Ausgabe 
12.2.1902 Drittes Blatt
 
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Der Kasseler TreLerprozess.

ffittffet, 11. Febr.

tattfarischen Differenzen zwischen Oesterreich und

r i 11« Febr. Die Kaiserin hat das Protektorat

I*,l?cr oen Norddeutschen Regattaverein in Hamburq "'übernommen.

Jede Mutter

muss nach Gebrauch bestätigen, dass 983

Faidol in Säckchen

<)ns beete Kindern&iimiiUel ist.

Yorriigl. für Magen- o. Darmleideude, Wöchnerinnen, Rekonvalesoeot Ueberall erhältlich zam Preise von ttk» Pfg.

General-V erfroter f.Gieseen: Chr. L. Thomas, Bahnhofstr.37

dieEntwendung eines metallographiertcnAbzugeS desselben.

Berlin, 11. Febr. In der Zolltarifkomtnission deS Reichstags erklärte der Vorsitzende v. Kardorff, er werde die nicht unmittelbar mit der Vorlage zusammenhängenden Anträge nur auf Grund eines Mehrheitsbeschlusses zulasten. Die Sozialisten und Freisinnigen protestieren. Spahn erklärt,. das Zentrum sei damit einverstanden, die Anträge auf Ver­wendung der Zollerträge zurückzustellen, bis der Zolltarif durchberaten sei. Die Budgetkommission des Reichs­tags bewilligte anstatt der geforderten 10 Millionen auf Antrag Gräber 8 Millionen zur weiteren Beschaffung für Zwecke der Fußartillcrie, der Belagerungs- und Küsten­artillerie, sowie schweren Artillerie des Feldheeres.

Dresden, 11. Febr. Der König nahm die Demission des Finanz Ministers von Watzdorf an, lehnte die Demission der übrigen Minister ab und übertrug die Leitung deS Finanzministeriums dem Instizminister Rüger unter einstweiliger Fortführung des Justizministeriums.

Wien, 12. Febr. Die Verlängerung des öster­reichisch-ungarischen Handels-Vertrages mit Deutschland und Italien um ein Jahr ist eine That- fache. Die Anregung, die Verträge nicht zu kündigen, er­folgte seitens Deutschlands, und die beiderseitigen Regierungen Oesterreich-Ungarns stimmten dieser Anregung zu. Rian schließt hier daraus, Deutschland rechne schon damit, daß e§ mit seinem Zolltarif bis 1903 nicht fertig werden könnte. Hier liegt derselbe Fall vor, da die zoll-

... . ,ö|,,~T, v Gegen 31 junge Leute aus

'S" fanvcn vor dem Ge-1 Jankowaez war ein Strafverfahren wegen Selbst - S?C,>1,br,W,t ftatt b,C morflCn f3-herftiimmclung durchgesührt worden, wett sie sich bas , . iTrommelfell durchbohren ließen, um der Militär-

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. klagten frei, weil die mit Strafe bedrohte Handlung verjährtest. Vou der Rctcksbartt. Am 1. März wird in Euö Berlin, 12. Febr. Gestern abend fand im Königlichen ",Reiäisbank-Hcntptstelle in Köln abhängigeI Schlosse ein Diner statt, an dem Prinz Heinrich mit TdÄx Girovkrkeh/Ä woLen^^»^nchtung und Gefolge darunter Mzeadmiral Eisendecher sowie Rerchs- Berlin, 11. Febr. WieW. T.-B." erfährt, fand am an?Ier dSulow, Botschafter Whrte und dre anderen

d. Londorf, 11. Febr. Da§ am Sonntag bei GastwirtI Rew-Uork, 11. Febr. lTab akmarkt.) Die Umsätze der' ^Ziegler veranstaltete Konzert deS Gesangvereins Froh-«letzten 14 Tage auf dem Blättertabakmarkt repräserÄerten sinn" war trotz der ungünstigten Witterung stark besucht, "^'"elbaren Bedarf der (£igarrenfabrifanten,bic äugen-

i c-k,-c, (TAftx fnft aFä ... ' I bücfttd) wegen der TarstagltaUon eine abwartende Stellung em-

sodaß sich det. Saal fast als zu klem erwies. Das Programm | nehmen. ^er Anfang der Woche war nicht vielversprechend, doch

