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Mittwoch 12. November LSVS
152. Jahrgang
Erstes Blatt.
I8chei1 Fabrikaten.
Ten Mitgliedern der Mehrheitsparteien beginnt
das
stimmungen in der ersten Halste der Sitzung eine die
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zeigten.
Eine längere, durchaus sachliche Debatte, in die auch der Bundesratsbevollmächtigte der Hansestädte eingriff, entspann sich über die Frage der Ursprungszeugnisse, deren Einführung die Kommission, entgegen der Regierungsvorlage, beschlossen hatte. Mit 182 gegen 71 Stimmen wurde die Einführung aufrecht erhallen. Es war dies die sechste namentliche Abstimmung des Tages, doch die Massen" mußten noch weiterhin bereit gehalten werden. Fast wären trotzalledem die Mehrheitsparteien über-
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Nr. 266
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Dem Gießener Anzeiger werden Im Wechsel mit dem hessischen Landwltt die Gießener Familien, blätter viermal in der Woche beigelegL
NotationSdrnck u. Verlag der B r ü h l'schen Unwers.-Buch- u.Slein- druckeret (Pietsch Erben) Stedaktion, Lrvedittoa und Druckerei:
Schal st ratze 7.
Adresse tüt Deoeschenr Anzeiger Gießen.
^erniprrchanikblußAr 5L
Aom „Kriegsschauplatz
Unser Berliner parlamentarischer Mitarbeiter schreibt nnterm 11. November:
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KeKanntmachung.
Die Wetzsteingaffe zwischen Lindenplatz und Wetzstein- straße wird wegeu Vornahme von Kanalisationsarbeiten vom 12. d. M. bis auf Weiteres für jeglichen Verkehr gesperrt.
Gießen, den 10. November 1902. vroßherzogliches Polizeiamt Gießen.
Hechler.
Modelleur, Haus bewandert in te 9«iud)t. Kleidungen k! ^anspNichenunleMTL
Tchremmehrliüjs Swji uuö ücqis im stx öchijjenbergerweg r.
ßin Eingriff in die SchaffenswerKffatt der Kunst.
Eine interessante Preßdebatte hat sich in Berlin ent- sponnen aus Anlaß eines neuen Eingriffes in künstlerische Produktion. Es hat sich dabei aufs neue eine wesentliche Meinungsverschiedenheit zwischen dem fachmännischen und dem laienhaften behördlichen Standpunkte, in diesem Falle zwischen der Direktion des Deutschen Theaters und dem Berliner Polizeipräsidium über künstlerische Rechte bezw. über die Befugnis der Zensur entwickell, und es ist richterliche Entscheidung angerufen worden nach Unterdrückung einzelner Stellen in dem Schauspiel „D'Mali" von Max B e r n st e i n, die wohl zur Klärung der verdrießlichen Angelegenheit beitragen wird.
Tas Deutsche Theater hat es sich bekanntlich zur Aufgabe gestellt, die moderne Produktion zu förderü, und kann dieses Ziel nur erreichen, indem es ihren Vertretern gestattet, sich in ihren dichterischen Problemen auf der Bühne voll auszuleben. Es wird sich dabei schwerlich nachweisen lassen, daß andere als litterarische und künstlerische Erwägungen für die Theatersachverständigen des Deutschen Theaters den Ausschlag gegeben haben. Jetzt versucht, so'schreibt Eugen Habel in der „Nat.-Ztg.", die Auf.ichtsbehorde eine Miene des Wohlwollens und Entgegenkommens aufzusetzen und den B e s u ch d e r G e n e r a l p r o b e n damit zu rechtfertigen, daß sie ja unter Umständen noch un letzten Augenblick Stellen freigeben könnte, die bei der Lektüre bedenklich -rschienen, aber bei der Aufführung selbst harmloser wirkten, als es sich der Zensor in seiner Amtsstube vorzustellen vermochte. Wir können nicht umhin, in diesem Rechtfertigungsversuche des Polizeipräsidiums eine Spitzfindigkeit zu erblicken, hinter der vermutlich ganz andere Wunsche lauern, und die mit den Rücksichten der öffentlichen Ordnung nichts zu thun hat. Richtig bemerkt die Zenjur, daß das gesprochene Wort zuweilen anders wirkt, als E gefchrie- bene. Sie vergißt dabei nur, daß bieder Unterschied auch hei der Generalprobe äußerst schwer festzustellen ist, und daß er erst bei der öffentlicher! Aufführung durch das Publikum bervorgerusen wird, das in seiner Majorität und oft in unerwarteter Weise entscheidet, welche Wirkungen und Empfindungen gewisse Stellen eines Dramas Hervorrufen. Es wäre ein höchst zweifelhafter Gewinn, wenn ^ich ein Be- '»tter der Zensur noch bei der Generalprobe dazu verstehen
Politische Tagesschau.
