Politische Tagesschau.
der ihm den Rothen Adlerorden britter Masse verlieh. Der Stellvertreter des Chefs des ZioilkaLinetts Valentini
g. Tie „D. N. N." berichten fplgen-
hier ein.
— In gut unterrichteten Kreisen verlautet, daß die Stellung des Oberpräsidenten v. Ritter als erschüttert
ist vortrefflich
Lübeck, 9. Äug. Ter König der Belgier traf
land.
Paris, 10. Äug. Demnächst werden nach Fudschi n a bedeutende .T r u p pen v e r stä r kun g e n entsandt werden. Dieselben sind dazu bestimmt, falls in Siam Unruhen ausbrechen sollten, unverzüglich dahin abzugehen.
'Belgrad, 10. Äug. Die Regierung wurde verständigt, daß die Notierung der neuen serbischen An leih e an der Pariser Börse von der französischen Regierung
genehmigt wurde.
Petersburg, 10. Aug. Der „Regierungsbote" veröffentlicht ein Reskript des Kaisers Nikolaus an den General-Admiral Großfürsten Alexis, in dem der Kaiser sich befriedigt und anerkennend über das Revaler Manöver äußert, und dem Großfürsten Dank für das Gefühl der tiefen sittlichen Befriedigung ausdrückt, das er, Kaiser Nikolaus, an den drei auf der Rhede von Reval verbrachten Tagen empfunden habe.
— Blättermeldungcn zufolge ist die Lage inMace- donien äußerst ernst. In Bitolia und Umgegend sollen
Aus Stadt und Sand.
Gießen, 11. August 1902.
** Jugendfest. Im Interesse der Jugend richtet man die Bitte an die Eltern, ihre Kinder während der Pausen unter ihre Aufsicht zu nehmen und ferner dafür besorgt zu sein, daß sich dieselben, sobald das Signal zum Abmarsche aus dem Walde — abends 7% Uhr — gegeben wird, bet ihrer Zugfahne einfinden und zum Heimzuge antreten; denn ein Fest, das der Schuljugend gilt, muß mit Anbruch der Nacht beendet sein.
If Promotionen. Zum Doctor utriueque iuris promovierte bei der juristischen Fakultät unserer Landes- Universität Gerichtsaccessist Adolf Ostern aus Worms auf gründ seiner Dissertation „Alternative Willenserklärungen im Strafprozeß." Ostern erreichte das Prädikat „summa cum laude“. — Wie aus unseren Promotionsberichten und der von uns s. Z. veröffentlichten Statistik leicht ersichtlich, hat sich während des vergangenen Semesters die Zahl der Doktoranden, vor allem auch der juristischen, an der Universität Gießen im Vergleich zu früheren Semestern, erfreu* licherweise bedeutend vermehrt. Während bisher auch solche Herren, welche bei uns Fakultätsexamen gemacht hatten, andere Universitäten, vor allem Heidelberg, zwecks Erlangung der Doktorwürde aufsuchten, hat sich der „Gießener Doktor" bei unseren Landessühnen mehr und mehr eingebürgert. ES dürste dies vor allen Dingen den in letzter Zeit hervor- getretenen Bestrebungen der deutschen Universitäten zu verdanken sein, eine größere Gleichmäßigkeit in den An- forderungen, die an den Doktoranden gestellt werden, herbeizuführen.
ff Selbstmord oder Unglücksfall? Der cand. med. Alfred W., in der Kirchstraße wohnhaft, ist am Samstag Morgen an den Folgen einer Vergiftung durch Opium gestorben. Morgens gegen 9 Uhr vernahm die Wirtin, bei der der Verstorbene wohnte, lautes Stöhnen aus dem Schlafzimmer. Sie ging hinein und sah, daß W. sehr schwer krank war. Ein sofort herbeigerufener Arzt konstatierte eine Vergiftung durch Opiumtinktur und nahm augenblicklich eine Auspumpung des Magens vor. Während dieser Operation starb der Patient. Auf dem Nachttisch neben dem Bette standen mehrere gefüllte Arzneiflaschen, darunter auch eine mit Opium. Eine heute vorgenommene Lokalbesichtigung durch die Staats- anwaltschaft konnte zunächst nur den oben angegebenen Befund feststellen. Ob eine Fahrlässigkeit, vielleicht em Verwechseln der Flaschen oder das Einnehmen einer zu starken Dosis des Arzneimittels, oder ein Selbstmord vorliegt, ist noch nicht festgestellt.