vmgieu uivi lajuiiw unu mrereganies. AJte emgcinen yiummern | veiserte sich das Geschäft gegen Ende der Woche zusehends. Es

wurden tadellos ausgeführt. Besonders wurde für den Vor-1 herrschte ziemlich gute Nachfrage nach encheimischem '-Blatt, doch

trag ewiger Lieder großer Beifall gespendet. Daß die Zn- die wittlichen Verkäufe nur gering. Connecticul und Penn- HSr-r be* reichhaltigen Programms bis zum letzten' Stück ^'ich -U"di-

auShrelten, ift gewiß cm BewelS dafür, daß die Leistungs- kleine Partien. Die Verkäufer sage», daß die Aussichten für Su-

fähigkeit des Vereins leineswegS abgenommen hat und daß I watra schr^gut sind. Havanna-Tabak war etwas flau. Die größte

der GesangvereinFrohsinn" immer noch seinen Ktt^uigcn Ö ÜDIf*,1?()0' i1^

9pifiiinncH in chrmiirSinrr aa..,k» - ^aPaDl*l,ael 3U cw c. m Bond. Der Mackt für westlichen Tabak

Leistungen m ehrwürdiger Wcste nachkommt. war ziemlich aktiv, trotzdem der Vorrat rar ist und die Preise

Frankfurt a.M., 10. ^-ebr. Die für unseren Schau- hoch sind.

sp i e l h a uS -- R cu b a u veranschlagten Baukosten von 2 Mill." ' -- ,4

In der heutigen Verhandlung wurde »unärhft mit her aB ,,a) °\Vaai 'a,t aie 3U ncm erwies, ^as Programm «ehi Erörterung der urkundlichen Beweismittel fortgefahrcn. e,"^cln ?"!cniI S.'

IL a. hatte Arnold Sumpf in einem Briefe an seinen Bruder Hermann Sumpf im Oktober 1899 ber Befürchtung Ausdruck gegeben, daß es Schmidt iu der nächsten Auf- sichtsratssißung nicht gelingen werde, die Preßan- griffe hinsichtlich des Bergmannschen Patentes zu ent* kKräftigen. Am 12. März 1900 bittet Schmidt Otto, Wechsel über 3 20 000 Mark pro 15. Juli zu geben, um dadurch die Debitoren in der Bilanz zu ermäßigen, mit dem Versprechen, daß die Wechsel nicht in Umlauf kommen sollten. Er werde eine Reihe Tratten,^ - , r - - .

auf die Tochtergesellschaften anschreiben. Schmidt verlangt (mkl. 500 000 Mk. für Grundwert) dürften um ca. IteilL'ftl? IMpIhllHilPir

Wechsel von Otto, um sein eigenes K'lontv zu ex,1250000300 000 Mk. überschritten werden. BeirnRohbauI ,

leichtern. Otto, vom Präsidenten befragt, erklärt, daß beträgt die Etatsüberschreitung 143 000 Mark. Orrglttaldrahtmeldurrgcn des Gießener Anzeiger».

^uld an S-l)mil>t hatte naher- Auskunft aber $etl.n, ll.Fcbr. Noch den Jnsormationcn cincr hiesigen

W?chke? Wer l'ÄM Mars1>or^nd^ UerMlschteü. fe7L°i?bk," VorU'^'" L ®"b-

Schlegel versichert, wie er schon fritier gcthan, daß der " Durch die Zeitung. Ein Raubmord an einer KJ? br«wliA&'w chnftnahme

Wechsel thatsächliche Unterlage war für eine Forderung, 70jährigen Frau ist dieser Tage erst durch die Zeitungen ÄllJ b 8~9 C 8 b 8 ReichS-Marweanstes, sondern um

