sie versprachen ihm, daß sie treu zu ihm halten und für die Erlangung dieses Ziels Gut und Blut daransetzen wollten. Inzwischen hatten die Auf­wiegelungsbestrebungen Kürt von Hausteins doch einigen Erfolg. In Homberg versammelte sich am 10. März ein Teil der Ritterschaft und richtete an den Landgrafen ein unterwürfiges Schreiben: sie baten darin Philipp, nach besten Kräften für die Verteidigung des Landes Sorge zu tragen. Ter Landgraf antwortete wohlwollend und ent­schieden, daß er sich redlich bemühe, dem Lande den Frieden wiederzugeben. Er wies auf die Erklärungen hin, die er auf dem jüngsten Landtage abgegeben habe, und bat die Ritter dringend, sie sollten sich jeder Nebenhandlung ent­halten, da sie nur geeignet sei, die Hauptverhandlungen zu stören und den Feind ins Land zu locken. Auch verbot er ihnen, sich eigenmächtig zu versammeln. Alle Ar zeichen deuten darauf hin, daß der heffische Adel sich den Weisungen seines Landesherrn gehorsam gefügt und von weiteren Versuchen, die Polittk Philipps zu durch­kreuzen, abgestanden hat. Das rechtzeittge Eingreifen des Landgrafen, die geschickten Vorbeugungsmaßregeln, die er sofort traf, verbunden mit seiner Wachsamkeit und dem großen Ansehen, das seine starke Persönlichkeit einflößte,, alle diese Momente bewirkten, daß die ritterschaftliche Be­wegung schon im Keim erstickt wurde. DaS Verhalten, das die Stände auf dem Landtag am 7. Juni in Kassel gegen­über dem Landgrafen zeigten, beweist unS vollends, daß sie in jenen schweren Tagen in treuer Gesinnung ihrem LandeSherm zur Seite standen. Opferwillig und durch­aus gehorsam, gewährten sie Philipp, obschon das Land durch den Krieg ganz ausgesogen war, die stattliche Summe von 150 000 Mark. Aufs neue versicherten sie den Land­grafen ihrer Ergebenheit. Unterwarf sich dann wenige Wochen später trotzdem der Landgraf dem Kaiser, so ver­anlaßte ihn zu diesem Schritt gewiß nicht die Haltung seiner Stande, sondern aflgemeine polittsche Erwägungen, wie der Abfall der Söhne Johann Friedrichs, der Hanse­städte und die geringe Aussicht, von König Heinrich von Frankreich in Bälde wirksame Hilfe zu erhalten. An der Diskussion, die sich anschloß, beteiligte sich vornehmlich Herr Geheimrat Dr. Schädel. Der Vortrag wird in er­weiterter Gestalt im nächsten Bande der Zeitschrift de- Vereins erscheinen.

r. Marburg, 18. Dez. Mit dem Bau der BiSmarck- Säule soll im kommenden Frühjahr begonnen werden. Der BaufondS hat jetzt durch die Zuwendung von 1000 Mk. au8 einer letzthin abgehaltenen 9lbendunterhaltung die Höhe von 10 000 Mk. erreicht. Die Stadt zeigt sich in der Weise ent­gegenkommend, daß sie einen schönen Platz am Abhange der Lahnberge gratis zur Verfügung stellt.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde. Am4.Advent, d e n 81. D e z e mb e r.

Gottesdienst.

In der Stadtkirche.

Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Scheunemann.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäus- und MarkuSgemeinde.

Psarrer Schlosser und Pfarrer Scheunemann. Nachmittags 5 Uhr: Siehe ZohanneSkirche.

Mittwoch, den 24. Dezember.

Nachmittags 3 Uhr: Weihnachtsfeier der Kinderkirche von der Matthäus- und MarkuSgemeinde.

Pfarrer Schlosser und Pfarrer Scheunemann.

Nachmittags 5 Uhr: WcihnachtSveSper für die Militär- gemeinde.

Pfarrer Euler.

Am 1. Wei hnachtSfeiertag, den 25. Dezember.

Vormittag? 9*/, Uhr: Pfarrer Schlosser.