!? Der erste Spaten st ich zu unserer Kanalisation ist heute Morgen gemacht worden. Es ist die Strecke vom Lahnpegel entlang der Wieseck bis an die Stelle, wo das Flüßchen den Bogen macht nach dem Eisenbahnviadukt in An- griff genommen und ferner von der Kreuzung der Moltte- slraße mit der Wieseck bis zur Roonstraße. Die ausführende Firma Jäger u. Rumpf in Hanau bietet gewiß Gewähr, daß die Arbecken so schnell als nur möglich gefördert werden, besonders wo solche in den Straßen notwendig werden, in denen starker Verkehr ist.
!? Besitzwechsel. Das dem Bankier Jakob Grünewald gehörende Haus Schillerstraße, Ecke Nordanlage, ging : für 28000 Mark in den Besitz des Metzgers Ruthsatz über.
! Die Kreiskonferenz der s o ziald emo kra- i tischen Partei des ersten oberhessischen Wahlkreises, welche gestern mittag um 1 Utzr im Lokale von Ocbig
ist hier eingetroffen.
— Zur Teilnahme an dem Stapellauf hes Schnelldampfers „Kaiser Wilhelm II.", der bekanntlich am 12. August in Gegenwart des Kaisers auf der Werft des ,MIkan" in Stettin vor sich gehen wird, werden u. a. mich die Minister Budde, v. Goßler und Möller erwartet.
— Reichskanzler Graf Bülow traf aus Swinemünde
solches Mädchen gewesen.
Washington, 9. Aug. Präsident Roosevelt genehmigte den Plan der Commercial-Pazrste-Company, mit dem sich kürzlich der Kongreß beschäftigt hat, etn Kabel von San Francisco nach China über yawii, Guam unb dlL Philippinen zu legen.
18. Deutscher landwirtschastl. Kenossenschaststag.
Kiel, 8. August.
Die heutigen Verhandlungen des Genossenschaststages, an dem u. a. Geh. Oberregierungsrat Dr. Hoffmann-Berlin als Vertreter des preußischen Landwirts chastsministeriums teilnahm, fanden wieder in der Marine-Akademie statt. Es referierte zunächst Gutsbesitzer Meinert-Hamburg über, die Milch Versorgung der Städte durch genossenschaftlichen Zusammenschluß Ueber die Frage: „Kann durch genossenschaftliche Veranstaltungen die Anwendung der Elektrizität in der Landwirtschaft gefördert werden", sprach Ingenieur Tr. ing. Baldamus -Magdeburg. Entgegen den Ansichten des Referenten halten die Herren v. Hertzberg, v. Mendel, Johannsen u.a. die Anwendung elektrischer Kraft zum Pflügen für sehr unrentabel und empfehlen sie nur für den Haus betrieb und für große Güter, auf denen Wasser vorhanden ist. Regierungs-Assessor Gennes aus Darmstadt beleuchtete das Reckt der Genossenschaftsverbände auf Vertretung der ihnen angeschlossenen Genossenschaften den Behörden gegenüber.
Oek.-Rat H ü n e r as ky - Posen spricht über die Zweck- Mäßigkeit der Annahme der Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung für landwirtschaftliche Assoziationen und führt aus, daß die Form der Genossenschaft für landwirtschaftliche Vereinigungen, welche die Hebung und Förderung der Wirtschaft ihrer Mitglieder bezwecken, die geeignetste sei. Es kam auch die Resolution zur Annahme, wonach der Allgemeine Verband unter Berücksichtigung örtlicher Verhältnisse nur für landwirtschaftliche Assoziationen, welche größere Anlagekapitalien erfordern und deren Bestehen und Fortentwickelung von einem feststehenden Kapital- bestande abhängig ist, auch die Zweckmäßigkeit der Annahme der Rechtsform der Gesellschaft mit beschränkter Haftung anerkennt.
Tann unterzieht Rechtsanwalt v. Brentano diTre- mezzo-Offenbach a. M. die Haftpflicht der Verbandsrevisoren und der Verbände bei Durchführung der Revision einer ausführlichen Beleuchtung und kommt zu dem Schluß, daß der Revisor für etwaigen Schaden, den er widerrechtlich bei Durchführung der ihm obliegenden Verrichtungen Tritten zugefügt hat, persönlich haftbar ist; eine, MityaftunH des Revisionsverbandes könne nur nach Maßgabe des § 831 des Bürgerlichen Gesetzbuches eintreten.