Deutsch-amerikamscher Tabakkrieg.
In einem Artikel über Amerika imu die deutsche Tabakindustrie schrieb am 5. November der „Dresdener Anz." folgendes: Wir berichteten schon früher, daß die hiesige Cigarettenfabrik Jasmatzi von Amerikanern crufgekaust worden ist, auch daß weitere Versuche, Dresdener Etablissements zu erwerben, gemacht wurden, jedoch fehlschlugen. Ter amerikanische Trust will zunächst gar nicht als solcher hervortreten; das Publikum soll weiter in dem Glauben bleiben, daß es deutsche Fabrikate nur von deutschen Fabrikanten geliefert erhält. Nach dem Organ des Zentralverbandes deutscher Cigarren- und Tabakladeninhaber, „Tie Cigarre", bezweifelt man einstweilen noch in Kreisen der Tabakhändler die Möglichkeit einer Privatmonopolisierung der deutschen Tabakindustrie schon aus dem Grunde, weil es in Deutschland rund 10 000 Tabakfabriken gebe; zur Erlangung der Herrschaft über den deutschen Markt wäre der Ankauf so vieler, zum Teil sehr teuerer Etablissements erforderlich, daß — selbst wenn sich die gegenwärtigen Besitzer alle zum Verkaufe geneigt finden ließen — es hierfür doch eines Riesenkapitals bedürfte, wie es selbst amerikanische Syndikate nicht so leicht würden zusammenbringen können. Auch meint man, daß die große Zahl und der riesige Gesamtumsang der Tabakprodukllons- gebiete für die Monopolisierung dieser Industrie ein unüberwindliches Hindernis bilden würden. Dabei darf aber nicht übersehen werden, daß die Amerikaner mit größter Rücksichtslosigkeit und mit riesenhaften Kapitalien schon andere derartige Ungeheuer ins Leben gerufen haben. Ta es ihnen bei derartigen Ges-chäften nicht darauf ankommt, am Anfänge Millionen zuzusetzen, so brauchen sie nur Roh-
schlußfähigkeitsziffer um durchschnittlich 50 übersteigende Präsenz sestgestellt werden konnte. Kritisch war die Situation aber auch jetzt noch, da die Linke es in der Hand hatte, durch Verlassen des Saals die Versammlung beschlußunfähig zu machen. Einstweilen nahm man davon Abstand, doch die Tendenz, bei Anträgen von vergleichsweise unerheblicher Bedeutung namentliche Abstimmung zu verlangen, ließ «deutlich genug erkennen, daß Gefahr in der Luft liege. Als Kuriosum verdient erwähnt zu werden, daß der gesürchtetste Dauerredner der Linken, Aba. Stadthagen (Soz.), heute die kürzeste Rede hielt, die man je von ihm vernahm. Der an die Foyers geflüchteten Gesetzgeber bemächtigte sich schier grenzenloses Erstaunen, als sie hörten, Stadthagen habe sich mit zehn Minuten begnügt! Doch das umfangreiche Material, das Abg. Stadthagen während seiner kurzen Rede in Foliobogen eingehüllt unter dem Arm trug, ließ für später Schlimmes befürchten. „Es wird Euch nichts geschenkt!" Diese Verheißung schien das spöttische Lächeln auszudrücken, das Stadthagens Lippen umspielte. — Während gestern am Regierungstisch nur Kommissare weilten, soh man heute dort die Staatssekretäre Graf Posadowsky und Irhr. v. Thielmann — letzterer beteiligte sich auch an der Debatte — und den preuß. Handelsminister Möller. Es berellete diesen Herren ersichtlich einiges Ergötzen, daß Mitglieder der Mehrheitsparteien, während die Schriftführer die Namen ausriefen, eifrig und mit besorgter Miene die Stimmen zusammenzählten. In dem taktischen Kamps zwischen Mehrheit und Minderheit darf die Regierung in der Thctt die Rolle des Zuschauers für sich beanspruchen; die ReichKtagsstrategen sind in diesem Falle ganz unter sich, und es war ihr Wille, da sie die „warnende Schrift" an der Wand rechtzeitig zu lesen, zu deuten und zu beherzigen sich abgeneigt