MM'irSLEWÄS SSL ÄWf L ÄÄ l*fcÄwt»teÄR8S8lt "n|s|"' Srtsr »?!-»»»>«

Rt ein Gutachten des Professors Lassar zur Verlesung, b!° Altungen m einem öffentlichen Lokale, als er

h über das Bergmannverfahren, tnäbefonbere übn: p ld) mtt bem Rufe:Herrgott, das ist ja meine Mutter", die Fabrik in Nantes außerordentlich günstig äu.ßert. Tic I aufiPran9 und hinaus eilte. Der Artikel bezog sich auf einen Angeklagten erklären mit Bezug auf das Gutachten, daß Raubmord, der in Neustadt bei Posen an der 70 Jahre alten sie dadurch vollständig von der Güte des Werkes überzeugt I Witwe Auguste Bormaß verübt worden ist. Sie wurde als worden seien. Ein streng vertrauliches Schreiben an Sck)ulze" Leiche mit gespaltenem Kopf in der Küche voraeftmden. Als bcr ^e1^ ber That verdächtig wurden die Brüder Ludwig und Johann X m deS Me'i-K^Ln^^ Koromowiez und der Arbeiter Stanislaus ZbytowSk: verhaftet.

Der Saclcherständige Bankier Plaut-Rassel^erklär^'dt'm' wird, gaben die Verhafteten die That schon zu.!

gegenüber, daß das fragliche Schmidtsche Ersuchen von der ? aIIc .brct am 4* b* 2)Ztß* abends m das Gehöft

Handelskammer direkt ab gelehnt sei; dieselbe habe biePer orftn emgedrungeu und haben die Frau von dort be­freiwillige Bildung eures Sachverständigen-Ausschusses gc- obachtet; nachher ist Zbytowski durch das Fenster in die stattet. Bemerkenswert ist ein zur Verlesung gelangendes Küche eingestiegen, wo er die Frau mit einem faustgroßen Schreiben SckMidtö an Sck-ulze^Dcllwig, in dem der Ad- Stein erschlagen hat. sender Schulze.-DeNwigS Bedenken bezüglich der snsid^i-isch^I=>.« j__.i...

Haftung der Mitglieder deS Aufsichtsrates bei der Leipziger Heer Und Klvtte.

SwS'SAS?»*»-- abzuglict) Mk, 500 000 Schulden, das Schlegels 1 100 0001 doch uberstchtüchen Fassung.

älizüglich Schulden an Jnterventimrs'Konto von ^0 000Mk 1^^----- , > I

Schmidt selbst beziffert sein Vermögen auf 1450 000 Mk.

in Grundstücken, Mk. 3 500000 in Aktien der Trvbcr-Trock- I

nungsgesellschaft, abzüglich einer Schuld von 107 000 Mk.

bei der Leipziger Bank. Die Angeklagten be.ftrcitem die Rich- '

Hgfeit ibiefer Ausstellung. Ein anderer Brief Schmidts an v . ,

Arnold Sumpf von 1899 macht diesem die Vorteile einerI cv , T ""----IUngarn tiefgehend und prinzipiell sind und noch

Verbindung mit der Bayerischen Dank als einer großen I I einige hundert Posten umfassen.

Ä!ymed,tKtI<Ui4. »och «nchtigxr kci, 0» bic «teil, 11. »ebr. einer fnefiaen mkckmnikckn. Berliu, 12. Febr. Nach denBerl. Pal. Nachr." soll chE Mc chs »«qicht^M"MW2rtro^-waWeberei sind am Montag Arbeiter inbeit Ausstand. Regierungserklärung bezüglich des deutschen ichaji müsse allisidttlg!' beim Berkaus »on 4M^^i?n^Der Jabrnkantenberein erlieft darauf eine Erklä- BurenhilfSbundeS heute im Abgeorduetenhause bet der Prozent »ertieren Dieser SRcrM würde (idi ober für fioIW f®ntl,dc Fabriken am Donnerstag früh gie- Beratung deS Etats deS Auswärtigen erfolgen.

um die Mfte ve^iimer" lErn die Mtten mit^ Vro»ent Iwenn die Arbeit am Mittwoch Mittag Therefiopel, 12. Febr. Gegen 21 junge Leute aus Verlust an die Tn^ertrocknungSgesallschaft selbst überwiesen'" Esgenommen fei. Heute fanven vor dem Ge-1^ankowaer war ein Strainersabren wenen

würden, die dann die übrigen 15 Prozent trüge. Sachver­ständiger Plant erklärt eine Maßregel, wie die hier vor- geschlagene, für völlig unzulässig. Ihm scheine, daß die Angeklagten, da sie zugestimmt hätten, von der Aktiengescß.' gcbung recht wenig wußten. Der als Zeuge vernommene Inhaber der hiesigen Firma Sandel, Jakob Kasten, lernte Direktor Schmidt als strebsamen Kanstnann kennen, der schnell vorwärts wollte. Den Rest der heutigen Verend' Hingen bildet.'n AuSeinanderseßungcn mit den Angeklagten^ - v - --- ------ . ,e -