Wegen allzuweit vorgeschrittener Zeit wurde von den weiteren 5 Borträgen nur noch der des Tr. K. Beerwald- Berlin über „die Förderung der ländlichen Wohlfahrtspflege durch die Genossenschaften" zu Gehör gebracht. Redner hält die Nutzbarmachung der wissenschaftlichen und technischen Fortschritte der 'Neuzeit, auf dem Gebiete der Gesund- yeitspflege für die ländliche Bevölkerung für ein dringendes Bedürfnis und ersucht zur Lösung dieser wirtschaftlich hochbedeutsamen Ausgabe die Genossenschaften zur Mithilfe. Ein Anschluß an den „Deutschen Verein für Volkshygiene" sei wünschenswert.
Mit Worten des Tankes schloß Verbandsanwalt Haas den 18. Genossenschaftstag.
Däe trckßchen Abgeordneten protestierten heute in der Stadthalle in Dublin in schärfster Weise gegen die verfassungswidrige Regierung Irlands durch baä englische Parlament und den englischen König.
Von maßgebender Seite wird gemeldet: Der König überstand die Feier vorzüglich und ohne Ermüdung zu zeigen. Sein Aussehen war gut und fern Befinden ist ausgezeichnet. . . '
London, 10. Aug. Der König und die Königin wohnten heute mit den übrigen Mftgliedern der königlichen Familie und mehreren im Bucllngham-Palast weilenden fremden Gästen dem Gottesdienste in der Ka- pälle des St. Iamas-Palastes bei. Sie wurden auf dem ganzen Wege von der Menge lebhaft begrüßt In der St Pauls-Kathedrale fand heute feierlicher Dankgottesdienst statt, der vom'Bischof von London abgehalten wurde. An demselben nahmen der Lord-Mayor, sowie zahlreiche Wür-
heute hier ein.
Heiligenbeil, 9. Aug. Heute sand hier die Feier des 600 jährigen Bestehens von Heiligenbeil statt Zu derselben waren u. a hier eingetroffen der Ober- präsident Frhr. v. Richthofen, der Regierungspräsident von Waldow und der Landeshauptmann v. Brandt Am vormittag fand Festgottesdienst statt, an den sich ein Festakt
Vom französischen Kulturkampf. s Ruhestand versetzt. _
In der Bretagne wurde am Sonntag, nichts gegen die ---- — j T
Ordensschulen unternommen, da die Gefahr eines Blut- ^USlßllU«
Vergießens zu groß ist. In St Me an hielten die Bewohner London, 11. August. Der König hat an Balfour
eine Versammlung^ab, worin beschlossen wurde, alle Mittel 1.^ schreiben gerichtet, in dem er mitteilt, daß er Os- anzuwenden, die Schließung der Ordensschulen zu verhin- ßorue $011je mit Ausnahme der Privatgemächer der dern und die Ratschllige zur Ruhe außer Acht zu la,fen. Königin Viktoria der Nation als Geschenk übergebe, Es sollen Bienenkörbe unter die Pferde 9^tDOrTen un^ ^em er der Hoffnung Ausdruck giebt, daß dasselbe werden und die früher gedienten Soldaten sollen sich ^rl^ationaten Zwecken gewidmet und als Erholungs- Gendarmen bemächtigen In L an ouee mußten berittene s^r Offiziere des Heeres und der Marine,
Jäger eingreifen, um die Schließung der Schulen zu be- ^ren Gesundheit im Dienste des Landes Schaden genommen werkstelligen 1500 Personen erwarteten den Polizeikom- dienen werde
missar. Der Bescher der Schule, Herzog von Rohan,, der sich Haag, 10. Aug. Der frühere Staatssekretär von im Innern derselben befand, weigerte sich, die yuren <£ran§üaaL Reitz ist zum Besuch seines Sohnes hier ein- zu öffnen, worauf diese mit Eisenstangen erngeschlagen hoffen
wurden. Tie Menge verhinderte jedoch den Polizeikommiss ar, Rotterdam 10. Aug. Krüger entsandte seinen in das Gebäude einzudringen, und leistete der Aufforde- Sekretär Bredell nach Brüssel, um der Witwe des ver- rung, sich zu zersft:euen, keine Folge. Ter Kommissar drang I Torbenen Burengenerals Lukas Meyer bei der Ord- alsdann vom Hofe aus rn die Schule und nahm die Aus-1 nunc. ihrer Angelegenheiten beizustehen.