sollte, gewisse Stellen, die er vorher beanstandet hat, wieder freizugeben. Er könnte ebenso gut plötzlich der Meinung werden, daß andere Stellen, die er früher erlaubt hat, aus Grund des Bühnenausdrucks verboten werden müßten. Es könnte einem strebsamen jungen Herrn, der von der Bedeutung seines Amtes eine übertriebene Vorstellung hat, leicht in den Sinn kommen, sich dabei einen Teil der eigentlichen Re gie b esugnisse anzueignen, wogegen doch im Voraus Verwahrung eingelegt werden müßte. Wir würden auf diese Weise eine doppelte Zensur erhalten, eine des geschriebenen und eine solche des gesprochenen Worts, woran doch im Ernst nicht gedacht werden kann. Wir müssen daher vom Standpunkt der dramatischen Kunst die Ätotivierung, welche das Polizeipräsidium für den Besuch der Generalproben soeben angegeben hat, als nicht überzeugend bezeichnen.
In demselben Blatte erzählt Tr. Otto Br ahm, der Tirektor des Deutschen Theaters, mit Bezug aus eine Behauptung des Polizeipräsidiums, er hätte sich gegenüber der Absicht einer „mündlichen Verständigung schroff ablehnend verhalten", den Hergang etwas genauer, auf den das Wort Anwendung finden möchte: Wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es heraus. Es heißt in dieser Brahmschen Erklärung: Als ich mich erkundigte, was der Beamte, der über meinen Kopf hinweg mit dem Regisseur zu verhandeln gedachte, denn wünsche, wurde mir im schroffen Bureaukratentone gesagt: Tie Schlußszene „kann nicht so bleiben", sie muß geändert werden. Es war sogleich von behördlicher Anordnung" die Rede, nicht von Verständigung, und dementsprechend mußte auch meine Antwort aussallen. Aber auch wenn der Assessor in höflicheren Formen sich geäußert hülle, wäre das Eingreifen der Behörde inmillen der künstlerischen Arbeit der Generalprobe als äußerst störend empfunden worden. Und hier — nicht in der Frage der größeren oder geringeren Höflichkeit — liegt der Schwerpunkt der Sache: zum ersten Male, seit das „Deutsche Theater" besteht, ,ind in dieser Spielzeit Kommissare der Polizei in Generalproben erschienen, um in letzter Stunde, während wir in angespannter und erregter Arbeit unsere künstlerischen Bemühungen abzuschließen wünschten, noch einen Einfluß zu nehmen, der bei aller Wohlaemeintheit nur cm schädigender und verwirrender sein kann. Im Sinne
Gegen die Fleischnot hat die Handelskammer in Tüsseldorf Stellung genommen. In ihrer letzten Sitzung beschloß die Kammer:
„Die Kammer beschließt, bei dem Reichskanzler zu beantragen, nach Düsseldorf die Einfuhr einer nach den Beschlüssen der Stadtverordneten^Versammlung bemessene Zahl von Schweinen (300 Stück wöchentlich) unter den nötigen Vorsichtsmaßregeln zum Schutze gegen Seuchen zu g e st allen."
