Ausgabe 
17.6.1902 Zweites Blatt
 
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ihr Verbrechen büßen. .

Mainz, 15. Juni. Seit einiger Zeit macht sich m den Arbeiterkreiscn eine Bewegung bemerkbar, die darauf hin- zielt, daß städtische Arbeiten nur an solche Unter­nehmer vergeben werden sollen, von denen die zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern verabredeten und schrift­lich festgelegten Vereinbarungen über Lohn- und Arbeits­bedingungen anerkannt worden sind. Der Stadt Mainz war auch von dem Vorstande des deutschen Metallarbetterver- bandes ein solcher Antrag für die Vergebung von Schlvsfer- und Spenglerarbeiten unterbreitet worden. Bei der Be­ratung des Antrages in der sozialpolitischen Kommission wurde er aber von einem Mitgliede der Kommission auf die Vergebung von sämtlichen städtischen Arbeiten aus­gedehnt. Auf Vorschlag der städtischen Verwaltung hatte der Vorsitzende des Gewerbegerichts auf heute abend eine Versammlung der Gewerbegerichtsbeisitzer eingerufen, um über den Antrag zu beraten. Nach längerer Debatte wurde einsttmmig beschlossen, daß städtische Arbeiten nur an solche Unternehmer vergeben werden sollen, die für ihre sämtlichen Arbeiter die zur Zeit der Ucbernahme der Arbeit oder Lieferung bestehenden, zwischen Arbeitgeber- und Ar­beitnehmer V rbänden vereinbarten Lohn- und Arbeits-Be­dingungen bis zur Beendigung der Arbeit einhalten. Dieser Anttag, der im Ginvernehmen mit der Bürgermeisterei aus- gearbeitet wurde, wird zweifellos auch in der Stadtver­ordnetenversammlung die Mehrheit finden .

fc. Frankfurta. M., 16. Juni. Dem Metzgermeister Karl Hügel in der Schnurgasse ipnrbcn 1023 Marl in Gold, Silber und Papier aus der verschlossenen Schublade ge Sohlen, r Cinc in der Siemensstraße mit Wäscheaufhängen

Aus Stadt und Land.

Gießen, 17. Juni 1902.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

In der Stadtkirche.

Nächsten Sonntag, den 22. Juni, findet im Anschluß an^dm Hauptgottesdienst Beichte und heiliges Abendmahl für Matthäus und Markusgemcinde statt. Anmeldungen zuvor bet dem Pfarrer jeder Getneinde erbeten. ___

Neueste Meldungen.

Origittaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.

Berlin, 17. Juni. Der akademische Senat hat den An­trag der an der Berliner Universität studierenden Frauen, die Frauen, welche das Reifezeugnis eines Mäd- chen-Gymnasiurns befitjen, ebenso wie die Männer ztl imma­trikulieren, abgelehnt und beschlossen, diesem Recht den grauen nicht zuzugchehen.

Handel und Verkehr. Dalksivirtschast.

Allgemeine Deutsche Kleiubahn-Gesellschaft. Der mm- tnehr erschienene Geschäftsbericht für das Jahr 1901 cn Hauptsache nur eine Zusammemaffung der durch d Unte1> kommissionen sestgestelllen Einzelheiten über dle -.age nehmens und seiner Tochtergeselhchasten. ?em Gelchastsberrcht M außer der offiziellen Bilanz auch em Vermogensstand per 31. W 1901 beigeiügt, indem die inzwischen erfolgte Reorgmusatton zum Ausdruck foimnt Ter Rechnungsabschluß weist nach ^urchM^miS des Wiederausbauplans bei 7,5 Mill. Mk. Aktien- und36*38 500 Mark Obligationen-Kapital einen Verlust m Hohe von 6305/07 Alark auf. Die Abschreibungeu sind aus Alk. 7 010 34-, bemenen, rooron aus di- bei Ausnahme der Wertpapiere kurs sich ergebenden Minderwerte allem 6 325 342 Mart entsäuern Tas Gutachten der gerichtlichen Bucherrevisoren.^llt ststz dav , ch ein Regreßanspruch gegen die früheren Verwaltungsorgane aus der Geschästsleitung nicht begründen laßt.

Die gemeinsame Konferenz des PortUgrestfrye« Gläubiger-Komitees, die in Parts abaehalten werden soll, t|t, wie wir hören, für den 19. Ium in Aussicht genommen. dieser Kon erenz iverden noch verschiedene Tetailsragen, insbeso^ dere über die Art der Turchführung und Einhallung des Gesetz^, zu regeln sein. Von einer Zufammenberufung der Inhaber ländischer Pottugiesischer Schuldverschreibungen will man absehen.