Beichte und heil. Abendmahl für Matthau?- und Markus- gemeinde. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

Nachmittags 5 Uhr: Prof. Dr. DrewS.

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Von jetzt ab erfolgt die Auszahlung der für 1901 02 aul 4 pEt. 40 Mk. pro Aktie festgesetzten Dividende der Nürnberger Herkules-Werke Aktengrsellschast.

Vom 20. Dezember er. ab wird der am 2. Januar 1903 fällige Zinsschein Nr. 1 der 4 V, pEt. Schuldverschreibungen der Bochnm-Gelfenkirchener Straßenbahnen mit 22.50 Mk. ein gelöst.

Die Dividende der Elektrische Licht- und Rtaftanlaqin Akt.-Ges. Berlin für das Geschäftsjahr 1901 02 gelangt mit 8 pLl. = 80 Mk. pro Aktie, Sette I, und 7.50 Mk. pro Aktie, Serie II, von jetzt ab zur Auszahlung.

Die auf 4 pEt. für das Geschäftsjahr 1901 02 festgefehtl Dividende der Aktien-Brauerei Fttedrichshain gelangt von jeyi ob mit 24 Mk. pro Aktie A 600 Mk. und mit 48 Mk. pro Aktie 4 1200 Mk. zur Auszahlung.

Die nächste Ziehung der Hamhurger 50 Thaler-Loose von 1866 findet am 2. Januar 1903 statt.

Neueste Meldungen.

Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeiger.

Berlin, 19. Dez. DerVorwärts* veröffentlicht heute auf anderthalb Seiten einen Aufruf mit der Über­schrift :An das arbeitende Volk Deutschlands", worin bii sozialistische Fraktion des Reichstages ihren Standpunkt gegen­über der Zolltarif-Vorlage ausführlich darlegt, und die Ar­beiter aufforbert, sofort mit aller Kraft die Vorbereitung zu den nächstjährigen Wahlen zu beginnen. Der Aufruf 'chlicßt mit den Worten: Euer Schlachtruf fei: Hoch die die Mensch­heit erlösenden Ideen deS Sozialismus. Nieder mit der Ge­walt und der Klaffenherrschaft!

Berlin, 19. Dez. Laut den ,Berl. Pol. Nachr." wird der nächste preußische Etat 100 000 Mk. zur Förderung des Kleingewerbes durch pofittve Maßnahmen und 16 000 Mk. für Veranstaltung einer Erhebung über den gegenwärtigen Stand der staatlichen Gewerbeförderung enthalten.

Berlin, 19. Dez. Die Kopenhagener Bettungwv ttonal-Tidende" bringt einen Aufsehen erregende Bericht über die Bergungsarbeiten bei dem deutschen "/"ten- schifse Wittelsbach. ES heißt darin, der Kaiser habe den bei der Bergung thättgen Offizieren und Mannschaften untersagt, frembe Hilfe, die ihnen angeboten werde, anzu­nehmen. Sie müßten das deutsche Schifl mit eigenen Kräften los bringen. Lieber wolle er das Schifl verucren, als eine frembe Flagge bei der Flottmachung beteiligt yi sehen. Leiber seien, so schreibt bas Kvpenhagener Blau weiter, bie Aussichten auf Flottmachung sehr gering.

Berlin, 19. Dez. Der Bundesrat hat m feiner gestrigen Sitzung ber Zolltarifvorlage in her vom Reichs­tage beschlossenen Fassung seine Zustimmung erteilt.

Berlin, 19. Dez. Die Aussichten auf eine rle> liche Beilegung ber Wirren in Venezuela sind im Wachsen begriffen. DerLokal-Anz." mell>et aus -on- bon, baß nach einem Telegramm aus Washin ^on Eaf den amerikanischen Gesanbten in Venezuela Bowen mit afler Vollmacht auSgestattet hat, um mit Deutschland, Eng­land und Italien über ein Arrangement zu nerijaiwein. Bowen warte nur noch bie Ermächtigung seitens ves StaatsbepartementS ab, um mit den Der Han dlun gen zu beginnen. Man glaubt, daß bas kritische Stadium vorüber sei. Weiter wirb allerbinas auS Newyork gemeldet, vag Castros DermittelungSvorschlag ganz allgemein geyan sei. Ter Präsibent wünsche alle schwebenden Tifterenzen mit sämtlichen Säubern einem Schiedsgericht zu unterdr - ten, was ein Wirrsal von Schiebsffagen Hervorrufen würo .