Ausschlaggebend für den Beschluß war, wie wir in der „Ttschn. Fleischerztg." lesen, die vom statistischen Amte gemachte Feststellung, daß trotzdem in Tüsseldorf im letzten Halbjahr über drei Millionen ftemde Ausstellungs- besucher mit einem sehr starken Fleischverbrauch aufgetreten sind, der Verbrauch an Schweinefleisch der 1899 auf den Kopf der mittleren Bevölkerung noch 22.28 Kilogramm betrug, auf 17.02 Kilogramm im Halb-
rumpelt worden. Als eine große Anzahl ihrer Mitglieder, „keines Ueberfalls gewärtig", in der Wandelhalle sich erging, stellte drinnen Wg. Tr. Barth (fteis. Ver.) jählings einen Vertagungsantrag. Tie Linke war in diesem Augenblick an Zahl stärker als die von den anderen Fraktionen im Saal zurückgelassenen „Wachtposten". Ter Vertagungsantrag wäre also wohl angenommen worden, wenn e s nicht den Schriftführern durch anhaltende Benutzung des elektrischen Läutewerkes gelungen wäre, „Hilfsmannschaften in ausreichender Zahl hereinzuzitieren. Voller Zorn stellte Wg. Singer (Soz.) fest, daß diese Abstimmung „ungewöhnlich lange" gedauert habe, ein Vorwurf, den Vizepräsident B ü s i n g für seine Person und Abg. Tr. Paasche namens der Schriftführer zurückwiesen. Den Beschluß der ausgedehnten Sitzung machte eine heftige Auseinandersetzung über die morgige Tagesordnung. Wg. Tr. Bachem (Zentr.) wollte, „in Rücksicht auf die Petitionen zum Zolltarif", den letzteren weiterberaten wissen, erntete damit aber vom Wg. Singer nichts als Spott und Hohn. Singer verlangte die Anberaumung eines der „lange vernachlässigten" Schwerinstage. Tas Haus entschied jedoch gegen lyn. Ter Antrag Aich b ich le r — Aenderung der Geschäftsordnung —, dessen bei dieser Gelegenheit Erwähnung gethan wurde, gelangt noch immer nicht auf die Tagesordnung. Ms neuester Termin hierfür wird der Donnerstag genannt.
tabake aufzukaufen, und dieselben zurückzuhalten, um die Fabriken aufs empfindlichste zu schädigen. Wie aus dem Ausweise über die Ausfuhr des Konsularbezirks Dresden nach Nordamerika fürs 3. Quartal hervorgeht, ist diesmal von hier aus, dem Hauvtstapelplatze türkischer Tabake, im Gegensätze zu früheren beträchtlichen Posten, nicht für einen einzigen Dollar Tabak nach Nordamerika ausgeführt worden. Sollte das vielleicht schon der Beginn des Kampfes sein?