Bank für Snddeutschlaud Darmstadt, ^te ^"hundert Marknoten dieser Bank werden nunmehr emgezogen. Tw Roten können bis zum 31. Dezember 1902 bet der Kasse der Bank für Handel und Industrie in Darmstadt und bet Frankfurter tfthate der genannten Bank gegen Baargeld tmtgetauscht werden. Nach dem letztgenannten Termitt Horen dte Notenaus,ZahllmgsmiUel zu sein, behalten jedoch die Kraft einfacher Schuldscheine mrd den als solche bis zttm Ablauf des Jahres 1905 von der mehttach genannten Bank eingelöst. Nach Verlauf der letztgenannten tfrift I gelten die Scheine nicht mehr. t S}_

Harpener Bergbau-Gesellschaft, ^^'üchluß an me mannigfachen Gerüchte und Erörterungen, dte sich m de, letzten Zeit an der Berliner Börse an dett bet der Harpener Bergbau- Gesellschaft bestehenden Kapitalbedarf geknüpft haben, darf wohl daran erinnert werden, daß in den ausführlichen Antteilungen, in den Geschäftsberichten und Hauptversammlungen: bie es llnteg nehmens über seine inneren Verhältnisse gemacht worden sind, rne Thatsache dieses Kapitalbedarfs an sich nichts Ueberrafchende^ haben kann. Harpen hat allerdings aus dem Rohgewmn des letzten Jahres einen außerordentlich großen Betrag zu Abschreibungen und Neuanlagen verwandt, aber schon m der Hauptverfammlung vom 27. Oktober v. I. wurde hervorgehoben, daß diese außerordentlich^ Beträge nicht als Maßstab für dte spateren Jahre Plenen sollten Andererseits ist Harpen mit deut Ntederbrtngen und dem Aus^ur einer Anzahl von Schächten beschäftigt, dte ihm Zwar eine Höhung seiner Beteiligungsziffer am Kohlensyndikat um etwa I D üü Tonnen in Aussicht stellen, Die aber andererseits ganz erhebliche Auswendungen erfordern. Wie schon erwähnt wurde, soll mein« , demnächst stattftndenden Aufsichtsratssitzung Beschluv darüber ae- faßt werden, auf welche Weise,die erforderlichen Mittelbeschaffen sind. Es liegt wohl nahe, baß hierbei zunächst bw -Uusiuhrung d^ früheren Beschlusses auf Ausgabe voii 6 000 000 Mt. ^z. Schuw^ L Verschreibungen in Frage kommt. Daneben durfte aberauchd^ Frage einer Kapitalerhöhung erwogen werdem Nach beiden Richtungen hin steht noch nichts fest und die Entscheidung wird erst : in der bevorstehenden Aufsichtsratssitzung fallen. g ..

1 aitr Börsenlage. Wahrend man in den Kreisen oes

eigentliche Spekulantentums ganz conslerniert ^'daß der Friedet^ schluß seine Wirkung nicht gethan, dte .erwartete und nut apohfr tischer Gewißheit angekündigte Hausse nicht emgetroffen ist, such« die Finanzblätter zu beruhigen und meinen, daß auch heute noch von der Zukunft^ das beste zu erwarten ift. Ob sie damit se^ viele Gläubige finden, möchten wir doch bezweifeln. Es wirdw^a. geschrieben: Zwar hat sich der neueBoom m den Mmenwerten, auf den so viele warteten, noch in der gar kemer Weise an­gekündigt, ja, das Geschäft ist in der abgelaufenen Woche-noch>v^l stiller geworden als zuvor. Das i|t aber gar nicht allzusehr zu be­klagen, denn wie sehr auch die Börse aus Bewegung und Umsatz« angewiesen ist, so können diese doch mcht gewaltsam und künstlich herbeigeführt werden; (als wenn dies nicht schon dagewesen wäre. D. Red.). Wenn die gegenwärtige Geringfügigkeit der Umsätze eme ! Zeit hindurch angehalten hat, dann werden sich schon von selbst wieder Anregungen zur Belebung geben, sei es, daß sie von mnen beraus kommen, sei es, daß äußere Anlasse sie herbeisuhrn und so geht es fort. Unseres Erachtens ist das alles wehr oder wenig« Tvirleianz Tas Börsengeschäft ist nicht allem wegen der Börsen- steuer zurückgeganczen und auch nicht wegen des Transvaalkriege^ andern hauptsächlich deshalb, weil man dem Privatkapttal eme ganze Anzahl Jndustriewerte zukünstlich" ui dte Hohe ge riebenen Kursen aufschwatzte und weil hieran das Publikuin em verlor. Ferner weil eine ganze Anzahl von Banken durch un solides Gebühren zurückkanieu und die

hier wieder die Geschädigten waren, weshalb will das Irwat- publikum von Börsengeschäften so wenig mehr wißen und nut da­her kommt die Geschäftsstille.