London, 19. Te,.Ltandarß" berichtet auiI > hauuesburg vom 17. Drz.: Auf Aufforderung Mil n er 3 unterbreitete der Stadtrat in Johannesburg _ selben eine Zusammenstellung der <3runbto6e, nod) t* die städtische Verwaltung Johannesburg-gehandhabt werben fort. ES wird darin empfohlen, nut Brmfdje Untnthan-n als Wähler zuzulassen. Ter Bericht fügt hmzu, -r würde richtig sein, den Fremden auch nicht tn ber Kommunal- Verwaltung eine politisch« Mach« zu gewahren.

London, 19. Dez. In hiesigen dwlomatischen Kmfen Ist man der Ansicht, daß die friedliche Beilegung de- -ene- zolanifchen Konfliktes sich schnellsten- vollziehen werde. Da- Schiedsgericht sei bereit- von England occeptiert unter der Bedingung, daß Venezuela sich feierltchst verpflichtet, dem Schiedsspruch sofort nachzukommen. __.

Wien 19 Tez. Das Schwurgericht verurteilte den Grafen Heinrich Edmund P - t o ck i wegen Betrüge» in »ahi-

Am 8. WethnachtSseier tag, den 26. Dezember.

Vormit agS 9>, Uhr: Pfarrer Scheunemann.

Nachmittags 5 Uhr: Siehe Iobanneskircde.

Abends 7 Uhr im Konfirmandenfaal Weihnachtsfeier für di, Bereiniaung der konfirmierten männlichen Jugend der MatthüuS- gemeinde.

Sonntap, den 28. Dezember, abends 6V, Uhr: Deihnachis. eiet der konfirmierten weiblichen Juqend der MatthäuSyememde.

In der IohanneSkirche.

Vormittags 91/, Uhr: Pfarrassistent Vogt.

Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die LukaSgemeinde. f Zfarrer Euler.

Nachmittag« SV, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Gottesdienst mit Ehristbescherungsfeier für die Klein- kinder-Bewahranstalt.

Dienstag, den 23. Dezember, nachmittag-- 3V, Uhr: Deih- nachtsseier der Kinder aus ber JohanneSgemeinoe.

Pfarrer Dr. Naumann.

Mittwoch, den 84. Dezember, nachmtttagS 8 llhr: Weih­nachtsfeier der Kinder auS der LukaSgemeinde.

Pfarrer Suler.

Am 1. Weihnachtsfeiertag nach allen Gottesdiensten Samm­lung für die Kleinkinder-Bewahranstalt.

Am 2. Weihnachtsfeiertag nach allen Gottesdiensten beson- bere Sammlung für bie Armen.

Am 2. Weihnachtsfeiertag Beichte und heiliges Abendmahl tir die Lukas- und die Johannesgemeinde im VormittagSgotteS- )tenft.

Die Pfarrer und Kirchenvorstande der vier Kirchengemeindeu bitten ihre lllemeindeangehorigen, ihnen auch in biefem Lafore Gaben zur Ehristbescheeruiig der Armen spenden zu wollen. Solche Gaben wolle man freundlichst den Pfarrern oder Kirchenvottlehern jeder (Semeinbe übermitteln. Auch die Gemcindefchweslern smd bereit Gaben entgegen zu nehmen.

Katholische Wemcinbc.

SamStag, den 20. Dezember.

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Delegenhett zu» heil. Beicht.

Sonntag, den 21. Dezember:

4. Adventssonntag.

Vormittag? von 6V, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.

, um 7 Uhr: Tie erste heil. Messe,

vor und in derselben Austeilung der heil. Kom­munion.

Vormittags um 8 Uhr: Die zweite heil. Meffe. Militärgottes» dienst mit Predigt.

, 9V, Uhr: Hochamt mit Predigt.

Nachmittag? um LV, Uhr: Ehttstenlehre, daraus Advents-Andacht.