der Generalversammlung vorgelesene Expose keine ^Lrupel
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ihre volle Schuldigkeit gethan und seien sich nicht betE> eine Verschleierung der Bilanz begangen zu haben. Damll ist die Vernehmung der Angeklagten beendet. Dre wertere Verhandlung wird auf morgen vertagt.
geschlossenen Zentrale derart zusammenzusassen, daß er
Augenblick in t " ai,T *prfl
Vermischtes.
* Tilsit, 17. Juni. Den Divisionskommandeur von Bock und Po lach traf bet Besichtigung des Dragoner. regimentZ „Prinz Albrecht von Preußen" em ichwerer tln-
befindet sich Johannesstr. 5.
** Unsere schönen Anlagen — so wrrd uns aus unserem Leserkreise freundlichst geschrieben — werden nicht nur von Sängern aus der Vogelwelt belebt, fte smd nun auch von munteren Eichhörnchen bevölkert. Heute morgen beobachtete ich bei meinem Gange dre Sudcmlage und Johannesstraße herunter am sogen. Johannesberg rn der Nähe des Schwesternhauses, wie ein Eichhörnchen sich auf dem Rasen vergnügte, sein Frühstück einnahm und dann an den hohen Bäumen hinaufsprang. Es war gar nicht furchtsam, sondern blieb, obwohl, verschiedene Personen vorübergingen, ruhig sitzen, und erst nach einer geraumer Weile entfernte es sich. Offenbar hat das Tierchen dre Waldeinsamkeit verlassen und fühlt sich w ber Snöanlage mit ihren schönen Baumgruppen, ihren Farnkräutern und anderen an den Wald erinnernden Pflanzen recht wohl.
— Wasserschuhe. Man schreibt uns: Die von dem Direktor der psychiatrischen Klinik unserer Universität Prof. Dr. R. Sommer konstruierten und^ihm patentierten Wasser- schühe'haben sich in ihrer jetzigen Form als praktisch verwendbar vollkommen bewährt. Auf eine liebenswürdige Ew- ladung des Erfinders hin hatte sich der stud. rer. tech. W. Mang aus Heidelberg zur Teilnahme an den letzten Versuchen mit den Wasserschuhen hierher begeben. Es gelang ihm nach einigen kurzen Anweisungen Prof. Sommers ohne weiteres sich auf dessen Apparaten im Gleichgewicht zu hallen und fortzuschreiten. Das Tags darauf beabsichtigte Laufen auf der Lahu mußte leider der fortgefetzten Regengüsse megen unterbleiben. Ueber die Ergebnisse der später von Prof. Sommer allein auf der Lahn unternommenen Versuche, die letzten vor der industriellen Venvertung des Patentes, teilt dieser Folgendes mit: Bei einer Länge des Versuchsfelds von 28 Meter und eine milllere Stromgeschwindigkeit von 0,18 Meter-Sek. betrug die von ihm flußabwärts zurückgelegte Strecke 0,62 Meter-Sek., flußaufwärts dagegen 0,26 Meter, im stehenden Wasser sonach 0,44 Meter, welch letzteres auch mit deni im Volksbade erhaltenen Resultate gut überem- ftimmt. In der meist ruhig fließenden Lahn kann man cllso flußabwärts je nach der Strömung 2i/i—2l/2 Km.-St. bequem zurücklegen, im Rheine, Neckar oder Main, dem steteren Gefälle entsprechend, wohl eine mehrfach so große Strecke, etwa gleich der Leistung eines ausdauernden Schwimmers bei mäßiger Anstrengung. Der Hauptwerk der Erfindung liegt entschieden in der gesundheitlichen Bedeutung dieser All bet Fortbewegung auf dem Wasser. Diese Leibesubung besitzt ür die wichtigsten und umfassendsten Muskelpartien des ganzen Körpers einen ebenso hohen Ausbildungswert wie die anderen Arten des überhaupt so gesunden Wassersports, Rudern, Schwimmen, Schlittschuh- und Schneeschuhlaufens. Wie das Schwimmen, mit den: es auch die gestreckte Haltung genrem hat braucht das Wasserschuhlaufen zur Fortbewegung hauptsächlich die Beinmuskeln, die stärksten des Körpers, und bietet wie das Rudern, da hierbei das eigene Körpergewicht analog dem Radfahren nicht gehoben zu werden braucht. Gelegenhell zu ausdauernder Muskelübung ohne zu große Anstrengung. Zu seiner richtigen Ausübung gehört natürlich noch mehr wie beim Rudern das Gefühl unbedingter Sicherheit aus dem Wasser das nur die vollkommene Beherrschung der Schwunm- kunst qiebt. Die Art des Fortschreitens hat sehr viel Aehn- lichkeit mit der beim Schneeschuhlaufen gebräuchlichen und gewährt daher den Anhängern dieses Sports große Erleichterung beim Erlernen des Wasserlaufens. ,
•* Ihre silberne Hochzeit feierten gestern der Architekt Jakob Stein und seine Gemahlin Katharina geborene
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 18. Juni 1902.
