Mit zerschmetterter Schädeldecke wurde er Dienstag im
Die Uhr des Verunglückten ist
* Eine Frau als Armeearzt. Nach der „St. Jam.
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Leser, Rhein, Donau. lni,6 er die Vorbereitungen zur Bepflanzung und zur Er '«CY.'.rr« rirhhinn pmrÄ (5mnn2 nokn ft»« Pia hoi' CYit Sin.»
Vermischtes
Der ^Angeklagte ist seit 12 Jahren Kreisdiener und definitiv angestellter Beamter. Er hatte eines Tages für das Kreisamt 485 Mark beim Hauptsteueramte abzugeben und erhielt infolge eines Versehens des betr. Beamten 3 Mark zurück. Diese lieferst er erst nach erhaltener Aufforderung verspätet
an vier Stellen von etwa 280 Arbeitern fortwährend gearbeitet. Wenn der Unterbau, dessen Fertigstellung in diesem Jahr geplant war, eine Verzögerung erleidet, so trägt die Geländeerwerbung, die hier und da auf Schwierigkeiten ge-
inuß beispielsweise die in der Nähe der Kantine begonnene Angeklagte nicht Beamter des Hauptsteueramts sei. — Auf Arbeit wieder aufgeschoben werden. die Revision des Staatsanwalts hob das Reichsgericht das
—Urteil auf und verurteilte den Angeklagten wegen Amtsver-
Lairbach, 10. Febr. In der vorigen Woche erfolgte auf der im Bau befindlichen Eisenbahnstrecke nach der Fremseencr Seite zu der Tunneldurchbruch durch das Kaff, nachdem vor etwa zwei Monaten der Tunnel von der Waldseite aus in Angriff genommen worden war. Infolge der günstigen Witterung find die Erdarbeiten gut vorgeschritten; es wird
I zu retten, was zu retten war, und das Richterkollegium begab sich in das Beratungszimmer, um eine oberflächliche Reinigung I oorzunehmen. Als die Verhandlung dann wieder ausgenommen werden konnte, beschloß der Gerichtshof, den Än- I geklagten, der sich jetzt ruhig verhielt, wieder nach dem Zucht- I Hause zurückführen und ihn dort auf seinen Geisteszustand untersuchen zu lassen.
verurteilt wurde ein Angeklagter, der vom Landgerichte zu einer geringen Geldstrafe verurteilt worden war. Es handelte Iich um ein Urteil des hiesigen Landgerichtes, durch das der Kreisdiener Johannes Konrad wegen einfacher Unterschlagung unter Annahme nrildernder Umstände zu 30 Mk. Geldstrafe verurteilt worden ist. Die Anklage ging dahin, daß er als Beamter zu Bingen 3 Mark, die er in amtlicher Eigenschaft empfangen hatte, sich rechtswidrig angeeignet habe.
I brecher gefesselt und unschädlich gemacht. Der Zuhörerraum würde geräumt, die Gerichtsdiener suchten vom Aktenmaterial
für den laufenden Meter, jedoch nicht mehr als 125 Milreis für die Familie. Im Falle der Not sollen Nahrungsmittel, Medikamente und andere Hilfsmittel gewährt werden. Einer Familie soll in der Regel nicht mehr als ein Grundstück von 25 ha zugewiesen werden, ausgenommen, wenn sie mehr als 10 Köpfe stark ist. Großjährige, verheiratete Söhne haben Anspriich auf ein eigenes Grundstück. Der Preis der ländlichen Grundstücke soll nicht weniger als 1 Real (l/iQ Pfg.) für den Quadratmeter betragen. Grundstücke, die zum Ackerbau untauglich sind, werden nur an Viehpächter abgegeben. Die Kolonisten haben ihre Schulden für Land und Unter-
von da an noch mehr gefürchtet. Die Dame verstarb plötzlich in London. Ihr Grab befindet sich noch heute auf dem Friedhöfe in Kensal Green und ziert den Grabslein die durch die Einwirkung der Jahrzehnte recht verwitterte Inschrift: „Dr. James Barry, Armeearzt und General-Inspektor der Armee-Hospitale. Verstarb 15. Juli 1815. Alter 71 Jahr."