Weisung der Ordensschwestern vor. In Brouvenac Brussel, 10. Aug. Die gesamte hiesige holländische wurden die Einwohner durch die Kirchenglocken zusammen-! Kolonie wird an der Beisetzung des Burengenerals Lukas gerufen, als sich der Polizeikommissar mit zwölf Gendarmen hyt e b e r teilnehmen. Tie' Gesandtschaften Transvaals und einstellte. Nur durch Einschlagen der Thur en und Fenster Hollands treffen Vorbereitungen zur Beisetzung des Ver- vermochten die Gendarmen in die Schule einzudrmgen. Torbenen. Der protestantische Pfarrer aus Pretoria, der In St. Amour-Soult hak sich der Gemeinderat initl ^^^rtiq in Scheveningen weilt, wird den Traucr- dem abgesetzten Bürgermeister und den beiden Schuften ,oli- Gottesdienst abhalten. Es ist nicht ausgeschlossen, daß darisch erklärt, indem sie den ihnen auf geprangten neuen (Lprcb'ibent Krüger hierher kommen wird, um dem Ver- Bürgermeifter nicht anerkennen. die letzte Ehre zu erweisen. Eine Tochter des
-i .r. . . Verstorbenen ist ' heute aus Dresden hier eingetroften.
y£Ut|Uj£5 Eine zweite Tochter befindet sich noch in Pretoria. Heute
Berlin 10. Aug. Man meldet aus Swinemünde: wurde von einem Arzte die Einbalsamierung der ^eick/e Die ,ch o h e n z o l l e r n" und die Begleitschiffe sind heute des Burengenerals vorgenommen, da sie wahrscheinlich morgen hier eingetroffen. Tie „Hohenzollern" machte am nach Pretoria uberzuhrt werden wird. Der Tag der pichen- Duat feft, roorauf an Sorb öottcSbienft ftatttanh. Ter Kaiser seier ist noch mcht festgesetzt, ba bas Emtresten der Kinegs- verblieb tagsüber an Bord der „Hohenzollern". Der Kreuzer kameraden des Verstorbenen abgewartet werden soll. Zahl- „Prinz Heinriche ging nach Kiel in See, nachdem sein Kom- reiche Brüsseler Gesellschasten beabsichtigen ^ ber Zere- mandant, Kapitän Wentzel, sich beim Kaiser gemeldet hatte, moine teilzunehmen. Cnne im Ve,^^^^
der ihm den Rothen Adlerorden dritter Klasse verlieh.ausgelegte Kondolenzliste füllt ii^ nut äaWl^e”^llter_ Ter Stellvertreter des Chefs des Zioilkabinetts Valentini schriften hervorragender Persönlichkeiten, Mitgliederii des diplomatischen Korps usw. Von allen Seiten sind Beileidstelegramme eingetroffen, darunter auch welche aus Eng-
gelte.
— Der Deichs anz." widmet in seinem nichtamtlichen Teil dem verstorbenen früheren Oberpräsidenten von Hannover Tr. von Bennigsen einen warmen Nachruf, in welchem es u. a. heißt: „Ein treuer und überzeugter Führer seiner Partei hat er doch, niemals die großen gemeinsamen Ziele aus dem Auge gelassen, und wenn er mit Erfolg in großer, bewegter Zeit feine hervorragenden Kräfte für Die Neugestaltung des Vaterlandes einsetzen konnte, so gebührt der Dank hierfür nicht nur seinem hohen Patriotismus, seiner glänzenden Begabung und bedeutsamen Tbätigkeit als Beamter, Parlamentarier und Redner, son-,^-...... —m-i- ----- •—., - . - - . . .
dern auch seiner klugen Aiäßigung als Parteipolitiker, die alle Christen von den gurken e r m o r d e t worden sein, ihm neben neben der Liebenswürdigkeit und Lauterkeit Tie Stadt Debard wurde von Albanesen geplündert und seines Charakters die Freundschaft und Unterstützung aller niedergebrannt. Die Nowosti verlange, daß England patriotisch gesmnten Männer gesichert hat. So wird denn sich den Schritten Rußlands und Oesterreick^, anschließe, auch bei allen Parteien und in allen Kreisen sein Name um die Pforte zu Reformen in Macedonren zu zwingen, in ehrenvollstem Gedenken bleiben." Tsingtau, 9. Aug. Berichte besagen, daß m Honau
L Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet: Nach amtlichen erneute B ox er b ew e g un g en austauchen, sodatz Der Veröffentlichungen der englische Regierung sind für das dortige Gouverneur ab berufen wurde, um durch den bis- Gebiet der eh em alig en Bur enstaat en En t s chäd i- herrgen Gouverneur von ^chantung ersetzt zu werden, ^es aunqsansprüche, die in der Zeit vom 31. März bis weiteren wird versickert, datz m weiten Strecken Chinas 30. Juni 1902 einschließlich entstanden sind, bis zum 31. vollständige Dürre besteht, sodaß