** Personalien. Die Gerichts - Accessisten Rudolf Lauteschläger aus Darmstadt, Theodor Reinhart zu Worms und 'Heinrich Schlosser aus Gießen wurden zu Regierungsassessoren ernannt. .
** Das 3. Abonnement-Konzert der hiesigen Regimentskapelle findet am Donnerstag den 19. Juni m Steins Garten statt. Das Konzert beginnt um 8 Uhr, EinMU 50 Pfennig. „ .. < ,
Hospiz. Es scheint hier noch nicht genügend bekannt zu sein, daß im evangel. Schwesternhaus em Hospiz eingerichtet ist, in dem reisende Damen billige und gute Unterkunft finden. Es ist auch bisher schon viel benutzt worden. Aber wiederholt ist es vorgekommen, daß hier ankommende Damen nach dem Hospiz frugen, und Niemand wußte ihnen Bescheid zu geben, oder inan hat sie sogar in die Herberge zur Heimat geschickt. Deshalb möge an dieser Stelle einmal darauf aufmerksam gemacht sem. Das Hospiz
Ern er erwidert auf die gestrige Aussage Rodels, daß in der Sitzung des Aufsichtsrates vom la. ^uni 1900 nicht ein Engagement mit dem Treber-Coneern, sondern nur em Engagement mit dem Easseler Treher-Eonto den Gegen- tand der Erörterung bildete, dieses Engagement sollte von 18 Millionen auf 10 Millionen Mark zuruugefuhrt werden Der Aufsichtsrat habe auch von dem damaligen Engagement von 30 Millionen mit dem Treber-Coneern Kenntnis gehabt. Angeklagter Wo lker erklartz oaß er als Mitglied der Obligo-Kommission m Sachen ^ubergelelb 'chast jede Verantwortung abgelehnt habe. Sem Einblick in die Trebertrocknungsgesellschaft habe ihm aber ent günstiges Bild von der Ausnutzung des Bergmannschen Pc^ tentes gegeben. Nach seiner Reise nach Petersburg und anderen Orten war Völker der festen Meinung, daß nur ein Teil verloren sein würde, und er hatte auch nach dem Zusammenbruch der Leipziger Bank noch dre Ueberzeugung gehabt, daß, falls sich eine hilfreiche §ant> biete, tel Kasseler Unternehmen doch noch zu sanieren fei. Der An- aeklaatc Kiebiger behauptet, daß er Uber die folgenschweren Beschlüsse betreffs der Trebergesellschaft erst spater MM Teil sogar erst aus dem Prozeßverfahren »nntnls erhalten habe. Ohne sein Wissen sei die eigentliche Wer- bindung mit Kassel 1895, als er selbst noch Direktor gewesen durch (irrtet eingeleitet worden. Er (Flebiger) sei nur wenig über Kassel unterrichtet gewesen, ebenso wenig über die mißliche Lage der Leipziger Bank Immer im guten Glauben, daß die Leipziger Bank vollständig intakt sei, habe er ohne Bedenken das Creditoren-Conbo anerkannt und die Beschlüsse genehmigt, weil er die Meinung gehabt habe, daß das ganze Obligo bei der Trebergesellschcht nur 18 Millionen betrage. Später habe er von 23 Millionen gehört, dann sei ihm zur Kenntnis gekommen, daß es 33 Millionen ge- wesen seien. Er sei der Meinung, die Protokolle der Aufsichtsratssitzungen bei der Setpätger T. ' ' - ; 4, -It A A o tti rr rfi, f will den.
zu stellen.