Gerichtssaal.
Mainz, 12. Febr. Vom Reichsgericht zu Gefängnis
dem Theaterbureau. Am Freitag giebt Herr Earl Schneider zu seinem Benefiz Paul Lindaus vieraktiges Schauspiel „Maria und Magdalena" und spielt darm den „Professor Laurentius". An diesem Abend wird auch die Solotänzerin Frl. Emmy Hoffmann Mitwirken. Dieselbe tanzt nach 1. und 3. Akt ein Walzerreverie aus »Pupp en fee" und den Tanz „Alt und Jung. Nächsten Sonntag ist nachmiltags „Kindervorstellung". Gegeben wird stoßen ist, die Schuld daran. Infolge des letzteren'Umstandes I ub. Das Landgericht begründete sein Urteil damit, daß der das beliebte Märchen „Dornröschen." Abends 8 Uhr " " ~
wird die große Posse mit Gesang und Tanz „Die Maschinenbauer" aufgeführt. Die Dekoration des ersten Aktes, „Maschinenhalle", ist von Herrn Theatermeister Jenny neu angefertigt worden.
Aus Stadt und Knud.
(Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist nur unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Anz." gestaltet)
Gießen, 13. Februar 1902.
** Das Grohh. Regierungsblatt Nr. 5 enthält: 1. Verordnung, die Gebühren der Rechtsamvälte betreffend. 2. Bekanntmachung, das Landgestüt, insbesondere das Sprunggeld betreffend. 3. Bekanntmachung, die Anlegung des Grundbuchs betreffend. 4. Bekanntmachung, die Fortführung der Grundsteuerkataster betreffend.
** Konzert. Tas wegen des „Irene Triesch-Gastspiels" verschobene Konzert des Tenoristen Meltzer wird, wie man uns niitteilt, unter Mitwirkung der Konzertsängerin Fräulein Frieda Secbcr unb des Violinvirtuosen Herrn Siegmund Groß köpf am Sonntag, den 16. Februar im Hotel „Einhorn" stattfinden.
Saragossa, 12. Febr. Rack Beendigung einer 5$ocJ Kommunen und andere Kreise neue Anleihen aufnehmen
stclluug im Theater entdeckte man eine Menge leicht w'Ker ebte Sefcbung bet »ibuftrie -urpigche».
^Petroleum ist nacOcm Ä'ÄÄ.ÄV'.Ä daß
la$ die Absicht vor, da» Theater IN mit der Steigerung UN Rentengeschcyt eine starke Steigerung am
Brand zu stecken. y^nbiiffvicattitmnactt zu beobachten war. — Trotz allem tutb alle-
Haftpfl'chttasse Deutscher Gastwirte. Diese, von Hotelbesitzern und Gastwirten im April v. Js. mit dem Sitze in ' Darmstadt begründete Kasse hat für die ersten 9 Monate ihres Geschäftsbetriebes gute Ergebnisse zu verzeichnen. Die Mitgliederzahl beträgt, trotz des kurzen Bestehens der Kasse, bereits nahezu 500 mit etwa Mk. 8000. — Jahreseinnahme an Beiträgen. Auch besitzt die Kasse, außer ihrem erheblichen Reservefonds, einen Garantiefonds in Höhe von Mk. 60 000, auf welchen die gesetzlich vorgcschriebcnen Einzahlungen bereits erfolgt sind. Diese neue Haftpflichtkasse zeichnet sich durch niedrige Beiträge, volle Versicherung und bequeme Schadenregulierung vorteilhaft aus.
' gehens nach § 350 Str.-G.-B. zu der niedrigsten zulässigen Zlnswanderung nach Brasilien. Strafe nämlich 3 Monaten Gefängnis.