Märkte.

Gießen, 17. Juni. M a r k t b e ri ch ü Auf dem heutigen WochemnarS! kosteten: Butter pr. Pfd. 0,90-1,10 Mk., ynhnereierpr. StÄ. 6 W, 23tcf 13Pfg., Gänseeier 1012Pfg., Enteneier67Pfg., Kasevr.Stck. 5-7 M Kälematte 2 Stck.0-0 Pfg , Erbseii pr. Liter 19 Pfg, Linsen per Liter 32Ma Taubeii pr. Paar 0,80-1,20 Mk., Hühner pr. S uck 1,001,50 Mk., Hahnen pr. Stück 0,901,60 Mk., E^^Munv 2 402 60 Mk., Gänse pr. Pfd. 0000 Pfg., Ochsenfleisch pr. Liurw 66-76Kuh- und Rindfleisch pr. Psund 60-64 Psg Lchwem^

5070 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 3,b0-^ Mk., Weißkraut per Stück0000 Pfg., Zwiebeln pr.Zeiitner 14,00lo,00Mk., Milch per Liter 18 Pfg. Aepsel per Pfd. 000 Pfg-, m Korben 0000 Pfg. ^imi2au°er der Marktzeit von morgens ^hr bis nachmittags 1 Uhr während der ersten drei Stunden der Marktzelt daN nur auf den bestimmten Verkaufsplätzen und mcht im Uncherziehen seilgeboten iverden. ___

^Eistist'chn-Zeiüliilf.

Die prenß. Eisenbahnverwaltung bestellte neuerdmgs zwei Lokomotiven be,°nd°rer Konstruktion, mit b"en

Angehörigen der Abreisenden bemerkbar mache.

OTTO Täte sewger »na eryoyre mt Laufe der Jahre l^rldefcyüfNgle Frau wurde Durch emeu StyUV ku die »rUfr

wie bei anderen Banken, und datz das Dtrektortuin,mutltch der Schutz fehlgegangen . ,

trrn&pa <nprtrniiett aenoR. Von, Alters her habe der Auf- Frankfurt a. M., 17. ^unt. Dr. orrtz rZrreo Sfotarat der Leiwriaer Bank monatlich nur eine Sitzung ab- mann, der bekannte frühere Berliner Rechtsanwalt, produ- aäatten. Wohlde? beschlossen worden, den Kredit für die zierte sich gestern abend zum ersten Male tm §ippoDroTn==

ertrorfnunasaesellschaft nicht Wetter ausKudehnen, als Variete vor gut besetztem Saale, xt. Fritz Friedmann sitzt indessen diese ®e?3l1cha.ft ihr Kapital erhöhte, wurde dieser wenn der Vorhang sich geteilt hat, vor seinem Arbeitstisch ÄW wwder Ägehobem W wurdo be chlchson, dop. und Hali einen Monolog. Er Hai eenen wegen Mords Ma weUer KreM M gewähren, da der M auf 12 Angeklagten zu verteidigen, irgend ernen fcner Vielen WLne^ng^e? ^'Reservefonds in Wissel deren Hausfreunde ,tch Truge angeeignet haben di- hab? dtties itoDibal jedoch wett überschtritten. Die Er- nichts angehen. Dr. ^rch Frredmann ist bewegt, er sym-- böbuna des Attwukapttals der Leipziger Bank von 32 aus vathysiert mit dem Unglücklichen dem (Seemann, nicht 48 Miäioneti sei nichttmit Rücksicht auf die ausgedehnte Ver- dem Hausfreund nnb entladet diese Sympathisic m einer binduna mit Kassel geschehen, im Gegenteil, damals sei die dreiviertelstüiidigen Rede:Eine Verleimgung . So und

ber samten Industrie stark nicht anders wird er vor den Geschworenen sprechen, wird in^Anttrutt aenommen worden. 2luch seien Fttialen der er ihnen zu beweisen suchen, daß der Angetlagte eigentlich Bank aearündel worden. Als im Jahre 1899. die Angriffe in Notwelsr gehandelt hat. Dr. Fritz^ Friedmann verreidigi h(>r nidit verstummten kam ets zu einer außerordent- nicht Übel, jedenfalls hat er dem größeren steile des Publi- IZe^ G e u e r a l v e?s a m m t^n g in Kassels welcher kums sehr gefallen, das die Dinge nun einma nimmt, wie e?nerz Sachsenröder und Tadel beiwohnten, in der aber! sie sind, ohne zweifelnde, abwagendc Beurteilung. unbegreiflicherweise die von der Direktion bei -- .