Heute bereits wird von gut informierter Seite Wetter in dieser Angelegenhell aus Dresden berichtet, daß die Aufkäufer der American Tobacco Company im Gegensatz zu früheren Gepflogenheiten dieses Jahr erst im vierten Quartal erschienen sind. Von dieser Company wurden dieser Tage Aufkäufe in solcher Höhe gemacht, wie solche noch in keinem Jahre stattfanden. Tie Tabakböden unseres Alt- städter Zollhauses, welches fast ausschließlich türkischen Blättertabaken als Niederlage dient, wurden gruppenweise besichtigt und die Bestände nicht nur einiger, sondern fast aller Kindler vollständig aufgekaust. Zu dieser Thatsache wird ferner berichtet, daß die American Tobacco Company seit diesem Jahre in der Türkei bereits eigene Magazine besitzt, um die von den Bauern direkt, unter Umgebung des Zwischenhandels, gekauften Tabake hierin für den Versandt herzurichten. Tie Zeit dürfte also nicht mehr fern sein, wo die Aufkäufer dieser Company überhaupt nicht mehr nach Dresden kommen. Die daraus entstehende Lage muß den deutschen Cigarettenfabrikanten und den Grossohändlern, insbesondere aber auch den Regierungen zu großen Sorgen Anlaß geben. In engem Zusammenhänge mit dem Vorgehen des Trusts scheint auch nachstehende Thatsache zu stehen. Anfang Juni d. I. wurde ein Dresdener Handelsberichterstatter darum angegangen, angeblich für eine auswärtige (sollte wohl heißen ausländische) Tabakzeitung Wochenberichte über den Dresdener Tabakmarkt unter Angabe der jewellig kaufenden und verkaufenden Firmen, des Preises, der Qualität und Quantttät zu schreiben; da der betreffende Berichterstatter die Namen weder nennen wollte, noch konnte, fo zerschlug sich, die ganze Sache. Jedenfalls ist der Mahnruf „Deutsche Tabakindustrie, sei auf deiner Hut" nur zu berechtigt.
des io bersten Gerichtshofes sind diese Eingriffe keineswegs. Ich habe gegen das meines Erachtens nicht berechtigte Verfahren der Zensur Klage erhoben und werde dies an allen ähnlichen Fällen auch künftig thun, ohne „Schroffheit", aber im sicheren Gefühle dessen, was im Interesse der Kunst verlangt werden muß.
.Kunst und Künstler, Monatsschrift für blldende Kunst und Kunstgewerbe", nennt sich eine soeben ins Leben getretene neue Kunslzeitschrist, herausgegeben vom bekannten Berliner Kunstverlage Bruno Cassirer (Derfflingersll. 16). Das erste Heft dieser Revue, die allem Anschein nach dahin strebt, das vornehmste aller deutschen Kunstblätter zu werden, liegt uns vor. Gleich die Umschlagzeichnung von dem originellen Simplicissimus-Heine ist etwas Apattes: einer getreten steifen, mit wenigen Strichen nur umnssenen Frauengestalt, die ein zur Pyramide gestutzes Bäumchen trägt, küßt ein Knabe die Schleppe; über der graziösen Linie des Frauengewandes schwebt ein Pfau. Das Ganze soll wohl bedeuten,- daß in diesen Blättern der Königin Kunst, die die Schönheiten der Natur sich untetthan gemacht hat, die höchste Verehrung gezollt werden soll. Und nun die weitere Ausstattung. Da sind zunächst sechs künstlerisch vollendete Abbildungen von bekannten und unbekannten, allesamt aber hervorragenden Werken des Frankfutter Meisters Wilh. Trübn er, dem einer der Redak- teure des Blattes, Emil Heilbut (Herrn. Helftich), eine liebevolle und eingehende Bettachtung widmet. Weiter finden wtt unter den Illustrationen die Namen Max Sleoogt, Millet, L. v. Hofmann, M. Liebermann, Wilh. Leibl, Israels und Lukas Cranach (Ruhe auf der Flucht, ein Werk, das bekanntlich neuerdings vom Neuen Berliner Museum erworben worden ist, worüber M. I. Friedländer im Texte der Nummer erschöpfend berichtet). Diese Namen sagen wahrlich genug, sodaß jedes Wort der Anpreisung blasphemisch wirken müßte. Im Texte finden wir sodann als Mitarbeiter W. Bode, Alfted chchttvark und — last not käst—Gerhart Hauptmann, der über das Medicäergrab viel Schönes sagt und, dabei den Historiker Taine in recht entschiedener Tonart abfertigt. Kurzum, die neue Zeitschrift „Kunst und Künstler", auf deren
„Gewissen zu schlagen". Sie waren heute zahlreicher zur Stelle, als gestern, sodaß bei den drei namentlichen W- stimmunaen in der ersten Hälfte der Sitzung eine die Be-
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