~ = m . ... t Berlin, 12. Febr. Eine förmliche Panik rief ein Zucht-
„S'surren Häusler im Sitzungssaal- der ersten St-afkamm-r beS InL rfÄn 8 P g-riehts I hervor. Aus dem Zellengefängms war der Ar-
‘ m r, m .. . beiter Fiebranz vorgeführt worden, gegen den noch eine
Dio wichtigsten Bestimmungen dieses Reglements sind die Nachtragsanklage wegen Diebstahls verhandelt werden sollte, folgenden. Als er den Anklageraum betreten, und der Vorsitzende, Land-
Die einzelnen Kolonie-Grundstücke haben einen Flächen- gerichtsdirektor Tackmann, ihn gefragt hatte, ob er der Ar- inhalt von ungefähr 25 ha. In jeder Kolonie bleiben beiter Fiebranz sei, wurde der Gefragte — wenn cs sich nicht 300 ha zur Gründung eines Stadtplatzes reserviert. Ebenso um einen vorher gefaßten Plan handelte — plötzlich von werden Grundstücke für Schulen und öffentliche Gebäude einem Wutanfall ergriffen! Er schrie den Vorsitzenden an: zurückbehalten. In jeder Kolonie soll eine landwirtschaftliche »Du Lump! Du Spitzbube! Du kennst mich ja, Du hast mich Versuchsstation gebildet werden. Die den Einwanderern ge-Ija selbst einmal verurteilt. Ich werfe Dir einen Stuhl an währten Vergünstigungen sind die folgenden: Freier Trans-Iden Kopf! Und blitzschnell ergriff er dabei einen der im Anport von der Hafenstadt Rio Grande do Sul bis zum Be- I klageraum befindlichen Stühle und schleuderte ihn gegen den stimmungsort (aber nicht Verpflegung in Rio Grande do Vorsitzenden. Einer der Beisitzer versuchte, dem Wurfgeschoß Sul); Unterkunft und Verpflegung in Porto Alegre bis zu eine andere Richtung zu geben, er packte den Stuhl an einem 10 Tagen; desgleichen am Bestimmungsort für 8 Tage im Bein und erzielte dadurch, daß derselbe auf den Richtertisch Falle von Krankheit oder höheren Gewalt länger; freie Wahl I stel. Von den Richtern wurde keiner beschädigt, aber eine des Grundstücks seitens des Einwanderers; Lieferung von heillose Verwirrung wurde auf dem Richtertische angerichtet. Spaten, Schaufel, Hacke, Beit, Waldmesser, Hammer und I Mehrere Tintenfässer wurden zertrümmert, ihr Inhalt ergoß Nägel im Gesamtwerte von 30 Milreis (zirka 20 Mk.), mst I sich nicht nur über fast sämtliche Richter, sondern auch über welcher Summe der Einwanderer belastet wird; während! die Akten, die auf dem Tische lagen. Im Nu war der Ver- dcr. ersten 6 Monate Lohnarbeit an Wegen gegen 500 Reis I brecher gefesselt und unschädlich gemacht. Der Zuhörerraum
■ aber ist vielleicht, daß durch einen günstigen Kanal diel • Absturz eines Münchener Studenten 'im »uss beste ausgenützt werden^k-nn, K-is-rthal bei Kufstein. Am letzten Sonntag machten selbst nicht immer mehrere Münchener Studenten einen Ausflug m das Kaiser.