Trebertrocknungsgesellschast beantragte HHMM genommm habe, ohne am G-schüstsbcrichf und an dar Auf- den Krauiamkeit gegen Kinder.

Ä ÖS Aus ÄTliü » r'e i'tzt g Mitglied ZWMMAWZIMZMMM kommen, daß das Schriftstück rechliche ansechchbar Jet volle Höhe des Obligos von 40 Mttl. habe der Aufsichtsrat im März 1901 von der Direktion erfahren, es seien aber dann von Kassel so beruhigende Auskünfte über die vorhandenen Abschlüsse und Aufträge eingegangen, daß er, im August ohne Besorgnis ins Ausland gereist sei.

D'ie wettere Verhandlung wird aus rnorgen vertagt.

Die der Hausbesorger zur Preißig, um derselben eine Mittel- i hing zu überbringen, fand jedoch die Gesuchte nicht zu Hause; die ganze Wohnung stand offen. Da er aus einem ! Kasten Stöhnen und Wimmern hörte, öffnete er ihn und ! erblickte dort zwei total abgemagerte, verhungerte, nut Schimmel bedeckte Kinder: ein zwölfjähriges und em elf­jähriges Mädchen. Als die unglücklichen Geschöpfe aus dem Kasten getragen wurden, löste sich förmlich die Haut von

ihrem Körper. Luise Preißig wurde verhaftet. Sie gab an, daß sie die beiden Kinder adoptiert häbe, um sie für eine Damenkapelle heranzuüilden. Da die Kinder jedoch .kein musikalisches Talent besäßen, wollte sie die Beiden

* Ans dem Justizdienst. Der Großh erzog hat ch P er h un g er n aus d em Leb e n s chaf s en! Seit ben Rechtsanwall Hermann Jäger in Bensheim zum Notar v^r Wochen haben die kleinen Mädchen nichts als ver- ÄpÄK- S-.T'ÄtF'*- ».rÄÄTT.

Dicnsto^ichtm>g«n-in-s AmISrichttrS he. hem geehh. Amts- An ^n^n t^ A^^memzE^e^neru - |r

gencht Lorsch beauftragt worden. mm Berlin in der Trunkenheit groben Unfug gegen ine

' Ernennungen. Wie uns aus Darmstadt draht- ^enpassan ten und griff, als ihm dies von einem Schutz-

lich mitgeteill wird, ist der Gerichtsassessor August Heß zumI untersagt wurde, den Beamten mit einem Dolch- .Reaierungsasiessor, und der Lehrer Ferdinand Eisen Hardt! et aiT/ ^obei er sich selbst einige leichte V^letzungen aus Friedberg zum Hauptlehrer an der Gewerbeschule m beibrachte. Ter Schutzmann wurde, obwohl sem Rock mehr- Bensheim ernannt worden. sach durchschlitzt ist, nicht verwundet. 9f

Aus dem Polizeibericht. Ein junger unver- -Nie Exzellenz gewesen. Im großen Armee- besierlicher Mensch von hier wurde gestern Abend wegen Jagdrennen wurde zu Hoppegarten Oberstleutnant von Heyden- Diebstahls und Obdachlosigkeck verhaftet. Eine Frau, die Linden, der schneidige 5kommandeur des Hannover scheu Komgs- sich ani Sonntag an dem Feste zu Wieseck beteiligt und, ge- Ulanen-Regiments und Flügel-Adfutant des Kmsers, Sieger, schmückt mit Bändern und Blumen den Festzug mckgemacht Der Beifall war geradezu frenetisch. Hatte doch m Heyden- hatte erschien gestern in demselben Kostüme in der Stadt und Linden tm Jahre 1877, also genau vor 25 Zähren, zum verursachte einen großen Menschenauflauf. Um die Ordnung erstenmal die Hoppegattener Armee gewonnen. Kmserm herzustellen, mußte sie in Polizeigewahrsam genommen werden, überreichte dem Sieger herzlich den Preis, der Ka iser be- } ° Unfall. Am 7. d. Mts. stürzte ein Arbeiter von glückwünschte ihn persönlich und verlieh ihm den Hohenzol-, nnem Neubau in der Bismarckstraße. Obwohl er nur einige lernschen Hausorden. Im Laufe des Gesprächs stellte der Meter herabsiel, ift er doch gestern in der Klinik an den Kaiser dann, rote em Blatt roiffen will, dte Frage, ob Frau ^olaen der Verletzungen gestorben. v. Heyden-Linden den schönen Steg ihres Gatten mit ange-