August 1902 bei Vermeidung des Ausschlusses bei der Ent- schlecht ausfallt, eine Hungervnot zu befürchte steht. schLigmigstommission in Britisch-Südafrika anzu- - Ueber Mädch enhandel in China berichtet die melden. Zeitschrift „Ost-Asien". In China beftnden sich manchmal
Bremerhaven, 10. Aug. 850 Mann der von dem viele kleine Mädchen auf dem Wlartte und werden zu 3, Dampfer ,Main" gelandeten Ablösung des ostasiati- 5, 7 Taels usw. ausgeboten. Reiche Käufer erwerben schen Kreuzergeschwaders sind heute früh 10 Uhr in einem 5—10 Mädchen auf einmal uiid lassen ihnen einige Jahre Sonderzuge nad) Wilhelmshaven, um HV2 Uhr 750 Mann lang eine gute Erziehung angedeihen. Pie schönsten der nach Kiel abgegangem Ter Gesundheitszustand der Truppen Mädchen werden entweder die Konkubinen des Eigen- b 1 ' tümers oder wie jede andere Ware weiter verkauft und
mitunter mit 1000—10 000 Taels bezahlt. Wie wir hörten, ist die Frau eines Direktors der Eisenbahn em solches "Mädchen gewesen und für 10000 Taels angekauft worden. Die Kaiserin-Mutter ist früher bekanntlich auch ein
den Vorgang, der dem Blatt von sehr glaubtoürDiger Selle veickürgt wird. Es war in den ersten Tagen der Regierung des Königs Georg. Seine Räte legten ihm einige Erlasse zur Vollziehung vor, die er abzuändern für nötig hielt Dies wurde aber für unmöglich erklärt, well die Erlasse schon ins Land gegangen, ja sogar bei den amtlichen Blättern schon in Truck seien. Mit ernster Mißbilligung machte der König die Herren auf das Unstatthafte chres Verfahrens aufmerksam und erklärte ein für allemal, er wolle nie und nimmer als b l 0 ß e r „I a s a g e r" seinen Namen unter die Elaborate seiner Räte setzen, sondern er wolle selbst die Entscheid u n g in allen wichtigeren Fragen treffen Tiefer Vorgang ist, wie schon gesagt, gut verbürgt Er ist ein hocherfreuliches Charakteristikum für die tiefe Auffassung, welche der König von seinen Regentenpflichten hat."
ucuucucm wv ,wvv-™,~, 1.....0-------7.----j — Ter bedenkliche Rückschlag zum Schlechteren im Be-
benträger und politische Persönlichkellen bet Nach dem finden des Kriegsministers v. d. Planitz galt an. Der heute veröffentlichten Bulletin Überstand der König Minister ist zeitweise völlig ohne Bewußtsein und liegt im die Krönung sehr gut. Er zeigte wenig Ermüdung und Fieber. Eine Katastrophe ist stündlich zu erwarten, -ter verbrachte Die däicht gut. Das Allgemeinbefinden ist in Killegsminister v. d. Planitz steht im 60. Lebenswahre und ist jeder Hinsicht zufriedenstellend. Die Veröffentlichung von seit 1891 sächsischer Heeresminister.
Bulletins wird nunmehr eingestellt Straßburg, 10. Aug. Der Ausschuß der kath 0 -
Berlin, 9. Aug. Aus Anlaß der Krönung des Königs lisch en Vereine Deutschlands erließ einen Aufruf, in Dem Eduard fand heute in der hiesigen en g li s ch en Kir che die katholischen Elsässer unter Hinweis auf Die immer im Parke von' Monbijou ein feierlicher Gottesdienst dringender werdende Notwendigkeit eines Z u s a m m e n - stall. Die Äiöche war mit Palmen gruppen und Blumen- schlusses aller Katholiken aufgefordert werden, so Arrangements geschmückt. Im Auftrage des Kaisers wohnte zahlreich wie möglich bei der am 24.-28. August in Mann- Prinz Friedrich Leopold der Feier bet Das Auswärtige heim stattfindenden 49. Generalversammlung der Katho- iAmt war durcy den Unterstaatsselletär Dr. Mühlberg ver- liken Deurschlands zu erscheinen. Ter Ausruf stellt den treten. Weiter waren anwesend Mitglieder des diplo- ersten Versuch dar, eine Atassenbeteiligung tleritaler Elsas,er mallschen Corps und zahlreiche Mllglieder der englischen an einem deuffchen Katholikentage in die Wege zu leiten. Kolonie. Zur Feier des Tages hatten die hiesige englische -------
Botschaft und das General-Konsulat Flaggeuschmuck anlegt. | Heer Uttd Flotte.
Militärdienstnachricht. Wohlfahrt, Garnison- Pfarrer in Mainz, zum 15. August d. I. mit Pension in den