Praktische Winke zur <------
m den Landbezirken sollte weiter em Vortrag des
geordneten Dr. Schmidt-Mainz geben. Die ^bells-
nachweise vermitteln in 1 ' ’
kräfte nach dem platten Land. Ta gilt es nun
billig das! erforderliche Personal an
schaffen. Der Referent vereinigte sem Vorschläge dahm, i v e u n o - ebenfalls, daß ihnen die Höhe der auf Telephon Verbindung der ^andgemeiuoen uill vreberaesellschaft gewährten Kredite unbekannt war
den zunächst liegenden Nachweisstellen und ^uifuhrung von an d - 9 ’ ^n Zusammenbruch der Leipziger Bank
Militärs ahrpreisen für die nach ihren Ärbellsstellen und !da; ie rDrhüttem We Allen
;äU transportierenden Arbeiter hmzuarberten. ganze» vermöge« >.
O^^Balduinstein, 17. Juni. In größerem Umfangjals sonst wird jetzt die Schaumburg, deren innerster Bering allerdings streng abgesperrt ist, von Fremden aufgesucht, und be- onders viel Holländer ergreifen die Gelegenheck, ihre Königin hier zu begrüßen. Am Sonntag soll das Anerbieten eines auswärtigen Gesangvereins, einige Lieder vorzutragen, dankend abgelehnt worden sein. Außer dem kleinen Abstecher der Königin Mutter nach Honnef ist nichts zu berichten; nur wollen die Gerüchte nicht schweigen, welche das ursprünglich für den 18. Ium von der Presse angekündigte Zusammentreffen der Königin mit Kaiser Wilhelm an diesem oder einem späteren Termin aufrecht erhalten. Auf der einen Selle glaubt man, daß die Königin zu diesem Zweck auf einige etunben nach Bonn reisen würde, andrerseits findet die gegenteilige Meinung ihre Unterstützung darin, daß der Kaiser die Kömgin hier auf der Schaumburg zur Wiederherstellung ihrer Gesundheit beglückwünschen würde, zumal er seit feiner Studentenzeit die Schaumburg nicht wieder besucht hat. Es find das aber nur Vermutungen. Sicheres weiß offenbar Jiiemanb, und auch von größeren Vorbereitungen ist noch nichts zu sehen. Jedenfalls aber scheint es der Königin auf der Schaumburg sehr wohl zu behagen.
griffen. Das zeigte vor allem ein 5« «’l bie'Ke s°st°" ^stellen! die nSht
Wiesbaden, dem e» gelungen ist, fast sämtliche Kra ü , v entsprächen auch habe er sich über das m tenpflc gerinnen .der. Stadt »“eOW« ÄVlwrfaSng 'taÄene »feine Skrupel und Nichtorganisierte) m einer an den Arbeitsnachweis an ., 1 . Ansicht war, daß es von vertrauens-
J " utrale derart zusammmzusassen, datz erleben gemacht well er Än^cyt war^^v Generalversamm- der Lage ist, freie Kräfte zur Verfügung würdige» ^une^venM der Beunruhigungen.
Erweiterung der EinslußspMe Die Msprürhe Treber^feM)asi
' - I wah prmnn hie Entlassung der Direktoren, weil man von
4at sich am Dienstagabend in der Grube „Friedrich" bei Hungen zugelragen. Wie wir bereits heute früh durch Extrablatt bekannt gaben, ist die Grube gestern abend 8^/4 Uhr m Brand geraien. Es befanden sich etwa 80 Mann in der Erde, deren Leben aufs höchste gefährdet war. Doch ist es, wie die heute vormittag bei uns einlaufenden Nachrichten melden, glücklicherweise gelungen, die große Mehrzahl der Arbeiter zu retten. Immerhin zählt man 2 Tote und 6 Verwundete. Der Materialschaden ist beträchtlich, man . schätzt ihn aus 175 0 00 Mk. Das skeffelhaus ist unversehrt und der eigentliche Grubenbrand bereits gelöscht. Die heute Vormittag noch brennenden Briketthausen werden nicht gelöscht, sondern durch 2 Mtr. breite Gräben von den übrigen netrpimt Die Entstehung des Feuers wird aus Warmlaufen u. . u,.y o - - .