dieÄtLr tod) "öftaft ob« tt)0X ^w-g wurde in dem Pfandlhof Einkehr
aber auch durch Segel fortb-ewegt werden. Zumeist toer»! deoolten,roo ^te Gesellschaft bis 10 Uhr abends zusammen- den die Schiffe indes getreidelt, d. h. durch Kräfte, die blieb. Dann machte sich der 25jährige Student Fritz Lutz, auf den Wegen zu beiden (Eliten des Kanals sich be-- Sohn eines Generaldirektionsrats aus München, in heiterer finden, mittels Seile gezogen. Neuerdings beginnt man Stimmung auf den Weg nach Kufstein und eilte seinen auch die Elektrizität diesem Zwecke dienstbar zu machen. Freunden voraus. Nunmehr hat sich herausgestellt, daß der — Schon bis hierher hatte der Redner seine Ausführungen junge Mann in. der Dunkelheit zwischen dem zweiten und durch eine stattliche Reihe von prächtigen trefflich ge. dritten Hof nächst dem Beitenhos fehlgegangen und abgestürzt lungenen Lichtbildern erläutert und unterstützt. Nunmehr ist Mil «JtLniriirik-. ™ ä ■ -- ■
führte er seine Zuhörer an den deutschen Flüssen entlang und zeigte ihnen an einer großen Menge von außer- ^yeivacyryai autgesunden.
ordentlich guten Lichtbildern, wie herrlich doch unser Vater- |um 11 Minuten stehen geblieben.
land ist, wie viel Fleckchen Erde von wunderbarer land- "* ®ine Frau als Armeearzt. Nach der „St. Jam. schaftlicher Schönheit es in Deutschland giebt, und wie wenig ,Gaz." diente am Anfang des 19. Jahrhunderts im britischen der Deutsche es nötig hat, in die Ferne zu schweifen, wenn Heere eine Frau als Armeearzt, ohne daß ihr Geschlecht zu er landschaftliche Schönheit sehen will. Die Wanderung I ihren Lebzeiten bekannt wurde. Die Dame hatte ihr Examen begann am grünen Strand der Spree, ging dann die Ufer lauf der Universität mit Glanz bestanden und den Doktortitel
die bekannten herrlichen erworben. Dr. James Barry, wie sich di- Heldm der kleinen »""'Li »«M. . - » 4
Abstecher nach der Weser gemacht, dann Helgoland besucht. A "ßen Ia.l& daß mehrere
Auch dem zukünftigen Mittelland-Kanal, der „seinerzeit doch der Abschied drohte. ^Doch einer ihrer Gönner und
gebaut wird" — der Redner eitierie das letzthin gefalleneWort Vorgesetzten, der Lord Fitzroy Somerset, legte sich bei solchen eines Ministers — wurde eingehende Würdigung zuteil. Der-IGelegenheiten immer wieder ins Mittel und er erwirkte stets, bei kam der Dortmund-Ems-Kanal zur Sprache, insbesondere daß „Dr. James" in seiner Stellung verblieb. Die scharfe wurde das gewaltige Schiffshebewerk in Dortmund genau! Zunge der Dame traf nicht zum wenigsten einen damals weit betrachtet. Nun ging es bie-Ufer des Rheins entlang, die bekannten Adjutanten, und einmal spitzten sich die Verhält- au) den Redner weniger wegen ihrer landschaftlichen Schön- nisse qar dermaßen zu, daß es zu einer Duellsorderunq
as vielmehr durch ihre sagennmwobenpn Burgruinen kann Bei dem Zwei kämpfe wurde der Adjutant nicht Reiz üben. Die Wanderung wuroe an der Donau beendet.! , < < .x ... ar * 1 , J
Wit einem Blick auf die Verkehrsentwicklung uyserers öst-I""erheblich verwundet, und der schneidlge Armeearzt wurde ichen Nachbarreiches, Rußlands, schloß der Vortragende eine lebendigen Schilderungen. Er betonte, welche ge- valtige Kraft in dem Slaven tum noch schlummere, und wie diese Kraft, einmal zur Entfaltung gekommen, eine g r □ ß e Gefahr für uns werden könne. Da heiße es, sich rüsten ür den Kampf, der sicher kommen werde und durchgesochten werden müsse. Eine Verschiebung könne höchstens durch den Verkehr eintreten, durch den die nationalen Gegensätze ausgeglichen werden könnten. So sei es möglich, daß einmal eine Zeit komme, wo es nur Nationalitäten auf der Erde gebe, die nur iwü) einen großen, gemeinsamen Kampf kämpften, den der Kultur, sodaß eigentlich nur noch ein Geschlecht, der Mensch, auf Erden woyne, und dieser Name nicht mehr Gattungsname, sondern ein Ehrentiteb sei.