(?) Dorf-Gill, 17. Juni. Gestern abend versam-1sehen habe. Herr v. Heyden erwiderte:Majestät, ich fragte mellen sich die hiesigen Radler im Gasthaus zum Löwen meine Frau, ob sie mit nach Berlin kommen wolle. Sie und gründeten einen Radfahrerverein: ,,£e u = kagte dies nur für den Fall zu, daß ich sicher gewänne. Das t onia". Ter Verein plant für nächsten Sonntag eine ^our fonnte i()r Qgcr nicht versprechen und so ist sie in Han- in den Taunus nach Usingen über Butzbach und Langenhain, ^ver geblieben." Der Kaiser lachte herzlich und erzählte ein Der Verein zählt 17 Mitglieder. . , fAeahafteS Erlebnis, das er selbst kurz zuvor gehabt hatte.

s Bubach 1 Dte 1 ttaitf»en WWT« ,^bllenz- an, worauf

ku?St7aftol-streL7'^- U b« «aif« «nt8.flnete: nie, .ch bm gle.ch

- - haftlokal von der Gendarmerie nach dem | nach dem Generalmajor König geworden.

i ^-iensch- transportiert. Ta die Neber-,-----------

Will). Jordans 60jährigcs Doktor-Jubiläum. Wir haben schon gemeldet, daß die Philosophische Fakultät der 7 . 1 . . .. ° r. yTQfIKölw Qnrhnn

Speisung im L .

Landeszuchihaus Ärarienschloß transportiert.

führung der Verbrecher vorher hier bekannt war, sammelten sich an der Bahn und in der Stadt viele Neugierige, nm das Kleeblatt zu sehen. Die beiden erstgenannten Nebel- gemew«, uay ui»

tbäter müssen lebenslänglich, und Radeoa 14 Jahre lang ftniverfität Königsberg dem greisen Dichter Wilhelm Jordan - - - - 1 bem Tage, an dem er vor 60 Jahren in Königsberg promovirte,

denDoktor erneuert" hat. Das Schreiben, das vom 13. Ium datiert ist, lautet:

Hochgeehrter Herr Doktor!

Sie feiern heute das schöne seltene Fest der sechzigsten Wieder­kehr des Tages, an welchem Sie in der philosophischen Fakultät unserer Alma mater Albertina die Doktorwürde erwarben. Wie dieselbe es sich vor zehn Jahren zur Ehre angerechnet hat, Ihnen das Diplom zu erneuern, so bringt sie Ihnen, als einem ihrer treuesten und anhänglichsten Söhne, auch heute ihre herzlichsten, aufrichtigsten Glückwünsche dar. Was einst Karl Rosenkranz, nachdem Sie als junger Student eme treffliche Rede über die Autonomien im auditorium maximnm des alten Umversttats- aebäudes gehalten, Ihnen wie ein Seher vorausverkündete, daß Äe mit Ihren Gaden dereinst BedeMendes leisten wurden, das hat sich in der schönsten Weise erfüllt. Namentlich durch Ihre epischen Dichtungen haben Sie die herrlichsten Stoffe, welche je griechische und germanische Vorzeit geschaffen, dem modernen Empfinden wieder nähergerückt und sie in großartiger Weise auf-! gefaßt und umgeschaffen. Sie haben aber auch als ein neu­erstandener Rhapsode Ihre Dichtungen m wohltonendem Vor- tragc auf weiten Reifen vom Bosporus und der Newa bis an

Stille Meer den deutschen Stammesgenoslen bekannt gemacht und sind so ein echterLehrer" des Volkes im reichsten Sinne des Wortes geworden, eie haben endlich Ihre ost- preußische Heimat nicht vergessen, indem Sie bereits 1844 Litauische Volkslieder und Sagen" sammelten. Rloge Ihnen nach einem so ersolgreichen Schaffen em glücklicher, durch Lewen und Sorgen ungetrübter Lebensabend beschieden sein. Das wünscht Ihnen aus daö wärmste .

| nu Rcunen der philosophischen Fakultät der Königlichen Albertus- Universität der derzeitige Dekan

Pros. Dr. O. Roßbach.