dner WclA in ber Staubkammer zuriickseführt. Andererseits Bank feien schon vor d er S itzung gemach tmorden -L man von einer Er»l°f.°n. Vertreter der Staatsanwalt, denn seine »^iifenJXn W i4af‘Än"fntet a"Ach"l^ Junu ° d'sGieß. Änz.) AugeklagD Ex n er und Gentz s ch erwidern auf die Ans- Dem 5 Jahre allen Sohne des Amtsdieners Lu 13 beimI ’a3el^1pq\Cf/n9get^r Mayer sagt aus, er habe stets die Re- hiesigen Hauptbauamt wurde vom Großh. Kabinett em -sA^esucht Exners mißbilligt. Der Auffichtsrat Schreiben mit dem Bilde des Großherzogs überreicht. Icm^e, e§ in den Trebergründungen mit einem gut Der kleine Mann hatte tni Herbst vergangenen Jahr^ln prosperierenden Unternehmen zu thun zu haben. am
Nieder-Bessingen b. Gießen ein 3 Jahre altes Mad- der Presse wurden uur als Ausfluß der Koillurrenz chen, das in die hvchgehcndc Weiter gefallen war, mit eigener! verachtet. - ?^r^Ban? nicht rechi^gelnngen^^Tcr Grdmikc Lebensgefahr gerettet. ____________.— gu'(i’n mit bcc Trebergesellschaft habe nicht zur
iK^önscren^drr^öffenMchen Arvcrts-Iiermiitc- ^^i^^^^mnmcn kmiuen im^d s^seramme^ lunttssteü'en der Mhein- und Wnrngegend zu Meinung gewesen, daß Geschäftsbericht und Bilanz für
WorMS. 1900 auf voller Wahrheit beruhten, wenn auch die Enga-
f T» T gernents bei der Trebergesellschaft in Kastel nichc beson-
(Originalartikel des ^'^Irwahnt worden sind. Da sei emes Tages zur Kenn -
Am vergangenen Samstag tagten in Worms die Ab- E der Direktion Ml-
gesandten der öffentlichen Arbeitsvermittelungsstellen d IMayer behauptet bestimmt, daß die Rhein- und Maingegend, darunter auch des^hie,ig°ii stadti, »b-rrafcht^gewesen. tz der Tr e b er-
scheu Arbeitsnachweises. Unter Zugrundelegung em - r 9lussichtsratev 0 rgelegt habe,
äußerst interessanten Tagesordnung gestalteten sich» die ^' 91 Scklmse seiner Aussagen meint Mayer, es wäre ohne Handlungen, bei denen auch das Groyh. Ministerium des Am'e llmer^ ^n£ noch möglich gewesen,
Innern und die Provinzialdirektionen ^^rhessen und Rheim Z s '^^n Unternehmungen $ber Trebertroclliungsge,ellschast Hessen, sowie zahlreicye Kreisamter vertreten waren, um! rctLclI y^le Verbindungen der Leipziger
gemein lebhaft und lehrreich. Wertgeyendes 2^eresse riefen m nch ö ' Ergebnis der Liquidation gün-
vor allem die Mitteilungen der Vertreter der einzelnen Bant zu halten uno °as »kursversahren Arbeitsnachweise über die Thatigkeit derselben wahrend de s g zu st ^Mittagspause sagt der Angeklagte S chr ö - schweren Krise im letzten Winier wach Gnn auch -w^er^-itt-g Verwaltung der
von allen Sellen vor einer Ueberschatzung dieser ^bullgleit I 0 , ^cc Beziehungen zur Treber-
gewarnt worden ist, so hat sich doch gerade im ^rtzangen 1 in Kassel zu veunruhigen begann, sei
Halbjahr gezeigt, welche große Bedeutung die paritätisch n ~^ $ 91 beschlossen ihn (Schröder), Dodel und ArbeitSnachLeise für unser gewerbliches Leben gewonnen im ^^XSten^utbe zsisnden, um die Ver-
in welch hervorragendem Umfange ,re an f“ '1 af).»i ^ber allj den ener-
zwischen Angebot und Nachfrage auf ?^deitsm t > N Widerstand des Generaldirettors Schmidt gestoßen, mitgearbeit-t haben. In be,anderem Ausbluhm q: fafl: g«l4l‘e» unb die Bilanz von 1900 habe
überall die Arbellsvemilltelung für weibliches Personal ve- ^e cy s I .' geprüft und das Vertrauen ge-
a^„ .PinfP vor allem ein Vortrag von Dr. <^-r e 9 -1 er^® Posten einstellen, die nicht
Ueber Wohnungsnachweisim Anschlußan dieAr- beitsvermittelungsstellen sprach Beigeordneter ^r. Gla st n a - Darmstadt. Seinen interestanten Darlegungen zufolge^ wurden von dem Wohnungsnachweis m ^urmitadt, ber Zumeist durch freiwillige Beitrage erhalten wird, im vergangenen Jahre bei 222 Nachfragen 187 Wohnungen an Personen der arbeitenden Stande nachgewiesen, gewiß ein hocherfteuliches Resultat, wenn man bedenkt, wie schwer es bei dem chronischen Mangel an kleineren Wohnungen den niederen Volksllassen vielfach wird, em Unterkommen 8u ’sri erlcbigung der geschäftlichen Verbandsangelegen, beiten wurde Stadtrat Dr. Flesch-Frankfurt zum Referenten für die Oktober d. I. in Berlin stattfindende Ver- baudsversammlung der deutschen ^^tsnachweise bestellt und Gießen zum Vorort gewählt., An die^ Verhandlungen schloß sich ein Festessen im Festspielhaus an.