** Vortragsabend. Trotzdem tags zuvor Fastnacht gewesen ist, durch die gewiß mancher arg mitgenommen wurde, war doch der gestern abend in Steins Saatbau von dem Kaufmännischen Verein und dem Ortsgewerbeverein veranstaltete Vortragsabend außergewöhnlich zahlreich besucht. Der Grund dafür dürfte wohl, abgesehen von dem interessanten Thema, auch mit in der Person dessen liegen, den man für den Vortrag gewonnen hatte. Der Dozent an der Humboldt-Akademie in Berlin Jens Lützen sprach über ,,Malerisch'e Wanderungen an den deutschen, Wasserstraßen mitBerücksichiiguiig der ft an oT e". In überaus gewandter, formvollendeter Rede wußte er fast zwei Stunden hindurch seine Zuhörer zu fesseln, die seinen Ausführungen mit gespanntester Aufmerksamkeit folgten. Einleitend legte der Vortragende dar, daß der allgemein gebräuchliche Satz „wir befinden uns im Zeitalter des Verkehrs" nicht ausschließlich richtig sei. Denn es habe auch früher schon Zeitalter gegeben, auf die man den Satz hätte anwenden können . Die Völker aber, die den größten Verkehr gehabt haben, sind auch stets am weitesten in der Kultur vorgeschritten gewesen. Das bezieht sich nicht nur auf große Stämme, sondern auch auf kleine Völker. Man braucht nur an die Phönizier, eines der bedeutendsten Völker des Altertums, an die frühere kleine Republik Vene- «cdig, an Holland zu denken, dessen Wassevbautechniker noch heute maßgebend sind. Von der größten Wichtigkeit für den Verkehr sind die Wasserstraßen. Auch Deutschland kann in dieser Hinsicht nicht (lagen. Es hat nicht nur eines der bedeutendsten Eisenbahnnetze, sondern auch sehr günstige Wasserverhältnisse. In Deutschland giebt es über 150 Flußläufe, von denen allerdings nur sieben Ströme sind: Memel, Weichsel, Oder, Elbe, W-,'-., L.2_______
Dann kommen aber noch eine Anzahl Flusse und Nebenflüsse für den Schiffsverkehr in Betracht. Außer den Flüssen giebt es nun noch andere Wasserstraßen, die vorzügliche Verbindungswege sind. Cs sind dies die großen Seen, an denen besonders Ost- und Westpreußen und auch Brandenburg reich jinb,^unb die fünft! ich e n Wasserstraßen, die Kanäle. Im Osten des Reiches sind mehr Kanäle als im Süden gebaut worden, weil das Flachland des Ostens sich für den Kanalbau mehr eignet. Tie Kanäle bieten nicht unwesentliche Vorteile vor den Flüssen. Da das Wasser in i0leichmäßiger fliegt, sind die Kähne auf ihnen leichter hm au ft und hinabzutrausponiereil. Ferner kann mau die Kanal streck en durch Llichkauäle nach jedem beliebigen Ort führen. Weiter lassen sich die Ufer so einrichten, daß man an jeber Stelle em- und ausladen kann. Das Wichtigste
stützungen nach 5 Jahren zu bezahlen. Zahlen sie im zweiten Jahre, so erhalten sie 12 Prozent Rabatt. Bei Nichtzahlung werden im sechsten Jahre 20 Prozent, im siebenten
30 Prozent der Schuldsumme zugeschrieben. Der Einwanderer I hierfür seien verschiedenartig.' Einer vofi diesen wird darin gc- hat die Verpflichtung, das ihm überwiesene Grundstück zu funben, daß sich neues Kapital viel schneller als früher reproduziert kultivieren und auf ihm zu wohnen. Innerhalb 90 Tagen I damit das Bedürfnis nach neuen Anlagen rascher als in ver- ? ! gangenen Zeiten wieder zum Vorschein kommt. Eine andere Ur- o ”i er” r r ’o-.v « v. T y 1 jache liege darin, daß eine von den Thatsachen, die mit zu der