über die Verläufe von Tochteraktlen. Zur Aufklärung über Samstag, den 8. d. M., dem ersten Termin zur C-inzahlung Mitglieder der amerikanischen Botschaft teilnchmen. Der Bot- diese. Angelcgcuhei! soll morgen Rechtsanwalt Bartels noch die durch öffentliche Zeichnung vom 22. Januar neu schaftcr teilte eine ihm vom Washingtoner Staatsdepartement malS vernommen werden. Verhandlungsschluß 3 Uhr. begebenen 3proz. ReichS - uud preußischen S ta a t I Zugegangene Depesche mit, nach der der Zustand des jungen ii. .i jj r c Vollzahlung, anstatt der fälligen 50 Prozent,I-^ooscvelt sich gebessert hat. Der Kaiser und der Bot-

ir* s* \ r x £n.pJrr,C? st^tt, daß die beiden Uebernahme-Kon-Ischafter geleiteten den Prinzen Heinrich, der Mitternacht nach

Aus Stadt und Knid. l^cn'^iÖkmen"1 T,f b bcr 'Än,ci,,cn Nachrichten von allgemeinem Interesse sind uns ft cts willkommen Berlin, 11. Febr. In bcr bereits erloähnten Sitzung ------- ' =

und werde.» angcmeffcu honoriert. Ides ZentralausschusfeS der ReichSbank führte der Präsi- Das beste Frühstück ist Meßmer's Thee: er wickt anregend

«itßcn, bett 12. Februar 1902 So$ Q?4' dah die Anlage seit Mitte Januar um °"l Geist und Körper und wird sitbft ppm empfindlichsten Magen

L. , L . (ycuiuai 127 Mtlllonen Mark gesunken, und sie sei um 54 M,lll-nwn 1^" vertragen. Engltsche Mischung stellt stch auf kaum mehr als

lieber die Auflegung der Mrlitaranwarler im Eisenbahn- Marl kleiner als im Jahre 1901 Wennaleich die Arllai.io Tasse und ist sogar hoffähig. Täalicher Genuß von

dienst bat der Minister der öffentlichen Arbeiten eine w.chttge die bcr übrigen Porjaftre übersteigt, so sei doch der TOetauJ ' 4" roc|cnll,d,c ,m d-u»h-kt. 47

Verfügung erlassen. Sie bestimmt, daß den für etatsmaßige Vorrat ein sehr starker, er betrage 1019 Millionen Mark Untcrbeamienftcllcn zum Probcdiensl cinbcrufcnen Militär- und übersteige sehr erheblich den aller Vorjahre bis "l896 anmätiern, sofern sic die Prüfung bestehen, die ihnen ^ugc-M'urrf- ^muit zusMnmeichängend sei auch der Betrag der dachten Stellen unmittelbar nach dem Ablauf deö Probe-1 I^outden Gelder wesentlich höher al6 in den Vorjahren. dicnsteS verliehen werden sollen. Bisher kam es häufig vor i enumlaus sei zwar groß, nämlich 1149 Mill. Mark, daß die Bewerber nach der Ablegung der Prüfung undnach £ic ^vten-

bccnbigtcm Pr°bcdi-nst noch geraume Z-it auf die Einberufung' Januar um lüü Millam afsineu Ul

matten mußten. I flüssig. ' '

GiöBsen, den 12. Februar 1902.

Die Beerdigung findet Donnerstag den 13. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, vom Friedhöfe ans statt

Die trauernden Hinterbliebenen.

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Statt jeder besonderen Anzeige.

Verwandten und Freunden die traurige Mitteilung, dass unser lieber, guter Bruder, Schwager und Onkel

Herr Georg Hess

nn 68. Lebensjahre uns gestern durch den Tod entrissen wurde.

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