bedauern ist bei allebem nur, daß der städtische Arbeitsnachweis zu Gießen mit seiner thatigkeit an letzter Stelle steht. Es mag das zum Teil in ben eigenartigen gewerblichen Verhältnissen am Ort feinen Grund haben Es scheint aber immer noch nicht genugenb bekannt zu sein daß der Arbeitsnachweis männliches und weibliches Personal aller Art, insbesondere auch Dienstboten, unentgeltlich vermittelt. Bemerkenswert ist,,daß m letzter Zeit der Arbeitsnachweis in wachsendem Masze durch Arbeitgeber auf dem Lande in Anspruch genommen wird, unb es steht zu hoffen, daß man auch in städtischen Kreisen mehr und mehr dem Arbeitsnachweis die Pachtung,schenkt, welche er ohne Zweifel im heutigen Wirtschaftsleben verdient. ___________
Ter Leipziger Bankprozetz.
ii.
Leipzig, 17. Juni.
SofTa, 17. Juni. Wie nunmehr mit Bestimmthell Verlautet, wird die Proklamation Bul gari e n s zum I Königreich anläßlich des 25jährigen Gedenktages der Gründung des bulgarischen Staates erfolgen.
England und Transvaal. ’
Lord Kllchener telegraphierte am 17.: Die Heber- ( gabelisten sind jetzt in Transvaal und der Oranlefluß- wlonie vollständig. In Transvaal haben sich 11'--o . Mann mit 10 843 Gewehren übergeben, m der Oranfe- flußkolonie 5395 Mann mit 5280 Gewehren. Die Liste ans der Kapkolonie ist noch nicht vollständig. General French berichtet aus ber Kapkolonie, daß nur noch lo0 Mann sich zu ergeben haben; er habe die Polizeigewalt m Südafrika den Zivilbehörden Ü6ergeben, da die Notwendigkeit weiterer militärischer Operationen jetzt nicht mehr bestehe. 4.er „Zentral News" wirb aus Eolombo gemelbet, batz dre erste Abtellung gefangener Buren Enbe bes Monats von Ceylon nach Sübafrita zurückkehren wirb. smb bies 400 Burger, welche sich berell erklärt haben, bie britische Oberhoheit anzunehmeii. Sie waren währenb ber letzten zehn Monate von ben unversöhnlichen Gefangenen getrennt. Louboner Blätter verzeichnen mit Vorbehalt bas Gerücht, C r o n j e sei heimlich von St. Helena nach Vereeniging gebracht worben, wo er eifrig für ben Frieben gewirkt habe.
Im Unlerhause fragte Gibson Bowles an,_ ob tu Anbetracht ber vermehrten Sicherheit, bie bem Hanbel unb bet Inbustrie ber sübaftikanischen Kolonien allgemein aus dem Ergebnis des Krieges erwachse, die Regierungen der Kapkolonie und Natals von der Regierung aufgefordett werden würden, die Besitzer der Debeers und anderer Diamanten und Goldminen in eubafrita außerhalb Transvaals unb ber Oranjekolonie zu den Kriegv- xosten heranzuziehen. Chamberlain erwibert schriftlich, bie Regierung beabsichtige n i ch t, das zu thun.
Jeder Bürger und Bauer hat die Pflicht, angesichts der außerordentlich wichtigen politischen Vorgänge unserer Tage, vornehmlich angesichts der Verhandlungen über die neue Wahlrechtsvorlage im Hessischen Landtage, bie uns eine Anzahl städtischer Abgeordneter mehr und obendrein das direkte und geheime Wahlrecht bringen will, eine gut unterrichtete, größere hessische Tageszeitung zu lesen.
Der Gießener Anzeiger ist die am besten bediente, reichhaltigste, größte und verhältnismäßig billigste Zeitung Oberhessens.
Bestellungen für das dritte Viertefiahr sind im ^n- tereffe ber pünktlichen Zustellung sofort aufzugeben.
Ein fürchterliches Unglück