richtung emes Hauses getroffen haben. biet» geschehen, l Krisis beitrugen, thalsächllch verschwunden oder doch wenigstens so erhält er einen provisorischen Besitztitel; nach Bezahlung im Schwinden begriffen sind. In dieser Hinsicht sei nun auf das des Kaufpreises und der gewährten Unterstützung den defini- Schwinden der Wirkungen hingewiesen, die durch den Transvaal- tiven Titel. Bis dahin bleibt das Grundstück dem Staate mine"inbufh'ic u.^. en‘Üef)ung
,,„s . .. . x . '^luulclöer Goldzusuhren von dort nach Europa auf die Vertheuernnq des
yypolhilleit und kann nicht veräußert werden. «Geldes ausgeübt wurden. Die Raschheit, mit der diese Krisis eine
| Wendung zum Besseren nimmt, scheint sich auch in folgender Weise
— — jUi äußern: Einem Rückschlag in der Industrie und in Industrie-
I Aktien, wie er 1901 bei uns beobachtet wurde, pflegt eine Aera des niedrigsten Geldstandes und der Rentenwerte zu folgen und von
I der Steigerung der Renten und von der Erleichterung, mit den
12. Febr. Nack Beendiauna einer 55or-1 Kommunen und andere Kreise neue Anleihen auf nehmen
täuscht haben. Morgen kommt auch Herr Exner her. Ter hnrb große Augen machen, wenn er erfährt, daß er mit der Kontinental-Hochofen-Gesellschaft auch so arg hereingefallen ist." Zum Schluß richtet Otto die Bitte an Schmidt, alle verdächtige Briefe zu verbrennen. In einem weiteren Briefe giebt Otto der Ansicht Ausdruck, daß die Treber-Gesellschaft gar nicht fo floriere, wie immer verkündet werde, und daß die Gegner schließlich einmal Recht behalten würden.
Tie Verhandlung berührt ferner die Wechselreiterei der Gesellschaft, der Aufsichtsräte in Verbindung mit dem von der Anklage behaupteten Versuch einer Bilanzverschleierung. Ter unbeeidigt vernommene Prokurist Vollmann bemerkt, die Accepthergabe hatte den Zweck der flüssigen Gestaltung der Aktionen. Wenn man darin eine Verschleierung erblicken wolle, so würde es nach seiner Ansicht kaum eine Bank geben, wobei keine Verschleierung vorkomme. Er könne in dem Acceptverkehr mit den Tochter-Anstalten nichts auffälliges finden. Sachverständiger Bankier Plaut erklärt, daß bei den Tochtergesellschaften legitime Forderungen waren und daß durch die Transaktionen aber bezweckt wurde, Forderungen über die Bilanz hinauszubringe n. Der unbeeidigt vernommene Oberbuchhalter Stirl will den Eindruck legitimer Geschäfte gehabt haben. Der Vorsitzende verweist den Zeugen auf das entgegengesetzte Gutachten der Sachverständigen, das Zeuge selbst seiner Zeit unterschrieben habe. Die Sitzung wurde sodann nach 4 Uhr nachmittags geschlossen, wobei der Porsitzende die Erklärung abgab, daß morgen der Rest des Urkundenmaterials erledigt und die Sachverständigen noch über einige Fragen der Bilanzverschleierungen befragt werden sollen.
| — Besteht noch eine Krisis? Diese Frage wird in vielen
|xagc§= unb auch in volkswirtschaftlichen Zeitungen verneint unb I die Behauptung aufgestellt, daß die diesmalige Krisis rascher übcr- I wunden würde, als es kaum je zu beobachten war. Tie Gründe hierfür feien verschiedenartig. (


